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nglüik im ZchivarMld. im Lchwarzwald wird ge- ersonen besetzter firaft trogen Langholz beladenen Dagen rte ein weit herausragender eite des Autos vollständig, darunter der Bürgermeister tn sofort getötet, eine cleht.

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fand man eine Frau in ihr« iie war an Alkoholvergiftung chnapsgenusses gestorben burch Sas vergiftet.

)e die Ehefrau des Debet- c a nt mit ihren beiden Ain- Jahren nnd 4 Monaten be- rhnung ausgefunden. Es lag vor. Diederbelebungsver- der Frau Erfolg. Beim De- rs hatte sich das Sas ent- itämt und hatte die 2er-

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LU. Don der Landesuniversität. Der ordentliche Professor für- praktische Theologie an unserer Landesunioersität Lic. theol. Dr. phil. Leopold Cordier wurde von der Universitär Bonn ehrenhalber zum Doktor der Theologie er­nannt.

' Klinik-Personalien. Ernannt wur­den der Werkmeister an der Chirurg. Klinik und der Ohrenklinik Heinrich Muth in (Sieben mit Wirkung vom 1. Mai an zum Maschinenmeister bei der Medizinischen Klinik, Frauen- und Haut­klinik der Landesunioersität (Sieben; der Ma­schinist bei der Medizinischen Klinik, Frauen- und ^lutklinik Johann Hermann Pfeffer in (Sie­ben mit Wirkung vom 1. Mai an zum Werk­meister an der Chirurg. Klinik und der Ohren- ttlnil der LandeSuniversität (Sieben.

" Die D erwaltung der Grund­erwerbsteuer betrifft eine Bekanntmachung des Landesfinanzamtes in unserem heutigen An­zeigenteil, auf die hiermit hingewiesen sei.

** Straßensperrung. Wegen Vornahme von Aufbruchsarbeiten ist das Drillergäßchen zwi­schen Neuenweg und Neuen Bäue vom Polizeiamt bis auf weiters für jeglichen Fuhrwerksverkehr ge­sperrt worden.

* Anlagenkonzert unserer Mili­tärkapelle unter Leitung des Obermusikmeisters L ö b e r findet am Freitagnachmittaa 5 Uhr am Liebigdenkmol statt. Die Musikfolge ist: 1. Armee­marsch II, Nr. 145, Radetzkymarsch von Johann Strauß. 2. Ouvertüre zur OperFra Diaoolo" von Auber. 3. Aufzug der Meistersinger aus der Oper Die Meistersinger von Nürnbergs von R. Wagner. 4.Die Wachtparade kommt", Charakterstück von R. Eilenberg. 5.Künstlerleben", Walzer von Ioh. Strauß.

" 2 5 Jahre Couleurdiener. Am Dienstag, 22. Juni, waren es 25 Jahre, seitdem der Schubmachermeister Albert Franke, Damm­strabe, als Couleurdiener bei der Studentenver­bindungHasso-Rhenania" dahier tätig ist. Die Verbindung feierte dieses Ereignis durch eine Kneipe in dem von ihr neugekauften Hause Durggraben 9 (Caf6 Ebel), wobei die Vertreter der Verbindung und der Altherrnschast unter Ucberreichung sinniger Geschenke dem Jubilar ihre Glückwünsche zum Ausdruck brachten. Ge­legentlich des nächsten Stiftungsfestes ist eine weitere Ehrung des Jubilars geplant.

** Dom Reitsport in Gießen. Man schreibt uns: Es ist eine erfreuliche Tatsache, Mb auch in (Sieben das Interesse an dem ge­sunden Reitsport gewachsen ist. Der (Siebener Reiterverein (Reit- und Fahrklub (Sieben und Umgebung) hat in den letzten zwei Jahren einen stattlichen Zuwachs an jungen Reiterinnen und Reitern bekommen. Leider ist eS in diesem Jahre nicht möglich, ein großes öffentliches Turnier abzuhalten. Am 3. und 4. Juli wird jedoch der (Siebener Reiterverein in Gemein­schaft mit dem hiesigen Bataillon auf der Haardt ein internes Turnier veranstalten. Zu den ein­zelnen Prüfungen im Reiten, Springen und Fahren haben sich schon eine gröbere Anzahl Bewerberinnen und Bewerber aus (Sieben und der Umgebung gemeldet, darunter auch ge­schlossene Abteilungen ländlicher Reitervereine, so daß interessante Wettkämpfe zu erwarten find. RähereS wird noch bekanntgegeben werden.

