Einzelbild herunterladen

Btrnc genannt, zeigt allgemein vollen Behang und wurde auf den meisten Versteigerungen von den Käufern bevorzugt. Infolgedessen standen die Preise auf beachtenswerter Höhe. In ein­zelnen Dörfern bewegten sie sich zwischen 8 und 10 Mark, in andern noch darüber hiiraus, pro Zentner gerechnet. Das Abernten muhten die Käufer selbst vornehmen. Trotzdem waren die (Annahmen, mangels Materials, im Vergleich zu anderen Jahren nur gering.

ft Aus dem Seental, 22. Sept. Die Obsternte läßt in diesem Jahre hier viel zu wünschen übrig. Frühäpfel sind fast nirgends zu bekommen, ebenso fehlt der feine Tafelapfel fast vollständig. Mit dem Ertrag einiger Sorten Wirtschaftsäpfel ist cs etwas besser bestellt. Auch Virnen und etwas Zwet- schen finden sich in den geschützten Lagen. Die Dreschmaschine brummt jetzt in den Dörfern des Seentales. Der Ertrag von Stroh ist sehrgut, der Äorncrertrag im Verhältnis zur Menge der Fruchtarten bleibt hinter dem des Vorjahres st a r f zurück. Aber die Qua­lität der Frucht ist großartig. Der Ertrag der Kartoffelernte ist nicht wie voriges Jahr, jedoch zufriedenstellend. 3n höhe­ren Lagen sind die Knollen ziemlich klein ge­blieben, in den Niederungen klagt man über viele faule Kartoffeln, auch eine Folge des an­dauernden nassen Wetters im Vorsommer.

bs. Aus der Wetterau, 22. Sept. Das Jahr4926 bedeutet für die Imker ein Miß­jahr erster Ordnung. Bienenzüchter, die auf eine 40jährige Imkerschast zurückblicken, wissen sich eines so ertragarmen Jahres nicht zu entsinnen. Die feuchtkalte Frühjahrswitterung ließ die Bie- nenvölker nicht zur Entwicklung kommen, und als sic endlich volksstark waren, fehlten Sonnenschein und Wärme. Die paar Sonnentage vor der Grum­meternte brachten noch etwas Honig. Gegenwärtig ist allenthalben die Fütterung beendet, die letzten Arbeiten der Einwinterung werden besorgt. Der Honigpreis ist gestiegen. Das Pfund wird mit 1,80 Mark bezahlt.

Kreis Friedberg.

§§ Ober-Flor st adt, 22. Sept. Sie Kar­toffelernte in unserer Gemarkung ist in vollem Gange. Qualitativ fällt die Ernte befriedigend aus, quantitativ dagegen läßt sie zu wünschen übrig. Die Ursache dazu war die ungewöhnliche Hitze der Vor­tage, die eine gedeihliche Entwicklung der Kartoffeln verhinderte. Die O b st e r n t e fällt hier sehr schlecht aus. Von einer eigentlichen Ernte kann überhaupt nicht gesprochen werden, höchstens bei den Birnen, die einen mittelmäßigen Ertrag lieferten. Aepfel fallen fast ganz aus. Bei der Aepfelversteigerung der Gemeinde wurde von ganzen 3 Bäumen der Be­hang verkauft.

y. Wölfersheim, 22. Sept. In der jüngsten G e m e i n d e r a t s s i tz u n g wurde eine Anfrage der Kreisbehörde über den Grund der A b - lehnung der Uebernahme eines Teildefizits derevangelischen Landeskirche aus 1924 dahingehend beantwortet, daß die Gemeinde in 1925/26 schon für kirchliche Zwecke 5550 Mark ver­ausgabt habe und im Voranschlag für 1926 kein Betrag für diese Teilschuldentilgung vorgesehen fei.

