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Gestern begann hier lM.Lehr/ursus lÖaköeitSlehre- gsschulen. Es bde:(i- i Frage kommenden rzitks. Der Degin" le str die Orte, dre ite keinen Untemcht

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Riegen an den einzelnen Geräten zeigten gute Lei­stungen. Die Damenriege führte Stab« und andere Freiübungen in tadelloser Ausführung vor. Großen Beifall fanden rhythmische Elfentanze in wechseln­der Beleuchtung. Die Hebungen einer aus geübteren Turnern des Gaues zusammengestellte Werbe« riege blldeten den Höhepunkt des Abends. Beson« ders der Gaumeister an Barren und Pferd, Turner Rieh, Nidda, brachte an diesen Geräten Hebungen, die allseitige Bewunderung und tosenden Beifall er­regten. Glänzende Leistungen boten auch die übrigen Turner dieser Riege: Rehn und Bernhardt, Ridda, Keller, Burgsolms, P o st, Alsfeld, 3 ß ° lei, Henning, Reeg und Stein, Lauter« bad). Begeistert sang die Versammlung, als das schone Schluhbild gezeigt wurde, das Deutschland« lieb. Beherzigenswerte Worte fand bann noch -tur­net 3 ßlei. Er forderte die Lügend aller Stande auf, einzutreten tn die Deutsche Turnerschaft, wo man nicht scheidet nach jung und alt, arm und reich, sondern die Söhne und Töchter des gesamten beut« schen Volkes einen will.

Rheinhessen.

WEN. Mainz, 26.Ott. Der Mainzer Stadtarchivar Prof. Dr. Heidenheimer konnte gestern in geistiger und körperlicher Rüstig­keit sein 7 0. Lebensjahr vollenden. Dem Jubilar, der sich besonders um die Erforschung der Mainzer Geschichte und die Verteidigung Johannes Gutenbergs verdient gemacht hat, wur­den aus diesem Anlaß zahlreiche Ehrungen er­wiesen. II. a. überreichte ihm Bürgermeister Ade­lung namens der Stadtverwaltung eine silber- vergoldete Plakette. Das rätselhafte Ver­schwinden des hiesigen Etadtbaumei- ff er 8 Hassinger ist immer noch nickt aufgeklärt. 3n der letzten Zeit soll er sehr nervös gewesen fein. Als er sich von fein am Hause entfernte, hgtte er nur noch 12 Mark bei sich, so dgtz ein längeres Fernbleiben nicht in Frage kommt. Seine Familienverhältnisse sind durchaus geordnet und sein Eheleben als ein glückliches anzufprechen. Man kann nur an eine Plötzliche geistige Störung Renten, ein Verbrechen dürste ausgeschlossen fein. Allgemein wird ange­nommen, daß er sich ein Leid angetan hat. Ein großer Kartoffeldieb st ahl vom Acker weg (15 bis 20 Zentner) wurde in einer der letzten Rächte in der Gemarkung Marienborn ausgeführt. Eine bei einem Verdächtigen vor­genommene Haussuchung hatte feinen Erfolg. Es ist als sicher anzunehmen, daß mehrere Personen an dem Diebstahl beteiligt waren. Die Unter» suchung ist im Gange.

WSR. Gimbsheim, 26. Ott. Ein sonder­barer Unfall ereignete sich in der hiesigen Gemeinde. Ein Metzger war damit beschäf­tigt, ein Schwein z u schlachten. Er hatte das Tier bereits mit einem Schlag betäubt, und als er den zweiten Schlag führen wollte, rutschte ihm das Veil aus und traf seine ihm bei der Schlachtarbeit behilfliche Frau auf den Kopf. Durch die Wucht des Schlages erlitt die Frau schwere Verletzungen, der unglückliche Schlag hatte auch eine Gehirn­erschütterung zur Folge. Die Frau war sofort bewußtlos. Lebensgefahr scheint jedoch nicht zu bestehen.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

