reichen Hutweiden über Ober-Seemen nach dem als Höhenluftkurort bekannten Hartmannshain, wo wir nach vierstündiger Wanderung vorziehen zu übernachten. Der Weitermarsch führt uns (nunmehr gelbe Striche) durch das höchst gelegene Dorf Hessens, Herchenhain, auf die Her- chenhainer Höhe mit schönem Rundblick. Hier bewundern wir das stimmungsvolle Denkmal für die gefallenen V. H. C.-Brüder, sowie das V. H. C.-Jugendheim, „Vatcr-Dender-Heim" genannt. Den gelben Strichen folgend, die später wieder mit dem weih-roten Band zusammengehen, wandern wir. zumeist durch Wald, über den Laufstein zum Hoherodskopf. Don da bekanmer Ab- stieg zum Endziel Schotten.
Wirtschaft.
Börse und Geldmarkt.
Der unverwüstliche Optimismus der Börsenspekulation, der allen zur Vorsicht mahnenden Stimmen zum Trotz auch in der letzten Woche anhielt, ist mit einem Schlage seit der Einführung der Aktien der Vereinigten Stahlwerke verschwunden. Die Werbetrommel, die vor dieser Einführung gerührt wurde, tönte so laut, daß die von der anderen Seite kommenden Klänge erst nach dem Stapellauf der ersten Stahltrust-- Aktien-Votiz an das Ohr der Börse gelangten. Die Spannung war an den Aktienmärkten so gesteigert, daß die Hausse bis zum Tage der Stahlwerke-Einführung sprunghaft fortqing und Zeichnungen im Umfang von mehreren Milliarden Mark nach den Aktien der Vereinigten Stahlwerke selbst eingereicht wurden, um ja einen Anteil an diesem feit Wochen schmackhaft zubereiteten Mahl, nämlich an Stahlwerkeaktien zu erhalten. Der Vachgeschmack ist übel ausgefallen. Die Tendenz ist prompt nach erfolgter erster Votiz abgeflaut, und zwar zum Teil ebenso sprunghaft, wie sich vorher die Steigerungen vollzogen. Einmal dürfte die Spekulation Entlastungsverkäufe in anderen Aktien zur Uebernahme der Stahlwerkeaktien getätigt haben, zum anderen merkt man jetzt, daß die Berichte über den Kohlen- und Eisenmarkt in der letzten Zeit doch etwas zu günstig abgefaßt waren (vielleicht nicht ganz unbeabsichtigt?), denn jetzt tritt der Zechenverband auf den Plan und äußert sich mit Rücksicht auf die im Ruhrberg- vau entstandene Lohnbewegung in ganz anderem Sinne. Die Zeichner entledigen sich vielfach ihrer soeben erhaltenen Stahlwerkaktien schon wieder, so daß auch der Kurs dieses Papieres nun eine sinkende Tendenz zeigt. Zu dem Umschwung der Tendenz trug vornehmlich aber auch die neueste Entwicklung am Geldniarkt bei.. Seit Beginn dieser Woche hat die Reichsbank bekanntlich die Bildung des Dollarkurses dem freien Markt überladen, vermutlich um die Wirkung der im Herbst erfolgenden großen Bartransferierungen beobachten zu können. Damit der Dollarkurs dann den Stand von 4,20 Mark nicht überschreitet, hat man den Zeitpunkt des gegenwärtigen Dollarangebotes zur Aufhebung der festen Relation zwischen dem Dollar und der Mark ausgenutzt und sogleich eine starke Befestigung der Mark gegen Veuyork und an den anderen ausländischen Devisenplähen erreicht. Die Zurückziehung von amerikanischen Guthaben ist den deutschen Danken infolge des gesunkenen Dollarkurses zu diesem Ultimo unerwarteterweise nicht ohne einen bei den großen Summen beträchtlichen Verlust möglich. Die hierdurch dem heimischen Geldmarkt vorenthaltenen Gelder machen sich natürlich in einer Verknappung zum Ultimo bemerkbar, die zu einem vergrößerten Angebot von Privatdiskonten führt. Die Privatdiskontnotiz hat aus 'diesem Grunde eine Versteifung erfahren und dürfte nach der Ansicht Berliner Finanzkreise noch weiter anziehen. Die Wirkung dieser Vorgänge auf die Aktienmärkte ist deswegen um so fühlbarer, als die Danken sich noch dazu auf den bevorstehenden Stichtag für die Zweimonatsbilanzen vvrbereiten und zu diesem Zweck die Ausleihung von Reportgeldern etwas ein» schränken. Am August-Ultimo tritt nach alledem die Versteifung des Geldmarktes diesmal besonders in die Erscheinung. Sehr gefragt ist Monats- geld, das bis fast 7 Proz. anzog. In Warenwechseln fanden in den letzten Tagen infolge der Ultimonähe fast gar keine Umsätze statt. Die erste Votiz des Bezugsrechtes der Deutschen Bank, die mit 31./. Proz. erfolgte, hielt sich unter der Parität und verstimmte sehr. Ein Anreiz für die Ausübung des Bezuges auf junge Aktten zu 150 Prozent, wenn die alten Aktien 165 Proz. stehen, liegt in der Tat in diesem Fall kaum vor.
