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Millionen Mark mit großer Mehrheit a n- genommen. Don dieser Summe hat die Stadt nach Abzug des Deichszuschusses 1 863 000 Mark aufzubringen. Fast die Hälfte des großzügigen Programms entfallen auf Arbeiten des Tiefbau­amtes. Weiter stimmte das Stadtparlament mit großer Mehrheit einem Anträge des Hauptaus- 'chusses auf Erhöhung des Aktienkapi- kals der Frankfurter Flugplahge- l e l l s ch a f t G. m. b. H. von 200 000 auf 300 000 Mark zu. Auf dem Wochenmarkt am Börne- dlah hat sich heute vormittag ein schwerer Unfall ereignet, dem ein Menschenleben zum Opfer siel. Eine Frau Stieben er aus Offen­bach, die dort Einkäufe gemacht hatte, wollte, schwer bepackt, auf einen Straßenbahnwagen auf­steigen. Dabei glitt sie aus, stürzte zwischen den Anhänger und ein vorbeifahrendes Lastfuhrwerk und wurde dort eingeklemmt, wobei sie so schwer gequetscht wurde, daß sie bereits auf dem Transport zum Krankenhause v e r st a r b. Der kürzlich in Offenbach nach einer aufregenden Jagd gelegentlich eines Einbruchs fest genommene Fassadenkletterer Hans Dreh hat auch rn Frankfurt in den letzten Wochen eine Reihe verwegener Einbrüche begangen. Er kletterte dabei an den Hausfassaden hoch und räumte Wohnungen und Bureauräume im ersten Stock aus. .lieber die Lage seiner Wohnung in Frankfurt verweigert der Bursche hartnäckig jede Auskunft. Allgemein wird angenommen, daß -arin noch große Mengen von Diebesgut lagern. Möglicherweise hat Breh auch bei Gleichgesinnten Unterschlupf gefunden: doch kann auch angenom­men werden, daß er sich ein -Zimmer unter fal­schem Ramen gemietet hat und daß der Dermieter selbst nicht weiß, welch gefährlichen Besuch er beherbergt hat. Am Samstagvormittag hat hn Schwanheimer Walde am Wasserweg In nächster Rähe der Frankfurter Grenze ein Mann mit einem Rasiermesser sich den Hals durchschnitten. Einige Spazier­gänger, die den Dorfall von ferne beobachteten, fanden, als sie näher kamen, den Mann bereits verblutet am Boden liegen. Der Tote wurde als der 31 Jahre alte Friseur Wilhelm Ligg aus Frankfurt festgestellt. Er war seit längerer Zeit nervenleidend und arbeitslos. Die Rot im Verein mit feinem Leiden dürfte den Mann zu der Tat veranlaßt haben.

Kreis Fulda.

WSR. Fulda, 23. Rov. Wegen mehrerer D i e b st ä h l e, die sie bei verschiedenen Fuldaer Familien aus führte, wurde die bereits vorbestrafte und vor einigen Tagen erst aus der Straf­anstalt entlassene Dienftmagd Sophie Seigert aus Margaretenhaun hier festge- nommen und dem Gerichtsgefängnis zugeführt.

Aus dem Amtsderkündigungsblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt N. 94 vom 23. November enthält: Ergebnis der Hauptkörung im Körbezirk Gießen-Grünberg im Jahre 1926. Maul- und Klauenseuche in Hungen, Treis a. d. Lda., Steinbach, Harbach und Queckborn. Kreisstraßensperre. Feldbereinigung Harbach.

Verbot von öffentlichen Tanzbelustigungen. Straßensperre. Dienstnachrichten.

Die Einwohnerzahlen der hessischen Amtsgerichtsbezirke.

