Cfn den schwimmerischen Wettkämpfen muhte der Gießener S. D. immer noch anerkennen, daß er im freien Stil noch nicht ganz den Anschluß erreicht hat; dies machte er jedoch wett durch die guten Leistungen seiner Brustschwimmer, von denen Pascoe weit über dem Durchschnitt steht. Der beste Mann von Kassel war zweifellos der Freistilschwimmer Brehme, von dem man noch mehr hören dürfte. 3m Wasserballspiel stellte Gießen — von einigen Spielern abgesehen — eine äußerst schwache Mannschaft, die jedoch das Fehlen der früheren bewährten Spieler bei eifrigem Training in absehbarer Zeit sollte ausmerzen können. Jedenfalls kann nicht verschwiegen werden, daß hier noch manches im Argen liegt, was in der Hauptsache auf mangelndes Zusammenspielen der kompletten Mannschaft im Training zurückzuführen ist.
Die Wetzlarer 3ugendmannschast reichte bei weitem nicht an die des Gießener S. B. heran, obgleich dieser teilweise nur seine 2. Mannschaft gegen sie ins Rennen schickte. Keinen einzigen Wettkampf konnte der Wetzlarer S. D. zu einem Siege für sich gestalten.
3m ganzen genommen können die Gießener Schwimmer mit ihren Leistungen recht zufrieden sein, und zwar besonders angesichts der Tatsache, daß ihr Verein nach dreijährigem Bestehen sich so wacker gegen einen Verein gehalten hat, der bereits seit 1898 besteht. Mögen dem Gießener S. V.. dessen sportliche Leistun- en sich in aufwärtssrrebenden Bahnen bewegen, unter der neuen Flagge, die am Sonntagmorgen gehißt wurde, weitere Erfolge beschieden sein.
Die einzelnen Wettkämpfe hatten folgende Ergebnisse:
Große F r e i st i l st a f f e l 10x50 Meter: 1. Kasse'. 5 Min. 56,8 Sck. 2. Gies en 6 Min. 7 Sek. Von Kassel sicherer gewonnen als man annahm. Von Anfang an hatte Kassel einen kleinen Vorsprung, der von den Schlußleuten noch vergrößert^ wurde.
Mädchenbru st schwimmen 50 Meter: 1. Lenka Handrick, Gießener S. D., 46 Sek. 2. Resi Stein, Gießener S. V., 46 Sek. 3. Anna Guckes, Wetzlarer S. V. äleberraschend gut hielt sich hier Resi Stein, die gegen ihre Vereinskameradin nur um ganz knappen Handschlag verlor.
Bru st schwell st affel 5 0, 10 0, 2 0 0, 10 0, 50 Meter. 1. Gießen 8 Min. 4,2 Sek., 2. Kassel 8 Min. 7 Sek. Das interessanteste Rennen des Tages! Gießen ging zunächst etwas in Führung, verlor jedoch ziemlich durch den zweiten Mann. Alle Hoffnung setzte man nun auf Pascoe, der auch die 200 Meter wieder ganz hervorragend in glänzendem Stile schwamm und dem nächsten Mann einen beträchtlichen Vorsprung mit auf den Weg gab, der aber ebenfalls wieder eingebüßt wurde. Dr. E ck als Schlußmann konnte dann mit großartigem Spurt die Staffel für Gießen entscheiden. (Gießener Mannschaft: Hch. Kraft, Holzigel. Pascoe, Zimmer, Dr. Eck.)
Knaben bru st st affel 5x50 Meter. 1. Gießener S. D. 4 Min. 3,9 Sek. (Mannschaft: 21. Zimmer. Gg. Herbert, Schüler, Schneider, Lesch.) 2. Wetzlarer S. V. 4 Min. 19,2 Sek.
3ugendlagenstaffel3xl00Meter. 1. Gießener S. V. 4 Min. 56,9 Sek. (Mannschaft: Holzigel, Schaum, Bickel), 2. Wetzlarer S. V.
DamenjugendbrustschwimmenlOO Meter. 1. Frl. Friedrich, Kasseler S. D., 1 Min. 46,8 Sek.; 2. Emmi Schüler, Gießener S. D., 1 Min. 48.2 Sek.; 3. G. Rudolf, Wetzlarer S. V. Frl. Schüler muß sich, wenn sie bessere Zeiten erzielen will, einen viel besseren Stit aneignen.
