Ansicht der
Die all.
Turnen, Sport und Spiel
? IBobnungcn :icr Wirtschaft igung ständen. nmluRfl wurde i n g, die ein« egt:
„Set WohnunzSmarkt unterliegt den, Gesetz von Angebet und Otad) frage. Die Ricdrizhal- lung der Mietpreise durch die Ztoangswirtichafl steigert au? der einen Seite dir Rach'raze über das natürlich durch den 2tci<Mum bzW. die Armut des deutschen Volkes gegebene Mast und drängt auf der anderen Seite das Angebot au3 rück unö erhöht so noch die Wohnungsnot, dle sie beseitigen soll.
Sieben Jahre Zwangswirtschaft haben bewiesen. dast das Wohnungswesen ein Piel -u schwieriges Gebiet ist. um jemals von irgendwelchen Amtsstellen aus dauernd beaufsichtigt und geleitet werden £ii können. Um Den bei der zunehmenden Kompliziertheit der gestellten Ausgaben unausbleiblichen Zusammenbruch zu vermeiden. ist ein rechtzeitiger Abbau der Zwangswirtschaft vorzunehmen. ebenso wie das Ausland schon fast allgemein die WohnungszwangSwirt» schäft abgebaut hat.
Der Uebcrgana von her Zwangswirtschaft zur freien Wirtschaft muh sich in einer allmählichen Anpassung der Mieten an ihren natürlichen. durch Baukosten und Zins gebildeten Preis vollziehen.
Alle auf Herabdruckuug der Baukosten durch Avrmalisierung und Tyvificrung und sonstige Maßnahmen gerichteten Bestrebungen müssen in jeder möglichen Weise unterstützt werden.
Die unentgeltliche oder mit Rachlaß erfolgende Hergabe öffentlicher Mittel zu Bauzwecken bedeutet keine wirkliche Verbilligung, sondern höchstens eine falsch: Buchung der Baukosten und bringt so letzten Endes die Gefahr eines über unsere Armut hinausgebend-m Wohnungsaufwandes mit sich. Mit dem Abbau der Zwangs- wirtschaft muh deshalb auch ein allmählicher Abbau der Subventionswirtschast erfolgen.
Die Aufnahm: von Auslandanleihen für 'Bauzwecke ist vollswirtschaftlich bedenklich.
Auch bei Herabdrückung der Baukosten und Rückgang der Zinshöhe werden die freien Mietpreise wahrscheinlich auf lange Zeit hinaus über den Borkriegsmieten stehen. Hier muh ein angemessenes Äebergangsverhältnis geschaffen werden."
Ein noch auf der Tagesordnung stehender Vortrag von Dr. (5 u tz i - Kreuznach über die ..Erportversicherung nach Ruhland" muhte wegen vorgeschrittener Zeit abgcseht werden.
Sortierung der Zwangswirtschaft die Derhält- niffc auf dem Wohnuna.smarkt sich immer mehr
— Lachtipielhaus. Bahnhofstraße: Panzerkreuzer „Potemkin" — Astoria-Vichtipiefe. n$t>m Mi, im Damen stift
Sine neue gärtnerifche Anlage ist jetzt vor hem Hotel Kühne am Bahnt ojsplav in der Hauptfach: Dollciidet Worten. Rach erheblichen Srübew<gui^gsarbcitett sitw dort »sei schöne groie Rasenttäch.'n hergerichtet, deren Sin- faffung aus einer Anpflanzung niederer Heckenrosen besteht. Rund um die Eefamlanlage soll noch ein. Mctallgitter angebracht werden. Durch d'.e neue Anlage ist das Gesicht des Bahnhofsplatzes m recht 'cho.ier TDci'c verbessert tootDen. Hoffentlich bleibt diese An ogc vor dem unerwünlch. len Bruche zerstörunqslu't'.ger Buben und aber- mutg junger Burschen bewahrt Bei dieser Gc- legenyeit mochten toiv erneut betone >. dah alle uitirre Mitbürger die städtischen Anlagen mehr als bisher in Schutz und Pflege nehmen muffen. Unnütze Buben verscheuche man, Papier und Orangenschalen werfe man nicht von sich, sondern stecke diese Abfälle ein und Übergebe sie daheim dem Mülllastenl
•• Eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusfes findet am kommenden Samstagvor-nittag. 8.30 Uhr beginnend, im Sitzungssaal des Regierungsgebäudes zu (Sieben statt. Auf der Tagesordnung stehen folgende Terhandlungspunkte: Klage der Me- chaniter-Zwangsinnung Tiehen Stadt und Land gegen den Defchluh des Kreiscmts Dießen vom 16. September 1925 in Sachen August Schnei- de r in Dießen. — Antrag deS Kreisamtes Büdingen auf Entziehung des den» Heinrich Wilhelm, genannt Bernhard Schäfer in Ridda erteilten Führerscheins zum Führen eines Kraftfahrzeuges. Klage deS Temeinderechners Johannes Kröll III. aus Hergersdorf auf Aushebung des Gemeinderatsveschlusses vom 8. Januar 1926 wegen seiner Kündigung: hier: Berufung gegen das Urteil des Kreisausschusses des Kreises Alsfeld vom 7. April 1926. — Gesuch der Frau Katharine Buch zu Butzbach um Erlaubnis zum Betrieb einer Gastwirtschaft in dem Hause Kasernenstrahe 6. — Gesuch des Ludwig Dietz in Herchenhain um Erlaubnis zum Betriebe einer Schankwirtschaft: hier: Berufung gegen daS Urteil des Kreisausschusses des KreiseS Schotten vom 31. März 1926.
* Da« Volksbegehren zur Auflösung des Hess. Landtages. Rachdem der hessische Wirtschaft«- und Ordnungsblock bei seinen Haussammlungen von Unterschriften für das Volksbegehren aut Auflösung deS Hessischen Landtags »inc befriebioenb große Anzahl von Unterschriften gesammelt hat. liegen für alle diejenigen, die noch nicht unterzeichnet haben, die IlnterschriftSliften auf bei'.' Bureau des Hel' Wirtschafts- und Ordnunas-Blocks Oftarlage291 und auf der Geschäftsstelle des HauSbefitzerocc- eins. Bahnhofstr. 46. während der Geschäft?, stunden aus. (Siehe heutige Anzeige.)
* * Personals e. 3n den Ruhestand versetzt wurde her Regierungsbaurat i. e. R. Johann Funk in Büdingen auf fein Rachsuchen mit Wirkung vom 1. August 1926.
WSR Die Rachsendung von Postfach en. Der in der Reisezeit seine Postsachen pünktlich nachgesandt haben will, vergesse nicht, bei der Post einen Rachsendungsantrag zu stellen. Wenn es im allgemeinen wohl auch genügt, die Post durch eine kurze schriftliche Mitteilung hierüber zu verständigen, so empfiehlt es sich doch, die am Postschalter kostenlos erhältlichen Rach- sendungsvordrucke zu benutzen. Rur ein rechtzeitiger. genau ausgestellter )kachfendungsantrag ermöglicht es der Post, die Rachsendung von Postsachen pünktlich auszuführen.
* * Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: 1 Kuh, 668 Kälber, 50 Schafe, 522 Schweine.
Aus -cm Amtsvcrkün-igungsblatt.
* Das Amtsverkündigungsblatt Rr. 42 vom 26. Mai enthält: Lagerung von Getreide in der Rähe der Bahn. — Schlacht- Hausanlage des Heinrich Müller in Lang-Göns. — Straßensperre in Friedelhausen. — Ratural- leistnngen für die bewaffnete Macht im Frieden. — Dienststunde des Kreisamtes. — Konferenzen der Handarbeitslehrerinnen. — Dienstnachrichten.
verschlimmerte:'., insbefvnd.n zurückgehalten würden. " 1
r:n Wohnungiucheiden <.:r
ein gut gepflegtes Zuspiel. Die Hintermannschaft verfugte über gutes Stellungsvermögen, während bei Gießen das Tolistenspiel noch viel zu Lage tritt und der Sturm es an der Auswertung herausgearbeiteter Torgelegenheiten vollständig fehlen lieh.
Freie Turnerschaft Gießen.
