Ausgabe 
25.11.1926
 
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KindererholungSheim. Die

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hier pro Morgen aus

»gedroschen: Hafer, der 16 bis 17 Zenmcr, Roggen

alte werden mit 30 bis 35 Mark

bezahlt.

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abgesetzt unserem

«fahr- end zwi-

Oberhessen.

Lauvcrc.s Wicken

zu einem Umbauten, beschränk!

sehr gut geraten war, 1 _ und Weizen 12 bis 14 Zentner.

X Xlein»Linden, 24. Roo. In g liche Bedrängnis kamen aestern ab fchen 5 und 6 Uhr zwei Personenautos an der Ecke der Frankfurter und Wetzlarer Straße hier- feldst. Ein van Gießen kommendes Auto wollte ein

werden. Auch der O b st b a u lohnt in geschützten Tale noch sehr gut.

Kreis Alsselv.

Homberg a. d. Ohm, 24. Rov. Der Geflügel», Kaninchen- und Vogel-

die auf das not renbigfte Maß werden fol en, ersortern '

brand eingerichtet sind, zum alten Eisen wirft und sie durch Oefr.i mu Koh.e.iseuerunz ersetzt. Bekanmlich stellt sich der Kcölenbrand weit billiger als d.e Holz)rizung.

Kreis Schotten.

tzqubach, 24. Noo. Für das Ehrenmal der Gefallenen des Weltkrieges stehen nunmehr noch zwei Entwürfe im engeren Wett­bewerb, derjenige des Bildhauers Arnold in Beuern, der einen Krieger im Slah.helm und in strammer Haltung barfieUt; diese Gestalt soll inmitten einer halbkreissörmigen Mauer zu stehen kommen. Der andere Entwurf ist von Proicsiar Scheibe in Frankfurt. Er stellt einen schlanken, eleganten Fahnenjunker in gebeugter Haltung dar. im Krieg-, mantel den Stahlhelm in der Hand haltend. Als Stätte des Denkmals ist die Westseite des Schloß- gartens, derUnkerpsorte" gegenüber, ausersehcn. Um die öffentliche Meinung über diese beiden Ent­würfe seftzuftellen, hat man in uergang. r Woche die beiden Modelle im Schaufenster des st us.nanns Äreifer am Kriegerdenkmal au-bestellt und eine Liste aufgelegt, worin dis Bewohner ihre Entscheidung für den einen oder den anderen Entwurf abgeben soll­ten. Die Beteiligung an der Abstimmung war sehr gering, woraus man wohl auf eine Ablehnung beider Entwürfe schließen muß. Für den Scheibe­schen Entwurf stimmten 11 Bewohner, für den Arnoldschen 87. Es besteht in der Stadt eine starke Strömung für den Plan, sich mit einem einfache­ren Denkmal zu begnügen, etwa einem Find- l i n g s st e i n aus den hiesigen Waldungen, der mit entsprechender Inschrift bei der Friedhofs- kapelle ausgestellt werden soll. Im übrigen wird darauf hingewiesen, daß bereits durch die Ehren- tafeln der Gebliebenen in der Stadtkirche ein Ehren­mal für die Helden des Weltkrieges geschaffen ist. Außerdem wird empfohlen, die betreffend« Summe fstr einen wohltätigen öffentlichen Zweck, etwa eine Badeanlage, die ein unabweisbares Bedürfnis für di« Allgemeinheit ist, zu verwenden. Der Lau- bacher Verein für Geflügelzucht ent­faltet eine lebhafte Tätigkeit für die Anordnung der G ef l ü g e l a u sft e l l u n g im kommenden Ja­nuar. Wie gedeihlich sich die Geflügelzucht in unserer Stadt entwickelt hat, zeigt die Auszeichnung von vier Mitgliedern des hiesigen Dereins üt hohen Preisen auf der Kreisausstellung des Landwirt­schaftskammerausschusses für Oberhefsen, die vom 19. bis 21. November in Friedberg stattgefunden hat.

