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Turnen, Sport und Spiel.

Fußball.

Um die deutsche Meisterschaft.

tz. Die Feststellung der einzelnen Landesmeister ist nicht mehr weit entfernt. Unsere Voraussagen in bezug auf den

Süden

des Reiches sind eingetrofsen.Bayern" München ist der große Wurf gelungen.Bayern" ist durch feinen Sieg über den Altmeister Spieloereinigung Fürth zum ersten Male süddeutscher Meister gewor­den. Ohne ein Spiel zu verlieren, mit nur einem Punktoerlust, kann man diese Leistung als wirkliche Meisterleistung bezeichnen. Fürth ist der zweite Platz nicht mehr zu nehmen und damit auch nicht die Teilnahme an den D. F. B.-Endspielen. Zweifel­haft ist noch der dritte Platz des S. F. V. Hier streiten fich Mannheim und Frankfurt um die Ehre des dritten süddeutschen Vertreters. Frankfurt spielte im vergangenen Jahre in den D. F. B.-Endspielen eine beachtliche Rolle und brachte es bis in die Schlußrunde. Durch die große Kampfkraft der F. Sp. V.er haben sie auch diesesmal noch viel Chan­cen zur Teilnahme.

In dem Zweirundensystem des

westdeutschen Spielverbandes

steht bis jetzt nur der B. V. Altenessen fest als Teil­nehmer. In dem noch ausstehenden Spiel V. f. R. Köln und Sport Kassel entscheidet es sich, ob Köln als relativ am besten stehender Verein Meister wer­den kann oder nicht. Gewinnt Köln, so ist das der Fall. Bei unentschiedenem Ausgang muß ein neues Spiel Köln gegen Altenessen die Meisterentscheidung bringen. Als Verlierer ist Altenessen in Front. Sport Kassel ist also das Zünglein an bei; Wage. In der Zweitenrunde ist Schwarz-Weih Essen nicht nur un­geschlagen, sondern auch derartig spielstark, daß es im Kampf um den dritten Platz des WSV. gegen den dritten Vertreter der Meisterrunde, also Köln oder Duisburg, erfolgreich bleiben kann.

In

Norddeutschland

stehen dieses Jahr die Chancen des Altmeisters H. S. V. nicht sonderlich auf Sieg. Holstein" Kiel, der ewige Widersacher, ist ihm zu sehr auf den Fer» fen und steht auch schon jetzt relativ einen Punkt günstiger. H. E. V. muß sich sogar seiner Haut gegen Arminia" Hannover noch sehr wehren, uni als zweiter Vertreter des Nordens nominiert zu werden. Die ruhmreiche Altona 93 hat diesmal gar keinen Erfolg zu verzeichnen, wenigstens ist ihm bis jetzt noch kein Punktgewinn gelungen. Im allgemeinen ist die Lage im N. F. V. noch ziemlich ungeklärt.

Anders ist es in

Mitteldeutschland.

Durch die Anwendung des Pokalsystems ist dort be­reits eine gewisse Klarheit geschaffen, insofern als in der Runde der Meister nur noch zwei Vereine übrig sind, die das Endspiel bestreiten. Das ist Fortuna" Leipzig und der Dresdener S. C., welch letzterer durch die Gestellung zweier Spieler (Köh­ler und Gedlich) zum Länderkampf gegen Holland besonders bekannt geworden ist. Der Unterlegene dieses Endspieles muh sich aber noch gegen den ersten der Zweitenrunde das ist entweder Preu­ßen Chemnitz oder S. C. Erfurt behaupten, um an den D. F. B.-Endspielen teilnehmen zu können.

Durch einen 4.1-Sieg über Union S. C. C. hat Berlin

seinen ^-Meister in dem Altmeister Berlins, Hertha Berliner Spott Club, ermittelt. Die Positions- kämofe haben also ihr Ende gefunden. Da als B= Meister NordenNordwest schon feststeht, ist in die­sen beiden der Berliner Meister und die beiden Z?. F- B.-Dertreter zu suchen. Da es mit der Spiel­stärke des Z-Meisters bei der Zersplitterung des Berliner Vereinswesens nicht allzu weither ist, kann man wohl nur den HerthaB. S. C.ern ein erfolg.