Larlsruhe-Dvrlach — Fr. T. Gießen 2:2.
t Mit äuherst schmeichelhaften Resultaten kehrte die erste Mannschaft der Freien Jur- nerschaf t Gießen von ihrer Pfingstreise zurück. Das Spiel am ersten Feiertag gegen obigen Gegner, der eine sehr starke körperliche, aber äußerst faire Mannschaft darstellt, sand einen unentschiedenen Ausklang. Der Mittelläufer Gießens, der an einer alten Verletzung litt, muhte nach der ersten Halbzeit ausscheiden, sodah die Mannschaft mit 10 Mann das Spiel zu Ende fuhren muhte.
Auch am 2. Feiertag, an dem die Gießener ?egen Karlsruhe-Grünwinkel antraten, onnten sie nur mit 10 Mann den Platz betreten. Bei kompletter Aufstellung wäre die erlittene 3:2-Riederlage zu vermeiden gewesen. Karlsruhe- Grünwinkel ist dortiger Bezirksmeister. Beide Spiele zeigten hervorragende Leistungen, die forsche Spielweise der Gießener Mannschaft fand bei den sehr zahlreichen Zuschauern dankbare Anerkennung.
Freie Turn- und Sportgemeinbe Wetzlar.
Wetzlarer Jugend — Langen 3. 2:0 (1:0).
Den Reigen der Pfingstspiele eröffneten diese beiden Mannschaften. Die auffällige körperliche Uebcrlegenbeit Langens wurde durch die technische Ueberleganheit der kleinen Jugendspieler Wetzlars mehr als ausgeglichen. Durch schöne Kombination gelang es Wetzlar, in der ersten Halbzeit den ersten Erfolg zu erreichen. Rach zeit gelang es zum zweitenmal Wetzlar, den Ball zwischen die Pfosten zu bringen.
Wetzlar 1. — Mnm,-Kostheim 1. 2:2 (1:1).
Die Mannschaften gingen sofort mit äuherst schnellem Tempo los, die gute Verteidigung Mainz schasste zunächst immer wieder Kiärung. Wetzlar leitete schöne Angriffe ein, bei einem dieser tonnte Wetzlar die Führung er gingen. Mainz lieh sich aber nicht verblüffen, und stattete dem Wetzlarer Heiligtum gefährliche Besuche ab. Dis zur Halbzeit stellte Mainz das Ergebnis remis. Rach dem Wechsel war zunächst Mainz etwas überlegen, und drückte leicht, konnte auch mit dem zweiten Tor die Führung übernehmen, die aber Wetzlar nach gleichwertigem Spiel wieder zunichte machte. Das prächtige Spiel der beiden Mannschaften endete mit dem für beide Teile ehrenvollen Resultat von 2:2.
Wetzlar alle Herren — Wetzlar 2. 4:3 (2:1).
In Ermangelung eines andern Gegners stellte sich die Alte-HerrLN-Mannichaft der Zweiten. 3m Feldspiel konnten die alten Herren ihren viel jüngeren Gegner glatt hereinlegen, und übernahmen jedesmal die Führung, nur durch die .wundervolle" Fangtechnik des Alte-Herrentor- inanns gelang es der zweiten Mannschaft. Dreimal aufzuholen. Trotzdem tat er ihnen nicht den Gefallen, auch noch das vierte Tor durchzulassen, sehr zum Verdruß der zweiten Mannschaft.
Raunheim 2. Jugend — Wehlar Schüler 5:L
Trotz der bestehenden Ungleichheit der Kralle gingen die Jungens von Wetzlar unverdrossen nach Raunheim und lieferten der dortigen zweiten Jugend ein gutes Spiel. Das Resultat ist sicher recht schmeichelhall für den Unternehmungsgeist der Wetzlarer Schüler.
Miitelrheinischer Mriianten- verein.
Der Altielrheinische Fabrikanten- herein hielt seine diesjährige Hauptversammlung in Mainz ob.
