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diese Stimmung Ventile, es kam Führung in die Stimmen, der anfänglich noch unsicher tastende dunkle Drang erhielt bestimmte Richtung, aus dem Rebel von Stimmung und Instinkt traten immer deutlicher ein selbstgewisser Wille, klare Programmpunkte und festumrissene Ideen heraus. Ins Volk geworfen fanden sie überraschend schnell mächtige Resonnanz, und die Volksbewe­gung war da, die ihr Ziel in der unbedingten Selbstbehauptung des elsässischen und deutsch-lothringischen Volkstums sah.

Von da an wird die Regierung unsicher. Ihre Ratlosigkeit, Wehrlosigkeit der neuen Ent­wicklung gegenüber war unverkennbar, und man konnte das um so mehr begreifen, als die, welche sich nach dem Umschwung als Führer im Lande aufgeworfen hatten, die Deputös, < die Parteiführer, ebenso ratlos waren und unsicher hin und hertasteten. So hatte die Bewegung Zeit, immer weiter um sich zu greisen und immer weitere Volkskreise in die elsässische Strömung hineinzuziehen.

Man muhte bei dieser drohenden Entwicklung, die alles bisher Erreichte wieder in Frage stellte, sich ernstlich überlegen, ob man nicht doch der Agitation für die elsässische Idee, die die auto­nome Gestaltung des elsässischen und kulturellen Lebens in sich schloß, ein energisches Halt zu­rufen und mit starker Faust eingreifen sollte, auch auf die Gefahr hin, daß das Ausland zu sehr auf Elsaß-Lothringen wieder aufmerksam wurde. So begreift sich das Auftauchen des Barthouschen Diktaturgesetzentwurfes, der Die Propaganda für den autonomistischen Ge­danken mit schweren Gefängnisstrafen belegte. Indes man zuckt doch auch wieder vor diesem System zurück, weil es die ganze französische elsaß-lothringische Legende, die man so ängstlich für den Auslandgebrauch hütet, erschüttern mutz. Wenn es also anders ginge, so, verzichtete man doch gern auf dieses Gewaltrezept. Es toitf) Durch gesetzgeberische Maßnahmen der ilnter- drückung auch zu sehr der Staat belastet, zu dessen Prestige nicht zum wenigsten Diese nach außen hin stets so geschickt verwertete Tradition der französischen Liberte gehört. Dieser Tradition entspricht es mehr, dah man das, was zu tun ist, der G e s e l l s ch a-f t, dem Volke selber über­läßt. Wenn sich von da aus eine starke Reaktion gegen den elsässischen, sprachlichen und kulturellen Dolkswillen herausbilden ließ, wenn Kreise Mobil gemacht werden können, die aus freiem Willen, aus eigener Initiative die Bewegung unterbinden, die Führer mundtot machen, dann hat man eine fre tvolle Gegenbewegung, der man alles weitere übe assen kann. Man kann sie dabei im stillen so begünstigen und unterstützen, dah sie dank solcher Förderung bald die Lage beherrscht.

So zeichnet sich das neue System, mit dem man in Zukunft arbeiten will, deutlich ab: Frei­willige müssen vor, und die hat man ja reichlich in der französischen Kolonie, in der man schon lange mit Zähneknirschen derboschistischen" Un- botmätzigkeit, dem elsässischen Aufbäumen, das von Tag zu Tag herausfordernder wird, zusah. Zu ihnen können dann die Alsaciens stoßen, d. h. die französierten Elsässer, die sich an fran- zösischem Patriotismus von den Rassefranzosen nicht übertreffen lassen wollen. Sie stecken in Den genannten Revenants, in ehemaligen Legio­nären, in der Schicht der entwurzelten Bourgeoisie u. a. m. Sie haben also jetzt das Wort, ihnen geben die verantwortlichen Stellen das Feld frei, um es in französischem Sinne durch die Tat zu bereinigen.

