Ausgabe 
29.3.1926
 
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Nr. 74 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen) Montag, 29. Mär; (926

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Turnen, Sport und Spiel.

Turnen.

Das mittelrheinifche Kreisturnfest 1927.

Die Darmstädter Turnerschaft hat in einer gemeinsamen Sitzuna der Vorstände der Turngemeinde Darmstadt 1846, Turngemeinde Desfungen 1865 und Turngesellschaft Darmstadt 1875 beschlossen, bei dem am 18. April in Brau­bach stattfindenden Kreisturntag zu beantragen, das Mittelrheinische Kreisturnfest 1 92 7 in Darmstadt abzuhalten.

Fußball.

Die Verbandsspiele im Arbeiter- Turn- und Sportbund.

Die erste klasse.

'*£ Außerordentlich harte Kämpfe waren das Kennzeichen des gestrigen Sonntags. Der am Vor­mittag niedergehende starke Regen hatte die Spiel­fähigkeit der einzelnen Plätze mitunter stark in un­günstigem Sinne beeinflußt, besonders dort, wo auf Rasen gespielt werden mußte. Dies traf besonders in Naunheim zu, wo die Gießener Erste gegen die gleiche dortige Mannschaft im Kampfe lag. Hier wurde ein besonders erbittertes Ringen voraus- gesehen, was auch in vollem Sinne eintraf. Ein ver­wandelter Elfmeter brachte zunächst Gießen die Füh° rung. Die weitausholenden Angriffe der Naunheimer gefährdeten oft das Tor der Gießener mit dem schließlichen billigen Erfolg, daß ein Verteidiger Gießens einen Eckball ins eigene Tor lenkte. Das nun abermals einsetzende Ringen um die Führung beendete kurz und schmerzlos ein Verteidiger Naun­heims, der in unbegreiflicher Unentschlossenheit vor dem eigenen Tor trippelte und dadurch eine erst gar nicht vorhandene Torchance für die Gießener schuf. Unhaltbar für den Tormann faß der Ball in den Maschen. Mit immer schärfer werdendem Tempo griff Naunheim weiter an. Dem in der Luft hängen­den Ausgleich half der Tormann Gießens etwas nach, indem er einen scharf vom Rechtsaußen auf das Tor gegebenen Ball mit einer Hand aufzuhalten versuchte. Beim Versuch blieb es natürlich, der Ball rollte ins Tor. Nun dasselbe Bild: planvolle An­griffe der Gießener und ungestümes Draufgänger­tum der Naunheimer, bis eine weite Vorlage nach rechts für Gießen abermals die Führung brachte. Kurz darauf vergrößerte der Halbrechte Gießens den Vorsprung durch ein 4. Tor. Die zweite Halbzeit litt vom Beginn an unter einer ganz unnötigen Auf­geregtheit, die zum großen Teil vom Publikum aus- ^unb sich auf die Spieler übertrug. (Eine dank-

Aufgabe für den Naunheimer Verein, die Zu­schauer, besonders die jugendllchen, zu disziplinieren!) Gießen drückte zunächst mit dem Resultat, daß der Halbrechte das fünfte Tor schießen konnte. Eine zeit­weilige Ueberlegenheit der Naunheimer war eben­falls nicht ohne Erfolg, sie konnten ihre Torzahl auf drei erhöhen. Damit war Schluß mit dem Tor- schießen, leider auch mit dem genußreichen Fußball­spiel. Der vorher etwas unsichere Schiedsrichter war nun mit seinen Entscheidungen zu scharf. Der Sieg Gießens war verdient, unnnötig war, daß sie sich von den Naunheimern das hohe Spiel aufzwingen ließen, als Entschuldigung mag der nicht besonders vorteilhafte Platz gelten.

