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pichen Verordnung über die Ausverkäufe, wie sie bereits seit dielen Jahren für den Kreis Gießen besteht, beantragt worden.
Zwecks Beschleunigung der
Vosfpaketbesörderung vom Stodlposlaml jum Hauptpostamt in Dietzen
hat die Kammer die Anschauung eines Lastkraftwagens angeregt. Nach Mitteilung der Post- verwaltung ist die Einführung von Kraftwagen für den Fährbetrieb der Güterposten iroch im Laufe dieses Jahres zu erwarten.
" Im Interesse der Anlieger hat sich d.e Kammer für die Wiedereröffnung der e'senbahnseitig angevrdneten Sperrung des
Eisenbahnübergangs an dem Dege nach der Margarelhcnhülte
unterhalb der Äiehwagenreinigungsanstalt em- gefebt.
Aus die in letzter Zeit wieder häutiger werdenden
Verzögerungen
In der Beförderung von Eifenbahngütern
hat die Kammer die Reichsbahn' irett.on aufmerksam gemacht. ES wurde eine Abstellung des betlagten ^lebelstandes zugesagt.
In einer Eingabe hat die Kammer dieReichs- bahndirektion Frankfurt wie auch den Deutschen Industrie- und Handclstag gebeten, sich b^i der ständigen Tarifkommission der deutschen Eisenbahnen für eine
larisierung von Herrenhüten
einzusehen, wie s'e den Belangen des Huthandels entspricht. -Dem Anträge konnte jedoch nicht statt- gegeben werden.
Der von der älniversitätsbehörde angeregten dauernden
Sperrung der Senckenbergstratze für den Lastkraftwagen verkehr
konnte die Kammer im Hinblick darauf, daß diese Straße eine wichtige Derkehrsorrbindung nach der Innenstadt darstellt, nicht das Wort reden.
Auf Antrag der Kammer wurde dem Skaatswissenschastlichen Seminar an der Landesuniversität
der Betrag von 300 Rm. zur Ausstattung der Bücherei der betriebswirtschaftlichen Abteilung des Seminars vom Hessischen Handelskammerlag bewilligt.
Alle Bemühungen der Kammer, ein gänzliches Verbot des zum Schaden des ortsansässigen Kleinhandels immer mehr um sich greifenden
Veamtenwarenhandels
durch die Staatsregierung zu erreichen, sind bisher vergeblich gewesen und werden voraussichtlich auch in Zukunft ergebnislos bleiben. Die Regierung stützt sich bei ihrem ablehnenden Verhalten auf das durch die Reichsversafsung gewährleistete Recht der Vcreinigungsfreiheit, in welches auch dann nicht eingegriffen werden könne, wenn die Beamten durch Zusammenschluß zu Konfumenten-Vrreinigungen ihre Rotlage zu verbessern suchen, wobei allerdings selbstverständliche Voraussetzung sei, daß dienstliche Interessen dadurch nicht beeinträchtigt werden.
In Llnterstüyung einer Eingabe des Reichs- verbandes deutscher Zigarrenhersteller hat die Handelskammer den Minister für Arbeit und Wirtschaft gebeten, sich namens der hessischen Staatsregierung bei der Reichsregierung dafür einzusehen, daß zur
Behevung
der schweren Rotlage In der Zigarrenindustrie ohne Verzug geeignete Maßnahmen ergriffen werden.
Die in der Tagespreise angeregte
Schaffung eines Viehhofes in Dietzen wird von der Handelskammer lebhaft begrüßt und warm befürwortet.
# Die Schulferien und der Tierschutz. Zur Fericntznt sei an alle Eltern und Erzieher, namentlich an die Führer und Führerinnen der Ferienkolonien, Die Bitte gerichtet, die Zeit deS fröhlichen Zusammenseins zu benutzen, den Sinn der Kinder auch auf den Tierschutz zu lenken. Richt nur dir Schonung der Vogel, der Käfer, der Schmetterlinge, der Kröten und Frösche, dec Waldschnecken und des sonstigen Getiers sollte man ihnen anempfehlen, sondern auch ihre Aufmerksamkeit sowohl den gut als den schlecht gehaltenen Haus- und Zugtieren zuwenden. An den oft ohne Streu und Wasser an der Kette liegenden unglücklichen Hofhunden und an den oft übrrlastcten und mißhandelten Pferden sollte nicht ohne ein Wort der Teilnahme vorübergeqangen und durch freundliches Zureden bei den Besitzern dieser Tiere für Abhilfe gesorgt werden. Auch auf die in engen Käfigen, manchmal übereinander, in der Svnnenglut an den Häusern hängenden Finken und andere Vögel sollte man die Kinder aufmerksam machen und sein Mißfallen äußern: auch hier soll man bei den Eigentümern ein gutes Wort für die leidenden Vögel einlegen.
