Die Echte
ließen gegen Borussia Fulda auf dem Waldsportplah in Gießen. Marburg hat eine sehr schlechte Tabellenstellung am Ende der Süd- gruppe. Sn Wirklichkeit sind die Marburger nicht zu verachten. Hermannis muß sich schon gründlich misirengen. nm. aus eigenem Platz oben zu bleiben.
Lahnkreisvorschau.
t>. Die durch den Totensonntag bis auf das Spiel F. S Wetzlar gegen Dillenburg 3:0 ausgesetzten Spiele nehmen am nächsten Sonntag ihren Fortgang. B C. Wetzlar empfängt Den B. f. R. Butzbach, und damit einen Gegner, mit dem nicht zu spaßen ist. Wir halten einen unentschiedenen Ausgang des Spieles für durchaus im Bereiche der Möglichteil liegend, trotzdem der B. C. allgemein stärker erscheint. — Einseitiger dürfte schon das Treffen O ck e r s h a u s e n gegen Gladenbach verlaufen, zumal ans eigenem Platz die Ockershäuser immer leicht im Vorteil sind. — Der F. C. Wetzlar muß nach Herborn fahren und hat dort kein leichtes Spiel, wenn auch Herborn nicht mehr die starke Mannschaft ist, wie ^u Beginn der Serie.
Turner-Schwimmen im Gau Hessen D. T.
Am kommenden Sonntag findet die 4. Dor- schwimmerftunde des Gaues Hessen D. T. unter Teilnahme der Turner des Lahn-Dill-Gaues im städtischen Dolksbad statt. Da noch der Aachbar- gau daran teilnimmt, der im Winter keine Gelegenheit zum Schwimmen hat, ist mit einer großen Teilnehmerzahl zu rechnen. Reichhaltiger Uebungsstoff ist vorgesehen, der den Turnern manche Anregung geben wird. Reben den einzelnen Schwimmarten, einfache Sprünge und Tau- ch^n, das für die Anfänger vorgesehen ist, wird für die fortgeschrittenen Turner eine schwierigere Sprungtabelle durchgenommen werden, woran sich anschließend eine KampfrichterauSbildung anlehnt. Was den Turnern eigen ist, soll auch hier nicht fehlen, es werden deshalb gemeinsam volls- tümliche Kämpfe, Scherze und Spiele stattftrrdsn, die zur Belebung einer Schwimmstunde beitragen. Ein Wasserballspiel wird den Schluß der- Dorschwimmerstunde bilden.
Wirtschaft.
“ D i e amtliche Großhandelsindexziffer. Die auf den Stichtag des 24. November berechnete Großhandelsindexziffer des Statistischen Reichsamtes ist gegenüber dem 16. November um 0.9 Prozent aus 130 6 zurückgegangen. Don ten Hauptgruppen haben die Agrarerzeugnisse um 1,6 Prozent aus 134.6 nachgegebcn. während die Industriestossc leicht auf 123,1 an- gezogen haben.
* D i c Einlagen der preußischen Sparkassen im Oktober Die Spareinlagen bei den preußischen Sportassen sind im Monat Oktober um 74.9 (im Dormonat 76,7) Mill. RM. gestiegen und erreichten den Bestand von 1850,7 Mill. RM. Die Giro-, Scheck-, Kontokorrent- und Depositeneinlagen betrugen En'.e Oktober 761,9 Mill. RM. (im Dormonat 770.4 Mill .RM ).