ch. Krofdorf, 26. Ott. Am Sonntag fand im Hotel Kaltwasser in Wetzlar die Bundes­versammlung des Schühenbundes Krofdorf-Grohenlinden-' Steindorf statt. Als wichtigster Punkt stand u. a. auf der Tagesordnung die Aufnahme folgender Schühenvereine als Dundesmitglieder: Klein- Linden, Hochelheim, Oberbiel, Burgsolms, Bis- kirchen, Löhnberg, Dillheim, Wetzlar-Riedergir- meö und Büblingshausen. Sämtliche Vereine wurden aufgenommen. 3m Verfolg dieser Heu« aufnahmen wurde ein provisorischer Vor­stand gewählt, dem die Neuregelung der Sta­tuten und die Festsetzung einer neuen Mitglieder­versammlung obliegt. 3n letzterer soll dann der Vorstand endgültig neugewählt und über die weiteren Aufgaben des Bundes Beschluß gefaßt werden.

L. Weibenhausen, 26. Oft. 3mGießener Anzeiger" wurde bereits berichtet, baß Derhandlun- §en im Gange seien, den Gesamtschulper- anb Bolpertshausen-Weidenhausen aufzulösen. Diese Auflösung ist nunmehr, ent­sprechend dem Antrag der hiesigen Gemeinde, von der Regierung zu Koblenz ausgesprochen worden. Damit wurde einem schon lange von den hiesigen Einwohnern gehegten Wunsche entsprochen. Die hie­sigen Kinder brauchen jetzt nicht mehr nach Volperts­hausen zur Schule zu gehen, sondern werben im Orte unterrichtet. Vorläufig bient als Hnterrickts- raum ein früheres Wirtshauszimmer, bas zu diesem Zweck von ber Gemeinde angemietet ist. Die Er­teilung des Schulunterrichts im hiesigen Orte hat mit dem heutigen Tage begonnen. Die Verwaltung ber Schulstelle erfolgt durch Lehrer E h m a n n , der bisher an der Schule zu Volpertshausen unter­richtete. Am Samstag fand unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Schneider, Großrechtenbach, eine Sitzung des Schulvorstandes des bisherigen Gesamtschulvorstandes statt, in der die Verteilung ber gemeinschaftlichen Schulutensilien an die Ge­meinden Volpertshausen und Weibenhausen oorge« nommen wurde. Die Gemeinde beabsichtigt den Bau eines neuen Schulhauses, an den sie sobald wie möglich Herangehen will.

Kreis Biedenkopf.

* Königsberg, 26. Ott. Wahrend unsere Landwirte noch mehr als ein Drittel der Wintersaat auszubringen haben, ist auch hier schon Schneefall eingetreten. Am Sonntag hat es ziemlich geschneit, und Montag morgen lag der Schnee 4 Zentimeter hoch. Der. einzelt sind sogar noch Rüben heimzuholen. Unter der Einwirkung der kalten Witterung hat nun auch die Bautätigkeit aufgehört, die in diesem 3ahre allerdings nicht allzu groß war. Baulustige find zwar in großer Zahl vor­handen, aber die^oierigkeiten in der Geld- und Baulandbeschaffung sind zu groß.

XX Königsberg, 26. Ott. Hafer uraltes S täd t chen kann nunmehr auf ein 7 00j ä h- riges Bestehen zurückblicken. Graf Mar- quard, der Gründer der Solms-Kömgsbergischen Linie, erbaute 1226 das hiesige Schloß, während der letzte dieses Stammes die Burg an Heinrich den Eisernen von Hessen mit allen Rechten ab­trat 3m 30jahrigen Kriege (1647) wurde das stolze Schloß zerstört.

