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Landtages

von 3 auf 4 Iahre erhöht.

druck zugestellt.

D. Red.

dem

Redner für die aufklärenden Worte.

ch

Erklärung

Abg.

t-i

beantragt, 108 tDau-

Das Volksbegehren in Hessen.

Darmstadt. 22. März. Nach amtlicher Fest­stellung wurden für das Volksbegehren zur Enteig­nung der Fürstenvermögen im Dolksstaat Heffen

Diese Erklärung, die bereits zur gestrigen Aus­gabe den anderen Zeitungen von der Darmstädter Zentralstelle der Lehrerorganisation zugeschickt wor­den war, lag aus in Gießen unerklärlichen Grün­den bis heute früh bei uns noch nicht vor. Sie wurde uns erst nach Rücksprache mit der hiesigen Leitung der Lehrerorganisation von dieser zum Ab­

verzweigen sich die vom Herzen ausgehenden Blutgefäße, zuletzt in die sogenannten Huarge« fähe oder Kapillaren, deren es über 5 Milliar» den im Körper gibt, die zusammen eine Länge von 2550 Kilometer haben, also etwa Vie des Erdumfangs.

Die unverdauliche Nahrung verläßt durch den After den Darm, mit ihr aber auch eine Anmenge Bakterien (etwa 8 Gramm Bakterien in 24 Stunden), die im Darmrohr unschädlich, ja bei der Verdauung vielleicht sogar von ge­wissem Nutzen sind.

Die Veste der Verbrennung in den Organen, die mit Schlacken zu vergleichen sind, werden durch die Vieren in dem Harn ausgeschieden: es ist von Interesse, daß man mit einem meister­haft konstruierten Apparat, dem Zystoskop. das durch die Harnröhre eingeführt wird, das Innere der Harnblase studiere,! kann.

In sinnreichster Weise vermag der Körper sich im Stoffwechselgleichgewicht zu erhalten, die Bilanz zwischen Einnahmen und Ausgaben zu ziehen. Wir kennen den Brennwert von Ei­weiß. Fett und Kohlehydraten und die Leistung des nicht schwer arbeitenden Körpers, zu deren Befriedigung etwa 2400 Kalorien notwendig sind. Der Schwerarbeiter leistet bei 8stündiger Arbeits­zeit außerdem aber noch 200 000 Kilogrammeter Arbeit, zu deren Befriedigung ihm nochmals 2400 Kalorien zugeführt werden müssen. Er braucht also im Tag 4800 Kalorien. Im Kriege stand uns vielfach nur kalorienarme Nahrung (Kar­toffeln) zur Verfügung, während uns die ka­lorienreichste Nahrung, das Fett, fehlte.

Der menschliche Körper vermag sich bekannt­lich stets in annähernd gleicher Temperatur zu erhalten,' dafür besitzt er sinnreiche Schutzein­richtungen: in den Morgenstunden ist seine Tem­peratur am niedrigsten, gegen Wend a-m höch­sten: Kinder haben eine etwas höhere, Greise eine etwas liefere Temperatur als der Mensch in mittleren Jahren. Im höchsten Alter kann das Stoffwechselgleichgewicht aufhören, die Auf­nahme von Stoffen und ihre Abgabe ist herab­gesetzt, die letztere kann zur Aufnahme sogar relativ gesteigert sein, das führt dann zum Ver­tust von Körpersubstanz und schließlich zum Tode.

Es sind nur einige wenige Gedanken, die aus der Fülle dieses lehrreichen Buches in dieser 'Besprechung ausgezogen werden tonnten.

H. Erhard.

Die sozialdemokratische Fraktion zu beschließen^ In den Kapiteln 52.

