Einzelbild herunterladen

0.415

0,39;

100

s;

58

125

Banknoten.

Berliner Börse.

Aufhören der

12,95

44

106,8'

127,8'

149

82,87

76.75

82.25

148,25

82,25

81

0.425

0,410

0.480

0,256 0,405

0.410

0,415

0,395

0,395

91.5

59 25

57

94.75

96.6

108 126,5

131,12

52.5

80 93.75 95,25

133.25

131.5

Hamburg-Amertka Pater. . . I 132,5

Norddeutscher Llovd . | 131.37

61

97' 98,75* 110,3*

37.12

53.5'

80,37*

94*

95.5

150,8'

106,8'

128,3'

126'

122,3'

81

95,5*

92

60,1

56.25

95

96.5

108,5

128

130.25

37.5

53

80,5

94.5

96

60

135*

133.3*

98,5

0,420 0.400 0.400

0.400 0,260

0.390 0.48

0,41 98

92,5*

60

56.5

96'

17.75* 11" 130*

134

26

43,5

105,25

8:3,5

37

4

124,5

53.5

85

35,25

124

54.36

Maschinenfabrik Dadenia vorm. W in. Platz 2l- G.. Weinheim. Um die Sa­nierung der Gesellschaft durchführen zu können, schweben jetzt Verhandlungen zwischen der ©c« schLftsaufsicht der Firma und d:n Giro-Zentralen Mannheim und Darmstadt zwecks Gewährung eines größeren Kapitals als Darlehen.

Anolo-Continenlale (vorm. Ohlendorfs sche) Guano-Werk e. H a m - bürg. Infolge der ungenügenden Beschäftigung im abgelausenen Geschäftsjahr 1925 hat sich der Reingewinn gegenüber dem Vorjahre von 0.244 Mill. Mark aus 0,042 Mill. Mark ermäßigt. De- kanntlich gelangt aus diesem geschmälerten Ertrag auf das 2L-Ä. von 3.2 Mill. Mark eine Dividende nicht zur Verteilung.

Dörkenkurle.

149*

83.4

67

112

105 3*

100'

92,25*

123.5*

52,5

60

133,5*

132.8'

13

44

150,25

107

128

126,75

126.75

122

93,9

101.5

104,8*

99,5*

91,75*

123,6*

l 56.5

66.25

Therannschc Werke Aldw . Zementwerk Heidelberg . 'vbilipp OoUmünn

Anglo Cont-Guono Cbemiichc Mayer Alapin . I. (S. starbenindnstrie, A-G. Goldschmidt Holzverkohlung ...... RütgerSwerke Lchcideanstalt

Allg. ElekkrtzttätS-Gelellschast Bergmann . . .

Mainkraftwerte

Schulten.....

Siemens 4 Halöke

Adlerwerke .fticn« Daimler Motoren . Heyligenstaed»

Meauin. .....

Nlotorenwerke Mannbeim

SVranfforter Armamrrn Itonservcnsabrik Braun Metallgesell chaft Frankfurt . Pet. Union 9l.=(S.

Schuhfabrik Her; .

Sichel . . . . . .

3c(Iiio'> Daldhol . . .

Zuckerfabrik Frankenthal . . Zultcn'abrik Waabäusel

99

91,25

123

56.25

66

122'

94 104,3* 7,25

13

152,25

128^25

126,25

122,75

101

46,5

98,25

77,25

83

148,25 82 I

66,25 !

81

109 |

104,25

98

98 91

122

55,75

66

30.5

WaS den Ha fenbe stand anlangt, so sieht man verhältnismäßig viele Junghafen, die mit Rücksicht auf die trockene Witterung der letzten Wochen gut aufgekommen zu sein scheinen

O Aus dem Kleebachtal. 22. Apri..

Die Frühjahrsbestellungsarbeiten nehmen ihren eifrigen Fortgang. Rachdem die Aussaat des Hafers und der Gerste beendet ist, hat man mit dem Legen von Dickwurzkernen (Runkelrüben) begonnen. Auch das Kartoffelsetzen hat seinen Anfang genommen.

