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der

(Schlesw.-Holst.): 296 707, 28,9

Die ein

6 (Pommern):

8 (Liegnit;):

129,1

142,4

184,7

Es des

358 081, 26,9,

538 038, 34,3,

119 056, 15,8,

514 034, 43,7, 479 420, 40,7, 244 578, 23,6 204 559, 17,8

268 121, 34,8, 147 330, 18,6, 309 046, 34,5, 562 523, 39,8,

Pro- (27,8 nicht

107,2

116,1

121,4

144,2

(Weier-Ems): :

(Osthannover):

(Südhann.-Braun-

201 074, 22,3,

153 900, 23,5,

141 099, 35,1,

Entsprechend einem einstimmig beschlossenen Vorschlag des Parteivorstandes, der Parteilei­tung und der Landesverbnndsvorsihenden wurde der Vorsitzende der deutschnatwnalen Reichstags" fraktton, Graf Westarp, durch Zuruf zum Parteivorsitzenden gewählt.

Donnerstag vertagt.

Der P a p st Hal storbenen Kardinals Reey zum Erzbischof von Belgien ernannt.

zum Rach folger des ver- Mercier Monsignore van von Mecheln und Primas

(Oppeln):

(Merseburg):

(Thüringen):

145,6 122,8

89,6 74,6

120,3 143,6 102,1 121,3

103,2 98,1 93,0

Besprechungen. Der Geheimnissiegelbewahrer Lord Salisbury beantwortete für Die Regierung alle Fragen b e j a h e n d. Die englische Regierung werde die stärksten Anstrengungen machen, um int September die Aufnahme Deutschlands in Versammlung und in den Rat. worauf es inoralisches Anrecht habe, zu bewirken.

Schweden in Genf.

Der Bericht des Außenministers.

Stockholm, 25. März. (WTB.) Am Mittwoch erstattete Außenminister U n d s n in der 2. Kammer des Reichstags einen ausführlichen Bericht über die letzten Dölkerbundsoerhandlungen. Der Streit um die Ratssitze habe immer mehr den Charakter eines diplomatischen Machtkampfes angenommen. Die schwedische Delegation habe entsprechend ihren An­weisungen die positive Verpflichtung gehabt, für den Eintritt Deutschlands in den Völkerbund und den Rat einzutreten. Sie hätte ihre Ausgabe schlecht er­füllt, wenn sie nicht nach Möglichkeit gesucht hätte, dieses Ergebnis zu erreichen. Man habe der schwe­dischen Delegation gegenüber betont, daß eine deutsche Ablehnung des polnischen Rats^itzes in hohem Grade auf den Widerstand Schwe­dens gegen den Vorschlag zurückzuführen sei. Man habe an den Vertreter Schwedens den dringenden Appell gerichtet, die Errichtung eines neuen nicht­ständigen Ratssitzes anzunehmen. Er habe sich einem Verfahren gegenüber ablehnend verhalten, das dar­auf hinausging, zunächst einen einstimmigen Kom­promißbeschluß im Rate zu erzielen und Dann der deutschen Delegation denselben als das letzte Ange­bot des Rats vorzulegen. Es ist Dann Den schwedi scheu Vertretern gelungen, an Dem ZustanDekommen eines Vorschlags mitzuwirken, Der, ohne Die grundsätzliche Haltung Schwedens zu kompromit- tieren, von allen Seiten als annehmbar be° krachtet wurde. Zwar vereitelte ein anderes Hin­dernis die Einigung, Die bereits in Sicht war, aber es ist erreicht worden, daß die Vertagung nicht auf Grund dieses Gegensatzes zwischen Deutschland und Frankreich erfolgt ist. So wurde es Den Locarno- Mächten möglich, ihr Festhalten a n d e in V e r- trag von Locarno gemeinsam kundzugeben. Daß Die VölkerbunDsversammlung auseinanDergehen mußte, ohne über Die Aufnahme DeutschlcmDs be­schließen zu Dürfen, beDeutct einen ernsten M i ß- erfolg des Völkerbundes und bildet einen be­drückenden Beweis der Starke nationaler Sonderinteressen und falscher Prestigerück­sichten.

Kleine politische Nachrichten.

