Ausgabe 
29.4.1926
 
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legeren Ortschaften am Dünsberg später hervor- bncht als im Lohntal, ist hier glücklich vorüber. Die Frucht treibt und Hot an den meisten Obstbämnen stark angefeBL Nur der Apfelbaum mit seinen roten D. en schillert noch durch da? Baumgrün und läßt den Beschauer der Baumblüte langsam diese Pracht des Frühlings 1926 vergessen.

sch. Breitenstein < Äräi Biedenkopf), 28. April. 3n einem Anfall von Geistes- g e ft o r 16 e i t verübte hier auf dem Felde der Arbeitslose Sch. eine schauerliche Tat. Sch., der bereit- M« Jahr arbeitslos ist. traf, als er mit einer Hacke aus der Schulter vom Felde kam, mit Frau MeißnerauS Breitenstein zusammen, die beim Holzmachen war Sch. schlug ohne jede Veranlassung mit der Hacke der Frau derart über den Kopf, daß sie schwer verletz t zusammenbrach. Frau Meißner wurde in eine Marburger Klinik eingeliefert und ift dort bereits ihren Verletzungen erlegen. Der Mann wurde festgenommen.

Mrciö Marburg.

sch. Marburg. 28. April. Der Magistrat hat beschlossen, zum Andenken an den Ober- 'nirgcrmciftcr a. D Troje dem linksseitigen .^rchwasserlchuhdantm der Lahn den Hamen ..T r oj e - D a m m" beizulegen

jf Marburg. 27. April. Am Donnerstag begehen die Eheleute Zigarrenmacher Wilhelm Keuscher und Fra», geb. Driel. das Fest der diamantenen Hochzeit. Leider ist es dem Jubilar nicht mehr vergönnt, das Himmel-licht zu schauen, denn er ist seit einigen Jahren er­blindet. Eine Rachkommenschaft von 7 Kindern. 33 Enkeln und 7 ilrenfeln bringen ihnen ihre Glückwünsche dar. 3m Kreise Marburg herrscht die Maol- und Klauenseuche außer in dem Gehöre eines hiesigen Einwo.merS in solchen in Wetter Münchhausen. Todenhausen. Wit­telsberg und Hachborn, ferner im Kreise Kirch­hain in Amöneburg und Hertingshausen.

Dillkrcis.

bl. Herborn. 28. April. 3n der letzten Zeit wurden in der Gemarkung und der Um­gebung am Flußbett der Dill umfang­reiche Rcgulierungsarbeiten zum Schuh gegen die alljährliche Hochwassergefahr vorge­nommen. So wurde das Bachbett gesäubert, die Ufer befestigt und besonders gefährdete Stellen instand gefetzt. Mit den Arbeiten wurde zur Zeit der großen Arbeitslosigkeit begonnen, so daß viele Leute dabei beschäftigt werden konnten. Der Betrieb der Landes-Heil- und Pflege- a n ft a 11 hat sich in den letzten Jahren stark er­weitert. Durch die Uebertoeifung von Kranken aaS anderen aufgelösten Anstalten muhten die Baulichkeiten in beträchtlichem Maße vermehrt werden. So hat man an der Landstraße nach Merkenbach zu einige Pflegerwohnungen erbaut und gleichzeitig die Anstaltsgebäude erweitert. Aus Ges.indheitSnlcksichten hat man die Dampf­heizung in eine Warmwasserheizung umgewan­delt. Gin eigenes Elektrizitätswerk wurde er­richtet. das die Anstalt mit Strom beliefert. Beobachtet man heute die Anlage, so sieht man hier eine Kleinstadt für sich.

Maingau.

WSA. Frankfurt a. M, 28. April. Ge­stern gegen Mitternacht wurde auf dem Bahn­körper zwischen Wilhelmsbad und Hanau-West

die Leiche eines DienstmanneS auS Hai-au von einem 'Ba., .warter aufgefund? . Ver­mutlich liegt Selbstmord vor.

Turnen, Sport und Spie!. Rademacher und Fröhlich beim Reichspräsidenten.

Berlin. 28 April. (TU.) R > : -Präsident von Hindenburg cm'Smt heute Pormi tag die beiden aus A nenka zurück;?hrten Meister­schwimmer Rademacher und Fröhlich, denen er sei ic G?iu i!uan; über ihrt a i^crorbent- lichen sportlichen Leistunget au r ickte.

Strafkammer Drehen.

* Dreßen 27. April. Ein Unteroffi ver des biefigen Bataillons war Im 3uni 1925 fahnenflüchtig geworden. DaS Schöffengericht hatte ihn. nachdem er sich nach etwa 7 Monaten gestellt hatte, toegen Fahnenflucht zu 10 Mo­naten Gefängnis und Sienftentiaffung ver­urteilt. Dem Anträge der Staatsanwaltschaft gemäß erkannte die Strafkammer noch'weiter aus Degradation.

Unter Ausschluß der Oefsentlichkeit wurde gegen einen Arbeiter aus Aeisk'rche' wegen Sittlichleitsverbrechens verbandelt. D isS-^öfsen- gerichl hatte ihn zu 6 Monaten ® e f ä n g - n i s verurteilt. Die Strafkammer verwarf die Berufung des Angeklagten.

