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allem Suchen nach ausreichenden!

Rationalisierung Beseitigung von

geschichtlichen Vergangenheit erinnern, die doch weit zurückliegt. . .?

Beseitigung der Wohnungsnot, der techmschen Bauweise unter Rebenkosten (Gebühren usw.).

4. Tis dahin muh danach

daß die auf der Grundlage der Zwangswirtschaft ausgestellten Dauprogramme der einzelnen Län­der nach einem auf lange Sicht berechneten Gene­ralplan des Reiches durchgefuhrt werden. Diese Dauprogrannne müssen nach den Geboten einer gesunden Devölkerungspolitik orientiert sein, also die Dezentralisativn der Bevölkerung zur Richt­schnur nehmen und die Wohnungsnot nicht nur an ihren Erscheinungspunkten in den Großstädten, sondern vorzugsweise an der Wurzel auf dem

Gelbbeschafsungsmöglichkeiten, wobei auch die Heranziehung von Erwerbslosengeldern zu er­wägen ist, muh anerkannt werden, daß die Haus­zinssteuer (Geldentwertungsausgleichssteuer) einst­weilen die Hauptfinanzierungsquelle für den Kleinwohnungsbau bleiben wird. Das Vertei- lungsproblem der Steuer zwischen Land und Stadt ist bisher ungenügend gelöst. Entscheidend dürfen nur allein die obengenannten bevölke­rungspolitischen Belange sein. Dazu muh die un­verzügliche Durchführung der geplanten Woh-

Dermehrung der ländlichen Wohn- und Siedlung bekämpfen. Diese müssen reichsrechtlich festgelegt

Gießener Jugendgericht.

Zwei junge Leute aus Wieseck erhielten wegen ruhestörenden Lärms Strafbefehle. Der eine von ihnen erzielte Freisprechung mangels Dewei- ses, der andere wurde ebenfalls freigespro - d) 2 n, da sich die Zeugenaussagen widersprachen. Gegen den ersteren hatte ein Nachtwachmann ohne Not von seinem Gummiknüppel Gebrauch gemacht.

Eine abenteuerliche Fahrt mochte ein hiesiger junger Mensch auf dem Fahrrad eines Bekannten,

Lande durch gelegenheit Grundsätze werden.

5. Bei

Kundgebung

in der überfüllten, 4000 Personen fassenden Rie­senhalle der Ausstellung. Eingeleitet wurde die Kundgebung durch zwei Masschenchöre. Rach Degrüßungsworten vom Verbandsvorsteher D e ch l y , die in ein dreifachesHeil" auf das deutsche Volk ausklangen, sprach Reichstagsab­geordneter Walther Lambach über:Was wir s i n d". Zu diesen Ausführungen, die mit großem Beifall ausgenommen wurden, sprachen noch verschiedene Ehrengäste, wie Vertreter der Stadt München usw. Als zweiter Redner be­handelte der Reichstagsabgeordnete Otto Thiel (Berlin) das Thema:Was wir wollen". Sein Vortrag enthielt die Tatsachen und Er­wägungen, die für das sozialpolitische Programm des Verbandes, das in 27 Leit­sätzen niedergelegt ist, bestimmend waren.

Im Anschluh an diese Ausführungen gelang­ten diese 27 Leitsätze:Der sozialpolitische Wille der deutschen Kaufmannsgehilfen" einstimmig zur Annahme.

Sodann sprach Verbandsvorsteher B e ch l h das Schlußwort. Mit dem Gesang des Deutsch­landliedes und einem dreifachenHeil" auf Volk und Vaterland wurde die Kundgebung geschlossen.

Außerdem fanden noch einige

Sonberfagungen

statt. Besondere Beachtung verdient die erste Reichstagung des vor einem Jahr gegründeten Bundes reisender Kaufleute im D. H. V.". Max Menzel (Berlin) sprach über die Wünsche und Forderungen des Bundes. Von der R e i ch s p o st fordern die reisenden Kauf­leute: Herabsetzung der Gebühren, Ausbau des Kraftfahrliniengesehes und der öffentlichen Fern­sprechstellen, ferner von der Reichsbahn: Einführung von Kilometerhesten, Herabsetzung der Gepäckgebühren usw. Von den Arbeitgebern fordert er: Sicherstellung des Eristenzminimums durch Tarifvertrag, Mindestprovision und Spe­sensätze, Beseitigung des Provisionsvertreter» unwcsens durch Gewährung fester Bezüge an alle festangestellten Reisenden usw. Diese For­derungen fanden in Entschließungen ihren Rie­derschlag.

