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Nr. 274 Drittes Statt Gießener Anzeiger tGeneral-Anzeiger für Oderhefien) Dienstag, 25. November 1926

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Wirtschaft.

Von den Schlachtviehmärkten.

An den Schlachtviehmärlten der vorigen Woche hat sich die Marktlage für alle Gattun­gen gleichmäßig um e.nen Schein günstiger ge­staltet. Die Auftriebsziffern blieben fast allgemein um eine Kleinigkeit hinter denen der Vorwoche zurück Die Preisgestaltung war bei Rindern gut behauptet, bei den übrigen Gattungen ziemlich ungleichmäßig; Schwankungen nach oben und unten hielten sich dabei etwa die Wage.

Auf den nachstehenden Märkten wurden für ein Pfund Lebendgewicht in Pfennig notiert:

Rinder

Kälber

Schate

Schweine

Berlin

22-58

44-93

36-54

72-82

Bremen

23-54

4.-80

25-52

60-77

BreSlau

19-58

50-78

30-56

64-80

Shemnitz

22-62

50-82

35-45

70-85

Dortmund

25-61

50-95

25-45

t9-81

Dresden

25-bO

58-83

27-60

68-83

Düsseldorf

25-61

50-87

65-81

Elberfeld

25-60

55-85

67-80

Essen

28-61

50-105

34-48

66-81

Frankfurt M.

20 -61

48-80

25-42

65-78

Hamburg

15-56

32-93

25-56

60-75

Hannover

20-56

40-85

20-50

60-78

Husum

IS-58

36-45

Karlsruhe

20-53

60-72

30-40

76-81

Kassel

25-55

45-68

30-40

67-83

Kiel z

17-50

20-110

24-50

49-76

Köln

20-62

50-105

30-43

62-81

Leipzig

25-57

48-87

28-53

64-82

Magdeburg

20-55

40-78

20-45

60-80

Mannheim

12-58

46-74

30-42

60-81

München

20-59

45-78

53-80

Stetttn

20-58

35-87

,18-48

67-80

Stuttgart

13-57

52-74

56-82

Zwickau

15-55

60-80

25-48

72-83

Kommunale Landesbank in Darmstadt. Dem Institut ist jetzt die Ge­nehmigung zur Ausgabe von 2 Millionen Mark Schuldverschreibungen erteilt worden, die auf Feingold basieren, mit 7 Prozent zu verzinsen und mit 1 Prozent jährlich zu tilgen sind. Die aufkommenden Mittel sind für kommunale Be­dürfnisse (Wasserleitungen, Kanalisattonen, Stra- henherstellung, Wohnungsbau ufto.) bestimmt.

Automobilwerke Adam Opel, Rüsselsheim. Die Opelwerke planen für das Jahr 1927 die Errichtung einer eigenen Metall- gieherei zur Selbsterzeugung des schwierigen Zhlindergusses und anderer Armaturen in Rot- fluf) und Leichtmetall. Damit wird eine weitere Fabrikation hinzugenommen. Der Geschäftsgang hat sich offenbar merklich gehoben, denn vom 31. Oktober bis jetzt sind 300 Mann neu eingestellt und dadurch die Belegschaft nahe an 5000 Mann herangebracht worden.

Erhöhung der Eisenbahntarife im Saargebiet? Wie verlautet, beabsichtigt die Saarregierung eine Erhöhung der Personen- und Gütertarife bis Zi/a Prozent. Diese Absicht wird in Kreisen der saarländischen Wirtschaft, besonders, da sie in krassem Gegensatz zur Fran­kenhausse steht, mit lebhafter Besorgnis betrach­tet, da sie geeignet ist, die Wirtschaftslage deS Saargebietes von neuem zu beunruhigen.

Frankfurter Börse.