Kreis Marburg.

sch. Warburg. 22. April. Seinen V e r- lehungen erlegen ist gestern in einer hie­sigen Klinik Dr. Stippel aus Herborn. Dr. Stippel ist. wie wir berichteten, das vpter eines Autounsalls bei Sndbach geworden.

frankfurter Börse.

Frankfurt. 23. April. Tendenz: Fest. Die Eröffnung der heutigen Börse vollzog sich trotz der unklaren innerpolitischen Situation in freundlicher Stimmung. Allgemein war man geneigt, den günstigen Rachrichten mehr Be­achtung schenken, wobei namentlich auf opti­mistisch lautende Freigabe Meldungen ver­wiesen wurde. Mit Rücksicht daraus und unter dem Einfluß der anhaltenden Geldflüs- s i g k e i t. die eine Hauptstütze des Marktes bil­det, entwickelte sich eine recht feste Tendenz, die aber zu oedeutenderen Umsätzen vorerst nicht führte. Die Zurückhaltung blieb weiter vorherrschend, da die Unsicherheit noch nicht vollständig überwunden ist. was in fortwährenden Kursschwankungen zum Ausdruck kam. 3m spä­teren Verlaufe bot die Besserung der deutschen Außenhandelsbilanz dem | Markte etwas Anregung, von der besonders

Die Wanderung der Aale.

Don Dr. Friedrich Krüger.

Alljährlich im Frühling, etwa Anfang Mai, können wir an den Mündungen der deutschen Ströme, vor allem an der Weser und an der Unterelbe, ein seltsames Wunder erleben: den Anmarsch der jungenAale. 3n einer endlosen Heerstraße kom- men sie aus dem Ozean dahergezogen, dicht gedrängt zu Millionen, um in das Süßwaffer-Paradies der europäischen Ströme einzudringen. 3n welchen Men­gen die Aalbrut auftaucht, mag die Tatsache erkennen lasten, daß im Mai 1923 bei Hamburg ein Schwarm beobachtet wurde, der etwa zehn Kilometer Lang war und in einer Breite von einem Meter elbaufwärts zog. Riedere Stauwehre werden, wenn ste nur einigermaßen mit Algen überwachsen sind, von der Aalbrut überwunden, indem die Tierchen sie haben etwa die Länge eines Streichholzes an dem Wedr in die Höhe klimmen. Schwieriger gestaltet sich das Eindringen am großen Wehrwerk in Hemelingen bei Bremen, das den ganzen Weser­strom überquert. Man hat zwar dort am Ufer soge­nannte Aal-Pässe angelegt aber nur ein Teil der Aalbrut findet den schmalen Weg, wahrend die Mehr­zahl, wie die mit Aalbrut dick überzogenen Außen- wände zeigten, bei ihrem Versuch, die Schleusen zu überklettern, den Tod fanden. Seit einigen Jahren wird nun auf Veranlassung des Bremer Fischerei- Vereins die Aalbrut abgefischt und an binnenländische Fischereibesitzer zur Aufzucht abgegeben. Wie groß derDedarf an Aalbrut in Deutschland ist, geht daraus hervor, daß erst vor einigen Wochen in Gloucester in England drei Millionen Stück Aal­brut für deutsche Rechnung eingetauft wurden.

Bei dieser Aalbrut, die alljährlich im Frühjahr an den europäischen Flußmündungen aus taucht, han­delt es sich ausschließlich um weibliche Tiere. Und es ist erst vor zwei Jahrzehnten einem dänischen

Künstler-Geschichten.

