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enthält folgende Derlustposten: Ee^a>ntverluft2 während des

Generalstreiks

Verluste der Kohlenindustrie Frachtverluste der Eisenbahn Produrtionsaussall an Roheisen Produktionsausfall an Stahl Rückgang der Daumwollausfuhr Rückgang der Wollausfuhr Rückgang von anderen Halb- und Fertigwaren in der Ausfuhr

Produktionsausfall für den inneren Markt

Lo.'-nausfall der Bergarbeiter Lohnausfall anderer Indu­striearbeiter

Diese Statistik kann nicht 1

Hochfchuinachrichten.

Der Jubiläumsrektor der Universität Marburg.

wir den Deich sahen, machte ich noch die Lieber- legung, mich über Bord zu lassen und abzu­springen. Ich verlor das Bewußtsein, das ich erst unter den Händen der Aerzte wieder­erlangte.

Die Untersuchung, soweit eine solche noch möglich war, hat ergeben, das) das Flugzeug in der Luft vom Blitz getroffen wurde und brennend a b g e st ü c z t ist. Das deckt sich auch mit den Angaben mehrerer Schiffer, die die Maschine brennend abstürzen sahen.

Die Bevölkerunqsbewegnnq in den deutschen Großstädten im Mai 15)26.

Die Dersassurrgsfeier derpreutzischen Stcmisregierung.

Berlin, 24.3u(i. Die preußische Staatsregie­rung veranstaltet auch in diesem Jahre am Ber- fassungstage, dem 11. August, eine Abendfeier im Konzertsaal der Staatlichen Hochschule für Musik mit folgendem Programm: 1 Ouvertüre zu Goethes Egmont", op. 84 von Ludwig van Beethoven; 2. Ansprache des Ministers für Volkswohlfahrt, Hirtsi efer; 3. ChorWach auf, es nahet der Tag" aus denMeistersingern" von Rich. Wagner; 4. Symphonie Nr. 3Eroica", op. 55 von Ludwig van Beethoven. Der preußische Staatsdomchor unter Leitung von Professor Hugo Rüdel und das Phil­harmonische Orchester unter Leitung des Kapell­meisters an der Staatsoper, Selmar M e y r o w l tz, wirken mit.

Aus aller Welt- Schweres Flugzeugunglück aus der Nordsee.

Vom Blitz getroffen, brennend abge stürzt. Vier Tote.

deutschen Steinindustrie schwere Gefahren. Im Interesse der im Kammer­bezirke stark vertretenen Steinindustrie hat M Kammer sich bei dem deutschen Industrie- um Handelstag dafür eingesetzt, daß er feinerfeiö nichts unterlasse, was geeignet ist, diese Ge- fahren zu beseitigen oder sie wenigstens zu mildern. Dies ist geschehen.

Durch das Eisenabtommen zwischen der deut« schen Rohstahlgemeinschast und den Saarwerken wird die

Belieferung Süddeutschlands mit Roheisen zu angemessenen Preisen gefährdet. Die Han­delskammern haben bei der hessischen Regierung! die erforderlichen Schritte getan, daß die 3n«t'| essen der hessischen Eisenverbraucher gewahrtn werden. , ,, ,

Der verkauf von Automobilbelriebsslofsen auch außerhalb der gesetzlichen ve^aufszeit wird von den hessischen Handelskammern unbedingt notwendig gehalten. Dre hessisches aieruna hat sich den Vorstellungen der Handels­kammern nicht verschlossen und eine entsprechende Verordnung nach preußischem Vorbilde für W Land Hessen erlassen.

Eine Rundfrage des Deutschen Induftne- und Handelstags gab der Kammer Veranlassung sich für eine

Aenderung des Gesetzes über den unlaulerea Wettbewerb

in dem Sinne auszusprechen, daß die Sonder' Verkaufsveranstaltungen aller Art, wie sie jetzt &' der Tagesordnung sind, vielleicht mit Ausnahnu der sogenanntenWeißen Wochen" gänzlich ver boten werden.