?reiches Mitwirken an den D. F. B.-Spielen zu­trauen.

3m Baltenverband

errang sich am letzten Sonntag der V. f. B. Königs­berg durch seinen Sieg über den Stettiner S. C. die Meisterschaft.

3m Südosten

stcht die Entscheidung zwischen Breslau 08 und Viktoria" Forst noch aus. Für den Meister und als Vertreter kommen aber diese beiden nur noch in Frage.

Die Dorrunden-Spiele des D. F. B. beginnen am 16. Mai, die erste Zwischenrunde am 30. des­selben Monats, die zweite am 6. Juni und am 13. Juni ist der große Tag des deutschen Meisters!

Spielvereinigung 1900 (Siesten.

Am Sonntag traten die Ligareserve, die Illa, und lV. Mannschaft sowie vier Jugendmannschaften zum Kampf an.

Die IHa hatte Laubach I. zu Gast und eröff­nete die Spieltätigkeit. Es entwickelte sich ein faires Spiel, das Gießen zunächst mit 1:0 in Führung sah. Durch Mißverständnisse in der einheimischen Hinter­mannschaft konnte Laubach überraschend 2 Ire fer buchen und somit bei Halbzeit mit 2:1 führen. 1900 erzielte aber m der zweiten Hälfte den wohlverdien­ten Ausgleich. Das Spiel endete somit 2:2 unent- Hieben, trotz größter Bemühungen von beiben Selten

Anschließend spielte 1900s Ligareseroe gegen den nunmehrigen Meister der B-Klasse, Spottoerein Heuchelheim. Die Heuchelheimer hatten bas Pech, 1900s Reserve in ganz vorzüglicher Form an- zutreffen. In einem wunderbaren Kombinationsspiel wurde der Heuchelheimer Widerstand allmählich zer- mürbt. Dis zur Pause gelang es den Vereinigten, dank der aufmerksamen Heuchelheimer Verteidigung', nur ein Tor zu erzielen. In der zweiten Hälfte wurden aber in unwiderstehlichem Drang nach dem Oegnetticben Heiligtum vier weitere Prachttore er­zielt. Mit einem 5:0-Sieg für Gießen verließen die Mannschaften das Feld.

Nun stellten sich 1900 IV. und Heuchelheim II. Bei Halbzeit stand das Spiel 1:0 für die Ver- einigten, die am Schluß mit 4:0 den Sieg sicher, gestellt hatten.

Die Jugendmannschaften weilten sämtlich aus- Die 1. Jugend verlor im Meisterschaftsspiel in Wetzlar gegen den Tobellenzweiten D. C. Wetz lar durch ein Unentschieden (1:1) den ersten Punkt. Robustes Spiel, vom Schiedsrichter nicht immer unterbunden, brachte mehreren Gießenern starke Verletzungen, so daß man froh war, am Schluß weniastens einen Punkt gerettet zu haben.

Die 2. Jugend 1900s scklua in Weilburg den Zahnten aus die Meisterschaft in der 2. Jugend- klasie, die beste Jugend des Fußballvereins Well- bürg mtt 6:3 Toren nach heißem Kampfe. Gießen kämpfte in der zweiten Hälfte mir mit nenn Mann.

Durch diesen Sieg dürste sich die 2. Jugend der Sp. Vgg. 1900 Gießen die Meisterschaft gesichert haben.

Die 3. und 4. Jugend der Vereinigten weilten in Daubringen. In schönen Gesellschaftsspielen gegen die körperlich weit stärkeren Daubringer siegte die 3. Jugend 2:1 und die 4. Jugend 5:0. Letztere errang damit ihren ersten Sieg.

Fußball in Hessen-Hannover.

tz.Sports" erster Sieg im WSV. Nach den übereinstimmenden Berichten war Kassel die bessere Mannschaft und siegte verdient, trotzdem sestzustellen wäre, daß Siegen das Spiel etwas leicht genommen hat. Das ist natürlich keine Entschuldigung. Man kann zu Sport das Zutrauen haben, daß es alles daransetzen wird, um das Ergebnis der westdeutschen Meisterschaft durch sein noch ausstehendes Abschnei- den gegen den V. f. R. Köln zu beeinflussen, obgleich in Hessen-Hannover die Meisterwürde nunmehr ziemlich gleichgültig sein kann.