Hermann S ch l i 11 g e n, der lange Jahre als Zeichner an denFliegenden Blättern" mit- arbcitete, der auch als Maler seine große Be­gabung gezeigt hat und sich jetzt ganz der Malerei widmet, weiß nicht nur mit der Zeichenfeder lustige Geschichten zu erzählen, sondern auch mit der gewöhnlichen Feder. Das zeigen feineErin­nerungen", die soeben bei Albert Langen tn München erscheinen. Mit offenem Blick und einer besonderen Gabe für die humorvollen Seiten ist er durchs Leben gegangen und hat viele bedeu­tende Künstler kennengelernt, von denen er lustige Geschichten zu erzählen weiß. Der Meister, den et in Berlin vor allem verehrte, war Menzel: er besuchte ihn aber nicht, weil er hörte, daß der damals schon sehr bekannte Fritz von Uhde recht katzendreckerig" empfangen worden war. Dieser hatte seine Visiteniarle abgegeben: Fritz von Uhde, Rittmeister a. D., die Menzel auffallend in i>er Hand hielt und fortwährend beguckte. ..Herr Rittmeister" ging es hin und her, und schließlich fragte er den sehr verblüfften Kollegen noch über militärische Dinge, als ob er gar nicht wüßte, daß Uhde Bilder malte. Um so enger wurde Schlittgens Verhältnis zu seinem anderen

Abgott", zu 52 e i b l, mit dem er in Aibling einen ganzen Sommer verbrachte. Leibl war bekanntlich unzertrennlich von feinem Freunde Sperl, auf i-elfen Kritik er am meisten gab. Als Leibl die Drei Frauen in der Kirche" malte und den Kopf der jungen ^Bäuerin fertig hatte, fragte er Sperl:

Wie ist er?" .Er ist nicht schlecht, könnte aber besser fein. Den nächsten Tag kratzte ihn Leibl ab und malle ihn noch einmal. Abends kommt Sperl und zögert mit der Kritik. ..Run, sagt Leibl, .sprich!" .Gestern war er besser. .Wes­halb hast du mir das nicht gestern gesagt?' brauste Leibl auf und schüttelte Sperl am Arm. Von L e n b a ch erzähll Echllttgen, als er Kaiser Wilhelm I. matte, tadelte der alte Herr der auf fo etwas sehr hielt, daß der Orden aus der Brust nicht richtig am Platz wäre. Lenbach reichte ihm den Pinsel: .Ditte. Majestät, zu korrigieren.

Wer ich kann ja nicht malen." Half alles nichts. Lenbach ließ nicht nach, bis endlich der Kaiser-

Forscher, Dr. Johannes Schmidt, gelungen, das Geheimnis der Fortpflanzung und der Wanderung der Aale aufzuhellen. W r wißen jetzt, daß die Laichplätze aller europäischen Flußaale im Golf von Mexiko, in der Rähe der Bermuda-Inseln liegen. Wenn der Aal ein Alter von sieben bis zehn Zähren erreicht hat. wandert er flußabwärts, schart sich ähnlich wie man dies im Herbst bei der Vogelwelt beobachten kann mit seinesgleichen zusammen, und in großen Schwärmen treten diese aus den europäischen Flüflen kommenden Aale, ausschließlich weibliche Tiere, ihre Reise durch den Atlantischen Ozean nach dem Golf von Mexiko an. Dort suchen sie Tiefen von etwa 1000 Metern auf, legen ihre Eier ab, aus denen sich winzige Larven entwickeln. Während die Ellemtiere vermutlich zugrunde gehen (man hat näm­lich noch keinen ausgewachsenen Aal auf der Rück­wanderung angetroffen), wandern die Larven, blatt­ähnliche Gebilde, nach zweijähriger Entwicklung mit dem Golfstrom über den Atlanlifchen Ozean der europäischen Küste zu. 3m vierten Jahr ihrer Wan­derung treten sie, nachdem sie sich aus der Larve in einen jungen Aal verwandelt haben, zu einer bestimmten Zeit in den Flußmündungen auf, m besonders großen Mengen an der französischen und englischenWestküste, wo sie bereits erwartet und zu Millionen gefangen werden- Das ist im Marz der Fall Anfang Mai erscheinen sie an der deutschen Küste. Wie ein rieselndes Band gleiten die Aal- masien dahin. Mit unbeirrbarer Jnstinltficherheit suchen und finden sie, nach vierjähriger Wanderung im Salz des Ozeans, das Eüßwaflcr unserer Ge- wäsier, bringen in die Stromläufe ein, klettern an Wehren empor, überwinden z. B. den Rheinfall bei Schaffhausen und wandern sogar, wenn, die Llmstände es erfordern, auf kurze Strecken über sumpfiges Land. Ein Raturwunder, das man stau­nend betrachtet und nicht zu beuten vermag.

