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Nr. 95 viertes Blatt Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Gberhesten)Samstag, 24. April (926

Wirtschaft.

Börse und Geldmarkt.

Auch in der vergangenen Woche wurde die Börse von dem Freigabeproblem völlig be­herrscht. Wenn auch einzelne Märkte sich hier­von emanzipieren konnten, so brachten die wider­sprechenden Nachrichten aus Amerika doch im allgemeinen große Unklarheit mit sich, und als zu Beginn der Woche aus Amerika die Nachricht ein­traf, bah mit einer Erledigung des Gesetzentwurfes in der laufenden öeffion des Kongresses nicht mehr gerechnet werden könnte, trat am Markte der Freigabewerte und in erster Linie am Lchiffahrtsmarkte eine völlige De- route ein. Man muh allerdings berücksichtigen, daß sich die Spekulation in bezug auf die Sum­men, die den Schiffahrtsgesellschaften aus der Freigabe zufließen würden, stark von Phantasien hatte leiten lassen, sonst wäre es nicht möglich gewesen, daß die führenden Schifsahrtspapiere, obwohl sie dividendenlos geblieben sind, auf 50 und mehr Prozent über pari getrieben worden wären. Angesichts dieser Uebectreibungen sind die Kursrückschläge nicht einmal als außerordent­lich groß -u bezeichnen, um so weniger, als die Beteiligung an der Schiffahrlsspekulation ein außerordentlich großes Maß angenommen hatte. Man darf damit rechnen, daß die Bewegung eine starke Reinigung des Marktes mit sich ge­bracht hat, wobei es nicht einmal, wie gerücht­weise verlautete, zu Zusammenbrüchen gekommen ist. Hat nun die große Unsicherheit dos In­land veranlaßt, sich außerordentlich zurückzuhal­len, so Hal" auch in dieser Woche wieder auf der anderen Seite das Ausland dem Martt eine ge­wisse Stühe geboten und durch seine Käufe ein­zelne Epezialwerte sogar nicht unbeträchtlich her- aufgesetzt. In erster Linie sind hier die Werte der I. ®. Farbenindustrie zu nennen, in denen das Ausland augenscheinlich im Zusammen­hang mit Anleiheverhandlungen stark als Käufer auftrat. Hierbei spielten allerdings auch wieder höhere Dividendenschähungen eine Rolle. Weiter hat sich das Ausland auf dem Markt der E l e k- trizitätswerte stärker beteiligt, und zwar sollen in erster Linie französische und belgische Käufer am Markt gewesen sein, was in Ver­bindung mit dem Währungsverfall in diesen beiden Ländern gebracht wird. Montan- werte traten diesen verschiedenen Bewegungen gegenüber mehr in den Hintergrund. Sie konnten sich allerdings teilweise von den Kursverlusten der vergangenen Woche wieder etwas erholen. Auf dem K a s s a m a r k t haben die Bemühungen der Großbanken, dem Publikum Zurückhaltung oufzuerlegen, auch weiterhin Erfolg gehabt. 2m wesentlichen scheint man bemüht gewesen zu sein, die Gewinne zu realisieren.

Die Befürchtungen, die vielfach laut geworden sind, daß die verschiedenen Inlandanleihen den Geldmarkt stärker in Anspruch nehmen wür­den, sind bisher nicht eingetreten. Im Gegen­teil hat die Flüssigkeit noch weitere Fortschritte gemacht. Tägliches Geld ist kaum noch unterzubringen, so daß sich die großen Geldnehmer starke Zurückhaltung auferlegen. So .hat z. B. die Eeehondlung nur noch Gelder in kleineren Posten zu 2 Prozent hereingenom­men. Eine Folge dieser Geldflüssigkeit dürft« auch bas starke Anwachsen der Girogelder bei der Reichsbank fein. Mangels Unterbringungs- möglichkeit ist man gezwungen, seine kurzfristigen Mittel der Reichsbank zinslos auf Girokonto zu überlassen. Die Tatsache dieser außerordent­lichen Geldflüssigkeit dürfte im weiteren Verlaus auch wieder erhöhten Einfluß auf die gesamte Börsentendenz ge vinnen. Daß unter diesen Um­ständen auch die Gerüchte von einer nahe bevor­stehenden weiteren Diskontermäßigung ter Reichs­bank nicht verstummen, liegt auf der Hand. An­zunehmen ist jedoch, daß die Reichsbank diesmal zum mindesten den Verlauf des Ultimo ab­warten wird.

