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p« Schwan hätte lange Widerstand leisten fön* »en. Anfangs hielten sich die Verfolger au- rück, da der männliche Schwan wie wütend um sich schlug und keinen Menschen in die Nähe des toten Dteibchens kommen ließ. , Endlich gelang »S mehreren Burschen durch List, mit Hilfe einer Schlinge sich des getöten Schwanes zu bemächti­gen und mit der 'Deute davon zu laufen. Als nun das Männchen sah, daß ihm seine Gattin oeraubt war, erhob es sich, wie Augenzeugen berichten, hoch in die Lust und lieh sich plötz­lich mit zusammengesalteten Schwingen, den Hals fest an den Leib gelegt, zur Erde stürzen, wo er mit zerbrochenen Gliedern tot liegen blieb. Die Tatsache, haft die Tiere ihren verwundeten Ehe- genossen mit aller Kraft verteidigen, ist mehr­fach nicht nur durch Augenzeugen, sondern auch Lurch den Film fest gestellt worden. Erst jüngst wurde in einem Afrikafilm gezeigt, wie ein Seehund sich gegen die Verfolger des Weibchens mit aller Gewalt zur Wehr setzte. Da das Wissen um Leben und Tod allem Anschein nach nicht der äleberlegung entspringt, sondern ein Wissen an sich ist, so ist es wohl glaubhaft, daß dieser Vorfall vielleicht mit irgendwelchen seelischen Momenten zusammenhängt, die in dem Schwan vor sich gegangen sind.

Wie bas Huhn pickt.

Versuche mit Hühnern, die über dasZielen bei Tieren" Aufschluß geben sollten, sind von D. Katz und H. H. Keller unternommen worden und haben zu interessanten Ergebnissen ge­führt. Hungrige Hühner wurden einzeln vor eine 10 Ztm. über dem Tisch horizontal an­gebrachte Drehscheibe gesetzt, auf deren Nand Reiskörner ziemlich dicht ausgestreut waren. Stand die Scheibe still, so pickte das Huhn etwa viermal in der Sekunde. Wurde die Scheibe gedreht, so daß die Körner mit einer Geschwindigkeit von 13 Ztm. in der Sekunde am Huhn vorbeiwandern, so pickt es noch fast ebenso oft, bei einer Geschwindigkeit von 33 Ztm. in der Sekunde nur noch 1,8 mal in der Se­kunde, bei 66 Ztm. Geschwindigkeit nur 1 mal erfolgreich und bei 77 Ztm. und mehr pickte das Huhn überhaupt nicht mehr, sondern verlor je­des Sntereffe an der Scheibe. Das fast jedes Picken des Huhns mit Erfolg geschieht, so darf man annehmen, daß das Huhn in den Kömer- haufen nie aufs Geratewohl hineinpickt, sondern immer ein Körnchen aufs Korn nimmt, und nur pickt, wenn es genügend zielen kann. Das Huhn bevorzugte stets die am meisten zentral ge­legenen Körner, die also am langsamsten vor­beiliefen, suchte sich also stets die leichteste Auf­gabe aus.

Das Zielen wurde nun dadurch erschwert, daß man das Gesichtsfeld des Huhns durch eine vor das Nad gesetzte Pappscheibe mit einem quadratischen Ausschnitt von 15 Ztm. Seitenlange einschränkte. Bei diesem verkürz­ten Seefeld leistete das Huhn bedeutend we­niger, als es bei gleicher Dehungsgeschwindig- leit ohne Blende geleistet hatte. Ferner pickte es stets an der linken Grenze des Ausschnitts, in den die Körner von rechts her eintraten, und verschaffte sich so ein möglichst große Zielzeit. Auch bei anderen Versuchen stieg die Leistung stets mit der Länge der verfügbaren Zielzeit. War die Raddrehung zu schnell, so fing das Huhn zu scharren an und gab dabeiärgerliche und ungeduldige Laute" von sich. Das Scharren wurde ganz augenscheinlich durch die Gesamt­situationschwer erreichbares Futter" aus­gelöst.

Zuletzt wurde die menschliche Zielfahigkeit mit der des Huhnes verglichen. Versuchs- '* Personen sollten mit einem eingetauchten Pinsel schwarze Punkte nahe dem Radrande treffen; ' sie verhielten sich dabei unter gleichen Bedin­gungen den Hühnern recht ähnlich. Auch der Mensch zielt bei langsamer Drehung gut, bei rascher schlechter und klagt bei zu rascher Dre­hung über ein höchst peinliches Gefühl der Un« entschiedenheit. welchen der vielen erscheinen­den Punkte er aufs Korn nehmen soll. Diese Anentschiedenheit wird so stark, daß man über­haupt darauf verzichtet, einen solchen bestimm­ten Punkt zu wählen.

