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Willingshausen in der Schwalm.

Eine hessische IHafectolonie.

Von Paul Karnowski, HersfelÖ.

Zwischen Knüll und Vogelsberg im an­mutigen Dale der Antreft liegt Willingshausen, die älteste Malerkolonie Deutschlands. Man muh von Aeustadt im Kreise Ziegenhain kommen, um seinen malerischen Eindruck ganz auf sich wirken zu lassen. Nachdem die Straße durch einen dichten Laub- und Tannenwald geführt hat, öffnet sich plötzlich die Landschaft. Den Horizont begrenzen Wälder. Auf und nieder geht das Land. Aus einem kleinen Hügel erhebt sich die hessische Malerkolonie. Scharf zeichnen sich unter dem blaugoldenen Frühlingshimmel die rot geschiefer- ten Dächer von dem dunklen Hintergrund der mit immergrünen Tannenwäldern gekrönten Hügel ab. Wie von Kinderhand in- und aufeinander getürmt stehen die alten Fachwerkhäuser, lieber allem ragt ein Stückchen des schmucklos ernsten Schlosses und der Turm des schlichten Dorfkirch-

der Neuzeit entsprechend hergerichtet 4R6v seit 1. Mai 1926 wieder eröffnet

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Marienkirche von dem Ausmaß diesesbalti­schen Kulmrtreises". Da gibt es den ..V ergen- fahrerstuhl" denjenigen Kaufleuten und Schisssherren gehörig, die m|t Bergen, dem Stapelplatz der norwegischen Fischausfuhr, Han- del trieben. Oder denBowgvrodfchrcrstuhl für die, die das edle Pelzwerk. Wachs, Teer und Honig aus den Wäldern Rußlands erhandelten gegen die Weine und Drogen des Südens oder das flämische Tuch, Waren, wie sie in Brügge gestapelt lagen. Oder den Stuhl der Schonen­fahrer. die von der Insel Schonen den Hering holten.

Boch umfängt uns in dieser Stadt der Zauber dieser groben Dergangeicheit, dieser Zau­ber. wie er in der nordischenBacksteingotik" Gestalt und Ausdruck gefunden hat. Gleich wenn wir, vom Bahnhof kommend, in die Stadt ein- treten wollen, steigt vor uns das trotzige Hol­stentor aus der Erde, und wirklich aus der Erde, als wenn es soeben erst ausgegraben würde. Denn der Boden ist ringsum um mehrere Meter gestiegen, und dieses wuchtige Bauwerk liegt halbverdeckt in der Senkung, die man ihm ausgehöhlt hat. Man braucht nur die wenigen Schritte durch die Holstenstraße zum Marktplatz zu gehen, dann steht man auf einmal mitten unter den gewaltigsten Dauzeugen des Mittel­alters. Frühromanischer Stil, himmelan wuch­tende Gottk oder bauschiges Barock stemmen ihre Massen in die schwindelnde Höhe oder streben in gegliederten Fassaden aufwärts oder ruhen in schweigenden Bogengängen oder umstehen uns mit den geschweiften Giebeln alter Patrizier­häuser. Oder am Bordende der Stadt die alte Burg, deren drohende Formen noch dem 13. Jahrhundert entstammen, gerade da die junge Reichsstadt die Botmäßigkeit unter dieser Trutz- bürg abschüttelte, ober am Südendö der Dom aus der gleichen Zei't, noch von Heinrich dem Löwen gegründet und in den ältesten Teilen, den beiden Türmen ausgeführt. Unö dazwischen ge­streut über die ganze Stadt diese unzähligen Denkmale der folgenden Jahrhunderte. Roch sind ganze Straßen in ihrem Charakter erhalten: zum Holstenhafen hinunter die Häuser der alten Patriziergeschlechter, zur Warkenitz hin­ter die Gassen und Gäßchen des Handwerker­volks und die kleinen Leute. Bogengänge über Durchlässen, Sandsteinfiguren, die aus Bischen und auf Säulen wachsen. Ueberfragte Stockwerke, Schnitzereien, sorgsam in Stein geschnittene Por­tale. Vieles ganz rein erhalten, durch Zufall oder kluge Bewahrung zum natürlichen Museum geworden, wie dasS ch na bb e lh au s". das uns die Lebensweise einer Patrizierfamilie von den gotischen Zeiten bis zum Rokoko vor Augen führt. Weitauslaufende Treppendielen, ge­schnitzte und eingelegte Schränke, die hohen Re­naissancefenster, die den ober italienischen Städten abgesehen wurden. Oder dasHaus der Schifter­gesellschaft", wo unter den Modellen der alten Segler, unter ausgebalgten selftamen Fischen und anderen Trophäen ferner Länder, die bär­tigen Koggenfahrer zusammenkamen und von ihren Fahrten nach Reval oder London erzähl­ten. und wo man noch heute sein Frühstück an den alten Tischen unter dem verräucherten dunk­len Gebälk einnimmt. Oder jenes vornehme Buddenbrook-Hau s". das Thomas Mann seinem Roman von den absterbenden Kaufmanns­geschlechtern eingab. Welcher Lebenswille trieb diesen Reichtum von Formen hoch! Welche brei­ten Lebensformen müssen einmal dieses Alles erfüllt haben!