Das Konzert der Hoch- und Deutschmeister-Kapelle aus Wien, das wir vor einigen Tagen schon ankündigten, wird, wie nunmehr feftsteht, am 25. Juli in der Volks- Halle stattfinden. RähereS wird in Kürze be­kanntgegeben werden.

* Ein Schwimm- und Rudersport- Werbetag in Gießen ist für den 22. Au- fluft vorgesehen. Die Veranstaltung soll bei den Bootshäusern an der Lahn vor sich gehen. Mit diesem Ereignis wird die Austtagung eines Städte-Achter-Wanderpreises zwi­schen den Rudervereinen von Gießen und Wetzlar verbunden sein.

* Tine Ausstellung sür Garten­bau und Elektrizität wird vom 11. bis 19. September in der Volkshalle veranstaltet lo-röen. Es steht heule schon fest, daß diese Aus-

Aus der Provinzialhauptstadt.

Giehen, den 24. Juni 1926.

Gietzener Wochenmarktpreise.

ES kosteten auf dem heutigen Wochenmarlt: Butter 160 bis 180, Matte 35. Wirsing 25 dis 30, Spinat 20 bis 30, Römischkohl 10 bis 15. Spargel 90 bis 100, Erbsen 30 bis 60, Misch- gentüfe 15, Tomaten 70 bis 120, Zwiebeln 20, Rhabarber 25. Kartoffeln (neue) 15, Kartoffeln (alte) 5, Kirschen 25 bis 40, Heidelbeeren 40, Stachelbeeren 25 bis 30, Johannisbeeren 28 bis 40, Gartenerdbeeren 65 bis 80, Walderdbeeren 70, Honig 40, Suppenhühner 120 bis 130 Pf. Gier 12, Mumenkohl 20 biS 100, Salat 5 bis 12, Salatgurken 35 bis 60, Einmachgurken 15, Ober- Kohlrabi 15, Rettich 15 bis 20 Pf. das Stück; Käse 10 Stück 60 bis 80 Pf.; gelbe Rüben das Päckchen 20 bis 30 Pf.; Radieschen das Bund 10 bis 15 Pf.

Bornotizcn.

Tageskalender für Do nnerslag: Abonnementskonzert der Reichswehrkapelle: Ll , Uhr .Philosophenwald". (Siebener Rad­fahrer-Verein 1885: 9 älhr Mitglieder-Dersamm- lung bei Senkler (Frankfurter 6trabe). Ra- n.tro-Theater: 81/* Uhr ,Katholisches VereinS- haus". Lichtspielhaus Bahnhofstraße: »Prin- ,-zfiin Trulala". Astoria-Lichtspiele: »CirruS Wildwest".

fteUung außerordentlich vielseitig beschickt wer- I den wird. Sie dürfte sich für unsere Stadl und \ die weitere Umgebung zu einem Ereignis ge­stalten.

' Dem irdischen Richter ent­zogen hat sich der wegen Brandstiftung in seinem Hause Kaiserallce 32 in Haft genommene Hausbesitzer. Er hat sich in der Rächt zum Mitt­woch in feiner Zelle im Landgerichtsgefängnis durch Erhängen entleibt.