WSR. In denMitteilungen der Hessischen Zentralstelle für die Landesstatistik" wird eine interessante Zusammenstellung über die Ein­wohnerzahlen der hessischen Amtsgerichtsbezirke veröffentlicht, aus der sich in bezug auf die geplante Aufhebung verschiedener Amtsgerichte interessante Rückschlüsse ergeben. Danach gibt es im ganzen Lande Hessen insgesamt 53 Amts­gerichte, wovon 22 auf die Provinz Starkenburg. 20 auf Oberhessen und 11 auf Rheinhessen ent­fallen. Der größte Amtsgerichtsbezirk ist Mainz mit 144 521, der kleinste die zwischen Baden und Württemberg gelegene Enklave Wimpfen mit 3300 Einwohnern. Rach Größen Verhältnissen ge­ordnet, ergibt sich folgen bed Bild:

Provinz Starkenburg: Offenbach 122971, Darmstadt I 89 465, Groß-Gerau 56 702, Darm­stadt !I 55 984, Langen 33 971, Seligenstadt 30386, Lorsch 27 791, Dieburg 23 272, Lampertheim 22 448, Fürth 18 328, Michelstadt 17 536, Gerns­heim, 17 260. Reinheim 17127, Zwingenberg 16 996, Bensheim 16 809, Höchst i. O. 16 249, Groß-Umstadt 15 599, Waldmichelbach 10 316, Reichelsheim 8322, Beerfelden 7759, Hirschhorn am Reckar 6030, Wimpfen 3300.

Provinz Oberhessen: Gießen 70 972, Friedberg 36 616, Alsfeld 19 962, Dilbel 19 276, Butzbach 18 732, Grünberg 15 842, Bad-Rauheim 15 454, Ridda 15 206, Büdingen 14 077, Ortenberg 13 353, Lauterbach 12 672, Homberg 11271, Herb­stein 11 245, Schotten 9091. Hungen 7964, Ulrich­stein 7844, Altenstadt 7782, Lich 7410, Laubach 7393, Schlitz 6328.

Provinz Rheinhessen: Mainz 144 251, Worms 53 454, Alzey 29 707, Oppenheim 29 847, Bingen 22 949, Ober-Ingelheim 22 794, Osthofen 21531, Pfeddersheim 17 602, Wöllstein 17 342, Wörrstadt 12 895, Riederolm 12 596.

Schöffengericht Wetzlar.

Q Ein Arbeiter aus Klein- Ginßen war wegen Widerstands unter Anklage. Ihm wurde zur Last gelegt, im Sommer in Dutenhofen gelegentlich eines Sängerfestes einem Landjäger gegenüber bei dessen rechtmäßiger Ausübung seines Dienstes wider­setzlich geworden zu sein und den Beamten tätlich angegriffen zu haben. Der Angeklagte will von den fraglichen Vorgängen.nichts wissen, da er angeblich sinnlos betrunken gewesen sei. Demgegenüber ergibt sich aus den Zeugenaussagen, daß der Angeklagte nur angeheitert war und er daher für fein Tun voll verantwortlich fei. Das Urteil lautete auf 10 0 M k. Geldstrafe unter Auferlegung der Kosten des Verfahrens.

Der schweren Urkundenfälschung sowie der Un­terschlagung war eine Ehefrau aus Ehrings­hausen angeklagt. Die Angeklagte hatte von dem Sparguthaben ihres Kindes, für das vom Gericht ein Vormund bestellt ist, einen Betrag erhoben, um für das Kind Anschaffungen zu machen, verwandte aber

einen Teil des Geldes für sich. Dem Vormund übergab sie dann eine quittierte Rechnung über an­geblich für das Kind angeschaffte Kleidungsstücke. Diese Rechnung hatte sie gefälscht. Die Angeklagte war geständig und entschuldigte ihre Handlungsweise mit Not. Das Gericht billigte der Frau mildernde Umstände zu und erkannte auf eine Woche G e - f ä n g n i 5 und 20 Mk. Geldstrafe.

