Dienstag, 28. September 1926
Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberheffen)
Ur. 227 Drittes Blatt
Turnen, Sport und Spiel
noch gut überwunden hat,
N—Leun I 5:4.
kaum zu denken, so Klippe „Marburg" Dezirksmeister ist.
Dehlar
spielten weiter unter Form. Schiedsrichter Hof. | mann gut. Ergebnis 2:1 für Heuchelheim.
Freie TurnerZchaft Giehen.
Gießen I — Lollar I 7:1 (Lcken 8:4).
£ Diese hohe Niederlage Lollars war nicht I erwartet worden. Sie entspricht nicht dem fon- I stigen spielerischen Können dieser Mannschaft, I und auch nicht dem Spielverlauf der ersten Halbzeit. Sn der unruhigen Abwickelung des ganzen Spiels dürste Wohl ein Grund zu suchen sein, womit nicht gesagt sein soll, daß cs ein besonderer Beweis der Reise ist, wenn sich eine Mannschaft durch diesen Umstand aus dem Konzept bringen | lässt. Gute Rerven sind einmal Vorbedingungen bei einem derartigen Kampfspiel, ganz besonders bei Mißerfolgen. Der jeder Beschreibung spottende steinige Platz mag, wie bei jeder srenrden Mannschaft, als weiterer ungünstiger Moment gelten. Gießen auf der anderen Seite hat ohne weiteres verdient gewonnen. Rach dem Zusam- menklappen der Lollarer Mannschaft war kein anderes Resultat zu erwarten. Die Riederlage Gießens bei der Vorrunde in Lollar ist damit überzeugend ausgeglichen worden. Rur wäre es für die übrigen Spieler ein Vorteil und für die doch immerhin recht zahlreichen -Zuschauer ein größeres Wohlgefallen, wenn in der Mannschaft etwas mehr Ruhe herrschen würde. Was der Mittelläufer und Mittelstürmer hierin leisten, ist neben ihrem gutem spielerischen Stönnen direkt hervorragend. Das nach der Dornotiz vermutete Loch im Gießener Sturm war einmal nicht mehr vorhanden, zum anderen durch einen „neuen Mann", der sich der Mannschaft gaiiz gut an- paßte, mehr als ausgeglichen. Das Spiel als ganzes betrachtet, kann nicht als besondere Leistung angesprochen werden; es herrschte l'/e Stunde lang eine etwas unfreundliche Stimmung. Gut war, daß ein sehr einwandfreier Schieds-
sandte. Wieseck versuchte wenigstens bis zur Halbzeit ein Tor zu erzielen, alle Qlnftrengungeir waren umsonst. Rach Halbzeit schien Wieseck etwas mehr am 'Ball zu sein. Heuchelheim sah wieder vor dem Gästetor. Wiesecks Verteidigung bekam immer mehr Arbeit. Heuchelheims Sturm verstand cs vorzüglich, auf das Tor zu schießen. Der Wiefecker Tormann war sehr unsicher. DaS vierte Tor hätte er verhindern können. Wieseck war nicht entmutigt, hielt das Spiel offen und schaffte auch einige brenzliche Situationen, welche aber in letzter Sekunde immer wieder geklart wurden. Das Spiel wickelte sich immer mehr und mehr in Wiesecks Dpielhälfte ab. Eine vorzügliche Flanke vom Rechtsaußen ging zur linken Torecke und wurde eingeköpft. 5:0; drei weitere Ecken wurden versiebt. In der 40. Minute erhöhte Heuchelheim das Resultat auf 6:0.
Heuchelheim Jugend—Wieseck Jugend 2:0.
Ganz wider Erwarten ging das Tressen der bei« : den Iugendmannschasten zugunsten Heuchelheims aus. Auch hier brachte der eingestellte Ersatz die Wiesecker Mannschaft um die schon sicheren Punkte.
Die zweite Mannschaft wiesecks
sah.