Vor kurzem hat diese freiwillige Kampfschar sich ihr erstes Manöverstück geleistet. Sie hat in Colmar als fest formierte, geschlossene Ko­lonne von mehreren hundert Mann eine autono» mistische Heimatbundmanifestation mit dem Knüp­pel verhindert und kündigt mit unverfrorener Offenheit die Fortsetzung an. Die staatlichen Behörden und Organe verhalten sich dabei völlig passiv. Richt nur, datz sie die Sperrung der Zugänge zu dem Versammlungssaal durch die nationalistische Knüppelgarde duldeten, der Ver­gewaltigung der Versammlungsteilnehmer ruhig zusahen, sie verhafteten auch alles, was sich von den Angegriffenen zur Wehr setzte und urteilte sie am folgenden Tage sofort ab.

Was ist die Folge? Iungelsaß, das die Heimat-- und Volkstumsidee erfaßt hat, greift natürlich zu dem gleichen Mittel, Gewalt ge­gen Gewalt heißt es jetzt. Der Heimatbund, in dem sich der elsaß-lothringische Selbstbehaup- lungswille seine Organisation geschaffen hat, ruft zur Bildung von Selbstschuyverbän- Den auf. In kurzem werden wir also im Elsaß die zwei Fronten haben, die für das Volks­bewußtsein sich klar scheiden: hie welsch, hie el­sässisch. Das Franzosenblatt, das Journal d'Al- sace Loraine, hat denn auch das Kind schon beim rechten Ramen genannt und von dem Colmarer Zusammenstotz gesagt, Latz da nicht mehr zwei politische Parteien oder zwei soziale Klassen, sondern zwei Rationalitäten miteinander gekämpft haben.

Also die' Scheidung der nationalen Geister wäre in vollem Gange. Was französisch ist oder fühlt und was elsässisch denkt, geht jetzt mit Knüppeln aufeinander los! Wer weitz, wie bald der Knüppel nicht mehr genügt. Jedenfalls brei­tet sich eine unheimliche Schwüle über dos Land aus, und eine neue Periode innerer Unruhe und Gärung kündet sich für das unglückliche Land an. Es wird da immer mehr aller Welt offenbar werden, daß in Elsaß-Lothringen ein Rationalitätenkampf anzuheben beginnt, bei dem elsa.sisches deutsches Volkstum dem Franzosen- tum Ne Stirne bietet. Wenn also mit Wissen und Willen regierender Kreise sich aus der fran­zösischen Gesellschaft heraus der Rationalismus in Bewegung setzte, um die Bewegung der Hei­mattreuen Elsässer zu erschlagen, so gestaltet sich mit der Indienststellung oder nur mit dem Ge­währenlassen dieser nationalistischen Freikorps der Kampf nur ernster. Letzt werden durch das Auf» klnanderprallen der beiden Parteien aus ent­gegengesetzten nationalen Sphären die Leiden­schaften im Volke erst recht aus der Tiefe ge­rufen, und die Kluft zwischen Elsaß-Lothringen und Frankreich verbreitert sich von selbst. Wenn Die Regierung also glauben sollte, dah man im Elsaß auch mal mit laizistischen Methoden etwas nachhelfen konnte, zugunsten der französischen Idee im Lande, so wird sie damit gerade Las Gegenteil von dem, was sie im Auge hat, erzielen. Sie ballt das Elsässertum erst recht zusammen, weckt alle Instinkte des opvositio- nellen Volksgeistes, datz es wie ein Run durch's Oanze geht: Jetzt erst recht!

Der neue Fahrplan für die Kraftposten.

Die Kraftpostlinien werden vom 3. Oktober ab nach den Winterfahrplänen verkehren. Die Fahrzeiten sind wie folgt neu festgelegt worden:

GiehenKrofdorfFellingshausen:

Gießen Bhf. ab 6.20 (werktags): 8.23; 12.30; 1.30; 2.25 (Samstags); 2L0 (Sonn- und Feiertags); 4.35 (werktags); 5.35; 6.25; 7.50; 10,40; außerdem ab Oswaldsgarten 7.24 vorm. (werktags^, an Fellingshausen 6.53 (werktags vorm.), 2.03 mittags. 6.58 abends.

21 b Fellingshausen n a ch Gieße n 6.57 werktags vorm., 2.07 mitatgs, 7.05 abends. A b Krofdorf nach Gießen 5.55 (werktags) vor­mittags. 7.05 (werktags) vormittags, 7.45 werk­tags), 9.00; 1.00; 2.20; 2.50 (Samstags); 3.15 (Sonn- und Feiertags); 5.00 (werktags); 6.00; 7.18; 9.20.