Kreis Büdingen.

le. Bleichen b ach, 22. Sept. Dor Jahres­frist wurde vom hiesigen R a i f f e i s en v e r e i n eine Dorfbücherei gegründet. Die hat in dieser Woche eine ansehnliche Erweiterung erfahren. Beste Erzeugnisse deutschen Schrifttums sind in ihr vertreten. Äur ist eine viel regere Benutzung der Bücherei zu wünschen.

th. Leidhecken, 22. Sept. Nachdem die Jagd auf Feldhühner auf ist, wird von den Iagdpächtem eifrig das Waidwerk ausgeübt. Die Beute ist aber sehr gering, da die jungen Nebhühner durch den fruchten Sommer sehr ge­litten haben. Auch Fasanen gibt es immer weniger. Die Hasenjagd wird jedoch aller Voraussicht nach sehr gut werden.

Kreis Schotten.

& Schotten. 21. Sept. Gestern hielt die Dezirksspar lasse Schotten im Rat- Haussaal ihre diesjährige Mitgliederver­sammlung ab. Nach Weisung De8 Hess. Mi­nisteriums des Innern und der von ihm heraus- gegebenen Mustersatzung hatte sich die Kasse eine neue Satzung gegeben. Die Gemeinderäte hatten neue Vertreter ihrer Gemeinden für die Kasse gewählt, die in der Versammlung fast vollzählig erschienen waren. Nach der üblichen Begrüßung wurde in Erledigung der Tagesord­nung die vorgeprüfte Rechnung aus 1924 ange­nommen und dem Rechner Entlastung erteilt. Der Direktor erstattete dann einen eingehenden Be­richt über die allgemeine Wirtschaftslage, über die Verhältnisse der deutschen Sparkassen, den diesjährigen deutschen Sparkassentag in Augs­burg und besonders über die speziellen Verhält­nisse der eigenen Sparkasse. Der Reingewinn aus 1925 wird der Rücklage zugeschlagen, die sich auf über 31 000 Mark beläuft. Auf das an­gekaufte Sparkafsengebäude und die er­worbenen Mobilien werden Abschreibungen vor- genommen. Die Zinsen im abgelaufenen Jahr sind so niedrig wie irgend möglich gehalten worden, da es in der gegenwärtigen schweren Zeit nicht auf die Erzielung eines hohen Reingewinns an» kommt, sondern darauf, die Wirtschaft nicht noch durch hohe Zinssätze zu belasten. Eingehend wurde die Aufwertungsbilanz vorgetragen, die vorhandenen Aktiva (auf gewertete Kriegs­anleihen. Hypotheken ufto.) den Passiva (Spar­einlagen) gegenübergestellt. Es bleibt abzuwarten, in welcher Form und Weise die Aufwertung und Befriedigung der alten Spareinlagen geschieht. Der Voranschlag wurde unbeanstandet an­genommen. Die darauf vorgenommenen Wah­len erfolgten einmütig. Bürgermeister Menge! wurde zum Direktor wiedergewählt, der Dor- -ftanö seht sich ebenfalls wieder aus den seit­herigen Mitgliedern zusammen: in den Aufsichts­rat wurden Oberamtsrichter Locher, Apotheker S c r i b a - Schotten, die Bürgermeister der Gemeinden Ulfa. Rainrvd. Eschenrod. Michelbach, Rudingshain. Eichellachsen gewählt. Die Der- TammmLung beschloß, für die durch das Drand- unglück in Freienseen geschädigten Personen einen größeren Betrag zur Verfügung zu stellen. In üblicher Weise schloß sich ein Essen in der Krone an, das die Vertreter in anregender Weise zusammenhielt.