Im Interesse einer

einheilllchen Regelung des Ausverkaufswesens im Kammerbezirke . ..

ist bei den zuständigen Kreisämtern auch für v» | Kreise Alsfeld und Lauterbach der Erlab emc

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den Anspruch er-

allen Heizmitteln das Gas in Frage. Seine Verwendung kann gegenüber dem heutigen Ver­brauch dadurch bedeutend gesteigert werden, daß eine Herabsetzung der Gaspreise vorgenommen wird. Dies ist aber nur möglich durch eine rationellere Herstellung und Verteilung des Ga­ses, die wiederum nur dadurch erreicht werden kann, daß an Stelle der vielen kleinen kommu­nalen Gaswerke wenige Werke treten. Es müsse daher im Interesse der Wirtschaft angestrebt werden, daß die gesamte

Gasversorgung des hessischen Wirtschafts­gebiets

möglichst von einem einzigen Zentrgl- Gaswerk vorgenommen wird. Die auf dieses Ziel hingehenden Bestrebungen, welche in der Provinz Starkenburg ihren Ausgangspunkt haben, werden von der Kammer mit der größten Aufmerksamkeit verfolgt. Sollten die vorliegen­den Pläne greifbare Gestalt gewinnen, dann wird die Kammer nicht verfehlen, zur gegebenen Zeit auch an die Gemeinden mit eigenen Gaswerken im Bereiche ihres Bezirkes mit entsprechenden Vorschlägen herantreten.

Bereits im Dezember 1925 haben die hessi­schen Industrie- und Handelskammern zu dem Gesetzentwürfe über den

Vergleich zur Abwendung des Konkurses

Stellung genommen. In dem neuen Entwürfe sind die damals gemachten Vorschläge zum Teil berücksichtigt worden. In einer Sonderkommis­sion des Industrie- und Handelskammer tags soll der Entwurf gleichwohl einer nochmaligen Prü­fung unterzogen werden.

Die vom Deutschen Industrie- und Handels­tag in Gemeinschaft mit den Spitzenverbänden ausgearbeitete Denkschrift über die Entwicklung und den gegenwärtigen Stand des

Prüfungswesens für industrielle Fach­arbeiter

ist Gegenstand gemeinsamer Beratung der hessi­scher Kammern gewesen. Die Llebernahme des Prüfungswesens für industrielle Facharbeiter auf die Industrie- und Handelskammern, wie sie in der Denkschrift angeregt wird, würde die Schaf­fung entsprechender gesetzlicher Bestimmungen zur notwendigen Voraussetzung haben. Die Kammern I sind übereinstimmend zu der Ansicht gelangt, daß für eine Reuordnung der Dinge auf diesem I Gebiete ein dringendes Bedürfnis nicht vorliegt, zumal feststeht, daß schon jetzt in den von der Handwerkskammer für diese Zwecke ein­gesetzten Prüfungskommissionen Vertreter der Industrie Sih und Stimme haben, so daß eine Berücksichtigung der industriellen Belange ge­währleistet ist.

Die Berliner Vereinbarungen aus dem Jahre 1924 über die

Geschäftsbedingungen für den deutschen Kartoffelhandel

haben sich als reformbedürftig erwiesen. Es hat sich vor allem herausgestellt, daß bisher die Be­lange des süddeutschen, also auch des hessischen Kartoffelhandels, nicht die gebührende Berück­sichtigung gefunden haben. Unter diesem Gesichts­punkte haben die hessischen Kammern nunmehr entsprechende Abänderungsvorschläge bei Neuauf­stellung der Geschäftsbedingungen gemacht.

Durch den Abschluß des deutsch-schwedischen Handelsvertrags, in welchem der schwedischen Pflastersteinindustrie bei der Einfuhr ihrer Er­zeugnisse dolle Zollfreiheit zugestanden worden ist, sowie durch die eisenbahnseitig geplante Frachterhöhung für Wegebaustoffe, drohen der

Verschwundene englische Schiffspläne.