GießenHochelheimNiederkleen:

Ab Gießen Bhf.: 7.40 norm, bis Klein-Lin- den; 8.15 (werktags) vorm., an Niederkleen 9.20; 12.15 (werktags) bis Klein-Linden; 1.15 (werktags) bis Klein-Linden; 3.15 (Sonn- und Feiertags) bis Klein-Linden; 5.10 (werktags) bis Klein-Linden; 6.15 (werktags) bis Klein-Linden; 7.00 (werktags!, an Niederkleen 8.05; 8.00 (Sonn- und Feiertags), an Niederkleen 9.05.

Großen-Linden Bhf. ab: 12.50 täglich bis Hochelheim; Sonn- und Feiertags weiter bis Niederkleen.

Ab Niederkleen nach Gießen: 6.40 (werktags) vorm.; an Gießen Bhf. 8.00; 1.30 (Sonn- und Feiertags), ab Hochelheim täglich 1.46, an Gie­ßen 2.35; ab Klein-Linden 7.55; 12.35 (werk­tags); 1.35 (werktags); 3.35 (Sonn- und Feiertags); 5.25 (werktaas); 6.35 (werktags); außerdem: ab Niederkleen 11.30 mittags, an Großen-Linden Bhf. 12.05.

MückeUlrichstein:

A b Mucke nach Ulrichstein 9.16 vorm. und 9.00 abends. A b Ulrich st ein nach Mücke. 5.40 vorm. und 5.30 abends.

UlrichsteinLauterbach:

Ab Ulrichstein nach Lauterbach: 12.15 mit­tags. Ab Lauterbach Bhf. nach Ulrichstein: 6.00 abends.

UlrichsteinSchotten:

Ab Ulrichstein nach Schotten: 6.45 vorm. Ab Schotten nach Ulrichstein: 11.30 mittags.

AlsfeldGroh-FeldaEhringshausen:

2lb Groß-Felda 5.45 norm., an Ehrings­hausen Bbf. 6.25. Ab Ehringshausen: 6.50, an Alsfeld 8.45 vorm. Ab Alsfeld: 2.45 mit­tags, an Groß-Felda 3.45: ab Groß-Feldo 5.10, an Ehringshausen 5.50. A b Ehringshausen 9.25, an Groß-Felda 10.10 abends.

AlsfeldKirtorf:

Ab Kirtorf 7.25, an Alsfeld 8.10 vorm. Ab Alsfeld 11.00 vorm., an Kirtorf 11.45. A b Kir­torf 4.15, an Alsfeld 5.00 nachm.

AlsfeldReustadl:

Ab Alsfeld nach Neustadt 6.15 vorm.; 4.00 nachm. A b Neustadt noch Alsfeld 8.20 vorm; 5.25 nachm.

Ankauf der Anleiheablösungs- schuld durch das Reich.

Der Reichsfinanzminister wird entsprechend dem Wunsche des Haushallsausschusses des Reichstages in den nächsten Tagen eine Bekannt­machung über den Ankauf von Anleihe­ablösungsschuld und Auslosungß- rechten betagter Leute erlassen. Im In­land wohnende deutsche Staatsangehörige, die älter als 65 Jahre sind, ein Vermögen von we­niger als 20 000 Reichsark haben und im Kalen­derjahr 1925 ein Einkommen von weniger als 3000 Reichsmark hatten, können Ablosungsschuld und Auslosungsrechte, die sie als Altbesitzer von Markanleihen des Reiches zugeteilt bekommen haben, bei den Finanzämtern verkaufen. Der Kaufpreis beträgt 40 Reichsmark für je 12,50 Reichsmark Nennbetrag der Anleiheablösungs­schuld einschließlich Auslosungsrechte, und liegt damit über den Preisen, die zur Zeit im freien Verkehr der Börse für die Auslosungsrechte ge­nannt werden. Gr entspricht einem Satze von 8 Prozent des Rennbetrages der alten Mark­anleihen, für die Auslosungsrechte ausgegeben werden. Der Höstnennbetrag der Auslosungs- rechte, den ein einzelner Gläubiger zu diesem Kurse an das Reich verkaufen kann, ist 500 Reichs­mark. Dies entspricht 20 000 Reichsmark Renn» betrag der alten Anleihen. Der Ankauf wird vom 4. Oktober d. I. an durch die Finanzämter vor­genommen. Die Anleihegläubiger, die ihre An- leiheablösungsfchuld und ihre Auslosungsrechte verkaufen wollen, müssen sich zunächst bei der Polizeibehörde eine Bescheinigung über ihr Alter, ihre Reichsangehörigkeit und ihren inländischen Wohnsitz beschaffen. Auf Grund einer solchen Bescheinigung können sie den Verkaussantrag bei dem Finanzamt, das für ihre Einkommensbesteue­rung zuständig ist, stellen. Der Verkauf der An­leiheablösungsschuld und der Auslosungsrechte empfiehlt sich vor allem für Personen, die ein Einkommen von mehr als 800 Reichsmark haben. Für die übrigen dürfte es zweckmäßiger sein, Ab- losungsschuld und Auslosungsrechte zu behalten, weil sie im_ Falle der Bedürftigkeit int Sinne des Anleiheablosungsgesetzes Anspruch auf eine lau­fende Vorzugsrente haben, deren Bezug für sie vorteilhafter ist al« der Verkauf.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

