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Nr. 96 Zweites Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für ^verhelfen) Montag, 26. April 1926

Turnen, Sport und Svie!.

Turnen.

Turngau Hessen D. T.Tagung in (Sieben.

4= Am gestrigen Sonntag weilten die Turner des j)cffengaue5 zur ordentlichen Vorturnerstundc in (Bietzen. Von 85 Vereinen waren 123 Turnwarle erschienen, vom Gauturnausschuß nahmen 17 Mit­glieder teil, außer dem Gausechtwart waren alle Gaufachwarte und die ersten Bezirksturnwarte ver­treten.

Gauoberturnwart W. Will (Gießen) begrüßte die sehr zahlreich anwesenden Turnfreunde in kurzen Worten, hierauf nahm ein Turnausschußmitglied Veranlassung, dem verehrten W. Will, dem die seltene, aber verdiente Auszeichnung der Deutschen Turnerschaft zuteil wurde, nämlich die Verleihung des Ehrenbriefes der Deutschen Tur n e r s ch a s t, die Glückwünsche der Turner dar- zubringen. Die Ehrung des Oberturnwarts, die erste dieser Art im Turngau Helsen, erfüllt alle Turner mit Freude, zumal die Verdienste Mills gerade auf turnerischem Gebiete liegen und in jahrzehntelanger treuer Arbeit mit seinen Turnern erworben wurde.

Die allgemeinen Freiübungen für das Gaufest in Nidda waren der erste Gegenstand sorgfältiger Behandlung. Es sind Freiübungen in der seit Jahren üblichen Art, jedoch durchsetzt mit so- genanntenzügigen Formen". Nach tüchtiger und gewissenhafter Kleinarbeit durch die Vereinsturn- warte versprechen die schon nach den Klängen der Musik durchgeprobten Hebungen neben ihrem kör­perbildenden Wert ein gehaltvolles Werbemittel für das schöne deutsche Turnen zu werden.

Rührige Aroelt leisteten die Leiter der Abteilun­gen, denen die Durcharbeitung der Pflicht« geräteübungen für das Gaufest oblag. Gleichzeitig unterwies der Gauturnwart für das volkstümlichen Turnen in seinem Arbeitsgebiet.

Auch der so bedeutungsvollen Frage der Kampfrichterausbildung wurde durch Belehrung und praktische Arbeit die ihr zutommende Beachtung geschenkt. Die turnerischen Hebungen zogen sich bis weit über die Mittagsstunde hin.

Eine längere Besprechuna befaßte sich mit Fra­gen verwaltungstechnischer Art. Der Turnbericht des Oberturnwartes über das verflossene Jahr mit den Höhepunkten Gauturnfest in Friedberg, Kreissest in Gießen, Hermannslauf der D. T. wurde einstimmig gutgeheißen. In der Hauptsache jedoch wurde die Durchführung des Gauturnfestes, mit welchem zum ersten Male auch das Gausporfest (Meisterschaften im volkstümlichen Turnen) verbunden ist, durch­beraten.

Volkstümliche Wettkämpfe in Frankfurt.

t Die für den Mittelrheinkreis der D. T. offenen volkstümlichen Wettkämpfe erfreuten sich, wie rächt anders zu erwarten war. eines überaus starken Zuspruchs. 42 Vereine mit 290 eingeschriebenen Wetturnern traten zu 53 Mehr« und Einzel- kämpfen cm. zu dieser Schar sollen sich noch er­hebliche Vachmeldungen gesellen, so daß die Seil* nehmerzahl über 300 stieg.