Wirtschaft.

Der deutsche Außenhandel im Dezember 1925.

Die im deutschen Außenhandel seit Monaten wieder deutlich erkennbare Tendenz der Besse­rung der Handelsbilanz hat auch im De­zember angehalten. Im Dezember ist die Handels­bilanz zum ersten Male seit August 1924 wieder aktiv. Der Ausfuhrüberschuß im Dezem­ber beträgt insgesamt 3 4 Millionen Reichs- mark, im reinen Warenverkehr 36 Millionen Reichsmark. Im Jahre 1925 betrögt somit der Ein­fuhrüberschuß rund 4,3 Milliarden Reichsmark, im reinen Warenverkehr 3,6 Milliarden Reichsmark.

Die reine Wareneinfuhr weift im Dezember gegenüber dem Bormonat einen Rückgang um 98 Millionen Reichsmark auf. Daran find alle Grup­pen beteiligt, hauptsächlich jedoch Rohstoffe und halbfertige Waren (mit 60 Millionen Reichsmark) und Fertigwaren (mit 30 Millionen Reichsmark). Die reine Warenausfuhr zeigt im Dezember gegen­über dem Vormonat eine unwesentliche Zunahme (um 3 Millionen Reichsmark). Auch die Zusammen­setzung der Ausfuhr hat sich nur geringfügig ver­ändert.

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Interessengemeinschaft Far- beninbuflric A. - G., Frankfurt a. M. Das der Leopold Cassella G. m. b. H . Frankfurt <r. Main angegliederte Farbwerk Dorrn. Leonhardt

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1114,9'

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6,9

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56

80

& Eo. in Mühlheim a. M. sieht sich, wie wir erfahren, veranlaßt, den Betrieb einzustellen. Ein Teil der Belegschaft und Angestellten wird von der Cassella G. m. b. H., in deren Besitz sich der größte Teil der Aktien des stillgelegten -Unter­nehm cnS befindet, übernommen.

Börsenkurse.

57 72 75 85,75

99 4* .5,75

79 80.25* 95,75*

31 I

32 5 | 18.

29.5

Berliner Handelsgesellschaft - Commerz- und Prival-Bank Darms!. und Naiionaldank . Deullche Bank.........

Deutsche BcrctnSbank .... DiLcomo Lommandlt . . . Mctallbanl..........

Mitteldeutsche Kreditbank. . Oeftcerrichilche Kreditanstalt. Weltbank ........

Bochumer Gaß ........ Buderus - - .......

Taro Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . tarpener Bergbau aluvcrke Aschersleben....

Kaliwerk Westeregeln .... L'aurabütte ....... Oberbedarf. ......... Phontr Bergbau . Nheinuahl Ntebeck Montan ..... Tellus Bergbau..... .

Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . . . . Theramische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp Holzmann.....

Anglo-Tont. Guano Chemische Mäher Alapin . . I. G- ftarbeninbuftric, A.-G. Goldschmidt..........

Holzverkohlung RütgcrSwerkc Scheidcanstalt «00. ElekrrizttütS-Gcsellschaft Bergmann ........

Mainkrastwerke..... . .

Schlickert . . , Siemens 4 HalSke .....

Adlcrwerkc Kicher ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenstaedt....... .

Megntn. ....... . . .

Motorenwerke Mannheim .

Frankfurter Armamren . . Konservenfabrik Braun . . . MewNgesell'chast Frankfurt. Pet. Union A--G Schuhlabrik Herz......

Sichel. . . ......

Zellstoff Waldhof.......

Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waghäusel . . .

Frankfurt a.M.

Berlin

Schlug flurs

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Schluh. nur«

Anfang t't-.

Datum:

23.1. |

25.1.

23. 1.

25. 1.

5% Deutsche Nctchsanlethe

0.237

0.236

0.235

0.2375

4°/o Deutsche RcichSanleihe .

0.26

0,255

3/,% Deutsche Reichsanlcihe

0,25

-

0 255

0 2525

3% Deutsche Reichsanleihe .

-

0 3t

0,325

Deutsche Sparprämicnanlcihe

0.13

0,1375

4°/o Preußische KonsolS .