Was Schriftsteller und Dichter in Wort« fld den, das hatten die Maler im Bilde fest, ide wirken, wenn sie ihre Ausgabe in tKiter- läi chjschem Geiste ausfassen, für die Vertiefung öd. Heimatgefühls, für Volkstum und Geschichte. Die Willingshäuser Maler haben in ihren Bll- ödrn im wesentlichen ureigenstes deutsche- Volkstum festgehalten. Cs wäre zu bedauern, rflenn ihre Tradition verloren gehen sollte. Der Schnitter Tod hat unter den Alten grausame i| rnte gehalten, und das Schicksal hat die noch gebenden verstreut. Jetzt ist es an den Jungen, Nn die Fuhtapsen der Alten zu treten und Wil» kllrgshausen als Malerkolonie zu erhalten.

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Das 700 jährige Lübeck.

Don Dr. Walther Harrch.

In den Tagen vorn 3. bid 6. 3 u n i findet in Lübeck bie 700-Jahr-Feier der Reichsfreiheit mit festlichen Veranstaltungen statt.

Lübeck feiert in diesem 3ahre sein 700jähriges Bestehen als freie deutsche Reichsstadt. Mit dickem Jubiläum wird der Blick auf eine Periode der deutschen Geschichte gelenlt, die heute, schon unter weltwirtschastlichen Gesichtspunkten, besonderes Interesse hat: auf die Blütezett der allen Hansa. Mögen gewaltige Kaiser und Heer­führer sich glänzendere Barnen errungen haben, niemals ist in Deutschland die Großzügigkeit und Fluge Initiative einer wahrhaft königlichen Kauf­herrengesinnung kraftvoller in Erscheinung ge­treten als In diesem Hcmdelsbunde der norddeut- scheu Städte, die ein Reich für sich von Brügge bis Bowgorod bildeten, ein Reich, auf friedliche Erschließung durch Handel und Verkehr gestellt, und doch eine Macht, die auf die großen welt­historischen Vorgänge jener Zeit von ausschlag­gebender Bedeutung war.

2lls freie Reichsstadt besteht Lübeck feit 1226, aber die Stabt ist fast um ein Jahrhundert älter. Wurde von einem Grafen von Holstein 1143 gegründet, durch den Sachsenherzog Heinrich den Löwen und Kaiser Barbarossa gefördert, kam B des 13. Jahrhunderts unter dänische ist, die 1225 abgeschüttelt wurde. 3m darauf erhielt die befreite Stadt von dem Hohenstaufenkaiser Friedrich II. die Privi­legien einer freien Reichsstadt. Damit war der Weg zu dem alänzenden Aufschwung frei, den Lübeck nun nahm. Fünfzehn 3ahre später wurde durch den Bund mit Hamburg die Hansa gegründet.