Der Allgemeine Deutsche Duch- handlungsgehilfen-Verband (Fach­gruppe des D. H. V.) hielt ebenfalls seine Jahres­hauptversammlung ab.

Gleichzeitig tagte noch die D e u t s ch n a t i o- nale Krankenkasse. Rund 300000 Ver­sicherte gehören der Kasse an. Der Kasse ge­hören heute sieben Kurhäuser und ein Kinder­heim. Im Jahre 1925 wurden rund 2600 tuber­kulös gefährdete Kinder in Kinderheime geschickt.

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Die D. T tu do. Dir deM sich nach ihrer Amerikanischen 1 nach St. Louis äuöerst freundliche turnerischen Dorf ausgenommen vu suchte auch das 1 !§en Freiheiten Berger einen §

Reichstagung des D. H. V.

Dom 17. bis 21. Juni fand in München der zwanzigste ordentliche Verbandstag des Deutsch nationalen HandlungSge- hilfen-Verbandcs statt, an dem über 4000 Kaufmannsgehilfen aus allen Teilen des Reiches und Deutsch-Oesterreichs teil- nahmen. Etwa 200 Vertreter von Behörden, darunter der Reichswirtschaftsminister Dr. C u r t i u s und der Reichsarbeitsminister Dr. Brauns, sowie eine Reihe von Parlamen­tariern hatten sich zur Beteiligung angemeldet.

Eingeleitet wurde die Tagung durch einen deutschen Liederabend des Bundes der Männer­chöre im D. H. V. im überfüllten Saale der Tonhalle.

Am 18. Juni vormittags begann der 20. Verbandstag. Verbandsvorsteher Bechly er­öffnete die Verhandlungen. Bei der Behandlung deS Jahresberichts sprach er in einer großen Rede über die

Stellung des D. £). V.

zu den volikischen Gegenwartsproblemen.

Die Ziele des Verbandes decken sich weder mit denen der Rechts-, noch der Linksparteien. Der D. H. V. habe keine andere Aufgabe, als seine Ziele zu erreichen. Er wolle den Macht­staat, aber nicht den Machtstaat, der nach außen die Freiheit und nach innen die Knechtschaft bringe. Er wolle also nicht den alten Feudal­staat, nicht eine Formaldemokratie, in der die Masse oder das Kapital herrschen, sondern er wolle den demokratischen Volksstaat. Der Ver­band bleibe also parteipolitisch neutral,, müsse aber von Fall zu Fall politischen Einfluß aus­üben. Die Arbeitnehmer hätten staatspolitisch die Aufgabe, den Staat so zu gestalten, daß sie Mitträger des Staates und der Wirtschaft seien. Die Voraussetzungen dazu, die in erster Linie in einer blühenden Wirtschaft und der staatlichen Freiheit liegen, könnten bei der staatspolitischen Haltung, die die Sozialdemokratie einnimmt, von dieser nicht geschaffen werden. B e ch l y schloß seine Ausführungen mit den Worten: Wir im D. H. V. führen unser eigenes Leben. Wir ringen um die Erkenntnis des nach oben führenden Weges, älns beherrscht der Wille zur Erreichung des einen Zieles: Die Größe unseres Standes und das Heil unseres Volkes I

Rach der Aussprache wurde der Rechen­schaftsbericht einstimmig genehmigt und der Ver­waltung Entlastung erteilt. Die seitherigen Mit­glieder der Verwaltung wurden einstimmig wieder-, zwei weitere Herren neugewählt.

Darauf folgten die Verhandlungen über den Antrag der Verwaltung auf

Einführung

einer Altersversorgung durch den verband.