Laubach. 22. Sept. Am Sonntag fand das Preis ° Abschiehen des hiesigen Schützenvereins (Schühenmeister Kaufmann Kreiker) seinen Abschluß. Auf derEhren- schetbe" errang den ersten Preis (ein sehr feines .silbernes Besteck) Tanzlehrer Gust. Schmidt, den -weiten Preis (ein Landschaftsbild) Bäckermeister Karl P i h, den dritten Preis (einen elektrischen

Kocher) Molkereibesitzer Friedrich Wolf. Den Wanderbecher errang Kaufmann August Em­me l i u s. Eine große Plage bilden gegen- toärtig wieder die Schnaken, vornehmlich zur Nachtzeit. Die wärmere Witterung hat die un­liebsamen Insekten wieder hervorgelockt. Noch vor drei Jahrzehnten kannte man sic kaum im Vogelsberg. Jetzt treten sie auch hier in Masse auf. Gemeinsame Maßregeln zur Ver­tilgung der Plagegeister wären hier am Platze, vielleicht die Errichtung von besonderen Schna- k e n - K o m m i s s i o n e n, die sich anderivärts sehr gut bewährem

Eichels dorf. 22. Sept. In einer Sitzung des Kirchenvorstandes und der Kir­chenvertreter wurde beschlossen, das zu kirchlichen Zwecken bestimmte Vermächtnis des 'Deutsch-Amerikaners Karl Braun in Höhe von 300 Dollar zur Beschaffung einer neuen Glocke zu verwenden. Sie soll den Namen ..Braun-Glocke" führen und mit ent­sprechender Widmung versehen werden. Die neue Glocke, die eine gesprungene ersehen wird, hat ein Gewicht von etwa 9 Zentnern und wird in Apolda gegossen. Um das künftige Geläute tiefer und sttinmungsvoller zu gestalten, wird nicht mehr die alte Glocke mit ihrem Oberton erseht, sondern die neue gibt den Grundton a ab. worauf sich die kleine Terz aufbaut. Später soll das Geläute zum Dreiklang erseht werden. Die Erneuerung des Kircheninnern ist für das kommende Jahr ins Auge gefaßt, vorausgesetzt, daß sich Die Kosten auf tragbarer Höhe bewegen. Das Kreisbauamt soll gebeten werden, einen Kostenvoranschlag aufzustellen.

-8- Sichenhausen, 22. Sept. Eine Ge­meindeversammlung beschäftigte sich die­ser Tage mit der voraussichtlich am 10. Oktober hier stattfindenden Bürgermei st erwähl. In der Aussprache wurde betont, daß die jetzigen Gehälter der Gemeindebeamten durchweg zu hoch und für eine kleine Gemeinde kaum tragbar seien. Daraufhin wurde die Wiederwahl des seitherigen Bürgermeisters von einer Herabsetzung des Gehaltes ab­hängig gemacht. Nachdem eine Verminderung um 30 Prozent zugesagt wurde (die gleichzeitig auch auf alle übrigen Gemeindebeamten ausge­dehnt werden soll) wurde die Wiederwahl des jetzigen Bürgermeisters einstimmig be­schlossen.

Kreis Lauterbach.

