schlechter Dienst erwiesen,
em
im ein» eien die
«en Völlerbund einzutreten, -so seien sie durch die gestrige Rede Stresemanns zerstreut worden. Der Reichsaußenminister habe durch sein Expose über die Genfer Verhandlungen gezeigt, daß sogar die noch nicht in Kraft getretenen Abkommen von Locarno den deutschen Interessen dienten, und dah Deutschland sich in der glücklichen Lage befinde, daß man in Genf seine Mitarbeit suche, ohne daß es Deutschland irgend etwas koste. Dank Locarno habe Deutschland die R ä umung der Kö lner Zone erreicht, und Präsident Hindenburg habe in Köln die Befreiung eines Teiles des Rheinlandes feiern können als Vorzeichen für die baldige Räumung des noch besetzten Gebietes. Gelegentlich seines Eintrittsgcsuchs in den Völkerbund habe Deutschland von der hierzu beauftragten Kommission das Zeugnis erhalten, daß es seine internationalen Verpflichtungen erfüllt habe. Stresemann verspreche sich für die Zukunft noch mehr fruchtbringende Resultate. Er habe seine Rede damit geschlossen, daß nur noch eine einzige auswärtige Politik in Deutschland möglich sei: die 6er (Befreiung der besetzten Gebiete.
Die „Liberte" schreibt, nichts fei natür» ucher, als daß Deutsch 1 an d danach strebe, daß der letzte französische Soldat das . Rh einland verlasse. Die vollständige Räumung sei das erste Ergebnis, das eine vernünftige deutsche Politik erreichen müsse. Stresemann gehe aber ein wenig rasch voran. Denn, wenn es auch wahr sei, daß der Sicherheitspakt und die Besatzung schlecht miteinander I vereinbar seien, so Habe doch der Sicherheitspakt durch den Genfer Mißerfolg noch nicht in Kraft treten können. Obschon er in die Wolken gebaut worden sei, habe er nicht einmal Gesetzeskraft. Stresemann würde ein wenig zuviel verlangen. wenn er den Maklerlohn beanspruche, bevor die Ware fest gekauft sei.
Aufführung noch in dieser Spielzeit zu 'erreichen' Ein unbekanntes Drama Balzacs.
-.®ine bisher noch unbekannte dramatische Dichtung Balzacs, die Komödie „Kampf der «rauen" wurde von Dr.Walter Meckauer zum erften Male ins Deutsche übersetzt und für die Dühne bearbeitet. Das Werk ist vom Intendanten Weichert zur alleinigen Uraufführung am Frankfurter Schauspielhaus angenommen worden.
Die Verhandlungen wenden sich dann der zweiten Hauptabteilung des Etats, der allgemeinen Finanzverwaltung, zu. Kap.6 (Reste aus früheren Jahren) wird mit 9147 902 Mark bewilligt. Kap. 9 (Anteil an Reichssteusrn) ift mit 28 050 000 Mark und Kap. 10 (Landessteuern ufto.) mit 50 973 000 Mark Einnahmen und 17 694 000 Mark Ausgaben in den Etat eingestellt.
Abg. Dr. Riepoth (Dtsch. Vpt.) legt nochmals den ablehnenden Standpunkt seiner Fraktion gegenüber dem Staatshaushalt dar und verlangt höhere Zuweisungen aus den Reichsüberweisungen an die hessischen Gemeinden. Insbesondere wendet er sich gegen die Kürzung des Anteils am Gv- trag der Körperschaftssteuer. An Hand von Zahlen zeigt der Redner, daß unter Erzberger die Beamten höhere Steuern bezahlen mußten als jetzt: das jetzige System sei also sozialer als das Erzbergers. Dec Redner bekämvft die Dotationspolitik und fordert finanzielle Selbständigkeit für Länder und Oe - m e * n $ e n, wodurch das Verantwortungsgefühl geftarft werde. Der Redner verlangt u. a. die Vereinfachung der Steuererhebung durch einen vereinfachten Steuerzettel. Weiter äußert er Wunsche zu verschiedenen ©teuerarten, wie Umsatzsteuer, Grunderwerbssteuer usw Die Unter» erheberstellen auf dem Lande mühten erhalten bleiben und zwar mit einer Bezahlung, die der geleisteten Arbeit entspricht. Andere Länder hatten die Sondersteuer auf den bebauten Grund- beNH herabgesetzt, während Hessen sie erhöht. Von den Ermächtigungen zu Steuermilderungen die das Gesetz gewährt, sollte doch auch Gebrauch gemacht werden. Der Staat müßte verpflichtet werden, den Fürsorgeverbänden Ersatz zu leisten für die Unterstützungen, die diese an Sozialrentner usw. bezahlen mühten, damit sie ihre Steuern entrichten könnten.