Auf der unrühmlich bekannten Ochsenwres-e in Wetzlar standen sich Wetzlar und Lol- l a r gegenüber. Der Ausgang bedeutet eigentlich eine Lleberraschung, und es müssen schon gaiu besondere Umstände mitgespielt haben, daß sich Lollar, von dem man sich mehr versprach, mit einer 5:3-Aiederlage heimschicken lieh. Damit hat Lollar bereits 3 Verlustpunkte, die sich bei den spielerischen Qualitäten der übrigen Gegner schwer ausholen lassen.

Der, wenn auch knavpe, 3:2-Sieg der Wie­se ck e r Ersten gegen dieselbe Alsfelds ist ebenfalls von vielen nicht vorausgesehen worden. Beide Mannschaften lieferten sich ein vollkom­men offenes und gleichwertiges Spiel, das sich auch im 2:2°Eckenverhältnis ausdrückt. Fast schien es, als sollte es torlos in die Pause gehen, bis dann 10 Minuten vorher der Halblinke Alsfelds für seinen Verein die Führung erzielte. Kurz daraus stellte Alsfeld bas Resultat auf 2:0. Aach Seitenwechsel wieder verteiltes Spiel, das zu­nächst keiner Partei einen Erfolg brachte. Die letzten Minuten erst sollten das Spiel enttchei- den. Der Halblinke Wiesecks erzielte durch schö­nen Kopfball das erste Tor für seine Farben. Ein Haridelfmeter brachte für Wieseck den Aus­gleich, und zwar so wuchtig, daß der Ball durch das Aetz flog. Unmittelbar vor Schluß konnte ein Verteidiger Alsfelds abermals einen sicheren Torschuß nur mit den Händen abwehren. Der hierfür gegebene Elfmeter wurde von Wie­seck zum dritten siegbringenden Tor verwandelt.

Ein recht spannendes Spiel lieferten sich die Heuchelheimer und Marburger er­sten Mannschaften. 3n der ersten Halbzeit waren die Heuchelheimer auf voller Höhe, konnten aber außer einer großen Anzahl Ecken nur ein Tor erzielen. Aach Halbzeit sofort wieder lebhaftes Tempo. Heuchelheim spielte nur noch mit 10 Mann. Marburg drückte mächtig und konnte in der 10 Minute erfolgreich sein. Eine Ecke für Heuchelheim wurde gut getreten und vom Mit­telstürmer zum 2. Tor eingeköpft In der 30. Minute erhielt Marburg einen Elfmeter zuge-

Meisterschaftsspiele.

Westdeutschland.

3m Kampfe um die Westdeutsche Meisterschaft im Fußball in Düren schlug V. f. R. Rechtsrheinisch Ar­minia Bielefeld 3:0 (0:0).

3n der Runde der Ersten gewann Turn Düssel­dorf gegen Sportfreunde Siegen 2:1.

3n der Runde der Zweiten gewann Schwarzweiß Essen gegen Fußballoerein 07 Duisburg 4:0.

3n Krefeld gewann Fortuna Düsseldorf gegen Spielvereinigung 1911 Hagen 4:3.

V. f. L. Osnabrück siegte in Paderborn gegen Kurhessen Kassel 4:3.

Preußen Essen gegen Essen 99 2:0.

Meidericher Sportverein gegen Hamborn 07 5:2. Um die süddeutsche Meisterschaft. Fußballsportverein Frankfurt gegen Fußballverein Saarbrücken 4:2 (2:1).