Zunächst erstattete der Geschäftsführer Dr. Mersmann den Jahresbericht.' Der Berichterstatter schildette die bisherige
Entwicklung der Wirtschaft seit dem Dawes- Abkommen
und den Verträgen von Locarno. Die daran geknüpften Erwartungen hätten sich bisher nur zu in kleinen Teile erfüllt. Die Handelsbilanz sei im Jahre 1925 mit 4,3 Milliarden Mark passiv gewesen, seit Dezember jedoch sei eine Wendung eingetreten, die hauptsächlich durch den Rückgang der Einfuhr, aber auch zum Teil durch Steigerung der Ausfuhr ein Plus von 375 Millionen Mark für das erste Vierteljahr 1926 gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahres ergeben habe. Die handelspolitischen Ergebnisse seien leider noch unzureichend. An eine Niederlegung der Zollmauern sei auch in absehbarer Zeit nicht zu denken, zumal das eigne Interesse der Staaten aus Selbstbehauptung und Selbstentsallung den Schutz der einheimischen bodenständigen Produktionszweige bedinge. Dies müsse auch für Deutschland gelten, das neben der Pflege des Exports oor allem auch die Stärkung des inneren Marktes zu berücksichtigen habe. Notwendig sei, daß die Wirtschaft Steuererleichterungen bekomme, die nur durcy energischen Abbau der Staatsausgaben, insbesondere durch Einschränkung der öffentlichen Verwaltung zu erwarten seien. Den Finanzminister v. S ch l i e b e n , der das Steuerwesen wieder in ein geordnetes System gebracht und auf den Ertrag ae- stellt habe, nahm der Berichterstatter gegen Angriffe von anderer Seite in Schutz. Da von Regierungen und Parteien energische Schritte in der Richtung der Vereinfachung der öffentlichen Verwaltung mcht zu erwarten seien, so müßten die wirtschaftlichen Verbände selbst Vorschläge machen. Denn auf die 'Jtotrocnbigteit des Abbaus auch in der Wirtschaft hingewiesen werde, so sei dem an sich zuzustimmen, jedoch müsse man berücksichtigen, daß hier nur jeder Betrieb für sich oorgehen könne und zunächst die Mittel dazu hoben mäste. Bei dieser Gelegenheit setzte sich Redner auch mit der Schrift des Oberbürgermeisters Böß: „Wie helfen wir uns", auseinander, der in bezug auf die Ueberorganifation der
Spielbewegung und Deutsche Turnerschaft.
0 Im Stadion in Ulm finden am 6. 3uni die Winterspiele, Hand- und Fußball, in den Endspielen um die Meisterschaft dieser Spielarten ihren Abschluß. Heber den Rahmen, den die Spielbewegung innerhalb der deutschen Sur* verschaff einnimmt, fei in Äürje folgendes getagt
Der Aufbau der Spielweife der D. T. gliedert sich in zwei Gruppen: Winterspiele und Sommerspiele. Grstere umfassen Hand- und Fußball, die anderen Schlag-, Faust-, Trommel- und Schleuderball. Der gesamte Spielbetrieb hat, tote die Erhebung über die Spiele 1925 zeigt, wieder gewaltig an Ausdehnung zugenommen.
Bei den Winterspielen steht Handball obenan. 4517 begannen den Lauf um di» Meisterschaft, von denen nur noch Spandau 1860, Turngesellschaft Stuttgart und Polizei-Turnverein Rastatt im Endkampf liegen. Den größten Anteil im Handballspiel stellen Sachsen, das Rheinland und unser Mittelrheinkreis. Fußball ist in der D.T. erst verhältnismäßig spät durchorganisiert worden. Fast in allen Kreisen wird das Spiel betrieben. Die Zahl der suhballspielenden Turn- mannschasten ist bereits auf 812 angewachsen. Die Zunahme 1925 betrug 40 Prozent.
3n den Sommerspielcn herrscht das Faustballspiel vor. 1000 Mannschaften traten im Vorjahre mehr zum Kampfe an als 1924. so die Zahl auf 9270 stellend. Das Schlagballspiel weift jetzt eine Teilnahme von 2520 Mannschaften auf. Gering nur ist die Zunahme beim Schleuderball.
Alle Spielarten zusammengerechnet stellte die Wettspielerichar 17 718 Mannschaften auf: was einer Beteiligung von 139267 Spielern und Spielerinnen gleichlommt. Dieses Spielerheer erhöht sich wesentlich, wenn die Ersatzleute, Sviel- toarte, Schiedsrichter usw. mit einbezogen werden. Zieht man noch die Spieler der Vereine in Betracht, dic lich nicht an der Austragung der Meisterschaften beteiligen, so kommen, wie die offizielle Erhebung ausweist, noch viel höhere Zahlen heraus Es wurden nämlich 4 162 413 Teilnehmer gezählt, die in besonderen Spiel- stundcn der D.T. teilgenommen haben.