Der Herr Reichspräsident empfing in Anwesenheit das Reichsaußenministers Den neu­ernannten italienischen Botschafter, Grafen Al­do v r a n d i M a r e s c o t t 1. zur Entgegennahme seines Beglaubigungsschreibens. 3n seiner An­sprache führte der Botschafter u. a. aus: In der Lieberzeugung, daß zwischen Italien und Deutsch­land keine grundsätzliche Interessen­verschiedenheit besteht, werde ich es mir gut Aufgabe machen, an der Vermeidung und Beseitigung jedes Zwischenfalles oder Mißverständnisses, das die gegen< fettigen Beziehungen etwa stören könnte, mit- zuarbeiten. Kurz darauf empfing der Herr Reichspräsident den persischen Geschäfts- träger in Berlin, der dem Reichspräsidenten als Geschenk des Schahs von Persien dessen Bildnis überreichte.

Der österreichische Bundeskanzler Dr. R a - m c l wird bei seinem Besuch in Berlin dem Reichspräsidenten d Dir Jj>indenburg Daß große Goldene Ehren Zeichen der R e p u v l i k mit Band und Stern überreichen, eine Auszeichnung, die nur für Souveräne be­stimmt ist und bisher noch nicht verlieben worden ist.

König Alfons von Spanien hat den neuernannten deutschen Botschafter in Madrid Grafen von Welczeck (bisher in Budapest) zur Lieberreichung seines Beglaubigungsschrei­bens in feierlicher Audienz empfangen.

Lieber das Befinden des früheren Reichs­kanzlers Fehrenbach wird mitgeteilt, daß die Kräfteabnahme mehr und mehr zunimmt Der Kranke ist größtenteils ohne Bewußtsein.

Aus aller Welt.

Schweres Unglück im Rnhrrevier.

Oberhausen, 25. März. WTB. Funk- spruch.) Auf der Zeche Oberhausen I bis II der Gute Hoffnungs-Hütte" ereignete sich heute morgen ein schweres Unglück, indem bei der regelmäßigen Seilfahrt gegen 6.20 Lihr der mit 35 Personen besetzte uiedcr- gehende Korb im Schachtsumpf auf- Nel. Von den darin befindlichen Bergleuten haben wahrscheinlich 6 bis 7 den Tod ge- funden. Die übrigen wurden teils schwer teils lelcht verletzt. Die Bergungsarbeiten sind noch im Gange. Größeres Llnglück ist da­durch vermieden worden, daß der aufwarts- gehende Korb unbesetzt war. Der Korb wurde gegen die Seilscheibe geschleudert, wobei das Zwischengeschirr riß. Die Llntersuchung über das Llnglück wurde von den Bergbehörden eingeleitet.

Reues Leben in Friedrichshafen.

Dem Luftschiffbau Zeppelin Fried­richshafen ist aus Dem bisherigen Ertrag der Zeppelin-Eckenerspende eine erste Rate von einer halben Million Goldmari zur Verfügung gestellt worden. Da bisher noch nicht feststeht, wie groß der künftige Zeppelinkreuzer sein wird und die endgültigen Pläne erst nach dem Ergebnis der Pariser Luftfahrtsverhcmdlungen in Angriff ge­nommen werden können, wurden jetzt erst die­jenigen Konstruktionsteile gebaut, die für alle Zeppelintypen normal und von der jeweiligen Gröhe des Schiffes unabhängig sind.

Wettervoraussage.

Roch Rachtfrost, tagsüber milde, Bewölkungs­zunahme, doch heiter bis wolkig, durchweg trocken.

. Gestrige Lagestemperaturen: Maximum 9,8 Grad Celsius, Minimum: minus 3,9 Grad Celsius. Heutige Morgentemperatur: minus 0,7 Grad C.

Der Preußische Landtag nahm einen Gesetz­entwurf an, der den Fiannzminister ermächtigt, falls im Reich die mehrmonatige Vor- auszahlung der Deamtenbezüge ein- geführt wird, eine gleiche Regelung für die preußischen Staatsbeamten usw. einzuführen und bis dahin die Beamtenbezüge nur in Monats- beträgen zu zahlen. Die darauf folgende zweite Beratung des Haushalts des Ministeriums für Volkswohlfahrt wurde nach kurzer Beratung auf

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Das vorläufige Endergebnis des Volksbegehrens.