Dagegen dürfte nie unterlassen werden, über woylgepflegtes, sich auf der Weide austummeln- des Vieh freudigen Beifall zu äußern, überhaupt die Teilnahme an der Tierwelt, die den Stadtkindern oft ganz fehlt, in jeder Weise zu erwecken. Auch auf den Schuh der Pflanzen soll man den Sinn der Kinder lenken und kein mutwilliges Zerstören der Pflanezn und Blumen dulden.
" Schützt die Tiere vor den Stechfliegen! Ein Tierfreund schreibt un8: Durch die feuchtwarme windstille Witterung der letzten Wochen haben sich die Stechfliegen tn solcher Zahl ausgebreitet, daß sie in den Ställen der Haustiere in ganzen Schwärmen auftreten und sich täglich weiter vermehren. Sie belästigen die Tiere derart, daß es Pflicht jedes Besitzers von Haustieren ist. die furchtbare Plage möglichst zu lindern. Während Pferde unjb Rinder mit Hilfe ihres langen Schwanzes sich der Plagegeister etwas erwehren können, sind Kälber, Ziegen und Schweine den scharfen Stichen der üblen Besucher wehrlos preisgegeben. Das Herbeiführen von Zugluft verleidet den Fliegen den Aufenthalt. ferner ist das Aushängen von Fliegenfängern. an mehreren Stellen im Stalle verteilt, ein gutes Bekämpf ungsmittel. Auch das Bestreichen der Decken und Wände mit grüner Farbe und Zusatz von Alaun vertreibt die Fliegen. Bei Schweinen ist die Brlästtgung ganz besonders groß: hier hat sich das leichte Ein- reiben der Borsten mit gewöhnlichem Schuhfett bewährt. Es ist ratsam, die Tiere etwa alle drei Tage auf Ohren. Kopf und Rücken mit einem Lappen oder einer kleinen Bürste einzureiben, da die Fliegen den scharfen Geruch meiden.
" Zum Drückenfest in Frankfurt am Main. Der Magistrat der Stadt Frankfurt am Main hat die Städte am Main, an Lahn, Mosel und Rhein gebeten, anläßlich der Einweihung der neuen Mainbrücke am 15. August zu dem vorgesehenen Festzug F e st s ch i f f e zu lenden, die irgendeine historische Begebenheit aus der Geschichte der betreffenden Stadt oder irgend etwas Charakteristisches ihres Lebens darstellen. Eine Einladung dieser Art ist auch an unsere Stadt ergangen. Die Entschlußfassung hierüber ist in diesen Tagen zu erwarten.
o Mehr Vorsicht. Infolge Straßen- bauarbeitcm ist die Franffurter Straße von der Friedrichstraße bis zur Klinilstraße gesperrt. Der gesamte Verkehr geht jetzt durch den Wetzlarer Weg— Crednerstrahe—Klinikstraße. AinSamstag- nachmittag stieß hier ein Auto mit einem Motorradfahrer an der Ecke Klinik- und Crednerstvaße zusammen. Das Motorrad wurde beschädigt, Personen glücklicherweise aber nicht verletzt. Der Unfall zeigt wieder, daß es dringend notwendig ist. bei solchen Verkehrssperren langsam und vorsichtig zu fahren.
*♦ Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtvieh markt: 273 Ochsen, 39 Bullen, 8-16 Kühe, 473 Kalber, 90 Schafe und 2792 Schweine.
Bornotizen.
— Lageskalender für Montag. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „Gräfin Mariza". — Astoria-Lichtspiele: „Die Maske des Lopez".
100 Jahre Korps Starkenburgia zu Metzen.
In eindrucksvollen Feiern beging das Gießener Korps Starkenburgia am Samstag und Sonntag sein 10 0. Stifungs - f e st. Zu den Veranstaltungen hatten sich mit einer ansehnlichen Schar von Gästen die Alten Herren und die Aktiven des Korps in sehr starker Zahl eingefunden, so daß am Samstagabend der Saat des Gefellschaftsvereins und gestern vormittag die Reue Aula der älniversität voll beseht war.