L Unter - ©eibertenrob. 24. Rov. Unser- Gemeinde wird feit alten Zeiten von einem tüchtigen, fleißigen Stamm von Dauern bewohnt, der es trotz des zum Teil sehr ber­gigen Geländes in zäher Arbeit erreicht hat, zu einem ansehnlichen Wohlstände zu gelangen. Die Inflation hat aber auch hierganze Arott ' verrichtet. Wenn heute auch Steuern und Al - gaben sehr drücken, so hofft der Dauernstand doch, daß auch in dieser Hinsicht wieder bessere Zeiten kommen werden. Da die Bwölke- rung unseres Dorfes ganz einheitlich ist, herrscht hier ein gesunder Geist, der sich gar oft in schönem Gemeinsamkeitsgefühl ausdrückt. Feldwege werden durch freiwillige Arbeiten und Fahrleistungen der Ortseinwohner gebaut und unterhalten. Dasselbe Gemeinsam- keitsgefühl macht sich auch bei anderen Arbei­ten für das Gemeinwohl bemerkbar. Dem Fremden fällt hier die Sauberkeit der Hofreiten und die Schönheit der alten Fachwerkhäuser auf. Die Ohm hat man in ein gemauertes Dett ver­wiesen, dantit sie ihren Mutwillen nicht mit dem Dorfe treibt. Ein kleines schmuckes Kirchlein mit einem ebenso schmucken Gefallenendenkmal, das nie der frischen Blumen ermangelt, vervoll­kommnet das schöne. Dorfbild. In großer Blüte steht hier die Viehzucht, der Stolz unserer Dauern. Unter-Seibert.'nrod ist eine der wenigen Gemeinden, die dem Vogelsberger Rind treu geblieben sind. So sieht man hier wahre Prachtexemplare dieser kernigen, boden­ständigen Tier-Rasse. Oeftere Prämierungen von ausgestellten Tieren feuern die Ortsbürger immer wieder an, auf diesem Wege weiterzugehen. Trotz der Höhenlage (im Tale 350 Meter, auf den Höhen zirka 450 Meter) wird hier noch er­giebiger Getreideanbau getrieben. Während die übrigen Getreideartru meist in der eignen Wirtschaft Verwendung finden, kann in­folge der guten Ernte in diesem Jahre Weizen

-- Aus dem O h m t a I, 24. Rod. Gegen­wärtig gehen große Wagenladungen Ge- t reite, die auf Bahnhof Mücke verfrachtet werden, talwärts. Früher richtete sich der ratio­nelle Landwirt unserer Gegend, wenn er Ge­treide verkaufte, mir nach den Grundsätzen Der Produktenbörse und nützte die eventuelle Hoch­konjunktur aus. Heute ist ihm dies durch die steuerliche Delastung, die getätigten DeckungUäufe auf künstliche Dünge- und Kraft- futtermittel infolge fortschreitender Intensivie­rung. nicht mehr möglich. Dabei fällt ins Ge­wicht, daß die frühere Haupteinnahmequelle un­serer Gebirgslandwirte, der Verkauf der H e u b e st ä n d e, so gut wie ganz darnieder- liegt, da in Den Städten nur noch wenig Pferve gehallen werden.

O Lehrbach, 24. Nov. Am Montagabend iand hier die sog.D r e j ch k i r m e »" statt. Sie wird in jedem Jahr nach aller Sille bei dem Land­wirt gefeiert, der z u l e g l d i e Dreschmaschine für sich laufen laßt. Dieses Jahr fand die Feier bei Landwirt Friedrich L ie h r statt. Sie verlief fröhlich bei Gesang und Tanz, zu dem ein Meister auf seinem Gebiet, Georg Scheuer, mit der Hand­orgel auffpielte. i- Im Durchschnitt wurden

geschätzt waren, werden nach neueren Berechnung Sn sich aus 96 000 Mk. erhöhen. Die Dersamm- ng genehmigt« einstimmig das Bauvorhaben. Gin neuerer Punft der Tagesordnung betraf den Umbau des Dr. Rötlichen Besitztums in AlbShausen, das die Stadt bekanntlich im vergangenen Sommer käuflich erworben hafte.

zuchtverein 1921 Homberg und Um­gegend veranstaltet am 4. und 5. Dezember hier eine Geflügel-, Kaninchen- und Vogelausstellung. Obwohl der 'Verein erst fünf Jahre besteht, besitzt er doch einen Stamm von Züchtern, die dec Sache großes Interesse entgegenbringen. In diesem Jahre werden zum ersten Male Vögel au^geftelU, um auch auf die­sem Gebiete anregend und führend zu wirken. Tie geräumige Stadthalle wird mit 183 Dum­me rn, denen etwa 300 Tiere entsprechen, voll gefüllt werden. Als Preisrichter fungieren zwei in Züchterireifen bekannte unparteiische Herren von Fulda bzw. von Kirch-Gons. Mit der Aus­stellung ist eine Verlosung verbunden. Verschie­dene Ehrenpreise sind teils von der Stadt, teils von Gönnern und Freunden des Vereins ge­stiftet.