Einem Gärtner und einer Frau aus Dillen­burg war öffentliche Beleidigung zur Lost gelegt. Beide Angeklagte sollen in einer öffentlichen Ver­sammlung einen Bezirksarmenpfleger durch eine falsche Behauptung beleidigt haben. Sie gaben dies auch vor Gericht zu. Der erste Angeklagte erhielt 20 Ml. Geldstrafe, hilfsweise vier xage Haft, die andere Angeklagte, die ihre Behauptungen vor Ge­richt wiederholte, erhielt 14 Tage Gefängnis. Dem Beleidigten wurde die Publikationsbefugnis bezüglich des Urteils zugesprochen.

Vermischtes.

Rach acht Iahren wegen Mordverdachts verhaftet.

JnCharnitz, eurem Ort in der Lüneburger Heide, ist man nach acht Jahren einem Mord auf die Spur gekommen, den der R^aurer K e h - be in an seinen Kindern von zwei bis vier Jahren und seinem 70 Jahre alten Dater be­gangen haben soll. Kehbein wurde verhaftet.

Reue elektrische Lokomotiven.

Die Deutsche Reichsbahn hat kürzlich eine elektrische Schnellzug-Lokomotive von außer­ordentlich großer Leistungsfähigkeit in Betrieb genommen. Diese Lokomotive kann Schnellzüge bis zu 700 Tonnen Wogengewicht, entsprechend 17 V-Zugwagen, mit einer Geschwindig­keit von 110 Kilometer in der Stunde befördern. Hierbei werden dauernd 2400 P. S. und vorübergehend bis 4000 P..S. entwickelt. Die Lokomotive, die von der Lokomotivfobrik der AEG. erbaut ist, läuft gegenwärtig auf der Strecke Leipzi gH alle. Ferner sind zwei große Schnellzuglokomotiven und sechs schwere Güterzuglokomotiven, die Güterzüge bis 2100 Tonnen Wagengewicht befördern können, im Dau.

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Eingesandt.

(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)

Die Bürgersteige der firofborfer Straße.

Nachdem die Straßen an der Lahnbrücke neu hergerichtet sind und das Ganze ein Musterbild dar­stellt, wäre es zu begrüßen, wenn die Stadtverwal­tung nun endlich Vorkehrungen treffen würde, die Bürgersteige der Krofdorfer Straße, die sich in schlimmem Zustande befinden, in Ordnung bringen zu lassen. Man bewirft die Fußwege ab und zu mit Gestein und Sand, doch ist damit einer In­standsetzung in keiner Weise entsprochen. DieSach- jenhäuser" haben doch sicher genau die Rechte, wie die Jnnenbewohner der Stadt. Deshalb bitten die Bewohner über der Lahnbrücke, endlich den Uebel- stand zu beseitigen. Bei Regenwetter sind diese Wege

fast nicht passierbar, und durch das Sandstreuen verunreinigt man sich die Wohnung. Es wäre wohl das beste, die Fußwege würden ein Asphaltkleid be­kommen. Hoffentlich entspricht die Stadtverwaltung baldigst diesem Verlangen. W. PH.

Autler, mehr Rücksicht nehmen;