Vorgesehen ist, daß Mitgliedern, die dem Verband 25 Jahre angehören und das 65. Lebensjahr erreicht haben, eine monatliche Un­terstützung gewährt wird. Die Unterstützung be­ginnt bei 25jähriger Mitgliedschaft mit einem Grundbetrag von 50 Mark und steigert sich für je 5 weitere Mitgliedsjahre um 5 Mark monat­lich. Für Mitglieder, die dem Verband nach dem 1. Januar 1927 beitreten, beginnt der Unter- stühungsanspruch auf Grundbetrag und Steige­rungssatz nach 30jähriger Vrrbandszugehorigkeit. Statt der Bar Unterstützung kann auf Wunsch

paar besonders erlesene Arbeiten sei wenigstens im Vorübergehen hingedeutrt. Da ist etwa Ma­nets berühmteOlympia": auch wenn man dieses Stück vielleicht allzu oft gesehen, sich übergesehen hat, es vielleicht auch bei all seiner dekorativen Wirkung ein wenig starr und akademisch findet, wird man sich der gepflegten Alluratesse der Wiedergabe nicht entziehen können. Da ist Mensel mit einem seiner glänzendsten Bilder, dem be­rühmtenTheatre Gymnase", das in Hell und Dunkel die ganze, sprühende Könnerschaft der Heinen Exzellenz wunderbar zusammenfaht. Da ist das farbenprunkende, frühe Knabenbildnis des Pinturicchio, da der deutlich cm Rubens geschulte Mädchenakt des Rokokomalers Boucher, da em Meisterstllleben, unter dem man mit stiller Verwunderung den Ramen Courbet liest, da das Ehepaar Sisley, das so typisch die Handschrift Renoirs ausprägt, CäzannesDorfstraße", male­risch feiner noch als der bekanntere Knabe mit der roten Weste. Druegels ganze, unverfälschte Bauernderbheit und sinnenfrohe Riederländer­weise lacht einem entgegen aus dem Herbstbild, das in zwei mächtigen Farbakkorden von Acker­braun und Wolkenblau musiziert. Rur zwei Stücke noch: Dürers rassige Venezianerin, ein Frauentopf von herber und reifer Schönheit. UnÖ das deutscheste, mnigfte Bild des großen Cranach, dieRuhe auf der Flucht" mit den himm­lischen Flügelbübchen, von denen etliche (wie es scheinen möchte) noch dem Altmeister Hans Thoma bei manchen seiner reifsten Bilder Modell gestan­den haben, strampelnd und pausbäckig Flöte blasend, reitend mit dicken Beinchen auf einer mächtig plustrigen Wolke.

Die Ausstellung wird noch kurze Zeit zu­gänglich sein: wer sie noch nicht besucht hat, dem sei dies herzlich empfohlen.y

Ein Bericht über Tycho Brahe.

Eine neue Quelle über den Aufenthalt des großen Astronomen Tycho Drahe beim Kaiser Rudolf in Prag und über seine Arbeit auf dem

fung der englischen Krankheit herangezogen, die in wenigen Wochen geheilt werden kann: auch ist ihrem Ausbruche durch Lichttherapie vorzu­beugen. Die dadurch erfolgende, bessere Regu­lierung des Kalk- und Phosphor-Stoffwechsels ist als eine Auswirkung der Beeinflussung des Sympathikus vermittels seiner Hautendigungen anzusehen.

Sehr eigentümlich sind noch folgende- Be­obachtungen: Die günstige Wirkung von Leber­tran als Mittel gegen die englische Krankheit lieh sich ersetzen durch Versütterung von Oelen, die zuvor mit Licht bestrahlt wurden, welche dabei einen lebertranähülichen Geruch annahmen. Rimmt man an, daß die in der Oberhaut befindlichen Fette das darin befindliche Cholesterin wird bei der Bestrahlung lebertranähnlich ähn­licher Veränderung im ultravioletten Lichte un­terliegen, so wird es verständlich, daß in Tier­versuchen verfütterte Haut, die, vorn Körper los­gelöst, bestrahlt worden ist, antirachitische Heil­wirtungen ergeben hat.

Der neuerliche Aufschwung des Sonnenkultus, um hiermit die abschließenden Ausführungen des Vortragenden über die Wirkungen des Son­nenlichtes auf den gesunden Menschen wieder­zugeben, ist auch vom ärztlichen Standpunkte aus sehr zu begrüßen. Besonders günstig ist eine Verbindung der Sonnenbäder mit dem Baden im Freien: sie verleiht der Haut die gesunde rotbraune Farbe, ein Zeichen für die damit im Zusammenhänge stehende gute Durch­blutung der Organe. Rur muh man langsam und vorsichtig vorgehen und sich nicht in unbesonnener Weise stärkere Hautentzündungen zuziehen. L. H. Ausstellung von Piper-Drucken.