• Erleichterungen der Börsenil m s ä tz e in der Ablösungsanleihe. In der bisherigen kurzen Zett des offiziellen Handels der Ablösungsschuld einschl. Auslosungsrecht des Deutschen Reiches an der Berliner Börse hat sich herauSgestellt, daß die festgesetzten Mindestabschlüsse zu hoch waren, um ein nennenswertes Geschäft auskommen zu lassen. Dec Berliner Bör'envorstand hat sich nunmehr dazu entschlossen, vom 1. Dezember ab die fort- lau'enJe Notierung in Abschlüssen von 3000 RM. un'i einem Mehrfachen hiervon vornehmen zu lassen. Gleichzeitig wird bekannt-egeben, daß teeren der am 1. Dezember stattsindenden Ziehung ' er Auslosungsrechte eine Kursfestsetzung am 29. und 30. No ember nicht stattsindet, während am 1. Dezember die Notierung sich ausschliesslich Verlosung versteht. Alle bis einschl.
• 28. November abgeschlossenen Geschäfte müssen bis 30. Nove aber erfüllt sein.
Frankfurter Börse.
Frantfurta. M., 26. Nov. Tendenz: erhott. — Nach dem scharfen Knrßeinbruch des Dortages war die Stimmung heute wesentlich beruhigter und zuversichtlicher, wozu vor allem das Nachlaßen d.s Ang b t s B rarrlassung gab. Während die Dorböpe noch im Zeichen großer Zurückhaltung und Ge'chäftsunlust stanö. machte sich bei Beginn des amtlichen Verkehrs etw s 'Deckungsbedürfnis gütend, das dem Bö» -senbild einen freundlichen Anstrich gab. Da sich für I. G. - Farben bessere Nachfrage zeigte, setzten auch die anderen Spe»kulationswerte mit Erholungen ein. Man wollte auch wissen, daß die Banken ein weiteres Abgletten der Kurse durch Inlerventionen zu verhindern suchen. Wenn sich auch die ^lnternehmungslust wieder etwas hervorwagte, so hielt sich doch das Geschäft zunächst in engsten Grenzen, zumal es auch nicht an neuen Rückschlägen fehlte. Don Montanaktien gewannen: Bcchumer 3,5, Deutsch-Lux 2, Harpener 4, Mannesman 4,5, Mansfelder 3,37, Rheinstahl 5, Riebrck 1, Stahl Verein 0,5 Proz. Dagegen wurden niedriger. Du beruft minus 0,75 Proz. Don Äaltaflten gaben Aschersleben 1,5 Proz. nach, während Westeregeln 0,75 Proz. anzogen. Don Chemiewerten erlitten Scheideanstalt eine Einbuße von 3,25, Goldschmidt minus 4. Holzverk)hlu.rg minuS 3,25 Proz. Elektroaktien waren weniger beachtet bei unregelmäßiger Kurslage. Siemens weiter gedrückt minus 1,5 Proz.. Lahmeyer minus 2 Proz., dagegen AEG. plus 0,25, Schuckert plus 3 und Bergmann plus 1 Proz. Bankaktien vermochten kräftig aufzuholen. Darmstädter plus 6,75, Deutsche plus 1, Barmer Bankverein plus 2 Metall bank plus 2,75 Proz., Commerz und Disconto je plus 0,5 Proz. Rftchs- bank unverändert. Don Autowerken erzielten Daimler eine kräftige Erholung von 4 Proz Kleher gehalten, RSä.1 minus 0,25 Proz. Don Zellstoffaktien wiesen Waldhof eine scharfe Befestigung von 5 Proz. auf, dagegen Aschaffenburger minus 3,75 Proz. Don Bauaktien
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waren W ayß & Frepiag erneut an geboten und 1p schwächer. Dyckerhosf minus 2,25 Proz. .Zement Heidelberg unverändert. OelaTtien befestigt, besonders Rütgerswerke plus 3,5 Proz. Zucke r- aktien i'.iverändsrt, nur Frankenthal plus 1.5 Prozent. Der deutsche Anleihemarkt zeigte gleichftüls freundliche Veranlagung. Ausländische Renten befestigt, vor allem Zolltürken. Der Freioer kehr blieb lustlos. ilfa 38,5 Proz., Beckerstahl 48. Gro- toafl 70. Frankfurter Handel 89 Prozent. 3m weiteren Verlause wurde das Geschäft wieder sehr ruhig, die freundliche Stimmung vermochte aber die Oberhand zu behalten. 3. G. Farben zogen auf 312.5 Prozent an. Am Geldmarkt ist infolge -des heranrückeuden LUtimos Geld etwas gefragt. Tagesgeld 4,5 bis 5 Proz.. Monatsgeld 5.5 bis 7 Prozent je Adresse. Privat- diskonten 4,5 Prozent, Industrieakzepte 4,87 Prozent. 3m Devisenverkeh r erzielte Paris gegen London eine kräftige Erholung auf 131,50. Mailand gegen London freundlicher mit 114,75. London-Kabel unverändert. Die Reichsmark war gegen Kabel mäßig befestigt mit 4,2150.