Die demokratische Fraktion Negierung zu ersuchen, alsbald

Ein bedauerlicher Vorfall aus einer Prolestoer- sammlung, in der die gerechte Empörung und Ent­rüstung der hessischen Volks'chullehrcr und Eltern über z. T. unverantwortliche Schulabbaupläne und die Lehrer- und Beamtcuchetze der letzten Zeit sich auslöste, kann nicht als Begründung für die heftigen Ausfälle gegen einen ganzen Stand, wie sie in der Erklärung des Herrn Dingeldey zum Ausdruck tommen, angesprochen werden. Die hessische Lehrerschaft ist sich ihrer Verantwortung und ihrer Standesehrc, ihrer menschlichen Würde und ihr«s Wertes voll bewußt Sie weist alle Angriffe gegen ihre Gesinnung und ihr Ansehen mit aller Entschiedenheit zurück

Darmstadt, den 19. März 1926.

Hessischer Landeslehrerverein E. V. Katholischer Lehrerverein in Hessen.

Verein katholischer Deutscher Lehrerinnen Gau Hessen.

Allgemeiner Lehrerinnenverband.

abteilung) und 112 sind insgesamt 12 Stellen der höheren Daubeamten (von Gruppe X an auf­wärts) auf den Inhaber bewilligt.

waren es 85 041, in

Kreis-Feuerwehrtag in (Biegen.

Der Verband freiwilligcrFeuer« wehren im Kreise Gießen hielt am oonn- tagnachmittag im Gewerbehaus in Gießen seinen Frühjahrsverbandslag ab. Als Gäste wohnten Kreisfeucrwehrinspektor D i ck o r 6 und Branddirektor Braubach der Tagung bet, Beig, Dr. Hamm und Regierungsrat Wolf hallen ihre Verhinderung entt'chuldigt.

Der Kreisoorsitzendc W c n z e l erstattete den Jahresbericht über das verflossene Verbands- jahr 1925. Der Prooinziolfeuerwehrtag fand am 18. und 19. Juni in Schotten statt. Die Neuorganisation des Prooinzialverbandes Oberhesien wurde in Schol­ten durchgeführt. Der Vorstand des Kreisoerbandes gehört dem Provinzialoorftand an. Der nächste Pro­vinzialverbandstag 1928 findet in Alsfeld statt. An dem Kreisfeuerwehrtag, der im Sommer 1925 in L t ch stattfand, nahmen 14 Wehren des Kreises teil. In Leihgestern wurde noch einem Vortrag des Branddirektors Braubach- Gießen eine freiwil­lige Feuerwehr gegründet, die 70 Mitglieder zählt. Der Vorsitzende sprach u. a. seine Freude darüber aus, daß in der Mitgliederzahl eine erfreuliche Auf­wärtsbewegung zu verzeichnen ist, er hofft, daß dem­nächst noch weitere Neugründungen ftattsinden.

Kamerad Heinrich aus Lollar erstattete den Kassenbericht: darnach betragen die Gesamt­einnahmen 229,35 Mk.. die Ausgaben 177,65 Mk. Dem Rechner wurde Entlastung erteilt.

Die Beiträge wurden auf 10 Pfennig für den Kreisoerband und 5 Pfennig für den Provinzial­oerband festgesetzt. Es wurde beschlossen, ein Ehrenabzeichen für 15jährige aktive Mitgliedschaft zu schaffen.

Weiter erfolgte Sie einstimmige Aufnahme der neuen Wehr zu Leihgestern, die Vorsitzender Wenzel aufs herzlichste begrüßte.

Um den Herb stverbandstag 19 26 be­werben sich jungen und Lollar. Bei der Abstim« mung erhielt Lollar die Mehrheit, die Tagung findet am 1. August statt, die Wehr Lollar verbindet damit ihr SOjährigesIubiläum.