** Der Hausbesitzeroerein hielt dieser Tage im Katholischen Dereinshaus eine Mitglieder- Versammlung ab. Der Vorsitzende, Stadtverordneter L o u n s p a ch , sprach zunächst über die steuerliche Ueberlaftung des Grundbesitzes. Der Hausbesitz sei heute vollständig entrechtet und geknechtet und durch den Mieterschutz jedem böswilligen Mieter preisge­geben; mit anderen Worten, er sei heute zum Skuerbüttel seiner Mieter herabgedrückt worden, auf der einen Seite würden dem Hausbesiy un­erträgliche Lasten auferlegt, auf der anderen Seite hingegen unterbinde man durch das künstliche Nie­derhalten der Mieten jede Schadloshaltung. Heute wolle alles auf Kosten des Hausbesitzes leben: das Reich, der Staat, die Provinz, der Kreis, die Ge- mcinbe und letzten Endes auch ein Teil der Mieter, die durch Untervermietung oft den drei- bis vier­fachen Betrag aus ihrer Wohnung erzielten, als sie ihrem Vermieter zahlten. In festen müffe der Hausbesitz für die sinn- und planlose Schulden­macherei jetzt mit der höchsten deutschen Sonder­steuer herhalten; man presse jetzt 120 Millionen aus dem Besitz heraus, um das vorhandene Defizit zu decken. Obgleich die Sondersteuer lediglich den Zweck haben solle, das Bauwesen zu för- dem, würden von diesen Steuereingängen nur 8j Millionen zu Bauzwecken hergegeben. Daß die Sondersteuer eine unsoziale sei. werde auch bei den Sozialdemokraten anerkannt. Die Sozialdemokraten wollten wohl die Sondersteuer beseitigt wissen, aber sie wollten andererseits alles tun, damit die Miete heruntergeseht werde. Mit anderen Worten, der Hausbesitzer solle und dürfe von seinem Besitz keinerlei Ertrag haben. Solange man aber solche Zuschuhwirtschaft treibe, bleibe das Wohnungswesen ungesund. Erträglich wäre eine geringe Sonder steuer, deren Ertrag dem Wohnungsbau zugewandt würde, um dem faulen Wohnungskörper wieder auf die Deine zu helfen. Davon mühte aber auch ein Teil zur Unterhaltung der alten Häuser und zur Unter­stützung von nicht zahlungsfähigen Mietern be- reitsgestellt werden. Wenn wir wieder zu ge­sunden Verhältnissen kommen wollten, müsse es Aufgabe sein, wirtschaftliche Vernunft in die Politik zu tragen, damit für die Zukunft ver­hindert werde, mit Unvernunft zu regieren. Als Bundesgenosse müsse der Hausbesih mit Handel, Industrie, Handwerk und Landwirtschaft Hand in Hand arbeiten; geschehe dies und jeder von diesen stehe auf der Wacht, dann toerM auch der Hausbesitz wieder zu seinem Rechte kommen und er werde auch wieder eine bessere Zukunft zu erhoffen haben. Dann würden über kurz oder lang die Fesseln der Zwangs­wirtschaft fallen müssen, und der Tag der Freiheit werde kommen. Hierauf berichtete Kauf­mann Ad. Schmidt über die Besprechungen mit dem Finanzminister bett. Erhebung der Son­dersteuer. Aus den Ausführungen ging hervor, daß zwar nicht der erhoffte Erfolg zu verzeichnen sei, jedoch seien die zugesagten Milderungen ein kleiner Lichtschimmer des Entgegenkommens. In der Aussprache wurde dem Referenten zuge­stimmt. Ueber die .Realkreditorganisation des deutschen Hausbesihes zur Beschaffung von Hypotheken" referierte dann in eingehender, leicht verständlicher Weise der erste Vorsitzende des Schuhverbandes Mainzer Hauseigentümer, Lehrer Schopp. Der Redner erntete für feine sachlichen Ausführungen reichen Beifall. Der Vorsitzende schloß hierauf die Versammlung.

* Das Lichtspielhaus, Bahnhof­straße bringt gegenwärtig einen reizenden Filmschwank: .Prinzessin Trulala", dessen wesentlichster Inhalt hier kurz ffizziert sein möge. Prinzessin Trulala und Prinz Arnulf, die auf mütterlichen bzw. väterlichen Befehl den Ehebund schließen sollen, aber zunächst dazu keine Reigung verspüren, lernen sich inkognito kennen und nach längerem, luftigen Versteckspielen landen sie glücklich im Hafen der Ehe. Uni) wie es in einem Schwank zum Schluffe sich ost ereignet, trifft der Pfeil Amors weitere Opfer, die auf der Strecke bleiben. In diesem Falle Fürst Arnulf, der Vater des Prinzen, und Prinzessin Hopsassa, die ältere Schwester der Braut, die somit Schwiegermutter ihrer Schwester wird. Die humorvolle Handlung entfesselt stürmische Heiterkeitsausbrüche, und zu diesem Erfolg trägt in erheblichem Maße Ms vot^ügliche Spiel sämtlicher Mitwirkenden bei. ßilian Harvey verkörpert in Prinzessin Trulala den ausgelaffenen Wildfang; außerdem ist als prächttge Leistung der Hofmarschall Hans 3un- kermanns hervorzuheben, der in Bezug auf Komik ausgezeichnetes leistet.z.