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Berlin, 26. Roo. Die Widerstandsfähigkeit der Effekienmarkte war heute ctkvas stärker gcworde,.. (gegenüber de» letzten Tagen roar heute die Tendenz teilwciie fogar freundlich und die öpefulatioii nahm kleinere Declungs- käufe vor. Die Stimmung war aber nach wie vor ncrvö? und das Geschäft weiter sehr enac be grenzt, wozu wohl auch der Vevorstebendc LKiinio mi beigetragen har. Das Publikum zeigte besonders Interesse für festverzinsliche Werte, jo waren vor allem Goldpfandbriefe reger gefragt. Am Geldmarkt kündigte sich der Ultimo durch eine leichte Versteifung an, so daß sich der Satz für Tagesgeld etwas erhöhen dürste. Im D e v i - je n verkehr konnte sich Paris gegen London aus 131,50 gut befestigen. Auch Mailand lag freundlicher mit 114 bis 115 gegen das Pfund. Die übrigen Valuten erfuhren feine nennenswerten Veränderungen.
y antfuri r (4?r"ejSikörje.
Frankfurt a. M., 26. Nov. Es iDurccn notiert' Weizen, Wettecauer( 29,75 Ml.: Roggen, inländischer. 24,75: Sommergerste für Brauzwecke 24 bis 26,50, $afcr. ausländischer, 19,25 bis 20: Mais, gelb, 19,50; WeizenmHI, inländisches, Spezial 0, 41,50 bis 41,75; Roggenmehl 35 bis 35,75; Weizenkleie 11,50; Roggenkleie 12. Tendenz: Ruhig.
Berliner Prodnttenbörsc.
Berlin, 25. Nov. 3m Gegensatz zu den Dortagsbörsen wie auch zu dem heutigen inoffiziellen Dormittagsverkehr eröffnete der Berliner Getveidemcuck! für Weizen fester, da die erhöhten amerikanischen und englischen Weizrn- notierungen trotz niedrigerer Forderung Argentiniens, hier befeskigenden Einfluß üblen. Das 3nlani> bot reichlich promtes Material an, doch handelt es sich hierbei meistens um mtneere Sorten, die wenig 3n1erefse aufkornmrn lassen. 3m Zeitgeschäft konnten die Notierungen um 2 Mark anziehen. Roggen hat starkes Angebot aus dem 3nland erhalten, wahrscheirckich mfolge niedrigerer Forderungen für Western-Roggen. Wenn nun auch die Provinzmüller tveiter Abnehmer sind, so sind doch die lehtkägigen Preise nicht zu erzielen. Diese Bewegung veranlaßte denn auch im Lieferungsgeschäft große Zurückhaltung der Deckungsfrage unb auch sonst eine vorsichtigere Unternehmungslust. Dezember und März wurden 0,75 Mark niedriger, nur Mai gut behauptet. Gerste und Hafer schwach. Mehle ruhig. Es wurden notiert per 1000 Kilo: Weizen, mnrf, 274 bis 277: Roggen, märt, 225 bis 234; Sommergerste 217 bis 247; Wintergerste 192 bis 205; Hafer, märt, 174 bis 185; Mais (loko Berlin) 195 bis 199; per 100 Kilo: Weizenmehl 35,75 bis 38,75; Roggenmehl 32,75 bis 34,50; Weizenkleie 12,25; Roggenkleie 12 bis 12,25; Viftori seröse» 56 bis 60; kleine Specke- erbsen 32 bis 35; Futtcrerbsen 21 bis 24; P-' luschken 20 bis 22; Ackerbohnen 21 l ift 22; Wicken 28 bis 25; Lupine^r (blau) 14 bis 15; Lupinen (gelb) 14,50 bis 15,50;
Buntes Allerlei.