Diese Zahlen beweisen, daß die Svielbc- wegung innerhalb der deutschen Turnerschaft nicht nur festen Fuß gefaßt, sondern daß sie sich zu einem wesentlichen Bestandteil des deutschen Turnens entwickelt hat.
Handbav der D. T»
Tv. v. 1846—10. Offenbach 2:6 (0:1).
Am Pfingstmontag weilten die Handballer des T. D. 1824 Offenbach bei Gießen 45. Das Tressen, dos auf dem V. f. B.-Platz zum Aus- ♦rag gelangte, endete mit einem 6:2 (0:1) Siege der Offenbacher. Ein Sieg Offenbachs war oor- auszusehen. jedoch hätte eine solche Riederlage auf alle Fälle verhütet werden können. Der Ersatztormann konnte wenig gefallen: 2 Tore waren zum mindesten zu halten. Bei dem Sturm fehlte die unbedingt notwendige Entschlossenheit vor dem Kreis, sowie der rechrzeitige und nicht zaghaft einsetzende Tortour». Schon in der dritten Minute nach Spielbeginn konnte Off en dach durch einen äußerst schnell vorgetragenen Angriff in Führung gehen. 3m Verlauf der weiteren ersten Halbzeit lagen die 46er überwiegend vor dem Tore ihres Gegners, jedoch alle auf das Offen- bacher Heiligtum gegebenen Torwürfe scheiterten an dem hervorragenden Abwehrspicl des Hüters. Mit dem Stande Ick) für Offenbad) wurden die Seiten gewechselt. 3n der zweiten Halbzeit gelang es Offenbach, noch fünfmal einzulenden, während Dießen nur zweimal den Ball in das gegnerische Retz jagen konnte. Die Gaste zeigten
schließlich in folgender Erklär stimmige Annahme sand, nicde.g-:
Wirtschaft von mehreren irrigen Voraussetzungen au-gegangen fei, dem er aber tm übrigen, was bre Vereinfachung der Staatsverwaltung betreffe, voll lammen zustnmne. Zuletzt wandte sich Redner den so > 1 a I e n Fragenzu und betonte, daß das Der I)älmi3 zwischen Unten eh ner und Arbeiter sich noch nach den nnturiid)en Wirtschaftsgefetzen entwickeln und von jedem Schematismus sreigemacht werden müsse. Anpassung an die Konjunktur und Durch führung d-.s Leistungsprinzips bei der Entlohnung seien unbedingt notwendig, einerlei ob Tarifverträge abgeschlossen würden oder Sinzelocrtrage. lieber den Begriff der „Arbeitsgemeinschaft" müsse Klarheit gc- schossen werden. Ein Mitregieren im Betrieb, wie es die Gewerkschaften anstrebten, sei mit den Gesetzen der Privatwirtschaft und dem Prinzip dcr Selbstverwaltung des Unternehmers nicht vereinbar. Ungeachtet der Gleichbcwerlung der Arbeiter und, Angestellten als Persönlichkeiten mußten sich doch ihre Rechte im Betrieb nach ihren wirtschaftlichen Funktionen richten.
An diesen mit allgemeinem Beifall angenommenen Jahresbericht schloß sich die Annahme einer Erklärung, in welcher der Reichsverband der Deutschen 3ndustrie ersucht wird, tragen Vereinfachung der öffentlichen Verwaltung feinerfeit» unter Zuziehung von Sach- verständigen gangbare Wege zu zeigen.
Rach Erledigung der Dorstandswaplen, Genehmigung der Rechnung und Aufstellung dcs neuen Voranschlags hielt Pro?. Dr. Dünthcr - Dießen einen hochinteressantrn Vortrrg über Lauwirlschafl und Volkswirtschaft.
