Lcmde und auch cm3 den benachbarten preußischen Gebieten erwartet. 3m Mittelpunkt der Soun- ^agsvevanstaltungen sieht der Lichtblldervortrag, den der bekannte Züchter Dörr- Reuenhaur über die volkswirtschaftliche Bedeutung der Geflügelzucht halten wird.
■X Dad-Bauheim, 21. 3unj. Heute vor 20 Jahren wurde die Dankeskirche. das schöne Gotteshaus unserer evangelischen Gemeinde, feierlich eingeweiht, nachdem am 26. Mar 1904 der Grundstein gelegt worden war. Ster Baumeister, Baurat Hofmann, lebt heute noch in Herborn. Heute ist Bad-Bauheim ohne Die Dcuueskirche nicht mehr zu denken. Ihr hochragender wundervoller Turm, an die Elifabethen- kirche in Marburg erinnernd, ihr herrliches, tiefes Domgelärtte zieht Blicke und Gedanken unwillkürlich himmelan. 2tn den hohen Festtagen und in der Hochsaison, wenn die Kurgäste in großer Zahl an den Gottesdiensten teilnehmen, bietet das Gotteshaus schon nicht mehr Raum genug für die Gemeinde. Gestern wurde der Gedenktag im Bornüttagsgottesdienst festlich begangen. Im Mittelpunkt der feierlichen Liturgie stand die Festpredigt. die wie vor 20 Jahren Kirchenrat Wissig hielt, der seit einiger Zeit im Ruhestand lebende hochbetagte langjährige Geistliche unserer Gemeinde. Er nannte die Kirche ein Dank- und Denk mal Gottes. .... .
$ Münzenberg, 22. Juni. Die diesiahnge Sonnen wendfeter der Turnerfugend des Mittelrheinkreises konnte den schönsten Verlauf nehmen. Am Samstagabend fanden fick zahlreiche Teilnehmer ein, die sich auf die Gaue Hessen, Rhein- Main, Rheinhessen, Main-Taunus, Offenbach-Hanau und Lahn-Dill verteilten. Dom Bahnhof ging es in stattlichem Zuge zur Burg, wo die Sonnenwend' feier stattfand. Am Sonntagfrüh führte ein Tur n- gang nach K l o st e r Arnsburg. Die Kloster- vuinc war der gegebene Ort für die erhebende I o ° hannisfeier stunde. Die zündende Rede von „Later B e n d e r", die die Liebe zur Heimat pries, war umrahmt von Geigenspiel und Gesängen der Friedberger. Die anschließende Führer- fitzung besprach die Organisatton der Fahrt zum 3. Jugendtreffen der D. T. nach H i r s ch b e r g in Schlesien. Außerdem wurde über die für September geplante Tagung in Koblenz beraten. Ein erfrischender Turngang führte dann durch das herrliche Got- tesackertal nach Lich. Auf der Hardt entwickelte sich bald ein buntbewegtes Leben, getragen von frisch-fröhlicher Stimmung. Die gemeinsamen Freiübungen, die sehr wirkungsvoll ausgeführt mürben, brachten zum Ausdruck, daß das Turnen in der Jugendbewegung der D. T. das Verbindende ist und über die Pflege der anderen Bestrebungen nicht vergessen werden darf. Als die Teilnehmer am Abend von Lich aus die für die meisten sehr weite Heimreise antraten, hörte man nur eine Stimme des Lobes über die freundliche Aufnahme, die Jung- Mittelrhein im schönen Hessengau gefunden.
§§ Ober-Flor st adt, 22. Juni. Gerade mit Sommersanfang hat die H e u e r n t e in vollem Umfange eingesetzt. Ueberall sieht man fleißige Hände sich regen, um das qualitativ und quantitativ hervorragende Futter zu mähen und einzubringen.
—Vilbel. 22. Juni. Der Stadtvor- st a n v befaÄe sich eingehend mit der R i d d a - regulierung, die seit Wochen innerhalb der Stadt und in der Gemarkung in der Richtung Donames im Gange ist. Da das Wasser infolge deS anhaltenden Regens sehr gestiegen war. muhten die Arbeiten zeitweise eingestellt werden. Die Profilerweiterung, die eigentlich am 31. Mai beendet sein sollte, hat sich sehr verzögert. Auch an dem Lauf der Ridder wird von der Landesgrenze bei Dorfelden bis zum • Engeltaler Steg eifrig gearbeitet. Die Regulierung der Wetter wird, da sie nicht so dringend erscheint, später ausgeführt. Der Stadtvorstand stimmte ferner der Autolinie Vilbel—Offenbach zu.