Freistilstaffel 3x100 Meter. 1. Kassel 3 Min. 58,2 Sek., 2. Gießen 4 Min. 1.2 Sekunden. Zunächst führte Gießen durch den jugendlichen Rau, Pascoe hielt den Vorsprung, den Dr. E ck jedoch gegen den ausgezeichnet schwimmenden Drehme (Kassel) nicht mehr halten konnte.
Lagen st affel 4X100 Meter. 1. Gießen 6 Min. 1,6 Sek., 2. Kassel 6 Min. 34,8 Sek. Pascoe sicherte seinen Kameraden einen erheblichen Vorsprung, den diese noch vergrößerten. (Gießener Mannschaft: Pascoe, Stahl. Eck Rau.)
Knabenlagenstaffel 4x50 Meter. 1. Gießener S. V. 3 Min. 3,4 Sek. (Lesch, Schüler. Beck, Gg. Herbert.) 2. Wetzlarer S. V. 3 Min. 24,8 Sek.
Damenjugendbruststaffel 3X50 Meter. 1. Gießener S. V. 2 Min. 31 Sek. (Stein, Schüler, Handrick.) 2. Wetzlarer S. V. 2 Min. 34,4 Sek.
Große Bru st st affel 10x50 Meter. 1. Gießen 7 Minuten 23,8 Sekunden, 2. Kassel 7 Min. 34,4 Sek. Wieder ein äußerst spannender Kampf vom Anfang bis zum Schluß. Zunächst führte lange Zeit Kassel mit einem wechselnden Vorsprung von 3 bis 6 Metern, bis schließlich der drittletzte Gießener vollkommen aufholte und den beiden letzten noch einen ganz kleinen Vorsprung mitgeben konnte, den diese dann noch vergrößerten. (Gießener Mannschaft: Holzigel, Duill, Mertens, Stahl, E. Müller, Herrn. Kraft Zimmer. Hch. Kraft, Pascoe, Dr. Eck.)
Löffels chwimmen50Meter. 1. Hans Echunk G. S. V., 2. Ernst August Blumschein G. 6. V.. 3. Ludwig Schmidt G. S. V. Hoffentlich stellen diese eifrigen Kämpen auch bald im ernsten Wettkampf ihren Mann.
Wasserballspiel Gießen—Kassel 0:4. 3n der ersten Halbzeit hält sich die Gießener Mannschaft trotz ihrer Schwächen sehr gut Stand beim Wechsel 0:1. 3n der zweiten Halbzeit jedoch schwammen sich die Kasseler Stürmer dauernd frei und brachten noch drei schwer haltbare Tore an. Der Gießener Sturm hatte, da die beiden Flügelleute sehr schwach waren, keine Durchschlagskraft. 3m übrigen ließen verschiedene Gießener ihre Gegner mit dem Ball davongehen, ohne ihnen nachzuschwimmen, eine Unterlassungssünde. die sich^ in der Zahl der Tore in der zweiten Spielhälfte bemerkbar machte.
Aus dem Arbeiter-Turn- und Sportbund.
Männer-Turnverein Marburg 1 — Turn- und Sportverein Wieseck I 3:1 (0:0). Ecken 2:10.