i hätten: wenn man einmal diese Frage untersuche, so werde man finden, daß das preußische Königshaus darin am besten von allen Fürstenhäusern abschneide. Der Preußische Partikularismus sei unter dem Ministerpräsidenten Braun und den anderen sozialistischen Ministern nicht geringer als zu Zeiten der Monarchie. Derartige politische Debatten hätten doch wenig Zweck. Die Großtaten Preußens müsse jeder Deutsche anerkemren.
Abg. Dr. Werner lDn.) weist auf die Anträge der Deutschnationalen hin und bestreitet, daß dadurch die Staatsaufgaben vermehrt worden sind.
Aach weiterer Debatte über die preußischen Fragen, an denen sich die Abg. Hofsinann und । Kindt beteiligten, erklärt Staatspräsident Ulrich, daß die Links- und Rechtsopposition ! das Kapitel 19 bedeutungslos zu machen suchten. Wenn er von seinem Posten zurücktrete, müßte doch ein Leiter des Staates gewählt werden Dem Abg. Galm gegenüber erklärte der Staatspräsident, daß kein politischer Gefangener aus Heften, seines Wissens, mehr in einem französischen Gefängnis fei. Werde das Kap. 19 gestrichen, so wäre der Leidtragende das besetzte Gebiet. Ferner wendet sich der Staatspräsident gegen die kommunistische Forderung, den Berliner Gesandtenposten zu streichen. Das Reichsbanner sei der Verein, dec auf dem Boden der Verfassung steht und sie verteidigt. Die Regierung werde bei jeder Gelegenheit die Fahne Schwarzrotgold flaggen, die. sich bietet Daß man Flamen für den Gesandten- I
posten nenne, sei noch keine sozialdemokratische Treiberei. Dieser Postmr des Vertreters Hessens im Reichsrat verlange neben der Qualifikation auch politische Zuverlässigkeit Mit der Annahme der Sparsamkeitsanträge der Rechtsparteien würde dem Lande ’ r
, Steuern nicht einmal so hoch: alle Steuern jedoch | zusammengefaßt stellten für öle Landwirte eine untragbare Last dar. Dieses Unmrh von Steuern und dec Steuerwirrwarr mühten zugunsten einer Vereinfachung unbedingt abgeändert werden. Die wirtschaftlich ganz untragbaren Steuern müßten abgebaut oder wo sie zu hoch wären, herabgesetzt werden. 3m Anschluß an diese Forderungen äußert auch dieser Redner zahlreiche Cinzel- wünsche zu den verschiedenen Steuerarten. Auch er hält der Sozialdemokratie entgegen, daß sie sich gerade den Wünschen der Kleinbauern widersetzt.
Rach 2 Uhr werden die Verhandlungen abgebrochen. Rächste Sitzung Mittwoch 9 Uhr.
| (Eine neue französisch - spanische Offensive?
Paris, 23. März. (WTL.) Das „Petit Four- nal" will aus Rabat erfahren haben, daß eine gemeinsame f r a n z ö s i s ch - s p a n i, ch c Offensive gegen Abd el Krim bevorsteht, I deren Einzelheiten zwischen dem spanlschen Oberkommissar und dem französischen Oberkommando vereinbart worden sei. Abd el Krim habe bereits davon Kenntnis erhalten und in Targift die Haupt- führer der Rifleute und Djeballas zusammen- berufen, um den Widerstand zu organisieren. Während des Winters seien an verschiedenen Punkten der Rifsront Schützengräben und Unterstände angelegt worden. Munition sei an der Front an ver- [ schiedenen Stellen sicher untergebracht. Man bemerke bereite starke Konzentrierungen von Rif- leuten in verschiedenen Gegenden.