Maingau.

WDR. Frankfurt a. M., 24. Aov. Der Hamburger G.oßkausmann He nrh Budge hat aus Anlaß seines. Geouristages der hiesigen Henry- und Emma-Budge-Dtistung für Erholungsbedürftige weitere 27500 Mark jugeranöt, so daß das Kapital jetzt auf 57 500 Mk. ange vachsen ist. Wie aus Berlin berichtet wird, teilte in der heut gen Sitzung ieS Hartthaltsausi sius'es des Reich: tegs Reichs- verkehrsm n.ster Tr Kröhne bei Der Bera­tung leZ KapitelsR.'ichswaf ferst catzenrerwal- hmg u. a. mit, daß auf Kosten der Stadt Frankfurt a. M. die hiesige Schleuse derart erweitert werden soll, daß Tausendtonnen- Kähne nach Frankfurt kommen tonnen,

WS2k. Hanau, 24. Äov. Der hiesigen Kriminalpoägei ist es gelungen, eine Diebes­bande zu en'Iar-en, die bei zwei hiesigen Firmen größere Edelmetalldieb stähle begangen hafte. Die Ermittelungen sind noch nicht abgeschlossen.

-L- Aus dem H ü t t e n b e r g , 24. Rov. Eine fast tägliche Erscheinung in den Dörfern des Hüttenbergs sind jetzt di; zahlreichen Fer­kelhändler, die nach dem Erlöschen der Maul- und Klauenseuche in unserer Gegend mit ganzen Wagenladungen von Feri In anfommen. Trotzdem die Kartostelerrft.' nur mittelmäßig war und auch die Preise für andere Futtermittel nach wie vor sehr hoch sind, steht dem starken An­gebot eine sehr lebhafte Rachfrage gegenüber, ft daß die Händler über schlechten Absatz nicht zu klagen haben. Ferkel von 6 bis 8 Wochen, die noch im September nicht unter 40 Mark zu haben waren, kosten jetzt 26 bis 28 Mark, 8 bis 10 Wochen

in unmittelbarer Rahe der scharsen Kurve haltendes gleiches Fahrzeug überholen, als im gleichen Augen- olick em von Wetzlar nach Gießen führender Kraft­wagen um die Ecke kam, so daß sich plötzlich drei Fahrzeuge dicht gegenüber befanden. Durch die Entschlossenheit des einen Chauffeurs, der in der Richtung Gießen fuhr und fein Fahrzeug auf ganz kurze Entfernung zum Hallen brachte, wurde ein Zu- fainmenstoß vermieden. Die B a u t ä t i g k e i t war in diesem Jahrs hier recht rege, so daß in diesen Tagen zahlreiche Umzüge stattsinben. 22 Fami­lien können ein neues Heim beziehen. Biele lang gehegte Wünsche auf Verbesserung der Woh- nungsverhiiltnisse sind dadurch erfüllt worden.

Klein-Linden, 24. Rov. Ein Land­wirt ließ diefer Tage seine Kühe in drr Rahe des WeiherS grafen. Eines der Tiere begab sich dabei an Den Weiher, um fernen Durst zu löschen. An dem steilen Ufer bekam es aber das Ucbergewicht und stürzt« in den Weiher. Der Landwirt holte die Rachbarn zu H lfe herbe'.. und nur mit großer Mühe gelang es ihnen, das ertrinkende Tier an 6 Ufer zu ziehen, wo es sich langsam erholte.

ch Oppenrod, 24. Nov. Nach nahezu 14jäh- rtaer Tätigkeit in unserer Gemeinde verläßt dem­nächst Lehryr S ch l a u b r a f f unser Dorf, um eine Lehrerstslle in Leihgestern anzutreten. Die Ge­meinde sieht den tüchtigen, beliebten Lehrer nur un­gern scheiden. Der hiesig« P v s a u n e n ch o r ver­liert in Lehrer Schlaudrasf seinen unermüdlichen Dirigenten, der es fertig gebracht hat, den Chor auf eine hohe Stufe zu führen.