Frankfurt a. M.. 28. März. Im Kamps um die Süddeutsche Meisterschaft empfing heute im Stadion der Mainbez'.rksmeister, Fußballsport- Verein-Frankfurt, den Meister des Bezirks Rhein- Hessen-Saar, Fußballverein-Saarbrücken. Fußball­sportverein hatte den Anstoß imd konnte in den ersten zehn Minuten leicht in Front gehen, was in der 11. Minute durch das Führungstor, von Klump unhaltbar getreten, seinen Ausdruck fand. Durch diesen Erfolg angefeuert, drängten die Frankfurter stark, konnten aber lediglich einige Ecken erzielen. In der 22. Minute schoß dann Reinhold S t r e h l k e in einem Alleingang, nach­dem. er den Torhüter geschickt umspielt hatte, das zweite Tor für den Frankfurter Fußballverein. Aach Ballanstoß durch Saarbrücken kamen die Saarländer durch und stellten durch Zeimet II. das Ergebnis auf 2:1. Bis zum Seitenwechsel blieb das Spiel ausgeglichen. Aach Halbzeit drängten die Saarbrücker stark, jedoch ohne zu einem Erfolg zu kommen. Aach gutem Zusammen­spiel schoß in kurzem Abstand der Mittelstürmer Klump für die Frankfurter unter dem Beifall der etwa 14 000 Zuschauer das dritte und vierte Tor, für den gegnerischen Torwart unhaltbar. Im Endspurt konnten die Saarbrücker durch Zei­met II. noch einmal erfolgreich sein. Durch diesen 4:2-Sieg erringt der Frankfurter Fußballverein seine ersten beiden Punkte in den Spielen um die Süddeutsche Meisterschaft.

Karlsruhe 28. März. In dem hier zum Austrag gefommenen Spiele um die Süddeutsche Fußballmeisterschaft erzielte der Karlsruher Fuß- ballverein gegen V. f. A. Mannheim ein Unent­schieden 2:2.

Spielvereinigung Fürth und Bayern-Mün­chen waren spielfrei.

Pokalspiele des D. 3*. B.

Süddeutfchlanb gegen Mitteldeutschland 3:1.

Vor ungefähr 20 000 Zuschauern wurde ge­stern in München die Vorrunde um den Pokal des Deutschen Fuhballbundes ausgettagen. wobei Süddeutschland gegen Mitteldeutschland 3:1 (1:1) siegreich blieb. Eckenverhältnis 9:1 für Süd­deutschland. In der ersten Halbzeit war meist Mitteldeutschland überlegen, wogegen in der zweiten Halbzeit sich die süddeutschen Angriffe mehrten, ohne daß die äleberlegenheit Süddeutsch­lands zahlenmäßig im Torverhältnis zum Aus­druck kam.

Das in Berlin auggetragene Verbandspokal­spiel der Fußballmannschaften Südostdeutschland gegen Berlin endete mit einem Sieg Südost­deutschlands mit 4:1 (2:0).

Berliner Fußball.

In der 3. Aunde um den Derbandspokal spielte gestern Tennis-Borussia gegen Ballspiel­klub Spandau 9:7, Aorden-Aordwest gegen Concordia Wittenau 3: 0, Weihensee gegen Union Öberschöneweide 2:4, Alemannia gegen Ball­spielverein Luckenwalde 3:2, Meteor gegen Aord 08 0:1, Fußballklub Wedding gegen Anion- Sportklub Charlvttenburg 4:8.

Einlrackt Frankfurt D.f. R. Frankfurt 2:2.

Eintracht trat in dem Samstagsfpiel gegen den Kreisligaverein V. f. R. Frankfurt ohne den bewähr­ten Mittelstürmer Pfeiffer an, wodurch das ge­samte Spiel der Eintrachtmannschaft wesentlich litt. Dagegen geigte sich der Gegner von einer sehr guten Seite und lieferte ein schnelles und eifriges Spiel. Bie Halbzeit stand das Spiel 1:0 für 23. |. $., und der Eintrachtmannschaft gelang es mir mit Mühe, bis zum Schluß das Spiel unentschieden 2:2 zu stellen.

sprochen, welcher zum Ausgleich verwandelt wurde. Aber schon einige Minuten später kam Heuchelheim vor des Gegners Tor und zum dritten Male landete der Ball im Aeh.

Die zweite klaffe.

Die Erste Mannschaft von Blasbach hatte . die weite und umständliche Aeise nach Alsfeld ' angetreten, um gegen die dortige Zweite rechte knapp, 2:3, zu verlieren. Die längere Spiel­praxis der Alsfelder hat hier den Ausschlag ge­geben.

