Braunschweig, Stuttgart, von den technischen Lchranstalten in Cöthen unb Ilmenau kommen Gruppen mit eigenen Maschinen. Die in der Ausschreibung des Wettbewerbes enthaltene Auslobung von Ermunterungsprämien zum Dau neuer Maschinen hat ihre Wirkung nicht verfehlt; die bewährten Schulmaschinen des Typs „Pegasus" und „Zögling" werden in größerer Zahl vertreten sein, so daß eine gute Vergleichsmöglichkeit der sportlichen Leistungen der Iungflieger gegeben sein wird. Seit vorigem Sonntag ist die Akademische Fliegerschaft Marche- Silesia mit 3, die Akademische Fliegergruppe der Technischen Hochschule München mit zwei Flugzeugen auf der Wasserkuppe. Andere Gruppen find bereits im Anrollen, das Lager wird wieder voll belegt fein. Manche Verbesserungen sind im Lagerbetrieb gegenüber dem Vorjahre geschaffen worden.
LandvolKtag in Lich.
3) Lich, 26. Juli. (Eigener Drahtbericht.) Der Landvolktag, den der Hessische Land- Iugendbund am Samstag und Sonntag hier veranstaltete, nahm unter stärkster Beteiligung der gesamten Landbevölkerung einen glänzenden Verlauf. Fast wäre die stattliche Turnhalle zu klein gewesen, um alle die aufzunehmen, die bereits zum Empfangsabend am Samstag sich eingefunden hatten. Den Höhepunkt des Abends bildete außer der üblichen 'Begrüßung die Weihe des neuen Danners der Iugendgruppe Lich mit der Weiherede von Dr. Voßberg (Gießen). Am Sonntag begann bereits um 7 Uhr früh der Auftakt zum Hauptfesttag mit dem Klein-Kaliber-Schiehen. ilm 11 ilßr fand ein Feld-Gottes- dienst auf dem Hardtberg statt. Nachmittags um 2 Ahr bewegte sich ein gewaltiger F e st z u g mit bemerkenswerten historischen Gruppen durch die Straßen der Stadt nach dem Hardtberg, wo sich eine riesige Menschenmenge eingefunden hatte. Hier bildete die Festrede von Direktor Dümas (Karlsruhe) den Mittelpunkt der Veranstaltung. Anter den Ehrengästen sah man u. a. den Reichstagsabgeordneten Dorsch, die Landtagsabgeordneten Dr. Leuchtgens, Dr. Müller, Fenchel und Wolf und andere bekannte Dauernführer, die sich z. T. auch in Ansprachen an die Festversammlung wandten. Abends 8 Ahr gelangte in der Festhalle ein Festsilm „Deutsche Helden in schwerer Zeit" zur Vorführung. (Ausführlicher Bericht über die Veranstaltung folgt morgen.)
Die Postzusteilung auf dem Lande
Man schreibt uns: Vor einiger Zeit wurde im „Gießener Anzeiger" eine Zuschrift des Gießener Postamtes veröffentlicht, worin nachgewiesen wurde, weshalb die gewünschte dreimal tägliche Postzustellung undurchführbar ist. Dieser vielleicht berechtigte Wunsch der Gießener Stadt- bedölkerung fordert zu einem Vergleiche mit der Postzustellung auf dem Lande heraus, der sehr zu Angunsten der letzteren ausfällt. Während in der Stadt immerhin noch an Wochen- tagen zweimal und an Sonntagen einmal die Postsachen zugestellt werden, erhält der Landbewohner an Wochentagen nur einmal und an Sonntagen überhaupt keine Zustellung. In den, dem Schreiber dieses näher bekannten Verhältnissen verläßt der Landbriefträger die Postanstalt morgens gegen 8 Ahr, um die am Tage vorher eingelaufenen Postsachen zu bestellen, alle nach dieser Zeit ankommenden Einläufe gelangen erst anderen Tages in die Hände des Besitzers. Alle von Samstag morgen an einlaufen- den Postsachen bleiben bis Montagmorgen liegen. Ganz besonders benachteiligt kann der Landbewohner werden, wenn der Stadtbriefträger erkrankt oder beurlaubt ist; alsdann muh der Landbriefträger zuerst den Dienst in dem Städtchen versehen, ehe er seinen Landbotengang an- tritt. Wenn in der Zuschrift gesagt wird, dah die meisten Postsachen morgens zwischen 7 und 8 Ahr eintreffen, so erhält der Stadtbewohner diese nach etwa 2 Stunden, der Landbewohner aber im günstigsten Falle erst nach 24 Stunden. Bezüglich der Zustellung von Paketen gestalten sich die Verhältnisse noch weit ungünstiger. Während der Städter seine Pakete vors Haus gefahren bekommt, erhält der Landbewohner von dem Driefträger, der schwerere Sachen nicht transportieren kann, die Nachricht, dah tags vorher ein Paket für ihn auf dec Post eingegangen, das er, oft bei einer Entfernung von über einer Stunde, alsdann a b h o l e n kann. Dei einem Vergleich der geschilderten Verhältnisse wird sich niemand der Aeberzeugung verschließen, dah eine Dess erung der Po st Zustellung aus dem Lande eine dringende Rotwen- digkeit ist, so sehr auch eine solche für die Städte wünschenswert erscheinen mag. F. G.