Berlin, 24. März. (VDZ.) Von Der Regie­rung wurde heute mit Verirrtem der sozialdemokra­tischen Reichstagsfraktion Darüber verhandelt, wie Die Zustimmung der Sozialdemokrat ten zu Der Steuermilderungsvorlage zu gewinnen wäre. Von Den sozialDemokratischeu Vertretern wur­den folgende Punkte als Voraussetzung für ihre Zustimmung genannt: Allgemeine Verlänge­rung der Bezugsdauer Der Erwerbs- losenunterstützung von 26 auf 30 Wochen und Berechtigung der Länder, fakultativ in Der Un­terstützung Darüber h i n w e g z u a e h e n; Wieder- einglieberung Der Ausgesteuerten in Die Erwerbs­losenunterstützung; keine allgemeine Senkum Vermögenssteuer; Beschränkung Der L... t e n auf Die Höhe Der Friedensmiete bis zum 1. April 1927; bei der Verbrauchssteuer Aufrechter­haltung Der Sektsteuer; Ermäßigung Der Zucker­steuer und Beseitigung Der Salz- und Der übrigen kleinen Verbrauchssteuern. Unter Den Regierungs­parteien haben bereits Verhandlungen über die Möglichkeit einer Mehrheitsbildung auf Der Grund­lage Der neuen sozialDemokratischen Bedingungen stattgefunden. Auf einen Abschluß dieser Verhand­lungen kann erst am Donnerstag gerechnet mreben. Bisher hält man in Den Kreisen Der Regierungs­parteien eine Verständigung unter Berücksichtigung der sozialdemokratischen Bedingungen bei gewissen Abänderungen nicht für ausgeschlossen.

> Millionen vollständig um ihre Eristenz gebracht 1 worden feien. Am wichtigsten wäre eine Ver­besserung der Produktionsmethvden der Land­wirtschaft und tatkräftige Förderung des Sied­lungswesens mit dem Ziel, aus den existenzlos gewordenen Arbeitern selbständige Bauern zu machen.

Abg. Stubbendorfs (Dn.): Ich stehe hier als Vertreter einer Oppositionspartei, aber nach Der Ministerrede fällt es mir s"hr schwer, oppo­sitionell zu reden. (Lebhaftes Hort! Hört! und Heiterkeit links.) Statt Exportföroerung verlangt der Redner S t ä r l u n g des inneren Marktes lind Belebung der heimischen Pro­duktion. Die deutsche Landwirtschaft fei unter gewissen Bedingungen vollkommen in der Lage. Deutschland in seinem RahrungSmittelbedars vom Auslande unabhängig zu machen. Die Handels­verträge mühten so abgeschlossen werben, daß alle Waren, die in Deutschland erzeugt werden kön­nen, möglichst nicht nach Deutschland herein- gelassen werden. Der Reichskanzler besaß einmal bas Vertrauen der deutschen Landwirtschaft. Jetzt stehen wir in einer neuen Caprivizeit in höchster Potenz. Alles ist auf die Steigerung des Exportes gerichtet, aber die Landwirtschaft wird vernichtet, und wir sind auf dem Wege, zu einem ! zweiten Irland zu werden. Wenn her Reichs­kanzler auf diesem Wege fortschreitet. wirb er bald den Rest des Vertrauens der Landwirtschaft verlieren.

Abg. Feilmayer (Z.): Ankurbelung der deutschen Industrie wird nicht gelingen, wenn wir vorher nicht die deutsche Landwirtschaft wieder rentabel gemacht haben. Die deutsch e Land­wirtschaft ist heute der einzige ausbaufähige Pro­duktionsfaktor der deutschen Wirtschaft. Sie ist bei richtiger Behandlung durchaus in der Sage, das deutsche Volk auf eigener Scholle zu er­nähren. Die Regierungsmaßnahmen waren auf Vorschuß für die Industrie gerichtet, aber der I Landwirtschaft wurde geradezu das Betriebs­vermögen entzogen. Ohne ausreichenden Vorschuß ist der Landwirtschaft nicht zu helfen. Wir erbeben in schärfster Weise Einspruch da­gegen, daß bei den künftigen Handelsverträgen j die Landwirtschaft ähnlich geschädigt wird. Wenn das nicht anders wird, muß man den Land­wirten geradezu die Auswanderung an- I raten. Zu dem gegenwärtigen Minister haben wir das Vertrauen, daß er mit Llmsicht und Energie für die Hebung der Lage der Landwirtschaft wir­ken wird.