Frankfurt a.M., 23.Nov. Tendenz: schwä­cher. Die Haltung der Aktienmärkte war auch heute l u st l o s und überwiegend schwächer. Bei dem gänzlichen Mangel an Knndenausträgen und bei der geringen Unternehmungslust nahm das Ge­schäft einen schleppenden Verlauf. Neue-Anregungen, die der allgemein vorherrschenden Abgabencigung hätten entgegenwirken können, lagen nicht vor, so daß eine erneute Senkung des Kurs- Niveaus eintrot, die teilweise empfindliche Ver­luste zeitigte. Im Verlaufe wurde die Stimmung etwas zuversichtlicher, die Kauflust hielt sich aber weiter in den engsten Grenzen. Der Montan- markt war stark mit Abgaben belastet. Es ver­loren: Riebeck 5,25, Rheinstahl 5, Buderus 4,5, Harpener 4, Mannesmann 3,75, Phönix 3,4, Deutfch- Lur 2,5, Gelsenkirchen 1,5, Stahlwerke 0,5 Prozent. Sehr stark gedrückt waren Rheinische Braunkohlen, die 9 Prozent einbüßten. Kaliaktien gleichfalls stärker abaeschwächt. Am Chemiemarkt be­stand für I.-G.-Farben zunächst nur wenig Inter­esse. Der Kursrückgang betrug nach der am Vor­abend erzielten Steigerung 5,25 Prozent. Später kam das Papier etwas lebhafter ins Geschäft, so daß sich der Kurs um 1,5 bis 2 Prozent erholen konnte. Goldschmidt minus 1 Prozent. Elektro- werte tendierten ebenfalls schwächer. Schuckert stark gedrückt, minus 5 Prozent, Siemens minus 3,5, AEG. minus 2,5 Prozent. Bankaktien verkehr­ten ruhig bei nachgebenden Kursen. Darmstädter minus 4,5, Commerz minus 1,5, Disconto minus 1, Dresdner minus 2, Metallbank minus 5, Mittel­deutsche Credit minus 1,5 Prozent. Schiffahrts - aktien lagen flau. Hapag minus 5, Rordlloyd minus 3 Prozent. Schantung büßten von ihrer gestrigen Steigerung 1,5 Prozent ein. Motoren­werke neigten stärker nach unten. Kleyer minus 2,75, Daimler minus 1,5, aber Hcmsa-Aoyd plus 1,25 Prozent. Zellstoff- und B a u a k t i e n überwiegend angeboten und schwächer. Aschaffen­burg minus 3,5, Waldhof minus 5 Prozent. Wayß & Freytag minus 3,3 Prozent. Süddeutsche Mucker aktien wurden von dem Tendenzum­schwung nicht betroffen und setzten ihre Steigerungen um 1 bis 2 Prozent fort. Don sonstigen Kassa- werten verloren Metallgesellschaft 3,25 Prozent. Deutsche Anleihen lagen weiterhin lustlos und abgeschwächt. Ausländische Renten eher , gehalten. Im Frei verkehr, der ohne Umsätze blieb, hörte man: Brown Boveri 155, Ufa 44 Gro- wag 70 Prozent. Der spatere Verlauf brachte keine 1

Aenderung des lustlofen Verkehrs, die Abschwächun­gen setzten sich zum Teil weiter fort. I.-G.-Farben notierten 330 Prozent. Der Geldm a-U t ist um verändert leicht. Tagesgeld 4 bis 4,5 Prozent, Mo­natsgeld 5,5 bis 7,5 Prozent, je Adresse. Privat- diskonten 4,5 Prozent, Industrieakzepte 4,90 Pro- zent. Im Deoisenverkehr neigte Paris gegen London weiter zum Nachgeben und stellte sich auf 136. Mailand dagegen fester mit 115 gegen dab Pfund. London-Kobel 4,8495. Die Reichsmark gegen Kabel 4,2125.

Börsen kutte.

Frankfurt a.M

Berlin

bd)tn Amts

t-Ur.e- Nur»

still',.'Anfang titr* ! "i-

Tatnm:

22 1!

23 11

22 11.