Gerichtssaal.
(Ein genialer Hochstapler im Dorfe.
WSA. Kassel, 24. Iuli. Vor dem hiesigen großen Schöffengericht hatte sich der wegen De- trugsrückfalls 27mal vorbestrafte Eugen Krause wegen erneuter 'Betrügereien zu verantworten, die ihresgleichen suchen. 1925 kam er nach Kassel, nachdem er in Hechingen (Hohen- zollern) eine Firma gegründet hatte, die gegen Akzepte einkaufte, die aber nie bezahlt wurden. Krause verzog sich, als die Sache ruchbar wurde, nach Kassel. Hier mietete er zwei Räume, stellte den erwerbslosen A. an und nannte die neue Firma großartig „Krause-Englan d". Am sich Kredit zu verschaffen, führte er für 80 000 Mark Aktien eines in Konkurs geratenen Chemikaliengeschäftes bei sich. Vor Gericht gab er an, die Aktien seien ihm von seiner Tante aus Bonn, die Millionärin sei, geschenkt worden. Run kam die Hauptsache. Als der Sohn der Witwe Pforr, die in Draumhausen ein kleines Materialwarengeschäft besaß, ein Darlehn. suchte, nahm Krause sich dec Sache an und sanierte die Geschichte mit 400 Mk. Aus dem Keinen Geschäft machte er nun mit Zustimmung der Inhaberin die Firma „W. Pforr & Sohn, Lebens- und Futtermittel-Großhandel". Sich selbst machte er zum Prokuristen. Er bezog nun in großen Mengen Waren gegen Akzepte, und wenn eine Firma Referenzen verlangte, so wurde die „Krause-England" in Kassel angegeben, die stets vorzügliche Auskunft gab. Wenn die Inhaberin nicht mit Lieferungen einverstanden war, fälschte er zur Vereinfachung der Geschäfte die Anterschrift. Zwei Lastautos, die gegen
Akzept gekauft wurden, verunglückten, nachdem sie hoch versichert waren. Als der Gerichtsvollzieher begann, ein täglicher Gast in dem kleinen Geschäft zu werden, zog es der stille Teilhaber vor, zu verschwinden. Mit einer bereits gepfändeten Schreib- maschine fuhr er mit dem notdürftig herge- stellten, noch nicht bezahlten Lastauto nach Mannheim, wo es Denz gegen einen nie eingelösten Scheck von 400 Mk. reparierte; in Frankfurt setzte er den Wagen endgültig für 1750 Mk. ab. Als er in Hannover mit neuen „Geschäftsgründungen" begann, wurde er festgenommen. Vor dem Gericht verteidigte der Schwindler sich außerordentlich geschickt, was aber nicht hinderte, ihn zu drei Iah r en Zuchthaus und drei Iahren Ehrverlust zu verurteilen.
Wirtschaft.
Von den Schlachtviehmärkten.
An den Schlachtviehmärkten der vorigen Woche hat die Marktlage nur eine geingfügige Besserung in allen Gattungen erfahren. Die Äuftriebsziffern haben allgemein eine kleine Abnahme aufzuweisen. Die Preise konnten sich nur teilweise etwas erholen.