Rein und groß spricht sich die Geschichte Lübecks in seiner Architektur au-. Von allen Seiten gesichert, liegt die Stadt zwischen den Flüssen Trave und Warkenitz. Sin Hügel rücken wölbt sich mit drei Erhöhungen zwischen diesen Flüssen, und jede dieser Erhöhungen wurde zum Sitz und Symbol einer der drei geschichtlichen Mächte, unter denen damals die Welt geteilt war: 3m Borden, wo die Flüsse zusammen­kommen, liegt die alte landesherrliche Burg der Grasen von Holstein, eine Zeitlang noch Sitz des kaiserlichen Vogtes, bis auch diese Vorherrschaft ein Ende nahm. Am entgegengesetzten Ende, dort wo die Trave und der Elbtravc-Kanal sich heute teilen, um die innere Stadt mit zwei Armen zu umfassen, liegt der Dom, Wahrzeichen der mittelalterlichen Hierarchie, Sitz der katholischen Geistlichkeit. Aber höher als diese ragt im Mittel­punkt der Stadl, auf der höchsten Erhebung, Rathaus und Marienkirche empor, gewaltige Bauten, Zeugen des erstarkenden freien Bürger­willens. Alle die Handelsstädte des Ostseegebiets, von Rhein bis Riga, recken diese mächtigen Rat­häuser mit Dächern und Türmen gen Himmel, den Anbruch einer neuen Zeit verkündend: der Frei­heit und aufstrebenden Macht dcä Bürgertums.

Aus welcher Landschaft wuchs diese Ostsee­stadt Lübeck hervor? Man braucht nur ein wenig aus der Stadt herauszufahren, und schon trifft man auf die zahlreichen großen Seen der so­genanntenHolsteinischen Schweiz" und wandert durch die meilenlangen schweigenden Buchenwälder. Eine andere Welt umfängt uns: kleine Fischerdörfer mit strohgedeckten Hütten und weitvorspringenden Dächern, unter denen die Betze getrocknet werden. An den Ufern der Trave ziehen sich die Häuschen entlang, von Grün überwachsen, liegen die Kähne an dem beschilften ilferfaum. Wenn man durch diese Dörfer geht, dann fühlt man: So lag das Land seit Ewig­keiten mit Wäldern, Seen, Fischerhütten, bevor über den Holzsiedlungen sich die steinernen Städte erhoben mit Burgen und Domen und rings um die Ostsee den sogenannten baltischen Kultur­kreis schloffen.

Es scheint, daß die Kulturkreise der Mensch­heit sich vorzugsweise um Meere gruppieren. Wie heute die Probleme des Stillen Ozeans im Mittelpunkt des Weltinteresses stehen, wie zu Beginn unserer Zeitrechnung das Mittel- ländische Meer der Mittelpunkt der Welt war, so liegt im ausgehenden Mittelalter, zur Hanse­zeit. das Schwergewicht der Geschichte um die Ost- und Bordsee. England, Frankreich, Flan­dern und Dänemark, das damals die drei nor­dischen Reiche umspannte, die Hansestädte und der Ordensstaat Preußen und Livland, diese bilden das damaligeKonzert der Mächte" unö Lübeck, als Haupt der Hanse, war zugleich eines der Häupter der damaligen Welt. Boch erzählen tfe reichgeschnitzten Gestühle in der

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lei ns hervor. Wie die Sage erzählt, verdankt Willingshausen sein Entstehen einem Herrn von cchwertzell. der mit der heiligen Elisabeth aus Ungarn eingewandert ist. Seine hier erbaute Burg wurde im 32jährigen Kriege wie fast alle festen Plätze in der Schwalm zerstört. Aus den Trümmern der alten Burg erstand nach dem 32jährigen Kriege das neue, noch heute erhaltene Schloß, daß von den Herren von Schwcrtzett bewohnt wird. Das schlichte, von einem ver­witterten GotteSacker umgebene Dorfkirchlein ist 1511 erbaut.

Unö wenn auch die 3ahrhunderte ihre Spuren in dem Dorfe hinterlassen haben, so sind es doch keine besonderen Sehenswürdig­keiten, die sich hier dem Fremden barbieten. Aber das harmonische 3n- und Auseinander­klingen der alten Fachwerkbauten, von Schloß und Kirche in die Landschaft, und der schlichte deuftche Volksstamm, der die Stätte bewohnt, der Tracht und Sitte treu bewahrt hat, haben es zuwege gebracht, daß Willingshausen von den Malern entdeckt wurde. Alljährlich gaben sich hier Knaus, Bantzer, Thielmann, Linz, öterl. Fennel, Giebel und viele andere ein Stelldich­ein. deutsche Maler, deren Künstlerruhm durch­aus nicht immer in der engeren Heimat ge­blieben ist, sondern deren Bilder zum Teil Be­rühmtheit erlangt haben. Einzelne des Wil­lingshäuser Kreises stehen noch auf der Höhe ihres Schaffens, andere deckt der kühle Rasen.