Kreis Büdingen.
WSR. Büdingen, 22. Juni. Einen töd-- lichenälnglücksfall erlitt ein Hanauer Spediteur am Samstag in Büdingen. Er fuhr mit seinem Lastauto einen Berg hinauf und wollte, iriirt den Wagen zu bremsen, einen Stein unter die Räder legen. Dabei kqm der Wagen -ins Rutschen und überfuhr den Mann so unglücklich, daß er schwerverletzt in das Hanauer Landkrankenhaus gebracht werden mußte, wo er bald darauf seinen schweren inneren Verletzungen erlag.
)( Ortenberg. 22. Juni. Am SamStag £ fand bei zahlreicher Beteiligung die H e u g r a s - v Versteigerung der ftädtischenWiesen £ statt. Für den Morgen wurden in geringen b Lagen 3—10 Mark, in mittleren Lagen 10—20 c Mark geboten Zurzeit wird eifrig an dem n neuen Po stamtsgebäude gearbeitet. Die u Maurerarbeiten werden von dem Daugeschäft e Karl Hofmann ausgeführt; sie sind bereits bis -- zum Grundstock gediehen. Die Pläne wurden vom fl Hochbauamt Büdingen entworfen. Außer dem c modern eingerichteten Postamt wird das Haus t zwei Wohnungen für Postbeamte und in seinem L linken Flügel zwei Dreizimmerwohnungen und t eine kleinere Wohnung im Dachstock enthalten, r Die Mittel zum Bau werden teils von der Reichspost bzw. dem Hessischen Staat der Ge- t meinde geliehen, teils werden sie von der Ge- s- meinde durch Anleihe aufgebracht. X
Aus dem Riddertal, 22. Juni. - In den vergangenen Jahren war das Heu- ' gras an Johanni zum größten Teil bereits ' gemäht, in diesem Jahr wird man infolge des j schlechten WetterS zu der Väter und Großväter 1 Sitte zurückkehren, mit dem Schnitt erst um Johanni zu beginnen. An vereinzelten Stellen hat man freilich bereits ange- sangen, hoffentlich hält das inzwischen einge- treiene bessere Wetter endlich an, sodaß die Ar« ' beiten rasch vonstattcn gehen können. Die Heuernte kann unter günstigen Umständen eine < gute Mittelernte geben. Sehr günstig ; stehen die Getreideäcker mit Ausnahme ■ des Weizens, der vom Rost befallen ist. Die Obsternte dürfte in vielen Gemeinden in diesem ‘ Jahr eine völlige Mißernte geben, und zwar gilt dies sowohl für Stein- wie für Kern- ‘ obst. Rur hier und da bringen Kirschen und Dirnen, dagegen sehr selten einzelne Apfelbäume einen Ertrag. Sehr schlecht ist auch der , Stand vieler Gärten: die Schnecken und son- : fügen Schädlinge haben stellenweise großen Schaden angerichtet, manche Gartenbesitzer können, ( obwohl sie zwei- bis dreimal Bohnen gelegt haben, an eine Ernte nicht denken.
Kreis Schotten.
10. S cho t t en, 22. Juni. Ab 16. Juni fahrt, 1 wie schon berichtet, das ällrich st einer Post- auto. das seither nur zwei Fahrten in den Vormittagsstunden ausführte, abends nochmals nach Schotten und zurück. Es wird allgemein bedauert, daß der Wagen erst nach 8 Tlhr hier ankvmmt, da um diese Zeit ferne Möglichkeit mehr besteht, mit der Dahn weiterzureisen. Käme das Auto zwischen 5 und 6 Ahr nachmittags hier an, so könnte man um 5,44 mit der Dahn nach Ridda fahren und hier noch Anschlüsse nach den verschiedensten Richtungen erreichen. Für mtt dem Fünfuhrzug von auswärts Kommende bestünde die Möglichkeit, mit dem gegen 6 nach Tllrichstein zurückkehrenden Auto in den frühen Abendstunden in den Vogelsberg zu kommen. Man will versuchen, eine entsprechende Aenderung des Autofahrplans herbeizuführen.