X Gladenbach, 26. Ott. Die im Sommer biefes 3ahres eröffnete Pvstautolinie

SMfts-WWWiMMeii erfordern heute eine sorgfältige Textgedung und Satzausstattung. Gute Satzleijtungen sind nur erreichbar, wenn die Anzeigen MM genug onfgegeten werben. Der Annahmefchluh für alle Anzeigen im Gießener Anzeiger entfällt auf den Nach­mittag vor der Aufnahme. Empfehlungs­anzeigen müßen, je nach Umfang und Satz, fchwierigkeiten, zwei bis drei Tage vorher bestellt fein. Nur mit Sorgfalt und dem not­wendigen Zeitaufwand gefetzte Empfehlungen

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Gladenba chR odheim wird ab 1. Novem­ber ihren Betrieb ein st eilen. Wie be­kannt, hat der Kreis Biedenkopf für jeden Kilo­meter der Fahrt eine Garantiesumme als Min­desteinnahme sicherstellen müssen. Anscheinend ist das Defizit der letzten Monate so hoch gewesen, daß eine weitere Zubuße vom Kreis nicht mehr gebilligt werden kann. Zudem hat für diese Postlinie niemals ein dringendes Derkehrsbedürf- nis in der hiesigen Gegend bestanden. Unsere aufstrebende Gemeinde, mit der schön renovierten Kirche, dem neuen Siedlungsgelände und dem Sportplatz Hal noch ein Schulgebäude, dessen sie sich wirklich nicht rühmen kann. Bei fünf Klassen und fünf Lehrkräften sind nur vier Schul­säle vorhanden, das Treppenhaus ist feuergefähr­lich, die Wände sind sehr dünn und die Säle im Winter daher nicht richtig heizbar, in jedem Saale sieben Fenster an je drei Wänden, eine unglaubliche Bedürfnisanstalt und endlich keinen Schulhof. Von der inneren Einrichtung und Aus­stattung schweigt man am besten gänzlich. Am Freitag wurde nun das Schulhaus von einer durch die Regierung in Wiesbaden ernannten Kommission besichtigt. Hierbei waren der ßanbrat, der Bürgermeister, Mitglieder der Ge­meindevertretung und des Schulvorstandes sowie das Lehrerkollegium anwesend. Bei der an­schließenden Besprechung stellte der Vertreter der Provinzialregierung fest, daß zu einer durchgrei senden Renovierung min­destens 1 5 0 0 0 bis 20 000 Mark not­wendig seien. 3edoch sei es hiermit nicht mög­lich, für alle Mängel Abhilfe zu schaffen. Diese könnten allein durch einen Schulneubau be­seitigt werden. Da die Gemeindevertretung für die unzulängliche Instandsetzung des Schulgebäu­des keine Mittel bewilligen will, was von dem Regierungsvertreler lobend anerkannt wurde, soll nun baldigst mit der Errichtung eines neuen Schulhauses begonnen werden. Dieses soll dann auch allen neuzeitlichen An­forderungen entsprechen. Dei dem günstigen Re- gierungsangebot dürften der Finanzierung des Baues keinerlei Schwierigkeiten erwachsen. Es ist zu hoffen, daß der Staat wie auch die Ge­meinde alles tun werden, um den gefaßten Plan bald zu verwirklichen.

Kreis Marburg.

][ Marburg, 26. Ott. Am 3. Rovember tritt der Kreistag zu einer Sitzung zusammen. Auf der Tagesordnung steht u. a. wieder die Frage der Bildung eines eigenen Stadt­kreises und die Uebernahme der selbstschuldne­rischen Bürgschaft des Kreises für ein Bau­darlehen der Landespfandbriefanstalt Berlin bis 8um Gesamtbeträge von 300 000 Mark.

Dillkreis.

bl. D i l l e n b u r g, 26. Oktober. Die Kraft­wagenoerbindung S t r a h c b e r s b a ch Breidenbach wurde von der Regierung ge­nehmigt.

bl. Herborn, 26. Okt. Die Stadtverwaltung plant zur Behebung der dringendsten Wohnungsnot den Bau von vorderhand zwei Holzbeton- Häusern für insgesamt 10 Familien. Die Kosten belaufen sich voraussichtlich auf etwa 40 000 Mark. Der Bauausschub wird sich noch mit dem Baupro­gramm befassen. Ein Motorradfahrer aus Hörbach stieß auf der Rother Straße mit einem Wagen zusammen. Schwer verletzt mußte der Fahrer ins hiesige Krankenhaus gebracht werden.

Kreis Westerburg.