Der Redner beleuchtete die Entwicklung drs Wohnungswesens vor dem Kriege, die sich auf Grund der freien Wirtschaft durchaus befriedigend entfaltet habe, und ging dann auf die verschiedenen Seiten dcr Zwangswirtschaft, ihre Beweggründe und die hervorgetretenen Mängel ausführlich em. Redner machte auch einen Vorschlag. wie nach seiner Meinung ein Abbau der Zwangsverwaltung am besten stattfinden könne, nämlich so. daß innerhalb von etwa 3 Jahren pro Monat eine Erhöhung der Mieten um 5 Proz. zugelassen wird, damit sich eine allmähliche Angleichung an die heutigen Dau- und Kapitalkosten vollzieht. Die Mehrerträge aus den Mieten sollen aber nicht nur den Hausbesitzern zufließen, sondern zum Teil der Allge- meinheit durch Abgabe eines sich der Veränderung der Baukosten und des Kapitalzinses an- passenden Anteils. Dieser Anteil könne auch hypothekarisch sestgelegt und abgelöst werden.
Die Aussprache über den Vortrag war sehr rege. Während ein Redner darauf hinwies, daß nod) starke sozialpolitische und auch wirtschaftliche Bedenken gegen eine Wiederherstellung der freien Wirtschaft sprächen, waren die übrigen Redner der Meinung, daß gerade durch die
Wetzlar 1. — Preungesheim 1. 3:5 (0:3).
Wetzlar enttäuschte in der 1. Halbzeit bezüglich seines Sturms, besonders der linke Flügel wollte gar nicht klappen. Preungesheim zeigt« den typischen Flachpaß, der in wahrer Vollendung gczeigi w> rde Wetzlars Hintermannschaft war in dies em C;ieL bedeut: nd Härter als je vorher, trotzdem kennte sie es nicht hindern, daß Preungesheim bis zur Pause drei Tore erzielte. Rach dem Wechsel zeigte Wetzlar eine ganz andere Spielweile. inSbqaaßtre der Sturm war jetzt aufgewachl. Ein leichtes Abflauen der Preungrs- Kimer Läuferreihe w rde von Wetzlar geschickt ausgcnuht, innerhalb 23 Minuten erzielte es drei Tor.-, und damit den Aasgleich. Preungesheim gab jetzt alles aus sich heraus, das Treffen zu feinen Gunsten zu beenden. Wetzlar spielte jetzt ooUlonunen gleichwertig Bei einem Durchbruch des linken Sturmslügels von Preungesheim brachte der Snncnfturm zum vierten Male daS Leder zwischen dic Psostcn. Wetzlar gab das Spiel noa nicht verloren und drückte seinerseits auf Ausgleich, dcr jedoch versagt blieb. Preungesheim lonnte unverhofft aus 20 Meter Entfernung einen scharfen Schuß anbringen. DaS äußerst spannende Spiel Hatte bei dem Stande 3:5 sein Ende erreicht.
Wetzlarer Umschau.
tz. Die Feiertage brachten in Wetzlar und außerhalb durch Teilnahme von Wetzlarer Turnern und Sportlern an Spielen und Wettkämpfen ein umfangreiches Programm.
3n Wetzlar standcii im Vordergründe dis anläßlich dcr Tagung des Bundes dcr Kaufmannsjugend im D. H V. ftattfinbenben Wettkämpfe und Spiele der einzelnen Ortsgruppen untereinander. 3m Fußball blieb Wetzlar in der Endrunde mit 4:0 Sieger. 3m Handball gewann dic Ortsgruppe Höchst gegen Wetzlar mit 1:0. Die Athletikwettkämpfe zeigten nichts drs Erwähnenswerten.
Am sehenswertest^i waren die Fußballkämpfe des Arbcitcrsportkarlells, der Freien Turn- und Sportgemeinde Wetzlar, die einen den Vereinen des D. F. B. vollständig gleichwertigen Fußball zeigten.
Weitere Fußballergebnisse brachte der Spiel- betrieb des Ballspielklubs, allerdings im negativen Sinne Die B. E.-Liga verlor in Vallendar (am Rhein) 0:4 und am 2. Feiertage in Rassau gegen die dortige Spgmde. Rassovia 2:4.
Erfolgreich nach langer Reise schnitt die F. E.-Iugend im Rückspiel in Vohwinkel ab. in zwei Spielen machte sie das erste unentschieden und gewann im zweiten Gang 6:2. 3n den Vorspielen in Wetzlar verlor Wetzlar beid.' Male einwandfrei.