Noch eine Entscheidung ist im Bezirk gefallen: die Frage des Aufstiegs wurde am vergangenen Sonn­tag 'in Kassel zugunsten eines Kasseler Vereins, der Iura, gelöst.Germania" Marburg, der Lahnkreis- uertreter, konnte sich gegen die spielerfahreneren Kasseler nicht durchsetzen. Betrüblich ist der Aus­gang des Ireffens (mit 5:2 für Kassel) insofern, als nun die Möglichkeit, nach dem Ausscheiden der Gie­ßener Sp. Vgg. 1900 aus der Bezirksliga, einen weiteren Ligaverein im Bezirk als Lahnkreisver- treter zu haben, genommen ist. Damit sind alle Ver­bands- und Punktespiele, soweit sie der Ermittlung des Meisters und Auf- und Abstiegsfragen der Liga im Bezirk dienten, erledigt.

Fechten.

Fechten imTurnaauHessen(D.T) I Ggw. In der lurnhalle des Turnvereins 1860 in Bad-Nauheim versammelten sich die Fechter *

der 3. Gaugruppe des Mittelrheiukleises (Gau Hes­sen) zu ihrem 1. diesjährigen Gaufechtertag. Die Beteiligung an der von Gaufechtwart N i e tz s ch (Bad-Nauheim) geleiteten Veranstaltung war sehr gut. 42 Fechter nahmen an dem S ch u l f e ch t e n teil. Fechtlehrer Karl Noll (Gießen) leitete die Ucbungen, die in Florett und leichtem Säbel aus­geführt wurden. Anschließend wurden verschiedene interessante Florett- und toäbelfämpfe gezeigt, zu denen man die vorgeschrittenen Fechter der Gruppe als Kampfrichter heranzog. Die einzelnen Gänge mußten von den mit der Wertung beauftragten Fechtern genau zerlegt werden, wie auch eine ge­naue Erklärung des Zustandekommens des Tref­fers zu geben war. Bei der Bedeutung und der Schwierigkeit des Kampfrichteramtes sind solche Kampfrichterbelehrungen nur zu be­grüßen.

Die Beratungen, die der lehrreichen Uebungs- stunde folgten, wurden von Gaufechtwart N ie tz s ch geleitet. Er gab einen Heberblick über das Fechten im Turngau Hessen, das einen erfreulichen Zuwachs zeigt. Der Gaugruppenschriftwart erstattete sodann den Kassenbericht, der einstimmige Annahme fand. Mit Bedauern wurde die Mitteilung ausgenommen, daß Nietzsch sein Amt wegen zu starker geschäftlicher Inanspruchnahme niedergelegt hat. Für ihn wurde der als tüchtiger Fechter bekannte Turner Fritz Groos vom I. ii. Spv.Marbnrg als 1. Gau- gruppenroart gewählt, dem E. K ü h n (Marburg) als Schriftwart zur Seite tritt Die Wahl des 2. ©augruppenroarts fiel auf Karl Hahn vom Tv. 1860 Bad-Nauheim. Alle Wahlen erfolgten ein­stimmig. Groos (Marburg) dankte dem seitherigen Gaugruppenvorstand für feine pflichttreue Arbeit. Beschlossen wurde, den 2. Gaufechtertag am 30. Mai in Marburg abzuhalten. Mit dieser Tagung wird das Ausscheidungsfechten der Jungmannen im, Flo­rett verbunden.

Was der Son bringt

Aus dem Turngau Hessen (D.T.)

(ßauoorturnerftunbe.