OO Westerburg, 26. Okt. Ein bei einem Schreinermeister in Steinefrenz arbeitender Geselle aus Hahn fuhr am Samstagabend nach Empfang seines Wochenlohnes mit seinem Rad nach Limburg, um dort Einkäufe zu machen. Auf dem Rückweg wurde er zwischen Nentershausen und Steinefrenz von zwei Hnbetannten überfallen, niedergeschlagen und seiner Bar­schaft beraubt. Auch das Rad war den beiden willkommen, so daß der Heberfallene nur mit vieler Mühe sich zur Wirtschaft Stahlhofen schleppen konnte. Er war am rechten Arm schwer ver­letzt. Von den Tätern fehlt jede Spur. 3n Berod stürzte der Hausierer Anton Bendel beim Dacydecken ab und erlitt schwere Verlet­zungen am Hinterkopf und Rücken.

Maingau.

WSR. Frankfurt a. M., 26. Oft. Eine Delegation des Präfekten des Seine-De­partements toeilte unter Führung von Adolph Eherioux, Mitglied der Gemeinde­verwaltung der Stadt Paris, am Freitag und Samstag tn Frankfurt, um an Hand der hiesigen Verhältnisse die Fragen der Regelung des Kraftwagenverkehrs und der Straßenreinigung zu prüfen und zu er­örtern. Die Herren wurden von den zuständigen Dezernenten und Sachbearbeitern des Magistrats über die hiesigen Verhältnisse unterrichtet, nach­dem entsprechende Erörterungen hinsichtlich des Verkehrs auch beim Polizeipräsidium stattgefun­den hatten. Bei der Frau eines Schorn­steinfegers in einem nördlichen Vororte erschien vor einigen Tagen ein gutgekleideter junger Mann und teilte ihr mit, daß ihr Gatte in einer Wirtschaft von einem starken Unwohlsein befallen worden fei; sie möge sofort hinkommen. Voller Schrecken eilte die Frau auch dorthin, fand jedoch ihren Mann in bester Stim­mung vor. 3n der Zwischenzeit erbrach der Bursche sämtliche Schubläden in der Wohnung und stahl einige hundert Mark und sonstige Wertsachen. 3n einer der letzten Rächte w-rrde in ein Kohlen- und Kartoffellager in der Schloßstrahe eingebrochen und von zwei unbefarmten Männern 18 Zentner 3 ndu-

striekartofseln gestohlen. Die Täler »oben die Kartoffeln mit einem Drucüarren hort' geschafft.

Kirche und Schule.

X Stockheim, 26. Ott Samstag nach­mittag versammelten sich alle Lehrpersonen des Kreises Büdingen zu einer privaten Konferenz hier im Weihelschen Saale, um einen Vortrag von Schulrat Senner in Frankfurt am Main überDa s heimatliche Dil- dungsgut für ländliche Volks- und Fortbildungsschulen" zu hören. Der Redner verstand eS in gewandter Weise, die Zuhörer durch seine überzeugenden Ausführungen in fesselnder Aufmerksamkeit zu halten und hei­matliche Probleme ftir den Tlnterricht in den Schulen zu entwickeln. Daran ist nach den Aus­führungen des Redners kein Mangel. Rur die wesentlichen, unbedingt zum Verständnis nötigen, lebenswichtigen Bildungsstoffe können in Volks- und Fortbildungsschulen schon mit Rücksicht auf die Zeit nach den gegebenen Verhältnissen aus­gewählt und behandelt werden. Der Redner be­schränkte seine Auswahl nur auf biologische, phy­sikalische und chemische Raturkunde, die uns auf Schritt und Tritt im praktischen Leben begegnen und deren Verständnis für Landwirtschaft und Haushalt unerläßlich ist. Das Verständnis kann nur durch die Beobachtung der Vildungsgüter erlangt werden. Die Versuche und Untersuchun­gen derselben führen naturgemäß zur Arbeits­schule. Vorträge genügen nicht. Fachunterricht gehört nicht in die Volks- und Fortbildungs­schulen, ebensowenig die Erörterung technischer Probleme. Sie kommen den Fachlehrern zu. Der wirtschaftliche Aufbau ist die Vorbedingung zum ethischen. Dazu muß die Schule tun, was nötig ist. Sehr viel fehlt noch in bezug auf Volksgesundheit; beispielslose Gleichgültigkeit herrscht noch hinsichtlich der natürlichen Körper­pflege und der Ernährung. Daraus folgt die ungeheure Säuglingssterblichkeit. Viele Frauen auf dem Lande verstehen besser die Aufzucht der Haustiere, als die der Kinder. Die Lehre von den Bakterien ist vielen Menschen fremd. Beim Kochen kommen die größten Fehler vor. Dieses alles beweist, wie nötig hauswirtschastliche Ratur­kunde gerade auch für Mädchenfortbildungsschulen ist. Zum Schlüsse führte der Vortragende noch einige praktische Experimente über die Fest- Haltung und das Heben des Wassers in der Ackerkrume u. a. aus. Dadurch bot er die An­regung, daß die Arbeitsgemeinschaften der Lehrer des Kreises Büdingen sich wöchentlich eingehend praktisch mit den einschläglichen Experimentier- Übungen nach Anleitung des Vortragenden be­schäftigen werden. Der anschauliche, überzeugende Vortrag fand bei allen Hörern außerordentlichen Beifall.