Der Gau Hessen war durch den Männer- Turnverein Gießen und den Turnver­ein Bad-Rauheim 1860 vertreten. Die Turner und Surncrinnen des Hessengaues haben sich tapfer gegen die starke Konkurrenz gehalten. Wiesbaden, Frankfurt, Kreuznach, Offenbach. Din­gen, Aschaffenburg u. a. in. schickten treffliche Kämpen ins Feld. Die Erfolge der Hessenturner sind neben anderen:

Männerturnverein Gießen: Turne- rinnen-Weitsprung Lilli E spach 1. Sieg mit 4,53 Meter, 3. Sieg im 50-Meter°Lauf und 3. Sieg im Dreikampf (Lauf, Weitsprung, Kugelstoßen) Heinz Meyer 3. Sieg im Hochsprung mit 1,63 Meter (nach Stechen mit seinem Vereins­kameraden Lud. Malkomesius).

Turnverein Dad-Vauheim 1 860: Turnerinnen-Dreikamps AnnaMörlerl. Sieg und 1. Sieg im Kugelstoßen. Minna Stoll 3 Sieg im Dceikamps. Turner Daumblatt 3. Sieg im 200-Meter-Laus.

Die Amerikariege der D. T.

ist auf Grund des Leipziger Ausscheidungstur ne ns am gestrigen Sonntag folgendermaßen ausgestellt worden: S i n n e w e l l - Cuxhaven. P feiff er- Frankfurt, Wölfinger - Fürste haisen, Kauf­mann- Rehschkau, Huck- Hamburg. A o r d - Göppingen, Sachs- Forst, Daumgartner- Pirmasens. Kirchgatter - Derlin. Riegen­führer ist M ü h l n e r - Breslau. Die Ausreise zum Turnfest des Rordamerikanischen Turner- bundes erfolgt am 30. Mai.

Leichtathletik.

Frühjahrsge!ände!auf des 2. Bezirkes des (Baues Hessen der D. T.

+ Der 2. Bezirk (Gießen-Wetzlar-Grünberg) läßt feine volkstümlichen Turner am 2. Mai in Gießen zum Geländelauf zusammenkommen. Die Vor- atbeiten hat der Männerturnoerein übernommen. Es wird in drei Altersstufen zum Lauf angetreten: 1. Turnerstufe (1907 und früher geb.) 5000 Meter, 2 Jugend-Oberstufe (1908 und 09 geb.) 2500 Meter, 3. Stufe Iugend-Hnterstuse (1910 und später geb.) 1500 Meter. Ablauf und Ziel sind auf dem Turn- unb Spielplatz des Männerturnvereins im Schiffen- bergertal. Der Weg führt über Hügel, und durch

Waldgelände. Da schon in den Vorjahren eine statt­liche Läuferschar an dieser turnerischen Veranstaltung tcilgenommen hat und da inzwischen Bedeutung und Wert dieser Läuse größere Verbreitung erfahren hat, dürften auch diesmal dem Leiter, Bezirksspiel- roart Weiß (Großen-Linden), recht viele Meldun­gen zukommen.

Die Waldlausmeisterschasl der D. T.

hat bei ihrer Austragung am gestrigen Sonntag bei Stuttgart Kohlhaas (Düsseldorf) in 25:11,4 für die etwa 7,5 Klm. lange Strecke vor C s k u ch e - Altenbauna und Kral e-Apolda überraschenderweise gewonnen. 3n dichten Ab- ständen kamen weiter Reichert (Gronau). Muck (Stuttgart >. Tietz (Berlin), Huf (Straubing), Marks (Chemnitz) und Rosemann (Dreslau) ein. Den Mannschaftslauf gewann T. S. V. Schöneberg vor Turngemeinde Sachsenhausen, B. T. S. V. Friesen, Vorwärts Breslau und Kasseler Turngemeinde.

Aus dem Arbeiler-Turn- und Sporlbund.

Die leichtathletischen Wettkämpfe in Heuchelheim.

£ Vom schönsten Frühjahrswetter begün­stigt. fanden gestern die bezirksoffenen leichtath­letischen Weltkämpfe der Freien Turnerschaft Heuchelheim statt, wozu nur Mannschastskämpfe ausgeschrieben worden waren. Der Zweck der Mannschaftskämpfe ist, bei den Sportlern und Sportlerinnen das Gemeinschaftsgefühl zu för- dern.