Kunst und Wissenschaft.
Der Arbeitsplan der Frankfurter Bühnen.
An den städttschen Bühnen sind noch folgende Reueinstudierungen vorgesehen: Opernhaus: Anfangs April „Don Quan", anfangs Mai ?.® a J D m e“, Mitte Mai eine Operette (voraussichtlich der Opernball), im 2uni das letzte Werk des Wagnerschen Ringes „Götterdämmerung" und voraussichtlich auch noch „Orpheus in der Unterwelt" von Jacques Offenbach. — Schauspielhaus. Ende März »Christofe r“ von Dietzenschmidt. Mitte April „Brennende Erde" von Klabund, Ende April „Kadebrechts Meineid" von P. E Hahn, anfangs Mai „Othello"" von Shakespeare. und „Alles um Geld" oder ein anderes Werk von Herbert Eulenberg, Ende Mai oder anfangs Juni „21 ib elungen“ 1. Teil anfangs Juni „Garten der Jugend" von Thaddäus Rittner, Ende Juni „Leonce und Lena" von Büchner.
3m Schneesturm erfroren.
Auf dem Wege von Lischosshcim (Rhön) nach dem Dorfe Wei fach ist der 65jährige Schuh, machermeisier Erhard Weber im Schneefturm erfroren. Weber hatte sich verirrt, war wahr- scheinlici) längere Zeit umhergeirrt und ist anscheinend schließlich vor Müdigkeit zusammengebrochen. 500 Meter vor dem Dorfe wurde er jetzt als Leiche entdeckt.
f)ungerfüuffler Kornhof verhaftet.
Der bekannte Hungerkünstler Hans Kornhof der durch seine Hungerkur und seinen Zusammen' bruch semerzeit in Kassel viel Aufsehen erregte ist dieser Tage in einem Gasthause zu Kastel ver' hastet worden. Eine auswärtige Staatsanwaltschaft hatte wegen verschiedener Delikte einen Steckbrief gegen ihn erlassen. Eine umfangreiche Untersuchung zur Aufdeckung der Verfehlungen Kornhofs ist ein- gelettet.
Beleuchtung des Heidelberger Schloßhofes.
Die Stadt Heidelberg hat sich entschlossen außer den. bekannten Schloß - .und Brücken- h cLt H n 9 e u in regelmäßigen Zwischenräumen aud> Beleuchtungen des Havelberger Schloß-
l e » M veranstalten Die erste Veranstaltung finZ>et aTrt Ostersonntag, abends 31 ■Uijr, statt. ' *
3m brennenden Zimmer ums Leben gekommen.
3” Dtnslaken hatten ein 22 Zahre alter öfuöent unb ein 19 Jahre alter Kellner im
Zigaretten geraucht, wodurch ein Rnnch-^A?^ war. Infolge der starken war der Student erstickt. Der Kellner hat schwere Brandwunden erlitten.
Cm Schlafzimmer erstickt.
Arn Somttagmorgen wurde die Berliner Feuerwehr nach der Straßmannstraße gerufen
W-chmmg eines" Rötr t SWerS, der am Sonntag früh betrunken nach Hause gekommen war, in Flam- n7nhftam' ?atte wahrscheinlich die bren- n e n & e ^5 e t r o I e u m I c. m e u nt g e to o r f c n erftirft * ln ° 9€ bcr Marken Rauchentwicklung
er bitte deshalb, die Anträge der Opposition abzulehnen.
2Ebg. Scholz (D. Vp.) macht nochmals auf den parteipolitischen Charakter des Reichsbanners aufmerksam, indem er wiederum auf die Aussprüche Hörsings und Gehlers hinweist. Der Abg. Kaul habe selbst gesagt, daß die Farben Schwarzrotgold nur ein ilebergang für die rote Flagge seien. (Abg. Kaul sttnrmt zu.) Dann solle man den Rechtsparteien auch gestatten, daß sie die Farben Schwarzrotgold als ein ilebergang ansehen zu den Farben Schwarzweißrot.
Aus aller Wett.