Turnen, Sport und Spiel.

Aus dem Mittelrheinkreis der D. T.

Alittelrheinische vorlurneroereinigung.

Die Mittelrheinische Dorturneroereinigung traf sich nach einer Pause wieder einmal, und zwar in Mainz-Kastel, wo der Turnverein 1846 gleichzeitig die Feier seines 80jährigen Bestehens beging. Da es sich um die 25. dieser Zusammen­künfte handelte, nahm die Kreisleitung dies zum Anlaß, durch Kreisoberturnwatt Frey den seit 20 3ahren an der Spitze dieser wichtigen Arbeit stehenden Turnern Engel (Wiesbaden), Robert Braun (Frankfurt a. M.) und Hofferbert (Darmstadt) Dank und Glückwunsch auszusprechen. Die Versammlung war von 163 Turnmatten und Vorturnern besucht. Da die 28 Vereine der Vereini­gung besondere Riegen stellen, turnten diesmal am BarrenEintracht^ Wiesbaden, Tgs. Biebrich, Tarn. Worms, Tv. Mainz, To. Kreuznach und To. Ober­stem; am Reck waren angetreten Tbd. Wiesbaden und Tv. Kastel; am Pferd Tv. Biebrich, Tv. Amöneburg und Tv. Niederrad. Da der Mittel­rheinkreis zur Zeit vorzügliche Kräfte besitzt und alle Größen zur Stelle waren, gah es im Riegen­turnen sowohl, als auch beim Kürturnen hervor« ragende Leistungen zu sehen.

Handball.

Tv. 1846 Gießen I. Tv. 1860 Vad-Rauhelm L 3:2 (2:0).

Am Sonntag standen sich auf dem Spielplatz des Tv. 1860 Bad-Nauheim obige Mannschaften zum fälligen Verbandsspiel gegenüber. 1846 Gießen konnte seine im Vorspiel erlittene Niederlage (6:4 wieder wettmacben, indem es Bad-Nauheim mit 3:2 abfertigte. 1846 vermochte jedoch die gute Form vom Borsonntag nicht zu erreichen, woran aller­dings der aufgeweichte Boden die Hauptschuld trug.

Nach dem von Bad-Nauheim erfolgten Anwur gingen die 46er sofort zum Angriff über und konn­ten durch Halbreckts in der 4. Minute in Führung gehen. Geraume Zeit später erhöhten die 46er ihren Vorsprung auf 2:0. Bei diesem Stande blieb es bis Aur Halbzeit. Vereinzelte Durchbrücke der Nau- Heimer wurden von der wieder gut aroeitenden Ver­teidigung abgewebrt. 3n der zweiten Halbzeit flaute das Tempo infolge des stark fchlüpfttgen Bodens etwas ab. Nauheim erzielte in der 40. Minute das erste Tor, während Gießen wenige Minuten später den dritten Erfolg buchte. Nauheim gelang es noch, ein zweites Tor zu erzielen, und bei diesem Stande blieb es bis zum Abpfiff. Schiedsrichter Seitz (Butzbach) leitete korrekt.