£ Das Gesellschaftsspiel am Sonntag im Marburger Stadion stand unter keinem besonders günstigen Zeichen. Zunächst verzögerte sich der Spielbeginn durch zwei vorher stattfindende Spiele, ein heftiger und langanhaltender Gewitterregen. der obendrein noch recht ungünstige Plahverhältnisse schuf, schob den Beginn noch weiter hinaus. Durch das allzulange Warten .ermüdet, zeigte die Wiesecker Mannschaft im Gegensatz zu ihren sonstigen Spielen nicht das frische flotte Tempo, so daß die (für Marburger Verhältnisse etwas zahlreicheren) Zuschauer nicht
voll auf ihre Kosten kamen. Wesentlich beeinträchtigt wurde das Spiel ferner durch die etwas eigentümlichen Entscheidungen des Marburger Schiedsrichters, die sogar bei den Marburger Spielern und Zuschauern einiges Kopfschütteln erregten. Anerkannt muh werden, daß die Wiesecker Mannschaft auch die krassesten Fehlentscheidungen mit stoischer Ruhe entgegennahm, und sich im Verein mit der äußerst fair spielenden Marburger Mannschaft bemühte, das Spiel einigermaßen auf der Höhe zu hallen. Wieseck zeigte sich in veränderter Aufstellung, und muhte für eine Hauptstütze in der Verteidigung (infolge alter Verletzung) Ersatz einstellen, der sich zwar redlich, aber vergeblich bemühte, die entstandene Lücke auszufüllen. Ein glatter Versager war der Mittelläufer, der überall, nur nicht auf seinem Platz war, und zu schwer vom Ball los kam. Gut waren die beiden Sturmflügel, der rechte wurde leider viel zu stark beschäftigt, wodurch sich die Marburger 2Ibwehr leicht einstellen konnte. Ein ausgeglichenes Ganzes zeigte die Marburger Elf, die zudem über einen äuherst schuhfreudigen Sturm verfügt. Während der ersten Halbheit war Wieseck im Vorteil und konnte das Spiel, abgesehen von einer Reihe gut eingeleiteter Durchbrüche der Marburger, in deren Spielhälfte verlegen. Während dieser Zeit stellte Wieseck das Eckenverhältnis auf 8:0, Tore konnten beiderseits nicht erzielt werden, obwohl es oft nahe daran war. 3n der zweiten Halbzeit ging Marburg mit weiten Schlägen nach vorn und erzielte vom Anstoß weg ein Heber» raschungstor. Der zweite Erfolg Marburgs resultierte aus einem verwandelten Elfmeter, den der untätig im Tor stehende Tormann Wiesecks passieren lieh. Auch das dritte Tor für Marburg wäre zu halten gewesen, es ging auf Kosten des einen Ersatzverteidigers, nachdem der Tormann bei der Abwehr gefallen war. Die Angriffe des Wiesecker Sturmes wurden nun wieder planvoller, eine schöne Kombination des 3nnen» sturmes brachte durch den jungen Halblinken dann auch das Ehrentor. Die sich für Wieseck weiterhin bietenden Torgelegenheiten wurden nunmehr teils infolge des Heberkombinierens veranlaßt, teils infolge des oft zweifelhaften Eingreifens des Schiedsrichters unterbunden. Die beiderseits erzielten zwei Ecken verpufften ebenfalls.
Die beiden vorher durchgeführten Spiele sahen zunächst
die Jugendmannschaften
des M. T. V. Marburg und des Turn- und Sportvereins Fronhausen auf dem Platz. Letzterer Verein stellte eine noch in der An- fangsentwicklung begriffene Mannschaft, über die die Marburger mühelos 6:0 (Halbzeit 2:0) gewinnen konnten.
Auch das nachfolgende Spiel Männer-Turnverein Marburg II — Turn- und Sportverein Fronhausen 1
konnten die Marburger für sich entscheiden. Marburg gewann das Spiel infolge seiner größeren Spielerfahrung und Dallsicherheit. Frvnhausen zeigte ein recht ansprechendes Spiel, und wird sich bei den vorhandenen guten Kräften immer mehr durchsetzen. Das Resultat. 2:0 (Halbzeit 1:0), dürfte wohl dem Spielverlauf entsprochen haben.
3n Wieseck standen sich
Wieseck II — Leun I
gegenüber. Das Resultat (die Leuner gewannen 3:1) eittspricht den Erwartungen, die man auf letztere Mannschaft als früherer ^-Klaffen-Verein sehen muh. Zudem verfügte die Mannschaft gegenüber den zum Teil recht kleinen Wiefeckern über ein recht bedeutendes körperliches Hebergewicht.
Wieseck II Jugend — Alten-Buseck Jugend.
Diese beiden Reugründungen lieferten sich in Alten-Buseck ein unentschiedenes Treffen, das Schlußergebnis lautete 1:1.
Wirtschaft.
Der Weltkohlenmarkt und der englische Streik.
(Don unserem Essener Mitarbeiter.)