' Die Lvhnverhandlungen im Ruhrbergbau. Vach dreitägiger Verhandlung fällte der in der Lohnsrage des Ruhrbergbaues eingesetzte Schiedsausschuß folgenden Schiedsspruch: Die zur Zeit geltende Lohnordnung läuft unter Berücksichtigung des neuen Teilabkommens ab 1. September 1926 weiter. Hiernach betragen die Schichtlöhne für den Zimmerhauer 7,30 RM., der Lohn für Angelernte 6,65 RM. und der Lohn für Ungelernte 5.65 RM. Der Lohn des Vollhauers im Gedinge soll im Durchschnitt der einzelnen Schachtanlagen 8,40 RM. betragen. Die anderen Löhne werden nach den vorgenannten Sähen in der bisherigen Weise geregelt. Die Lohnordnung kann erstmalig am 1. April 1927 und von da an jedesmal mit einmonatiger Frist zum Monatsletzten gekündigt werden. Die Erklärungsfrist wird auf den 28. August festgesetzt. Der Zechen- verband hat sofort die Ablehnung des Schiedsspruches ausgesprochen.
O Fusionierung von Bahnbedarf Darmstadt, und Aquila A.-G., Frankfurt. Wie wir hören, wird die Bahnbedarf A.-G. in Darmstadt demnächst auf Grund eines Fu- fionsnertrnges mit Aktiven und Passiven auf die Aquila A.-G. für Handel- und Industrieunternehmungen in Frankfurt übergehen. Es besteht die Absicht, den Betrieb des „Bahnbedarf" als Abteilung der Aquila A.-G. in Darmstadt weiterzuführen. Die Gründe für eine Fusionierung sind wohl in den großen aeschäftlichen Verlusten der letzten Jahre beim Baynbedars zu suchen.
Erhöhung der Brikettpreise. In- v folge der Steigerung der Pechpreise ist damit zu
142,75
185
185
52,25
3
182.25
76.5
90
rechnen, daß das Kohlensyndikat den Preis für Briketts ab 1. September heraufsetzt. Ueber den Umfang der Erhöhung kann heute noch nichts Bestimmtes gesagt werden.
Dörkenkucte.
43
141.5
93
51.75
2.8
182,25
77
89,5
Frankfurter Armaturen . . . Jtonfcroenfabrif Braun . . Metaslgesellichaft Frankfurt. Per. Union A.-G.. ......
Schubtabrik Herz.......
Sichel..............
Zcllstofs Waldbos.......
Zuckerfabrik Frankenthal . .
Zuckerfabrik Waabäutel . . .
Frankfurt a.Dt.|
Berlin
Schlug-1
Kurs i
»u« |
Rurs I
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27.8. |
28.8 |
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5°/> Deutsche NeichScuNethe
'1.4875 1
—
0.48
0,48
4°/„ Deutsche iNeicbßankibe
—
—
——
3%% Deutsche Ste,chcanle,vc
0,425
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—
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—-
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0.42
—
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0,44
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0,40
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—
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0.43
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—
—
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Deutsche Wertd Dollar-Anl.
0.4;
95,75
—
—
dto- Doll -Schalz-Anweiing *«
-
—
—
—
4°/o Zollturkcn........