London, 25. Juli. (WTD.) Die Blätter melden, daß die Pläne für den nach dem Washingtoner Abkommen in Angriff genomme­nen neuen KreuzerSuffolk", die von Ports­mouth abgesandt tvurden, wahrscheinlich ge­stohlen worden sind. Es handelt sich nicht nur um Konstruktionspläne, sondern auch um Einzelheiten der Bewaffnung und Einrichtung des Schiffes und um geheime Zeichnungen, die, wie man annimmt, nur den führenden Offizieren und den Konstruktionsabter- lungen der Admiralität bekannt gewesen sein können.

Aus der Yrovinzialhauptstadt.

Gießen, den 26. Juli 1926.

Don der Handelskammer Giehen

Die Industrie- und Handelskammer Gießen erstattet ihren Geschäftsbericht, dem wir folgende . Ausführungen entnehmen:

Die dem Reichstag vorgelegte Novelle zum Reichsknappschaftsgesetz bezweckt in ihrem Grundgedanken eine Entlastung des Berg­baues; der sozialpolitische Ausschuß des Reichs­tages hat nun die Novelle derart umgestaltet, daß sie eine starke Mehrbelastung des Berg­baues darstellt, die dieser angesichts seiner kata- 1 strophalen Lage unmöglich tragen kann. Di« | Industrie- und Handelskammer Gießen hat da- \ her im Interesse des

oberhessischen Bergbaues ,

durch den Minister für Arbeit und Wirtschaft die hessische Regierung bitten lassen, daß sie der Novelle in der jetzt beschlossenen Form unter keinen Llmständen ihre Zustimmung gibt, und darüber hinausgehend sich nach Möglichkeit für eine gänzliche Zurückziehung der Vorlage bis zur Wiederkehr geordneter Verhältnisse im deut­schen Bergbau einseht.*

Für die Industrie-Heizung kommt vor

Sinorvxefss Sturz.

Niederlage der Opposition in der russischen Kommnniftenpartei.

Moskau, 25. Juli. (Telegraphenagentur der Sowjetunion.) Das Zentralkomitee der k omm un ist ifchen Partei der Sowjetunion befchäftiole sich in seiner heutigen Vollsitzung mit einer Reihe wichtiger Fragen des staatlichen und wirtschaftlichen Wiederaufbaues und des innerpar- teilichTn Lebens. Rach Anhörung eines Referats der Zentralkammission über Fälle von Uebertretungen der Beschlüsse früherer Kongresse betreffs Wahrung der Einheit der Partei durch einige der führenden Parteimitglieder wurde beschlossen, S i n o w j e s f von seinem Posten als Witglied des politischen Bu- rentr. des Zentralkomitees abzuberufcu und L a f ch e w i h aus der Zahl der Kandidaten des Zentralkomitees auszufchliehen. An Stelle 5ino- wjeffs wurde Rudzutak zum Mitglied des poli­tischen Bureaus gewählt. Gegenwärtig besteht also das politische Bureau aus folgenden Mitgliedern: Stalin, Bykow, Bucharin, Tomfki, Kalinin, Molo- too, Rutzutak und Trotzki.

Die Entschließung über die Wahrung der Einheit der Partei Weist darauf hin, daß die zur Zeit des 14. Kongresses entstandene und vom Kongreß verurteilte Opposition, obwohl ihr die Möglichkeit blieb, sich in sämtlichen führen­den Institutionen zu betätigen, dennoch weiter auf ihren vom Kongreß festgestellten Irrtümern beharrte und in ihrem Kampfe den Boden rechtmäßiger Verteidigung ihrer An- sichien im Rahmen des Parteistatuts verlieh. Die Opposition hat in letzter Zeit versucht, eine illegale fraktionelle Organisation zu schaffen, die im Gegensatz zur Partei stand und gegen deren Einheit vorging. Der Versuch äußerte sich in der Abhaltung ungesetzlicher Ver­sammlungen, im Druck und Versand zu tenden­ziösen Zwecken gesammelter Geheimdokumente der Partei, und in der Entsendung von Agenten zu anderen Parteiorganisationen zwecks Schaf­fung ungesetzlicher fraktioneller Gruppen. Fest­gestellt ist, daß die Fäden des sraktionellen Vor- geheirs der Opposition zum Apparat des Exe­kutivkomitees der Kommunistischen Internatio­nale laufen, an dessen Spitze S i n o w j e f f steht. In der Entschließung wird besonders die Tat­sache der Abhaltung einer ungesetzlichen fraktio­nellen Versammlung im Walde bei Mos - k a u hervorgehoben, die ein Mitarbeiter des Zentrallomitees, Belenki, organisierte und als Vorsitzender leitete. In der Geheimversamm­lung trat der Kandidat des Zentralkomitees Laschewitsch auf und forderte die Anwesen­den auf, sich zum Kampfe gegen die Partei und das von dieser gewählte Zentral-