Ein Angestellter einer Düdi iger Genossen- schaft war von dem Schöffengericht wegen Un­treue und Unterschlagung zu 1 3a.hr 9 Monaten Gefängnis und 2 3ahren Ehrverlust verurteilt worden. Die Strafkammer konnte nicht seststellen, daß der Angeklagte die gesamten buchmäßig feMenben Beträge veruntreut habe, und er­mäßigte de-halb die Strafe auf 1 3ahr 3 Mo - natc Gefängnis unter Aufhebung der Ehrenstrafe.

Amtsgericht Wetzlar.

Q Ein Landwirt aus QI a 6 o t n durchfuhr seinerzeit mit einem mit Stroh beladenen Wagen die Stadt Wetzlar, wobei durch vom Wagen herab- fallende? Stroh die Straßen verunreinigt wurden. Gegen den ihm dieserhalb zugesandten Straf- bescheid der Polizeiverwaltung über fünf Mark, evtl. zwei Tage Haft, beantragte er gerichtliche Ent- schetdung, jedoch mit negativem Erfolge, denn das Gericht erkannte aus die gleiche Strafe.

Ein Landwirt aus Lützellinden hatte zu der Zeit, als wegen Ausbruchs der Maul- und Klauenseuche die Sperre über die Gemarkung Lützellinden verhängt worden war, dadurch gegen das Viehseuchengesetz verstoßen, daß er ein Kalb zwecks Ausführung abschlachten ließ, ahne vorher seinen Viehbestand auf Seuchenfreiheit unter­suchen zu lassen und ohne die Genehmigung des Landrats zur Ausfuhr eingeholt zu haben. Gegen den ihm dieserhalb zngestcllten gerichtlichen Straf­befehl über 20 Mk. Geldstrafe, Hilfsweise vier Tage Haft, erhob er Einspruch mit der Begründung, daß ihm nicht bewußt gewesen sei. daß eine tierärztliche Untersuchung des Viehbestandes vor der Schlach­tung des Kalbes erforderlich gewesen wäre. Der von ihm bestellte Fleischbeschauer habe erklärt, daß der

Kreistierarzt für die Untersuchung des Fleisches zuständig war, und dieser sei auch bann bestell, wor­den. Erst danach habe die Aucfütnung des ge­schlachteten Kalbe? fta.tgefunben Das Gericht er- mäßigte die Strafe auf 5 Mk. hilfsroeHe einen Tag Haft, da der Angeklagte aus Unkenntnis gehandelt hatte.

Gerichtsfaa?.

Ein schweres Linbrechertrio.

IBS 7t Frankfurt a. M. 28 Avril Der Stuttgarter Kriminalpolizei war es im vorigen August gelungen, bort eine lang .gesuchte Ein­brecherbande. die bal* hier bald dort Ein- bruch-diebstähle verübte, festzunehmen. Eit ent» laro'cr Hehler vdrlor bei seiner Vernehmung tie Fassung und legte ein Geständnis ab. woraus der Haupträdelsübrer. der Kellner Arthur Spieß, und bald daraus die anderen Mitglieder der Bande Mngfeft gemacht tncr'cn konnten. 3n der heutigen 03erHandlung vor dem erweiterten Schöffengericht gab Sviest eine eingehende Sck>il- benmq feiner ..Tätigkeit". Schoa im 3ahre 1922 stattete er an Sonntagen zahlreichen Bureaus in Frankfurt Beluch? ab und stahl Schreib­maschinen. die er in Berlin durch einen Hehler reräufxnm lieh. 3n gewissen Zeitabständen tauchte er bann in anderen deutschen Großsti'ten. und zwar bis nach Br-slau hin. auf. wo er in gleicher Weise arbeitete 192 i lehrte er nach Frankfurt zurück und nahm mit seiner Truvpe das unter­brochene Gastspiel wieder auf. 3nd 'efamt gibt er allein in Frankfurt 39 Einbruchs- diebstähle zu Das Gericht erachtete Svieß in 4 9 Fällen für schuldig und verurteilte ihn unter Einbeziehung früher erkannter Strafen zu insgesamt 15 3 a 6 r e n Zuchthaus Sein .Mitarbeiter" Ge Hard Dreiser wurde wegen schweren Diebstahls in sechs Fällen zu insgesamt acht 3 a 6 re n Zuchthaus, der Kealtsahrer Paul Szciska wegen zweier Diebstähle im Rückfall zu zwei 3ahren sechs Monaten Zuchthaus verurteilt Das frühere Kontroll- mädcheir Else K r ü s k e erhielt wegen Hehlerei sechs Monate Gefängnis. Spieß und Or ifcr wurden die bürgerlichen Ehre'.rechte auf die Dauer von zehtz Jahren, S c'slg auf die Dauer von fünf 3ahren aberkannt

Be rar feilang eines Hochstaplers und seines Helfers.