Die Ankunft des Kreuzers „Berlin" in Kiel.
2lm ^mntagnachmittag 5 ■ ilhr traf der xreujer „Berlin" von seiner vierten Ausland- wieder im Kieler Hafen ein. Das herrliche Fruhlingswetter hatte eine große Menschenmenge an der Holtenau er Schleuse versammelt, die der „Berlin" einen freudigen Emp- fang bereitete. Matrosenabteilungen mit Musik Die Admiralität batte ensalls Lum Empfang versammelt. Rach Abiprelen einiger vaterländischer Weisen sand die offizielle Begrüßung durch den Stationschef
Dbg. Weckler (Ztr.) stellt Betrachtungen an über eine Reihe finanzieller Fragen und kommt zu dem Schluß, daß der hessische Staat nicht bankerott gehe, sondern dah ihm mir die Betriebsmittel fehlen. Dem Finanzminister fei es gelungen, eine hessische Anleihe unterzubringen; die Danken würden sicher kein Geld gegeben haben, wenn der hessische Staat vor dem Bankerott stände. Der Redner verlangt, in Heber» Mtunmunj mit einem Anträge feiner Partei, r ■ .xl c ^uernsöhne und Bauerntöchter die gleiche Steuerermäßigung gewährt wird, wie bei dem Hatten von Dienstboten. Es fei sonderbar, fo bemerkt der Redner, daß die Sozialdemokratie gegerr diesen Antrag sei, der doch nur zugunsten r fi- , , aucrn gestellt wäre. Die Sozialdemokratie behaupte immer, für die Kleinbauern ein- jutreten, bier förnie sie den Beweis liefern, indem Jte für Den Antrag stimme. Der Redner bringt zahlreiche Steuerwünsche vor.
Abg. Dr. Müller -Bbi-.) meint aetnett. .5. B. bei Kreis und Provinz
Aus -er provinzialhauptsta-t.
Gießen, den 24. März 1926.
Doch noch Stillegung der Grehener Eisenbahnwerkstätten.
r; wird, vermag die
wich dem Er- FpbrTi^n A h m>d)mQltg'?n Prüfung auf die Still« I*0ung der Bet riebs a b t eil ung Gießen öeS Eisenbahn-Ausbesserungswerks Frankfurt 3U w^Men. Z>ie Umstellung der Wert- ü-f wtrtschastliche Betriebsführung fordere eine Zusammenfassung der Arbeit- Zu Mein Zwecke muhten bestimmte, zum Arbeiä- u??un[h9 liegende Werkstätten stillgelegt mänrirMt^ ft>8taren Organismus der Städ?e Slmä&d ÄnCth-?,erZ>c hle Schließung nur burchgefuhrt werden. 3m übrigen toerbe die Deutsche Reichsbahn-Gesellschaft b?j Stillegung der Betriebsabteilung Gießen alles tjV'e wtt Der Durchführung einer solchen ..2^beiterschaft verbundenen Härten svwett wie möglich zu mildern. Die frei- toürben voraussichtlich nächsten Monate in der Dahnunterhaltung beschäftigt werden. Soweit eln^nen Fallen dies nicht angängig fein sollte toeröe dm Sur Entlassung kommenden Bedienste-
.b01} erhöhten Liebergangswerden' U6ct ochste Seit hinweggeholfen
Bismarck-Gedenkfeier.
h. Der Hessische vaterländische Block Bezirksverband Gießen, veranstaltet? am Montagabend eme B i smarckfeie i anläßlich des am 1. April wiederkehrenden Geburtstages des großen
Der Dank Hindenburgs an das Rheinland.