ld. Aus dem Vogelsberg, 22. Juni. Als in der Rachkriegszeit infolge der Er- nährungsschwiengkeiten der Landhungerder Siedler kaum zu befriedigen war, muhte im Vogelsberge, wo Ackerland zur Verteilung nicht vorhanden war, Wald geschlagen werden. Es war nicht immer möglich, nahe bei den Ortschaften liegendes, völlig ebenes und zur landwirtschaftlichen Ausnutzung g«t geeignetes Land zur Verfügung zu stellen. Trotzdem ist in den meisten Fällen das Land gerodet worden — das beim Roden gewonnene Stockholz machte die mühsame Arbeit bezahlt —, und heute kann sich das Dauernherz an dem prachtvollen Stand der Körner- und Hackfrüchte auf Siedlungsstücken erfreuen. Aber gar zu oft finden sich zwischen den tadellos bebauten Aeckern einzelne Streifen, auf denen noch keine Rodhacke Kulturarbeit leistete. Aus üppig wucherndem iln= kraut ragen gebleichte Baumstümpfe anklagend zum Himmel. Es wäre nun Zeit, säum ige Siedler entweder zur Abgabe oder zum Roden des Eiedlungslandes zu veranlassen, denn Deutschland kann kein Fleckchen ausnutzungs- fahigen Bodens brach liegen lassen. Die Forst- behörde mühte versuchen, durch Umtausch die Stücke säumiger und siedlungsmüder Inhaber von Waldboden, sofern sich nicht andere Liebhaber falben, an die Waldränder zu verlegen und zur Wiederaufforstung zu schreiten, um das
Land wieder Werte erzeugend arbeiten zu lassen. Immer mehr drängt sich dem einsichtsvollen Landbewohner die Lieberzeugung auf, daß die Bebauung von Siedlungsland, wenn es sich um Siedler ohne Zugvieh und Stalldünger handelt, nicht mehr lohnend ist und eine Wiederbewal- düng ungenügend oder gar nicht ausgenützten ehemaligen Waldbodens im Interesse unserer Vollswirtfchaft mit größter Beschleunigung durch- gesührt werden mühte. — Da die Heuernte vor der Türe steht, schritt man in den letzten Tagen trotz etwas zu kühlen Wetters vielerorts zur Schafwäsche und Schafschur. Für Wolle besteht kaum Rachsrage, denn die Zeiten sind vorüber, in denen man sich um die Wolle rih. Der Lleberschuh über den Eigenbedarf wird von den Schafzüchtern nicht mehr, wie früher, am Platze abgeseht werden können. Der geringe Woll- preis, man spricht von 1,75 bis 2 Mk., wird zur Verkleinerung, wenn nicht gar zur Abschaffung mancher Schafherden führen, denn zu solchen Preisen ist Wollerzeugung, die den Eigenbedarf überschreitet, besonders in Gemeinden, in denen das vorhandene Oedland von Rindvieh beweibet werden kann, nicht mehr lohnend.
Kreis Alsfeld.
Alsfeld, 22. Juni. Ein folgenschwerer Zusammenstoß ereignete sich heute Vormittag auf der Straße nach Lauterbach zwischen Alsfeld und Altenburg zwischen einem Auto und einem Motorrads ah rer. Beide Fahrzeuge stießen an einer scharfen, unübersichtlichen Kurve hinter dem Orte Altenburg zusammen. wobei der Motorradfahrer schwere Verletzungen am Kopf, an den Armen und am Knie erlitt, das Motorrad ging in Trümmer, während der Kühler des Autos stark beschädigt wurde. Der prakt. Arzt Dr. Kröck aus Alsfeld leistete dem Verletzten die erste ärztliche Hilfe. Die eingeteitete Llntersuchung wird festzustellen haben, wer die Schuld an dem Einfall trägt.