Der deutsche Außenhandel im März.

Die AktivitätderdeutschenAußen- Handelsbilanz hat sich im März gegenüber dem Vormonat weiter gesteigert. Der Aus­fuhrüberschuß im März betragt ins gesamt 240 Mill. Rm., im reinen Warenverkehr 278 Mill. Rm. gegen 121 Mill. Rm. im Februar und 88 Mill. Rm. im Januar.

Die reine Wareneinfuhr im März zeigt gegenüber dem Vormonat eine weitere Ab­schwächung um 16 Mill. Rm. Die Fertigwaren­einfuhr ist um 11 Mill. Rm.. die Lebensmittel­einfuhr um 7 Mill. Rm. und die Rohstoffeinfuhr um 1 Mill. Am. zurückgegangen. Dagegen zeigt die Einfuhr an lebenden Tieren eine Zunahme um 3 Mill. Rm. Die Ausfuhr weist gegenüber dem Vormonat eine beträchtliche Zunahme, um 140 Mill. Rm.. auf. Daran sind beteiligt die Aus­fuhr an Rohstoffen und halbfertigen Waren mit 23 Mill. Rm., die Ausfuhr an Fertigwaren mit 122 Mill. Rm.. während die Ausfuhr an Lebens­mitteln eine leichte Abschwächung um 5 Mill. Am. zeigt.

'Buderus scheEisenwerkeinWetz- I a r. Das abgelaufene Geschäftsjahr 1925 ergibt bei einem Rohgewinn von 1 455 457 Rm. ein­schließlich Vortrag, der 308 441 Rm. ausmacht, einen Reingewinn von 624 325 Rm. Es wird dorgeschlagen, 5 Proz. Vorzugsdividende zu ver­teilen und den Rest von 594 325 Rm. vorzu- tragen. Die Gesellschaft, die im Jahre 1925 er­heblich unter der allgemeinen schlechten Wirt­schaftslage gelitten hat, und in ihrem Bericht auf den Wettbewerb der hochwertigen Ausland­erze hinweist, teilt mit, daß sich für das Jahr 1926 die Aussichten zu bessern scheinem

* ®ie Anleihe der Stadt Frank­furt a. M. Zur Konsolidierung eines Teiles des städtischen Anleihebedarfes hat der Magistrat sich entschlossen, den noch aus dem Jahre 1924 stammenden Plan einer 6prozentigen Frankfurter

Stadtanleihe im Betrage von 6 Mill. Goldmark nunmehr durchzuführen. Das günstigste Angebot, und zwar eine Nettoauszahlung von 82,15 Proz., hat das Konsortium der Frankfurter Bank ab­gegeben. Die Anleihe ist an die Frankfurter Bant gegeben wordem

' Peters Union A G.. Frankfurt a. Main. Die Gesellschaft beabsichtigt aus dem Reingewinn von etwa 1 020 000, Rar. 8 Prozent auf die Stamm- und 7 Prozent auf die Dorzugs- attien zu verteilen. Der Umsatz und die Ge­schäftstätigkeit werden als erhöht und gut be­zeichnet.

' Odenwülder Hartstein-Industrie 21.-®., Darmstadt. Bei einem Druttoüber- schuh von 889 155 (486 352) Reichsmark erforder­ten Derwaltungskosten 290 187 (248 420) Reichs­mark, Steuern 576 560 und Abschreibungen 216 081 (100 576) Reichsmark, so daß ein Reingewinn von 200 688 (137 355) Reichsmark verbleibt. Es wird vorgeschlagen, hieraus 6 (6) Prozent Vor­zugs- und 10 (6) Prozent Stammdividende zu verteilen. Im neuen Geschäftsjahr wird von der Belebung des Baumarktes eine weitere Steige­rung des Absatzes erwartet, genügende Aufträge sind vorhanden.