Das vmfcngreichste Schriftstück do« Beethovens Hand.
Die überaus umfangreiche Musikhandschriften- Sammlung von Wilhelm Heyer, die 1700 eigenhändige Musikmanuftripte unb über 22 000 Musikerbriefe umfaßte, wird jetzt in Berlin versteigert werden. Der stattliche Katalog verzeichnet eine Fülle von Seltenheiten ersten Ranges. Darunter befindet sich auch ein merkwürdiges Manuskript Beethovens, das mit seinen 48 eng beschriebenen Seiten das umfangreichste Schriftstück darstellt, das der Meister je geschrieben hat. Es ist eine Denkschrift an das Wiener Appellationsgericht, die sich mit der leidigen Aagel-genheit ber Vormundschaft seines Nesfc-n Carl beschäftigt. Lange Zeit wußte man von dieser E mgabe des Meisters nur durch zwei gelegentliche Erwähnungen in seinen Briefen. Erst aus dem Nachlaß des Redakteurs Carl Bernhard ist das Schriftstück ans Licht gekommen unb wurde von Heyer erworben. Beethoven gibt hier eine ausführliche Darstellung des Streites mit seiner Schwägerin und des Kampfes um den Sohw seines Bruders, die ihm so viele 3ahre seines späteren Lebens r erbittert haben. Der 3»halt ist besonders interessant durch die vielen Sinnsprüche, die in den sachlichen juristischen Text eingeflochlen sind, unb durch die mannigfachen Hinweise auf seine sittlichen Anschauungen und rechtlichen äleberzeu- gungen. Da schreibt er z. B.: »Ich wollte ja mir die Seele meines Neffen retten!“ Eine andere Stelle, die im Entwurf dn.rchgestrichen ist, laufet: ..Ich gestehe es, man soll sich nie vom Zorn hinreihen lassen, allein ich bin auch ein Mensch, von allen Setten gehetzt wie ein wildes Tier, verkannt, öfters auf die niedrigste Art behandelt." Auf Seite 31 schreibt er: „Gedulv hat ja ber Gärtner mit seinen Pflanzen, er märtet ihrer, läßt zu, bindet wieder, unb der Mensch soll es nicht mit der jungen Menschenpflanze haben?" A n Schluß ruft er aus: „Ich berufe mich auf den Allmächtigen als Zeugen, der mein Inneres fteht, daß ich anders nie als nach den besten und richtigsten Grundsätzen in Rücksicht meines Neffen über fünf Jahre hindurch für ihn gehandelt unb gesorgt habe."
Wie men Affen fängt.