Damit alle Sportarten zu Worte kamen, veranstaltete der Turnverein ein Handball- jugendtrcffen, das die Einheimischen gegen die feit langem ungeschlagenen Butzbacher 3ug?nb- lutner mit Dem hohen Ergebnis von 9:1 ge- warmen.
Die ersten leichtathletischen Wettbewerbe bestritt von {eiten eines Wetzlarer Vereins der D. E. in Altendiez. Selber war für ihn durch Die starke Besetzung Der Konkurrenzen mit Frankfurter, Kölner und Koblenzer Vereinen mit z. T. erster Garnitur nur wenig zu holen. Allein seine 3ugendlichen formten sich, hier auch nur in Wurf und Sprung, durchsetzen.
Eine Wetzlarer Athletik« und Handballvereinigung
entstand in der vergangenen Woche. Der bisherige Polizeisportverein 1924 Wetzlar hat sich mit der Athletik- und Handballabteilung des F. E. unter Dem Rarnen „ F. E. Polizei" Achletik- und Handballabteilung des F. C. 05 e. V. Wetzlar vereinigt. Die Abstimmungen über dieses Zusammengehen ergaben fast Einstimmigkeit dafür Dadurch hat Wetzlar wieder eine überragende HandbaIlmannschaft, die zunächst ein Gegengewicht darstellt gegenüber Der kürzlich erfolgten Vereinigung Kurhrffen-Polizei in Kassel, und Dann auch eine gute Hoffnung auf besferes Abschneiden bei den Spielen um die westdeutsche Meisterschaft. Zu beachten ist aber auch die Verstärkung auf leichtathletischem Gebiete, die durch das Zusammengehen der beiden Vereine entsteht. Voß, Dademasch, Süß, Paulus, Schnatz geben eine gute, erstklassige Rennmannschast ab, die im Bezirk Hessen-Hannover von sich reden machen wird. tz.
Landesverband Hessen des B.D.R.
v. Bei einer Beteiligung von 22 Mannschaften kam am Pfingstmontag die Meisterschaft deS Landesverbandes Hcffen des Bundes Deutscher Radfahrer im Viererverrinsmann- schastrfahren über 100 Kilometer zum Austrag. Die Radfernfahrt endete mit dem Siege des Velozipedklubs Frankfurt a. M. in 2:50:34. Den zweiten Platz sicherten sich die Fahrer Der Germania 1890 Franks url a. M. in 2:51:55.
V.-C.-Turnfest.
Der D. C., der Verband der Turner- schäften aus deutschen Hochschulen begeht in der Zeit vom Freitag, 28. Mai, bis Dienstag. 1. 3uni. in Dad Vlankenburg in Thüringen sein zweites Turn-undSport» fest nach dem Kriege. Die Wettkampfe dauern drei Tage. Rach den endgültigen Ausschreibungen folgen auf die Schauvorkührungen (Freiübungen aller Wettkämpfer. Sondrrvorfüh- rungen neuzeitlicher Gymnastikshsteme und Schaufechten > Mannschaftskämpfe. Einzellämpfe und Mehrkämpfe. An Mannschastskämdfen sind Faustball. Schlag- und Handball. Süffeln im Laufen und Schwiunnen und Musterriegenturnen vor- gefehen. Don Den leichtathletischen Cinzelkampsen seien erwähnt: Läuse über 100, 400, 800, 1500 und 5000 Meter. Schwimmen über 50 und 300 Meter. Don den turnerischen und leichtathletischen Mehrkämpfen sei besonders auf den V.-T.- Zehnkampf hingewiesen, der sich aus 100- Meter-, 1500-Meterlauf, Kugelstoßen, Schleuderball, Weitsprung, je einer Pflichtübung am Reck, Barren. Pferd. 100 Meter beliebig Schwimmen und Kopsspnrng vom 3-Weter-Brett aus dem Stand zusammensehl. Der erste Sieger in diesem Kampf wird g!8 V.-E.»Sieger mit einem vorn Verband Alter Turnerschafter Thüringens gestifteten goldenen Abzeichen geehrt. Das Programm enthält auch eine 10x100-Met er-Staffel und eine olympische Stafsel als DerkxrndsstaffÄn, die für alle studentischen Verbände offen find. Auch em Kleinkaliber-Wettschiehen wird mit dem Turnfest verbunden sein.