Hierauf folgte ein Vortrag des Diplom-Inge- meurs Kuntzemüller vom städtischen Elekttizi- tätswerk Gießen überVerhaltenderFeuer. wehr gegenüber elektrischen Leitun - genbei Brände n". Redner erläuterte die Maß­nahmen bei Brandausbrüchen, das Verhalten gegen­über den Leitungen, die Maßnahmen nach dem Brand. Auf dem Lande find die Leitungen fast durchweg Freileitungen auf Drähten und Masten. Wenn ein Wohnhaus brennt, empfiehlt es sich- das Licht e i n z u s ch a l t e n , denn das elek­trische Licht braucht keinen Sauerstoff und leuchtet dem Feuerwehrmann trotz Rauch bei der Arbeit in den Räumen, und bildet keine Gefahr, zumal die Spannung der Ortsnetze nur 110 bis 220 Volt be­trägt. Doch ist bei Nässe infolge Bespritzens auch hier Vorsicht geboten. Bei 250 Volt beginnt die Hochspannung. Schwieriger ist das Verhalten gegen»

Pensionären gleichgestellt sind, insbesondere daß die Altpensionäre in die Beförderungs­stellen eingereiht sind?

2. Ist die Regierung bereit, dem Beispiel Bayerns folgend, schon jetzt die derzeitige Zu­rücksetzung der Altpensionäre zu beseitigen?

3. Ist dre Negierung zum mindesten be= ch Aufhebung bt*z> Sperrgesehes die Alt- Pensionäre den anderen Rubegehaltsempfängerir gleichzustellen und hat sie die notwendigen Vor­bereitungen dazu eingeleitet?

Gegenüber der Erklärung des Herrn Abg. Dingeldey über den Verlaus der Kundgebung für die Volksschule am 17. März in der Woogs- turnHalle stellen die unterzeichneten Verbände fest:

beantragt, die dem Landtag der unter

einen Gesetzentwurf vorzulegen, ___ _____

Aufrechter Haltung der Verhältniswahl die Schaffung von Einzelwahlkreisen vorsieht, die Zahl der Landtagsabgeordntten jjerab - seht und die Legislaturperiode des

in den Wehren auszubreiten. Nach lebhaftem Bei­fall dankte Kreisvarsitzender Fritz Wenzel

stimmte Veränderungen des Gehirnanhangs ver­anlaßt. Bekannt ist schon seit langem die Ver­änderung am menschlichen Körper, die durch Kastratton hervorgerufen wird und die im ?7itotln?>cn öcr sekundären Geschlechtscharaktere besteht.Die Bleichsucht, Chlorose, wird als eine Hypofunktion (Unterfunktion), die Knochen- erwerchung Osteomalazie, als eine Hypersunktton (Ucberfunftton) der werblichen Keimdrüse auf- gefaßt. Von großem 'Interesse ist ferner die von Steinach festgestellte Tatsache, daß bei Tleren Verpflanzung von Eierstöcken auf ka- strrerte Männchen bis zu einem gewissen Grade eine Umwandlung dieser Männchen in Weibchen im Gefolge hat: man kann allso feminieren

Durch Reizung der inner- ftkretorischen Anteile der Keimdrüsen oder durch Verpflanzung zunger Keimdrüsen konnte auch eine Deriungung des alternden Organismus herbei­geführt werden."

Die aufgenommene Nahrung wird durch die Dlut im Körper verteilt, das Vtut hat also außer seiner Tätigkeit bei der -Ättnung nochi eine zweite wichtige Funktion. Es gibt tm menschlichen Körper rote und weiße Dlut- rorperchen und Blutplättchen: am zahlreichsten *en 3a$I der roten Vlutkörper-

chen betragt beim Mann in 1 Kubikmillimeter

. lm ^^tel 5 Millionen, bei der Frau 4 5 MTOrSt" "u Gesamtblut eines Menschen etwa touybc man diese Zahl als Perlen- ana mobben, so würde diese 200 000 Kilometer » und sich etwa fünfmal um die Erde iebe wären, wenn

KrLSS ö und Nacht em rotes Vlut- gezahlt wurde, 800 000 Jahre ersorder- bch" 2lus der Zahl und der VerhäWszahl der einzelnen Blutkörperchen läßt sich eine aroßr bieÄtförbo^^-M'm bwgnostizieren, fo~ daß h»r^da6Iun9^e xtc du den wichtigsten Inneren Medizin gehört Man hat deshalb eine Anzahl von Apparaten gebaut ba! Ann" Höhlung vorgenommen wer°

oen rann der wegen seiner Zuverlässiakeit am apparat?^^ lft t>ec Dürker'sche Zähl- s.._ stoßweise das Blut durch

biese Stoße fühlen wir an der Blut- toeHe d^ Pulses, noch deutlicher, wenn wir das ^>hr ans Herz halten. Mit feinen Schreibhebeln können wir die charakteristische Form der Puls- kurve registrieren und aus ihrer Form it il w einen Herzfehler schließen. Immer feiner