Vom Anstoß weg drängelt zunächst Gladenbach etwas, dann aber spielte 1900 gut zusammen und wurde bis zur Taufe ständig überlegen, wobei die Gießener zwei Tore erzielten. Rach dem Seitenwechsel anfangs dasselbe Bild, bis der Gießener Torhüter durch Anspringen in der Abwehr behindert wurde. Ehe er sich erholt hatte, verwandelte der Platzverein mühelos einen Eckball zum Ehrentor, während alle Gießener tatenlos zusahen. Angespornt durch diesen Erfolg und die äußerst zahlreichen Zuschauer setzte Gladenbach zum Spurt ein. 1900s Hintermannschaft hatte zeitweise harte Abwehrarbeit zu leisten und war auch reichlich nervös. Trotzdem kam Gladenbach zu keinem weiteren Treffer. Die zwischendurch ständig unternommenen Gießener Angriffe schafften öfters heikle Kampfesszenen am ; Gladenbacher Tor. Mehrere Schüsse prallten von ! Pfosten und Querlatte ins Feld zurück, ungezählte hielt des Gastgebers Torwart. Wenn 1900 nur 21 gewinnen konnte, so war dies das Hauptverdienst des Gladenbacher Schlußmannes. Fest steht, daß man diesen Liganeuling nicht unterschätzen darf, die meisten Punkte werden sowieso in Gladenbach bleiben.
Die z w e i t e M a n n s ch a f t verlor mit nur 10 Mann, darunter reichlichen Ersah, in Weh- lar gegen den Ballspiel-Club 2:0 infolge mangelnden Schuhvermögens der Stürmerreihe.
Die d r i 11 e M a n n s ch a f t (ehemalige erste I Zugendmannschaft) schlug die dritte Mannschaft des V. f. B. Gießen 7:1.
Das Spiel der beiden vierten Mannschaften fiel aus, da der Schiedsrichter etwas früher zur Stelle war und dann nicht mehr pfeifen wollte, als der amtliche Spielbeginn herankam. , „ , , ,
Spielvereinigungs -Schuler warteten aber« I mals vergebens auf die Jüngsten Daubrin- g end.
Fuhball in Heuchelheim.
cf. Auf dem Heuchelheimer Platze standen sich am Sonntag der Sportverein 1 9 2 0 Heuchelheim I und Sportverein Burgsolms I gegenüber. Heuchelheim schoß durch halblinks das erste Tor. Das zweite fiel auf Strafstoß durch link^ außen. Burgsolms war sehr eifrig, aber technisch nicht auf der Höhe. Nach langer Mühe langte es bei Burgsolms zum Ehrentor. Beide Mannschaften
richter zur Stelle war.
Der Anstoß Lollars blieb sofort stecken, haarscharf neben deni Tor endete der unmittelbar folgende ©teilener Angriff. Rach weiteren gefährlichen Momenten vor dem Tor Lollars legte sich dessen Rcrvosität, und es konnte seinerseits ebenfalls recht hübsche Angriffe folgen lassen, die aber der uneinheitlich arbeitende Sturm nicht auswerten konnte. Die Verteidigung rückte weit auf, mit Leichtigkeit konnte der vorürechende Gießener Sturm in der 13. Minute das erste I Tor erzielen. Fünf Minuten später erzielte Gießen seine erste Ecke, die nach kurzem Hin und Her als zweiter Treffer verwandelt werden konnte. Lollar fing jetzt an zu spielen, so daß die Gießener Hintermannschaft stark beschäftigt war. Alle Anstrengungen brachten aber erst in der 31. Minute I die erste Ecke. Die unmittelbar folgende zweite I Ecke konnte in feiner Manier zum ersten und einzigen Tor für Lollar verwandelt werden. Die nun wieder von Gießen einsetzende Offensive brachte kurz hintereinander zwei ergebnislose Ecken. Den Rest der ersten Halbzeit sah man Lollar leicht im Angriff liegen. Rach dem Wiederanstoß sah man zunächst ein wechselvolles Spiel. 3n der dritten Minute folgte einer präzisen Flanke von links durch den Halbrechten das dritte Tor für Gießen. Zwei Minuten später erzwang Lollar eine Ecke, die abgewehrt wurde. Rach abermals zehn Minuten war es der Halblinke Gießens der das vierte Tor schoß. Das schien das Signal für den Zusammenbruch der Lollarer Mannschaft zu sein, die sich nunmehr zu keinen besonderen I Leistungen mehr ausraffen konnte. In kurzen Zwischenräumen folgte zunächst eine ganze Serie Ecken in der 34. Minute das fünfte Tor. Ein kurzes Aufflackern ließ für Lollar noch eine Ecke zu, dann war es endgültig vorbei. Einen hohen Ball muhte der Lollarer Tormann als sechstes Tor passieren lassen. Der vorgenommene Wechsel des Tormanns konnte nichts mehr retten. Durch Herausstellen eines Spielers und Verlassen des Spielfeldes eines weiteren war die Manni chaft so geschwächt, dah kurz vor Schluß das siebente Tor fallen muhte.