** Das Ramiro-Theater (Mystik- und Zauberschau), dos zur Zeit im Katholischen Vereins- Haus gastiert, wartet seinen zahlreichen Besuchern mit einem ungewöhnlich reichhaltigen Programm auf. Dabei brachte der größte Teil der Darbietungen Neues, so daß einige Repertoirestücke der .Zauberkunst", die früher schon in Gießen ge­zeigt wurden, demgegenüber nicht ins Gewicht fielen. Hervorgehoben sei hier auch die wirkungs­volle Ausstattung, die einen guten Rahmen bildete. Die von Ramiro und seinen Mitwirkenden vorge­führten Experimente riefen oft größte Verwunde­rung hervor und hinterließen, um es vorweg zu sagen, durchweg einen guten Eindruck, den das Publikum durch lebhaften Beifall bekundete. Von denZaubereien", die nach dem alten Grundsatz

Geschwindigkeit ist keine Hexerei" zur Vorführung gelangten, seien hier einige besonder» interessante Kunststücke hervorgehoben. So rief die Herstellung von Mokka (der zur Kostprobe im Publikum her- umgereicht wurde) aus einem mit Kaffeebohnen gefülltem Gesäß allgemein Erstaunen hervor. Ein überaus verblüffendes Experiment, für das sich der männliche Teil der Besucher lebhaft interessierte, war die Likörfabrik in der Wasserflasche. Ramiro stellte aus dieser Flasche jej nach Wunsch und Geschmack des Publikums 12 bis 15 verschiedene Liköre und Getränke her, die ebenfalls fofort den Bestel­lern zum Trinken überreicht wurden. Bemerkens- wert ist hierbei, daß die Flasche und die Decher aus durchsichtigem Glas waren und daß die einge- gosienen Getränke die ihrer Art entsprechende Farbe zeigten, während der Inhalt der Flasche stets wasserhell blieb, ein Rätsel, dessen Lösung nur leider nicht verraten wurde! Eine große Anzahl weiterer Darbietungen gelang ebenfalls vortrefflich und wurde beifällig aufgenommen. Irn ganzen bot der Abend einige Stunden recht angenehmer Unter- Haltung, so daß ein Besuch empfohlen werden kann.

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* Auftrieb auf dem heutigen Frank­furter Schlachtviehmarkt: 2 Bullen, 1 Kuh, 1008 Kälber, 177 Schafe, 247 Schweine.

Hess. Industrie- und Handels­kammern.

Die hessischen Industrie- und Han­delskammern hielten am 22. Juni im Stadt- haus in Bad-Nauheim unter dem Vorsitz des Landtagsabgeordneten Christian Scholz- Mainz eine Dertreterversammlung ab. Die Be­ratungen erstreckten sich in der Hauptsache auf fol­gende Punkte: Oeroerbcbefteuerung in Hessen, Son- berfteuer vom bebauten Grundbesitz, Prüfung von industriellen Lehrlingen, öffentliche Einsichtnahme in das Grundbuch, Entwurf eines Gesetzes über den Vergleich zur Abwendung des Konkurses, hessische Gebühren für Gewerbelegitimationskarten, sowie Geschäftsbedingungen für den deutschen Kartoffel­handel.

Die Postautolinie Wetzlar - Hochelheim.