In ganz katastrophaler Weise wurde die Gießener 2b-Mannschaft von der Zweiten der Marburger Männerturner überfahren. Die absolute technische Ueberlegenheit der Mar­burger sicherte ihnen einen 6:0°Sieg. Aach dem Aesultat und den gezeigten Leistungen sind von den Marburgern noch mehr derartige Extratouren zu erwarten.

Ebenfalls mit einer Aiederlage muhte die Zweite Gießens heimkehren, die in Leun gegen die dortige Erste 5:4 verlor. Dis Halbzeit waren sich die Gegner gleich, was auch am Stande 2:2 zum Ausdruck kam. Aach Wieder- anstoh wurde das Spiel durch die körperliche Lleberlegenheit der Leuner zu ihren Gunsten entschieden.

Die Jugendmannschaften.

Ein ganz hervorragendes Spiel zeigten die Klemen von Wetzlar im Kampf um die Punkte gegen die Lollarer Jugend. Mit strahlenden Augen konnten sie am Schlüsse ein 10: 0-Aesultat für sich buchen. Wer machts nach?

In Aaunheim standen sich die Iugend- mannschaften von Aaunheim und Gießen gegenüber. Aaunheim ging zunächst in Führung, die Freude dauerte aber nicht lange, Gießen holte bald auf und konnte bis Halbzeit ein zweites Tor vorlegen. Kurz vor Schluß konnte Aaunheim gleichziehen. Das 2:2-Aesultat entspricht dem Spielverlauf, beide Mannschaften boten ein gleich­wertiges Spiel.

Die Heuchelheimer Jugend holte sich ihre Punkte in Blasbach, indem sie die dor­tige Iugendmannschaft ganz einwandfrei 2:0 ab­fertigen konnte.

Handball.

F. L. 05 Wetzlar - Münster 5. C. 08 3:5.

tz. Mit diesem Ergebnis hat Wetzlar seine Derbandsrunde um die westdeutsche Meisterschaft beendet. Es ist ihm nicht gelungen, ein einziges Mal siegreich zu bleiben. Ein einziger Pluspunkt (aus dem 2: 2-Spiel ausgerechnet gegen den ge­wordenen Meister, gegen Aachen) gibt Kunde von ihrer Teilnahme überhaupt. 3m übrigen Westen wundert sich kein Mensch über die Aolle des Bezirksmeisters von Hessen-Hannover. Auher

Leichtathleten kam aus diesem Grenzgebiet und Stiefkind des W. S. V. noch nie etwas Gutes. Cs ist schade, bah die Mannschaft, die stets das Beste gewollt hat, so wenig nicht etwa geleistet, sondern erreicht hat. Es haperte mal hier, mal da an der Geschlossenheit eines Mannschasts- teiles. Notwendige Hmftellungen, Zufälle und Widerwärtigkeiten, nicht zuletzt die verworrene finanzielle Sage des Verbandsspielbetriebes unterwühlten die anfangs so gute Verfassung der Lahnstädter und brachten sie um so manchen wirklich verdienten Erfolg. Richt zu vergessen die allzugrohe Zuversicht auf Erfolg vor dem Ein­tritt in die Endrunde und dann die unerwartet starke Gegnerschaft aus dem Zentrum des We­stens! Damit hatten die Wetzlarer wohl nicht ge­rechnet. ilnb das rächte sich bitter. Gleich die erste 8:3-Aiederlage durch Bochum brachte die Elf ganz aus dem Konzept. Von diesem Schlag (hervorgerufen durch das Versagen des Tor­wächters) hat sich die Mannschaft erst ganz all­mählich erholen können. Die nächsten Ergebnisse 1:3, 2:3, 1:2, 2:2 bewiesen eine langsam auf­steigende Form, und man hoffte von den duvch die Erfahrung allmählich gewitzigteren Spielern ein gutes Ende, man erwartete einen Beweis für ihre Stetigkeit auf sozusagen heimischem Boden im eigenen Bezirk.