Ich möchte hiermit auf einen Uebelstand, ja eine Rücksichtslosigkeit seitens vieler Automobilisten zur Nachtzeit aufmerksam machen. Ich habe öfters Fahrten mit dem Fuhrwerk nach auswärts zu machen, wobei man dann auf der Heimfahrt von der Dunkelheit überrascht wird. Befindet man sich nun auf der Landstraße und es kommt ein Auto in rasender Geschwindigkeit mit dem grellsten Schein­werfer in Funktion daher, bann heißt es abfteigen, oder in den Chausseegraben hinein. Erst kurz vor dem Fuhrwerk erlischt der Scheinwerfer, dann sind aber Pferd und Führer geblendet, und es bedarf erst einiaer Minuten, bis man die Augen wieder gebrauchsfähig hat. Vorige Woche erst hatte ich das Glück", auf der Fahrt von Grünberg nach Gießen fünf solcher rücksichtslosen Fahrer zu begegnen. Bei einem wurde mein Pferd unruhig, so daß ich nur noch knapp dem Chaufseegraden entging. Vergeblich versuchte ich die Nummer festzustellen denn es war mir durch die Blendung unmöglich. Man hat ander­seits natürlich auch rücksichtsvolle Menschen, die, so­bald sie ein Fuhrwerk entgegenkommen sehen, die Scheinwerfer abblenden. Wenn dies alle Fahrer täten; so wäre das Verhältnis zwischen Auto und Fuhrwerk sicherlich ein weitaus besseres, aber die meisten Autler betrachten sich in dieser Beziehung als die Alleinberechtigten der Landstraße. Deshalb, ihr Automobilisten: bei Nachtzeit auf der Land­straße rechtzeitig abblenden, sobald ein Fuhrwerk cntgegenkommt, denn auch hier stehen Menschen und Tiere auf dem Spiel. Nehmt Rücksicht! H.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus der «Radio-Umschau".)

Donnerstag, 25. Rovember.

12 bis 1 Uhr: Mittagskonzert der Kasseler Hauskapelle. 3,30 bis 4: Die Stunde der Jugend. 4.30 bis 5,45: Konzert des Hausorchesters: Reue Tanzmusik. 5,45 bis 6.05: Die Lesestunde. 6,45 bis 7,15:Die Reformmethode im neusprachlichen Tlnterricht, an deutschen Beispielen dargelegt. Vortrag von Geheimrat Mar Walter. 7,15 bis 7,45: Deamteyfortbild'.mgskursus,Aktuelle Fra­gen der Steuertheorie (Steuerüberwälzung und Steuerbelastungsvergleiche)", Vortrag von Dr. Fritz Reumark. 8,15: Heiterer Abend. Anschließend bis 12,30: Tanzmusik.

pffrsfehzarten

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öie Attke gegen GScht und Rheumatismus.

Sie wissen lein sicheres Mittel gegen diese Plagegeister. Ein- Deibungen, Packungen, Bäder, Salben usw. lindern meistens nur für einige Zeit die Schmerzen, aber sie packen nicht immer das Hebel an der Wurzel.

Ich empfehle Ihnen ein wirklich erprobtes Mittel, und Sie sollen es selbst versuchen, ohne daß es Sie etwas kostet; aber ehe ich Ihnen mehr sage, lesen Sie den folgenden Brief:

Ich möchte Ihnen heute meinen Dank aussprechen für die Wunder wirkenden Gichtosint-Tabletten.

Leide schon 15 Jahre an rheumatischen Schmerzen im Arm, Rücken, sowie in den Deinen. Habe schon allerlei Mittel ver­sucht, aber nichts half. Auf Anraten meiner Frau versuchte, ich auch einmal Ihre Gichtosint-Tabletten, und die Wunder­wirkung blieb nicht aus. Ich spüre keine Schmerzen mehr. Bei meinen 66 Jahren kann ich wieder gut laufen und meine Arbeit verrichten.

Ich sage Ihnen nun meinen besten Dank und kann jedem Leidensgefährten Gichtosint-Tabletten warm empfehlen.

W. V. i. Sch."

Solche Briefe besitze ich Tausende, und nun hören Sie weiter: Gicht und Rheumatismus können nur von innen heraus wirklich kuriert werden durch Entgiftung des Blutes. Dieses ist

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Oratorium für Soli, Chor und Orchester von G. F. Händel.

Solisten: Wally Kirsamer (Sopran), Agnes Braunfels (Alt), August Jordan (Tenor), Hermann Diersch (Baß), sämtlich aus Frankfurt a.M.* Frau Dr. Wolff (Sopran), Gießen.

Chor: Gemischter Chor des Sängerkranzes Orchester: Kapelle des Reichswehr-Inf.-Rgts.

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Am Flügel: Hella Maternus, Gießen Leitung: Albert Kasten. 96100

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