13,7
—
13,8
-
S°/o Goldmerikaner ■ ■
45,62
—
46
Berliner Handelsgesellschaft, Commerz- und Privat-Bank
206
139
138'
205*
136*
209.5*
138*
Tarmit. und 'Jiaiionatbanf
2091
209'
208'
210*
Deutsche Bank........
168.2’
167,25
168.6*
166,5*
Deutsche BercinSdank ....
96 5
—
Discomo Commandii ...
161*
162.2*
160,5*
161'
Metalldank..........
132.5
134,5
—
—
Mitteldeutsche Kreditbank .
142
—-
142,7*
142.7*
Oestc.rclchische Creditanstalt
8.5
8,76
8,55
8.9
Weltbank ..........
86
—
-
-—
Bochumer Hob ......
144
145*
143,2*
>45'
Änderns . ....... . . .
95,25
96,5
95.25
96,75
Caro ............
80
—
81
82.75*
Deutsch Luremburg .....
>55’
154*
154.5’
152*
Äclseulirchener Bergwerke. .
169'
169’
170*
169.2*
Harpencr Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben. . . .
154*
154*
153.1*
152.5*
139*
138
138.5
139 25
Kaliwerk Westeregeln.....
147.25
148
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53
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53
54
Oberbedars ..... < « >
i
—
72'
Phönix Bergbau ......
>22*
121.5*
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121.7*
Rheinitahl...........
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140'
170 5
142,5*
172,1*
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170
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Tclluö Bergbau. ......
69
-
Hamburg.Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . . . ,
155.5'
>55*
159,2* 158*
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Ccheramische Werke Albtn . ,
70
1
—
—
Zementwerk Heidelberg . .
129.75
121,5
—
Pbilivv Holzmann......
116,25
! 117,75
117
—-
Anglo-Cont-Guano.....
—
—
89,12
89,25
Cbcmische Mayer Alapin . .
—
—
—
—
I. ß. Farbeninduftrie, A.-G.
'<87*
<89.7*
285,2*
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Goldschmidt.........
107.5
109
105,75
107.62
Holzvcrkoblung........
54.75
52
—
RütgerSwcrkc........
116,5
116
115
115.9
Scheidcanstalt ...... .
152
157.5
—
«llg. Elektrizitäts-Gesellschaft
156.9'
158,2*
156,5'
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153,5'
—
153,2'
158*
Mainkrastwerke . .......
109.9
—
—
—
Schuclert...........
133*
133.5*
131*
133*
Siemens <fc Halste ......
197*
199*
197,7*
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Adlerwcrke Meyer ......
84,5
85
8-1
85,5
Daimler Motoren. ......
83,5
—
84,75
84.5
Hcyligenstaedk.........
30
—
—-
•—
Mcguin............
48
—
47,75
——
Motorenwerke Mannbeim .
i —
—
44,5
—
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M. Telegraphische Auszahlung.
Banknoten.
27 August.
28. August.
Amtliche Noti rüng
Amtliche Notierung
(Selb 1
Brief
Geld
Bries
Amsl.» Ron
167.94
168,36
167,94
1,690
168,36
«uen--Aires
1,691
1,695
1.694
Brss.-Antw.
11,55
11,58
11,64
11,68
Christiania -
91,78
92,00
91,79
92.01
Kopenhagen
111,31
111,59
111,34
111,62
Stockholm -
112,11
112,39
112,13
112,41
Helsingfors.
10,541
10,581
10,54
10,58
Italien. .
13,70
13,74
13,64
13,68
London. -
20,338
20,388
20,344
4,192
20,394
Neuyork . .
4,192
4,202
4.20?
Paris...
12,02
12,06
12,13
12,17
Schweiz . .
60,87
81,07
50,94
81.14
Spanien -
64,22
64,38
63,92
64,0.8
Japan . . -
2,003
2,007
2,003
2,009
>Xio de Jan Wien tn D -
0,640
n.642
0.640
0.642
Oest. abgcst
69,22
69,36
59,25
59,39
12,411
12,451
12,411
12,451
Belgrad ■ .
7,39
7,41
7,39
5,87
7,41
Budapest. .
5,87
5,89
5,89
Bulgarien .
3,04
3,05
3,04
3,05
LRadon
21,395
21,446
21,395
21,445
Danzig. . . Konstantin.
61,55
81,75
81,55
81,75
2,225
2,226
2,265
2,275
Athen. . .