Das Korps Starkenburgia, das mit der alten Muscnstadt Dießen innig verbunden ist, hat anläßlich seines Festes der Stadt eine besondere Aufmerksamkeit erwiesen. Es hat der Stadt Gießen zu Händen des Oberbürgermeisters
eine Spende von 1000 Mark
übergeben mit der Bestimmung, daß der Betrag zur freien Verfügung des Dezernenten des Wohlfahrtsamtes steht zwecks rascher Hilfeleistung in Rotfällen. Dieser hochherzigen Handlung gebührt dankbare Anerkennung.
Am Samstagabend fand in dem mit Fahnen und Girlanden reichgeschmückten Saale des Gesellschaftsvereins der
Zeslkommers
statt, den der erste Chargierte Dierheller mit einem vivat crescat floreat und einem Salamander auf das Korps Starkenburgia eröffnete. 3n einer Ansprache warf der erste Chargierte sodann einen kurzen, interessanten Rückblick auf die hundertjährige, wechselvolle Geschichte des Korps, das alle Belastungsproben । auf seine innere Festigkeit und seine nationale | Opferbereitschaft stets in Ehren bestanden hat.
Die gegenwärtige Lage sei nicht unähnlich der schwierigen Zeit vor 100 Jahren. Mitten ins Herz treffe man das Waffenstudententum, wenn man ihm die Mensur verbieten wolle. Gegen früher hätten sich heute nur die Methoden geändert. Trotzdem habe das Korps den Glauben, daß auch diese Zeit ohne Einfluß an dem deutschen Korpsgedanlen und ebenso unberührt an dem Korps vorübergehen werde. Die heutaie Jung- Starkenburgia werde mit dem Trotz ihrer Vorfahren die heiligen Güter des Bundes gegen alle gegnerischen Mächte zu verteidigen wissen. Das Korps werde in Treue festharten an der bewährten Eigenart und dem überlieferten Brauch. Einem Danleswort an die Schöpfer der Starkenburgia folgte ein Schoppen-Salamander auf das Korps.
Rach einem Gruß des ersten Chargierten an die Alten Herren hielt Oberforstmeister Heyer die Alte-Herren-Rede. An einen Rückblick auf die Gründung des Korps, und auf die Zeit der Disrnarckschen Reichsgründung knüpfte der Redner eine Betrachtung der heutigen Zeit. Er ermahnte, die richtigen Lehren aus dem verlorenen Kriege zu ziehen, sonst gehe das Schicksal auch über das Korps, über das ganze Korvsstudententum hinweg. Unfere Zeit habe an Die Stelle der Geradheit und deS Manneswertes das größte deutsche Erbübel, die Eigen- brödelei. die Richtunterordnung des einzelnen unter das große Ganze, den krassen Materialismus treten lassen. Die akademische L:br re h it sei bedroht, ebenso das altbewährte, uroeutsche Erziehungsmittel. die Mensur, die zum Schutz Der Ehre mit Der Waffe in der Hand erziehe. Sturmzeichen überall. Wenn aber die Korps weiten fest sind und treu, werden sie diese Schwierigkeiten überstehen. Der Redner ermahnte zum engsten Zusammenschluß der Reihen, zur festen Einigkeit, 3um Ordnunghalten in den eigenen Reihen, zum Festhalten an der bewährten Eigenart und den Üeberlieferungen der Starkenburgia und schloß mit einem Salamander auf das Jubelkorps.
Der erste Chargierte begrüßte hierauf Die Gäste. Die er mit FreuDe bei der Starkenburgia willkommen hieß, und kommandierte einen Salamander auf Die Gäste.