Gießen II — Gießen Ilb 7:0.
Alle Schwächen eines Spiels zwischen zwei LNannschasten eines Vereins waren hier zu sehen, lieber den Ausgang war niemand im Zweifel, fraglich war nur die Höhe. II b zeigte besonde^ im Angriff ein unfertiges Spiel, eine Anzahl Tore verschuldete der mehr als leichtsinnige Tormann. II a war haushoch überlegen und gab dem Spiel mehr den Charakter eines Trainings.
Lollar Jugend — Gießen Jugend 0:1.
Mit einem recht knappen Resultat ist die erste Jugendmannschaft Gießens aus Lollar äu- rückgekehrt. Das Resultat war eigentlich hoher erwartet worden, denn an den spieltechnischen Leistungen beider Mannschaften gemessen, hätte das Schluhergebnis anders lauten müssen.
Fr. T. Heuchelheim I - Fr. T. Wieseck 8 6:0.
Seiten gewechselt. Der langsame, unentschlossene Sturm Wetzlars wurde in der zweiten Spielhälfte nicht mehr gefährlich, hingegen Raunheim zu seiner besten Form auflief und kurz hintereinander 3 und 4 setzte. Der Wetzlarer Elf dürfte dieses Spiel eine Lehre sein. Mit einer in sich uneinigen Mannschaft erringt man keine Siege, noch dazu, wenn man den Ball immer schön auf die Fußspitze gelegt haben will. Raunheim hat verdient gewonnen. Schiedsrichter Mandler (Heuchelheim) gut. — Mit diesem Derlustspiel scheidet Wetzlar aus der Liste der Bewerber um den Meistertitel aus, es sei denn, daß das Wie- derholungsspiel Gießen - Wetzlar eine ileber- raschung brächte. Hieran ist nach dem schlechten Abschneiden Wetzlars bei den letzten Spielen aber ' - ' daß Gießen, wenn es die
£ Heuchelheim trat am Sonntag mit völlig umgestellter Mannschaft auf den Plan, die sich vor allein im Sturm ganz vorzüglich de- währte. Die Läuferreihe zeigte wieder das fUnte, schnelle Spiel. Wie in der Vorschau bemerkt, trat Wieseck mit reichlichem Ersah an, der aber gar nicht so übel war. Die Mannschaft konnte nicht aus sich herausgehen, das Zusammenspiel un Sturm fehlte. Ab und zu eingelegte Durchbruche scheiterten an der Zerstörungsarbeit der Heuchelheimer Verteidigung. W.esecks Verteidigung muhte ihre ganzen Kräfte auf bieten, um em noch höheres Resultat zu vermeiden. Der^Torhut^ hätte besser sein können, mehrere Lore sind auf fein Konto zu sehen. Das Spiel war von Anfang bis Ende offen und fair. Grobe Regelverstöße kamen überhaupt nicht vor Der Schiedsrichter, korrekt, machte wenig von der Pf ecke Gebrauch. Er hätte aber an einer Stelle schneller durchgreifen müssen. , ,, . ...