' BadischeGesellschaft für Zucker- fabrikation, Waghäusel-Mannheim. In der ordentlichen Hauptversammlung wurden die Regularien einstimmig genehmigt. Auf An­frage -«.ines Aktionärs, ob Auslandkredite in größerem Umfange ausgenommen wurden, ent­gegnete die Verwaltung, daß man nur Saison­kredite ausgenommen hab«. Der bekannte Fu­sionsvertrag mit den anderen süddeutschen Zucker­fabriken wurde einstimmig genehmigt. Wie die Verwaltung noch mitteilte, habe sich zwar der Interessengemeinschaftsvertrag bewährt, es sei je­doch die vollständige Fusion vorgeschlagen wor­den. um die Rationalisierung noch besser durch­führen zu können.

' Die Kölner Stadtanleihe geneh­migt. Der Stadt Köln ist die Genehmigung zur Aufnahme einer Inlandanleihe bis zum Be­trage von 36 Mill. Reichsmark durch Ausgabe von Schuldverschreibungen auf den Inhaber er­teilt worden. Der jährliche Zinssatz beträgt 6,5 Prozent. Die Anleihe ist nach einer Lauf­zeit von 31/? Jahren zu pari zu tilgen. Die Anleihe ist von einem Bankenkonsortium unter Führung des A. Schaaffhausenschen Bankvereins und des Bankhauses A. Levy in Köln fest über­nommen worden. Die Auflegung zur Zeichnung wird in den nächsten Tagen erfolgen.

' Eine 5-Millionen-Dollar-An- leihe Hamburgs. Der hamburgische Staat hat in Neuyork ein Darlehen in Form von Schah» antoeiJungen in einer Höhe von 5 Millionen Dollar zu 5/« Prozent auf ein Jahr ausge­nommen.

' Konzentration im Wintershall­konzern. Wie verlautet, bestehl die Absicht, im Wintershallkonzern eine durchgreifende Or- ganisationSänderung im Sinne der Vereinheit­lichung und 3ufammcnfaffung durchzuführen. Die Entwicklung geht dahin, nachdem mit allen Kon­zernwerken und der Kaliindustrie A. G. die Interessengemeinschafts- und 'Betriebs Verträge unter Dividenden- und Ausbeuteangleichung nun­mehr durchgeführt sind, die zahllosen Cinzelfirmen in Der Kaliindustrie A G. in Kassel zu vereinigen und damit ein Einbeitsunternehmen herzustellen.

Ein Auslandsauftrag für die deutsche Lokomotivindustrie. Wie dem DHD. aus London gemeldet wird, hat die Verwaltung der südafrikanischen Eisenbahnen der deutschen Industrie einen Auftrag von 20 schwe­ren Schnellzuglokomotiven erteilt

Hansa-Llohd-Werke 21.®., Bre­men. Die Verwaltung der Gesellschaft beantragt bei der o. H. 23., die jetzt auf den 17. Mat ein­berufen wird, auch die Erneuerung des am 26. Mai 1925 gefaßten, aber nicht durchgeführten Beschlusses auf Erhöhung des Grundkapitals um 2,4 Millionen Rm.

* Die Verschleppung der Eigen- tumsfreigab e°R egelung in Amerika. Wie aus Neuyork gemeldet wird, sind nun ins­gesamt vier neue Eigentumsfreigabe-Vorschläge im Repräsentantenhaus eingebracht worden. Sämtliche vier Anträge werden aber nicht ernst genommen. Die Hauptsache bleibt, daß die alte Mills-Dill an den Ausschuß zurückverwiesen wurde. Demnach besteht keine Aussicht mehr auf Erledigung der Cigentumsfrage in dieser Session.

frankfurter Börse.