A Lauterbach, 22.Sept. In der gestrigen Sitzung des Stadtvorstandes unter dem Vorsitz des Bürgermeisters Walz beschäftigte man sich zunächst mit der Abgabe eines Bauplatzes an den Hessischen Staat. Nach den Ausführungen des Bürgermeisters beabsichtigt der Staat, im Land verschiedene Zweifamilienhäuser zu errichten, und zwar sollen Diejenigen Gemeinden Den Vorzug erhalten, Die einen Bauplatz kostenlos zur Ver­fügung stellen. Diese unentgeltliche Abgabe wurde beschlossen. Der Landwirtschaftskam­merausschuß für die Provinz Oberhessen hält in der Zeit vom 25. bis 27. September feine diesjährige Kreisausstellung in Lauterbach ab. Er ist mit der Ditte an die Stadt herangetreten, das Anternehmen durch Stiftung von einigen Ehrenpreisen zu unterstützen. Finanz- und Baukornrnisfion schlagen vor, für Die Gruppe Acker- unD Obstbau einen Ehrenpreis im Werte von etwa 60 Mark, für Gartenbau einen solchen von 40 Mark und für Geflügel einen Ehrenpreis von etwa 20 Mark zur Verfügung zu stellen. Es wurde zu- geftimmt. Der Stadt Vorstand beschloß nach kurzer Aussprache weiter, als Tagesvergü­tung für die Feldgeschworenen 5,50 Mark vorzuschlagen. Der Radfahrerve r- e i n beabsichtigt, am 9. bzw. 10. Oktober ein Wettfahren zu veranstallen. Er bat die Stadt um Bewilligung eines Zuschusses zur Be- schafsung von Preisen. Es wurden 25 Mark bewilligt. Entsprechend den neuen Reichs­ratsbestimmungen wurde die Dergnügungs- steuerordnung dahin geändert, daß Der Höchststeuersatz für Filmvorführungen, sowie für sonstige Vergnügungen auf 20 Prozent festgesetzt wurde. Die Beschlußfassung über Einrichtung einer Müllabfuhr wurde vertagt und die Baukommission beauftragt, in einer Der nächsten Sitzungen entsprechende Vorschläge zu machen. Der Stadtvorstand hat sich in Den letzten Sitzungen wiederholt mit Der Schaffung eines neuen Diehmarktplatzes, der auch gleichzeitig als Spiel- und Sportplatz Ver­wendung finden soll, beschäftigt, und als solchen Den sog. Sandmanns ©arten am Steinweg in Aussicht genommen. Nach den Ausführungen des Bürgermeisters hat sich neuerdings Der Säge­werks besiher Wilhelm Henkel 1 bereit er­klärt, seinen früheren Zimmerplah am See der StaDt auf fünf Jahre unLünDbar zu verpachten. Es wurde hierauf beschlossen, von der geplanten Herrichtung des SanDmannS Garten als Viehmarktplatz, sowie auch als Sport- und Spielplatz vorerst Abstand zu nehmen und das von Henkel angebotene Gelände bei den künftigen Viehmärkten zu benutzen. Bezüglich der Beschaffung eines Sport- und Spielplatzes soll die Bürgermeisterei mit dem Verein für Leibes­übungen dahingehend verhandeln, daß der von diesem Verein von den Freiherrn Riedesel ge­pachtete Sportplatz an der Dirlammer Straße auch den Schulen ufto. als Spielplatz zur Ver­fügung gestellt wird. Auch mit Den Eigentümern des Platzes. Den Freiherrn Riedesel, sind ent­sprechende Verhandlungen anzubahnen. Die Frage des Diehmarkt-, sowie des Sport- und Spiel­platzes kann somit vorerst als gelöst betrachtet werden, zumal mit der Möglichkeit zu rechnen ist, daß bei der in Aussicht stehenden Feldbe- reinigung evtl, noch ein besserer Platz ausge­schieden werden kann.

S- Vom oberen Vogelsberg, 22. Sept. Auf jeder Station wird eben noch andauernd Heu verladen. Teils verkaufen die Bauern aus lleberfluß, teils aus Platzmangel. Schätzungsweise wurde mehr als das doppelte Quantum als in nor­malen Jahren verladen. So find allein auf einer Station des oberen Vogelsberges in der verhältnis­mäßig kurzen Zeit von 4 b i s 6 W o ch e n in die­sem Jahre ca. 100 Waggon Heu abgerollt. Die Fülle des Anaebots macht sich naturgemäß in den Preisen bemerkbar; sie sind andauernd im Sin­ken. Während anfänglich für gutes, unberegnetes Heu bis zu 3,20 Mk. pro Zentner bezahlt wurde, kaufen eben die Händler es für 2,50 Mk. auf. Nach beregnetem Heu ist gar keine Nachfrage. Die Kartoffelernte ist hier überall in vollem Gange. Leider bleibt der Ertrag hinter den Erwartungen weit zurück. Besonders gro­ßer Ausfall ist auf nassen ober feuchten Aeckern zu

Schach-Ecke.

Bearbeitet von W. Orbach.

Alle für die Reduktion bestimmten Mittei­lungen, Lösungen ufto. find zu richten an Die Schachredaktion des »Gießener Anzeigers".

Problem Nr. 80.