Ludwig Knaus ist wohl einer der ersten ge­wesen. der Willingshausen besucht hat. Der­jenige aber, der in der Schwalm den Wurzel-' hoben für seine Kunst gesunden hat. ist Karst Bantzer. Die schlichte ernste Landschaft mi'/ ihrer urwüchsigen Bevölkerung, die konservalib in ihrer tiefsten Seele ist, hat es ihm angetan. Die Höhepunkte des Schwälmer Lebens hat <3: beobachtet und auf die Leinwand gezaubert. Danhers Schwälmer Dauerntanz, die Hochzeitlk- feier, das Abendmahl in der hessischen Dorj- kirche sind weltberühmt geworden.

Ein anderer unter dem ehemals festen W'ü> lingshäuser Stamm ist Wilhelm T h i e I m a n, n. Auch er hat sich zu der stillen, grünen Schwalai- landschaft hingezogen gefühlt, die in dem frucht­baren Grund, der Kornkammer Hessens, gelagert ist, die Vogelsberg, Knüll und Kellerwald bil­den. Aus luftiger Höhe hat er bei Willings­hausen für sich unö die Seinen ein prächtiges Heim aus roten Backsteinen mit einem geräumi­gen Atelier errichten lassen. Ein mißgünstiges Geschick hat ihn um den Genuß dieses Glückes gebracht. Ein plötzlicher, viel zu früher Tod riß den Gatten und Vater von den Seinen, rojibte Hessen einen seiner bedeutendsten Maler. '2Iuf dem nahen Friedhof, vor den Fenstern seines Ateliers, hol er seine letzte Ruhestätte gefunöen. 3n Thielmanns Heim hat die schwergeprüfte Gotttn eine Kunstwerkstätte eingerichtet. Hes­sische Trachtenpuppen nehmen von dort aus j.hren Weg bis über Deutschlands Grenzen hinaus.

Bach Thielmann haben noch unzeittg früh Richard 3 e s ch k e und jetzt erst Friedrich Fennek Pinsel und Palette für immer? aus der Hand legen müssen. Der Kreis der Wil- lingshäuser und der hessischen Maler überhaupt ist zusammengeschmolzen. Otto U b-b e l vjh d e, Federzeichner und Radierer, der uns die Ächon- Hellen der engeren Heimat in fast zahllosen »einer Arbeiten näher gebracht hat, ist schon fror drei 3ahren von uns gegangen. Bantzer, öde auf der Höhe seines Schaffens steht, hat in Mar­burg, öer schönen Lahnstadt, einen Wirkungskreis gesunden, wo auch Heinrich Giebel schafft. So war es schon im vergangenen Jahve ver­hältnismäßig sttll in der Willingshäuser Maler­kolonie.

Boch werden die alten Erinnerungen gehegt. Hases Gastwirtschaft, wo die Maler ursprüng­lich wohnten, ist nicht mehr. Aber die Maler­stube. wo sich die Männer von Pinskl unö Palette nach des Tages Schaffen beim Schein der Petroleumlampe ein Stelldichein gaben, wird in pietätvoller Weise erhalten. Wo dort ehemals harmlose Fröhlichkeit und Malerhumor geherrscht haben, ist Stille eingekehrt. Aber von den Bil­dern an den Wänden, aus den altert Möbeln redet deutlich die Vergangenheit. Die Tür ist ein Spiegelbild des unverwüstlichen Malerhumors. In den beiden senkrechten Füllungen ist der Wirt Hase einmal als Hase unö einmal als Schwälmer, jeöesmal aber mit der unvermeid­lichen langen Pfeife dargestellt. Willinashäuser Landschaften und Szenen aus dem Schwälmer Dauernleben zeigen die übrigen Türflächen. Thielmann und Heinrich Otto grüßen in Bildern von den Wänden.

Wanderfahrten.

KahenfurtEreisensteinDianaburgLeun Station Braunfels.