Frankfurt, 24. April. Tendenz: lustlos. Die Effektenbörse erfuhr zu Wochenende bereits wieder einen Umschwung, für den sich schon am Vor­tage Anzeichen bemerkbar machten, und der in der Hauptsache auf Berliner Abgaben zurückzuführen sein dürfte, die mehr oder weniger auf das Kurs­niveau drückten. Bei der sehr geringen Widerstands­fähigkeit des Marktes und der großen Geschäfts­losigkeit überwog die Neigung zur Abschwä­ch u n g für fast sämtliche Gebiete. Nach Festsetzung der ersten Kurse konnten sich an den Hauptmärkten einige leichte Erholungen durchsetzen, die aber un­ter dem Einfluß des stagnierenden Geschäftes bald wieder abflauten. Montanwerte wiesen nur für einzelne bevorzugte Aktien etwas Umsatztätig- teit auf. Schwächer wurden: Deusch-Lur und Bu­derus je minus 1 Proz., Rheinstahl minus 1,5 Proz. Don Chemiewerten waren I. G. Farben ge­halten, der Kurs konnte infolge vereinzelter Nach­frage leicht anziehen. Elektroaktien lagen schwächer. AEG. minus 0,75, Schuckert minus 1,5 Prozent. Bankaktien blieben vernachlässigt, die Kurse bröckelten leicht ab. Für Schiffahrts- aktien bestand ebenfalls so gut wie keine Kauf- netgung. Hapag konnten sich behaupten, Nordd. Lloyd büßten 0,5 Proz. ein. Von 21 u t o a ft i e n gingen Neckarsulmer eine Kleinigkeit höher, während die übrigen Werte dieser Gruppe leicht nachgaben. Zellstoff - und Zuckeraktien neigten über­wiegend zum Nachgeben, nur Stuttgart-Zucker plus 0L Prozent. Im variablen Verkehr war das Geschäft ebenfalls klein und die Tendenz unregel­mäßig. Ueberwiegend waren auch hier Abfchwächun-

Die vielseitige Verwendung

Vorteilhaftester Bezug in großen Originalflaschen zu RM. 6.5G. Achtung auf unversehrten Plombenverschluß.

gen zu verzeichnen. Heimische Anleihen waren ohne Geschäft und weiterhin nachgebend. Von ausländischen Renten lagen Türken nied­riger. Etwas lebhafter war das Geschäft am Pfandbriefmarkt, ohne das jedoch wesent­liche Veränderungen eintraten. Der Freiver - kehr lag ruhig und schwächer. Becker Stahl 42, Becker Kohle 54, Benz 67, Brown Boveri 74, Entre­prise 10, Growag 60, Krügershall 97, Rastatter Waggon 23, Ufa 54,5, Unterfranken 74 Prozent. Der weitere Verlauf war recht still, die Kurse bröckelten auf den Hauptmärkten weiter um 0,5 vis 1 Prozent ab. Am Geldmarkt hat das Angebot zugenommen, die Sätze erfuhren erneut eine Sen­kung. Tagesgeld 4, Monatsgeld 5 bis 6,5 Prozent. Prioatdiskonten 48 bis 4j Prozent. Jnduftrieakzepte 5,5 Prozent. Im Devifenoerkehr konnten fich Paris und Brüssel leicht erholen. Paris notierte gegen London 144,65, Brüssel gegen London 136,50. Mark und Pfund sind unverändert.

Torf entarte.

Iranffurt a.Ti.|

Berlin

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5°/. TcutfdK RclchSankeih«

0.415

0.410

0,410

0,410

4°/ Deutsch? RcichSanlcihe

3'/,"/<> Deutsche 9i.id):anlctbe

0.390

0.405

0,398

0,390

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0.480

0,490

0.487

Teuiiche Svarvramienanleihe 4®/0 preußische Konsols

0,225

0,250

0.390

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0,420

1

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3'/s/n Hessen......

0,45

3% Heiicu...........

0,390

0,41

Deutsche Sertb. Dollar-Anl.