CO Klein-Rechtenbach, 24. Sept. Wie Hon imGießener Anzeiger" berichtet, beab­sichtigt die hiesige Gemeinde ein neues Schul- baus zu erbauen. Rachdem nun die bisher noch strittige Platzfrage geklärt ist die Schule soll auf dem der Gemeinde gehörigen Platze am Dorfausgange nach Riederkleen östlich der Probinzialstratze Wetzlar-Butzbach errichtet Staat eine außervrdent. 11^ '5011061^« in Aussicht gestellt hat, sott mit dem Dau noch in diesem Herbst be- 8vnnen werden. Cs handelt sich bei dem beab- lubtigten Neubau um ein einklassiges Schul­gebäude mit einer Wohnung für einen verhei- rateten Lehrer In einem besonderen Rebenge. baude sollen Aborte, Stall, Remise usw. errichtet werden. Der Bauplatz hat starkes Gefälle nach £ Ä gute Entwässerung gewähr- leistet ist. Im Kellergeschoß sott eine Bade- fn M eingerichtet werden, da die Gemeinde in absehbarer Zeit auch einmal eine Wasser-

Natfel-Ecke.

Silbenrätsel.

am au augs da be bens bro bürg cha Dam bern bitt e t e e ei fei ger gue im in jo la me mi ni pe pi pj rat rin ru sa fac schef se fei stei stel strow ta ta ter ton trap un.

Aus vorstehenden 47 Silben sind 21 Wörter mit folgender Bedeutung zu bilden: 1. Nadelholz; 2. Teil der Zeitung; 3. afrikanischer Strom; 4. Fluß in Spanien; 5. Stadt in Mecklenburg-Schwe­rin; 6. Karteiiblatt; 7. Hühnervögel; 8. Verord­nung; 9. Stadt in Ostpreußen; 10. Stadt in Bayern; 11. Stadt in Schleswieg; 12. Insekt; 13. Süßstoff; 14. Fluß in Spanien; 15. Aussichtspunkt in der Sächsischen Schweiz; 16. Bibelabschnitt; 17. deutscher Dichter; 18. ErzeUanis der Schlächterei; 19. Stadt in Holland; 20. niederländischer Maler; 21. Singooaeb Richtig gebildet, müssen die Wörter in ihren Anfangs- und Endbuchstaben von hinten nach vorn gelesen, ein Zitat von Seume ergeben.

Kreuzworträtsel.

2

5 6

8

13

15

17 18

19 20

25

9

W

12

16

2 7

25

26

28

MW

1. Von links nach rechts:

2. Europäische Hauptstadt; 5. Teilzahlung; 7. europäische Hauptstadt; 9. Denkzeichen; 10. Bo­densenkung; 12. Hohepriester; 14. weiblicher Vor­name; 15. Volksstamm; 16. Fisch; 17. deutsche Hauptstadt; 21. spanischer Fluß; 23. andere Bezeich­nung für Ausflug; 25. Tierleiche; 26. Singstimme; 27. junge Nachkommenschaft von Tieren; 28. chine­sische Münze.