Auf den nachstehenden Märkten wurden für ein Pfund Lebendgewicht in Pfennig notiert:
Berlin Bremen Breslau Chemnitz Dortmund Dresden Düsseldorf Elberfeld Essen Frankfurt M. Hamburg Hannover Husum Karlsruhe Kassel Kiel Köln Leipzig Magdeburg Mannheim München Stettin Stuttgart Zwickau
Rinder Kälber 18-60 45-73 22-56 35-67 20-59 48-68 20-55 38-60 20—60 40 - 72 24-65 44-68 20-60 30-64 18-60 42-65 25-62 40-85 18-60 35-68 15-60 30-72 20 - 60 30 - 70
21-58 60-68 25-62 48-67 16-46 29-66 20-63 40-62 20-57 35-56
18-59 33-102 12-59 42-72 20-58 48-75 12-56 30-62 13-56 46-67 10-54 40-65
Schafe Schweine 33-61 70-80 35-60 57-72 35-58 60-77 40-54 63-76 35-50 66-76 25-62 60-77 35-40 68-81 64-77 36-55 65-78 30-50 60-79 26-67 60-75 30-56 58-76
- 74-82
- 70-79
28-52 42-74 65-81 30-61 62-82 30-53 70-80 34-44 60-76 70-80 — 62-75
54-78 25-54 66-76
Frankfurter Börse.
(Eigener Drahtberichl des „Gießener Anzergecs".)
Frankfurt a. M., 26. Iuli. Tendenz: Ziemlich fest. — Die Börse eröffnete nach der zweitägigen Anterbrechung in freundlicher Veranlagung, wozu die kräftige Erholung des französischen Frankens beigetragen haben dürfte. Das Geschäft war etwas angeregt, doch blieb die Amsahtätigkeit bei dem vollständigen Mangel einer Beteiligung außenstehender Kreise im ganzen genommen immer noch klein. Vereinzelt schritt die Spekulation zu Deckungen, wodurch die Haltung des Marktes einen festen Anstrich gewann. Das Interesse wandte sich vorbörslich in etwas größerem Umfange wieder den Farbe naktien zu, die mit 250.5 etwa 3 Prozent höher eröffneten. Das Papier unterlag aber Schwankungen und senkte sich bei Eröffnung des offiziellen Verkehrs auf 249.50. Für Montanwerke stimulierte eine französische Meldung, laut der der Abschluß eines internationalen Kartells für Eisen- Hüttenprodukte zwischen Deutschland, Frankreich, Belgien und Luxemburg in den nächsten Tagen zu erwarten sein dürfte. Daraufhin waren Montanaktien teilweise etwas lebhafter gefragt und erzielten Kursgewinne bis 2,5 Prozent. Harpener 2,5 Proz., Gelsenkirchen 2 Proz. Elektro-Aktien waren kaum im Geschäft. AEG. büßten 0,5 Proz. ein. Bankaktien waren im allgemeinen gehalten, teilweise leicht gebessert. Barmer Bankverein plus 1 Proz.. Bayrische Hypothekenbank plus 1,13 Proz. Auch Schiffahrtsaktien strebten nach oben. Ha- pag plus 1,75 Proz., Rocdd. Lloyd plus 0,5 Prozent. Von Auto-Aktien waren Kleher um 0,5 Proz. befestigt, Daimler dagegen leicht ermäßigt. Zuckeraktien waren wenig verändert. Der weitere Verlauf brachte keine Belebung des stillen Geschäftes, trotzdem konnten sich aber die Kurse auf ihrem Anfangsniveau behaupten. In heimischen Anleihen bestand für Kriegsanleihen etwas Nachfrage, so dah das Papier leicht anziehen konnte. Ausländische Renten waren fast geschäftslos, die Kurse neigten zum Rachgeben. Der F r einer kehr war still. Benz 80 Prozent, Brown- Boveri 115 Prozent, Entreprise 7 Prozent, Gro- toag 60 Prozent, Ufa 46,75 Prozent, Afra 85 Prozent. Am Geldmarkt blieb Geld gesucht. Tagesgeld stellte sich etwas höher auf 4,5 Prozent. Monatsgeld 5 bis 7 Prozent je Adresse. Jndustrieakzepte 5 Prozent, Privatdiskonten 4,5 Prozent. Im Devisenverkehr war Paris gegen London kräftig erholt auf 190, auch Brüssel zog bis auf 190 gegen das Pfund an. Mailand stellte sich auf 147,HO gegen London.