Eure außerordentlich sehenswerte Ausstel­lung veranstaltet zur Zeit die Buchhandlung Keißner: in ihren oberen Räumen findet man eine Auswahl von Reproduktionen des Mün­chener Verlagshauses R. Piper & Co., der sog.

Die Wohnungsfrage auf dem Lande.

Der Deutsche Landkreistag hielt

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Der Hagelfeiertag im Vogels berg

Eine interessante Aufzeichnung.

wg. Gedern, 24. Juni. Zum 159. Male jährt sich am 2 7. Juni der ch a g e l f e i e r t a g , ein alter kirchlicher Feiertag, der zur Erinnerung an das am 27. Juni 1767 über die hiesige Gegend nie­dergegangene chagelunwetter gefeiert wird, lieber das Unwetter, das sich über einem Strich von etwa 25 Gemeinden der näheren und ferneren Umgebung entlud, wird in der kirchlichen Ortschronik folgendes berichtet:1767 den 27ten. Jun. stieg an dem Firmament des chimmels gegen Abend zu, zwischen 5 und 6 Abend ein in sehr dunckler Wolke starckes Gewitter auf, so sich erhebte mit einen ge­waltigen Sturm und großen Schlossen und Kiesel, und breitete sich aus über unfern Horizont mit vielen Blitz und Donner Schlägen, die Bäume aus der Erde gerissen, Korn, Früchte, Pflantzen zer­schmissen und zuletzt durch entsetz-fürchterlichen Donner Schlag in Joh. Peter Lehnings Hauß ge­schlagen, das Strohdach angezündet und unsre gantze Gemeinde in ein groses Schrecken gesetzt. Der Brandt wurde bald gelöschet einiger Einwohner gerissene Häuser sind aber mit Anschaffung vieler Ziegel zu reparieren. Gott wolle uns Sündern nicht "ferner hin heim suchen und unsere Hertzen durch solch fürchterl. Schrecken und Schaden zu einen willigen Ihm gefälligen Gehorsam leiten und bringen. 1768 war von Durch!. Herrschaft als Vormündern Gnädigst besohlen und Hoch verordnet worden, auf den 27ten Junii einen Buß und Bete Tag zu feuern, dazu der Text Deut. 4, 9 vormittags und Psalm 89, Vers 32 und 33 nachmittags zu erklären gegeben ward."

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einigen Tagen seine diesjährige Hauptver­sammlung in Bad Pyrmont ab. Im Mittel­punkt der Verhandlungen stand die Frage des Siedlungs- und Wohnungswesens, die auch für die Landkreise von besonderer Be­deutung ist. Die Verhandlungen zeitigten als Ergebnis die nachstehenden Richtlinien:

1. Der Wohnungsbau ist für das Platte Land nicht minder nötig wie für die Städte. Er gehört M den wichtigsten Mitteln zur Bekämpfung der Landflucht.

2. Die ländliche Siedlung ist nicht nur aus bevölkerungspolitischen und sozialen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen energisch zu fordern. Sie ist ein wesentlicher Tell der notwendigen älm- ftellung unserer Wirtschaft auf die durch die Ver­änderung in der Weltwirtschaft, sowie durch den Krieg und die Kriegsfolgen bedingten Ver­hältnisse. die zum Abbau eines übertriebenen Industrialismus und zu starker Pflege der Land­wirtschaft zwingen.

3. Der Landkreistag ist grundsätzlich der Auffassung, daß auf dem Gebiete der Wohnungs- Wirtschaft der Wegfall des Zwangssystems an» gestrebt werden muh. Das ist aber nur allmählich erreichbar und insbesondere von drei Voraus­setzungen abhängig: Wiederanfüllung der Kapi­talquellen, planmäßige öffentlich-wirtschaftliche

Rundfunk-Programm

des Arauksurter Senders.

(Aus derRadio-TImschau".)