23 11

5*/.> Teutfdx !Rel<Wn!etbe

0.79

. 67

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♦lo Xeutfdx gieicbsanlttfx

0,7405

0.72

3Vi% 'Icutfdje dtcidiTonlcilx

0.7325

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ti.86

1 R5O?

0.85

Deutsche eparvnimienan leibt

0.46

0 45

♦le Preußische »oiriotS

<°e Hessen .

0.74

0.7205 o,72

0,70

3*/?/. Hessen ......

3°/e Hessen .........

Deutsche Sertd Dollar-Lnt.

95

_

_

bfO- Doll -Schas-Anrreisuo^

*

♦le Zoll kurten -

17.5

17,5

17.9

S/» 5o(t>nierr(aner

44

Berltnn Handelsgesellschaft Coronen- und Privat-Bank

273

276

270

193

191.5

193.25

191

Darm sc und Nanonalvank

262.5

258'

262.5

258

Deutsche Bant

183.75

183

182

Deuische VereinSdank

DiSconto i£onunanDif

175,2.5

173,5

175

173,5

Metallbau!

185

INI

177,75

182

Mitteldeutsche Kreditbank

154

152,5

152

162

Lette-reichiiche ürebitanftall

8.15

8.20

8.15

8.10

Westbant

Vochumcr <3n6.......

175 5

176 5

174

Buderus .......

14.75

111.75

115 4

112.75

tfaro .........

_

Deutsch Luremburg . . . .

176

173.5

175.75

174

Gelsenkirchener Bergwerke.

178.75

176 5

178.25

176.5

Harpeuer Bergbau

193.2.5

189

192.12

189

Raltroerte tiscderSledeu . . .

148

150

H6.5

Jtaliroerf SBeitertgdn ....

16:1.5

160

163

158

Kanrcbütte ......

86.5

87.5

85,75

Dberbebarf . ........

Pbonir Bergbau ......

Rdeinstahl .......

Mebeck Moman.......

111..5

_

112 5

in

184,75

211

186

131.5

204.5

180.75

123

211 5

184,62

132.75

205

180

TelluS Bergbau .....

98.5

Bereinigte Stahlwerke A.-G.

150|

150

150

149

Hamvurg-Lmenka Vaket. .

Norddeutscher Llovd . .

179

174

178

174

171.5

167,5

170,25

166,25

LbeeamNLe Werke Albin .

93

_

_

Zementwerk Heioelberg . .

128.5

-

_

Pdilipp Holimano ...

157.5

157

155,75

Anglo-Coni.-Guano . ...

_

110

Chemische Maper Alavin .

_

9- G ssarbenindustrie. Ä.-G. Goldschmidr.........

Holj Verkohlung........

Nütgerswerkc ........

339

14(1.1

330 HO

339.5

143,25

330,13

142

67.5

138

139,9

137,5

Lcheideanstalt ........

183

«llg. ElektrunätS-Gesellschast

165.75

162.5

164,75

161.9

Bergmann .......

165

-

164

162

Matnkraftwerke ........

108

109,75

Schuckert .........

166

,60

165.25

161.13

innen» A Halske ......

203,5

200

202

199

Sldlerwerke Kleyer ......

114,75

110.25

113.62

112

Daimler Motoren. ......

113

108,5

112,13

110

Heyligenllaedk.........

43

Uieauin............

54.25

-

57

Motorenwerke Manobetm

41,25

Frankfurter «rmaturtn . .

Konservenfabrik Braun . . .

16

55

Metallgesell chofk Frankfurt .

183.9

Pc«. Union L.-G- . . . ,

123

119.75

Schahlobrik Herz ....

65

63,5

Sichel .........

2,35

5

Zellstoff Waldvof......

233.5

-25.25

234.25

226

91.5

115

121,5

91,25

116,75

Devisenmarkt BerlinFrankfurt a. HL Telegraphische Auszahlung.