Am Sonntag, 25. April, findet in der Turn­halle des Turnvereins Gießen die zweite V o r turnerftunbe statt. Es werben barnn der Gau- turnausschuß, die Bezirksturnwarte und alle ersten Vereinsturnwarte teilnehmen. Ein reichhaltiger Uebungsstoff liegt vor, weshalb schon um 8.30 Hhr mit der Turnstunde begonnen werden muß. Unter Leitung der beiden Gauturnwarte werden die Frei­übungen für die diesjährigen Gauveranstaltungen geübt. Außerdem werden die Pflichtübungen an den Geräten für das 53. Kaukurnfest in Nidda bekanntgegeben und Gegenstand eingehender Be­lehrung und Hebung fein. Am Reck hat der zweite Gauturnwart Textor (Marburg) die Leitung, während am Barren die Bezirksturnwarte Schüler (Wetzlar) und G a ß m a n n (Marburg) und am Pferd die Bezirksturnwarte Hart­mann (Bad-Nauheim) und Bastian (Alsfeld) die Einführung übernommen haben.Die Unterweisung in den volkstümlichen Hebungen liegt in den Hän­den von Gauvolksturnwatt Luckhardt (Mar­burg) und der Bezirksturnwarte Zefchky (Schot­ten) und G ä ß l e r (Frankenbery). An die Turn­stunde schließt sich eine Kampfrichterunterweisung an. Die Veranstaltung, die unter der Oberleitung von Gauoberturnwart Will (Gießen) stehen wird, ist von besonders großer Bedeutung.

Am gleichen Tage findet in Gießen auch eine Fachsitzung der Bezirkswerte für das Volksturnen statt.

Schwimmwettkampf derTurner.

ch Im Dolksbad in Gießen treten sich am Sonn­tag die Schwimmabteilungen der Surnbereine Wetzlar und Gießen 1 846 zu einem Der- einswettkampf gegenüber. Wetzlar nach guter Arbeit in Vorjahren ein kleines Plus zuerken­nend, geht doch Gießen, das tüchtig aufkommend erscheint, nicht völlig aussichtslos in den Kampf. Ttttt keine Tieberraschung ein, dann gibt es einen knappen Sieg.

Handball in der D. T.

0 Immer näher rücken die Gndkämpse. In den Kreisgruppen, der Vorrunde, in welcher die Endkämpfer herausgeschält werden, gibt es erfahrungsgemäß sehr oft erbitterte Kämpfe. Tim die W e st d e u t s ch e Meisterschaft bewerben sich Turngemeinde Witten, Tv. Krefeld und unser Kreismeister Seckbach-Frankfurt a. M. Die beiden ersten gingen am Sonntag trotz zweimaliger Ver­längerung der Spielzeit resultatlos auseinander, so daß es noch ungewiß ist, wer zum Endspiel gegen Seckbach in Wiesbaden antritt. Im Rorden mußte Flensburg feinen Meistertitel an den Ham­burger Turnerbund abtreten. Der neue Kreis­meister muß gegen Turn- und Sportverein Span­dau seinen nächsten Gegner, und sehr wahrschein­lich auch seinen Bezwinger, finden. Der Süd- Osten sieht die Kreismeister Tv.Vorwärts" Breslau und den Sachsenmeister Leipzig-Conne- witz im Kampfe. Breslau voraussichtlicher Sieger.

G Westdeutschland bringt die Krefelder Tur­nerinnen mit der Meistermannschaft des Mittel­rheinkreisesEintracht"-Frankfurt zum Schluß­kampf. In Hamburg fällt die Entscheidung zwi­schen der Berliner Tumgenossenschast und den -^urnerinnen des T. D. Barmbeck-Tihlenhorst. Reukirch-Dreslau (Kreis 2, Schlesien) und Rück­marsdorf-Leipzig (Kreis 14, Sachsen) müssen in Leipzig ihr Glück versuchen. Alle Kämpfe sind offen, eine Voraussage sehr schwer.

Städtekampf Gietzen-Butzbach.