Don Hugo Fähndrich

Schwarz.

a b c d e f g h

S

8

6

Weih.

Weiß zieht unD seht in Drei Zügen matt.

Weiß: 4 Steine Ka6; Dc2; Tc6; Sc6.

Schwarz: 5 Steine Kd6; Dh7; Bc7, e7, g6.

Partie Nr. 60.

Die nachstehende recht interessante Partie wurde am 4. Juli 1926 zu Saarbrücken im Wett­kampf Saar gegen Pfalz gespielt.

Tschechisch.

Weih: Weihgerber, Saarbrücken.

Schwarz: Huffong, Ludwigshafen.

1. d2-d4 1. d7-d5

2. Sgl-f3 2. 8x8-16

3. c2-c4 3. c7-c6

4. Sbl-c3 4. e7-eb

5. e2e3 Nicht enrpfehlenswert ist an dieser Selle 5. Lg5?, wegen 5.....h6 6. LH4, dxc4 7. e3,

b5 8. a4, Lb4 mit gutem Spiele lüt Schwarz.

5. . . . 5. Sb8-d7

6. Lfl-d3 6. d5Xc4

7. Ld3xc4 7. b7-b5

8. Lc4-d3 8. a7-a6

9. 0-0 9. c6-c5

Die Theorie empfiehlt hier 9.....Lb7; der Tem­

poverlust c7 - c6 - c5 wird jedoch durch die geg­nerische Entwicklung desl-ll - d3xc4 ausgewogen.

10. Ddl-e2!

Grünseld spielte gegen Rubinstein in Meran 1924 an dieser Stelle a4l, wodurch der Weiße Damenflügel sehr schwach wurde und die Partie auch später für Grünfeld verloren ging. Der Textzug ist der Grünfeldschen Fortsetzung bei weitem vorzuziehen.

10. ...

10. Lc8-b7

11. e3-e4

11. c5xd4

12. St3xd4

12. Lf8-b4

13. Tfl-dl

13. 0-0

14. e4-e5

14. Sf6-d5

15. Sd4-f3!

15. Lb4-e7

Am das Läuferopfer auf h7 zu parieren.

16. Sc3 - e4

16. h7-h6

Diese Schwächung

ist erzwungen.

17. Se4-g3

17. Kg8-h8

18. Sg3-h5

18. Dd8-b6

19. Ld3-e4

19. Sd7 - c5

20. Le4-bi:

Ein feiner Zug, der die Drohung Dc2 in­tendiert.

20.... 20. Sd5-c7

21. Lclxhöü

Durch dieses kraftvolle Figurenopfer wird der schwarze Königsflügel, der von seinen Figuren vollends entblößt ist, vollkommen demoliert.

21. ...

22. De2-e3!

23. Sf3xg5

24. Tdl-d5

25. e5-e6!

21. g7xh6

22. Le7-g5

23. Sc7-d5

24. e6-d5

Alles fein berechnete Züge.

25. . . . 25. Ta8-e8

26. Sg5xf7+ 26. Tf8xf7

27. e6xf7 nebst folgendem Matt.

Eine von Dem jugenDlichen Führer Der weihen Steine sehr stark gespielte Partie.

Losung Des Problems Rr. 78.

Von I. Iversen.

1. Dh6-h7!, Kf3xe3 2. Tg6-g2!, Ke3-f3 oder k4 3. Dh7-e4 matt.

1...... Kf3-c2 2. Tg6-g2+, Ke2xe3 oder bei

3. Dh7-c4 oder Dnl matt. 1. . . ., d4xe3 2. D 117 h2!, e3-e2 3. Dh2 g3 matt.

Eine richtige Lösung zum Problein Nr. 77 sandte ein Herr Obersekundaner V. Loos, Gießen.

Richtige Lösungen zum Problem Nr. 78 gin­gen ein von Den Herren: Lehrer BreiDecker, Lehrer E. Simon, Gießen-, H. Nanz, Steinbach, Schulamtsanwärter O. Stumps, Garbenteich.

Echachbrieskasten.