Berliner Börse.
(Eigener Drahtbericht des ..Gießener Anzeigers".) Berlin. 26. Iuli. In der neuen Woche scheint die Börsenlage, soweit sich bis jetzt erkennen ließ, ihre gegenwärtigen k r i t i f d> e n Anzeichen beizubehalten: die Amsatzloslg- i e i t bei abwartender Haltung der Spekulation und des Publikums, dabei aber Widerstands- fähige Kurse. Auch heute lieh sich eine fühlbare Bewegung an den Effektenmärkten nicht erkennen, obgleich einige Anregungen hierzu Vorgelegen hätten. So wieS die Kohlenförderung in öer letzten Woche eine weitere Steigerung auf, und in der erheblichen Besserung des französischen Frankens lag ebenfalls ein entlastendes Moment vor. Stärkere Kursschwankungen vermochten sich bei dem stillen Geschäft nicht auszuwirken. Rur am Bankenmarkt ging es etwas lebhafter zu. Insgesamt war die Grundtendenz freundlich. Am Geldmarkt hat sich der herannahende Altimo noch nicht fühlbar gemacht. Das Angebot ist unverändert vorherrschend, und die Sähe sind noch die gleichen: Tagesgeld 4 bis 5,5 Prozent, Monatsgeld 5 bis 6 Prozent. Im Devisenverkehr hatte der französische Franken eine recht kräftige Erholung aufzuwesten. Paris konnte sich gegen London auf 189 heben. Brüssel
0.503 1
0.5137
'0.4675
96,25 •
97.1
46
148.7
149,5'
120,5*
108,5*
70,25
98,5
99,12
152,5
150
73,25
63
72
135.6' 123*
146*
141*
42
34
249»
88.9
Börsen kurse.
(Ohne Gewähr.)
248* 89,5
159,5*
142.5*
142
48 61.25 108,2*
132*
83
35,75
128'
178.5*
163,7*
149.7'
116
175
127.5'
178*
162,5*
78,6
6,25
76
84 75
0,45 0,51
0,27 0,45 0,42
131,7'
85 72,75* 136,5* 157,2* 138,2* 135,5*
144 48.12 63.12* 108,5*
131* 141,25
überholte den französischen Franken noch etwas und stellte sich auf 185 gegen London. Mailand notierte gegen das Pfund anfangs 144,50, senkte sich aber später auf 146.
H48.9*
143»
177*
128.5
I 179*
119.5*
159,2*
75,25
84,5
0,5125
0.465 .0,4675 I 0,525
51.6
99 132,75 136.2*
123
92,5 119,75
160
75,12
84
23.5
42
36,5
126
82
35,25
3,12
152
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71 I
1134,2'
! 86
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138,5'
, 160*
143*
12,75 | 12,8
46 I -
: 137,2* 1122,7'
121,7* 161*
I 76,5
85
127,2* 178*
163'
90 149* 114.5 121 7,25
131.5*
86.9
73
136*
156.5*
139*
132
136,7'
247,5* . 249.5' • 89 । 88,75
141.75 1 142,25
69 -
146,2* . 148*
142 ; 142,5*
501
107,85 1 107,25
78.75
5% Deutsche Reichsanlethe . 4% Deutsche Reichs anleihe .
8Vi% Deutsche RetchSanlcihe 3% Deutsche Reichsanleihe . Deutsche Svarprämicnanleihe 4°/0 Preußische KonlolS • . .
4% Hessen 3V9% Hessen 3% Hessen .......
Deutsche Wertb. Dollar-AM. dto. Doll.-Schatz-Anweikng.*)
<9/e Zolltürkcn 5% Goldmerikana ... ■ Berliner Handelsgesellschaft. Lommerj- and Privat-Bank. Darmsl. und Nationalbank ■ Deutsche Bank.........
Deutsche Bereinsbank ■ • . ■ Disconto Commandit . . Mctallbank...........
Mitteldeutsche Credttbank. Oesterreichische Creditanstaft. Weltbank...........
Bochumer Guß Buderus . .........
Taro . . »-Luxemburg irchener Bergwerke. .
Harpener Bergbau Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln Laurahüttc ■ • • . Oberbedarj . . . Phönix Bergbau ...... Rheimtahl Niebeck Montan . Tellus Bergbau Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . ... Theramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . Philipp Holzmann......