Futzdall vom Sonntag.

d. Am Sonntag weilte die erste Mannschaft von Sp.V. Heuchelheim In Hirbach, um gegen die dortig^Germania" ihr Derbandsspiel auszutragen. Die Einheimischen traten aber nicht an und überließen Heuchelheim kampflos die Punkte. Durch diesen mühebrsen Punktegewinn und dadurch, daß der seitherige Tabellenerste S. V. Sinn am Sonntag gegen Frohnhausen sein erstes Spiel verlor, ist nunmehr Heuchelheim mit 10 Punkten bei sechs Spielen an die erste Stelle in der ^-Klasse aufgerückt. Sinn folgt mit 9 Punkten bei sechs Spielen.

3hre ersten Punkte konnte sich die Zweite Heuchelheims gegen die Zweite vonHessen" Gießen mit 3:1 holen.

Neuer Weltrekord int £00 Meter Brustschwimmen.

Wie aus Amsterdam gemeldet wird, stellte die bekannte holländische Schwimmerin Frl. Baron (Rotterdam) mit 3.18,4 einen neuep Weltrekord im 200-Meter-Brustschwimmen auf.

Buntes Allerlei.

Der Methusalem der Seeleute.

3n Dänemark und England rüstet man sich, die Gttnnerung an einen merkwürdigen Wann festlich zu begehen, der als .der älteste Seemann der Welf bekannt ist. Vor 300 Jahren, am 18. Rovember 1626, wurde Christian Jacobsen Drakenberg geboren, ein alter Seebär, von besten langem Leben noch heute höchst merkwürdige Geschichten im Umlauf sind und an besten Abenteuer noch einige Reliquien erinnern. Dieser .Methusalem ber Seeleute" soll 145 Jahre alt geworben sein, und er schiffte sich nach vielen weiten Seefahrten nicht früher in den Hasen der Ehe ein, als in seinem NI. Lebensjahr. Mit 13 Jahren ging Drakenberg bereits zur See und ist bis zu seinem 91. Jahr auf vielen Schiften und in vielen Gewästern gefahren. Seine Reiselust hotte aber nicht aut, als er dem Leben auf dem Meer entsagte, sondern er hat auch bann noch viele Wanderungen unternommen und sein Vaterland Dänemark nach allen Richtungen durchstreift Es wirb berichtet, daß fein Geburtsdatum, als er 126 Jahre alt war, von ben Behörden angezweifelt wurde, daraufhin wanderte der alte Mann 1 400 km weit bis nach seinem Geburtsort und brachte eine beglaubigte Abschrift ber Eintragung ins Kirchenregister mit. Drakenberg war bekannt und .berüchtigt" wegen seines kräftigen Händedrucks. Rur wenige Leute haben ein Vergnügen baran gefunben, sich mit ihm die Hand zu schütteln, denn er preßte die Hand des anderen so, baß die meisten laut aufschrien. Mit 120 Jahren war er noch so stark, daß er einen 30jährigen Ringer mit einer Hand zu Boden zwang. Der riesige Humpen, mit dem er seinen Durst beim Olbenbirunl zu stillen pflegte, wirb noch in einem Londoner Gasthaus bewahrt; er trägt die Inschrift: «Trinke, waS recht ist,, was gut ist, sprich. waS wahr ist, und denke, was rein ist". Sein Lieblingögetiänk soll aus einer Mischung von Bier und Oel bestanden haben. Während seiner Seefahrten geriet Drakenberg auf einer Reise von Hamburg nach Spanien in die Hände von (Seeräubern und wurde in die Türkei in die Slaverei verlauft, wo er fünf Jahre schmachtete. Er überlebte seine Frau, die er mit 111 Jahren heiratete, und bemühte sich mit 130 Jahren um die Hand eines Mädchens, das seine Geschenke annahm, aber seinen Antrag ablehnte.

Die erste vorgeschichtttche Jagbdarstellung.