V. L., Gießen. Sie übersehen in Problem Nr. 78, daß nach 1. Lei, Kc2 2. De3-j-?, Der Bauer d4 Die Dame schlagen kann.

H. P., Gießen. Ihre Lösung zu Nr. 79 schei­tert nach 1. b3 an 1...., e3.

Die Narrenkappe.

Splitter und Sparren vom RedakttonStisch.

And zweitens?

Der Chef sagt zum Buchhalter:

Sie gehen jetzt zu dem Lumpen, Dem Müller. Der Mensch ist mir schon seit zwei Jahren GelD schuldig; schicke ich aber zu ihm, Dann läßt sich Der Kerl nicht sprechen. Geben Sie ihm ja nicht vom Leibe, ehe Sie zumindest mit ihm geredet haben."

Der Buchhalter geht und kommt nach einer Stunde zurück.

Nun," fragt der Chef,haben Sie mit Müller gesprochen?"

Es war unmöglich, ganz unmöglich! Erstens ist Der Mann schon feit vorgestern tot

Na unD zweitens?!"

Film.

Zuerst werden Sie hundert Meter von Dem T,iger verfolgt, wissen Sie!"

Ich weiß! Aber weih es auch der Tiger?"

Dann schmeißen wir Sie von hier oben den Abhang herunter ins Wasser!"

Am Gottes willen! Herr Regisseur, ich kann ja nicht schwimmen!"

Schad nischt! Erstens mal wird das Wasser nich mit aufgenommen, und zweitens brauchen wir Sie denn auch nicht mehr!" (Lust. Dl.)

Eine furchtbare Geschichte.

Den Kindern war aufgegeben worden, ein kurzes selbsterfundenes Geschichtchen aufzuschrei­ben, und daraufhin entwirft Der kleine Pepi Die folgende schaurige Mär:Ein Lehwe, ein Diger, ein Wolf, ein Schaf, eine Gatze, ein Frosch und eine Mücke. Alle haben sie Hunger. Die Mücke wird vom Frosch gefressen, Frosch von Gatze, Gatze von Schaf, Schaf von Wolf, Wolf von Diger, Diger von Lehwe. Aus is!"

Ozeanisches.

Blau macht eine Amerika-Reise. Bei schwe­rem Seegang lehnt er, nach jeder Richtung hin gebrochen, über Der Reeling.

Der alte Kapitän geht an Dem Anglücklichen vorbei.

Lieber Herr Kapitän, ist das, was man Dort hinten sieht, schon Land?"

Nein, Herr Blau, das ist nur Horizont."

Erleichtert seufzt Blau:Nun, immer noch besser als gar nichts."

verzeichnen. Den größten Prozentsatz an kleinen oder faulen Knollen stellen Die weiß- oder gelbschaligen Kartoffeln.

Preußen.

Schwerer Autounfall einer Wetzlarer Reisegesellschaft.

WSN. Wetzlar, 22. Sept. Wie aus Dur­mersheim bei Karlsruhe gemeldet wird, erlitt das Auto einer Wetzlarer Reisegesell­schaft einen schweren Unfall, Dem Drei Menschenleben zum Opfer fielen. Während Der Fahrt, bei einer Geschwindigkeit von 80 Kilo­meter, versagte Die Steuerung unD Das Auto rannte gegen einen Kilometer- ftein. Der Fahrer ADolf Klein aus Wetzlar, so­wie Die Kaufleute Römer unD Schulz waren sofort tot. Eine Frau unD ein zwölfjähriger Knabe mürben leicht verletzt nach Dem Krankenhaus verbracht.

Kreis Wetzlar.