Anglo-Cont.-Guano
Chemische Mäher Alapm . . I. G. Jarbenindustric, A.-G. Goldschmidt Holzverkohlung Rütgerswerke Lcheideanstalt.........
Allg. ElektrizitätS-Gelellschaft Beramann Mainkrastwerke ...... Schuckert *. . , Siemens 4 Halske ..... Adlerwerkc Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Hchligenstacdk. . ......
Meguin............
Motorenwerke Mannheim
Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . Metallgcselltchaft Frankfurt. Pet. Union A.-G Schuhfabrik Herz . . . Sichel Zellstoff Wnldhot...... Zuckerfabrik Frankenthal . . Zuckerfabrik «Baa6äufe( . . .
144
49.25 62,75* 1 109*
132.5* ' 142,5
0.502 0,4505 0,4505
0.52 0.2707 0,4505
Frankfurt a.M.
Berlin
Schlud«! l-Uljr- fiur« 1 fiure
Schluß. | Anfang Kurs \ Kurs
Datum:
23. 7. | 26. 7.
23. 7 | 26. 7.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
(Ohne Gewähr.)
23 Juli-
26. Juli.
£hn liche Notierung
Amtliche Notierung Geld ' Brief
(Seid
Brief
Amft.-Noll
166,6t
169.06
168,54
168,96
Buen.-Aires
1,698
1,702
1,690
1.694
Brss.-Antw
9,83
9,87
11,03
92,08
11,07
Christiania.
92,03
92,27
92,82
Kopenhagen
111,20
111,48
111,18
112,27
111,46
Stockholm •
112,26
112,54
112,55
Helling forS
10,55
10,59
10,55
10,59
Italien. .
13,66
13,70
13.93
13,97
London. .
20,399
20,451
20,39-1
20,446
Neunork . .
4.195
4,205
4,195
4.205
Paris. • .
Schwei; . .
9,69
9.73
10,73
10,77
81,18
81,38
81,19
81,39
Spanien .
65,02
66,18
65,27
65,43
Japan . . .
1,975
1,979
1,983
1,987
Nio de Jan.
0.645
9.647
u.640
0.642
Wien in D-- Oest. abgest
59,38
59,52
59,33
59,47
12,462
Prag ....
12.42
12,46
12,422
Belgrad . .
7.412
7,432
7,412
7,435
Budaprit. .
Bulgarien .
5,87
5,89
5,855
5,895
3.04
3,05
0,04
3,05
Lissabon
21.425
-1,475
21,425
21,475
Danrig. .
Konstantin.
81.60
81,80
81,66
81,80
2,342
2,352
2,345
2,355
Athen.
5,01
5,03
4,99
5,01
Kanada. . .
4,195
4,205
4,197
4,207
Uruguay
4.195
4.205
4.175
4.185
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 24. Iuli. Im Verein mit der schwächeren Weltmarktlage dämmte die bessere Witterung die Geschäftstätigkeit im Berliner Produktenmarkt in ziemlich kräftigem Umfange ein. Die Nachfrage zog sich fast allgemein zurück, so daß von irgendwie nennenswerten Abschlüssen am letzten Tage der Woche keine Rede sein kann. Weizen ging im Zeithand«! bis 2 Mk. zurück. Auch Roggen in ähnlichem Umfange nachgiebig. Lediglich Iulirnonat auf vereinzelte Frage seitens der Mühlen unverändert. Gerste in Wintersorten fest, Sommergerste still. Hafer bei mäßigem Angebot nur niedriger unterzubringen. Futterstoffe sowie Oelsaaten finden kaum Beachtung und bleiben in den Preisen wenig verändert. Es notierten pro 1000 Kg.: Roggen (märk.) 185 bis 190, Sommergerste 190 bis 205, neue Wintergerste 154 bis 167, Hafer (märk.) 200 bis 210, Mais (loko Berlin) 176 bis 178, Raps 355 bis 360; für je 100 Kg.: Weizenmehl 38 bis 40, Roggenmehl 26,75 bis 28,75, Weizenlleie 10.50 bis 10.75, Roggenkleie 11.40 bis 11,50, Biftoriaerbfen 36 bis 42, kleine Speiseerbsen 28 bis 32, Futtererbsen 21 bis 26, Peluschken 27 bis 28,50, Ackerbohnen 23 bis 26, Wicken 32 bis 35, Lupinen (blau) 15 bis 17, Lupinen (gelb) 20 bis 21, Rapskuchen 14.80 bis 15. Leinkuchen 19,50 bis 19.80, Trockenschnihel 10,70 bis 11, Soya-Schrot 20.40 bis 20.90, Kartoffelflocken 23.50 bis 24.