]( Marburg, 24. Juli. Im Senatssaal der Universität fand heute nachmittag die Wahl des Rektors und der Dekane der Universität Marburg, die im nächsten Jahr ihr 400jähriges Bestehen feiert, statt. Zum Rektor wurde der Direktor des Histori­schen Seminars. Geheimer Regierungsrat Dr. phil. Wilhelm Busch, gewählt. Der Zufall wollte es, daß dessen Großvater bei der 300-Jahr-Feier der Universität ebenfalls das Rektorat innehatte. Zu Dekanen wurden gewählt für die Theologische Fa­kultät Professor Dr. theol. et phil. Rudolf Otto, für die Juristsche Fakultät Professor Dr. Edmund

jahres liegen und mit dem Geburtentiefstand des . 1. Halbjahres 1924 sich decken. Die allgemeine Sterblichkeitsziffer hat im Berichtsmonat trotz im allgemeinen feuchter und kühler Witterung mit 10,1 einen bemerkenswerten Tiefstand er­reicht. Auch die auf 100 Lebendgeborene des Derichtsmonats berechnete Säuglingssterblichkeit weist gegenüber dem Mai des Vorjahres eine Abnahme von 6v.H. auf. Der Rückgang der allgemeinen Sterblichkeit betrifft sämtliche Alters­klassen mit Ausnahme der Tlebersechzigjährigen, bei denen die Zahl der Sterbefälle zugenommen hat. Es ist vor allem bedingt durch eine Ab­nahme der Sterblichkeit an Tuberkulose, Lungen­entzündung, Masern, Grippe, Magen- und Darmkatarrh, Krämpfen der Kinder und Ver- unglückungen. Zugenommen haben dagegen die vornehmlich für die höheren Altersklassen in Be- I tracht kommenden Sterbefälle an Herzkrankheiten und Gehirnschlag.

30. Deutscher Krankenkassentaq.

Der Hauptverband deutscher Krankenkassen e. V., der 1000 Krankenkassen mit über 10 Mil­lionen versicherten Mitgliedern zählt, hält am 25. und 26. Juli in der Rheinhalle derGesolei" in Düsseldorf seine diesjährige Mttgliederver- ammlung als 30. Deutschen Krankenkassentag ab. Zu der Eröffnungsversammlung waren mit mehreren tausend Vertretern aus dem Reiche Vertreter der Reichs- und Länderregierungen sowie Delegierte der Versicherungsanstalten er­schienen. Ebenso hatte das Ausland Vertreter entsandt. Auch nimmt ein Vertreter des Inter­nationalen Arbeitsamts in Genf an den Ver­handlungen teil. Nach der Begrüßungsansprache des Vorsitzenden des Verbandes, Stadtrat Ahrens (Charlottenburg), der mitteilte, daß, der Verband auch im verflossenen Jahre eine erfreuliche Entwicklung genommen habe, über- | brachte Senatspräsident von Zurwesten vom ; Reichsversicherungsamt die Wünsche der Reichs- ; regierung für einen guten Verlauf der Tagung. Den Geschäftsbericht erstattete der geschäftsfüh­rende Vorsitzende Lehmann (Berlin), der über das Verhältnis zwischen den Krankenkassen und der Aerzteschast, das noch nicht so gut sei wie man wünschen müsse, und über die Bedeutung der Arbeitslosenversicherung eingehend berichtete. Sodann folgten Vorträge von Oberregierungsrat Ling er (Berlin) überGesundheitsfürsorge durch Arbeitsgemeinschaften und Sozialversiche­rungsträger" und von Prof. Dr. Klein (Jena) überNaturheilverfahren int Dienste der Kran­kenversicherung".