Berlin, 23. März. (TU.) Der Reichsvrä- 'ident hat an den Oberpräsidenten der R h e i n p r o v i n z folgendes Handschreiben gerichtet: „Zurückgekehrt nach Berlin ist es mir ein aufrichtiges Bedürfnis, Ihnen, Herr Ober- Präsident, für die überaus freundliche Aufnahme, die ich bei den Behörden, wie in allen Kreisen der Bevölkerung des befreiten rheinischen Gebietes gefunden habe, meinen herzlichsten Dank zu sagen. Ich habe aus diesem Besuch große und bleibende Eindrücke mitgenommen und aus der freudigen Begeisterung, die alle Befreiungsfeiern fo schnell beseelte, die Gewißheit gewonnen, daß das rheinische Volk aus der Not der letzten Jahre, ans feiner Liebe für Staat und Reich gestärkt und gefestigt hervor- gegangen und bestrebt ist, die Einigkeit, die in den Stunden der Gefahr alle zufammengefchloffen hat, auch in der Zukunft treu zu wahren. Ich bitte Sie, . der Bevölkerung der geräumten Zone meinen Herz- i lichsten Dank und der gesamten rheinischen Provinz meine besten Wünsche für eine baldige Ueberwindung der zur Zeit bestehenden wirtschaftlichen Röte und für ihr künftiges Wohlergehen zu übermitteln. Unser aller sehnlichster Wunsch ist, daß das gesamte Rheinland bald wieder in Freiheit mit uns vereinigt fein möge. Ein besonderes Wort des Dankes möchte ich den Führern und Beamten der Schutzpolizei sagen, deren umstchtiges und musterhaftes Verhalten ich mit be- fanderer Hochachtung anerkennen muß. Ich bitte Sie, • den beteiligten Kommandeuren und Beamten der Schutzpolizei, wie auch den städtischen Polizeiorganen meinen Dan? zur Kenntnis zu bringen."
Ebenso hat der Reichspräsident in persönlichen Schreiben dem Oberbürgermeister der Stadt Köln, dem Oberbürgermeister der Stadt Bonn, dem Rektor der rheinischen Friedrich - Wilhelm - Universität und dem O b e r b ü r g e r m e i ft e r ber Stadt Krefeld seinen herzlichsten Dank für die freundliche Aufnahme und die mannigfaltige Begrüßung, die er in diesen Stödten gesunden hat, zum Ausdruck gebracht.
Hessischer Landtag.
D a r m ft a ö t, 23. Mörz. Präsident Adelung eröffnet die Sitzung um 9.30 Uhr.
Die Beratungen des Staatsvoranschlags für 1926 werden bei Kap. 19 (Staatspräsident), 20 (Staatsverlagsfonds) und Kap. 21 (Auswärtige und Reichs- verhältniffe ufw.) fortgesetzt.
Abg. Reuter (Soz.) sucht in längeren Ausführungen zu beweisen, daß das Reichsbanner keine politische Organisation fei und verteidigt das Be- staggen der Staatsgebäude in Mainz aus Anlaß einer Reichsbannertagung, wogegen die Deutsche Volkspartei Einspruch erhoben hat. Weiter spricht der Redner über Locarno, den Völkerbund und über besondere Wünsche des besetzten Gebietes.
Abg. Galm (Komm.) hält die Aufrechterhaltung des Kapitels „Staatspräsident" nicht für notwendig, nud) die außenpolitischen Verhältnisse Hessens recht- fcrtigxen die Kosten nicht. Der Staatspräsident habe W 90 Prozent nur repräsentative Aufgaben: in der gegenwärtigen schweren Zeit wären derartige kostspielige Repräsentationen nicht zu billigen. Wenn man einen Einheitsstaat wolle, wäre es nötig, un- I nutze Staateeinrichtungen abzubauen, wie das Staaisoräsidium-, die hierfür vorgesehenen 150 000 'LRarf sollten für andere Zwecke verwendet werden. Ebenso fei d,e hessische Gesandtschaft aufzuheben und das Austragsamt für die Industrie, dieses sollten die Industriellen selbst bezahlen, für die es nut eingerichtet sei.
,Rbg. H o f s m an n (Ztr.) polemisiert gegen historische Ausführungen des Abg. Kindt. Er sucht unter Hinweis auf einen Prozeß und ein darin erstattetes Gutachten nachzuweisen daß der Große Kurfürst von Brandenburg fvanzö- fNche Politik getrieben habe, ebenso Friedrick der Große.
Abg. Kindt (SntL) erklärt, auf die historischen Ausführungen nicht antworten zu wollen sondern die Anträge seiner Partei zu verteidigen' Der Vorredner habe vergessen, daß der Große Kurfürst gegen Frankreich gekämpft habe. Aur Preußen habe Deutschland zu einem Rationalstaat gemacht. Man solle den Großen Kurfürsten und Fried- rrch den Großen nicht schmähen.