(p Reiskirchen, 24. Rod. Heute nach­mittag hatten sich die Junglehrer der Arbeitsgemeinschaft des Bezirkes ®rünberg im hiesigen Schulhaufe versammelt. Im Mittelpunkt der Tagung stand das Thema ^DeschichtSunrerricht und feine Behandlung m Den mittleren Schuljahren". Lehrer Müller- ReiSkirchen hielt eine Probelektion, bei der neu­zeitlicher Gefä^chtSuntcrricht im vierten und fünf­ten Schuljahre vorgeführt wurde. Hierauf hielt Lehrer Paul- Geilshausen einen Dortrag über Die Verwendung von Gekchichtsquellen im Un­terricht". Rach kurzer Aussprache über den an­regenden und belehrenden Vortrag schloß der Dorfihende der Arbeitsgemeinschaft, Lehrer D ö ch e r - Drünberg, die DTr'ammlang.

f Grünberg, 24. Nov. Die Schafzucht, die vor einigen Jahrzehnten hier sehr bedeutend war, dann aber immer mehr zurückging, jedoch vor­übergehend in der Kriegs, und Jnflasionezsit wieder auflebte, ist seit einigen Jahren erneut im '21 b - sieigen begriffen. Während man früher mehrere Herden mit insgesamt etwa 500 Schafen hiev zählte, ift heute nur noch eine Herde von etwa 200 <d t ü rf vorhanden. Dieser Rückgang ist aus züchte­rischen und volkswirtschaftlichen Gründen recht be­dauerlich.

Kreis Friedberg.

4; Ostheim b. Butzbach, 23. Rov. Von allen Dörfern der Umgegend ist unser Dorf das einzige, daS weder Wasserleitung noch Kanali» faiiou besitzt. Diese Rückständigkeit hatte seither verschiedene Gründe. Da nun einige Vorbedin­gungen gegeben sind, hat sich die Grmei'.adever° waltung entschlossen, mit dem Bau einer Wasserleitung zugleich Die Kanalisie­rung des gesamten Ortsnetzes durch­zuführen. DaS Wasser wird dem Gruppenwasser­werk Lauter bei Grünberg entnommen. Unsere Leitung wird an den Wasserleitungsstrang der Mollereigenossenschaft Ostheim-Riederweiiel, die erst im verflossenen Jahr von Bad-Tlauheirn der Main-Weser-Bahn entlang angelegt worden ist, angeschlossen. Don hier aus wird das Wasser zum Hauptwasserbehälter, der auf Me Fauer- bacher Höhe zur Errichtung kommen soll, ge­leitet. DaS Kreisbauamt Friedberg hat bereits den Doranfchlag für die gesamten Arbeiten auf 1 35 000 Mark ausgestellt. Bon Den einge- gangenen Submissionsangeboten betrug die Höchst sorderung 1 1 8 900 Mark, Die niedrigste 91 000 Mark. Der Gemeinderat hat über die endgültige Vergebung noch keinen end­gültigen Beschluß gefaßt.

x Obe^-Mörlen, 23. Rov. Seit einiger Zeit wurde,1 hauptsächlich durch Die Arbeits­losen unserer Gemeinde, mit dm Holzhauer­arbeiten begonnen. Dieser Tag.' fand die erste Versteigerung statt: etwa 1 9 000 Wellen sollten versteigert werden: meist gute, schwere, zum kleinen Teil Wellen geringerer Qualität. Merkwürdigerweise waren nur sehr wenige Holz­liebhader erschienen, so daß das Holz nicht alle abgesetzt wurde. Die Preise blieben äußerst niedrig. Schwere Wellen, erste Qualität, wurden mit 19 bis 22 Mark pro 100 Stuck, mittslschwere und reine Reisigwellen nur bis 5 Marl Dieselbe Menge bezahlt. Dec Versteigeruagsgesamterlös ist so nieDrifl ausgefallen, daß d.e Gemeinde kaum aus ihre Ge-tehungskosten kommen wird. Di« geringe Kauflust und Rachfrage nach Brenn- Holz dürfte ihren Grund Darin haben, daß man allmählich Die alten Oefea, d.e nur zum Holz-

Summe von 33 003 Mk., au Der noch 8500 Mark für Dcreiti bescha'stts Inventar hinzu- treten. Arch Dieft Vorlage fand die einstimmige Zustimmung der Der'.'mmlung. ES ist Damit zu boffen. Daß Der Betrieb des Heims, zu dem Schwestern aus dem Mutterhauft in Kaiftrswerth beranß«,'ogen werden sollen, im Frühiahr näch­sten Jahres beginnen Imnt Der Punft Röt­st a u d s a r b e i t« n wurde auf Wunsch der Ver- walttmg vertagt, nachdem von Dieser Die Aus­arbeitung einer Reihe von größeren Projek»a< in Ans sicht gestellt worden war. Am Schluß der Tagesordnung wurde ncch eine Anftage Der SPD. wegen der Zementstaubplage der BuderuSschen Eisenwerke behandelt, die in der letzten Zeit für die Anwohner her Herq mannsteinerftraße be'onderS lästig geworden war. Da die Werke zur Zeit mit Der Ausstellung einer ganz neuen, moDernen Entstau­bungsanlage beschaf i ft sinh, soll abgewartet werben, wie sich die Verhältnilse in Zukunft ge­halten. Alödann soll geprüft werden, ob ent weiteres Einschreiten notwendig ist.