Daseins Kreise vollenden". Träger des Lebens sind die Organismen: si-e wiederum sind auf- gebaut aus Elementarorganismen, welche die Le­benseinheit darstellen, den Zellen: Aufgabe der Allgemeinen Physiologie ist es deshalb, die Eigenschaften, Lebensbedingungen und Lebens­erscheinungen der Zellen zu betrachten. Die größte Zelle des Menschen, die Eizelle, hat einen Durchmesser von V< Millimeter, ist also noch mit freiem Auge wahrnehmbar: ihre Struktur und die anderen Zellen erschließt erst das Mikroskop, wobei wir uns künstlicher gärbungen bedienen. Gerade durch ihre Kleinheit wird die Wirksam­keit mancher Zellen besonders groß, denn je kleiner ein Körper ist, um so größer ist das Verhältnis seiner Oberfläche zu feinem Inhalt. Ein rotes Blutkörperchen hat einen Durchmesser von 6/iooo Millimeter und eine Dicke von 3-3/1000 Millimeter, alle roten Blutkörperchen zusammen stellen aber eine Oberfläche von 3000 Quadrat­meter dar, auf der der Gasaustausch (Aufnahme des Sauerstoffs und Abgabe der Kohlensäure) erfolgt. Mit physikalischen Methoden wird Kon­sistenz, Dichte, Temperatur, osmotischer Druck, optische und elektrische Eigenschaft der leben­digen Substanz untersucht. Auffallend an der chemischen Beschaffenheit der Zelle ist, daß das Eiweiß nur von wenigen Elementen zusammen­gesetzt wird: Kohlenstoff (C), Wasserstoff (H), Sauerstoff (O), Stickstoff (N), Schwefel (S); dazu kommt bei manchen Eiweihkörpern noch Phosphor (?) und Eisen (Fe). Außerordentlich kompliziert ist dagegen die Vereinigung dieser Elemente, sie ist uns von den meisten Eiweiß stoffen noch nicht bekannt: im roten Blutfarbstoff kommen z. B vor 758 Atome C, 1203 Atome H, 218 Atome O, 195 Atome N, 3 Atome S und ein Atom Fe. Der geistreiche Botaniker Pfeffer hat einmal gesagt: So wenig man Einblick in das Getriebe einer Tlhr bekommt, wenn man sie in einem Mörser zerstampft und dann ihre Metalle chemisch analysiert, so wenig gewinnt man durch die che­mische Analyse der lebendigen Substanz Einblick in das Wesen des Lebens. In der Tat, das Leben ist bedingt durch äußere und innere Lebens- bedingungen, es ist nicht nur Maschine, sondern eine Maschine, die ftch selbst unterhält, selbst lenkt, selbst auSbessert. Ständige Gnergiezufuhr von außen ist nötig, der Mensch ist eine Verbren­nungsmaschine, die in jeder Stunde etwa 100 Kalorien produziert, d. h. ebensoviel als not­wendig ist, um 1 Liter Wasser zum Kochen zu bringen, Gewaltig find aber mich die Arbeits-

Lichtbildervortrag über die künstli chen Düngemittel und ihre richtige An Wendung. Der Vortrag, der vortreffliche Auf- tlärung brachte, fand eine sehr beifällige Auf­nahme.