Die Vorbereitung für diesen Kampfabend sind zu Ende geführt. Die Verhandlungen ergeben, nach ge- nauer Hebersicht ein Programm in neun Kämpfen. Eröffnet wir der Reigen der Kämpfe durch die leich- M e Gewichtsklasse (Tütengewicht) bis 60 Pfund, a steigern sich die Gewichtsklassen bis zum Halbschwergewicht. In dieser Klasse stehen sich zwei erbitterte Gegner gegenüber, und dieser Kampf wird

Hauptstück des Abends werden. Bekanntlich Hlug Nehren (Boxoerein Gießen) seinen Gegner u C maU5 Butzbach im Vorkampf schon in der er|ten Runde knock out. Euler setzt durch hartes Training alles daran, die Scharte wieder auszu- ro®Dcn' Mach auch Nehren ist in den drei Wochen nicht müßig gewesen, und so ist in dieser Klasse ein ^atnPf 3U erwarten, der an Erbitterung und Sie- geswillen nkfjts zu wünschen übrig lassen wird. 'W schon etwas über den Ausgang zu sagen, wäre

verfrüht, allerdings kann die Eigenart beider Kämp­fer etwas beleuchtet werden. Euler, ein sehr guter Techniker, wird in der Hauptsache im Nah­kampf alles daran fetzen, um eine Entscheidung her­beizuführen. Größere Kampferfahnmg verschafft dem Butzbacher ein gewisses Plus. Nehren mit feinem harten linken wird sich mit seinen langen Vorlagen mehr auf Distanz verlegen. Alles in allem ist mit einer sehr interessanten Veranstaltung zu rechnen. Man beachte die heutige Anzeige.

V. f. B.

(-) Für Öen nächsten Sonntag hat der Spiel­ausschuß des V. f. D. einen Frankfurter Verein hierher verpflichtet. Cs ist diesmal V. f. R. 07 Olympia", gegen dessen Liga-Mannschaft die D. f. B.-Liga auf dem Waldsportplah antreten soll. Die Gäste haben sich in den Verbands­spielen von 10 einen mittleren Platz in der Ta­belle ihres Kreises gesichert, was in Anbetracht der dortigen Spielstärkeverhältnisse von acht­barem Können spricht. Ihre ruhige und vor­nehme Spielweise hat ihnen, wie die V. f. B.- Gäste der letzten Sonntage versicherten, den Ruf eingebracht, eine der fairsten Mannschaften Frankfurts zu sein.

Die Ligaersahmannschaft und die Dritte ha­ben die Erste bzw. Zweite vom Sportverein Heuchelheim zum Gegner. Die Leute aus der Vorstadt" werden sich in beiden Spielen einen knappen Sieg nicht nehmen lassen.

Spielvereinigung 1900 (Ziehen.

Am kommenden Sonntag empfängt die Sp. Vgg. 1900 den Wetzlarer Ballspielclub mit Liga- und Liga-Reserve-Mannschaft. Die Vorspiele in Wetz­lar konnte Sp. Vgg 1900 mit 4:0 und 1:0 ge­winnen. Der Ausgang der Treffen ist noch unge­wiß. Erst mit dem Schlußpfiff des Schiedsrichters dürfte der jeweilige Sieger feststehen. Außer diesen Spielen sind einige Jugendspiele und vielleicht ein Alte-Herren"-Spiel vorgesehen.

Wetzlarer Sport.

h. Auch die Wetzlarer Vereine haben das Dahntrainmg für Leichtathletik ausgenommen. Zunächst steigen noch die allsonntäglich stattsin- denden Fuhball-Privatspiele. Am kommenden Sonntag hat der F. C. Frankfurt-Oberursel Liga zu Gast. Die Handballer der Polizei fahren nach Babenhausen zum dortigen Pol. Sp. V., um die 4:11-Scharte des Vorspiels auszuwehcrn. Die Mannschaft ist derart spielstark, daß die Wetzlarer Städteelf gerade stark genug für einen solchen Gegner wäre.

Die Verbandsspiele im Arbeiter- Turn- und Sportbund

1. Klasse.

L Die Vorrunde der Derbandsspiele be­ginnt sich dem Ende zu nähern, die Spiele ge­winnen dadurch an Interesse und Spannung und bekommen naturgemäß einen stärkeren Einfluß auf die Gestaltung der Reihenfolge der Mann­schaften. So treffen sich am Sonntag in Wieseck Gießen und Wieseck zu einem Spiel, das große Anziehungskraft ausüben wird. Wieseck wird sich bemühen wollen, seine alte Position zurückzuerobern, während Gießen den Meister­titel sich behalten will. Die Aussichten neigen sich mehr nach der Seite Gießens, wobei es aber Wieseck als vollwertigen Gegner in Rechnung stellen muh. Daß Wieseck bemüht ist, sich immer mehr durchzusehen, beweisen die seitherigen Spiele, von denen noch keines verloren ging.