00 Münchholzhausen, 24. Noo. In Der Untersuchungsfache gegen den Landwirt Otto ödjnorr von hier wegen gefährlicher Kör­perverletzung des Mechanikers Karl Hahn, die dessen Tod zur Folge halte, fanden hier zahl­reiche Zeugenvernehmungen durch den Unter- suchungsrichter des Landgerichts zu Limburg statt.

O Dornholzhausen, 24. Rov. Der LichtbcldervortragAus DrutjchlanD« schweren Tagen", über Den imGeh. Anz." Rr. 270 vom 18. Ro e über berichtet tourbe^ ging nicht vom Iungdeutschen Orden, fon em von 6em Besitzer des Lichtbildapparate« aus.

L_ Vollnkirchen, 84. Nov. In die den Pächtern der hiesigen Gemeindejagd gehörige, im Distrikt Merzhausen", rechts der Straße OberfleenOber- wetz gelegene Jagdhütte wurde ein Einbruch verübt. Der oder die Siebe stahlen eine Bock- b ü ch s f l i n t e , Bettzeug und oerfchiedene Beklei­dungsstücke. Auch ein Fahrrad, das sich auseln- anbergenommen in der Jagdhütte befand, fetzten sie zusammen und nahmen es mit; es wurde inzwischen in einem Walddistrikte in der Nähe vor Schwalbach herrenlos ausgesunden. Anscheinend handelt es sich um zwei Täter, einen Mann und eine Frau. Daß eine Frau beteiligt ist, kann man daraus schlie­ßen, daß Frauenwäsche in der Hütt« zurückgelassen wurde. Daß di^z Diebe mit der größten Ruhege­arbeitet" haben, ergibt sich daraus, daß sie in der Hütte Speisen zubereiteten und an Or und Stell« verzehrten. Es liegt die Vermutung nahe, daß es sich um dieselben Täter handelt, die auch vor kurzem die Gricdelbacher Jagdhütte ausge­plündert haben, zumal die Art und Weise, wie sie bei dem Einbnich oorgingen dieselbe war, wie im Griedelbacher Falle. Die Jagdhütte gehört Herem aus Wetzlar; sie ist von diesen erst in diesem Jahre neu erbaut worden. Da der Einbruch erst am Sonn» tag bemerkt wurde und die Pächter am Buh- und Beitage zum letztenmal in der Hütte waren, muß er in den dazwischen liegenden Tagen verübt worden sein.

Starkenburg.

WSR. D a r m ft a h t, 21. Rov. Das bekannte Hotel »Zur Traube". Das vor kurzem durch Zwangsversteigerung in Den Besitz Der Stadl Darmstadt über gegangen ist, wurde bis auf w«fter cs zwecks Umbaus geschlossen. Wie dieHessische LandeSzritunss' er,ährt, soll im Erdgeschoß ein moderner Restaurat o.isbetrieb eingerichtet und auch die Zimmerzahl vermehrt werden.

WSR. Langen. 24. Rov. In ihrer letzten Sitzung stimmte die Stadtvervrd?retensitzung der Ausnahme einer Anleihe von 100000 M a rk zu.

Rheinhessen.

WSR. Mainz, 24. Rov. Das Deutsche Trachtenfest, verbunden mit der Tagung des Rhein-Main-Pfalzgaues, wird im Sommer 1922 in Mainz abgehalten. Vorgesehen ist u. a. ein großer Vollstrachlenfestz g.

WSR. Bingen, 24. Rav. 3m benachbarten Büdesheim hafte sich ein junger Mann e.nen Revolver zugeiegt und in der Hosentasche ungesichert getragen. Beim Entkleiden ent» 1 u d sich Die Waffe und die Kugel drang dem Jüngling in den Unterleib. Die Dcr.etzung war so schwer, daß er verstorben ist.