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0,2525

0,25

4° 0 Hessen ......

0,19

Deutsche Äertb. Dollor-Anl.

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bto. Doll.-Schav-Antreilng.*)

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9,15

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1

5% Goldmcrikaner ... .

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Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraphische Auszahlung.

23 ftan.

25. Jan.

Amtliche

Rott rung

Amtliche Notierung

Neld

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Geld

Brief

«mst.-vton.

108,51

168.93

168,39

169,01

Buen.>AtreS

1,735

1.139

1.737

1,748

Brss.-Antw

.00

19,10

19 06

19,1 >

Christiania.

85.34

85,50

85,25

85.38

Kopenhagen

103,87

104,13

103.82

104,08

Stockholm .

112,20

112,48

112.31

112,59

SelsingforS

10,513

10,585

10 547

10,58/

Italien. .

16,945

16,975

16.934

16,975

London. .

20,395

<0,447

-0.395

<50,4 4 7

Neuyork . .

4,195

4,215

4,105

4,20

Paris. . .

15.695

15,735

15,655

15,695

Schwei; . .

40.99

81,19

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80 925

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Spanien .

59,40

59.53

59,47

Japan . . .

1.871

1,8.5

1,867

1,871

Mio de Jan

Wien in D--

0.633

0.634

0.631

1.633

Cefl. abgest

59,05

59.19

69,04

59,18

Prag ....

12.416

12.450

12.41Ü

12,456

Äelzrad . .

7,42

7,44

7.42

7,41

Budapest. .

i,87

6.89

6.873

5,893

Bulgarien

2,905

2.915

2,935

2,945

L'ffabon

21,225

21,275

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21,275

Dan,ig. .

80.89

81.09

80.84

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.Qonftänttn.

1.215

2,225

2,195

2.205

VTtbcn

574

576

5.74

5.76

Kanada. .

4.188

1.198

4 188

4,198

Uruguay -

4.32i

4.335

4.305

4.315

Banknoten.

Berlin, 23 Jan

Geld

Brief

Amerikanische yiotee . . . ..

«.116

4.216

Belgische Moten .......

19 01

19 11

Dänische Noten .......

103, 5

101,(7

Englische Noten........

Französische Noten......

20,362

15,77

20,462 ti 85

Holländische Noten ......

168.19

161.03

Italienische Noten ......

16 92

17,0)

Norwegische Noten......

Tcutsch-Ocsterr., ä 100 Kronen

85 14

85 ßli

58.93

59.23

Rumänische Noten......

Schwedische Noten ......

111.97

112.53

Schweizer Noten.......

80.975

81.375

Spanische Noten ......

59.15

59 45

Tschechoslowakische Noten . .

12.698

12.468

Ungarische Noteu . . .

5,83

5.87

f D i e Opelwerke in Rüsselsheim, Ab­teilung Fahrradbetrieb, arbeiten ab Dienstag. 26. Januar, wöchentlich wieder vier Tage. Die Belegschaft der übrigen Abteilungen arbeitet nach Bedarf.

* D i eEntwicklung des preußischen Sparkassen wesens. Zufolge einer lieber- sicht derStatistischen Korrespondenz" über den Stand der öffentlichen oder unter Staatsaufsicht stehenden Sparkassen Preußens im November 1925 hat die günstige Entwicklung der Ginlagen­bestände im spar- und bankmäßigen Sparkassen- verkchr angehalten. Der Gesamtspareinlagen­bestand hat sich um 52,6 Mill. Rm. oder um 5,3 Proz. vermehrt und mit 1051,1 Mill. Rm. die erste Milliarde etwas überschrit­

t e n. Die Spareinlagen haben sich seit Beginn des Fahres 1925 um 645,6 Mill. Rm. erhöht; der absolute Rovemberzuwachs war um 2,01 Proz. größer als der des Vormonates, Ebenso hat der bankmäßige Verkehr der Sparkassen eine günstige Entwicklung genommen. Die Einzahlungen beliefen sich im Derichtsmonat auf 1348,0 Mill. Rm., die Auszahlungen auf 134,47 Mill. Rm., die Gut­haben auf 597,7 Mill. Rm. Die Einzahlungen betrugen dabei das 2,3fache (gegen das 2,5fache im Oktober) der Guthaben. Abgesehen von Berlin. Riederschlesien, Sachsen, Hannover und Hessen- Rassau sind die Auszahlungen überall größer gewesen als die Einzahlungen.