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M, 26. Iuli. Auftrieb: 1158 Rinder, darunter 237 Ochsen, 39 Bullen, 846 Färsen und Kühe; 473 Kälber, 94 Schafe, 2792 Schweine. Es notierten 100 Pfd. Lebendgewicht: Rinder: Ochsen, vollsleischige ausgewachsene höchsten Schlachtwerts 60 bis 64. junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere ausgemästete 54 bis 59, mäßig genährte junge und gut genährte ältere 44 bis 53; Bullen, vollfl. ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 50 bis 55. vollfl. jüngere 45 bis 49; Färsen und Kühe, vollfl. ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 60 bis 64, vollfl. ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Iahren 52 bis 58, wenig gut entwickelte Färsen 52 bis 59, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 40 bis 51, mäßig genährte Kühe und Färsen 30 bis 40, gering ge
nährte «Kühe und Färsen 18 bis 28. Kälber: Feinste Mastkälber 65 bis 70, mittlere Mast- und beste Saugkälber 56 bis 64, geringere Mast- und gute Saugkälber 50 bis 55. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 45 bis 50, geringere Mast- hämmel und Schafe 35 bis 44, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 30 bis 34. Schweine: Vollfl. von 80 bis 100 Kg. 82 bis 84. unter 80 Kg. 78 bis 81. von 100 bis 120 Kg. und von 120 bis 150 Kg. 80 bis 83, Fettschweine über 150 Kg. 80 bis 82, unreine Sauen und geschnittene Eber 70 bis 75. Marktverlauf: Bei lebhaftem Handel ausverkauft.
Frankfurter Getreidebörse.
Frankfurt a. M., 26. Iuli. Es wurden notiert: Weizen (Wetterauer) 32, Roggen (inländischer) 22.25 bis 22.50, Hafer (ausländischer) 21.25 bis 23, Mais (gelb) 18.25 bis 50, Weizenmehl, inländ., Spezial 0. 42.25 bis 43.50, Roggenmehl 31 bis 31.50, Weizenkleie 9.25, Roggenkleie 11, Erbsen 32 bis 48, Linsen 45 bis 75, Heu, süddeutsches gut, trocken. 9.50 bis 10, Weizen- und Roggenstroh 5.50 bis 6, Treber, getrocknet, 16. Tendenz: Ruhig.
Buntes Allerlei.
Auf der Bogelneffer-3nfel.
Die „Insel der 100 Gipfel" "ist^in kleines Eiland an der Küste Chinas, das berühmt ist als Brutplah einer bestimmten Art von Seeschwalben, aus deren Restern die Chinesen die berühmte Vogelnestersuppe bereiten. Das Volk nennt daher diese Insel, deren hundert Gipfel übrigens nur recht winzige Erhebungen sind, lieber die „Vogelnester-Insel". Eine Fahrt nach diesem Paradies der chinesischen Tafelfreuden schildert ein Mitarbeiter des Manchester Guardian. Die Verwertung der Vogelnester geschieht durch ein Syndikat, an dessen Spitze sein Freund Tan Keng Whay steht, und von ihm erhielt der Verfasser die Erlaubnis, auf einer Dschunke hinüberzufahren. „Rach einer Fahrt von ein paar Stunden", schreibt er, „sichteten wir die Insel fern am Horizont, und am späten Rachmittag hatten wir sie erreicht. Das Eiland ist ein mächtiger, nicht sehr hoher Felsen mit zahlreichen Spitzen. Am Fuße des Felsens befinden' sich viele Höhlen, in welche das Meer brandet, und hier wohnen die Seeschwalben, die deü Fels zu einem so gewinnbringenden Gebiet verwandeln. Rings an der Küste sind ein paar Hütten, in denen Chinesen leben, die die Vogelnester ernten und sie zugleich gegen Räuber schützen. Rach dem wir noch ein wenig ihrer eintönigen Musik gelauscht hatten, legten wir uns nieder, und am Morgen war ich früh auf, um die Hohlen zu besichtigen. Ich wollte zunächst