WSR. Worms, 24.Rov. Am Dienstag­abend wurde ein Arbeiter zu Rade auf dem Wege von Herrnsheim nach Mettenheim von einer Zigeunerbande angehalten. Als der Arbeiter das Angebot der Zigeuner, eine Me <'rige zu eroerben, zurückwies, kam es zu einer Schlägerei, in Deren Verlauf Der Heber,aUene an der Brust erheblich ver­letzt wurde, sich aber trotzdem durch die Flucht vor dem räuberischen Gesindel retten konnte.

WSR. Dietesheim, 24. Rov. Bei einer unerwarteten Revision der Gemeindekasse wurde ein Fehlbetrag von über 4000 Mark f e st g e st e 11 t, über desftn Verbleib der Gemeinderechner feine Aufklärung geben konnte. Er wurde vorläufig von seinem Amte suspendiert.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

[ Wetzlar, 24. Rov. In der gestrigen Stadtverordnetensitzung triainete Bür­germeister Dr. Kühn drei in Der letzten Seit verstorbenen früheren Mitgliedern des Kolle­giums, nämlich den Herren Staudt, Dr. G r ö b- lec und Kellner, herzliche Worte dankbaren Gedenkens über das Grab hinaus. Aus der reich» haltigen Tagesordnung, die erst in den späten Abendstunden ihre Erledigung fand, seien einige besonders wichtige Punkte hervorgehoben. Der Antrag Der SPD.-F r a f t i o n, die amtlichen Bekanntmachungen der Stadtverwaltung auch in der FrankfurterVolksstimme" gegen Bezahlung zu veröffentlichen, wurde mit den Stimmen der Bürgerlichen abgelehnt. Die Bürgschaftsübernahme der Stadt für den Spar- und Bauverein für wettere 200 000 Mk. wurde genehmigt. Bekanntlich erstellt der Spar- und Dauverein mehr als 100 Woh­nungen, Die bis zum Frühjahr nächsten Jahres bezugsferckg sein Dürften, lieber den Erwei­terungsbau des städtischen Kranken­hauses machte der Borsitzende ausführliche An­gaben hinsichllich Der bisherigen Entwicklung Der Anstalt, Die dahin gipfelten, Daß die heutigen VerhäHnisie dringend auf Abhilfe drängten. Das wichtigste hiervon ist Das Fehlen eines Perfonen- aufzugs und Die geringe Anzahl Der zur Ver­fügung stehenden Betten. Der 2lnbau soll senk- recht zu Dem Mittelbau zu stehen kommen, wobei auf eine spätere neue Erweiterung Bedacht ge­nommen worden ift. In dem Erweiterungsbau sollen die Beobachtungsabteilung, die Entbin- Dungsräume und Die Operaftons'äle uiftervebracktt werden. Die Kosten, die zuerst auf 85 030 Mk

Bekanntmachung.

Betrifft: Verkauf von Gasmünzen.

Im Intereffe Der Inhaber von Vorausbezahlungs-Gas- meffem sind folgenDe Gasmünzen-Dertautsstellen eingerichtet:

Luise Joost, Schreibwcrenhandlung, Bahnhofstraße 33 Konsumverein. Verkaufsstelle Rsterweg 6

» Kaiserallee 50

.» » Klintkstrabe 24

i» .» Am Kugelberg

Thrist. Kuhn, Kolontalwarenhandlung. Kalseralle« 18 Wtlh. Möser. Zigarrenhandlung, Mausburg 1 Ioh. Reinhardt. KolonlalwarenhanDl.. Krofdorf. Str. 12 Emil Schermulh, Kolonialwarenhandlg, Dammstr. 42 Albert Stoll, Tisenhandlung, Frankfurter Straße 86 DerkehrSverein Dießen. SelterSweg 74.

Es wird ersucht, Die nötioen Gasmünzen, Die zum gleiche« Prelle als im Gaswerk erhältlich sinD, in einer Der oben­genannten Verkaufsstellen zu entnehmen. Die Münzen sind bar zu bezahlen. 9650D

Gießen, den 24. Dovember 1926.

Stadt. Gas- und Wasserwerk.

Litnumir..rrfflvn^iiTTITihiiiuiuniiHiiiiimiiiiiniii,ii.imii!11 .....................

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Für den Reubau von 32 Vierztmmer- wohnungen am Äugelberg sollen vergeben werden die: Cpenglerarbeiten, In­stallationsarbeiten . Glaserarbeiten. Schreinerardeiten, Schlaffer- und An- schlagarbelten und Beleuchtungs-An­lagen. 2Ing botdformulare und Höheres durch Architett Hamann, Bergstraße 11.

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