Abg. Ha mkens (Dtsch. Vpt.) begrüßt die größere Aktivität der deutschen Handelsbilanz. Sehr unerfreulich sei aber immer noch die riesige Einfuhr ausländischer Lebensrnittel auch in den ersten Monaten dieses Jahres. Dieses Liebel könne nur beseitigt werden, wenn die Landwirt­schaft wieder rentabel gemacht werde. Das Miß­verhältnis in den Preisen der landwirtschaftlichen I und Industrie-Produktion ist in Wirklichkeit viel I größer, als aus den Indexzahlen hervorgehe.

Abg. Dietrich- Baden (Dem.) betont die I Rotwendigkeit, die Wirkung der notleidenden Landwirtschaft auf die Gesamtwirtschaft 3>u beachten. Von diesem Gesichtspunkt aus fei I der Rat an die Landwirtschaft, sich umzustellen, ganz verfehlt. Durch den Aiedergang der Land- I wirtschaft würden größere Menschenmassen vom I flachen Lande in die Städte verpflanzt. Dadurch sinke die heimische Rahrungsmittelproduktion. Für die Fortentwicklung der kleinen und mittleren Wirtschaft sei eine umfassende Derufsbera»

Das Urteil im MateoM-Prozetz.

Rom, 24.März. (TU.) Heute abend wurde das Urteil im Prozeß gegen Die Mateottirnörder verkün­det. Die Geschworenen erklärten die Angeklagten Domini, Volpi und Poverone des Tot­schlags unter Zubilligung mildernder Umstände für schuldig. Die Übrigen Angeklagten wurden für nicht schuldig erklärt. Der Präsident verkündete Das Urteil, wonach die drei Angeklagten Domini, Volpi und Poverone zu je 5 Jahren 11 Monaten und 20 Tagen Zuchthaus verurteilt werden, die übrigen Angeklagten wurden freigesprochen. Da vier Jahre auf Grund der Amnestie in Wegfall kommen und auch die Untersuchungshaft angerechnet worden ist, wurden die Angeklagten sofort auf freien Fuß gesetzt.

Landwirlschaftsdebatte im Reichstag.

Berlin, 24. März. Auf der Tagesordnung der heurigen Sitzung stand der Haushalt des Reichsministeriums für Ernährung und Land­wirtschaft. Der Ausschuß ersucht in mehreren Entschließungen die Regierung, auf eine Er­mäßigung des Zinssatzes für die landwirtschaftlichen Kredite hinzu- Wirten und auch den Pächtern landwirtschaftlicher Betriebe Personalkredite zu gewähren. Bei Zwangsverkaufen großer Güter soll die Möglichkeit des Ankaufs durch dasReich erwogen werden zwecks Erhaltung der Güter für die Kultur in geschlossener Bewirtschaftungs­weise oder zur zweckmäßigen AufteUung in Siedelungen. Reichsernährungsmini­ster Dr. Haslinde betonte in längerer Rede, daß der Landwirtschaft nicht nur über die ge­genwärtige Rotlage hinweggeholfen, sondern ihr auch ein gesunder Aufstieg für die Zu­kunft gesichert werden soll. Er werde auch Dafür eintreten, daß die Landwirtschaft bei den künf­tigen Handelsvertragsverhandlungen durch einen Zollschutz berücksichtigt werde.

Abg. Robert Schmidt (Soz.) bezeichnet in der Debatte die Schilderung der Lage der ßanb= wirtschaft durch den Minister als zu pessimistisch. Größere Mittel könnten nicht mehr bewilligt werden, da der Finanzminister fein Programm für dringend notwendige Steuersenkungen schon ohnehin auS Wanael an den nötigen Mitteln ein­schränken müsse. Die Landwirtschaft befinde sich in einer Krise, aber es sei übertrieben von einem Zusammenbruch zu reden. Sin Zusammen­bruch sei festzustellen bei der Aickeiterschaft, wo

Aus der Provinzialhauptfiadt.