Wie die Folgen des englischen Dergarbeiter- streiks auf den Weltkohlenmarkt sich im einzelnen auswirken werden, ist jetzt noch schwer zu überleben. Das eine Dürfte jedoch feststehen, daß auch eine Verlängerung der Arbeitszeit die Schwierigkeiten im englischen Bergbau fürs erste nicht beseitigen würde, da bisher schon auf dem mit Kohle übersättigten Weltmarkt die Förderung kaum unterzubringen war, eine durch die Arbeitszeitverlängerung erhoffte Mehrförderung also nur verstärktes Heberangebot erzeugen würde. Ein Ausgleich für die Mehrförderung und eine Beseitigung etwaiger Schwierigkeiten könnte allerdings dann eintreten, wenn die unrentabel arbeitenden Zechen stillgelegt würden, wohin es im Laufe der nächsten Zeit sicher kommen wird. Wenn diese Stillegungen bald erfolgen, würden die Absatzschwierigkeiten weniger groß, da die Verringerung der Kohlenbestände in England in Verbindung mit der erst ganz langsam wieder in Gang kommenden Förderung zunächst sicher starke Ansprüche an den englischen Bergbau stellen wird. Sehr schwierig wird für den englischen Bergbau die Preisfrage werden; der nach den Erklärungen Baldwins mit ziemlicher Bestimmtheit zu erwartende Wegfall der staatlichen Subventionen wird in Verbindung mit der Rotwendigkeit, zwecks Hmstellung des Bergbaues zunächst sehr hohe Kapitalien zu investieren, eine Steigerung der Selbstkosten zur Folge haben, von der jetzt noch nicht zu übersehen ist, ob und wieweit sie in höheren Preisen sich auswirken können.
Es ist klar, dah für die Dauer dieser Schwierigkeiten die auherenglischen Kohlenerzeuger ihre Bemühungen um Eindringen in die englischen Kohlenabsatzgebiete fortsehen werden. Erleichtert wird diesen das Vorgehen durch die langfristigen Abschlüsse, vor allem aber dadurch, daß die auherenglischen Kohlenverbraucher im Lause der letzten Wochen und Monate gelernt haben, auf die Verwendung englischer Kohle zu verzichten. Auch in auherenglischen Kreisen war früher vielfach die Ansicht verbreitet, dah die englische Kohle die beste sei und dah sie nicht entbehrt werden könne. Jetzt hat sich herausgestellt, dah auch die englische Kohle ersetzt werden kann, und dah durch geringfügige Aenderungen in der Verfeuerungstechnik die bisher gefürchteten Schwierigkeiten überwunden werden können. Bei dem für England auf dem Spiele stehenden Absatz handelt es sich um recht erhebliche Mengen; man darf nicht übersehen, daß England bis vor
kurzem mit beinahe einem Viertel an der Weltkohlenausfuhr beteiligt war. Ein etwaiger Rück-, gang in den Auslandlieferungen an englischer Kohle wird nicht nur für 'den englischen Bergbau, sondern auch für die gesamte englische Wirtschaft von außerordentlicher Bedeutung fein. Man braucht nur auf die Verhältnisse in der englischen Schiffahrt hinzuweifen. Bisher konnte die englische Kohle in weitgehendstem Hmfange als Ballast mitgenommen und dadurch ein Ausgleich im Frachtraum in Verbindung mit billiger Preisgestaltung für die Verschiffung erzielt werden. Bet wesentlichem Rachlassen im englischen Kohlen- ausftchrgeschäft wird das in Zukunft nicht mehr möglich fein.
Es ist selbstverständlich, daß auch der Ruhrbergbau Rutzen aus den geänderten Verhältnissen gezogen hat bzw. ziehen wird. Während die tägliche Durchschnittsförderung im Ruhrkohlenbezirk vor Beginn des Streiks auf knapp 320 000 Tonnen sich belief, konnte sie letzthin zeitweise auf über 380 000 To., d. h. auf mehr als Friedenshöhe, steigen. Außerdem war e5 möglich, die Feierschichten fast ganz in Wegfall kommen zu lassen und die Haldenbestände wenigstens zu einem Teil (insgesamt etwas über 15 Prozent) abzufahren. Don besonderem Vorteil für den Ruhrbergbau ist die Tatsache, daß er wieder an der deutschen Küste festen Fuß fassen konnte. Daß im jetzigen Umfang der Absatz bzw. die Fördersteigerung von Dauer sein wird, ist jedoch nicht anzunehmen.
Börsenkurse.