Wirbelsturmkatastrophe im Freibad Grünau.

Infolge eines Gewitters bildete sich Sonntag nachmittag in Grünau bet Berlin eine Wind­hose, die in der Llmgebung des dort befind­lichen Freibades große Verheerungen anrichtete. Es wurden etwa 40 große Kiefern umgebrochen, wodurch eine Person getötet und neun mehr oder weniger schwer verletzt wurden. Die Verletzungen der Personen sind durch die in das Wasser fallende Bäume und durch herunter- sliegende Splitter entstanden. Glücklicherweise be­fanden sich nur verhältnismäßig wenig Leute im Freibad. In der Nähe von Grünau wurde noch eine Laubenkolonie durch den Sturm verwüstet, wobei vier Personen durch umstürzende Lauben verletzt wurden.

lomitee zusammenzuschließen.

Es sind ferner Versuche gemacht worden, fcie Ansichten der Opposition bei anderen kom- munisiischen Parteien zu verbreiten, um dadurch den Boden zur Aufreizung der aus­ländischen kommunistischen Parteien gegen die kommunistische Partei der Sowjet­union vorzubereiten. Die Partei macht den Leiter

Kit v-rantwAtttch Deshalb M di- DollsL Mebiamatrat

zung Sinowjeff aus dem politischen Bureau und f dte Mstlosiaphische Fakultät Profess

Laschewitsch aus dem Zentralkomitee audge- | Dr. phil. Alfred Thiel, schlossen, und letzteren von seinem Amte als stellvertretender Vorsitzender des krieaSrevolu- tionären Rates abberufen. Sie erteilte ihm einen strengen Verweis und drohte ihm im Falle fortgesetzter ftaktioneller Tätigkeit den Aus­schluß aus der Partei an. Die Entschließung stellt fest, daß die Tätigkeit der Opposition bis­her bei keiner einzigen Parteiorganisation An­klang gefunden hat, doch könnte eine weitere Entwicklung der fraktionellen Tätigkeit eine Ge­fahr für die Spaltung der Partei zeitigen.

sind restlos aufgebraucht, so daß die welleroer- arbeitenbe Industrie zu immer größeren Be­triebsstillegungen schreiten mußte. Dadurch hat sich die Arbeitslosigkeit enorm ge­steigert, so daß also die Lohnausfälle ins- qciamt schon wesentlich höher sind, als angegeben irirb Ebenso sind auch die von Runciman mit- geteilten Ausfälle an Stahl und Eisen großer. Hinzutreten die Gesamtverluste der Kohlenindu­strie, wie überhaupt des ganzen englischen Han^ dels. Die Verlustsumme von 148 Mill. Pfund bleibt also weit hinter der Wirklichkeit zurück. Aber schon diese Statistik genügt, um dem deutschen Arbeiter zu zeigen, wie verderblich jeder Streck ist, der die Wirtschaft schädigt und den Ar­beiter selbst am meisten trifft.

halten.

Für 40 000 Dollar Opium beschlagnahmt.

Zollbeamte haben in Amoy bei Singapore 5000 Tahils Opium im Werte von 40 000 Dollar beschlagnahmt, die sie im Maschi­nenraum des DampfersNanking" ge­funden hatten. Verhaftungen wurden nicht vorge­nommen.

Wettervoraussage.

Vorwiegend westliche Winde, nur vorüber­gehend aufklarend. Zeitweise leichter Regen, Temperatur verhältnismäßig niedrig.