Ober ein anderes Geheimnis. Man hat LachS- eier aus einem Nebenfluß des Rheins nach Reu­seeland gebracht und dort ausgesetzt. Die jungen Lachse umtoanbetten die halbe Erde und kehrten in ihren heimatlichen Fluß zurück ... Ein Wunder des Instinkts, ebenso seltsam wie der Zugtrieb der Vögel, die alljährlich auS weller Ferne den Weg zum heimallichen Reste finden.

den Pinsel nahm und mit zitternder Hand einige Striche hineinmachte. Lenbach ließ sie aus Pietät stehen. Von den witzigen Aussprüchen L i e b er­mann s sei einer mitgeteilt, den Schlittgen auf der Rembrandt-Ausstellung in Amsterdam von im hörte. .Abends saßen wir unter lauter Kunst- gelehrten. die sich um die Echtheit eines Bildes stritten.Ach was," fährt Liebermann dazwischen, was gut ist, ist von Rembrandt, und was nicht gut ist, ist nicht von ihm." Mit Munch ttar Schlittgen während der ersten Berliner Zeit die­ses großen Malers viel zusammen. Der Rorweger war in ewiger Geldnot, und Schlittgen sagte ihm eines Tages:Sie erzählen doch immer, daß sie so viele Angebote auf ihre Bilder haben, wes­halb verkaufen Sie denn nichts?" »Ich habe zu hohe Preise", sagte Munch in einem so traurigen Ton, als ob er selbst an diesem ilnglüd litte. Munch erzählte, daß er einmal in einem kleinen Gasthof an der Riviera wohnte, wo er täglich feine Rechnung zahlen muhte. Rach feiner ©e» wohnhell lag er morgens im Bett und schrieb Briefe. Dabei stieß er das volle Tintenfaß um, und der Inhalt lief über das Federbett. Run blieb er den ganzen Tag liegen und malte all die großen blauen Karos des Musters nut Oel- farbe nach, damit man es nicht merken sollte. Es war eine fürchterliche Arbeit, bei teinem seiner Bilder hat er sich so viel Mühe gegeben. Abends zahlte er und schlich sich aus dem Haus.

Mit Sudermann war Schlittgen bekannt, als der Verfasser derEhre" noch ganz unbelaniü war. Später traf er ihn auf einem Maskenfest wieder als berühmten Schriftsteller, umgeben von einem Schwarm Verehrer. Schlittgen selbst war mit Gerhart Hauptmann da. Als er Siwer- mann das erzählte, sagte dieser:Oh, das ist ja famos, ich möchte Hauptmann schon lange, gern kennen lernen. Dringen Sie ihn mir doch. Al» Schlittgen Hauptmann dies rnilleille, sagte der: Rein, es tut mir leid, aber es geht nicht." Der Ver­fasser gehörte auch zu dem Kreis imSchwarzen Ferkel", in dem Strindberg der berühmteste Gast war. Er war ohne Mittel nach Derlin gekommen und hatte sich wohl Hoffnungen gemacht, die sich nicht erfüllten; er sprach viel und t>erbittert vom Theater. Als endlich auf einer kleinen Bühne