—.— Alsfeld, 22. Juni. Der diesjährige Prämienmarkt wird außerordentlich reich beschickt werden. Zur Preisbewertung sind bis heute bereits angemeldet: Hessisches Fleckvieh (Simmentaler Rind) 103 Dullen, davon 64 jüngere und 34 ältere, 20 Kalbinnen und Rinder, 17 jüngere und ältere Kühe: von der Vogelsberger Rasse, die in hiesiger Gegend wenig vertreten ist, sind nur etwa 10 Tiere angemeldet. Pferde sind ebenfalls in großer Zahl angemeldet, 61 Belgier-Schlages und 40 Oldenburger Warmblut. Auch die Ziegen- brämtierung wird reichhaltig fein; außer etwa 40 Alttieren sind Mutter- und Bocklämmer in großer Anzahl angemeldet. Zur Bullen- versteigerung der Landwirtschaftskammer (Simmentaler Rasse) kommen rund 100 Tiere zum Auftrieb. Die Fohlenauktion des Landespferdezuchtvereins dürste ebenfalls die Zahl Hundert, erreichen. Die Mittel zur Prämiierung werden aufgebracht von der Stadt, von der Landwirtschaftskammer und von den Zuchtvereinen.
Preußen.
Kreis Wetzlar.
• Wetzlar, 22. Juni. In den Tagen vom 7. bis 9. August feiert der 200 Mitglieder zählende Bienenzuchtverein Wetzlar sein 50jähriges Bestehen. Er verbindet mit dieser Jubelfeier eine große Dienenwirtschaftliche Ausstellung. Mit der Ausstellung verknüpft ist die Wanderversammlung des Kur- und Ober hessischen Bienenzuchtverbandes.
ch. Dorlar, 22. Juni. Die evange - lischen Iungsrauenvereine desKrei- s e s Wetzlar feierten am Sonntag in unserem Orte unter großer Anteilnahme der hiesigen Einwohnerschaft und der umliegenden Ortschaften ihr siebentes K r e i s f e st. Unter Vorantritt der Posaunenchöre zog der stattliche Festzug am Rachmittag zu dem nahe beim Dorf gelegenen Festplah. Dort wurde die Feier mit der Begrüßung durch den Ortsgeistlichen Pfarrer H e i ö e r eröffnet. Dann hielten Pfarrer S p r o e d t (Barmen), Stadtmissionar Schmidt (Wetzlar), Pfarrer Dr. Schmidt (Reiskirchen), sowie der Präses der Iungfrauenvereine Pfarrer Koch (Lützellinden) tiefgründige Ansprachen über das Hauptthema: „In Gottes Garten". Die Begleitung der gemeinsamen Lieder hatten mehrere Posaunenchöre der Umgegend übernommen, ferner trugen die Vereinigten Jung-
trauenchöre durch ihre Lieder unter Leitung ihrer Dirigentin. Frau Pfarrer Hei der (Sor- lar), wesentlich zu einem erhebenden Verlauf des Festes bei. Unsere Gemeindeglieder boten in anerkennenswerter Weise den Gästen Gelegenheit zu leiblicher Stärkung.
ch. Aus dem KreiseWetzlar, 22.Juni. Die Lokalabteilung Wetzlar deS landwirtschaftlichen Vereins für Rheinpreuhen beabsichtigt, gemeinsam mit der Kreis- bauernschaft zur Hebung der Geflügelzucht aus dem Hofgut Altenberg einen Geflügelzucht tu rsus zu veranstalten, zu dem Frauen und Mädchen aus dem Kreise Wetzlar zugelassen sind. Der Lehrgang wird Anfang Juli stattfinden, die Leitung hat Geflügelzucht- inspeftor Müller (Reuß) übernommen. Es dürste eine rege Beteiligung an dem Kursus zu erwarten fein.