Ein Wirbel, der von Temperaturgegensätzen unterstützt, über Jütland nach Schweden gezogen ist, hat kühlere, feuchte Lust herangeführt unb die SHvnwetterlage wieder schnell überwunden. Auf seiner Rückseite bildet sich über Südengland ein schwaches Störungsgebiet aus, das den Witte­rungscharakter noch wechselird gestaltet^

Gestrige Tagestemperaturen: Maximum 22,4, Minimum 13 Grad Celsius. Heutige Morgentem­peratur 15,2 Grad Celsius.

heben, vollständig zu sein. Sie erfaßt höchstens , die Verluste bis Mitte Juni. Schon damals Auf 1000 der großstädtischen Bevölkerung wurden die Lohnausfälle im Bergbau auf 27 trafen im Mai 1926 (auf ein volles Jahr um» Millionen Pfund geschäht. Wir befinden uns gerechnet) 10,6 Eheschließungen; das sind um uns jetzt im letzten Iulidrittel. so daß also die 8v. H. mehr als im Mai des Vorjahres (9,8) Ausfälle fast doppelt so hoch sind. Mitte Juni und um rund 30 v. H. mehr als im Durchschnitt arbeiteten auch noch einige Hochöfen, fer-.er waren März-April 1926. Der Anstieg zum üblichen noch etliche Elfen- und Stahlvorräte vorhanden. Maigipsel war somit außerordentlich steil. Die Die letzten Hochöfen sind nunmehr ausgeblasen, Lebendgeborenenziffer ist gegenüber dem Mai so baß England praktisch aus dem Kreis der 1925 von 16,0 auf 14.6 gesunken; dieser Stand Eisen- und Stahlproduzenten der s entspricht den Geborenenziffern der Vormonate, Welt ausgeschieden ist. Auch die Vorräte | die sämtlich erheblich unter denen des Vor-

Die hiße In Neunork.

In Neuhork hält die schwüle Temperatur an. Die Menschen versuchen, wenigstens im Freien etwas Schlaf zu finden. Es herrscht einige Befürchtung, daß die vorhandene Menge T r i n k w a s s e r nicht ausreicht. Für alle Fälle hat die Behörde zur Sparsamkeit im Wasser­verbrauch ermahnt.

Das Sumpsfieber in Schlesien.

Die Sumpsfiebererkrankungen im Gebiete der Ohle haben weiter um sich gegriffen. Es werden I jetzt auch Sumpffiebererkrankungen aus dem Kreise Reichenbach, dem Tleberschwxmmungsgebiet der Peile, aus Liegnih und den niederschlesischen Kreisen Lüben und Glogau gemeldet. In Langenbielau sind bisher 300 Erkrankungen an Sumpffieber zu verzeichnen. In diesem Ort sowie in Oberlangenbielau sind auch einzelne Typhus- fälle ausgetreten.

Raubüberfall.

Ein Bäckermeister von Forbach (Baden), der im Aufttage einer Daufirma Lohngelder abge- holt hatte, wurde zwischen Erbersbronn und Hundsbach überfallen, geknebelt und des Geldes beraubt. Die Täter entkamen unerkannt.

Seltsame Vorgänge in einer schlesischen Kommune.

In Neusatz a. d. Oder (Schlesien) beschaf- ttgte sich unter dem Vorsitz des sozialdemokratt- schen Stadtverordnetenvorsteher-Stellvertreters Ludwig die Stadtverordnetenversammlung in der letzten Sitzung mit der auf Grund der Wahl des erst 25jährigen sozialdemokrattschen Regie­rungsassessors Dr. Tröger-Dortmund zum Ersten Bürgermeister von Neusalz erfolgten Amtsniederlegung sämtlicher Listen­nachfolger des Wahlvorschlages Stadtwohl. Es wurde beschlossen die Giften- NachfolgerStadtwohl" r 6 Jahre ihres Bürgerrechtes für verlustig zu erklären und sie mit einem Viertel stärker als alle übrigen Bürger der Stadt zu Gemeindeabgaben heranzuziehen. Weiter wurde beschlossen, gegen Bürgermeister Dessel ein Disziplinarver­fahren mit dem Ziele der Entfernung vom Amte einzuleiten. Dessel hatte, bei der Staats­anwaltschaft in Glogau Anzeige erstattet, daß bei der Wahl des Ersten Bürgermeisters die Stimmen zweier Stadtverordneter der Wirt­schaftspartei erkauft worden seien. Hierzu hatte er weder vom Magistrat, noch von der Stadt­verordnetenversammlung eine Ermächtigung er»