Den zahlreichen Zuschauern bot sich ein herr­liches Bild: besonders waren es die Heuchel­heimer Teilnehmer, die in ihrer einfachen, schmucken Kleidung imponieren konnten. Auch in der Technik sind sie den anderen etwas voraus, was die nachstehenden Resultate beweisen. Bei der 4xl00-Stafette der Sportler über 18 Jahre verunglückte der erste Wechsel der Launsbacher Mannschaft, die dadurch ins Hintertreffen kam. Die Arbeitersamariter-Kolonne Krofdorf, die sich zu der Veranstaltung ver­pflichtet hatte, gebührt ein Gesamtlob. Boi eini­gen leichten .Unfällen und auch bei einem etwas schwereren Unfall muhte sie helfend eingreifen. Rachstehend die Resultate:

Schüler (10 bis 14 Jahre).

100-Meter-Laus: 1. Krofdorf 63,3 Sekunden, 2. Launsbach 64,2 Sek., 3. Odenhausen 64,3 Sek.

Weitsprung: 1. Launsbach 15,02 Meter, 2. Odenhausen 14,85 Meter, 3. Krofdorf 14,79 Meter.

4x75-Meter-Stafette: 1. Launsbach 44,4 Sek., 2. Krofdorf 45,4 Sek., 3. Gleiberg 46 Sek.

Sportlerinnen:

75-Meter-Lauf: 1. Heuchelheim 47,4 Sek., 2. Krofdorf 50 Sek.

Hochsprung: 1. Heuchelheim 4,20 Meter, 2. Krofdorf 4,13 Meter, 3. Lollar 4,05 Meter.

4x75-Me1er-Stafette: 1. Gleiberg 45,3 Sek., 2. Krofdorf 45,4 Sek., 3. Heuchelheim 46.2 Sek.

Sportler unter 18 Jahren.

100-Meter-Lauf: 1. Krofdorf 51,4, 2. Launsbach 54,1, 3. Heuchelheim 54,2 Sek.

Weitsprung: 1. Launsbach 18,48 Meter, 2. Heuchelheim 17,28 Meter, 3. Odenhausen 17,19 Meter.

4xl00-Meter-Stasette: 1. Krofdorf 52,2 Sek., 2. Launsbach, Heuchelheim 54 Sek., 3. Odenhausen 55,2 Sek.

Sportler über 18 Jahre.

100-Meter-Lauf: 1. Heuchelheim 51,3, 2. Launsbach 52,2, 3. Wißmar 54,1 Sek.

Hochsprung: 1. Heuchelheim L Mann­schaft 5,59 Meter, 2. Launsbach 5,49 Meter, 3. Heuchelheim II. Mannschaft 5,29 Meter.

4xl00-Meter-Stafette: 1. Heuchel­heim I. Mannsch. 51,3 Sek., 2. Gleiberg 52,4 Sek., 3. Heuchelheim II. Mannsch. 53 Sek.

Schleuderball: 1. Heuchelheim 140,94, 2. Gleiberg 120,51, 3. Krofdorf 109,48 Meter.

3000-Meker-Lauf: 1. Heuchelheim 11:42,3 Min., Wißmar 12 Min.

Handball.

(Bau Hessen der D. T.

T. u. Spv. Butzbach II gegen IHännerfumoerein Gießen II 5:0.

Q Zum ersten Wettspiel trat gestern in Butzbach die 2. Mannschaft des Männerturn­vereins Giehen gegen die gleiche Mann­schaft vom Turn - und Sportverein Butz­bach an. Obwohl die (Siebener das Spiel stets offen halten konnten, muhten fie sich der grö­ßeren Spielerfahrung und der größeren Spiel­fertigkeit des Gegners mit obigem Resultat ge­schlagen bekennen. Lobenswert war der Eifer der jungen Elf. doch die Aufgabe, gegen Butzbachs 2. auf den Plan zu treten, war zu groß und konnte von vornherein zu keinem Erfolg führen. Das Ergebnis ist sogar schmeichelhaft. Bei tüchtigem Heben kann aus der 2. des Mtv. Giehen noch etwas werden.