Gießen, den 25. März 1926. ,

Wie behandelt man Blumenstöcke?

Zur Zeit der Konfirniationen steht das Ge­schäft der Blumenhändler in vollem Flor. Ihre Ware wandert in Mengen aus den sorgsam ge­hüteten Gewächshäusern in die Wohnräume, wo die an feuchte Luft und gleichmäßige Boden­feuchtigkeit gewöhnten Pflanzen gänzlich ver­änderten Verhältnissen Preisgegeben sind. Ihre Schönheit möglichst lange zu erhalten, dieser Wunsch ist wohl ebenso allgemein, wie die Frage nach der Behandlung.

Hieraus ist zu aittworten. daß man blühende Pflanzen stets kühl und vor jeder Zugluft ge­schützt möglichst nahe am Fenster aufstellen soll. Eine Ausnahme hiervon machen nur harte Pal­men, die man ihres geringen LichtbedürsnisseL wegen auch an anderen Stellen eines Hellen lJcn $arf- Gegossen wird stets, sobald die Erde durch ihre Beschaffenheit Wasser­mangel verrat. Bei einiger Aufmerisamkeit wird man nach kurzer Zeit das tägliche Wasserbedürf- ein5etnen Pflanze kennen lernen. In Zweifelsfallen klopfe man an den Lopf. Ist der Klang hell, so ist das ein Zeichen, daß die Erde ftch bereits vom Topfrande zu lösen beginnt. Es mutz Dann reichlich gegossen werden. Bei duuip,em Klange ist die Erde noch voll Feuchtig­keit. Zu einem Welken soll es nie kommen. Denn ;edes Welken bedeutet eine Schwächung der Lebenskraft, die manche Pflanzen nicht oft ver­tragen Ein Welkwerden der Blätter ist aber nicht immer ein Zeichen von Wassermangel.

die für weite Volksschichten außerordentlich be­deutungsvolle Senkung der Vermögens­steuer als belanglos hinstellen. Das Kompromiß ist eine Basis, auf die sowohl d i e Deutsch- nationalen wie die Sozialdemokra­ten treten können.

In der Mittwochsihung führte Abg. Hergk iDntl.) aus, Die vom Reichsfinanzminister gege­bene Darstellung des Gesamtbildes Der Finanz­lage bedeute einen außerordentlich starken Rück­zug der Regierung in bezug auf Die Zahl und einen völligen Rückzug in bezug auf das Prin­zip. Der Betrag, den der Minister bei feiner ersten Erklärung an Steuern nachlassen wollte, ist nach seiner jetzigen Vorlage nm 15 0 Millionen geringer geworden. Das ist ein Fiasko Der Regierung. Rach den unvorsich­tigen Versprechungen, wie sie dem Volke gemacht wurden, ist diese große Beschränkung des ur­sprünglichen Steuersenkungsbetrages eine große Enttäuschung für Die Bevölkerung. Für uns steht I im Vordergründe ter Abbau der Haus- ! zins steuer. Darin sehen wir ein besseres , Mittel zur Ankurbelung Der Wirtschaft als in Der Senkung Der Umsatzsteuer. Auch in den direkten Steuern ist eine Einheitsvorlage nötig. Wenn Die Minderheitskcalition eine Einheitsvorlage fest- legen will, Dann muß sie sich vorher mit Der Opposition von rechts oder links verständigen. Wir meinen mit der von rechts. Wir ftnd heute und zu jeder Stunde bereit. Die Luxussteuer und die Weinsteuer auf­zuheben und Die Fuswnssteuer zu senken. Wir behalten uns vor. wenn die Steuersenkungsvor­lage sich verzögert, in einem Initiativantrag diese Steuerfragen vorweg zu erledigen. Wir wollen eine Verständigung.

Reichsfinanzminister Dr. Reinhold.