Wilhelm Busch hat un6 in feiner unnachahmlichen Weife erzählt, wie man nach volkstümlicher Anfchauun; Asten fängt: der Held feiner Geschichte verläßt sich auf den sprichwörtlichen Nachahmungstrieb diefer Tiere, stellt ein Paar mit Leim bestrichene Stiesel unter einen von Affen bevölkerten Baum, nachdem er sich selbst vorher feine Stiefel an- und ausgezogen hat, und als der flugs vom Baum kletternte Affe dicfe Tätigkeit zu wiederholen Oer- fucht, bleibt er in den Stiefeln kleben und wild nun ohne Mühe gefangen. Tatfächkich aber sieht der moderne Affenfang ganz anders auft, wie Ludwig Zukowsky in bet neuen Zeitfchrist „Cail Hagen- becks Tier- unb Menfchenweft- anschaulich erzählt. Die Eingeborenen veranstalten Lr:ibjagden, bei denen die jüngeren und weniger fchneklen Asten sowie die tragenden Mütter zurückbleiben, aber eine
solche Hetziagd ist luv Den Europäer zu anstrengend, unb dann bekommt er auch dadurch nur schwache Tiere, die leicht am Lungenfchlag sterben, während es ihm gerade auf die großen unb wehrhaften Männchen ankommt. Man geht also den Affen lieber mit List und Tücke zu Leibe, wenn auch nicht in Bufchft Manier. Sur Öen Sang der riesigen zahn- bewehrten Mantelpaviane aus Nordostaf i ika werden zunächst Die Herden, ihre genauen Wechsel- und Trcinlplahe ausgekundfchaftet. Sodann wird in der Oiäbc einer gut besuchten Wasserstelle eine Affen- faile gebaut, die aus kleinen, kreisförmig aufgestellten, mit Zweigen und Draht eng.verbundenen Baumstämmen besteht. An einer Stelle bleibt eine Oestnung. in der sich eine mit Laub und Gesträuch gefchickt verkleidete Salltür bestnbet; diefe wird mit einem langen, im Sand oder Grafe verborgenen Tau offengehaften; in der Hütte aber werden die besten Affenteckerbiffen in Gestalt von Bananen, Datteln ufto. aulgefpeichert. Dieses Bauwerk bleibt in den nächsten Tagen unberührt, bis sich schließlich eine größere Pavianherde für die fo leicht erreichbaren Speifen zu intereffieren beginnt. Allmählich machen sich s die Paviane in der offenen Falle bequem. Da hocken alte Väter unb dösen vor sich hin. Mütter wiegen ihre Babtzs in den Schlal, die Halbwüchsigen, die sich herumbalgen und Unfug anftiften, werden durchaus nicht mit Affenliebe", fondern sehr streng behandelt: der Pascha oder Herr der Herde laßt sich von einigen bevorzugten Haremsdamen die Haarschuppen uni) Ungeziefer ablefen; überall brummt, grunzt, kreischt unb schnattert es, bis endlich der Sänaer das Idyll mit feinem hinterlistigen Apparat stört. Wenn sich eine A-rde von 10 oder 20 Pavianen in der Hütte befindet, sauft plötzlich blitzschnell die Falltür aussen Erdlodsn nieder, und die Tierc sind gelangen. Ncrck7Lerzweifel- ten Aus bruchsversuchen fügen sie sich allmählich in ihr Schicksal. Am nächsten Morgen stehen die Eingeborenen mit Öen Transportkisten vor der Tür der Affenvilla. Die Tüt Ö?t Kiste wird gezogen, gegen die geöffnete Falltür gestellt und ein Pavian nach dem anderen hineingetrieben, bis alle 3n affen der Falle in den Kisten untergebracht sind. Der Transport erfolgt i?ann mit einem Kraftwagen oder auf Dromedaren in das Eammellager ÖeS Fängers, in dem die Affen von ihren bereit« längere Zeit gefangenen Kameraden mit wildem Geschrei unb Gegrunze begrüßt werden. Eine andere Art des Fanges geschieht mit Hilfe eines engen Riefenkorbes von 2 bis 3 m Durchmeffer, der auf einer Seite an einem in die Erde getriebenen Pfahl verankert, auf der anderen Seile hochgetlappl wird. Kriechen die grünen, toten unb gelben Hnndsaffen in dielen Korv hinein, dann wird er plötzlich zu- geklappt unb das Tier ist gefangen. Auch durch Tellereifen, deren Bügel mit Tuch bekleidet sind, um die Tiere nicht zu ;xrlehen, werden Affen eingefangen, und in vielen Gegenden Indiens unb Afrikas bebienl man sich einet langen mit zwei Oeffnungen verfehenen Hvlzröhre. in deren Milte der Köder liegt. Beim Betreten diefer Kastensalle löst sich durch das eigene Gewicht des Tieres ein Verschluß, der im Du beide Eingänge durch Holz- klappen abricßclt.