Mit dem Anstoß zog Heuchelheim sofort zum Gästetor und konnte auch schon nach einigen Minuten erfolgreich sein. W^seck stchertesich zwei Ecken, die nichts einbrachten. Heuchelheim setzte wieder zum Spurt an und sandte zum zwecken Male ein. Heuchelheim konntefeine beiten ersten Ecken buchen, die nichts erbrachten. Es folgte jetzt längere Zeit Mittelfeldspiel bis zur 3o. Minute, wo der Heuchelheimer Mittelsturnier unverhofft und unhaltbar zum dritten Male ein-
Leichtathletik.
Handball. Städlemannschasten Wetzlar-Bietzen 8:1 (5:0).
O Auf dem Spielplatz des Männerturnver- fcind im Schiffen bergertal traten sich obige Mannschaften am Sonntag zu einem Freundschafts- I spiel gegenüber. Wetzlar stellte eine flinke Mann- I schäft, die keinen schwachen Puntt aufwies, dagegen aber 3 bis 4 überragende Spieler in ihren Reiben hat, von denen wiederum der Mittelstürmer und der Torwart über ganz besonderes Können verfügen. Die Gießener Stadtmannschaft war diesmal weniger glücklich zusammengestellt. Durch verschiedene Umstände gezwungen, mußte mit reichlich Ersatz gespielt werden. Es wird für die kommenden Wochen geboten erscheinen, die | Städteels ruhen zu lassen, da die Vereine jetzt ihre Verbandsspiele auszutragen haben.
Heber das Spiel zu berichten erübrigt sich angesichts des Ergebnisses 8:1. Wetzlar war vom Anfang bis zum Ende überlegen und konnte infolge guten Zu- und flinken Abspielens das hohe Ergebnis herausarbeiten. Bei Gießen glückten nur vereinzelte Vorstöße, die aber eine sichere Beute des tadellos schaffenden Wetzlarer Torhüters wurden. Rur zum Ehrentor reichte es Mit 8:1 blieb die Wetzlarer Mannschaft Sieger des Treffens, das Turner Weisel vvm Turn- und Sportverein Butzbach sehr sicher und schön leitete.
Turn-Verein 1846 Gietzen - TurnSporL1860Marburg9:2(6:0)
Die Derbandsspiele im Gau Hessen haben am Sonntag ihren Anfang genommen. Es gelang dem T. V. Gießen, nach hohem Siege die beiden Punkte mit nach Hause zu nehmen.
Marburg hatte Anwurf; der Ball wurde direkt abgefangen, vor das gegnerische ^or gespielt. wo ihn Halbrechts in das Reh jagte. 2 Minuten später erzielte Gießen seinen zweiten Treffer. Gießen war während der ersten Spielzeit größtenteils überlegen und erzielte in schönen Abständen noch vier weitere Tore. Halbheit 6:0. 2n der zweiten Spielzeit raffte sich Marburg
Zwei gleichstarke Gegner rangen hier um die Punkte. Wetzlar war in der ersten Halbzett im Zusammenspiel merklich besser. 3n der achten Minute ging Leun unverhofft in Führung, die Wetzlar aber bald durch Ausgleich erledigte. Das bessere Zusammenspiel des Wetzlarer Jnnen- trios lieh Wetzlar bis zur Pause vier Tore erzielen, denen ßaun das zweite Tor folgen lieh. Rach der Pause war es die körperlich fräftige Leuner Elf, die der nachlassenden Wetzlarer Hintermannschaft Arbeit machte. Die entschlossene schnelle Spielweise des auf Rechtsaußen gegangenen Halbrechts verschaffte Leun 10 Minuten vor Schluß den Ausgleich. Rach schönem flotten Durchspiel sandte Wetzlar zwei Minuten vor Schluß zum fünften mal ein, sich damit die beiden Punkte sichernd. Das Spiel hatte leider in der zweiten Spielhälfte ganz den Charakter eines Serienspiels.
Weitere Fntzballergebnisse vom Sonntag.
Borussia Fulda — Kurhessen Kassel 3:2 (3:0).
Das Spiel der Favoriten gewannen die Fuldaer, die auf eigenem Platz innerhalb der ersten 15 Minuten drei Tore erzielten, bann aber taktisch richtig spielten, indem sie die Verteidigung verstärkten. Kurhessen kam nach Halbzeit mächtig auf, erzielte zwei Tore, ohne aber trotz überlegenen Spieles einen Ausgleich ober einen Sieg zu erringen. Borussia übernimmt burch biesen Sieg bie Führung in der Sübgruppe.