100

98

_

dio. Doll >Schav>Anweiiug.*s

**lo Honturfcn........

12.85

12,40

13

_

5% Goldmcrikaner . .

43.5

43

Berliner Handrlöqesrllschaft

Lämmer»- und Prioal-Bank

151,5

150.5

150,3*

106,75

106,8-

106,75

106.8-

Tarmsl. und 'Jlarionalbont

128

128,25

128*

Deutsche Bant

125.62

126,25

126-

Deutsche BeremSbank . . .

87

DiScomo Commandit

122,62

121,8-

122,75

122'

Metall bank. .....

93,5

9.3

Mitteldeutsche Treditbank

Oesteeretchiiche ^rebitanftalt

104

104.3-

105

105.1'

7,15

7.1

7

7,12

Westbank .......

Bochumer Satz.......

92

92,25

91,25'

Budcr.iS .........

61

60

60

_

Coro ...........

55.9

56

56 25*

Deurich-Luremburg .....

Gelsenkirchener Bergwerke.

97

98,75

95*

96,25

98,37

95'

96.25

Zarpener Bergbau . .

110,5

HO

108,3'

Kaliwerke Aschersleben....

128,5

130

131,4-

Kaliwerk Westeregem.....

133

133.5

134.25

135

Laurahütte ......

37,5

37.5

37

Cbcrbeönrf ..........

51

53,25

52,5*

Phönir Bergbau ......

Rheimiahl .......

Nie deck Montan.......

80,5

94.5

78,62*

92,5

78.25

94

78,25'

93,37-

95.5

94,5

94

Tellus Bergbau......

61

Hamburg-Amerika Paket. . .

134,75

132'

L33.75

132,5*

Norddeutscher Llovo . . .

133

131,3*

132.36

130,5*

Theramische Werke Mlbtn . .

47

_

_

Zementwerk Heidelberg . .

99

-

Pbilivri Holtmann ....

78,25

-

77

Anglo-Cont.-Guano . ...

Chemische Mayer Alapin . .

82

-

5- « ssarbcninduftric, A.-G.

148

147,3*

148

147,3'

Äoldschmidk.........

83.4

86,12

83,75

83,75

Holzverkohlung ........

SiüigerSwerke........

78,25

82,25

66,5

81

Scheideanllalt ........

111,5

-

«llg. ClektrUtlStA-Sesellschaft

104 75

104'

104.5

103,3*

Bergmann .........

Mamkrastwerke........

100

99

98,5'

96

Schurken..........

92

90,5*

91.60

90*

Siemens 4 HalSke ......

123,5

122

123,5

123'

Adlerwerke Kleger ......

57

56,5

56,5

57,15*

Daimler Motoren. ......

66,9

66

65,37-

Hcyligenkaedt .........

.30

Ui ta irin . ......

40

Motorenwerke Mannheim

54

ftranlhntcT Armaturen . .

26

Konscroensabrik Braun . .

42,25

Metallgescll chaft Frankfurt .

107,5

107,5

Del. Union L.-G.....

86

86,87

Schuhfabrik Her; ...

35

36

Sichel .........

3.87

^ellslo i Doldhos......

125,75

126

Zackcrwbnk Frankenthal . . Hucfmabrir Waoböukel

53,5

59.87

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. M.

Telegraphifche Auszahlung.

Banknoten.

23 Avril.

24 April

Amtliche Non rung

Amtliche Notierung

(«e(b

Briei

«Selb

Bnet

Amu-Nou

168.34

168.76

168.41

168,8:5

Buen.-Aires

1.730

1,707

1.696

1,700

Brss.-Antw

14,86

14.90

14,8x5

14,92.5

Christiania

90,34

90,56

90,24

91,46

Nopenhag.-n

109,78

110,06

109,84

110,12

Stockholm

112.24

112,52

112,26

112,54

HelimgforS

10.545

10,585

10,548

10,588

Italien .

16,86

16,90

16,88

16,92

London.

20,333

20,445

20.598

20,450

Oieuyork -

VariS. .

13,14

13.98

14.10

14,14

Schwei; .