"Hohensolms, 22. Juni. Don Mittwoch bis Samstag ooriger Woche fand im Bundesheim der Christ deutschen Jugend, Burg Hohensolms, eine Tagung über Jugend- und Laienspiel statt, die vom Ausschuß für Jugendpflege des Kreises Biedenkopf veranstaltet wurde und von über 40 Lehrern und Lehrerinnen des Kreises Biedenkopf besucht war. Die Tagung wurde durch den Landrat C o ß m a nm^Liedenkopf eröffnet. Nach weiteren Begrüßungsworten von Schulrat Eckhard- Biedenkopf und dem Burgwart Paul Kammer sprach der Bezirksjugendpfleyer Rektor Möller- Wiesbaden über „Die entwicklungspsychologischen Grundlagen für das Theaterspiel der Jugendlichen". Weitere Vorträge der Herren D a t e r - Biedenkopf, R ö s s i n g e r - Frankfurt und des Bezirksjugendpflegers Möller bezogen sich auf „Stoff und Methode des Laienspiels" und auf die „Technik des Sprechens und des Sprechchores". Einige Stunden des Bor- und des Nachmittags waren jeweils turnerischen Hebungen gewidmet, die Lehrer Schulz- Endbach leitete. Unter Leitung von Herrn Vater- Biedenkopf wurde von den Teilnehmern des Lehrgangs ein von ihm verfaßtes Laienspiel „Parzival" eingeübt und aufgeführt, um neben der Theorie auch die Praxis zu üben. Am Donnerstagabend spielten die Schülerinnen der Christdeutschen Heimoolkshochschule das Laienspiel „Gevatter Tod". — Gegenwärtig veranstaltet die „Vereinigung zur Ausbreitung des Evangeliums" zusammen mit der „Wichernvereinigung" im Bundesheim der Christdeutschen Jugend eine Studientagung über den Katholizismus. Es sprechen dabei Jugendpfarrer Philipps -Herdecke, Pfarrer Dr. Ohle n müller, Pastor Birnbaum vom Rauhen Haufe in Ham bürg. Den Schlußvortrag hält Pastor E n g e l k e, der Direktor des Rauen Hauses.
OberlahnLreis.
* Weilburg, 22. Juni. Das diesjährige Verb ands schieh en des Gauverbandes Hessen-Rass au des deutschen Schützenbundes findet vom 4. bis 6. Juli hier statt. Die Schützengesellschaft Weilburg trifft forgfältige Vorbereitungen für ein volles Gelingen der Veranstaltung.
Kreis Usingen.
!-! Cleeberg, 21. Juni. Die hiesige Gegend ist durch ihren Schwarzwildreichtum bekannt. Staatsförster R. Schneider gelang
Das beste Hühneraugen-Mittel ist „Cornna"' Erhältlich in Barnimerie Lotz. Bahnhofftrahe33.k«s^8s 'Xaiser&orax
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Heinrich Mack Nachf., Ulm a. D.
Der dritte Schutz.
Kriminalroman von Ole Stefani.
19. Fortsetzung. Nachdruck verboten.
„Ihnen nach!" schrie Kramer und sprang erregt von Sitze auf. „Und wenn der Wagen draufgeht: quer über das Feld!"
Da schrie das Boschhorn wieder, fünfmal stieß e» seinen Ruf in die Nacht aus.
„2)05 kenne ich!" zischte Kramer durch die Zähne. „Das ist ein Warnungssignal für jemanden!"
Molinski hielt sich krampfhaft fest, um nicht aus dem fauchenden, springenden Wagen herausgeschleu- dert zu werden. Sie schnitten ein großes Stück Weges ab und erreichten die Uferstraße zwanzig Meter hinter dem grauen Auto.
„Sie fahren viel schneller als wir!" sagte firamer nach fünf Minuten, während deren er die Entfernung genau taxiert hatte. „Der Graue läuft Diel besser! — Achtung, ich schieße!"
Er erhob den Browning. Der erste Schuß ging fehl, das Auto hatte in dem Moment unerwartet ye|d)kubert.
Aber der zweite Schuß traf das linke Hinter- pebaL Das graue Auto drehte sich ftaubaufwirbelnd im Halbkreis, einen Augenblick schien ss, als würde es »mkivpen — aber schon hatte es der Chauffeur wieder in der Gewalt, amartg es zurück und fuhr weiter. Aber er konnte die Entfernung nicht mehr halten, der Wagen schwankte unsicher in Schlangenlinien hin und her. Da stoppte er ab.
„Vorsichtig, Schulz!" schrie Kramer. „Gas weg! Langsam fahren! Bücken Sie sich, Molinski, jetzt werden sie anfangen zu schießen!"
Aber zunächst geschah nichts dergleichen. Sie näherten sich langsam, Meter für Meter.
Da flammte ein Feuer auf, unwillkürlich duckten sie sich.