Ich freue mich sehr, daß Die Deutschnatio­nalen die Verständigung wollen. Dr. Hergk hat eigentlich das ganze Steuerprogramm gebilligt. Linier dem Druck Der Tatsachen muhten wir von unserem ursprünglichen Programm abweichen, aber es ist doch nicht so, daß das Regier migs- programm jetzt zurückgezogen wird. Wir haben bedauert, daß wir die Llmsahsteuer nur auf 0,75 Prozent senken können, wenn die Wein- steuer fallen soll. Es handelt sich um ein plan­mäßiges Vorgehen, durch Steuermilderungen auf bestimmten Gebieten eine Belebung der Wirt­schaft zu erreichen. Das ist ein ein heit - lichesGesehgebungswerk, dessen einzelne Teile nicht voneinander getrennt werden können.

Sozialdemokratische Forderungen.

Die Auslegung des Dawesplans.

Der Spruch des Internationalen

Schiedsgerichts.

Haag, 24. März. (WD.) Das Inter­nationale Schiedsgericht zur Auslegung des Dawesplanes Hot entschieden, das; Die für soziale Versicherungen in Elsaß-Loth- ringen und Oberschlesien an Frankreich und Polen zu leistenden Beträge in Den Jahreszahl Lungen des Dawesplanes einbe­griffen sind. Auch Die für Zivil- und Militär­personen in Elsaß-Lothringen von Deutschland zu leistenden Beträge sollen in den Jahreszahl langen des Dawesplanes einbegriffen fein. DaS Schiedsgericht hat Dagegen entschieden, daß die Restitutionen. Die von Deutschland für eine Reihe verschiedenartiger Gegenstände und Wert­papiere zu leisten sind, nicht in den Dawes- annuitäten einbegriffen sind Auch der von Deutschland an Großbritannien geschuldete Be­trag von £ 14 185, 9,8 für Kohlenlief erun- gen an den DampferJerusalem" sind der Entscheidung des Schiedsgerichts zufolge nicht in den Jahresraten mit einbegriffen. Zu Der Frage, ob die Zahlungen auf Die Beträge ent­fallen, Die durch das zur Ausführung des Ar­tikels 92 des Versailler Vertrages zwischen Der deutschen und Der polnischen Regierung abge­schlossenen Abkommen vom 9. Januar 1920 fest­gelegt sind, mit in Die Jahresraten einzurechnen sind, hat sich das Schiedsgericht zurzeit zu einer Entscheidimg außerstande erflart.

Berlin, 24. März. (TU.) Amtlich.

liegt nunmehr das vorläufige Endergebnis ___

Volksbegehrens für die Fürstenabfindung vor. Da­nach wurden 12 512 140 Eintragungen gezählt.

t u n g notwendig. Der Weg vom Verbraucher zupi Erzeuger könne erleichtert werden durch die Förderung Der Derkaufsgenossenschaften.

Abgeordneter Dachmeier (Bahr. Bbd.): Dauernnot ist Dolksnot! Das hat gerade jetzt her Mittelstand auch in Den Städten zu spüren bekommen. (Beifall.) Wenn jetzt Die Industrie riesige Beträge zur Ankurbelung der Wirtschaft bekommt, dann muß Dafür gesorgt werden, daß Die Landwirtschaft nicht wieder Der Leidtragende ist, und daß Die deutsche InDustrie mit diesen Beträgen ihre Erzeugnisse billiger ins Ausland liefert, aber von Den Deutschen Land­wirten für die Maschinen unerschwingliche Preise verlangt.

Um bas Steuerkompromitz.

Im Steuerausschuft des Reichstags.