2. Von oben nach unten :

1. Asiatisches Hochland; 2. Schachmeister; 3. Hafendamm; 4. Stadt in Italien; 6. Stadt in Süd­tirol; 8. weiblicher Personenname; 9. kirchliche Feier; 11. griechischer Gott; 13. Nebenfluß der Donau; 17. Nebenfluß der Donau; 18. Gitterwerk; 19. Voranschlag; 20. wie 4; 22. Gaststätte; 24. Figur aus dem Nibelungenlied.

Bilder-Rätsel.

Buchftaben-Rätscl.

---.--Schwimmvogel.

--.--Stadt in Hessen (Freist.).

--.--Krankheit.

--.--Herrschertitel.

--.--Umschlagetuch.

--.--Weiblicher Personenname.

---.--Metallbecher.

--.--Musikinstrument.

--- .--Nebenfluß des Rheins.

Man suche die bezeichneten Wörter, deren mitt­lere, durch Punkte angedeutete Buchstabenreihe einen Kalendertag im September ergeben. DieMAnfcmgs- buchstaben der Wörter sind: L, M, G, S^P, G, K, G, M.

Grgänzungs-Räts el.

All Rom Ast Bier Ade! Eck« - Erz Ar Ulm Arm Asche Lied Otto Pik Rade Elle Ocker Sau, Aus jedem der vorstehenden 18 Wörter soll durch Ansügen eines weiteren Buchstabens am Anfang ein neues Wort gebildet werden. Die Buchstaben selbst ergeben, aneinandergereiht, einen astronomi­schen Wendepunkt.

Scharade.

Das eine steht und kann nicht gehen;

Das andre geht und darf nicht stehen.

Das Ganze geht, obaleich es hängt,

Und schlägt, obgleich s nichts Arges denkt.

Auflösungen.

Sprichworlräksel.

Wer zuerst fortgeht, wird am meisten schlecht gemacht.

Silbenrätsel.

1. Ornat; 2. Desoe; 3. Ufer?'4. Eutaw; 5. Delphi; 6. Lanner; 7. Euklid; 8. Zirkus; 9. Ebro; 10. Jstib; 11. To..ne; 12. Katzbach; 13. Erna; 14. Iwan; 15. Nachod; 16. Molde; 17. Igel; 18. Sor­bett; 19. Schadow; 20. Eli; 21. Tiedae; 22. Achard; 23 Ellmau.

D du edle Zeit, kein Misseweter wird so behandelt, wie du.

Kreuzworträtsel.

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Rätsel.

Lange weile Langeweile.

Anagramm.

1. Kohl Holk; 2. Drang Grand; 3. Bitte Tibet; 4. Insel Linse.

Bilderrätsel.

Ein Leben ohne Liebe ist wie Reben ohne Triebe.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedaMvnStisch.

Schichten.

Du hast keine Ahnung, Felix. Ratürlich muh ich zwei Sorten Puder haben, für bett Abend, bei künstlicher Beleuchtung, brauche ich doch andern."

Aha eine Tag- und eine Nachtschicht."

(Megg. Dl.)

Wirtschaft.

Eine Schweinerei ist das! Die Gäste be» klagen sich, daß der Hammelrücken schon riecht."

Wer ich hab' Ihnen doch gesagt, Herr Ober, Sie sollten ihn als Rehrücken ferneren.

(Megg. DI.)

Orthographie.

Also Sie schreiben sich auf: zehn Meter Velours de Iahte."

Darf's nicht Crepe de Chine sein?"

Auf keinen Fall!"

Wie schreibt sich denn Velours de laine?

Meinetwegen bringen Sie CrZpe de Chine!"

(Lust. Bl.)

Mißverständnis.

Max:Vater, warum heißen denn die Buben vom Onkel Fritz alle August?"

Vater:Wieso Augu'st?"