Aber kein Knall wurde hörbar, die Flamme erlosch und sie sahen zu ihrer Verwunderung auf der Höhe des grauen Autos den glühenden Punkt einer Zigarette.
Ein paar Schritte vor dem Wagen sprangen sie mit erhobenem Revolver ab.
„Hände hoch!"
Der Mann auf dem Führersitz steckte die Zigarette in den Mund, dann hob er langsam beide Hände. Es war der Chauffeur Paul.
Der Wagen war leer.
Kramer und Schulz starrten ihn wie behext an. — „Wo ist Racoszy?" schrie der Anwalt.
Das Negergesicht verzog sich in breitem Grinsen.
Kramer biß sich auf die Lippen. „Die Stahlfesseln anlegen!" befahl er.
Sie legten den Chauffeur zu Stübner in dessen Auto und machten sich schleunigst an die Auswechselung des linken Hinterreifens. Das dauerte ein paar Minuten.
Kramer sagte: „Racoszy ist gar nicht mitge- fahren. Ich muß sehen, wo er geblieben ist. Schulz — kommen Sie mit dem Stübnerschen Wagen langsam nach, ich fahre mit dem grauen vor und suche den Weg ab."
„Ich komme mit", sagte Molinski.
„Meinetwegen, los!"
Sie jagten in sausender Fahrt nach der Baum- gruppe gegenüber der Insel zurück. ,
Der Mond stand hoch am Himmel und gab starkes Licht. Kramer stoppte und suchte das Gestrüpp ab. Molinski schritt mit erhobenem Browning hinter ihm her. Sie sanden niemanden. — Inzwischen war Schulz mit den Gefangenen herangekommen.
Es blieb ihnen nichts weiter übrig, als nach Bonn zurückzukehren. Kramer war mehr als einmal nahe daran, mit seinem Wagen in einem Straßengraben zu landen, so erschöpft war er, denn er hatte nahezu achtundvierzig Stunden nicht ge» schlafen.
Als Molinski das merkie, bat er, ihm die Führung abnehmen zu dürfen. Kramer warf sich auf den Sitz zurück und fiel augenblicklich in einen festen, traumlosen Schlaf, aus dem er erst erwachte, als die beiden Wagen in der Morgendämmerung in Bonn hielten, um die Gefangenen abzuliefern.
Eine Stunde später lag der Rechtsanwalt in voller Kleidung auf seinem Bett in der Villa Grete und schlief den Schlaf des Gerechten.
VII.
Um zehn Uhr morgens erwachte er, war sofort frisch und fing an, gründlich Toilette zu machen. Denn er war seit zwei Tagen nicht aus den Klei
dern gekommen. Er verwandelte den Boden seines Zimmers mit der Zeit in einen kleinen See.
Prustend und mit rotgeriebenem Gesicht erschien er am Fenster.
Er sah im Garten Schulz an einem Tisch sitzen, her Gendarmeriewachtrneister Dietzenfchmidt stand wie ein kleiner Junge vor ihm und machte ein langes, unausgeschlafenes Gesicht. Seine Stiefel waren staubbedeckt, denn von Uexbüttel nach Godesberg hat man ein tüchtiges Stück zu laufen.
„Guten Morgen!" rief Kramer herunter. „Lassen Sie mir einen dicken Kaffee machen, Schulz. Ich bin in zehn Minuten unten bei Ihnen!" —
Baid saßen sie zusammen. Kramer machte sich über das Frühstück her. Mit vollen Backen kauend, sagte er: „Also los, Schulz, rapportieren Sie!"
„Schön, Herr Rechtsanwalt. Also: unsere beiden neuen Bekannten sind heute früh nach Köln ins Untersuchungsgefängnis gebracht worden. Der Chauffeur heißt Paul Glawatsch, hat trotz seiner negroiden Schädelbildung Afrika nie gesehen, sondern ift zu Budweis in Böhmen geboren. Seine Papiere sind in Ordnung, er mar bis vor einem halben Jahr Taxameterchauffeur in Wien. Wie weit er in Racoszys Berhältnifse eingeweiht war, muß d>e Untersuchung ergeben. Es ist möglich, daß er verhättnissinäßig wenig unterrichtet ist, mit seiner Intelligenz scheint es nicht so viel zu fein wie mit seinen körperlichen Kräften.