22. Novbr.

23. Nobbr.

Amtliche Noti rung

Amtliche iNolieruna

Geld

Bt-i-f

Geld

Brief

tim ft.« Oi oii

168,21

168,63

168.2:3

168,65

Buen-AireL

1,709

1,713

1,709

1.713

Brss.-Antw

58,53

58,67

68,53

68,67

Christianta

108,49

108.77

108,01

108,29

Kopenhagen

112,09

112,37

112,09

112,37

Stockholm

112,23

112,51

112,22

112,50

HEngfors

10,58

10,62

10,581

10,621

Italien. .

17,28

17,32

17,70

17,74

London.

-0.399

40,451

20,40«

20,455

Nenyork .

1.207

4,217

4,208

4,218

Paris. .

14.94

14,98

14,90

14.94

Schweiz . .

61,08

51.28

61.10

81,30

Spanien .

63,77

63.99

63,67

63,83

Japan . . .

2,067

2.071

2.067

2,071

?Bio de Fan

0.516

0.518

0.512

0.514

Dien in D- Ceft abgest

69,36

59,50

59,365

59,505

Prag ....

Belgrad .

12,459

12,499

12,459

12,499

7.42

5,892

7.44

7,422

5,892

7,442

Budapest.

5,912

5,912

Bulgarien

3.035

6,045

3,037

3,047

Lissabon

21 525

21,575

21,525

21,575

Danzig - Sonftnntin.

61,62

61.82

81.61

61,81

2,123

2.132

2,123

2,133

titben

5,22

5,24

5.23

6.25

Canada. . .

4,212

4,222

4.212

4.222

Uruguay. .

4.175

4.185

4,175

4,185

Banknoten.

Berlin, 22 Novbr

Geld

Briet

Amerikanische Note» ..... Belgische Noten ....... Tänilche Noten ....... Englilche Noten. ....... Französische Noten ...... Holländische Noten .....

Ztalienische Noten.....

Norwegische Noten. ... Deutsch-Oeftrrr., i 100 Sir neu Namänischc Noten......

Schwedische Noten ...... Schweiler Noten ...... Spanische Noten ......

lschechoslowakische Noten . . Ungarische Noreo ...

4,199 58,43

111,91 20,37 15.06

167.85 17.26

108.30 69.25

2,25 111,94

80,88 63.64 12,43 5.855

4,219 58,73

112,47 20,47 15,11

168,69 17,34

108.84

59.65

2,29 112.50 81,28 03,96 12.49 6,895

Berliner Börse.

Berlin, 23. Rov. An den Terminmärtten kam bei Festsetzung der ersten Kurse erhebliches Material heraus, das zu durchschnittlichen Kurs- rüdgänge n von 2 bis 3 Prozent führte. Sn verschiedenen Spezialwerten (Kohlen-, Bank-, Elektro- und Farben-Aktien) traten 6 i n- buhen von 4 bis 7 Prozent zutage. Auch der heimische Rentenmarkt lag schwä-

Schach-Ecke.

'.b e o i beitet von W. Ordach

Alle für die Redattion bestimmten Mittei­lungen, Lösungen ufto. sind zu richten an die Schachredaktion des ..Gießener Anzeigers".

Problem Nr. 8S.

Don D. Przepi' rlo Schwarz.

b c d r e h

8

L h

Weih.

Weiß zieht und setzt in zwei Fügen matt. Weih: 7 Steine Kgl; Dd8; Lf8; Sh8; Bc2, f7, g7. Schwarz: 9 Steine Kh6; Dg8; Tb4, bO; Lb3; Be5, g4, h5, h7

Ein selten geschickt konstruiertes Problem.

(Endspiel Nr. 24.

Weitz am Zuge, erzwingt das Remis.

Weitz: 3 Steine Ke2; Tg2; Bh5.

Schwarz: 5 Steine Ka2; Tbl; Lei; Bg7, h4

2

8

6

5

3

4

7

1

M

5

4

3

8

7

6

2

Don F. Amelung.

Schwarz.

ecket

b c d e

Weiß.

g h

'a b

g___h

Lösung des Problems Nr. 86.

Don N. Maximow.

1. Df315! ufto. Die alte IdeeAbzugs­schach gegen Abzugsschach" ist hier sehr fein wtedergegeben.

Lösung d«S Endspiels Nr. 23.