Schwimmen.
SchwimmwettKämpse in Darmstadt.
Paseo«, Gießen, siegreich.
Das verbandsoffene Wettschwimmen des Darmstädter Schwimmklubs „3ung- ! deutschland" am Sonntag war ein schwimm- sportliches Ereignis ersten Ranges. Das Hallenschwimmbad war bis auf den letzten Platz gefüllt. Höhepunkte waren insbesondere die 1. Senioren- wetttämpse, in denen sehr gute Leistungen geboten wurden Berges- Darmstadt verbesserte den deutschen Rekord über 500 Meter Freistil von 6,58 auf 6;53,7 Min. Die Freistilstaffel 3x100 Meter gewann Sparta-Köln, die Schwellstaftel 50, 100, 200 Meter Poseidon- Leipzig.
Wohl mit das spannendste Rennen war das 1 Senior-Brustschwimmen 200 Meter. Hier trafen Bud ig-„Sparta", Köln und Frih Pascoe- Gießener Schwimmverein zusammen. Aus Grund der glänzenden Zetten, die D u d i g in der lebten Zeit erzielt hatte, wurde allgemein mit bell er. Sieg gerechnet. Vom Start weg lagen beide glcich und nahmen die ersten 50 Meter in 33 ßelunoen, 100 Meter in 1;24 bis 25 Minuten. Die Aufregung der Zuschauer stieg immer mehr, als bei 150 Meter immer noch beide auf gleicher Hö e lagen. Jetzt verschärfte Pascoe das Tempo nahm die letzte Wende knapp als erster und konnte mit ganz knappem Handschlag vor Dudig anschlagen Zeit für beide 2 Min 57,5 Sek. Dies ist eine Zeit, die bis fetzt außer Rademacher wohl kein Deutscher erreicht bat. Höchstens Prasse- Bremen, der. Z^itte bei den Europameisterschaften, sollte in der Lage fein dasselbe zu leisten. Jedenfalls eine weitere, vielversprechende Leistung Pascoes.
trat in Rodheim gegen die dortige Erste an und konnte nach überlegen durchgeführtem Spiel die Punkte •■’**— i» mit nach Hause bringen.
Naunheim I - Wetzlar I 4:1 (2:1).
£ Raunheim zeigte seine gute Form auch in diesem Spiel überzeugend gegen diesen achtbaren Gegner. In der ersten Halbzeit gleichwertiges, äußerst spannendes und schnelles Spiel. Rach wenigen Minuten setzte Raunheim Rr. 1, eine Minute später im Verfolg eines Strafstoßes glich Wetzlar aus. Gin Handelfer für Wetzlar wurde auf die Latte geschossen, ein gleicher für Raunheim kurz vor Halbzeit verwandelt. Mit 2:1 für Raunheim wurden die
merklich auf, drückte zeitweise und konnte in der 47. Minute das erste Tor erzielen. In der 49., i 51. und 52. Minute sah man Giehen wieder erfolgreich, während Marburg 4 Minuten vor Schluß das zweite Tor erzwingen konnte.
Beide Mannschaften haben schon weit bessere Leistungen gezeigt. Gießen spielte besonders in der zweiten Halbzeit sehr planlos. Der Schiedsrichter, Gauspielwart Seibert, Wetzlar, war I ein korrekter Leiter.
Futzball.
D. f. D.
(-) Das Dormittagsspiel der Dritten cm Sonntag gegen die gleiche (Sonderelf) der I Spielvereinigung 1 900 endele mit einer I haushohen Riederlage der ersteren, trotz wesentlicher Verstärkung durch zwei Ligisten. Von Ansang bis Ende war 1900 der Platzmannschaft überlegen, und konnte schließlich durch einen 7:1- I Sieg die beiden wertvollen Punkte für fich buchen. Während V. f. B. in keiner Weise befriedigte, zeigte 1900 ein sehr ansprechendes Können, das bei der Jugend sämtlicher Spieler zu großen Hoffnungen berechtigt. Beide Mannschaften befleißigten sich erfreulicherweise trotz des Lokal- I kampfes einer durchaus fairen Spielweise, ver- i darben sich jedoch beide durch ihr ständiges Wetteifern in lautem Rusen und Schreien viel Sympathien.