Das Hauptinteresse richtete sich natürlich auf das Treffen der 1. Mannschaften genannter Ver­eine. Der Hessenmeister, Butzbach, war gewohnt, die Männerturner stets mit hohen Rieder lagen heimzuschicken. Die Ergebnisse 12:0, 7:0, 6:0,

6:0 legen davon beredtes Zeugnis ab. Allseits war man auf den Ausgang des gestrigen Spieles gefaßt, iliia siehe, beinahe wäre es dem Hessen- meiftcr vorbeigelungen, denn die Männerturner konnetn in der 1. Halbzeit mit 3:2 in Führung gehen. Sei es nun, daß sich die twri Ersatzleute doch nicht so ganz einfügen konnten oder sei es die Siegesgewihheit aus der 1. Halbzeit, daß es bei Gießen in der 2. Halbzeit nicht mehr so llappte; Butzbach holle auf und konnte zum Schlüsse noch einen 6:4 Sieg für sich buchen. Mag auch für Mtv. der Wurf, es Butzbach gb ich- tun zu können, nicht in Erfüllung gegangen fein, jedenfalls ist seine Spielstärke gewachsen, und bei den kommenden Gauspielen wird mit der Mannschaft zu rechnen fein.

Heber die Leitung des Spieles durch einen Schiedsrichter aus einem der beteiligten Vereine fei mir vermerkt, daß nur die korrekte Beurteilung der Spielenden, nicht aber Belehrungen der eige­nen Mannschaften beiderseits befriedigen können. Süddeulschland - Westdeutsch­land.

Das Handballrepräsentativfpiel Süddeutsch- landWestdeutschland gestern in Darmstadt sah den Süden verdient mit 8:5 (2:2) siegreich.

Fuhball.

V. f. B.

(-) Das gestrige Spiel des B. s. R. 0 7 O ly m p i a" - F r a n k f u r t (Liga» gegen B. f. B. (Liga) auf dem idyllischen Waldsportplatz war nicht nicht allzu reich an spannenden Mo­menten, da beide Mannschaften, anscheinend durch die ungewohnte Wärme ermüdet, sich einer ge­wissen Ruhe Hingaben. Auf beiden Seiten ver­mißte man den richtigen Kampfgeist.Olympia" rechtfertigte seinen Rus als eine der fairsten Mannschaften Frankfurts voll und ganz, und auch B. f. B. zeigte sich als ritterlicher Gegner. Die wenigen Strafstöße waren beiderseits ohne Ab­sicht verschuldet. Die Platzmannschaft trat den nur mit 10 Mann antretenden Gästen mit Dingel, Kreß II.. Muchtar. Post. Kreß !., Hausrath. Pitsch-Mandler-Möller schließt ein Frankfurter, genüber, also mit Ersatz für die mit dem Da- taillcn auf den Truppenübungsplatz gegangenen Böckler und Dickhardt, sowie für den immer noch nicht ganz hergestellten Sieger.. Der Spielverlauf war kurz folgender: V. f. D.. ziemlich überlegen, kommt schon nach wenigen Minuten zum ersten Erfolg. Eine gut vorgetragene Kombination Mitsch-Mandler-Möller schließt ein Frankfurter, fast auf der Torlinie stehend, durch Eigentor ab. Kurze Zeit darauf kann Pitsch zum zweiten Tor einsenden. Die Einheimischen lassen nun jedoch im Tempo merflkb nach und müssen für einige Zeit sogar eine kleine Heberlegenheit des Geg­ners anerkennen: es gelingt letzterem, in dieser Zeitspanne das Resultat auf 1:2 zu stellen, bei welchem Stand es bei verteiltem Spiel bis zur Pause bleibt. Rach Halbzeit kann V. f. D. län­gere Zeit den Ton angeben. Seine zahlreichen Angriffe, flott aber doch ohne Wucht vorgetra­gen, konnten bei besserer Ausnutzung der Ge­legenheiten die Torzahl erhöhen. Pitsch gelingt dies einmal noch beim Rach schuh eines abgewehr­ten Sttafstohes, somit das Ergebnis auf 3:1 zugunsten V. f. D.'s stellend. Ein nachfolgender <5 traf floß wegen Hände, statt dessen der Schieds­richter hätte Elfmeter entscheiden müssen, geht knapp über die Latte. Rach dem Ausscheiden Möllers wegen einer alten Knieverletzung ver­sucht Frankfurt in einigen Angriffen das Tor­verhältnis zu verbessern, jedoch ohne den ge- wünschten Erfolg. Das Endergebnis lautet also 3:1 für V. f. B. Mit dem Schiedsrichter konnte man bis auf die erwähnte Ausnahme sehr zu­frieden fein.