Heuchelheim, bis jetzt einziger Besieger Gießens, steht mit Gießen infolge zweier unent­schiedener Spiele punktgleich. Im Spiel gegen Raunheim dürste es Sieger bleiben, muß aber von vornherein die nicht gerade günstigen Plahverhaltnifse m Rechnung stellen. Ob hohe Resultate erzielt werden, hängt ganz von den Tlmständen ab, Raunheim wird sich dagegen wehren.

Ein spannendes Spiel kommt in Alsfeld zwi- toen Wetzlar und Alsfeld zum Austtag. Beide sind Mannschaften von gleichem Können so daß für den Sieger kein hohes Resultat zu erhoff«i ist. Wer Sieger wird, läßt fich schwer Vorhersagen, es ist möglich, daß hier der Glück­lichere gewinnt.

Ebenso interessant dürfte das Spiel in Mar- burg zwischen Lollar und Marburg wer­den. Wenn Marburg nicht versteht, den Vorteil |

des eigenen Platzes geschickt auszunuhen, kann es passieren, daß es sich bei der Durchschlagskraft des Lollarer Sturms eine Riederlage holt, wobei nicht gesagt sein soll, daß Lollar die Punkte schon sicher im Trocknen hat.

2. Klasse.

In Blasbach treffen sich zwei Reulinge: B l a s b a ch I und Fronhausen I. Den seit­herigen Resultaten nach müßte Fronhausen Sie­ger bleiben. Die zweite Alsfelds hat R o d h e i m I zum Cegner. Wenn letztere Mann­schaft am vergangenen Sonntag auch Leun schlagen konnte, so dürfte sich dies hier wohl schwerlich wiederholen. Die Gießener 2a« Mannschaft bat zum Spiel gegen Leun I an­zutreten. Beide Mannschaften zählten am Sonn­tag zu den Verlierern, Leun dürfte die meisten Aussichten haben, von dem Verlust etwas aus­zuholen.

Jugend-Klasse.

Auch die Jugend tritt am Sonntag mit acht Mannschaften auf den Plan: In Raunheim treffen sich Raunheim und Heuchelheim, letzteres dürfte der Gewinner sein. - 'Einen leich­ten und vielleicht auch hohen Sieg dürfte Wetz­lars 1. Jugend gegen Blasbachs Jugend erringen, der Ausgang ist nicht zweifelhaft. Wiesecks Rachwucys tritt in Wetzlar gegen die neue zweite Iugendmannschaft Wetzlars an. Die Mannschaft ist zwar neu und noch un­bekannt, aber jedenfalls wird Wieseck seinen seitherigen Erfolgen einen weiteren beifügen. Ein Spiel von unbestimmtem Ausgang findet zwischen Marburg und Lollar in Marburg statt. Beide Mannschaften sind noch in der Ent­wicklung begriffen, ein festes System hat sich noch nicht herausgebildet.

Die Leichtathleten

geben sich am Sonntagnachmittag ihr erstes Stell- dichein in H e u ch e l h e i m , wo der dortige Verein bezirksoffene Wettkämpfe veranstaltet. Vorgesehen sind Mannschaftskämpfe in Hochsprung, Weitsprung, Schleuderball, 100-Meter-Lauf, 3000-Meter-Lauf, Stafettenläufe usw. für Sportler und Sportlerinnen. Nach den zahlreich eingegangenen Meldungen zu urteilen, sind außerordentlich scharfe und spannende Endkämpfe zu erwarten, die ihre Anziehungskraft schon allein aus dem Grunde ausüben werden, weit wir am Anfang der Leichtathletiksaison stehen, und diese Wettkämpfe eine immer größere Anhänger­schaft gewinnen.

Die Turnerinnen

treffen sich am Sonntagnachmittag ebenfalls in Heuchelheim zu einer Bezirksübungsstunde. Neben dem allgemein belehrenden Teil bilden die Hebungen zum Turnerinnentreffen in Frankfurt unb zum Bezirksturnfest in Wieseck den Haupt- übungsstoff.