ilnb nun war gestern der Goalkeeper wieder der Llnglücksrabe, der in den ersten Minuten drei kinderleichte Bälle in die Maschen ließ. Da stan­den die elf wehr- und ratlos und wußten sich nur allmählich und zeitweise aufzurafsen. Mit 3:1. 4:2 und 5:3 war im Verhältnis immer die Leistung beider Gegner gleich, und zwar immer gleich von Anfang bis Ende, ilnb ohne bie drei Schnitzer des Hüters, der sich in der 2. Halbzeit seiner Aufgabe voll gewachsen zeigte, stand die Partie remis. Cs erübrigt sich eigentlich, auf Einzelheiten des Spiels einzugehen. Wetzlar hatte Ersatz auf den Außenposten, bie sich einfügten, so gut es ging. Die brei Tove warf Paulus, meistens verwandelte Strafwürfe. Münster hatte einen sehr schnellen Sturm, in dem der Halblinke und der Rechtsaußen die besten waren. Im übrigen zeigte eine Mannschaft so viel und so wenig wie bie andere. Münster war wohl im An­griff systemvoller, Wetzlar aber durchschlagskräs- tiger. Die Hintermannschaften taten schlecht und recht ihre Schuldigkeit. Schiedsrichter 1 h - mann, Barmen, war gerecht, aber zerpfiff das Spiel zu sehr. 3m allgemeinen kann man mit ihm zufrieden sein.

Mit dem gelingen Sonntag ist bie Verbands - runde beendet. Aachen ist verdient Meister, aber ohne Aussicht auf mehr, nämlich Erfolge gegen bie anderen Landesmeister der D. S. D. Das wird bie Zukunft lehren.

Kassel hatte für diesen Sonntag Spiel­verbot erlassen. Trotzdem war der Besuch des Spieles schlecht.

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Leichtathletik.

Frühjahrswa!d;auf in Wetzlar.

Glänzendes Abschneldcn der Spielvereinigung 1900.

ö. So erfolgreich wie selten in einem Fahr waren die 1900er Leichtathleten beim diesjährigen Wald- lauf, dem 'Auftakt zur neuen Saison. Da es sich hier um eine Pflichtveranstaltung handelte, hatten fast alle Vereine des Gaues ihre Besten nach dem Wetz­larer Stadion entsandt, wo sich Start und Ziel be­fanden. Es wurde in drei Klassen aelaufen.

Die jüngere Jugendklasse wies infolge mangelhafter Ausschreibung der Gaubehörde eine äußerst schwache Besetzung auf. Durch das Fehlen der aussichtsreichste» Bewerber, wie Spielvereint- gung 1900 und F. E. Wetzlar mit ihrem großen Jugendmaterial, kann das Ergebnis des Laases kein richtiges Bild über das Stärkeverhältnis in dieser Klasse geben.

Eine ungleich stärkere Beteiligung, etwa dreißig Man», und demzufolge größere Konkurrenz war in der 1. Jugendklasse festzustellen. Den Einzel- lauf gewann in überzeugendem Stil der 1900er Peters vor seinem Klubkameraden M e i) e r hoff und Rohrbach II. Auf den Mittelplätzen folgten G u y o t II., Völker und Schäfer, sämt­lich 1900. Den letzten drei wäre wohl aus Grund dieser Leistung der 1. Mannschaftspreis in der 2. Ju­gendklasse nicht zu nehmen gewesen.

Im M a n n s ch a f t s m c 11 b e ro e r b holten die Genannten den 1. und 3. Preis. Zweiter wurde der F. C. Wetzlar.