SoDann überbrachte Se. Magnifizenz Der Rektor Prof. Dr. Dürker die Grüße und Glückwünsche Der Landesuniversität. Die Alma mater Ludoviciana blicke mit berechtigtem Stolz auf Die große Zahl ihrer früheren Angehörigen, die sich mit dem rotweihgoldenen Band hier ein- gefunDcn, die ihre Lehren in sich verarbeitet und für das Leben nutzbar gemacht haben. Der Redner pries hierauf die hohe Bedeutung der Wissenschaft für Volk und Vaterland und darüber hinaus für die Welt und Die gesamte Menschheit. Aber mit Der Wissenschaft allein fei es nicht getan, die Jungmannschaft müsse auch herangeöildet werden zu festen Charakteren. Die Korps seien dazu in hohem Maße berufen. Die Charattergestaltung werde in besonderem Maße auch mit Hilfe der Mensur erreicht, und daher sei es nicht verständlich, daß diese unterdrückt werden sollte. An den alten Idealen sei nichts zu ändern, auch in der neuen Zeit könnten die alten, bewährten Grundsätze in Geltung bleiben. Von den Stürmen dürfe man sich den Kops nicht heiß machen lassen, der Korpsstudent werde auch da sein Danner hochhalten und in bessere Zeiten hinüberretten. Die älniüerfität werde auch weiterhin gerne und eng mit dem Korps zusamrnen- leben. Es solle eine Gemeinschaft sein für_ alle Zeiten, denn Professor und Student gehörten allezeit zusammen. Ein Salamander des Redners und der übrigen anwesenden Professoren der Landesuniversität schloß die Ansprache.
Provinzialdireltor Graes beglückwünschte Die Starkenburgia im Ramen Der Provinz Oberhessen, betonte den hohen Wert charakterfester Männer für Volk und Vaterland, zu deren Erziehung und Heranbildung die Korps in erster Linie mit berufen seien. Das Vaterland brauche ganze Persönlichkeiten, die frei sind von Standesdünkel und Selbstüberhebung, die es verstehen, das Vertrauen Der Devölkerung zu erwerben und Gegensätze auszugleichen, lautere und feste Charaktere. Solche wertvolle Männer möge auch Die Starkenburgia Dem VaterlanDe schenken. Dem Korps wünsche er weiterhin kräftiges Wachsen, Blühen und Gedeihen.
Beigeordneter Dr. Hamm überbrachte die Grüße und Glückwünsche des Oberbürgermeisters und der Stadt Gießen und betonte das gute Verhältnis, das hier allezeit zwischen Student und Bürger geherrscht hat. Der Redner wies ebenfalls auf die Rotwendigkeit hin, dem Dater- lanDc ganze, tüchtige Männer zu erziehen, dankte für Die hochherzige Spende, Die das Korps der Stadt überwiesen hat, und wünschte Der Starkenburgia ein glückhaftes zweites Jahrhundert, dem ein kräftiger Salamander galt.
Landgerichtsdirektor Schudt sprach im Ramen des Landgerichtspräsidenten für Oberhessen und Der Justiz herzliche Worte des Glückwunsches und trank auf das Wohl des Korps.
Oberleutnant von Herff beglückwünschte das Korpö im Ramen des Kommandeurs und
deS Offizierskorps, betonte Die Gleichheit Der vaterländischen Bestrebungen, Denen die Korps und das Militär. jedeS an feinem Platze, obliegen und trank unter dem Leitspruch .Deutsch und frei!" auf dar Wohl der Starkenburgia.
Als Dertteter des Gießener A. H. S. C. und des aktiven Gießener S. C. sprach Dr. Geyer begliche Worte des Glückwunsches, Die in einem Salamander ihre Bekräftigung sanden
Anschließend begrüßte Der erste Chargierte Dierheller Die Vertreter der Kartell» und Derhältniskorps. Die durch einen Sprecher ihre herzlichen Glückwünsche zum Ausdruck brachten.
Am gestrigen Sonntagvormittag vereinigte sich eine außerordentlich große Festverfammlung in der älniversitatsaula zum
akademischen Festakt.
Die Kapelle Topp eröffnete die 5?icr mit Deethovrns „Die Ehre GotteS". Hierauf sprach Regierungsrat O t le nd 0 r f - AHenstein einen von ihm verfaßten gedankenreichen Prolog in recht wirksamer Weise.
Se. Magnifizenz der Rektor Prof. Dr. Dürker entbot hieraus Dem Jubellorps den Gruß Der Landesuniverfität auf akademischem Doden und knüpfte Daran die herzlichsten Glückwünsche Der Alma mater Ludoviciana. Der Redner hob weiter die tiefe Bedeutung der 100 Jahre des KorpS hervor, das allezeit treu zur Llniversität gestanden hat Mit Stolz blicke die Universität aus die vielen hier versammelten akademischen Söhne. Möge das Korps im zweiten Säkulum einer glücklichen Zukunft entgegen gehen.