Schiffa hr isaktien Rutzen ziehen konnten und Kursbesserungen von 2 bis 3 Prozent er- zielten. Montanaktien profitierten von der Zuspitzung des Konfllltes im englischen Kohlen­bergbau. weil man bereits mit einer verstärkten Kohlenausfuhr im Falle eines Streiks der eng­lischen Bergarbeiter glaubt rechnen zu können. Kräftig gesteigert waren Deutsch-Lux. Gelsen­kirchen, Harpener und Phönix, die Besserungen von 2 bis 3 Prozent aufzuweisen hatten. Auch Farbenwerte verkehrten in angeregter und fester Stimmung. I. G. Farbenindustrie plus 1 Prozent, Holzverkohlung plus 2 Prozent. Elektroaktien tendierten fest. AEG. pluS 1,5 Prozent, Bergmann plus 2 Prozent, Hchuckert plus 1.25 Prozent, Siemens & Halske plus 1.5 Prozent. Ruhig und wenig verändert lag der Dankaltienmarkt. nur Braubank setzten aus den bereits bekannten Motiven ihre Aufwärtsbewegung 1.25 Proz. fort. D e Reben- märkte blieben zum größten Teile vernachlässigt, und es bestand nur geringes Interesse für die Werte dieser Gruppen. Maschinenaktien gehalten. Zuckeraktien kaum verändert. Baust offaktien behauptet. Der deutsche Anleihemarkt wurde von der günstigen Strömuna kaum berührt. Kriegsanleihe gingen mäßig höher. Am Auslandrentenmarkt setzten Türken ihre Besserungen in kleinem Um­fange fort. Pfandbriefe waren befestigt. Auch der Freiverkehr schloß sich der Auf­wärtsbewegung an. Becker Stahl 40. Becker Kohle 54.5. Benz 67. Brown Boveri 73. Entre­prise 10, Growag 60. KrügerShall 98. Ufa 57, Hfra 76 Prozent. Der weitere Verlauf war freundlich gestimmt, zu nennenswerten Kurssteige­rungen kam es jedoch nicht. Das Geschäft blieb klein. Am G e l d m a r k t ist das Angebot weiter­hin außerordentlich stark, so daß Tagesgeld zu 4 Proz. kaum unterzubringen ist. Monatsgeld 5 bis 6' , Proz., je Adresse. Bankdiskonten 4*/« bis 43'4 Proz. Industrie-Akzepte 5*/2 bis 53/< Proz. JmDevisenverkehrist eine erneuteOIb» schwächung der Frankenvaluten zu verzeichnen. Paris senkte sich gegen London auf 146.10 und lag damit gegen gestern wieder er­heblich schwächer. Brüssel war scharf gedruckt und

I gingen gegen London auf 137,25 zurück. Mark und Pfund sind unverändert.

Devisenmarkt DerlinFrankfurt <l M.

Telegraph > l <b e Auszahlung

Berlin, 23. April. Mit dem Aufhören der I Hamburger Exekutionen ist die Grundstimmung der | Effektenbörse wieder etwas freundlicher geworden. Die Spekulation neigte nach den letzttägigen starken | Abgaben zu Rückkäufen. Die f e st e Stimmung

Brief

4,209

15,06

110,12

20.47

14,155

168,85

16,97

91.33

59,355

1,625

112,50

81,25

60,75

12 473

5.89

ging von den Effektenmärkten aus, wo ein amerb kanisches Gerichtsurteil stimulierte, in dem der Rechtsanspruch der Hapag und des Nordd. Lloyds auf Rückgabe des beschlagnahmten Eigentums auch im Falle'der Ablehnung der Freigabebill festgestellt wird. Ein besonders anregendes Momenl war außerdem die günstige Entwicklung der deutschen Außenhandelsbilanz im Mo­nat Mörz mit einem Gesamtübersch u h d e r Warenausfuhr von 2 8 0 Millionen Mark Die in Reuyork erfolgte Diskontermäßi- gung gab der Börse neue Hoffnungen auf eine wei­tere Herabsetzung der deutschen Reichsbankrate, zu- mal die Flüssigkeit des offenen Geld­marktes unvernundert anhält. Tagesgeld ist zu 3 bis 5 Prozent kaum unterzubringen und wird in großen Beträgen wesentlich unter diesem Satz ge­handelt. Monatsgeld nominell 5 bis 6i Prozent. Die Gesamtlendenz der Effektenbörse war demnach bei Beginn befestigt, besonders Chemiewerte. Auch Montanwerte lagen gut erholt, zumal sich hier Hoffnungen auf eine größere stohlenausfuhr im Falle eines englischen Bergarbeiterstreiks geltend machten. 3m allgemeinen war die Umsatztätigkeit aber noch minimal, da die Nervosität der legten Woche noch nicht ganz von der Börse gewichen ist. 3m Deolsenoerkehr lagen die westlichen Frankenoaluten erneut matt, namentlich Brüssel. Warschau konnte sich dagegen leicht be- festigen.

vantfurter Getreidebörse.

«Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt a. M, 23. April. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer. 30,7531 Mk.; Roggen, inländischer, 20,5320,75; Sommergerste für Draizwecke 22,7524,75; Hafer, inländischer. 23,2524; Mais, gelb, 18,7519; Weizenmehl, inländisch^, (Spezial 0) 42,5042,75; Roggen­mehl 29,5030; Weizenkleie 10,2510,50; Rog- genfleie 11,5011,75 Mk. Tendenz: ruhig.

Berliner Produktenbörse.

Berlin, 22. April. Nach den festeren Preis­meldungen aus dem Auslande vollzog sich auch im Berliner Produktengeschäft für Weizen eine Um­gestaltung nach der gestrigen schwachen Tendenz. Die Unternehmungslust war aber ziemlich vorsich­tig, und zwar scheint diese Stimmung in der Haupt­sache auf die unnachgiebigen Forderungen der Eigner zurückzugehen. Lokoware sowie Term'mliese- rung stellt sich heute durchschnitllich 2 Mark höher. Roggen hat (ich in der Tendenz wenig geändert; oerftärttem Material steht wenig ober gar keine Kaufneigung gegenüber. Das Preisniveau hielt sich auf dem Dortagsftand. Das Mehlgeschäft ist ruhig geblieben, auch Gerste stetig. Hafer blieb bei etwas reichlichen Offerten matt Futtermittel wenig be­achtet. Es wurden notiert: Weizen, märkischer, 297 bis 300 Mk.; Roggen, märkischer, 175 bis 180; Roggen, pommerscher, 199 bis 214; Gerste, inlän­dische, 175 bis 193; Hafer, märkischer, 193 bis 203; Weizenmehl 38 bis 40,25; Roggenmehl 25,75 bis 27,25; Weizenkleie 11,25 bis 11,50; Roggenkleie 12 bis 12,25; Biktoriaerbfen 32 bis 39; kleine Speise- erbsen 26 bis 29; Futtererbsen 23 bis 26; Peluschken 22 bis 25; Ackerbohnen 22 vis 24; Wicken 29 bis 32; Lupinen (blau) 11,75 bis 12,75; Lupinen (gelb) 14 bis 14,50; Serradelle (alt) 26 bis 30; Serradelle (neu) 38 bis 42; Rapskuchen 14,40 bis 14,80; Lein­kuchen 18,80 bis 19,20; Trockenschnitzel 9,80 bis 10,10; Soyafchrot 19,60 bis 20; Rartoffelfloden 16,10 bis 16,50

Bücherlisch.

Don unserem außenpolitischen Mitarbeiter Dr. Paul Rohrbach, einem der wenigen Deutschen, die mit offenen Augen und dem großen Blick für das Ganze seit langen Jahren die Welt bereisen und ihre Eindrücke in fesseln­den Essays niederlegen, ist im Verlag von Bu­chenau und Reichert in Berlin unter dem Titel Amerika und wir" ein Buch erschienen, das Reisebetrachtungen aus verschiedenen Jahren zusammenfaßt. Rohrbach bat den ganzen Konti­nent durchquert, von den La-Plata-Ländern, Chile. Peru und Brasilien an, bis über Mexiko nach denStaaten" und Canadc» hin. Was er erzähll. und wie er es erzähll. ist so eigenartig und fesselnd, daß man ihm vom ersten Tage seiner Reise an mit Spannung folgt und sehr nachdenk­lich über das Gehörte das Buch aus der Hand legt, ein reicher Gewinn für jeden, der die Well- polittk und ihren Zusammenhang nicht nur aus der heimatlichen Froschperspektive zu betrachten sich müht. 51

Geld

4,189

14,98

109,58

20,37

14,075

168.01

16,89

90.87

59.055

1.585

110,94

80,85

60,45

12,413

5 2

Wirtschaft.