Gerichtssaal.
Ein unverbesserlicher Dieb.
WSD. Marburg, 25. Nov. Dor dem er- weiterten Schöffengericht hatte sich em Arbel er au8 Hagen zu verantworten, ber bereit« im Aller von 13 Jahren, wegen schweren Dieb-- stahl« zum ersten Ma'.e, mit bem Strafgesetzbuch in Konflikt gekommen war. Seitdem hat er eine ganze Reihe von Strafen wegen D lebst ahls, Betrugs unb Hehlerei verbüßt. 3n bet neuen Verhandlung wurde ihm u. a. vorgewotfen, daß er auf feine Biftm bei einem Knecht in Holrnarshausen, nachdem er keine Herberge gefunden hatte, im Stall übernachten durfte. Während nun der Knecht f'Mief, machte er sich ml dessen Anzug unb Uhr fttte davon. Einem Touristen, mi! den er in einer Scheune Übernachtete, stahl er das Fahrrad unb verkaufte es an einen Bäckir, um es diesem sofort wieder zu stehlen unb zum zweitenmal zu verkaufen. Das Getickt veru.tftfte den Angeklagten zu einer Gesamtstrafe von einem 3 a h t und einen Monat Gefängnis, die mit einet kür;lick vom Amtsgericht in Paderborn erkannten dreijährigen Gtsängnisstrss.' zu drei 3ahren unb sieben Monaten zusammen- gezogen wurde.
Es bleibt bei einem Jahr
Darmstadt, 24. Dov. Das Autounglück in Bieber bei Offenbach, das sich vor einigen M necken ereignete, und den Tob zweier Personen zur Filge hatt', beschäf- figte gestern die Strafkammer als B.'rufunqs» Instanz. Dvn dem Dezirksschöfsenaericht war ber Schuldige, ber A itomobilbesitzer 3 ak 0 b Müller von Offenbach, zu einem 3ahrGefäng- n i s verurteilt worden. Das Gericht verwarf die von Müller eingelegte B rufunq
Zum 27. Mast bestraft
WSD. Frantsutt a. TR. 25. Nov. Der Provision« re sende Heinrich Bartels b kam jetzt die 27. Strafe, aber auch diesmal kam et noch mil Gcfl.ignis davon, bc.ri man beurte.lt ihn als ausgesprochrnen Psychopathen milder to'.e janbete. Bartels arbeitete wichet einmal auf feinem Spezialgebiet, indem er Betrügereien aus'übrte. So verkaufte er mehrfach zu gleicher Zeit seine Dobimng unb befchw ich'lte einen Kaufmann um Waren im Wrrk; vvn llOO Mk.. die er zu Schleuder Preisen v^knu't . um den Erlös in Gesellschaft einer Dirne auf e n:r dre.tä-igen Dergnügungstour zu vertun. Dift Urteil lautete auf 15 Monate Gefängnis.
verurteilte Rabenmutter.
WDN. Würzburg, 2j. Nov. Die Land- wirtSfrau Thaue, Mutter von drei Kindern, packte eines Tages in ihrer Wut ihr jüngstes, zweijähriges Kind und schleuderte es auf den Erdboden. Dann schlug sie noch aus das wehrlose Kind ein und warf es nochmals auf dem Hausflur zu Boden. Eine nebenan wohnende grau erbarmte sich schließlich des armen Wurms unb nahm es an sich. Für die ruchlose Tat wurde der Rabenmutter vom Bayreuther Gericht eine Gefängnisstrafe von drei Monaten zudikttert.
Rama öuiterftin
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