Frankfurter Börse.

(®tgener Drahtbericht desGießener Anzeigers".') Frankfurt a. M., 25. Ilan.Tendenz: Un­einheitlich. Die Befestigung der Tendenz der Börse machte zu Wochenbeginn nur vereinzelt weitere Fortschritte. Anregende Momente beson­derer Art lagen nicht vor, doch wurde auf die wesentliche Verbesserung der deut­schen Außenhandelsziffern im Monat Dezember verwiesen, woraus zu erkennen ist, daß die deutsche Außenhandelsbilanz seit 15 Mo­naten zum ersten Male wieder mit 34 Millionen Mark aktiv ist. Das Geschäft eröffnete zögernd und unsicher, und eine gewisse Zurückhaltung war unverkennbar. Das Hauptinteresse konzentrierte sich auf Montanwerte unter Führung von Rheinstahl, wo vereinzelt neue, aber geringe Gewinne zu verzeichnen waren. 3m übrigen hiel­ten sich die Käufe und Verkäufe das Gleich­gewicht, wodurch die Kurse trotz des ziemlich festen Untertones hin und her schwankten. Die Rückgänge hielten sich in engen Grenzen und gingen über 0,5 Prozent nicht hinaus. Chemie- werte waren stärker gefragt und konnten um 0,5 Prozent über der Samstagnotierung an» ziehen. Dagegen vermochten Elektroaktien ihre Gewinne nicht zu behaupten, und mit Aus­nahme von Lahmeyer trdt bei allen Werten dieses Gebietes eine merkliche Abschwächung ein. Der Banken markt lag ruhig. Berliner Han­del waren um 0,8 Prozent höher. Auch Schiff­fahrtswerte erfreuten sich wieder einer re» ?eren Rachfrage. Infolge von Ausland- ä u f e n konnten diese Werte durchschnittlich um 3 Prozent anziehen. Autoaktien waren wenig verändert. Zellstoffaktien uneinheit­lich. Zuckeraktien lagen scharf im Angebot, besonders Badische Zucker und Frankenthal. Ba­dische Zucker minus 5,2 Prozent. Der Kassa- markt der 3ndustriepapiere hatte eine feste Grundstimmung. Deutsche Anleihen blie­ben unverändert bei belanglosem Ge­schäft. Don den ausländischen Renten lagen Ungarn sehr fest. 3m Freiverkehr war die Stimmung etwas freundlicher, Becker­stahl 46, Deckerkohle 50, Benz 31, Brown-Doveri 55, Entreprise 10, Growag 48, Krügershall 88, Kabel Rheydt 110, Ufa 57, Ufra 58 Proz. 3m weiteren Verlaufe verstärkte sich die Unsicherheit. Das Geschäft, das zeitweise etwas lebhafter war, erlahmte bald, und die Kurse begannen unter ver­stärktem Angebot abzubröckeln. Am Geld­markt war etwas Bedarf zu beobachten. Die Sätze waren aber für Tagesgeld unverändert 6, MonatSgeld 61/. bis 91/, Proz., je nach Adresse. Bei Monatsgeld ist also eine Verbilligung ein­getreten. Bankdiskonten 61/8, 3ndustrie-Akzepte 71/4 Proz. 3m Devisenverkehr tag das englische Pfund weiter sehr fest mit 4,861/4 gegen Kabel. Paris war gegen London mit 130 eine Kleinigkeit abgeschwächt. Sonst waren keine nen­nenswerten Veränderungen zu verzeichnen.

Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Berlin, 25. Jan. Die heutige Börse eröffnete in abwartender Haltung. Die ersten amtlichen Kurse zeigten im allgemeinen nur unwesentliche Verände­rungen. Selbst nm Elektromarkt, der letzthin stark beachtet war, erfolgten Gewinnmitnahmen. Auch die führenden Montanwerte bröckelten anfangs ab. Lebhafte Umsätze bei sehr festen Kursen hatten ungarische Renten aufzuweisen, wo größere' Käufe eines ersten hiesigen Bankhauses zur Ausführung gelangten. Daneben trat der Schiff­fahrtsmarkt aus feiner letzttägigen Reserve heraus. Hansa-Dampfschiffahrt und Hapag hatten bei der Aufwärtsbewegung die Führung. Als wäh­rend der ersten Stunde dann bekannt wurde, daß die deutsche Außenhandelsbilanz im Monat Dezember zum ersten Male aktiv sei und einen Ausfuhrüberschuß von 34 Millionen Mark ausweist, setzte an der ganzen Börse eine neue Kaufbewegung ein, die dem ganzen Markt ein sehr festes Aussehen gab. Begünstigt wurde diese bessere Strömung durch das anhaltende Geld­angebot. Trotz des herannahenden Ultimos haben die Berhältnisse am offenen Geldmärkte noch keine Veränderung erfahren. Tagesgeld blieb mit 6 bis 8 Prozent angeboten, Monatsgeld mit 8i bis 9} Prozent reichlich offeriert. Am Devisenmarkt lag Paris mit 130,50 gegen London etwas schwächer, während sonst keine nennenswerten Veränderungen eintraten.