Samstag, 26. Ium:

3.30 bis 4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Wunfch- nachmittag. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lesestunde. 6.45 bis 7.15 Uhr: Funkhochschule Frankfurt:Wie sollen wir unsere Dichter lesen", Vortrag von Prof. Dr. Franz Schultz. 7.15 bis 7.45 Uhr:Die neue Regelung der preußischen Hauszinssteuer", Vortrag von Regierungsrat a. D. Dr. Keck. 8.15 bis 9.15 Uhr: Aelterer Kunstgesang Neueres Volks- lieb. Konzert der Männerchoroereinigung an der Städtischen Musikhochschule in Mainz. 9.15 bis 10.15 Uhr: Bläsermusik der Mannheimer Schule. Anschließend bis 12 Uhr: Uebertragung von Ber- lin: Tanzmusik der Berliner Funkkapelle.

nungsnotaufnahrne über das ganze Reichsgebiet nach einheitlichen Gesichtspunkten bald durch­geführt werden.

6. Da Siedlungs- und Wohnungswesen wesentliche Faktoren einer wahren staatserhal­tenden Politik find, sind bei der bevorstehenden Verwaltungsreform in Preußen alle Hemmun­gen zu beseitigen, die der Verwirklichung der Wohnungsreform und des Siedlungswesens ent» gegenstehen. Für das ländliche Siedlungswesen wird daher die Eingliederung der mit dem Sied­lungswerk befaßten Behörden in die allgemeine Staatsverwaltung nachdrücklich gefordert. Kom­petenzstreitigleiten mit dem Reiche müssen aus­geschaltet werden.

7. Die Ansehung von Siedlern darf nur in einer Weise erfolgen, die deren Existenzmöglich- teit sicherstellt. Dieses Ziel wird nut zu er­reichen fein, wenn die landwirtschaftliche Pro­duktion durch Erleichterungen auf dem Gebiete des Steuerwcscns, der Tarif-, Verkehrs- und Zoll- Politik unterstützt wird. Deshalb muß vor allen Dingen auch die Geldentwertungs-Ausgleichs­steuer in tragbaren Grenzen gehalten werden. Die Siedlung soll in erster Lin'ie auf kultivier­tem Oedland erfolgen; Großgrundbesitz darf nur, soweit er schlecht bewirtschaftet ist, zer­schlagen werden.

des Mitgliedes Ausnahme in ein Altersheim des Verbandes erfolgen. An Hinterbliebene solcher Mitglieder, die nicht in den Genuß dieser Leistungen gelangen, kann, je nach Verbandszuge­hörigkeit, ein entsprechendes Sterbegeld gezahlt werden. Der Antrag wurde einstimmig ange­nommen. Der Llnterstuhungsbezug beginnt mit dem 1. Januar 1927.

Mit der neuen Altersfürsorgeeinrichtung ist eine Erhöhung der S t e l l e n l o s e n r e n t e um 33*/3 Prozent verbunden, lieber 60 Jahre alte Verbandsmitglieder erhallen überdies nach Ablauf der Leistungen aus der Stellenlosenunter- stützungskasse noch einmal die halben Leistungen für die Höchstdauer.

Am 19. Juni sprach der Reichstagsabgeord­nete Olto Thiel (Berlin) über:

Forderungen und Ziele unserer Sozialpolitik". In seinen Ausführungen behandelte der Redner die Ausbildung des Lehrlings, die Begrenzung der Lehrlingszahl, den schriftlichen Lehrvertrag, den ausreichenden Urlaub. Ferner sprach er noch über: Anerkennung der achtstündigen Arbeitszeit, 6 Tlhr-Ladenschluß, Sonntagsruhe, usw. Die sozialpolitischen Forderungen seien nicht standes- egöistischen Ursprungs, sondern sie seien erfüllt von Verantwortlichkeitsgefühl und dem Bewußt­sein der Pflicht gegenüber der völkischen Ge­meinschaft.