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlug, fiurs
r-Ubr. Kur,
Schluß» fiurs
Anfang Sut-s
Datum:
27.7.
28.7.
27. 7
28. 7.
5% Deutsche RcichZanleihe . 4% Deutsche Reichsanleihe . 8'/,°/« Deutsche Rcichsanlethe 3% Deutsche Reichsanleihe . Deutsche Svarprämienanleihe <% Preußische Koniols . . . 4% Hessen..........
3*/a°/o Hessen........
3% Heisen .... ......
Deutsche Werth. Dollar-Anl. bfo- Doll-Schatz-Anweilng.*) 4°/o Zolltürken....... .
5% Goldmerikaner . . .
Berliner Handelsgesellschaft. Commerz- und Privat-Bauk Dannst. und Nationalbank . Deutsche Bank.........
Deutsche Dereinsbank .... Disconlo Commandit . . .
0.4975
0,46 0,51 0,27
0,455 0,44
96,5
I 13.9
46
176,75 131* 180*
164,5'
90
150,5’
118
121,75
7.1
137,25
88
72,9
144.5- 163'
147,5’
135
142
49,75
61 IIP
133.7*
143
70
149,5' 144’
50 106,5
81,5
249,9'
89
47 99,75 134,5
138’
123,75
94.12 123’ 163'
76,5
85,75
23,5 42
15
36.25
129
8s; 37'
3,1
151
64, 71,75 !
0.4975
-
13.9 46
134.7' 184’
163,4’
151,7'
122
7,32
141'
93,5
146.5' 166' 151'
54
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136,2*
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50
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0,50 0.455 0,4575
0.52 0,275 0,455
0,42 0.43 97,1
1 13.25
1 45,5
178' 131' 180’ 164,9'
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OP 's 11111 11 3äsÄ11 1 r-3feshgsß-ä;-.s= 1 B-. " 1 ei-.ei i i w. i&t-s-.11 i nun31 ।
o 00 0 £52- Z L Z 2: $0 2:2 SSS S
Mitteldeutsche Creditbank. . Ocstcrreichische Lreditanstalt. Westbank ..........
Bochumer Guß ........
Buderuö...........
Caro ............
Deutsch-Luxemburg...... Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpener Bergbau......
Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln..... Laurahüttc ...........
Oberbedars...........
Phönix Bergbau ......
Roeinitahl...........
Riebeck Montan.......
Tellus Bergbau........
Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd.....
Cheramische Werke Albin . . Zementwerk He.delberg . . . Philipp volzmann.....,
Llnglo-Cont.-Guano.....
Chemische Mayer Alapin . . I. G. Farbeninduslric, A.-G. Goldschmidt..........
Holzverkohlung . .......
Rütgerswerkc.......
Scheideanstalt.........
Alla- Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann ..........
Mainkraftwerke ........
Schuckert . ...........
Siemens <fc Halske ......
Adlerwerke Kleyer ...... Daimler Motoren. ...... Hehligenstacdt ......... Meguin.............
Motorenwerke Mannheim
Frankfurter Armaturen Konservenfabrik Braun . . .
Pet^unicn?'^^ Frankfurt.
Sichel..... . .
Zellsiois Waldhos.......
Zuckerfabrik Frankenthal . .
Zucker,abrik Waghäusel . . . !
frankfurter Börse.