WSQl. Heidelberg, 28 April. Dor dem hiesigen Schöffengericht Hatte sich der angebliche Landwirtschaftsdrreltor Friedrich THirnau, Sohn eines Forstbeamten aus Hannover, wegen zahlreicher Betrügereien und Hochstapeleien zu verantworten. Rach mehrstündiger Verhandlung wurde der etwa 30 3ahre alte Angeklagte, der diese 'Betrügereien unter dem Hamen eines ..Grafen" Gersdorfs verübt hatte, zu fünf Jahren Gefängnis unter Anrechnung von 22 Monaten Untersuchungshaft verurteilt. Der ..Privatsekretär" des .Heern Grafen", der Kellner Franz Schmitt aus Bamberg, wurde wegen Beihilfe zum Betrug in vier Fällen zu acht Monaten Gefängnis verurteilt.

Oer Herr Bautet Line köpenikiade.

WSR. Ludwigshafen. 28. April. Der Student der Technischen Hochschule in Karls­ruhe Robert Welker hatte sich vor dem Amtsgericht yu verantworten, weil er sich aus

Grund eines Führerfcheins zur Bedienung von Lokomotiven als Eifendahnbaural aus- gegeben halte. Unter diesem Titel hatte er bann eine scharfe Kontrolle der Maschinen und des Fahrperfonals ausgeübt, sowie selbst Personen- und Schnell züge ge­fahren. 3n der "BcrbonMung bezeichnete der Sachverständige den Angeklagten als einen Psychopathen, woraus er aus das Plädoyer des Verteidigers freigesprochen wurde

Fünf Jahre Zuchthaus für einen Einbruch.

WS 71 KaiferSlautern, 28. April. An­fang dieses 3ahro»> stieg der 2Sjährige Tage­löhner Otto Petri mit feinem au# einer Erziehungsanstalt entwischten Bruder dreimal in ein Erholungsheim ein und raubte ver­schiedene Gegenstände. Er wurde nunmehr zu fünf Jahren Zuchthaus, Aberkennung der bürgerlichen Ehrenrechte auf fünf 3ab re und Stellung unter Polizeiaufsicht verurteilt, während sein Bruder die über ihn verhängte Zuchthaus­strafe zunächst weiter abfihen muß

<4kf$(tncr -öochcnmarttpreise.

ES kosteten auf dem heutigen Wocheamartt d^s Pfund: "Butler 200 bis 210 Matte 35, Käse 50 bis 140. Wirsing 3", Wnhkraut 35. Rotkraut 35, gelbe Rüben 25 bis 35, rote Rüben 20, Spinat 30 bis 50 Römischkohl 25. Spargel 120, Tomaten 120, Zwiebeln 25, Meerrettich 40 bis 80. Schwarz­wurzeln 50. Rhabarber 20 bis 25. Kartoffeln 4 bis 5. A pfel 15 bis 40, Suppenhühner 100 bis 130, Tauben 70 bis 83: das Stuck: Eier 10 bi- 11, Blumenkohl 100 bis 180. Salat 23 bis 30, Salat­gurken 120 bis 150. Lauch 10 bis 20, Sellerie 20 bis 50; dar Bund: Radieschen 15 bis 20.

Rundfunk-Programm

deck %rnnf itrtrr TenderS.

(Aus bei .Radio-Umschau".)

Freitag, 30. April.

3.30 bis 4 Uhr. Die Stunde der Jugend: Erzählungen unserer großen Meister", vorge- tragen von Lehrer Otto Meh.er:öuftige Dol.S- fchwänke aus alter Zeit" (für Kinder vorn 11. 3ahre ab). 4 30 bis 5.40 Uhr: Haussraucnnach- mittag: Programm u. a.Frauenfvort und Hy­giene". Dort rag von Fräulein Dr. Martha Türk: 5.43 bis 6 Uhr: Die Leiestunde (Briefliteratur): Aus den Briefen der Günderode. 6 biS 6.10 Uhr: llebertragung von Kassel: Vortragszyklus deS Kasseler Gesundhei sarn'es anläßlich der Reichs- gesundheitswoche Dr. Möhring I spricht über: Lust- und Sonnenbad". 6.15 bis 6.45 Uhr: ..Die Wirtschaftstheorien vom Merkantilismus bis zur Gegenwart VI: Die Kr egs- und Rächte o.u iont- zeit", Vortrag von Diplomhandels^ehrer C. Beyer. 6.45 bis 7.15 Uhr: Stunde do? Südwestdeutschen Radioklubs- C. Becker: ..Rüakopplungsltörun- gen. 7.15 bis 7.35 Uhr: Zwanzig Minuten Um­schau über die Fortschritte in Wissenschaft und Technik. 7.45 bis 8.15 Uhr Stunde des Frank­furter Bundes für Vorbildung.Die jährli^ en Feste der Raturvölker". Vortrag von Dr. E. Vatter. 8.15 bis 9.15 Uhr Vortragsabend Sven Scholander, Begleitung: Schwedische Laute 1798. 9.15 bis 10.15 Uhr: Versuch der Uebertragung ferner und ausländischer Stationen für den ^etef- tvrempfang.

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