Berlin, 25. März. (VDZ.) Dem Steuer­ausschuß Des Reichstages lag am Dienstag das neue Steueriompromiß in Form eines Aende-- ! rungsantrages Der Regierungs­parteien vor. An weiteren Einzelergebnisfen lagen

Abg. Dr. Hertz (Soz.) erklärte: Die Sozial- I Meldungen aus 20 Wahlkreisen vor. Vergleicht man Demokratie könne diesem Kompromiß nicht zu- Dabei die Zahl der E i st t r a g u n g e n mit der Zahl stimmen. Wir haben keine Lust, die Steuerpolitik Der Stimmberechtigten der letzten Reichs. Des Reiches von Trier und München aus machen tagswahl vom 26. April 1925 (2. Wahlgang zur und sie bestimmen zu lassen durch Die Sonderinter- Reichspräsidentenwahl) und der Zahl der Stimmen, essen der Winzer und Großbrauereien. die bei der letzten Reichstagswahl am 7. Dezember

Abg. Dr. Preyer (Dntl.) erklärt, feine 1924 auf Sozialdemokraten, Unabhängige Sozial- Freunde könnten sich in vielen Punkten der sozial- I Demokraten und Kommunisten in diesen Wahlkreisen Demokratischen Kritik anschließen. Wenn D'.e Sen- entfallen sind, so ergibt sich folgendes Bild (es kung der Llmsahsteuer nicht in Dem vorher ge- bedeutet die Reihenfolge Der Zahlen: 1. Zahl Der planten Umfange eintritt, dann müsse vor allem Eintragungen, 2. in Hundertsätzen der Stimmberech- die Haus zins st euer auf 20 Prozent gesenkt tigten vom 26. April 1925, 3. in Hundertsätzen der werden. I Zahl der Stimmten, Die auf Sozialdemokraten, Un­

abhängige Sozialdemökraten und Kommunisten am

7. Dezember 1924 entfallen sind): Wahlkreis 3 (Potsdam 2): Wahlkreis 4 Potsdam 1):

' 5 (Frankfurt a. O.):

Reichsfinanzminister Dr. Reinhold:

Rach meiner festen Lieberzeugung wird durch das Kompromiß das Ziel der Regierung, Der Wirt-- bringen, keineswegs illu<- , sonsch gemacht, wenn es auch nicht in dem Sinne I Wahlkreis errctqjt tocrDen kann, wie nach Dem ursprüng- Wahlkreis Itdren Regierungsprogramm. Der ursprüngliche Wahlkreis Regierungsplan einer Llmsatzsteuersen- Wahlkreis tung auf 0,5 Prozent mußte leider auf» Wahlkreis gegeben werden, weil genaue Berechnungen er» I Wahlkreis gaben, daß eine solche Senkung in diesem Jahre Wahlkreis und noch vielmehr im Jahre 1927 für Die Wahlkreis ötaatöfinansen sehr gefährlich wer- Wahlkreis den konnte. Eure Senkung auf 0,5 Prozent de- Wahlkreis deutet daß wir allein aus der Llmsatzsteuer für schweig): '

DaS 3aljr 1927 auf 625 Millionen verzichten Wahlkreis 17 (Westfalen-Rord) nui&ten. Auf anderen Gebieten könnten, wir Dann Wahlkreis 19 (H.-Na ssa u) überhaupt keine Steuerermäßigungen eintreten Wahlkreis 21 (Koblenz-Trier) 5Sfön12Iu?eföTr ?Ut(Be öai?urd) sür Das Jahr Wahlkreis 24 (Oberbayern- 1927 eine bedrohliche Finanzlage geschaffen wer- Schwaben) : 209 088 13 6

ist -z selbstverständlich. ÜSaljllreis 30 (Themn.-Zwick.^ 577 165, 49,5,

st i «In ein- Wahlkreis 31 (Württemberg): 480 032* 29*

8 2I6a*®t ®5taitACAlL.m 1 qw, -- . r Wahlkreis 32 (»oben): 499 233, 34,6,

d°r 'X'Ä LULL «>'' S ' - 756 , w 7 meÄu5roCrilen "Od |0CbCn (Er8c6nii|c

Kt°im NZ"" Wahlkreis 21 Niederbayern: 61822 (9

iKU im §aufe für die Vorlage zu finden. Das Prozent Der Stimmberecktiaten)

ÖC ÄÄritEW Ä * toenn Wahlkreis 34? Ha mb lkrg- 395 856 (47,6 oura} oie Llneinigreit bei Den Parteien zum zent der Crtimmbprorhtmtoni

bie SfCUCrfmIlrna '"cht 3U- * Wahlkreis^ Mecklenburg: 159 427 Ofhn ««» ? 4 4 f tx cv. I Prozent der «stimmberechtigten).

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