Den Abschluß des Verbandstages des D.H.V. bildete eine

Piper-Drucke, von denen die ersten Ende 1923 erschienen, und die durchweg eine vollendete, drucktechnische Leistung repräsentieren. Die Wie­dergabe der Bilder ist bis zu einem Grade von Vollendung gebracht worden, der erstaunen läßt. Es ist eine große, immer wieder sich bemühende, llebevoll-tünstlerische Arbeit an jedes einzelne Originalstück gewendet worden, die den aller» feinsten Ruancen im Bilde nachgeht, und die sich überdies auch auf die möglichst getreue Wiedergabe bc5 Rahmens erstreckt, was durch­aus nicht unwesentlich ist und dem einzelnen Stück noch mehr vom ursprünglichen Reiz und der Frische der ersten Fassung verleiht. Man findet in dieser Ausstellung nur gute, gewissermaßen als klassisch anerkannte Bilder, z. T. die be­rühmten Prunkstücke der europäischen Galerien, man sieht Deutsche und Franzosen, Italiener und Riederländer, vorzüglich die alten Meister: und die modernen Maler, die sich dazwischen an» finden, sind alle so beschaffen, daß man ihnen jetzt schon einen ähnlichen Rang und eine ähn­licheKlassizität" zuweisen oder Voraussagen darf. Dabei ist es immer wieder erstaunlich, mit welcher Einfühlungsgabe und Anpassungsfähigkeit man dem individuellen Malcharakter und Stilkreis des einzelnen Werkes nachgekommen und nabe» gekommen ist. Gerade bei ganz heterogenen Bil­dern wird das so ungemein deutlich. Wenn man z. B. den weichen, kreidigen Farbton im Degas- schen TänzerpaarHarlelln und Columbine" be­merkt: oder die unübertreffliche Malernoblesse Holbeins, der vor der Gestalt seines Kaufmanns Giße ein paar Blumen anordnet, um dieser Augenweide willen: wie die zarten Relken, aus dünnem Glaskelch aufsteigend, sich an den Samt­hintergrund des dunklen Gewandes schmiegen; oder bie derbkräftig gespachtelten Koloritkeile, die Farbenkommata bei Van Gogh, die sein Bild aus hundert anderen so unfehlbar charak­teristisch heraushsben; an solchen Einzelheiten wird man sich beispielshalber klarmachen, worin die Wertarbeit dieser Drucke besteht. Auf ein

der ihm das Rad des öftern zur Benutzung zu leihen pflegte. Er fuhr Damit nach Frankfurt, ver­kaufte es dort um einen geringen Preis und wurde in Frankfurt wegen Diebstahlsverdacht verhaftet, nachdem der Käufer selbst, der Verdacht gegen den Angeklagten schöpfte, Anzeige bei der Polizei er­töt tet hatte. Das Urteil lautete auf 3 W o ch e n G e- ä n g n i s unter Anrechnung der erlittenen Unter- uchungshast mit zwei Wochen und Strafaufschub hinsichtlich des Restes unter Anordnung von Lr- ziehungsmaßregeln.

Am 7. Februar ereignete sich in der hiesigen Fortbildungsschule eine glücklicherweise höchst selten vorkommende Ausschreitung. In einer Klasse befand sich eine Reihe von Schülern, die es schon längere Zeit darauf absahen, den Unterricht zu stören. Unter ihnen befand sich der 17 Jahre alte, mit zwei Monaten Gefängnis unter Strafauf­schub vorbestrafte P. G., der schon wiederholt den Unterricht geschwänzt hatte und an diesem Tage von dem Schuldiener geholt worden mar. P. G. gebärdete sich frech, besonders auch dem alten Schuldiener gegenüber, und als er, nachdem letzterer das Klassenzimmer verlassen hatte, vom Lehrer zur Rede gestellt wurde, wurde P. G. dem Lehrer gegenüber, der am Fuße eine sc^LLL Kriegsbesckä- digung hat, frech und handgreiflich. Infolgedessen wurde die Strafaussetzung hinsichtlich der früheren Strafe von zwei Monaten Gefängnis wegen dieser Roheit sofort für verwirkt erklärt. Die Strafe wurde zwischenzeitlich verbüßt. Wegen Beleidigung in Tateinheit mit Körperverletzung er­hielt P. G. diesmal unter Strafaufschub nochmals 4 Wochen Gefängnis. Gleichzeitig wurden Erziehungsmaßregeln anaeordnet. Ge­wisse Fortbildungsschüler mögen sich diesen Fall zur Warnung dienen lassen. Der Angeklagte hat es, wie der Vorsitzende mitleilte, nur seiner guten Führung in der Strafanstalt Butzbach zu verdanken, daß er mit dieser verhältnismäßig geringen Strafe davon kam. Bei ungehöriger Führung würde auch hier Widerruf des Strafaufschubs erfolgen.