an ihnen entlang schwimmen, aber lange düstere Schatten in dem klaren Wasser, die rings um die Dschunke herumglitten, flöhten mir Mißtrauen ein, und als wir eine leere Konservenbüchse über Bord warfen, da tauchte bald ein Haifisch auf. Diese Bevölkerung des Meeres lud nicht grade zum Baden ein. und so zog ich vor, in einem Sampan, einem kleinen chinesischen Boot, die Höhlen zu erforschen. Sie sind weder ziemlich groß noch sehr luftig; wir drangen in mehrere ein und sanden, dah sie alle einander gleichen. Die Vögel waren sehr eifrig beim Resterbau, und ich bewunderte diese Erzeugnisse, die den größten Leckerbissen des Chinesen bilden. Die Rester bestehen aus einem dünnen, gallertartigen Stoff, der an Fischleim erinnert. Diese zähe Substanz wird von den Vögeln abgesondert und wird dann hart. Rach der Brutzeit werden die Nester gesammelt, eingekocht, gereinigt und zu hohen Preisen an die reichen Söhne der Mitte verkauft. So hatte ich denn nun die Vogelnester bei ihrer Entstehung belauscht, aber selbst diese interessante Beobachtung konnte mir keine Vorliebe für die berühmte Suppe einflöhen.
Büchertisch.
— R eli gio nskund li ch e Quellen- bücherei. Herausgegeben von Pros. W. Oppermann. Iedes Heft 0,60 Mk. bis 1 Mk. 1926. Quelle & Meyer. Leipzig. Die religionskundliche Quellenbücherei bietet größere, in sich geschlossene Quellenstücke aus dem Bereich des Christentums und anderer Religionen und sucht so aus den Quellen Schule und Heim Arbeitsgemeinschaften im Bild von den großen Persönlichkeiten und Begebenheiten, den Bewegungen und Fragen aus dem Bereich der Religion zu vermitteln. Es sind erschienen: Die Religiosität griechischer Denker und Dichter, geistliche Dichtung aus dem Mittelalter, deutsche Mystik, die kath. Kirche der Gegenwart, Schleiermacher. Die Auswahl der Quellen, die Literaturangabe ist durchweg gut. Hervorragend sind Heft 1 und 4. 199
— Rudolf Euckens Welt- und Lebensanschauung. Von Dr. O. Siebert. 169 S. Mk. 3,20. Beyer & Söhne, Langensalza. Eine flott lesbare Einführung in Euckens Gedankenwelt und die Hauptprobleme der Gegenwart, ausgehend von der Voraussetzung, daß Süden heute der Philosoph 'der Gegenwart ist. Das bezeichnet Vorzüge und Grenzen der Arbeit. Immerhin, in der Verworrenheit der Zeitströmungen kann es von großem Ruhen sein, an der Hand eines unserer größten Philosophen unser gesamtes Lebenswissen zu überschauen und mit ihm die großen Fragen menschlicher Kultur zu durchdenken. 899
Rundfunk-Programm
des Frankfurter Senders.
(Aus der »Radio-Amschau".)
Dienstag, 27. Juli.
4.30—5.45 Ahr: Konzert des Hausorchesters: Iohann Sebastian Bach. 5.45—6.05 Ahx: Die Lesestunde. 7.15—7.45 Ahr: „Nierstein, die größte weinbautreibende Gemeinde Deutschlands", Vortrag von Bürgermeister Dr. Wollmer, Nierstein. 7.45—8.15 Ahr: Stenogr. Fortbildungskursus für Anfänger und Fortgeschrittene (Diktat von 80 Silben aufwärts). 8.15—10.15 Ahr: Konzert des Kameradschaftsvereins Hoch- und Deutschmeister, Wien.
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Sommerkur für 4582ss
Nervenkranke
u. Nervös-Erschöpfte. Spezialkuranelalt Hofheim 1. Taunus bei Frankfurt a M.
Prospekte durch
Dr. 71. Schulze-Kahleyss, Nervenarzt.
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Verantwortlich für Feuilleton t. V.: Dr. Fr. W. Lang e.