81,005

81,205

80,99

81,19

Spanien

60.27

60.43

60.52

60,68

Iavan - -

1 987

1.991

1,985

1,989

-Hio de Jan

0.581

0.591

0.594

0,596

Wien in D--

Cefl- abgefl

59,165

59,305

59,17

59,31

Prag . .

12,42

12,46

12,42

12,46

Pettrad . .

7,39

7,41

7,39

7.41

Dudav:ll -

5,855

5,875

5,865

5,88.5

Bulgarien

3,05

3.06

3,045

3,055

lk'ssabon

21,355

21 405

21,375

21,425

Dancig. .

80,87

81,17

80,89

81,09

llonst NttN.

-',19

2,20

2,18

2,19

Athen

5,29

5.31

5,29

5,31

Canada. .

4,199

4,209

4.195

4.205

Uruguav

4.33

4.34

4.33

4.34

Berlin. 23 April

Meld

Brie.

Amerikanische Viole».....

4,187

4,207

Belgische Noten .......

14.83

14,91

Dänische '.Roten .......

109,5.5

110,09

Englische Noten .......

20,368

20,468

Franw'ische Noten ......

13.96

14,02

Holländische Noten ....

167,96

168,82

Italienische Noten......

16,85

16,9-J

Norwegische Noten. ...

90,37

90,83

Deuisch-Ocslerr . ä 100 Kronen

59,03

59,33

Rumänische Noten .....

1,60

1,64

schwedische Noten ...

111.94

112,50

«chweiter Noten ...

80.89

81,2-«

Soanikche No een ......

60,20

60,50

Tschechoslowakische Noten -

12,41

12 47

Ungarische Noten

5 83

5.87

Berliner

Börse.

Berlin, 24. April. Die unzuversichtliche und uiftete Tendenz, die während der ganzen letzten Woche herrschte, hat das Geschäft völlig z u m Erliegen gebracht. Die Prioatkundschaft der Banken blieb heute beiseite, und innerhalb der

Börse selbst herrschte eine Ruhe, die nicht mehr zu überbieten war. Die Spekulation zog sich nach dem Hin und Her der letzten Tage vom Geschäft zurück. Bei dieser Lustlosigkeit waren die ersten Kurse mehr ein Zusallsprodukt. Die Heilung war nicht einheit­lich, immer war ein freundlicher Unterton nicht zu verkennen. Die Flüssigkeit des Geldmark- t c s hielt unverändert an. Dem großen Angebot steht kein nennenswerter Bedarf gegenüber. Tagesgeld hörte man mit 3 bis 5 Prozent und darunter, Mo­natsgeld mit 5 bis 6 Prozent. Im Devisenoer- kehr herrschte die am Samstag Übliche Ruhe. Die westlichen Frankenvaluten waren gegen London leicht erholt, und .zwar Paris auf 144,50 und Brüste! auf 136,75. Die Diskontermäßigungen, die in eini­gen Ländern erfolgt find, blieben auf die betreffen­den Währungen ohne Einfluß.

Tücttcrvoraussattc.

Bei nördlichen bis östlichen Winden leichte Bewölkung, tagsüber etwas wärmer, ohne Niederschläge von Bedeutung.

Infolge langsamer Aufheiterung stiegen die Tagestemperaturen gestern kräf.ig an. Das Nord­see-Tief hat sich auf gefüllt, während der Druck­anstieg über ganz Deutschland weiter fortgeschrit­ten ist. Bon Westen her verlagert sich ein Gebiet hohen Drucks nach Mitteleuropa, das sich durch die Zufuhr kälterer Luft kräftigt. Da jedoch vor der Hand ein Mittelmeertief in unser Gebiet hineingreift, so stellt sich eine ausgesprochene Hochdruckwetterlage noch nicht her. Der Einfluß dieses Tiefs macht fich jedoch nur durch stärkere Wolkenbildung und verstärkte Lustbewegung be­merkbar.