Rachmittags hatte die Zweite D i 11 e n- I burgs Zweite im ersten Punktetressen gegenüber. Das Spiel war ein voller Erfolg für die V. f. D.-Mannschaft, die durch ein 7:0 Sieg und Punkte an sich bringen und die Schlappe des Vormittags wieder wettmachen konnte. V. f. B. gab jederzeit den Ton an und lieh den Gegner kaum aufkommen. Besonders gegen Ende fiel Dillenburg ganz ab, nur der Tormann und der rechte Verteidiger, die ihre Mitglieder wett überragten, verhinderten eine höhere Riederlage ihrer Mannschaft. Die Siegermannschaft konnte in allen Teilen gefallen. Sie zeigte ein sehr schönes Zusammenspiel. Wenn sie diese Form beibehält, I darf sie mit Ruhe den übrigen Derbandsspielen I entgegensetzen. Bedauerlich aber gerecht war die I Herausstellung des Halblinken Klein, der sich im Affekt dazu verleiten ließ, eine Llnsportlichkeit eines Gegners zurückzugeben.
Die kombinierte Elf gewann in Stein- I bach mit dem hohen Resultat von 8:2; bie | I zweite Schülermannschaft konnte gegen i die körperlich kräftigeren Schüler Steinbachs ein I unentschiedenes 0:0 erzielen.
Die erste Jugendmannschast hat sich I scheinbar in der neuen Aufstellung noch nicht zu- I rechtgefunden, und verlor in Marburg gegen die Vereinigten trotz technisch sehr guten | Spiels unverdient mit 7:1. Die hohe Rieder- lage ist lediglich auf das gänzliche Versagen des Tormanns zurückzuführen, der ohne seine Schuld auf verlorenem Posten stand. Er dürfte als Stürmer besseres leisten.
Die zweiteJugendmannschaft schlug sich wider Erwarten sehr tapfer und gewann knapp aber verdient mit 1:0.
Die erste Schülermannschaft gewann I in Lich mit 5:1.
Spielvereinigung 1900 Giehen.
ö. Am Sonntag trat auch die Ligamannschaft der Spielvereinigung 1900 in die Derbandsmeisterschaftsspiele der Lahnkreisliga ein. Gleich im ersten Spiel traf Gießen auf einen der zähesten Gegner, den erst zur Liga I aufgerückten Sportklub 1919 Gladenbach, der auf seinem kleinen tückischen Platz schier unüberwindlich ist. Beide Mannschaften lieferten fich einen Kampf, wie man ihn in Gladen- I bach noch nicht gesehen hatte. Das Spiel war trotz seiner spannenden Kampfmomente äußerst fair; es hatte in einem Schiedsrichter von Marburg-Ockenhausen einen gerechten Leiter, wenn er I auch zwei bis drei Handabwehren im Gladen- > bacher und eine im Gießener Strafraum über»
Turnen.
Dom Lahn-Dünsberg-Gau.
xy. Die diesjährigen turnerischen Deranstal- 1 tungen des Gaues sanden am Sonntag mit einem Gausporttag auf dem schön gelegenen Sportplatz der Turngemeinde Rodheim a. d. Bieber ihren Abschluß. Don schönstem Herbstwctter be- günftigt, gingen die Wettkämpfe unter der Geltung des bewährten Gauturnwarts Wilh. Schmidt (LeunsVach) flott vonstatten. Leider befindet sich auf dem Sportplatz keine Laufbahn, so daß die Läufe alle auf der Straße ausgetragen werden mußten. Unter diesen Umständen sind die Zeiten von K a l e t s ch (Ruttershausen) im 100» und im 200-Meter-Laus als vorzüglich zu bewerten wie auch die der 4xl00-Meter°Stasfel, in der Kaletsch als vierter Läufer seinem Verein den Sieg sicherstellte. Auch die Leistungen in den Sprüngen, besonders im Dreisprung und Weitsprung, sind gut. Als die besten zeigten sich Kaletsch, Scherp, W. Hofmann (Alten- Buseck)" und S ch i e f er st ei n; letzterer holte nicht weniger als drei erste und einen zweiten I Preis.