Der andere, der Kaufmann Stübner aus Aachen, dagegen Hai es faustdick hinter den Ohren. Wir können uns trotz allem zu der Arbeit in dieser Nacht beglückwünschen." Er sog vergnügt an seiner Zigarette.
„Wollen Sie mich gefälligst nicht so auf die Folter spannen!" sagte der 'Anwalt, die Kaffeetasse am Munde. „Was ist denn los?"
„Raten Sie, was wir unter den Sitzen des grauen Autos gefunden haben! .... Zwei kilo- schwere Pakete mit gefälschten englischen Einpfund- ncten!"
„Dunnerkiel nochmal!" sagte Kramer und vergaß zu trinken.
„Stübner, der ganz zerknirscht ist. hat alles zugegeben. Wir kennen die anderen an der Fabrika- tion beteiligten Herrschaften, sie sitzen zu dieser Stunde auf unsere Radiomeldungen hin wohl schon hinter Schloß und Riegel. Er gibt ferner an, daß
Sandberg der Hauptabnehmer der Scheine war und fast ausschließlich den Vertrieb besorgte. Von der Identität Sandbergs mit Racoszy leugnen beide Gefangenen gewußt gu haben!"
„Wollen mir ihnen nicht so ohne weiteres glauben. Was haben Sie in der Angelegenheit Racoszy selbst getan?"
„Das Holzhaus bei Friesdorf ist besetzt und durchsucht. Natürlich hat man nichts gesunden. Racoszy kann vorn Standort des grauen Autos gegenüber Grafenwerlh wenigstens vis zur nächsten Bahnstation entweder zu Fuß oder per Boot gekommen fein. Er dürfte sich also noch nicht sehr weit aus dieser Gegend entfernt haben. Ich habe alle in Betracht kommenden Stellen benachrichtigt und das Signalement verteilt."
„Wenn das -nur was nützen wollte!" seufzte Kromer. „Wer weiß, wie der Mensch heute früh schon wieder ausfieht. Nur weiter!"
Schulz sagte bedächtig: „Das graue Auto jedenfalls Haden wir gekapert. — Im Gasthaus zum roten Fuchs zu Godesberg ist die ganze Obrigkeit einquartiert: Herren aus Köln und Bonn vom Gericht und ein paar Kollegen von der Kriminalpolizei. — Weiter habe ich Ihnen zu melden, daß man von Professor Oekscher bislang keine Spur aufgefunden Hai."
„Erstaunlich bei einem Mann, der so ausfällig aussah und ging."
„Allerdings sind darüber noch nicht alle Berichte eingelaufen. — Schließlich" — Schulz legte einen winzigen in Seidenpapier gewickelten Gegenstand auf den Tisch — „ist hier die Kugel, die den Sony wissarBrsntheim getötet hat. Der Arzt hat sie mir für Sie übergeben."
Stromer schob seinen Teller zurück und nahm sie mit seltsamen Gefühlen in die Hand. Er wog sie und sagte sinnend: „Ich möchte gern das tatsächliche Gewicht feststellen. — Marie!" rief er, da sie gerade durch den Garten ging. „Haben Sie eine Fein- wage hier?"
„Eine Küchenwage haben wir."
„Nein, die nützt mir nichts. Eine Brieswage ober so etwas für ganz kleines Gewicht muß es schon sein."
„Der Herr Kommissar ist immer zu Herrn Esser gegangen, wenn er etwas Feines wiegen wollte!"
(Fortsetzung folgt.)
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3n Paris i Schale aufgefpt fiinber unb (Erm unb bei bem II thoben verwend seinen „Oliver artige Verbreche artige Anstolter sonders zahlreich der Bericht der itltgtftdtt, daß i Handlungen bejud verfolgen, bei bt Uagi M. Dem ^ewahvmgrM der Verbrechers sich, sie untntge werden sogar vc ilollet, erhallen ?er „Lehrling" schule in Lands Monate lang au fefforen" in die brecherhandwerk! Verbrechen wird t)at der Schuler »entweder ollei ..Arbeit" gejefjirf Mtsay seiner $ swch weiter Am des Verbrechens “'M nach fei.
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