4,89
4,197
4,91
4,89
4,91
Kanada. .
4,207
4,198
4,208
Uruguay
4.195
4,205
4.195
4,205
Berlin, 27. August
Geld
Bries
Amerikanische Note« .....
4,175
4,195
Belgische Noten........
Dänische Noten ........
11,50
110,92
11,56
111,48
Englische Noten........
20,295
20,395
Franjönsche Noten ......
12,02
12,08
Holländische Noten ......
167,48
168,32
Italienische Noten ......
14,08
14,16
Norwegische Noten......
91,42
91,88
Deutsch-Ocsterr-, i 100 Kronen
59.14
59,41
Rumänische Noten.....
1.99
2,03
Schwedische Noten ......
111,77
112,33
Schweizer Noten......
80,75
81,15
Spanische Noten..... ,
63,84
64,16
Tschechoslowakische Noten . -
12,375
12,435
Ungarische Noten.......
5,805
5.865
Berliner Börse.
B e r l i n, 28. Aug. Die Tendenz war heute an den Aktienmärkten vorbörslich recht f e st. Bei Beginn des amtlichen Verk^rs verstimmte die geringe Umsatztättgkeit. Im ganzen schloß jedoch die Woche in widerstandsfähiger, für einige besondere Werte sogar in fester Stimmung. Das Farbenabkommen mit Ia - p a n, das die deutsch-japanischen Handelsver- tragsverhandlungen in ein günstiges Gleis gebracht hat, stimulierte für I. -G. -Farben- Industrie, die aus 291 Prozent anzvgen. Am M o n t a n m a r k t wirkten sich die neuerdings freundlicheren Aussichten über die westeuropäischen Eisentrustverhandlungen vorteilhaft aus. Vur in Deutsch-Lux kam Angebot heraus, das auf den Kurs drückte. Die übrigen Werte des Montanmarktes konnten zumeist anzieheu. Bevorzugt waren ferner Schiffahrts- und Elek- t r o a k 1 i e n, die sich befestigten. Auch Z eilst o s f a k t i e n waren gesucht und hatten ansehnliche Kurssteigerungen aufzuweisen. Am Geldmarkt hält die Verknappung an. Tagesgeld stellte sich auf 5 bis 61/2 Proz., Monatsgeld 53/4 bis 63/< Proz. Der Bedarf an Prv- [ongationägeli) konnte zu ca. 63/< Proz. voll befriedigt werden. Für Geld einige Tage über den
Rätsel-Ecke.
Silbenrätsel.
a — bro — dan — den — dy — e — ge — ger — he — hol — log — lii — na — och — pard — se — stein — fter.
Aus vorstehenden 18 Silben sind 9 zweisilbige Wörter mit folgender Bedeutung zu bilden: 1. deutsches Land: 2. Fluß in Spanien: 3. Küstenfahrzeug: 4. Raubtier: 5. Haustier: 6. Baumwoll- qeroebe; 7. englische Besitzung: 8. Nebenfluß des Rheins: 9. englische Bezeichnung für Stutzer. — Sind die Wörter richtig gebildet, ergeben die Anfangs- und Endbuchstaben, aneinandergereiht, je ein deutsches Seebad.
<?rnfngniigsaufgabc.
Es soll den Wörtern:
Ranke — Leer — Ppern — Fatum — Rad — Mahd — Oker — Lappe
je ein Buchstabe eingefügt werden, einerlei, an welcher Stelle, so daß neue Wörter entstehen. Miteinander verbunden ergeben die eingefügten Buchstaben alsdann eine beliebte gesellschaftliche Unterhaltung, besonders in der Sommerzeit.
Vilder-Rätsel.
Homonym.
Mancher hat's und schreibt daran. Mancher Hatzs und schreibt daran.
Rätsel.
Ich war heut' bei der Schneiderin Und holte mir das Wort, Und da mir dieses sehr gefiel, Bestellt' ich mir sofort. Nachdem dem Wort den Koos ich nahm, Das, was alsdann zum Vorschein kam.
Kreuzworträtsel.
21
15
22
20
1. Von links nach rechts:
1. Geographische Bezeichnung: 4. Zeiteinteilung: 7. deutscher Strom; 8. komische Figur; 9. Anerkennung: 10. Verneinung: 11. alkoholisches Getränk: 13. französischer Marschall; 14. großer Mensch; 15. europäisches Königreich; 21. starkes Seil; 22. Stadt in Brasilien; 23. Hafendamm; 24. italienisches Fürstengeschlecht.