Die Lieserungsgeschäfte na ch Rußland. Wie das Reichswirtschastsmimsterium mitteilt, liegt nunmehr eine Bekanntmachung über die Aussallbürgschaft des Reichs und der Lander bei Lieferungsgefchäften nach der Sowjetunion vor. Für Lieferungsoerträge übernehmen das Deutsche Reich und das Land, das vorwiegend für die Ausführung der Bestellung in Frage kommt, die Ausfallbürg- schäft unter der Voraussetzung, daß das Geschäft rufsischerseits mit der Handelsvertretung der G. D. S. S. R. oder einer ihrer Organe in Deutschland abgeschlossen wird, und daß es sich um deutsche Fa- brifate handelt. Die Ausfallbürgschaft beläuft sich bis zu 60 Prozent des Gesamtkaufpreises. lleber Einzelheiien entscheidet ein von den beteiligten Be­hörden bzw. Ländern gebildeter interministerieller Ausschuß? Diesem ist als Geschäftsstelle die Garantie- abteilung der Deutschen Revisions- und Treuhand- , b2)?e0egu ichseinnahmen 1925/26. | Rach den nunmehr herausgegebenen Einnahme­ziffern des Reichs aus Steuern, Zöllen und Abgaben für bas Etatsjahr 1925'26 ergibt sich ein Gesamtem, nahmcbetrag von 6856 Millionen Rm. 3m Vergleich zum Vorjahr ist das Ergebnis um 456 Mill. Rm. geringer, dagegen bedeutet es gegenüber dem Vor­anschlag ein Plus von rund 86 Mill. Rm.

Die Großhandeisindexziffer. Vom 14. bis 21. April hat die Gruppe 3n- dustriestoffe weiter um 1,7 Prozent auf 124,5 nachgegeben. Die Agrarerzeugnisse haben um 0,5 Prozent auf 122,5 angezogen. Der Gesamt­index stellte sich damit am 21. April auf 123,2 oder um 0.3 Prozent niedriger als in der Vor­woche. . ,

Die Cxportkreditverficherung perfekt. Die Vorbereitungen $ur Schaffung einer Cxportkrevitversicherung nut Hilfe des Reichs sind zu Ende geführt. Der zwischen dem Reich und den Versicherungsgesellschaften abge­schlossene grundlegende Vertrag ist unterzeichnet worden, und die Exportkreditversicherungsstelle wird Anfang der kommenden Woche ihre Tätig­keit aufnehmen. ,

Zur Fusion der süddeutschen Zuckerfabriken. Die o. H. D. der Stutt­garter Zuckerfabrik A. G., Stuttgart genehmigte den bekannten Abschluß für 1924-25 und beschloß gegen eine kleine Zahl von Stimmenthaltungen die Fusion mit den bisher in Interessengemein­schaft stehenden süddeutschen Zuckerfabriken mit Ausnahme von Rheingau und unter Führung von Frankenthal. Rach dem Derfchmelzungsver- trag wird Frankenthal das Aktienkapital im Verhältnis von 5:4 zusammenlegen, da es 30 bis 35 Prozent seines Absatzgebietes verloren hat Die übrigen Gesellschaften (Stuttgart, Heil­bronn, Mannheim und Offstein) übertragen Jo­hann ihr Vermögen als ganzes an Frankenthal, pcssen Grundkapital auf 30 Millionen Rm. durch llmtai Ich der Aktien der 4 Gesellschaften im Ver­hältnis 1:1 (bei Offstein 1:1,3) erhöht Wird. Das günstige Llmtauschverhällnis der Offstein- altien wird mit der Benachteiligung Offsteins bei der Gründung der bisherigen Interessenge­meinschaft begründet. Die Fusionsfirma wird Süddeutsche Zucker-Attien-Gesellschaft" heißen und ihren Sitz in Mannheim haben.

