bann; man bleibt nur kurz« Zeit im Wasser, unterbricht das Bad nach drei- bis fünfminut- licher Dauer durch tlebergteßungea und Waschungen außerhalb deS Bades und beschließt das Bad mit einer kalten Waschung. Bei Badekuren in den heißen Quellen des Landes hält man sogar Temperaturen bis zu 55 Grad CelsiuS auS, und der Entschluß, in diese Gluthitze einzutauchen, wird durch einen Dorspringer erleichtert. Welch hohen Wert man diesen heißen Badern beimißt, zeigt das Sprichwort, das einen der Badeorte folgendermaßen rühmt' .Es gibt nur eine Krank- heil. die selbst die Bäder von Kusatau nicht heilen können, und das ist die Liebe." Diese kurzen heißen Bader haben eine außerordentlich erfrischende Wirkung und Härten, da sie mit kalten Waschungen verbunden sind, die Badenden so ab, daß sie selbst im Winter nachher völlig nackt durch den Schnee nach Hause gehen können, ohne sich zu erkälten. Durch das sehr heiße Wasser werden die Hautgesäße zusammengezogen; man bekommt eine .Gänsehaut"; die Haut rötet sich stark, und es kommt zu einer vorübergehenden Lähmung der Hautblutgefäße, durch die das Ausbleiben der sonst zu fürchtenden Erkältung nach dem Bade erklärt wird. Der Körper, dessen Eigenwärme durch die Hitze des Bades weit übertroffen wird, kann keine Wärme mehr abgeben, so daß die Bluttemperatur bis 38 Grad uni) darüber steigt. Gleichzeitig erfolgt eine Beschleunigung des Pulses bis zu 120 und mehr Schlägen in der Minute. Bei liegender Stellung würde die
ileberfüllung der Blutgefäße des Gehirns zu Schwindel führen, aber bei der sitzenden Stellung hleibt diese Erscheinung aus. Die Temperaturerhöhung, Pulsbeschleunigung und Hautröte hören eine halbe bis eine Stunde nach dem Bade auf. noch früher der die ganze Körverobersläche nach dem Bade bedeckende Schweiß. Die weitverbreitete Meinung, daß heiße Bäder erschlaffend wirkten, wird durch diese japanischen Bäder widerlegt. Vielmehr tritt eine außerordentliche Erfrischung ein, die viele Stunden anhält und eine gehobene Stimmung hervorbringt. Freilich müssen Gefäßsystem und Herz des Badenden gesund sein. Daher prüft der japanische Dadediener den Puls, bevor er das Eintauchen in die heiße Flut gestattet. Man hat in fachmännischen Kreisen erwogen, ob nicht die Einführung der japanischen Dadeform auch bei uns einen Gewinn bedeuten würde. Der Einzelne kann sich durch solche Hitzebäder erfrischen und auch für besondere sportliche Leistungen geeignet machen. Sodann aber brauchten die heißen Quellen unserer Kurorte, die bisweilen 60 bis 70 Grad Celsius haben, nicht erst bis auf die Hälfte abzekühlt zu werden, wodurch sie an Wirksamkeit verlieren. In Baden- Baden hat man bereits mit der japanischen Bade- form sehr gute Erfahrungen gemacht.
Antz Dein -lmtsverknndigungsblatt.
• Das Amtsverkündigungsblatt Ar. 59 vom 23. Juli enthält: Ansteckender Scheidekatarrh in Ruttershausen. — Archäolo
gische Wandtafeln für Hessen. — Straßensperre. — Dienstnachrichten.
Rundfunk-Programm.
Sonntag, 25. Juli.
8 bis 9 llßr: Morgenfeier, veranstaltet vom Wartburgverein Frankfurt a. M. 11 bis 12 ilßr: Vortragsstunde Dr. Rolf Prasch, Obers piel lei ter des Kasseler Staatstheaters. 3 bis 4 ilßr; Stunde der Jugend. 4—5 Ühr: Uebcrtragung von der Gerbermühle: Konzert deS Harmonieorchesters deS Frankfurter Ovchestervereins. 5 bis 6 üßr: Konzert des Hausorchesters: Händel-Opern. 6 bis 7 älhr: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Volksbildung: .Die Bibel verdeutscht", aus der älebersetzung von Martin Duber und Franz Rosenzweig. 8,30 älhr: Abschiedsabend von Heinz Hilpert: „Geschäft ist Geschäft". Anschließend bis 12 Uhr: ^Übertragung von Berlin: Tanzmusik der Berliner Funkkapelle.
Montag, 26. Juli.
4,30 bis 5,45 Hßr: Konzert des Hausorchesters: Paul Lincke. 5,45 bis 6,15 Ußr: Die Lesestunde. 6,15 bis 6,45 älhr: „Sprachen und Literaturen Hinterindiens", Vortrag von Dr. L.H. Schütz. 6,45 bis 7 llßr: „Die Zugspitzbahn". Vortrag von Dir. Otto Behrens, Berlin. 7 bis 7,30 älßr: „Einrichtung der ersten Schwimmrettungswache in Deutschland und ihre Erfolge", Vortrag von W. Frankl. 7,30 bis 8 älhr: „Georg
Bernhard Shaw". Vortrag zu seinem 70. G. burtstag von Prof. Dr. Schultz. 8 Ußr: Heb. - Ira gung aus dem Frankfurter Opernhaus: „Adrienne". Operette in drei Akten von Walter Doetze.
Kirchliche Nachrichten.
Evangelisch« Gemeinden.
Sonntag, den 25. Juli. 8. n. Trinitatis.
(Ließen. Lladlkirche. 8: Psr. Mabr. Zugleich Christenlehre f. d. Aeukonfirmierten a. d- Matthäus- gemeinte. 9' ,: Pfr. Decker. - JohanneSNrche. 8: Pfr. BechtolSheimer. Zugleich Christenlehre f. d. Aeukonfirmiert. a. d. Lukaögemeinde. 91/,: Pfr. Ausfeld. Zugleich Militärgottdienst. 8: Dibelbesprechung im JohanneSsaal. Pfr. Mahr. — Kirchberg. 10; 11: Christenlehre f. d. männl. Jugend, nachmittags VL: Lollar. - Wieseck. 97,: Lic. Laun-Gießen. 7,11: Christenlehre. - Watzenbom-Garbenteich. Watzenborn-Steinberg: 1. Garbenteich: 9 mit Christenlehre.
Katholische Gemeinden.
Gießen. Samstag, 24. Juli. 47, und 7 Deichte, 4' , Empfang deS Hochwürdigsten Herrn Bischofs in der Kirche, Sonntag, 25. Juli. 9. Sonntag nach Psingst. Firmung. 6'/, Beichte, 6 Messe, 7 Bischöst. Messe Korn, der Firmlinge. 8 Kom. 9 Hochamt mit Predigt, darauf Firmung, 11 Messe. 2 Andacht, 37, Abreise des Hochwürdigsten Herrn BischosS nach Alsseld. — Hungen. 97, Hochamt mit Pre- ebigt. — Lich. 7 Messe mit Predigt.
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