Mit der größten Spannung wurde nun bas Ergebnis des Senioren laufs erwartet, der über bie äußerst schwierige, säst 6 Kilometer lange Strecke führte. 3m Einzellauf stanb der Sieger schon von vornherein in dem bekannten Streckenläufer Gehrharbt, Weilburg, fest. Er gewann denn auch überlegen vor B e p p e r - ling 1900 und HerzogHessen" Gießen. Auf den nächsten Plätzen folgten Fehn und Berg, etwas später Kallenbach und Sa« lesky, alle 1900. '

Die größte Lleberraschung bildete bas Aesul­tat des ' M a n n s ch a s t s l a u s s, den zu ge­winnen bas höchste Ziel der Vereine ist. Sie Meisterwürbe riß die gleichmäßig gut lausende Mannschaft der Spielvereinigung 1900 an sich vor V. f. A. Butzbach und den favori­siertenHessen" (Gießen). Die gute Placierung von Beppe r ling, Fehn und Berg ist um so höher zu bewerten, als sie noch in der An- sängerklasse startberechtigt sind. Mit berechtigtem Stolz kann die Leichtathletik-Abteilung der Spiel­vereinigung 1900 auf die in Wetzlar errungenen Erfolge blicken.

Die süddeutschen Waldlauf« Meisterschaften.

Gestern vormittag 10 Uhr wurden im Frank­furter Stadion die Süddeutschen Waldlaufmeister- schaften ausgetragen. Die Beteiligung war sehr gut, und es wurden auch recht anerkennenswerte Leisttmgen gezeigt. Kam doch gewissermaßen die Elite der süddeutschen Leichtathleten an den Start. Etwas Aeues ist di« Teilnahme der wafsersporttreibenden Vereine aus dem Frank­furter Bezirk. Die MeisterschaftSläufer muhten die 7,5 Kilometer lange Strecke vom Stadion bis 3senburg Bahnhof und zurück bewälttgen. Die Resultate der einzelnen MannschaftS- und Einzelläufe sind folgende:

3unioren-Einzellauf: 1. Sander, öportver. Wiesbaden in 18.22. 2. Lauber,

Polizeisportver. Darmstadt, in 18.44,4. 3. Krickser Eintracht, in 18.45,4. 4. Wolf, Polizeisport- vevein Darmstadt. 5. Ries, Polizeisportverein Darmstadt.

3unioren-Mann schaf tslaus: l.Po- lizeisportverein Darmstadt 13 Punkte. 2. Sp.-Vgg. 04 Arheiligen 37 P. 3. Eintracht-Frankfurt 40 Punkte. 4. Sportverein Darmstadt 45 P. 5. D. f. L. Darmstadt 49 P.

Einzellauf für wassersporttrei­bende Vereine: Strecke 5 Kilometer. 1. Enke-Germania 19.22.5. 2. Schiemann-Germania 19.23. 3. Dörr, Franks. Ruderklub 19.25.9.

Mannschaftslauf für Wassersport- treibende Vereine: Strecke 7.5 Kilo­meter. 1. Germania 12 PunTte. 2. Offenbach 1896 23 Punkte. 3. Ruderklub Fechenheim 34 Punkte. 4. Ruderklub Teutonia 45 Punkte. 5. Hassia- Hanau 56 Punkte.

Süddeutscher Meisterschaftslauf: Strecke 7.5 Kilometer. 1. Auberle-- bingen 23.23. 2. Sabjarzky-Freiburg 23.26.

3. Heller I.-Stuttgart 23.32.3. 4. Walz-Landau. 5, Engelhardt-Darmstadt.

Mannschaftslauf über bie S t r ecke von 7.5 Kilometer. 1. D. f. R. Landau 24 Punkte. 2. V. f. B Stuttgart 32 Punkte. 3. Sportver. Darmstadt 39 Punkte.

Aach den Meisterschaftslaufen schloß sich noch ein Handballspiel zwischen Aassau und Frankfurt an, das unentschieden 4:4 endete. Aach Schluß dieses Spieles wurde die Preisverteilung vor­genommen.

Gestern vormittag fand

der Kasseler Waldlauf

statt. Vollmer, K u r h e s s en, fi:gte und Kur- Hessen gewann auch den Mannschaftßlauf Das überrascht, denn man hatte Hessen-Preußen in Front erwartet

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