Don N. Neti.

1. Tf 1 f3, g3-g2; 2 Lb5-1i!, g2-gl D oder T; 3. Tf3-h3 matt. Anderes einfach.

Richtige Lösungen zwn Problem Nr. 86 gin­gen ein von den Herren: Obersclundar.er B. Loos, 3. Schombert, Lehrer E Si non. h'.er; O.Stumps, Garbenteich; Rek.or Echaad, Hungen; L. Krai- ling 3., Hartenrod; Ooersetundaner K. Rausch. Reiskirchen. Eine richtige Losung zum Pro­blem Nr. 85 sowie Endspiel Nr. 23 erhielten wir noch von Herrn Lehrer Simon.

Schachbrief.astrn.

3. Sch., Gießen. Ihr Lösungsversuch bei Problem Nr. 84 1. Tb5 scheitert an 1..... Sc3!.

Aus der Lchachwclt.

An dem in Berlin stattsindenden Schach­turnier beteiligen sich folgende zehn Spieler: Bogoljubow, Grünseld, Spiemtann. Rubinstein, Samisch, v. Holzhausen, Iohner, Colle. AhueS, List. Bogoljubow scheint in schlechter F^r.n zu sein; in den beiden ersten Runden gelang es ihm nur, einen halben Zähler zu erringen, und zwar gegen Ahnes; gegen Grün eld unterlag er.

Am 3. Dezember beginnt in Meran ein inter­nationales Meisterturnier.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom Nedakttonstifch.

Reparationen.

Als Frau Schmidt den dritten Lag weg war, nahm Herr Schmidt das Einhole-Netz und begab sich auf die Etrabe. Dort traf ihn ein Intimus und fragte:

»Wohin, Schmidt, mit dem Äeh?"

»Ich muh dringend ins Warenhaus! ant­wortete Herr Schmidt umwölkten Antlitzes.

»Was taufen ?"

Einen Aufwischlappen, ein Fleckenmittel, Brandsalbe, drei Korkenzieher, Porzellankitt, Leim und eine Flasche Möbellack ich koche mit nämlich mein Essen jetzt selber...

(Lust. Dl.)

Dom fröhlichen Kommiß.

In der Kaserne geht der Oberst um, zur Instruktionsstunde. Bei der darauffolgenden Be­sprechung mit den Kornpagnielührern hält er fol­gende Ansprache:Meine Herren! Die In­struktionsstunden gefallen mir nicht. Sind zu langweilig. Immer bloß vom Gewehr und vom Schießen, da schläft der beste Rekrut bei ein. Muh interessanter gemacht werden I Abwechslung! Mal 'n bitzchen allgemeine Bildung dazwischen: Sonne, Mond und Sterne!" Am nächsten Tage und an den folgenden heiht das In­struktionsthema bei allen Kompaanien: Sonne, Mond und Sterne!

Nach einer Woche geht der Oberst den gleichen Weg, und danach spricht er zu den Herren Kompagnieführern also:Ich freue mich, meine Herren, bah Eie meiner Anregung Folge Seleiftet haben. Aber eins ist mir aufgefallen: xx der 1. Kompagnie da läßt der Unteroffizier die Erde um die Sonne dreh'n, und wie ich bei der 9. Kompagnie bin, da dreht sich die Sonne um die Erde. Das geht auf keinen Fall! Meine Herren, ob sich die Sonne um die Erde dreht oder die Erde um die Sonne, ist mir ganz Wurscht aber gleichmätzig muh es sein!"