Rlast:Er hat doch Mama geschrieben: Wir haben heute den 3. August einen kräftigen Knaben erhallen."

lettung zu batten gedenkt. Zunächst geschieht die Wasserversorgung durch einen Brunnen, der auf dem Schulhofe gegraben werden soll. Die Dau- zeit für das ganze Projekt ist auf 1 bis!»/, Jahre geschätzt. Die Gesamtbautostenfumme dürfte sich zwischen 30 und 40 000 Mark belaufen. Die Woh­nung für den Lehrer soll im Obergeschoß ein­gerichtet werden, während der Schulsaal in das Erdgeschoß zu liegen kommen soll. Für den Leh­rer wird außerdem ein Gemüsegarten angelegt. Das alle Schulhaus wird die Gemeinde aller Voraussicht nach verkaufen. Der Bau der neuen Schule stellt an die kleine leistungsschwache Ge­meinde große Anforderungen. Schon jetzt muß die Gemeinde zur Deckung ihrer laufenden Be­dürfnisse einen Zuschlag von 450 Prozent auf die staatliche Steuer vom Grundvermögen erheben. Außer den hiesigen wird die Schule auch von einer Anzahl Kinder des Waisenhauses Zoar besucht. Auf dem freien Platze zwischen dem Reubau und der Provinzialstraße wird ein ge­räumiger Spiel- und Turnplatz geschaffen toerben.

6 Lützellinden, 24. Sept. Hier ist augenblicklich der Ausdrusch des Getrei­des in vollem Gange. Die Druschergeb- Nisse sind durchweg als sehr gut zu bezeich­nen, namentlich sind die Stroherträge so reichlich, daß vielen Landwirten die Unterbringung der Ernte Schwierigkeiten bereitet. Die Körnerernte weist infolge der ungünstigen Witterung im Vor­sommer in verschiedenen Lagen große Tlnterschiede auf; bei Roggen, Gerste und Hafer hat die stel­lenweise starke Lagerung die Ertrage sehr be­einträchtigt, während ba£ starke Auftreten des Gelbrostes beim Weizen bis zu 25 Prozent Körnerausfall zur Folge hatte.

WSR. Braunfels. 24. Sept. In der Rähe von Riederquernbach oberhalb der Thomasmühle ereignete sich gestern abend ein gräßlicher Ansatt. Der Arbeller Schuhmacher wollte auf einen die Kreisstraße passierenden La st wagen einer Firma aus Brandoberndorf steigen. Dabei rutschte er aus, und der Wagen, mit etwa 50 Zentner Steinen bela­den, ging direkt über ihn, so dah der Tod auf der Stelle eintrat. Den Wagenführer soll kein Verschulden treffen.

Kreis Marburg.

sch- Marburg, 24. Sept. Die hiesige Wanderarbeitsstätte, die feit Juli wieder in ihrem alten Heim an der Frauenberg- straße untergebracht ist, das etwa 3 Jahre an die inzwischen ein gegangeneKunstwerkstätte und

Tonindustrie" verpachtet war, hat in diesem Jahre bisher 2200 Wanderer beherbergt, außerdem waren dort 15 Kolonisten untergebracht. Im Frühjahr sind von der Wanderarbeitsstätte 2000 Raummeter Holz angekauft worden, das von den Wanderern zu Brennholz verarbeitet und vor allem an die städtische Bevölkerung abgegeben wird. Bei den Ob st Versteigerungen im Kreise Marburg werden im allgemeinen sehr hohe Preise erhielt. Die Obsthändler, die oft von weither zu den Versteigerungen kom­men, treiben das Edelobst hoch hinauf, so daß der Zentner am Daum im Durchschnitt 12 bis 15 Mk. kostet.

Kreis Biedenkopf.

XX Biedenkopf, 24. Sept. In unserem Kreise sind jetzt insgesamt 17 Berufsschulen eingerichtet. Der Bürgermeister des Schulortes ist Vorsitzender des Schulvorstandes. Zu jeder Berufsschule sind mehrere Orte der Rachbarschaft zugeteilt.

Kreis Westerburg.

QO Westerburg, 23. Sept. Gestern mittag hatte sich das 2 Jahre alte Söhnchen des Küsters Krempel an der Liebfrauenkirche bei Westerburg in einem unbewachten Augenblick aus dem Küsterhaus entfernt. Als die Großmutter das Kind suchte, fand sie es auf dem in der Rähe vorbeigehenden Bahngeleise sitzen. Eilig näherte sie sich, doch tvar ein Güter­zug, der nicht mehr rechtzeitig zum Stehen ge-

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