Wir fahren mittels Sonntagskarte nach Katzenfurt, von wo uns schwarze Punkte in 1 Stunde nach öer mächtigen Burgruine Greifen­stein führen. Vom Platz vor der Schlohkirche . genießt man eine weite Ausschau. Im Dorf gute Gastwirtschaft. Von Greifenstein führt ein lohnender, durch blaue Striche bezeichneter Weg über Waldhof Elgershausen, eine Lungenheil­stätte, meist durch Wald in l1/» Stunden nach dem hochgelegenen Iagdturm Dianaburg mit gastlicher Försterei. Der Rundblick front Turm iSchlüssel beim Förster) ist entzückend. Zum Ab­stieg wählen wir Öen roten Strich, der über den Heisterberger Hof nach Leun mit schönen Fach- werksbauten in P/2 Stunden führt. Bachdem man den Ort passiert hat, geht man über bie Lahnbrücke und wendet sich links der Station Braunfels zu, von wo wir heimfahren. Die gelöste Sonntagskarte beretchigt fron hier zur Heimfahrt.

Bad-BauheimJohannisberg.

Den Sonntagsausslüglcrn nach Bad-Nauheim (Sonntagskarte) fei empfohlen, über Bad und Park hinaus möglichst auch der schönen Umgebung unserer hessischen Badestadt einen Besuch abzustatten. Am nächstliegenden ist ein Abstecher nach dem Johannis­berg, der sich mit seinen 268 'Dieter als nordöst­licher Vorposten des Taunus steil über der Stadt er­hebt. Eine Reihe bequemer Wege fuhren von Stadt und Park aus nach dem Kipfel. Besonders lohnend ist der Weg von der Parkstraße zur Waldstraße, die man bis zu ihrem Ende verfolge, um dann allmäh­lich zur Höhe anzusteigen. Durch Eichen- und Na­delholzgruppen am Südhange des Berges kommend, bieten sich abwechslungsreiche Bilder. Man ist im sog.Nizza" des Jvhannisberges, vom Volksmund wegen feiner warmen geschützten Lage so benannt. Der Pflanzenfreund findet hier manche botanische Seltenheit. Aus der Höhe angekommen, genieße man vom Aussichtsturm, der auf den Resten der alten Iohannisbergkirche (im 30jährigen Kriege zerfallen) errichtet ist, die ungewöhnlich herrliche Aussicht auf Taunus, Vogelsberg, Wetterou, Lahnberge und Odenwald. Man vergesse aber auch die nahe rö­mische Anlage nicht zu besichtigen, die Reste eines römischen Signalturmes, die von Jahren freigelegt worden sind. Wer den Wald liebt, kann von der Hohe aus (Restauration) sich stundenlang in den Rcuanlagen und in dem sich anschließenden Frauen- r.alö ergehen, herrliche Waldbilder mit schönen Durchblicken bieten sich hier dem Auge bar.

Reisewinke.

Ferienkurse in Spanien und Portugal.

Für DeutschsprechenÖe, die sich währenö eine- Ausländsaufenthaltes im Spanischen oder Portu­giesischen zu vervollkommnen wünschen, finbert in Öer Zeit vom 1. Qlug. bis 15. Sept. ö. 3. in S antanöer spanische unö vom 20.3uli bi's 30. August ö. 3. in Coimbra portugiesische Ferienkurse statt (Unterricht, Vorträge einhei­mischer Professoren, sowie Besichtigungen unö Ausflüge in öic reizvolle Umgebung beiöer Orte). Auskunft erteilt öie Geschäftsstelle des 3bero- arnerikanischen 3nstituts, Rothenbaumchaussee 5, Hamburg.

Festspiele im Harzer Dergtheater.

3n diesem Sommer, vom 26. 3unl bis 25. August, werden im Harzer Dergtheater Fest­spiele in großem Umfange veranstaltet. Der ncu- gegrünöete Harzer FestspieLDund hat das Thea­ter gepachtet unö die CMamtieitung Öem Berliner Regisseur Erich Pabst übertragen. Dieser hat ein gutes Ensemble Berliner Künstler zusam- mengestellt unö wird neben Werken öer Klassik eine Uraufführung aus öer jüngeren deutschen Dichtung bringen. Die Besonderheit der Berg- theaterbühne hat Anregung zu neuartigen (Insze­nierungen gegeben.

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