OO Wetzlar, 23. Juni. Die Postauto - Linie Wetzlar Hochelheim hat im Rech- nungsjdhr 1925 mit einem wesentlichen Fehl­beträge abgeschnitten. Auch in den Monaten April und Mai sind durch die Einnahmen aus der Linie die Selbstkosten, die von der Post mit 1 Mk. je gefahrenen Kilometer berechnet werden, nicht gedeckt. Infolgedessen sieht sich die Postverwaltung gezwungen, von den beteiligten Gemeinden (Großrechtenbach, Kleinrechtenbach und Hochelheim) die Zahlung der seinerzeit gewährleisteten G a - rantiefummen zu fordern. Es mag zugegeben werden, daß der Fehlbetrag für das abgelaufene Rechnungsjahr zum Teil dadurch entstanden ist, daß die Post einen erheblichen Betrag als Wegeooraus- leiftung für die Linie an den Kreis zahlen mußte, von dessen Aufbringung der Kreis trotz wiederholter Vorstellungen der Stadt und des Derkehrsvereins Wetzlar sowie der beteiligten Gemeinden nicht ab­gesehen hat. In drr Hauptsache dürfte aber die Un- wirtschaftlichkeit der Linie darauf zurückzuführen ein, daß die Fahrzeiten in keiner Weife ) e n tatsächlichen Verkehrsbedürfnis- en a n g e p n 6 i sind. Das Auto ist in Wetzlar tationiert, trifft morgens kurz nach 8 Uhr in Großrechtenbach ein, fährt bann über Kleinrechten, bad) nach Hochelheim und von da sofort wieder zurück, so daß es gegen 9 Uhr wieder in Wetzlar ein trifft. Die Fahrt von Wetzlar nach Großrechten- bach ist meistens, wenigstens soweit die Personen- beförberung in Frage kommt, eine Leerfahrt. Nur Beamte aus der Stadt Wetzlar, die in den Ge­meinden des Kleebachtales und Hüttenberges dienst­lich zu tun haben, benutzen es ab und zu. Aus der Rückfahrt Ut das Auto, abgesehen von Mittwochs, wo wegen des Wochenmarktes in Wetzlar stets eine sehr gute Besetzung, ja manchmal sogar eine lieber- füllung zu verzeichnen ist, nur von wenigen Fahr­gästen besetzt. Don Arbeitern, Angestellten, Schü­lern usw., die täglich nach Wetzlar und zurück ver­kehren, kann es überhaupt nicht benutzt werden, weil es viel zu spät dort eintrifft. Genau so verhält es sich mit den Nachmittagsfahrten, die übrigens nicht an jedem Wochentage, sondern nur Montags, Mittwochs und Samstags und bann nur bis Groß-Rechtenbach und zurück stattfinden. Auch sie sind nur für gelegentliche Stadtbesucher, vereinzelte Gewerbetreibende usw. von Interesse. Eine o o 11 - ständige Umgestaltung der Fahrzei­ten scheint hiernach ein dringendes Bedürfnis, wenn nicht die Linie immer mehr der Unwirt­schaftlichkeit verfallen und letzten Endes von feiten her Post ganz aufgehoben werden soll. Zu diesem Zwecke wäre es nötig, den Standort des Autos von Wetzlar nach Hochelheim zu verlegen, von dort aus eine Frühfahrt dergestalt einzurichten, daß besonders auch den Arbeitern usw. von Hochelheim, Kleinrechtenbach, Großrechtenbach und Büblingshausen die Möglichkeit gegeben wäre, das Auto als Verkehrsmittel nach ihrer Arbeitsstätte usw. zu benutzen. Die Rückfahrt konnte bann der Postbeförderung von der Stadt Wetzlar nach dem Lande dienen. Die Nachmittagsfahrt wäre so zu legen, daß bas Auto gegen 4 Uhr wieber in Wetzlar einträfe und zwischen 6 und 7 Uhr wieder zurückfahre, wodurch den Stadt- besuchern, Arbeitern, Angestellten usw., die Möglich­keit gegeben wäre, es für ihre Heimkehr zu be­nutzen. Selbstverständliche Voraussetzung wäre aller­dings, daß die Postverwaltung den ff ä n b i g e n Benutzern einen bedeutend billigeren als den

jetzigen Fahrpreis einräumte, denn man kann den Arbeitern nicht zumuten, daß sie einen wesentlichen Teil ihres Lohnes für Fahrgeld ausgeben, lieber- Haupt ist der Kilometerfahrpreis von 10 Pf. ein sehr hoher, und die Post sollte erwägen, ob sie nicht bester tun würde, einen niedrigeren Preis sestzu- setzen, um die Zahl der Fahrgäste zu steigern und Io am Schlüsse eines Rechnungsjahres durch stärkere Benutzung bei billigerem Preise zu einem günstigeren Abschluß zu kommen, als bei schwacher Benutzung und hohen Preisen, wie es jetzt der Fall ist. Von wesentlicher Bedeutung wäre schließlich noch die Herstellung eines Anschlusses an die Fahrten der Linie GießenNiederkleen, die in Kürze eröffnet werden wird.

Schöffengericht Gießen.

Gießen, 21. Juni. Der Schmied K. aus dem Rheinland hatte sich wegen schweren Dieb­stahls im Rückfall zu verantworten. Er hatte in einer oberhessifchen Herberge, wo er für eine Rächt Aufnahme fand, dem Herbergsvater auS einem Schränkchen in dessen Wohnung einen größeren Geldbetrag nebst einer Geldtasche ent­wendet, und zwar mittels eines falschen Schlüs­sels oder eines Dietrichs. Troy hartnäckigen Leugnens erachtete ihn Ms Gericht auf Grund eines Indizienbeweises für überführt und ver­urteilte ihn unter Annahme mildernder Umstände zu einem Jahr 3 Monaten Gefäng­nis, abzüglich 7 Wochen Untersuchungshaft. Rach der Urteilsverkündung erklärte der An­geklagte, er wolle die Strafe doch annehmen.