Eine vorgesch.chtliche Entdeckung von großer Bederttung ist bei der Durchforschung der Höhle von Montespan in dem französischen Departe­ment Haute-Garonne geglückt. Die Höhle ist über­aus schwer zugänglich, denn der Eingang ist ein enges, 2 Meter langes Loch, das nur 35 Zenti­meter hoch ist. Dieses Loch liegt 800 Meter von dem eigentlichen Eingang in die Höhle entfernt, zu der man durch zerrissene, schwer zu über­windende Felsformat.onen gelangt. Der bekannte französische Prähistoriker, Graf Begouen, der den neuen Fund imJournal des D5bats" mitteilt, erklärt, diese Grotte sei die am schwerigsten zu­gängliche, die er kenne. Sie wurde von dem Sohne des Inhabers des Geländes Felix Trombe und einem Kameraden durchsucht, und die beiden jungen Leute entdeckten nach der älebcrtptnbung unzähliger Schwierigkeiten den geheimnisvollen Saal, in dem sich das erste wirkliche Jagdgemälde der Welt befindet. Die Decke dieses Saales ist kaum über 1 Meter hoch, und die vorgeschicht­lichen Menschen, die hier ihre gottesdienstlichen Zeremonien abhielten, konnten sich nur knieend in gebückter Stellung aufhalten. Auf dem Boden hat man, durch eine dünne Schicht von Kalkerde bewahrt, menschliche Fußabdrücke gefunden. Wie in anderen vorgeschichtlichen Höhlen sind da klei­nere Spuren, die Kindern von 13 bis 14 Jahren angehören, und größere von erwachsenen Men­schen. Wahrscheinlich tourben die Kinder in diese Zauberhöhle geführt, um sie an jenen Cin- weihungsaebräuchen teilnehmen zu lassen, durch die noch heute bei primitiven Völkern die mann­bar Gewordenen in den Bund der Krieger und Jäger ausgenommen werden. Das Jagdgemälde befindet sich an einer Wand in einer Höhe von etwa 30 Zentimeter und mit einer Länge von 2 Meter. Dargestellt sind Pferde, die in einer Einfriedigung aus Holzpflöcken bis zu einem Graben hingetrieben werden, der als Falle bient; sie werden gejagt durch de Pfeile, ©teintoürfe und Schreie der Verfolger. Die ilmriffe sind sehr grob in den Ton der Wand hineingeriht. Rur das erste Pferd ist sehr eingehend und fünft- lerisch behandelt und stellt eine der schönsten vorgeschichtlichen Zeichnungen dar. Das Tier ist in dem Moment festgehalten, in dem es nieder- stürzt; es rollt vornüber, den Rücken rund ge­krümmt, den Hals gebogen und den Kopf ge­hoben; die zitternden Rüstern drücken Angst und Schmerz aus. Rach diesem ersten Tier kommt dann eine Reihe von Löchern, die von dicken Men­schenfingern tn den Ton gebohrt wurden; dann folgen drei Silhouetten von Pferden, die nicht mcBr so genau zu erkennen sind, da d'.e Tiere von langen senkrechten Strichen überdeckt sind, durch die die Holzpflocke der Einfttedigung ange­deutet werden. Außerdem si<ht man Pfeile und Steine, die durch die Lust fliegen.

Rundfunk-Programm.

Donnerstag, 28. Oktober.

3.30 bis 4 Hhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Hhr: Konzert des Hausorchesters: Neuere Operetten und Revuen. 5.45 bis 6 Hhr: Die Leje- srunde. 6.30 dis 7 Hhr: Funkhochschule Frankfurt: ..Das Garkochen und seine Bezieyungen zum Nähr­werts Vortrag von Professor Dr. Max Flesch. 7 Hhr: Hebertragung aus dem Frankfurter Opern­haus:Carmen", Oper in vier Akten von Georges Bizet. Anschließend bis 12.30 Hhr: Tanzmusik.

Sprechstunden der Aicdnktion.

12 bis 1 Ahr mittags, 5 bis 7 Ahr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen.

$üt unverlangt elngesaudte Manuskripte ohne beigefügtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.

AnzeigevauftrSge sind lediglich an die Geschäftsstelle zu richten.

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