F r a n kf u r t a. M., 28.3uli. Tendenz sehr fest. — Die Tatsache des Zustandekommens des Cisenkartells zwischen Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg rief an der Börse eine überaus günstige Stimmung hervor und bewirkte eine Aufwärtsbewegung der Kurse in verstärktem Umfange. Der bereits als sicher angenommene glatte Verlauf des Ultimos stärkte das Vertrauen und förderte die Unternehmungslust der Spekulation. Unter dem Einfluß dieser Momente zeigte das Geschäft einen lebhaften Charakter. Auf einigeti Märkten nahm die Umsahtätigkeit einen bedeutenden Umfang an, zumal auch Orders von Bankenseite vorlagen. 3n erster Linie konnten Montanwerte von dem Zustandekommen des Eisenkartells profitieren und zeigten überwiegend eine hausseartige Höherbewegung. Bochum plus 3 Prozent, Buderus plus 3,5 Proz., Deutsch-Luxemburger plus 2 Proz., Gelsenkirchen plus 2, Harpener plus 3,5, 3lse plus 3. Mansselder plus 2,25, Phönix plus 2,5, Mannesmann plus 2,25, Rheinstahl plus 2, Riebeck- Montan plus 2,75 Proz. Farbenaktien waren ebenfalls stärker begehrt, mußten sich aber mit einem Gewinn von 1,87 Proz. begnügen. Elektro a k t i e n wurden von der günstigen Strömung mitgezogen. Schuckert plus 4, AEG. und Bergmann plus 2 Proz. Bedeutende Kurssteigerungen hatten ferner Bankaktien aufzuweisen. Darnatbank plus 3, Metallbank plus 3 Proz. Schiffahrtsaktien schloffen sich nur zögernd der Aufwärtsbewegung an. Hapag plus 1 Proz. Rordd. Lloyd plus 1,25 Proz. Ansehnliche Steigerungen wiesen Mvtorenaktien auf. Daimler plus 2 Proz. Von sonstigen Werten zeichneten sich noch Baustoffaktien durch ihre Festigkeit aus. Heidelberger Zement plus 2 Proz., Holzmann plus 1,5 Proz. Q3on Maschinenaktien zogen Frankfurter Maschinen um weitere 1.5 Prozent an. Erdölaktien lagen ebenfalls fester. Zuckeraktien waren kräftig gebessert. Der heimische Ren- tenmarkt lag vernachlässigt, Kriegsanleihe gaben nach. Ausländische Renten behaupteten sich bei stillem Geschäft. Der Frei- verkehr blieb weiter geschäftslos. Becker Stahl 22,5, Benz 79, Brown Boveri 115, Frankfurter Handelsbank 85, Rastatter Waggon 14, ©rotvag 60, Hfa 46, Hfra 88 Prozent. 3m weiteren Der- |
laufe blieb das Geschäft lebhaft. Montan- aktien konnten infolge der starken Nachfrage, weiter leicht anziehen. Am Geldmarkt herrschte noch Rachftage vor. Tagesgeld etwa 5, Monatsgeld 5,25 bis 7 Prozent je Adresse. Privatdiskonten 4,5, 3ndustrieakzepte 5,12 Proz. 3m Devisenverkehr waren die lateinischen Daluten weiterhin Schwankungen unterworfen. Paris, das mit einer Pfundparität von 194,50 eröffnete, gab später auf 197 gegen London nach. Brüssel stellte sich auf 195 bis 196 gegen das Pfund. Mailand lag schwach mit 152,50 gegen London.
Berliner Börse.
Berlin, 28. 3uli. Die Aufwärts- betoegung der Kurse machte heute an D einigen Märkten hausseartige Sort-Bi schritte, unter Bevorzugung von Montan- | Bank-, Elektroaktien und einigen anderen Spezial- 1 werten. Die Börse begann in sehr fester Haltung I und das Geschäft war an den genannten Märkten I im Vergleich zu den Vortagen wesentlich be- j* lebter, wenngleich das Publikum der neuen I Haussebewegung abwartend gegenüberstand. Die I Spekulation schritt dagegen zu größeren Cngage- I ments, speziell in Kohlen- und Eisenwerken, wo I uuf die bevorstehende internationale I Ecsenverständigung hingewiesen wurde, I ebenfo auf die günstige Enttöfckefting auf dem I Äoblen- und Eisenmarkte. Montanaktien eröffneten wesentlich höher. Daneben war eine lebhafte Geschäftstätigkeit am Bankaktien- m ark f e festzustellen, die um 1 bis 2 Prozent anziehen konnten. Elektrowerte wurden von diesen Bewegungen mitgezogen und waren 1 bis 3 Prozent höher. S ch i f f a h r t s a k t ien notierten gleichfalls fester. Hansa plus 4 Prozent, Hapag plus 2,5 Prozent, Rordlloyd plus 2 Proz. K a l l a k t i e n zogen 3 bis 4 Prozent an. Die Kaufbewegung der Spekulation wurde durch die leichte Lage am Geldmärkte gefördert wo für Prolongationszwecke reichliche Mittel vorhanden waren. Tagesgeld 4,5 bis 6 Prozent, Monatsgeld 5 his 6,5 Prozent, Geld für einige Tage über den Hltimo 5,5 bis 7 Prozent. Der heutige Ausweis der Reichsbank befriedigte eben- falls. 3m Devifenverkehr lag der französische Franken erneut schwächer und stellte sich gegen Mittag auf 202 gegen das Pfund. London-Mailand verschlechterte sich infolge der ungünstigen Entwickelung der italieni- schen Handelsbilanz auf 154,50 gegen London.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
hische Auszahlung.