Vorher zeigte die zweite Mannschaft im Spiel gegen Heuchelheims Erste, daß ihr Können stark nachgelassen hat. Sie verlor, mit 10 Mann spielend, da Pipp in ganz unsportlicher Weise schon zu Anfang ohne Grund das Spiel­feld verlassen hatte. 6:2.

Die dritte Mannschaft dagegen siegte unerwartet über die spielstarke Zweite Heu­chelheims mit 4:1. Die Mannschaft verdient in jeder Beziehung ein Gesamtlob.

Die erste Jugend verlor gegen die gleiche des F.C. 05 Wetzlar 0:3.

Um die süddeutsche Meisterschaft.

Die süddeutschen Fußball Meister­schaftsspiele am gestrigen Sonntag brachten in Mannheim ein überraschendes 2:2-Spiel der Bayern-München gegen den V. f. R. Mann­heim. der damit seine Stellung als Tabcllen- Dritter wahrt. In Frankfurt schlug der F. S. V. den Karlsruher F. V. mit nicht weniger als 8:1. in Fürth schlug die einheimische S. Dg. den F. V. Saarbrücken 3:0.

Die mitteldeutsche Meisterschaft hat bei ihrer Austragung in Dresden gestern der Dresdener Sportklub glatt mit 3:0 (2:0) gewonnen. Der Fortuna-Leipzig gelang nicht ein­mal das Ehrentor.

Das Schlußspiel der Zweiten gewann in Chemnitz Preußen-Chemnitz mit 1:0 (0:0) gegen S. C. Erfurt.

Die norddeutsche Meisterschaft hat Holstein-Kiel durch den 5:2-Sieg über Ar­minia-Hannover in Kiel gewonnen, während der

Hamburger S. V. durch den 4:1-Sieg über Al­tona 93 Rorddeutschlands zweiter Vertreter in den deutschen Fußballme.sterschaftsspielen ist.

Berlin.

In den Berliner Fußballspielen des Sonn­tags gab es eine überraschende 0:3-Riederlage von Tennis-Borussia gegen den Kreisligaverein Viktoria 89 in der Verbandspokalrunde. Der Polalverteidiger Rorden Aordwest schlug Union S. C. C. 6:1. Der Teil hier Fußballmeister Hertha D. C. C gewann das Punktsviel gegen den 1. F. C. Reulölln 3:1.

Amsterdam - Dutsburc.

Das Fußball S.ädtespiel Amsterdam-Duis­burg im Amsterdamer Stadion endete 2:2.

Frankreich - Schweiz.

Das Fußball-Länderspiel Franlre.ch Schweiz in Paris wurde von Frankreich mit 1:0 ge­wonnen.

Schwimmen.