ihm zugewiesenen Schloß Denatek wird in der ZeitschriftDie Sterne" mitgeteilt. Der Bericht stammt von dem Prager Rabbi David Gans, der sich viel mit Astronomie befaßte und voic dessen zahlreichen Büchern auch einige ins Latei­nische und Deutsche Überseht sind. In dem be» deutendsten dieser Werke findet sich nach einer Mitteilung von D. Sackay eine Schilderung seine-' Verkehrs mit Tycho Brahe und Kepler. Er er­zählt hier, wie der Kaiser Rudolf dengrößten Sternforscher aller Zeiten", Tycho Brahe, auä Dänemark berufen habe.Der Kaiser lieh ihn im Schloß Denatek wohnen, fünf Meilen von Lei Hauptstadt Prag entfernt, und zog sich dorthin zurück mit all seinen Gelehrten; und bestimmt ihm alljährlich dreitausend Taler, auch Speist Wein und Bier, abgesehen von den sonstigen Geschenken und Gaben. Und an dem obengenann­ten Orte pflegte er mit zwölf Männern zu weilen, Weisen und Gelehrten, der Sterndeutung kundig und beflissen, und vor ihnen große und herr­liche Instrumente, wie sie noch niemand gesehen hat. IInb dort hatte der Kaiser eine Flucht von dreizehn Gemächern erbaut; in jedem von ihnen steht ein besonderes Gerät, mit dem man Stan! und Bewegung der Wandelsterne und des Heeres der Fixsterne beobachtet . . . Auch ich, der Ver­fasser dieses Buches, bin selbst dreimal dort gr-> wesen, jedesmal fünf Tage hintereinander; i4* weilte bei ihnen in den Deobachtungszimmerr: und sah alles, was dort vor sich ging wahr* haft große und erhabene Dinge: Senn nicht miE die Wandelsterne, sondern auch die Scharen bee Fixsterne sind ihnen namentlich bekannt. Jedes­mal, wenn ein Stern in den Meridian tritt, wir!» er sogleich gemessen mit drei verschiedenen In­strumenten, an denen je zwei Gelehrte saßen: und sofort wurde alles im Buche vermerkt: un!» dafür hatte er einen Zeitmesser von wunder­barem, neuem Dau. Wahrlich solche An­strengungen und Forschungen haben wir bisher weder gesehen, noch von ihnen gehört."

archistischen Lager in Portugal selbst. Dieses nahm daher die Sache, die die in England und Bayern lebenden Manuelisten und Miguelisten verdorben hatten, in die Hand. Die aktiven Kämpfer gegen die Republik kamen zu dem Resultat, daß gegebenen- falls Manuel den Thron wieder besteigen sollte (um seinen Anhängern eine Genugtuung zu bieten), daß aber dieser König, der ja gar nicht mehr König sein will, das Land allsobald wieder zu verlassen und die Herrschaft dem Prinzen Duarte zu über­geben hätte. Ohne daß es zu einem formellen Pakte gekommen wäre, haben beide Braganzas Manuel und Miguel diesem Plane zugestimmt.

König Manuel wird wohl niemals kommen.

Die portugiesischen Monarchisten oder, genauer gesagt, die in Portugal selbst um ihre Ideale ringenden und für sic leidenden Monarchisten denken daher jetzt daran, den König Manuel zu einem ausdrücklichen Verzicht auf die Krone zu bewegen, so daß der Weg für Duarte von Haus aus frei wäre.

Aber die Frage wirft sich aus: Wäre damit allein schon der Weg für den Rex fidelissimus be­reitet? Wäre der neunzehnjährige Duarte, der aller­dings nach Fürstenrecht bereits großjährig ist, der Mann, der in dem parteipolitisch atomisierten Por­tugal das Staatsgefühl wiederzuerwecken vermöchte, der Portugal von England unabhängig machte, ohne den Zorn der für den Küstenstaat wichtigen See­macht heraufzubeschwören? Die Armee ist nun fast zwei Dezennien lang kein Hort der Ruhe und des Friedens nach außen und innen mehr gewesen, son­dern nur das Instrument rivalisierender politischer Parteien: würde sie sich unter einem jugendlichen, dem Lande ziemlich fremden Fürsten ihrer großen

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