Geh. Forstrat Joseph- Darmstadt, Der Vorsitzende des Vereins Alter Herren Der Starkenburgia, gab Der Freude Der Alten Herren über Diese Feier Ausdruck. Dankte der Universität, Den Behörden, dem Offizierskorps, Der Stu- Dentenfd;aft für Die Teilnahme an Dem Jubelfeste, wies auf die hohen Ziele Des Korps hin. Das allezeit mit Der Universität bestes Einvernehmen und gute Zusammenarbeit gepflegt habe, und sprach den Wunsch aus, Daß das auch im zweiten Jahrhundert so bleiben möge. Sein Hoch galt Dem Rektor, dem Senat und der gesamten Uniiaerfität.
Hierauf hielt Der ord. Professor an Der Universität Leipzig Geh. Medizinalrat Dr. Sell- heim Die Festrede, in Der er sich in außerordentlich tiefschürfenden Gcdankengängen und eindringlichen Ermahnungen an alle Studenten, an Die ganze ünioerfität und letzten Endes auch an alle außerhalb des StuDententums stehende:, Volksgenossen wandte. Das letzte Jahrhu.ider geschichtlicher Entwicklung des deutschen Stüde tenlebens gebiete Ehrfurcht und Pietät, mit De Ergebnis dieses Jahrhunderts könne das Str dentcntum, aber auch das Deutsche Volk zufriede sein. Weiter sprach Der Redner in vortreffliche Weise über Die große Aufgabe der studentisch: Korporationen, die an Dem jungen akademische Rachwuchs ernsteste und veranlwortnngSvolls! Erziehungsarbeit zur Heranbildung höchstwe.üg Persönlichkeiten zu leisten Haden. ®benfo tret■ liche Worte fand der Redner über das Ve hältnis zwischen Ünibcrfität und Studentensches. In Dankbarkeit sei anzuerkennen, daß Der Pro sessor eine Der Hauptsachen bei Der studentischer. Erziehungsarbeit sei: er biete dem Lernenden alles das, was dieser zum späteren Leben brauche, und Dafür müsse Der Student seinem Lehrer dankbar sein und der ilniberfität in Ehrfurcht und Treue anhängen. Gleich herzlicher Art müsse auch Das Verhältnis Der Korps angehörigen untereinander sein. Goldene Worte gab Der Redner dem akademischen Jungvoll für Die Einordnung in das spätere Leben hinsichtlich der Stellungnahme zu anderen Volksschichten, Der Stellung zum Staate usw. mit auf Den Weg: er warnte Davor, übertriebenen Schneid des frischen StuDententums auf Das spätere Zusammenleben mit anderen Volksgenossen an^utoenDcn, empfahl vielmehr in Dieser Hinsicht kluge Zurückhaltung, die trotzdem in ihrem Kern getragen werden könne, ja müsse von Den guten Grundsätzen, Die das Korps beseelen. Er riet weiter, bei aller Liebe und Anhänglichkeit an Den früheren Staat Doch Darauf bedacht zu sein, eine erträgliche Stellung zu Dem neuen Staat zu finden. Denn eS gehe Dabei immer um das Vaterland, das für alle guten Deutschen am höchsten stehe. Versöhnlichkeit gegenüber andersdenkenden Volksgenossen müsse herrschend sein. Mit ernsten Mahnworten zur weiteren Hochhaltung Der guten Lieberlieferungen, zur Treue zum Korps und zur llni- Derfität, zur glühenden Liebe und steten Opferbereitschaft für Das Vaterland und mit dem Wunsche, daß Die Starkenburgia allezeit diese schonen Tugenden pflegen möge, schloß Der Redner seine starkwirkende Ansprache. Stehend wurde anschließend Das DeutschlanDlied gesungen.
Mit einem fut^en Schlußwort des ersten Chargierten Dierheller, Der gelobte, Daß Die heutige Jung-Starkenburgia Dem leuchtenden Vorbild ihrer Alten Herren immer folgen werde, und mit einer Darbietung Der Kapelle Topp (Marsch aus den „ Follungern" von I Kretschmer) schloß Die Feierstunde.
LMM
Besser als je und dennoch billiger
ist der Continental-Reifen in der neuen schwarzen Qualität. Müssen wir auf gutgepflegte Straßen auch noch warten, der zähe und hochelastische Conti-BaUon bzw. Type-Ballon läßt uns den Mangel an solchen nicht empfinden. Täglich gehen geradezu begeisterte Anerkennungsschreiben ein über