Frankfurter Ochlachtviehmarlt.

(Eigener Drahtberich! des©icßenev Anzeigers".) Frankfurt a. M., 25. 3an. Auftrieb:

1065 Stück Rinder, darunter 320 Ochsen, 27 (BuHcn, 718 Färsen und Kühe, 345 Kälber, 238 Schafe, 3778 Schweine. Rinder: Ochsen, Vollfleisch'ge ausgewachsene höchsten Schlacht- Werts 47 bis 53, junge, fleischige, nicht ausge­mästete und ältere ausgemästete 36 bis 46, mäßig genährte junge und gut genährte altere 30 bis 35; Bullen, vollfleisch.ge ausgemästete Färsen höch­sten Schlachtwerts 40 bis 48, vollst, jüngere 35 bis 39; Färsen und Kühe, vollsl. ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 47 bis 53, vollf. ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis

zu 7 3ahren 38 bis 44, wenig gut entwickelte Färsen 35 bis 46, ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jüngere Kühe 30 bis 37, mäßig genährte Kühe und Färsen 21 bis 28, gering genährte Kühe und Färsen 15 bis 20. Kalber: Feinste Mastkälber 67 bis 72, mittlere Mast- und beste Saugkälber 57 bis 63. geringere Mast- und gute Saugkälber 45 bis 55, geringe Saugkälber 40 bis 44. Schafe: Mastlämmer und Masthämmel 44 bis 50, geringere Masthämmel und Schafe 35 bis 43, mäßig genährte Hämmel und Schafe (Merzschafe) 27 bis 34. S chwe ine: Dollfl. von 80 bis 100 Kg. 76 bis 78, unter 80 Kg. 68 bis 75, von 100 bis 120 Kg. 77 bis 79, von 120 bis 150 Kg. 76 bis 78, Fettschwe-ine über 150 Kg. 76 bis 78, unreine Sauen und geschnittene Eber 65 bis 70. Marktverlauf: Schleppender Handel, bei Schweinen etwas Lieberstand.

Frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers"^ Frankfurt a. M., 25. 3an. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer 25,75 bis 26, Rog­gen, inländ. 17,50, Sommergerste für Bpauzwecke 22 bis 24, Hafer, inländ. 18,50 bifr 21,50, Mais gelb 20 bis 20,25, Weizenmehl inländ., Spez. 0 40,25 bis 40,50, Roggemnehl 25,75 bis 26,25, Weizenkleie 11, Roggenkleie 11,25, Erbsen 28 bis 34, Linsen 40 bis 70, Heu, süddeutsches, gut, trocken 9,50, Weizen-- und Roggenstroh 5 bis 6, Treber, getrocknet 18 bis 18,50. Tendenz schwächer.

BücherLisch.

- »Die Meister" (Deutsche Meister- Verlag, München), Heft 12: Aus demHeliand"; aus 3eremias GottyelfsErlebnissen eines Schul­denbauern"; Adalbert Stifter,Warenauslagen und Ankündigungen".