cher. Don Freigabewerten büßten B ch i s f - sahrtsaktien 6 Prozent'ein. Bon Kali- werten waren Salzdetfurth und Deutsche Kali um je 7 Prozent schwächer. Infolge dieser rück­läufigen Tendenz kam auch im späteren Ver­laufe eine nennenswerte Unternehmungslust nicht auf. Gut behauptet verkehrten nur verschiedene Maschinenfabrik-Aktien und die sog. Nebenwerte des Kassamarktes, da dieser die Steigerungen der letzten Zeit nicht mitgemacht hat. Der Geldmarkt ist unverändert flüssig. Tagesgeld 3 bis 5 Prozent, Monatsgeld 6 bis 7 Prozent. 3m Devisenverkehr unterlag Paris starken Schwankungen zwischen 133 und 135,5 gegen das Pfund. Auch Mailand verkehrte schwankend mit 117 bis 117,75 gegen London. Oslo neigte eher zur Schwäche.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M., 23. Nov. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 29,75 Mk.; Roggen, inländischer, 24,75; Sommergerste für Drauzwecke 24 bis 26,50; Hafer, inländischer, 19,50 bis 20; Mais, gelb, 19,50; Weizenmehl, inländisches, Spezial 0, 41,50 bis 41,75; Roggenmehl 35 bis 35,75; Weizenkleie 11,50; Roggenkleie 12 Mk. Tendenz: Fest.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 22. Nov. Es notierten (1000 Kilo): Weizen. märkischer, 273 bis 276 Mark; Roggen, märkischer, 226 bis' 232; Sommergerste 220 bis 250; Wintergerste 195 bis 208; Hafer, märkischer. 182 bis 190; Mais, loco Berlin, 195 bis 200; (100 Kilogramm): Weizenmehl 35,75 bis 38,75; Roggenmehl 32,75 bis 34,50; Weizenkleie 12,25; Roggenkleie 12 bis 12,25; Diktoriaerbsen 56 bis 60; Heute Speiseerbsen 32 bis 35; Futtererbsen 21 bis 24; Peluschken 20 bis 22; Ackerbohnen 21 bis 22; Wicken 23 bis 25; Lupinen, blau, 14 bis 15; Lupinen, gelb, 14,50 bis 15,50; Serradelle, neu, 22 bis 23.

Letzte Nachrichten.

Vertagung eines Mordprozesses.

F r a n k f u r t a. M., 23. Nov. (WSN. Draht- ineldung.) Dor dem hiesigen Schwurgericht stand heute die Verhandlung gegen den 29jäh- ngen Kontoristen Wilhelm Herrmann aus Offenbach a. M. wegen der b e i d en M o r d e in der Dahlmannstrahe (wo Herrmann teeret z rüd- getoiefener Liebcsanträge das 25 Jahre alte Frl. Hufnagel und unglücklicherweise auch deren Schwägerin erschoß) an. Unter den ge­ladenen Zeugen fehlte Frau Anna Huf­nagel, die sich durch die Ladung als Zeugin derart aufregte, daß sie sich gegenwärtig in nichtvernehmungsfähigem Zustande befindet. Die Fvau, die durch die Tat des Angeklagten ihre Tochter und Schwiegertochter ver­loren hat unb_ die einzige Tatzeugin ist, weilt gegenwärtig in Darmstadt, da sie nach Mitteilung ihres Sohnes die Räume in der Dahl­mannstrahe verlassen mußte, um nicht dauernd unter "dein Eindruck der traurigen Vorkommnisse zu bleiben. Kurz vor dem Aufruf der Zeugen kam es zu einer dramatischen Szene, als der junge Hufnagel, dessen Gattin auch ein Opfer dcs Angeklagten wurde, seiner (Srbitt.r. ng über die entsetzliche Tat in Zurufen gegen den Angeklagten, wieDu Schuft ufto., Ausdruck gab. Die Verhandlung wurde vertagt.

Geftyastliches.

Zahlreiche Leute überzeugen sich täglich mehr von der Beliebcheit der Wrigley p. ft. fiaubonbons. Die kleinen Päckchen mit der lüft- und staubdichten rosa Wachspapier-Packung sind überall bekannt. Man spricht dem Saugtmmi insofern einen prak­tischen Wert zu, als die Zäbne durch das Kauen gut reingehalten werden. Das Zahnfleisch wird gestrafft, durch erhöhte Speichelbildung werden Mund und Rachen erfrischt.