2. Von oben nach unten:
1. Hafenstadt in Istrien; 2. Kosmetikum; 3. Körperorgan; 4. Nadelholz; 5. einstimmiges Lied; 6. englischer Staatsmann; 12. Tierhaut; 15. japanischer Staatsmann; 16. Bodensenkung; 17. Industriestadt im Freistaat Sachsen; 18. Volksstamm; 19. abgekühltes Wasser; 20. Bedrängnis.
Auflösungen.
Silbenräffel.
1. Ragaz; 2. Eibe; 3. Urban; 4. Edinburg; 5. Jrade; 6. Schinkel; 7. Theobald; 8. Dividende; 9. Ecuador; 10. Rembrandt; 11. Sorau; 12. Chlodwig; 13. Heide; 14. Uran; 15. Trinidad.
Reue ist der Schutzengel der Tugend, kürzungsrätfel.
Florenz — Lorenz — Lore.
Ausgabe.
Zwölf Uhr.
D
R A
_ W E]G
Kreuzworträtsel.
01 ffl
l|e|N|a| lElRllk
Vruchslückausgabe.
Schock — Chinin — Gewalt — Speise — Ernst. Hochwasser.
Bilderrätsel.
Die Geduld ist überall am Platze.
Die Narrenkappe.
Splitter und Sparren vom RedakttonSttsch.
Reinlichkeit.
„Was? Ein Bad kostet 1 Mark? Das ist ja unverschämt teuer I"
„Vehmen Sie doch einen Zehnerblock, dann kostet jedes Bad nur 75 Pfennige."
„Quatsch, ich weiß doch jetzt noch nicht, ob ich noch 5 Jahre lebe I“
Renken.
Ich war mit einer gebildeten norddeutschen Kusine, Philologin, am Starnberger See. Wir aßen irgendwo zu Abend: Renken mit Salat. Zwei Porttonen, von denen gesagt werden muh, daß sie enorm waren.
Ich ah zwei Renken, meine Kusine vier.
„Wir werden doch nichts stehen lassen!" sagte sie.
Dann fuhren wir auf dem Dampfer. Wir starrten ins Wasser, und ich erzählte meiner Kusine eine hübsche Geschichte. Als ich nach einer Viertelstunde einmal aufblickte, war meine Kusine gar nicht da.
Ich ging an den Vordersteven, ich ging ans Heck, ich Heiterte in die Kajüte, ich stieg aufs Oberdeck. Meine Kusine war nicht zu finden. Gerade woUte ich mit dem Kapitän sprechen, da kam sie an.
Eie sagte: „Weißt du, ich habe noch nie darüber nachgedacht. Es muß in Bayern entstanden sein."
„Was?" fragte ich
„Das Sprichwort: Lieber den Magen verrenkt, als den Wirt was geschenkt."
Ultimo muhten je nach der Zeit 5l/2 bis 71/2 Prozent angelegt werden. Im Devisenverkehr konnte sich der Dollar gegen Reichsmark weiter erholen und stellte sich auf 4,198. London-Paris lag eher etwas fester mit 168.50. Brüssel gegen London fast unverändert, 175,75.
frankfurter Börse.