Am Samstagnachmitlag gegen 6.45 Uhr geriet f ü b (i <h 3 u i ft ein Flugzeug in ein plötzlich stehen- , des, außerordentlich stackes Gewitter, fo daß Die englischen Ztreikverluste.

Die Verheerungen des Kohlenstreiks in ber fönen, unter diesen der Pilot, ums Leben ge- englischen Wirtschaft nehmen von Woche zu kommen. Lin weiterer Passagier wurde schwer Woche an Umfang zu. Dabei ist vorläufig noch verletzt. Die vier Leichen wurden in der Nacht zum gar nicht zu erkenne,r, wann der Streik sein Ende Sonntag gegen 4 Uhr geborgen. Die Namen der ftnden wird. Die Russen sind intensiv an der Toten konnten noch nicht mit Sicherheit festgestellt Arbeit, die Kassen der streikenden Bergleute werben.

immer wieder aufzusüllen, so daß diese noch ge- Der schwerverletzte Fabrikant S t r o i n g, der raume Zeit werden im Ausstand verharren kön- sich seit heute früh im Juister Krankenhaus be« neu, vorausgesetzt, daß sich die englische Regie- findet und den die Aerzte trotz seiner schweren; tung angesichts der enormen Schäden, die mit Verletzungen am Leben zu erhalten hoffen, founte dem Kohlenstreck verbunden sind, nicht doch end- folgende Schilderung des Unglückssalles geben: lich gezwungen sieht andere Setten aufzuziehenWir sttegen bei schönstem Wetter nachmittags und gegen die bewußte Zerstörung der englischen zu einem R u n d f l u g NorderneyJuistBor- Wirtschaft durch die Bolschewisten Front zu kum auf, im ganzen fünf Personen, der Pilot, machen. eine Dame, zwei Herren und ich. Wir überflogen

Im Unterhaus ist soeben erst bei der dritten Norderney. Dann wandten wir uns auf Juist zu, Lesung des Etatsgesetzes von dem liberalen Ab- als sich plötzlich der Himmel versin- geordneten Runciman, einer ausgezeichnet unter- ster t e. Dichte Wolken jagten über uns her und richteten Persönlichkeit, eine Bilanz der hüllten uns bald ein, so daß jede Orientie- Streikverluste gezogen worden, die ein ge- rung unmöglich wurde. Unablässig zuckten radezu erschreckendes Bild von den katastro- Blitze um uns herum, Wolken, bruchartiger phalen Auswirkungen desDergarbeiterausstandes Regen ergoß sich über unser hin- und berge« gibt. Nach den Darlegungen Runcimans sind worsencs Nugzeug. Vergeblich bemühte stch der nicht weniger als 148 Millionen Pfund Sterling Pilot, das Flugzeug über die Wolken hin- als Verluste zu verbuchen. In deutsches Geld aufzuschrauben. Plötzlich waren wir in eine umgerechnet, sind daS rund drei Goldmilliarden. Feu e r l oh e g e ll t. Riesige Flammen schlu- Wie sich die Verluste im einzelnen zusainmen- gen an dem Flugzeug empor, quälende Hitze und sehen, zeigt eine Statistik, die er verlas. Sie erstickender Rauch raubten uns fast die Besinnung.

----------- Plötzlich neigte sich das Flugzeug nach unten und

stürzte mit immer zuneh rnender 30,0 Mill.Pfund Schnelligkeit ab. Entsetzt schrien wir alle auf und klammerten uns an die Handgriffe. Das alles war das Werk einer Sekunde. Als

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