Zuckerfabrik Heilbronn A.-G. Die Hauptversammlung genehmigte den Antrag der Verwaltung, den Remgewinn auf neue Rechnung vorzutragen, und lehnte mit 17 320 gegen 11 380 Stimmen den von einem Aktionär gestellten An­trag auf eine Dividendenverteilung von 3 Proz. ab. Der Antrag auf Verschmelzung mit den übri­gen süddeutschen Zuckerfabriken wurde gegen 8687 Stimmen genehmigt.

Berlin, 20 April

Amerikanische Note»

Belgische Noten .....

Dänische Noten .......

Englische Noten .......

Fran;ösische Noten .....

Holländische Noten .....

Italienische Noten ......

Norwegische Noten

Deutsch Ocstcrr , ä ioo Kronen Rumänische Noten .

Schwedische Noten Schweizer Noten Svanische Noten

Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . .

Berlin

SchUch. iAniana fctir-

22 4 23 4

e ein Stück von ihm aufgeführt wurde, saß er abends ganz ruhig imSchwarzen Ferlel". Aus Schlittgens erstaunte Frage, weshalb er nicht im Theater sei, sagte er traurig:Ich habe mir einmal In meinem Leben ein Stück vo i mir an­gesehen, und nie wieder!" Er zeigte Schlittgen auch feine Gemälde, auf die er sehr stolz war.

Frankfurt a.TL

Schn«l-l'*"r ftur» |

22. 4 23 4

Tfitun:

yj, Teutlche NcichSan'etbe 4e/0 Deutsche NcichSanlcibe 3'/,% Deutsche Rcicheanlcibe 3% Deutsche NeichSinleche Deutsche enaroramitnanlctlx (®/0 Preußische ÄonsolS 4°p Hessen Vffl» Hessen 3% Hellen

Deutsche Serif). Dollar-Aul. dko-Toll S»a»-Auireiiaa.*

4»/, Hoatürfen

5°/e Scldmerikana

Berliner Handelsgesellschaft Commerz- und Pnoatrpank Tann ft und Nanonallnmk Deutsche Bant Deutsche vereinSdank - Tisconro Commandit Metallbank Mitteldeutsche Srcbitbanf Lesterreichilche Lreditansralt Weltbank ......

Bochumer Sah - - BuderuS ........

Caro - Deutsch-Luxemburg - . Gelsenkirchener Bergwerke - Harpener Bergbau Naluverke Aschersleben - - . Kaliwerk Westeregeln. . . . Laurahütte ....

Oberbedars - ....... Pbänir Bergbau ..... Rbciuilahl ..... Niebeck Montan..... .

TelluS Bergbau......

22 April

23 April-

Amtliche Noti rung

Amtliche 'Notierung

Weib '

Brie-

ßlclt)

«riet

Amn.-viou

168.98 |

168,80

168.34

168,76

Buen--Aires

1,697

1,701

1,730

1,707

Brss. Antw

15,06

15,10

14,86

14.90

Cbristiania

90.89

91,11

90,34

90,56

Kopenhagen

109,80

110,07

109,78

110,06

Ctorlbolm -

112.24

112,54

112.24

112,52

HelsingforS

10,547

10.587

10.545

10,585

Italien .

16,875

16,915

16.86

16,90

London

20.400

20,452

20,333

20,445

Ncunork

P-.riS.

14.025

14.135

13,14

13,98

Schwei; . -

80,98

81,18

81.005

81,205

Spanien .

60.62

60.78

60.27

60.43

Japan . - -

1,984

1.988

1.987

1,991

Mio de Jan

0.591

0.593

0,581

0.591

Wien in®.; £ eft. abgest

59,258

59,298

59,165

59,305

Prag ...

12.419

12,459

12,42

12,46

Belgrad . .

7,395

7,415

7.39

7,41

Budapest. .

5,86

5,88

5.855

5,875

Bulgarien

3,05

3,06

0,05

3,06

Lissabon

21.325

21.375

21,355

21.405

Daniig. .

80,90

81.10

80,87

81,17

stonst.intin.

8,165

2.175

2,19

2,20

Atben

5,29

5,31

5.29

5.31

(Snnaba . .

4,199

4,209

4,199

4,209

Uruguan

4.335

4.345

4.33

4.34