Gestrige Tageslemperaturen: Maximum 14,2, Minimum 3.7 Grad Celsius. Heutige Morgen­temperatur: 5,2 Grad Celsius.

Büchertisch.

Martin Andersen Nexö. der Kopenhagener Proletariersohn, ist in Deutsch­land schon durch eine Reihe starker sozialer Ro­mane bekannt geworden. SeineBornhol- m er Novellen", die der Berliner Verlag I. H. W. Dietz Nachf. in einer schonen Aus­gabe herausbrachte, verstärken den Eindruck seiner großen Kunst. Cs sind arme Leute, einfäl­tige Leute, kindlich im Glauben und Handeln, diese Dornholrner Bauern und Fischer, karg und rauh, wie die Natur ihrer Insel, scharf ge­sehen sind ihre Schicksale von dem Dichter, der einer der ihren war. 903

Rundfunk-Programm

deS Frankfurter Senders.

(Aus der »Radio-Umschau".)

Sonntag, 25. April.

8 bis 9 Uhr: Morgenfeter, veranstaltet vom evang. Posaunenchor Fechenheim a. M. 11,30 bis 1 Uhr: Uebertragung von Kassel: Hebung der freiwilligen Sanitätskolonne Kassel auf dem Friedrichsplah: »Praktische Rettung bei Unfall und Großunglück". 12 bis 1 Uhr. Mlttagsfeier: Heinrich Heine. 2 bis 3 Uhr: Die Stunde der Jugend. (Für Kinder vom 4. Jahre ab). 3 bis 6.30 Uhr: Übertragung von der Rennbahn Frankfurt a. M.-Riederrad: Flach- und Hinder­nisrennen, veranstaltet vom Rennklub Frankfurt a. M. 6,30 bis 6,45 Uhr: Stadtmedizinalrat Dr. Keding spricht über:Der Sinn der Reichs­gesundheitswoche". 6,45 bis 7,45 Uhr: Stunde des Rhein-Mainischen Verbandes für Dolksbil» dunLg: Sagen und Märchen, vorgelesen von Frau Ria Dolland. 8,15 Uhr: Übertragung aus Leipzig: Neunte Sinfonie von Beethoven.

Montag, 26. April.

4.30 bis 5,40 Uhr: Konzert des Haus- orchesters:Gut Bayrisch!" 5,40 bis 6 Uhr: Die Lesestunde (Die Novelle):Der Schuh von der Kanzel" von Konrad Ferdinand Meyer. 6 bis 6,10 Uhr: Übertragung von Kassel: Vortrags­zyklus des Kasseler Stadtgesundheitsamtes an­läßlich der Reichsgesundheitswoche. Gewerk'ichasts- fefretär Landgrebe spricht über:Der Wert der Leibesübungen für die werktätige Bevölkerung". 6,30 bis 6,45 Uhr. Freundfchaftsarbeit unter Völkern und Kirchen", Vortrag anläßlich der Jahresversammlung der Deutschen Vereinigung des Weltbundes für internationale Freundfchafts­arbeit, gehalten von Pfarrer Lic. Wallau. 6,45 bis 7,15 Uhr: Funkhochschule Frankfurt:Charak- tergeftalten aus der Geschichte des neueren deut­schen Unternehmertums: V. Emil Rathenau auf der Höhe feines Wirkens als Organisator der elektrischen Großindustrie", Vortrag von Prof. Dr. Künhel. 7.15 bis 7,45 Uhr: Englischer Sprachunterricht. 7,45 bis 8 Uhr: Englische Lite­raturproben. vorgetragen von St'idie.rrat Olbrich. 8 bis 8,15 Uhr:Die Mainzer Stadtgesundhcits- Woche", Vortrag von Stadtmedizinaldirektor Rosenhaupt-Mainz. 8,15 bis 9,15 Uhr. Klavier­abend Michael Zadora-Wien. 9,15 bis 10,15 Uhr: Übertragung von Kassel:Musik und Musiker in der Karikatur". Anschließend bis 12 Uhr: Übertragung von Berlin: Tanzmusik der Ber­liner Funkkapelle.

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