l. Hungen. 22. März. Bei her Nutz­holz v e r st e i g e r u n g am Samstag wurden folgende Höchstgebote schriftlich eingelegt: Buchen- Schnittholzstämme 1. Kl. 46.10, 2. Kl. 45,55. 3. Kl. 40,65 Mk je Fstm., Hainbuchen-Stämme 4.. 5. und 6. KI. 29,17 Mk. je Fstm. Eichen- Stämme 2. Kl. 52, 3. Kl. 48, 4. Kl. 34,15 5 Kl 26.25 und 6 Kl. 16,50 Mk. je Fstm., liefern- stamme 1. Kl. 25.10. 2. Kl. 24.10, 3. Kl. 23 20 4. Kl. 19.20 und 5. Kl. 16,50 Mi. je Fstm' Fichten-Stamme: Los I: 2. Kl, 24,60, 3. Kl. 23 60 4. Kl. 22,60, 5a Kl. 20.60 und 5b Kl. 18 60 Gaß II: 2. Kl. 24,60, 3. Kl. 23,60. 4. Kl. 2160* 5a Kl. 20,30 und 5b Kl. 18.30. Los JIJ: 3 Kll 23,50 4. Kl 21,10. 5a Kl. 20.10 und 5b Kl. 18,25 Mark je Fstm.

Kreis Kriedberg

0V A u s der Wette rau, 22. März. Der o ruh Itng zteht mit kaltem Nordwind ein Die letzte Nacht war es 5 Grad-^lt, nachdem schon tn einigen Nächten vorher das Thermometer unter 0 Grad stand. Diese tatten Nachtfröste verbunden mit warmem Sonnenschein am Tage zeitigen schlimme Wi rkungen tm Feld Man kann allenthalben beobachten, daß ®e- treidehalmchen nur noch lose tm Boden stecken allo entwurzelt und verloren sind, der Scha° den läßt sich noch nicht Übersehen, farm aber bei längerer Dauer dieser gefährlichen Witter rung sehr beträchtlich werden

OO Nieder-Florstadt, 22. März. Der ehemalige Beigeordnete. Zimmermeister Hirsch, wurde als Spitzenkandidat der bürgerlichen Liste in den Gemeinderat gewählt, tritt aber wegen hohen Alters sein 'Mandat nicht an. Die Wahllommission bestimmte als Ersatz­mann Friedrich Alt jun., den Nächsten auf der Liste. Obwohl Herr Hirsch sicher der Liste mehr Stimmen gebracht hat, wurde nach Ansicht der Kommission die Verteilung der Sitz« nicht beeinflußt und der Personenwechsel zuge­lassen.

Kreis Büdingen.

i. Nidda, 22. 'März. Der Lehrer turn- verein Nidda versammelte sich am Samstag öum letzten Male im alten Schuljahre im Kraft» legen Saalbau. Auf der Tagesodnung stand u. a. eine Äehrprobe über das Knaben­turnen der Oberstufe, dargebvten von -^urn- und Sportlehrer Beck-Mainz. Aus­gehend von der im modernen Turnunterricht geltenden Dreiteilung in Laufschule. Körperschule und Leistungsturnen, behandelte der Leiter in sachlich-methodischer Art den Lauf als Grund­bewegung. Anschließend bot er ein gutes und reidjeäi Bild aus dem großen Gebiet der modernen Freiübungen, die im Gegensatz zum früheren Betrieb mit der Halte, jetzt die ausgiebige Bewegung als Grundstock haben. Die Lei­stungen der 13jährigen Knaben waren recht gut. Im Geräteturnen zeigte Herr Deck in zwei Uebungsfolgen am Reck und Darren ebenfalls den Einfluß der Gegenwart. Das Leistungsturnen fand seine besondere Aeuherung in sehr an­sprechenden Keulen st affeln, sowie die Ge­schicklichkeit in Kreisstaffeln. In der geschlossenen Darbietung einer Mufterfreiübungs gruppe neuerer Art waren Lehrer und Schuler ganz auf der Höhe, so daß nach dem Ausklang der Lehrstunde, die überaus vielseitig und anregend war und mit einem Wettspiel im Völkerball (das auf besonderen Wunsch ge­boten wurde) ihren Abschluß fand, der reiche Beifall verdient war.