Am Rachmittag fand unter Leitung des Gauvorsitzenden Daupert (Wieseck) eine Gauaus- schuhsihung statt, in der der n ä ch st e T u r nta g auf den 2 4. Oktober festgelegt wurde. Der Turntag soll in Wieseck stattfinden; dort soll u. a. als neues Amt das des Gausportwarts eingeführt werden.
Lim i/25 Uhr fand dieSiegerverkundi- gung statt, die der zweite Gauvorsihende mit Worten der Mahnung und Aufmunterung einleitete. Anschließend nahm Turnwart Schmidt die Preisverteilung vor. Aus der Siegerliste ist zu berichten:
Weitsprung: 1. Reinhard Schief erst ein Launsbach, 5,92 Meter; 2. Karl Rühl, Große'n-Duseck, 5,85; 3. Karl Heih, Rodheim, 5 80; 4. Ludwig Depler, Kinzenbach, 5,68»Meter.
Hochsprung: 1. Reinhard Schieferstein Launsbach, 1,58 Meter; 2. Richard Wissemann,' Lollar, 1,53 und Otto Dietz, Lollar, 153; 3. Wilhelm Hofmann, Alten-Duseck, 1,51 Meter.
Stabhochsprung: 1. Karl Rühl, Großen-Buseck, 3,10 Meter; 2. Wilhelm Bepler, Kinzenbach, 3,10 (durch Stechen entschieden); 3. Otto Schreiner, Wieseck und Wilhelm Hofmann, Lollar, je 3 Meter.
Dreisprung: 1. Reinhard Schieferstein, Launsbach, 11,88 Meter; 2. Richard Wisse- mann'Lollar, 11,76; 3. Wilhelm Hofmann, Alten- I Duseck, 11,58 Meter.
Kugelstoßen: 1. Wilhelm Depler, Kinzenbach, 10,03 Meter; 2. Heinrich Scherp, Allendors, 9,90 und Albrecht Osterheld, Großen» Duseck, 9,90; 3. Karl Winter, Launsbach, 9,86 Meter.
Speerwurf: 1. Wilhelm Hofmann, Alten-Dufeck, 40,45 Meter; 2. Hans Doller, Londorf, 39,20 ; 3. Heinrich Scherp, Allendors, 37,95 Meter.
Schleuderball: 1. Heinrich Scherp, Allendors, 36,65 Meter; 2. Ludwig Hasselbach, Rodheim, 36,40; 3. Adolf Rau, Grohen-Duseck, 35,95 Meter.
Diskuswurf: 1. August Schäfer, Lollar, 29 75 Meter; 2. Ludwig Hasselbach, Rodheim, 28,80; 3. Albrecht Osterheld, Grotzen-Duseck, 27,55 Meter. Ä ,, ,
Mannschaftskampf imKugelstohen (4 Turner): 1. Turnverein Grohen- Duseck, 37,32 Meter; 2. Turnverein Allendorf, £6 84 ; 3. Turnverein Kinzenbach, 36,43 Meter.
1 00-M et er-La us: 1. Georg Kaletsch, Ruttershausen, 11,3 Sek.; 2. Rheinhard Schieferstein, Launsbach. 12,1 Sek.; 3. Rudolf Duß, Grohen-Duseck, 12,3 Sek.
200-Meter-Lauf: 1. Georg Kaletsch, Ruttershausen, 22,8 Sek.; 2. Karl Winter, Launsbach.
Den Gauwanderpreis in der 4X 100- Meter-Stasf el errang Turnverein Ruttershausen in 46,9 Sek. Als zweiter folgte die Tumgemeinde Rodheim a. d. Dieber mit 48,5 Sekunden.