Die schöne Literatur", heraus- gegeben von Will Vesper bei E. AvenariuS in Leipzig. Das letzte Heft (vom 3anuar; Rr. 1 des 27. 3ahrgangs) bringt zum bevorstehenden 60. Geburtstage von Emil Strauß eine warm­herzige Würdigung von Adolf v. Grolmann, die in folgendem Satz in etwa zusammenzufassen ist: Emil Strauß ift. der reinste künstlerische Aus­druck der Landschaft und des Stammes, der seit der Römerzeit das alte, ursprüngliche Limes land war, rheinschwäbisch oder nordalemannisch, voll von Phantasie, Laune und Verständnis für latei­nische Kultur, voll Südweh, Herb, sinnlich und versonnen, unpraktisch und unpolitisch, aber doch innerlich streng und zuchtvoll, der welschen Art wohlig-kritisch zugetan, aber ohne Liederlichkeit undKahelmacherei des Geistes", wie Thomas Mann das einmal knapp formuliert hat." Dan­kenswert ist die am Schluß des Aufsatzes von Wilh. Freis zusammengestellte Bibliographie. Recht aktuelle Probleme der zeitgenössischen Geistesgeschichtsschreibung schneidet W. von Ein­siedel an (Gibt es eine Literaturwissenschaft?"); bemerkenswert ist die kritische Schätzung eines Prominenten", Friedrich Gundolf, insbesondere hinsichtlich seiner Einstellung zu Stefan George und Heinrich von Kleist. Zum Schluß die sehr übersichtlich angeordnete, gut orientierende Aus­stellung über die Neuerscheinungen auf der Bühne und dem Markt schöngeistiger und wissen­schaftlicher Literatur.

Stickereien und Spitze n". Her­ausgeber und Verlag Alexander Koch, Darm­stadt. DieseBlätter für kunstliebende Frauen" sind eine geschmackvoll ausgestattete und geschickt redigierte Zeitschrift, die ihr Spezialthema, Pflege der Stickerei- und Spitzenkunst, durchaus nicht einseitig, sondern abwechslungsreich und fesselnd, nicht trocken fachlich, sondern essayistisch und aphoristisch gewissermaßen, vor dem interessierten Leserinnenkreise ausbreitet; Hefte, deren jedes sein Arbeitsgebiet nicht allein modisch-hauswirt­schaftlichen faßt, sondern zugleich von ästhetischen und kunsterzieherischen Gesichtspunkten aus (treff­lich reproduziertes Dildmateriall) und die ganze duftige Angelegenheit in die notwendigen kunst­gewerblichen Zusammenhänge rückt.

DiedeutscheRordsee. 3llustrierte Monatsschrift, amtliches Organ des Verbandes deutscher Rordseebäder, Sitz Rorderney; zweiter 3ahrgang, Heft 1 vom 3anuar 1926; heraus­gegeben von San.-Rat Dr. Gmelin, Wyk-Fohr- Südstrand.

Rundfunk-Programm

des frankfurter Senders.

(Aus derRadio-Umschau".) Dienstag, 26. Januar.

3.30 bis 4 llfjr: Die Stunde der 3ugenb. 4.30 bis 6 Ahr: Nachmittagskonzert des Haus­orchesters: Zu Verdis Todestag. 6 bis 6.30 Uhr: Die Lesestunde. 6.30 bis 7 Ahr: Hebertragung von Kassel: Sechster Vortrag im Zyklus der Landwirtschaftskammer Kassel (Vortrag von Gartenbauinspektor Adolf Deckel:Winter- arbeiten im Obstgarten"). 7 bis 7.30 Ahr: Funk- Hochschule Frankfurt:Das Gefrierfleisch", Dor- trag von Regierungsrat Dr. Kuppelmayr, Di­rektor des Städtischen Schlacht- und Diehhofes. 7.30 bis 8 Ahr: Funkhochschule Frankfurt a. M.: Die Dögel", Dortrag von Dr. R. MertenS. 8 bis 10 Ahr: Gastspiel des Stadttheaters Offen­bach:Das Musilantenmädel" (Operette in drei Akten von Georg Jarno).

Winte;kur für 534Oss

Nervenkranke

u- Nervös-Erschöpfte. Spezialkitranelalt Hof heim i. Taunns bei Frankfurt a M. Prospekte durch

Dr. M. Schulze- Kahleyets, Nervenarzt.

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L. Hartmetz Auktionator und Taxator elephon 1414. Neuenweg 28.

Zagdverpachtung.

SamStag, den 30. Januar 1926, vormittags 10 Ahr. wird auf dem Rat­haus in Atphe die Jagd her Gemeinde Atphe 396 ha groß und diejenige der Feldgemarkung Feldheim 374 ha groß, ab 7. Februar 1926 auf weitere 6 Jahre unter den bei der Verpachtung befannt- zugebenden Bedingungen verpachtet.

Das Jagdgebiet der Gemeinde Atphe ist von Station Berstadt-Wohnbach in 20 Minuten und dasjenige der Jeldge- martung Feldheim von Station Inheiden in 5 Minuten zu erreichen.

Atphe, den 22. Januar 1926.

Dietz, 761D

Bürgermeister und Gemarkungsvorsteher.

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