Banknoten.
27 Juli.
28. Juli.
Amtliche Geld
Kotierung Bries
Amtliche Notierung
Geld 1 Brief
Amst.-Rou.
168,54
168.96
168,54
160,96 1,700 10,09
Buen.-Aires
1,693
1,697
1,696
Brss.°Antw
10,28
10,32
10,05
Christiania. Kopenhagen
92,03
92,27
92,03
92^27
111,18
111,46
Iti,18
111'46
Stockholm . Selfingfors.
112,26
112,54
112,26
112,5*
10,552
10,592
10,55
10,59
Italien. . .
13,38
13,42
13.26
13,30
London. .
20,392
20,444
20,393
20,445
Neohork . .
4,195
4,205
4,195
4,205
Parts. . . .
10,26
10,30
9,98
10,02
Schweiz . .
81,15
81,35
81,15
8L35
Spanien. .
63,52
64,68
63,92
.64,08
Japan .. . Rio de Jan. Wien in D.«
1,983
0,613
1,987 0.632
1,983 0,639
1,987 0,641
Oest. abgest.
59,33
59,47
59,31
59,45
Prag ....
Belgrad . .
12,415
12,455
12,42
12’46
7,395
7.415
7,395
7,415
Budapest. .
Bulgarien .
5,875
5,895
5,875
5,895
3,04
3,05
d,O4
Lissabon
21,425
.'1,475
21,425
21.4 <5 ■
Danzig. . . Konstantin.
81,63
81,83
81,59
81,79
2,335
2,345
2,34
2,35
Athen. .
4,49
4,51
4,69
4,71
Canada. .
4,198
4,155
4,208
1,198
4,208
Uruguay .
4.165
4.135
4,145
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Berlin, 27. Juli.
Geld
Briet
Amerikanische Noten » . .. , Belgische Noten........ Dänische Noten........
Englische Noten........
Französische Noten ......
Holländische Noten.....
Italienische Noten......
Norwegische Noten......
Deutsch-Oesterr, ä 100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten......
Schweizer Noten ...... Svantsche Noten.......
Tschechoslowakische Noten .. Ungarische Noten ... ...
4,188 10,52
110,94
20,362 10,40
168,13 13,87 91,77 59,44
111,94 81,35 64,34 12,39
5.83
4,208 10,58
111,50
20,462
10,46
168,97
13,93 92,23 59,74
112,50
81,75
64,66 12,45
5.87
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 28. 3ufi. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 32 nom.; Roggen, inländ., 22 bis 22,25; Hafer, ausländ.. 21,25 bis 23; Mais (gelb) 18,25 bis 18.50; Weizen- mehl, inländ., Spezial 0 42,75 bis 43,50; Roggenmehl 31 bis 31,50; Weizenkleie 9,25: Roggenkleie 11 Mark.
Rundfunk-Programm
des Frankfurter Senders.
(Aus der »Radio-Umschau".)
Donnerstag, 29. Juli.
4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Robert Schumann. — 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lese- stunde. — 7.15 bis 7.45 Uhr: Funkhochschule „Der Anteil der Frau an der deutschen Dichtung neuerer Zeit", Vortrag von Professor Dr. Schultz. — 8.15 Uhr: Uebertragung von Worms: Konzert des Wormser Konzertorchesters. — Anschließend bis 12 Uhr: Uebertragung von Berlin: Tanzmusik der Berliner Funkkapelle.
Wettervoraussage.
Wärmer, weist wolkig, doch zeitweise stärkere Aufheiterung. Südliche bis westliche Winde, durchweg trocken. e
Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 13,6 Grad Celsius, Minimum 6,0 Grad Celsius. Heutige Morgentemperatur: 11,8 Grad Celsius.
Verantwortlich für Feuilleton i. V.:
Dr. Fr. W. Lang e.
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