X Braunfels, 21. Sept. Heute nacht wurde zum zweiten Male innerhalb kurzer Zeit aus der Viehweide des Hofgutes Altenberg eine Kuh gestohlen. Die bei dem ersten Diebstahl entwendete Kuh wurde bekanntlich im Schlacht­hofe zu Gießen untergestellt und von dem Aeber- bringet nicht wieder abgeholt.

kz Garbenheim, 22. Sept. Die Ver­steigerung des Gcmeindeobstes brachte bei weitem nicht die Einnahme wie in den Vor­jahren. Aepfel hat es in so geringen Mengen gegeben, daß nur wenige Käufer befriedigt wer­den konnten. Durch Die große Nachfrage wurden die Preise erheblich in die Höhe getrieben, so daß sich ein Zentner Aepfel am Baum auf 12 bis 13 Mark stellte. Der Ertrag an Birnen war gut, doch war die Nachfrage gering, so daß unter Dem sonst üblichen Preise verkauft tourDc. Der Preis pro Zentner Birnen am Baum be­wegte sich zwisck)en 3,50 und 4 Mark.'

5 Klein-Rechtenbach, 22. Sept. Wie an dieser Stelle schon berid)tet, beabsichtigt Die hie­sige GemeinDe, ein neues Schulhaus bauen zu lassen, wozu Die Reaierung zu Koblenz einen be= DcutenDcn Zuschuß leisten roirD. Der für Diesen Zweck in Frage kommende, an Der Prooinzialstraße ge­legene Bauplatz murDe vor kurzem Durch Den Bau­rat Veit- Wetzlar unD Bürgermeister Schnei-

Der - Groß-Rechtenbach eingehenD befithtigt, wor­auf sofort Die Vermessungsarbeiten in Angriff ge­nommen mürben. Man hofft, ba Die Vorarbeiten gut ooranschreilen, baß bas Schulhaus noch in bie- sem Jahre bis zum Rohbau fertiggestellt werben kann.

00 Aus bem Kleebachtal, 22. Sept. Die Kartoffelernte ist feit einigen Tagen in vollem Gange. Der Ertrag entspricht mit Rück­sicht auf die große Trockenheit der letzten Mo­nate. durch die das Wachstum Der Knollen sehr nachteilig beeinflußt wurde, nicht den allgemeinen Erwartungen. Trotzdem kann die Ernte noch als eine gute Mittelernt e bezeichnet werden. Soweit bisher schon verkauft wurde, bewegte fick) Der Preis zwischen 3 und 4 Mk. je Zentner.

O Ebersgöns, 22. Sept. Hier starb im Alter von 42 Jahren eine Frau an den Folgen eines unbedeutenden Ge­schwür ch e n s im Gesicht, trotzdem sie sich sofort in ärztliche Behandlung begeben hatte.

Kreis Biedenkopf.

XX Königsberg, 22. Sept. Die Obst­ernte fällt auf unserer Höhe im Gegensatz zu den Ortschaften im Lahntal höchst spär- l i ch aus. Das naßkalte Frühjahr hat den Fruchtansatz verhindert. Die Kartoffeln geben eine gute Mi11elernte. sind aber infolge des fehlenden Regens im Wachstum gegen andere Jahre zurückgeblieben.

XX Rodheim a. d. Bieber, 22. Sept. Kriegerverein und Turngemeinde rüsten für nächsten Sonntag zu zwei wichtigen Vereinstagungen, die viele Gäste unserem Dorfe zuführen werden. Neben dem Ver- tretertag des Kreis - Kriegerver­st a n d e s Biedenkopf werden auf dem am Launscheidberg herrlich gelegenen Sportplatz Der Turngemeinde die Meisterschaften im Lahn-Dünsberg-Gau ausgetragen.

Kreis Marburg.

][ Marburg, 22. Sept. Am Sonntag be­ging einer der wenigen noch unter uns weilen­den Offiziere der ehemaligen k u r h e s > i - scheu Armee, Generalleutnant Exz. Ludwig v. Kaltenborn-Stachau, seinen 8 0. Ge­burtstag. Der Jubilar. Der am 11. Juni 1865 in die kurhessische Armee eintrat und am 4. Oft. desselben Jahres Offizier wurde, war später bei vielen preußischen Truppenteilen und zuletzt Senatspräsident im Reichsmilitärgericht. Seit