(Bau Hessen der D. T.

ch Der Städtewettkampf im Schwimmen zwischen Turnverein Wetzlar und Turnverein Gießen 1 8 4 6, der im städtischen Schwimmbad in Wetzlar gestern zum Austrag kam, konnte von Wetzlar nur mit geringer Heberlegenheit gewonnen » werden. Die Leistungen beider Abteilungen waren recht ansprechend, auch der Besuch der Veranstaltung war erfreulicherweise gut.

Start von Bergens in Darmstadt

vo. Seit langer Zeit startete der bekannte deutsche Rekordschwimner Berg's-Darmstadt am gestrigen Sonntag in Darmstadt innerhalb einer Staffel, wobei es ihm gelang. 200 Meter bei. in 2:24 zurückzulegen. Bekanntlich wurde er im vorigen Jahre wegen Verstoßes gegen die Trai­ningsregeln auf längere Zeit disqualifiziert.

Rademacher und Fröhlich in Hamburg.

Die deutschen Meisterschwimmer Rade­macher und Fröhlich sind nach ihrem Triumphzug durch Rordamerika gestern morgen um 7 Hhr mit der Deutschland in Cuxhaven gelandet. Kurz nach 10 Hhr trafen sie auf dem Hamburger Hauptbahnhof ein. wo ihnen von der dortigen Sportgemeinde ein begeisterter Empfang bereitet wurde. Als der Zug in die Halle einlief, erschollen laute Hurrarufe, während die Kapelle das Deutschlndlied spielte. Der Vor­sitzende des Verbandes Hamburger Schwimmer hielt eine Begrüßungsansprache, in der er der Freude Ausdruck gab, wie sehr Rademacher dazu beigetragen habe, Deutschland im Auslande zu einem guten Ramen zu verhelfen. Rachmittags 3 Hhr fand eine Begrüßung in Altona durch den Dortigen Schwimmverein statt, der sich um 5 Hhr die offizielle Begrüßung der Hamburger Sportverbände in der Badeanstalt Lübecker Tor anschloh. An ihr nahmen Behörden, Sportver- bänbe und Vereine in großer Anzahl teil.

Erweitertes Schöffengericht Gießen.

* Gießen, 21. April. Ein Gemeinderechner war verschiedener Verbrechen im Amt beschul­digt. Er hat eine Summe von 800 Mark Loos- Holzgeld sowie vereinnahmte kleinere Beträge nicht in die Gemeindekasse abgeführt, sondern für sich behalten und verbraucht. Zur Ver­deckung dieser Hnterschlagungen hat er die Bücher gefälscht und auch teilweise die erforderlichen Einträge unterlassen. Dieselben Manipulationen hat er auch hinsichtlich der Feldbereinigungskasse, die er ebenfalls verwaltete, vorgenommen. Die vom Kreisamt veranlaßte Revision deckte diese Hnregelmähigkeiten auf. Kurz vor dieser Revi­sion hat er in einer Anzahl von Fällen bereits vereinnahmte Geldbeträge statt sie zu buchen den Zahlungspflichtigen zurückgebracht mit dem Ver­langen, die Zahlungen nach der Revision noch­mals zu leisten. Diese hat er denn auch mit den späteren Daten in die Bücher eingetragen; teil­weise hatte er vorher auch die Quittungsdaten geändert. Rach über siebens!ündiger Verhand­lung gelangte das Gericht gemäß dem Antrag des Staatsanwaltes zur Verurteilung des An­geklagten wegen mehrerer Fälle von Amts- unterschlagung und Fälschung öffentlicher Hr- kunden. Dem Angeklagten wurden mildernde Hmstände zugebilligt, und zwar mit Rücksicht darauf, daß er bis jetzt noch nicht bestraft und auch seine Rechnergeschäfte gewissenhaft ge­führt hat. Das Hrteil lautete auf 10 Mo­nate Gefängnis. Dasselbe brachte auch zum Ausdruck, daß der Angeklagte mehr aus Leicht­sinn, als aus verbrecherischer Gesinnung ge­fehlt habe. Die veruntreuten Beträge waren ersetzt worden.

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