Der unbestrafte Händler E. hat einen Wech­sel gefälscht, indem er den Hamen einer Firma, die ihm Geld schuldete, als Akzeptant auf den Wechsel setzte. Da die Beweisaufnahme ergab, Mh der Angeklagte sich der Tragwette feiner Handlungsweise nicht in vollem Umfange bewufft war und M auch andere Umstände, die zu seinen Gunsten sprachen, Vorlagen, wurde die Straf« auf nur 3 Wochen Gefängnis be» messen. Dem Angeklagten wurde von Gericht und StaatSanwalt anheimgegeben, ein Gnaden­gesuch vorzulegen.

Gerichtsfaal.

Totschlag eines Schülers an fernem Vater.

Mainz, 23. Juni. (WSR.) Unter der An­klage des Totschlags stand vor dem erwei­terten Jugendgericht der 15jährige Gym­nasiast Hans Richard Losch von hier, der am 14. Februar d. I. am Fastnachtsfonntag seinen Vater, den Eisenbahnoberinspektor Emil Losch, als dieser ihn wegen einer Ungehörigkeit züchti­gen wollte, erschossen hat. Das Urteil gegen den aus einer Erziehungsanstalt vorgeführten jugendlichen Angeklagten lautete auf ein Jahr Gefängnis. Die Strafe wird auf die Dauer von fünf Jahren ausgesetzt und erlassen, wenn sich der Angellagte in der Erziehungsanstalt gut führt.

Büchertisch.

Dayernbuch für Handel, Ind>i- ftrie und Gewerbe. Im Adreßbuchvei^ug der Handelskammer München ist soeben die Aus­gabe 1926 erschienen. Das Buch zerfällt in 2 Abteilungen. Der blaue Teil enthält alle han­delsgerichtlich eingetragenen Firmen und darüber hinaus die Fernsprechanschluß und Postscheckkonto besitzenden Betriebe im rechtsrheinischen Bayern nach Städten und innerhalb derselben nach dem ABC geordnet. Der weiße Teil umfaßt Handel, Industrie und Gewerbe des gleichen Gebietes, eingeteilt nach Branchen und innerhalb derselben nach Orten. Die handelsgerichtlich eingetragenen Firmen sind besonders gekennzeichnet. Der Aus­arbeitung des Buches ist wie stets seitens der Schriftleitung die größte Sorgfalt zuteil gewor­den. Die Betriebe sind nach ihren Angaben kennt­lich gemacht nach Herstellern, Großhandlungen, Kleinhandlungen und Vertretungen. Verwandte Branchen sind durch Hinweise am Kops der Rubrik so verbunden, daß jede Firma gefunden werden muh. Das Inhaltsverzeichnis wird er­gänzt durch ein Warenartikelverzeichnis, das gegen 7000 Artikel und Gewerbebezeichnungen und die Stellen des Buches benennt, wo diese Artikel im Buch gefunden werden können. 349

Handbuch des Zeltlagerlebens" von Th. Holding, Otto Mollweide, Verlag, Ham­burg 8, Preis 4,50 Mk. 297

Verantwortlich für Politik i. D. Dr. Hans Thyriot.

JCHOKOLABE. BROCKEN PRALININ

Freitag, 25. Juni 1926, nachmittags 2 Uhr,

versteigere ich im Löwen, Neuenweg, da- Lier, zwangsweise gegen Barzahlung:

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Hess. Gerichtsvollzieher in Gießen, Tammstraße 24, L

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IIIHIillllHIIIIIIIIIIillllllllllilllllllllllillllllllllllllllllllllllllll Dom 26.-28. Juni findet in Bellersheim MSSWlU statt.

SOjährig. Jubiläum verbunden mit dem Bundesfest des Wetter- auer Sängerbundes.

Morgens 8 Uhr: Beginn des Wertungs­singens; 1 Uhr: Aufstellung des Festzugs. Festakt, Singen der Gaftvereine, Tanz.

Mends 10 Uhr:

Großes Feuerwerk, ausgeführt von De, rufsfeuerwerkertr.

(Es ladet ergebenst ein 5330D

Der Festausschuß. 3. 21.: Karl Weber. illlllllllHIIIIilllHillllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllllilllllü

Einladung

zur 5332D

MlieM-WMllllW öer Denen 6efi. Beamten-SterbeMe am Eamstaa, dem 26. Juni 1926, nach­mittags 3 Ubr, im flaiieriaal (Weiber Saal) zu Tarmitabt, Grafeuttrake 18. Xer Vorstand: Braun. Ministerialrat.

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