Frankfurt a. M, 28. Aug. Tendenz: Befestigt, später schwächer. — Die Börse stand auch zum Wochenschluß im Zeichen großer Tlnlust und älnsicherheit. Vorbörslich und zu Beginn des amtlichen Verkehrs war die Stimmung als freundlich anzusprechen, und man redmete mit einem ziemlich festen Verlauf des Verkehrs. Das Andauern des englischen Bergarbeiter st reiks bot etwas Anregung, und die Spekulatton zeigte neues Deckungsbedürfnis, das aber nur in einigen Dpe- zialwerten zur Auswirkung kam. Vach kurzem Verlause war der Markt jedoch wieder beherrscht von einer starken Unsicherheit. die im Verein mit einer Stagnation des Geschäftes zu Kursrückschlägen füyrte. Die Verstimmung ging vom !Montanmarkte aus, wo 1 bis 2 Proz. Verluste eintraten. Anfangs bestand für Rheinische Braunkohlen (plus 1 Proz.) und für Rheinstahl (plus 1,25 Proz.) etwas Interesse. Die übrigen Aktien waren mit Ausnahme von Bochumer, Buderus und Phönix, die zunächst gehalten blieben. abgeschwächt. Am Farbenmarkte konnten I. G. anfangs 1,75 Proz. gewinnen, vermochten aber diesen Gewinn nicht zu halten. Scheideanstalt und Goldschmidt eröffneten je 3.5 Prozent höher, während Holzverkohlung 2,5 Prozent nachgaben. Don Elektrowerten tendierten AEG. und Siemens & Halske fest (AEG. plus 1 Proz., Siemens plus 3 Proz.). Am Banken markte eröffneten Deutsche mit einer Steigerung von 2, Dresdner plus 1 Proz., Metallbau! plus 2 Prozent, Disconto plus 0,75 Prozent, aber Darmstädter minus 0,25 Prozent. Don Schiffahrtsakt ien gingen Hapag um 0,75 Prozent und Vordlloyd um 0,5 Prozent höher. Fest tagen Da uaktien Zement Heidelberg plus 1,5 Prozent, Dhckerhofs plus 2 Prozent, Holzmann plus 1,5 Prozent. Zellstosfaktien waren um etwa 1 Prozent gebessert. Zuckeraktien lagen gleichfalls befestigt, ebenso tendierten Oelwerte fester. Autoaktien neigten dagegen zum Vachgeben. Maschinen- aktien geschäftslos. Der heimische Anleihemarkt hatte nur geringes Geschäft. Auch ausländische Renten lagen still. Der Fret-
verkehr blieb ohne nennenswerte älmsahe. Benz 80, Drown Boveri 120, Growag 60, Entreprise 7,5, Frankfurter Handelsbank 90, Unter» franken 92 Prozent. Im weiteren Verlaufe drückte die Geschäftslosigkeit den Kursstand noch weiter zurück, so daß 1- bis 2proz. Rückgänge ein» traten. Die anfangs erzielten Kursbesserungen gingen zum größten Teil wieder verloren. Am Geldmarkt war Tagesgeld weiter knapp, und der Satz zog auf 5,5 Prozent an. Monatsgeld war etwas billiger bei 5,5 bis 7 Prozent. Im Devis enverkehr waren die westlichen Frankenvaluten leicht befestigt. Paris gegen London 168,75, Brüssel 175,50. Mailand fast unverändert 148,75. London stellte sich gegen Kabel auf 4,8525, gegen die Reichsmaick auf 20,37. Veuyork gegen Reichsmark 4,1962.
Wettervoraussage.
Vielfach heiter, wärmer, auch nachts, trocken.
Die einströmende nördliche Lust hat den Luftdruck über Deutschland weiter anfteigen lassen. Von England bis nach Polen erstreckt sich ein Hochdruckgebiet, in dessen Bereich meist heiteres und trockenes Wetter herrscht. Das schwache Druckgefälle bedingt zwar Gewitterneigung, jedoch ist mit Störungen von Bedeutung noch nicht zu rechnen.
Letzte Nachrichten.
Ein Exlrazug zur Gesolei.
Wie uns vor Redakttonsschluß noch mitgeteilt wird, hat die Verkehrskommission des Dillenburger Verschönerungsvereins an die Reichsbahndirektton Frankfurt a. M. den Antrag gestellt, apt Sonntag, dem 12. September (Hinfahrt), und Montag, dem 13. September (Rückfahrt) einen Extrazug aus dem Dill- und Hellertal nach der Ausstellung für G e sundheitspflege, S o ziale Fürsorge und L c i besübung (Gesolei) in Düsseldorf einzurichten. Dieser Antrag ist nach persönlichen Verhandlungen genehmigt worden. Der Extrazug wird mit nur 4. Klasse morgens 4L/S -Wjr in Gießen abfahren und an den Stationen Wetzlar, Ehringshausen, Herborn, Dillenburg, Haiger, Bürbach, Veunkirchen und Betzdorf zur Aufnahme von Mitreisenden halten. Der Fahrpreis für Hin- und Rückfahrt beträgt ab Dießen 9,40 Wk. Sine Verkaufsstelle der Fahrkarten wird noch durch Anzeige bekanntgegeben.