3m Reiche.

Rasensport.

Im Fußball werden die Meisterschaftsspiele in Süddeutschland, hier nur noch zur Ermittlum- b?r weiteren Teilnehmer an der Deutschen Meistertest dienend, in Westdeutschland und Norddeutschland, in beiden Landesteilen die Meisterschafts-Ents l-ci- dung bringend, ferner in Brandenburg, Mi« >1- deutschland Meisterschafts-Entscheidunasspic' :i Dresden und Südostdeutschland fortgesetzt t i Fußball-Städtespiel DuisburgAmsterdam findet in Amsterdam statt. Fußball-Länderspiel Frank­reichSchweiz in Paris.

Die Fußball- und Handballmeister- schäften der Deutschen Turnerschaft werden in den Schlußspielen um die Kreisgruppen-Meister- schaften durchgeführt. Handball-Repräsentativspiel SüddeutschlandWestdeutschland in Darmstadt.

Ein Hockey- Turnier plant der V. f. B. Jena.

Die Deutsche Rugby- Meisterschaft bringt bas Vorrunbenspiel Brcmbenburg Mitteldeutschland gegen Norddeutschland. Eine Rugbyreise nach ber Schweiz unternimmt eine Heibelderger Mannschaft.

Turnen unb Leichtathletik

In Stuttgart kommt die Waldlauf-Meisterschaft der Deutschen Turnerschaft unter Beteiligung von über 100 Einzelläufern und 17 Mannschaften zum Austrag. Thüringische Waldlauf-Meisterschaft in Saalfeld. Straßenlaufen und -gehenRund um Südost" (Berlin). StaffellaufQuer durch Ebers­walde". Querfeldein-Meisterschaft von Oesterreich. Sächsisches Landesjugendfest (Weihe der Jugend­burg). Ausscheidungsturnen der Amerika-Turner­riege in Leipzig.

Schwimmen.

Zur Rückkehr des deutschen Meisters Rademacher von seiner erfolgreichen Amerikareise werden sich zahlreiche Schwimmer in Hamburg zum Empfang einfinden. Nur ein gauoffenes Schwimmfest bringt der Sonntag in Gelsenkirchen. Die D. I. veranstaltet in Stuttgart reichsoffene Schwimm-Wettkämpfe.

Fecht-Wettkämpfe sind unter Beteiligung Darmstädter, Wiesbadener, Rüdesheimer und Mainzer Fechtclubs in Mainz ge­plant.

Motorradsport.

Bei großer internationaler Beteiligung geht auf Sizilien die Targa und Coppa Florio vonstatten. In Köln beginnt die westdeutsche Dauergebirgs-Prü- fungsfahrt. Barmen trägt die Motorrad-Zuverläs- sigkeitsfahrt von Rheinland und Westfalen aus. In Oesterreich wird der Große Preis für Motorrad­fahrer ausgefahren.

Radspott.

Bahnrennen sind in Dortmund, Berlin, Treptow, Hannover und Köln-Riehl vorgesehen. Straßenfern- fahrten sind: die Harzrundfahrt für Berufsfahrer und Amateure, BerlinStettinBerlin um den Großen Stephanpreis, Rund um die Dresdner Heide, £luer durch Bayern, GisperslebenNordhau­senGispersleben und der Preis der Wupperstädte.

Futzball in Der D. T.

O Acht Kreisgruppenmeister sind zu ermit- teln. Tim diese Ehre, die zu den Endkämpfen berechtigen, bewerben sich am Sonntag nach- tehende Kreismeister: Tv. Forst 1861, Hamburg- Rothenburgsort,Alter Tv." Breslau, Tv. Holz- Hausen bei Leipzig, Peine bei Hannover,For­tuna' Dortmund, Mannheim 1846, Fürth Rftv^ der Altmeister, Turnerbund Ulm. Zu sicheren Aussichten auf Erfolg dürften, bisherigen Lei­stungen zufolge, wohl Forst und Männerturnver- ein Fürth berechtigt sein.

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