Mg. Hoffmann (Ztr.) verwahrt sich dagegen.
Abg. Dingeldey (D.Dptz) spricht ini Namen seiner politischen Freunde das lebhafte Bedauern über diese Debatte aus. Der Auffassung deS Abg. Hoffmann könne er nicht zustimmen datz der Große Kurfürst und Friedrich II. nickt deutsche, sondern französische Pslitik getrieben
T *adj einleitenden Musikstücken der Kapelle ^opp und einem Vorfpruch begrüßte Oberst f.in'hJ? t"5 btx &($e unb wies auf die Bedeu krlkrn b,er %ter- des Geburtstages Kai fer Ml^lms I., eines Mannes, der sich auch bei feinen Gegnern Achtung erworben habe PEfo?°Bnn-7^m-E^^ends sprach sodann unhTln. Z??1^? "der „Bismarck fnm.il ®r?en/ Erben Bismarcks sind wir muü nhZ'* ‘ö;F.betDU&tc Deutsche sind; dies Erbe Dis Aon UNS neu erworben werden.
Erben °Uf dem Kanzlerstuhl sind Bismarcks Erden nicht gewesen: denn in der Zeit nach 1890 wurde das große Erbe vertan. Schließlich ist es nnrPknp!?if12LU9Cnbxtf b£3 Zusammenbruchs vollends s2hünnh?ebh»n ro°irber.* St ncu erwerben, soll die aebör?de?'verbände sein. Dazu ^ort. Bstlle, sich wieder emporzurinaen nickt ^^^^^dung in trauriger Gegenwart. @XS>8 ?,bE,r «mpfen. Auch Bi-m-rcks x Cr ÄamPf zustande gekommen. 28 ISIS^.mm btU?f9 vorausgegangene Entwürfe seit Reick S 9 v>L ?as ^oße am Bismarckschen men Zuerkennung der Stamme im Rah
en bera^Ph5?,C n,d)t ZU geographischen Begrift SftünnÄl m .“aren- Die zwei bedeutendsten Lm!™ 9kU Reichs aber waren der innere Zu- fflanTp n?nA05 ^'Usetzen des einzelnen fürs und LüntenÜ"?" gewaltigen erzieherischen äußeren M^Äbdruck sand, und die Methode der aan^en bUEa) bic Deutschland mit der
Beziehungen erhielt, ohne die °Uaulalfen, di-nutweudi, Zusummenftoß fuhren mußten, wie die nach-
5 ,^orckische Zett uns beweist. Für uns besteht dic das blsmarcklfche Erbe neu zu schaffen und E hl?1"? ^lden: nicht sollen wir auf ihm aber aud) nicht mit ihm brechen, wie
T rbp H $m r Mutigen Verfassung, Hugo
iinmLTr.0 niussen zurückfinden zur An- crtennung von Führern unb zu gesundem Födera- der^en'erck/ck/ K^ensätze des Parlamentarismus, nur P?nin tehr51^r.er Iud)t aufkommen läßt und der Srnttin^ f ^uig rühmlichen Partikularismus nfinfikhp» Heraus müssen wir aus der
asmÜschenJdeeoon der Herrschaft der Waffe. Von AeuberNckk.- f,en tDU aber das Streben nach ^uberlMeit w-e es die Äeit vor dem Kriege nnterih^hf.-^ f‘lad,ften 6-ele müssen für die J"lfl9nbl,d’cn -verbände fein: Schaffung einer weft Stärkung der Stellung des Reichs- len, dann aber auch Höherfetzen des Wahl- alters, du- Jugend muß sich wieder dem Alter unter Drönen und nur ihre Führer vertrauen. Alle aber mnf|cn nur Helten, das neue, dritte Reich zu fchaft
Schlägereten zwischen Faszistengegnem in Paris.
Zwischen dem früheren Generalsekretär der ita- lieinschen Faszkstenpartei, R o s s i, der wegen seiner angeblichen Beziehungen zur Matteottiangelegen^ heit in Par, s lebt und einem ehemaligen, qleich- falte dort wohnenden kommunistischen Skntifaszisten fleltern a.u? offener Straße zu einem Wort- ( unb einer «chlägerei. Die Polizei mußte eingreifen und beide trennen. D
Absturz eines japanischen Bombenflugzeugs.
'löte das „Journal" aus Tokio meldet, ist ein ganz ans Metall gearbeitetes militärisches 'Born" b en flug o c u g ^im Sturm ab gestürzt. Drei Offiziere und der Führer würden getötet.
Ein mysteriöser Haubtiberfatl.
Hoheneiche (Kreis Eschweae) wird Seflug<tthändler. die vor einigen benachbarten Dorfe Datterode nach Muhlhansen zum Geflügeleinkauf fuh^n iS™" zwischen Diedorf und Wende--
dadurch in Schrecken versetzt, daß plötz° Scki'^ unmittelbarer Rähe zwei scharfo Schüsse abgegeben wurden. Die beiden Kuqeln sausten dem Wagenlenier dicht am Kops vor- b^. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es ^nten RaubÜbcrfall, bei oie Wegelagerer es auf das Geld der aller abgesehen hatten. Trotz
aller Rachforschungen hat man bis jetzt nock -«ne Spur von den Banditen entdecken tök-
Schnaps aus Karbolsäure.
Ehrenfeld bei Köln wurde inCb?r Eebennbrennerei ausgehoben
mtlano SL?1?8 eigErtigen ReinLV r-MMW-S-?s verseht unb außerdem zum ^färbt wurde, lieber Ant- Sdi bann wieder in das
«r.
® 'urch Köln geschafft, wo es wu?d? um^^r6°lSUTe und Farbstoff befreit SÄ’ T J afö gereinigter Trinksprit ver- jetzt sind schon 240 000 Vier gestellt, bet denen auf diese Weife die r 6Clben hinterzogen wurden. Die ^ater sind bereits zum Teil verhaftet. Weitere Verhaftungen sollen bevor st eh en.
Es folgen zahlreiche Abstimmungen über die Kapitel 19—22. Es werden angenommen Kap. 19 (Staatspräsident), L0 (Staatsoerlagsfonds), 21 (Auswärtige und Reichsverhältnisie) und 22 (Oberrech- nungskammer). Für Kap. 19 find damit bewilligt 149 976 Mk. Ausaabe, Kap. 20 88 200 Mk. Einnahme und Ausgabe, Kap. 21 24 600 Mk. Einnahme I Der „Fröhliche Weinberg" in Frankfurt und 101811 Mk. Ausgabe, Kap 22 194 000 Mk. Wie aus '
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mit gestellten Anträge des Sechserausschusses. Es werden angenommen Kap. 4 (Weingüter) mit 492 983 Mk. in Einnahme und Ausgabe, Kap. 5 (Wölfersheimer Werke) mit 2 380 016 Mk. in Einnahme und Ausgabe, Kap. 6 (Bad-Nauheim) mit 2 756162 Mk. in Einnahme und Ausgabe, Kap. 6a (Bad Salzhausen) mit 65 213 Mk. in Einnahme und Ausgabe, Kap. 7 (Landestheater) mit 1 371 300 Mk.
in Einnahme und 1860 800 Mk. in Ausgabe. Unter den weiteren Anträgen, die zu diesem Kapitel angenommen werden, ist auch der von den Abg. Dr. Büchner, Dingeldey, Bornemann und Widmann, wonach sich die Stadt Darmstadt künftig mit 45 Prozent statt 40 Prozent an den Aufwendungen des Theaters beteiligen soll.
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0 DaäeN llm 'einerseits 6 des Sxirfreitagei Bäckereien zu v< den Dediufniflei trügen und eine lung aller Lack ganj gellen herb das Dbeitsminisi fohlen, am Karfr KLliig ton ‘Bqi die Deschüstigung fingen und svM auf Antrag tagsgottesdiensts mittags an bis Arbeitszeit des < " Ein klei Üand geflern mitta triebsraume der < nah in der Schill ,1.09 Uhr alarmier 'n der ')löhe lag, i fort den Löschzuq * Stock bes\' Ji« Stammen tom
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