)( Orten berg, 22. März. Der Fürstliche Hltsssorster Luft dahier schoß in diesem Jahre im Distrikt Stein am 9. März die e rst e, am 14. März die zweite Schnepfe.

Kreis Schotten.

lg. G e d e r n, 22, März. Es bestand die Absicht, von Ober-Seemen nach Illnhausen einen Weg zu bauen zur Vermeidung des Umweges über die Orte Mittel- und Nieder-Seemen. Für die Ver­bindung mit den benachbarten preußischen Orten Kirchbracht, Mauswinkek, Fischborn u. a. wäre d>e- ser Weg sehr wertvoll gewesen: auch hatte unfue

leiftungen des menschlichen .Körpers. Die Arbeit des menschlichen Herzens beträgt z. D. pro Tag rund 20 000 Kilogramm-Meter, d. h., ist so groß, wie wenn es 20 000 Kilogramm einen Meter hoch heben müßte. In 70 Jahren wäre das nicht weniger als rund 40 Milliarden Kilogramm- Meter oder die Tagesarbeit von 200 000 kräftigen Arbeitern.

Wir sind damit schon in die Betrachtung der Speziellen Physiologie eingetreten. Die zweck­mäßigste Zusammensetzung der Nahrung besteht aus einem Drittel tierischen und zwei Drittel pflanzlichen Nahrungsmitteln: da ein Teil der Verdauung (der Kohlehydrate) schon im Mund erfolgt und für sie die vorherige Zerlleinerung der Speisen sehr schwierig ist, so ist forgfältige Zahnpflege nötig. Der Schluckatt kann, wenn durch das Diphtheriegift die Muskeln des Gau­mens gelahmt sind, gestört fein. Gelangt Speise, statt in die Speiseröhre, in die Luftröhre, so kommt es durch die Fremdkörper in der Lunge zu Lungenentzündung. Im Magen beginnt die Eiweihverdauung durch Pepsin und Salzsäure, aber noch andere Funktionen hat diese Säure deren interessanteste vielleicht folgende ist: , Sie ist ein chemischer Wächter am Eingang in den Darm und tötet Bakterien. Der Hygieniker Pettenkofer hat seinerzeit im Vertrauen auf die Salzsäure feines Magensaftes Cholera- dazillen eingenommen und ist nicht erkrankt. Bei fehlender Salzsäure kommt es durch die Bakterien zu abnormen Gärungen, die sich in Sodbrennen äußern. Bei Magenkrebs verschwindet merk­würdigerweise die Salzsäure aus dem Magen." Es erfolgt bann im Dünndarm die wettere Ver­dauung und die Aufnahme der verdauten Nah­rung durch die Darmzetten. Die Atmung liefert den zur Verbrennung nötigen Sauerstoff. Der mDa^6116 Mensch von 70 Kilogramm nimmt in 24 Stunden durchschnittlich 504 Liter 720 ®ramm Sauerstoff in den Lungen auf und fchei- öet hier 428 Liter - 840 Gramm Kohlensäure lotete 450 Gramm Wasser aus.

Erst die letzten Jahrzehnte brachten Auf­klärung über die Bedeutung der sogenannten innerer Sekretion, das sind Drüsen welche Stoffe in das Blut absondern. Entnimmt man z. B. die Bauchspeicheldrüse dem Körper, so fcheidet dieser Zucker aus (Zuckerkrcuckheit) und ebenso entstehen schwere Störungen bei völliger Entfernung der Sch,lddrü|c (man läßt deshalb ftete einen Teil bei der Kropfoperation zurück,. Riesenwuchs oder Zwergwuchs wird durch be-

Oberhefsen.

Landkreis Gießen.

X 21 l l e n d o r f a. d. L a h n, 22. März. Gegen­wärtig ist man hier dabei, die M a ft e n der U e b e r- sandzentrale zwischen Gießen, Klein-Linden, Allendorf und weiter auszuwechseln, da die alten Masten durch Fäulnis gelitten haben und zum Teil auch durch die geplante Verlegung der Feldwege in­folge der Feldbereinigung eine Versetzung nötig wurde. Sehr großer Schaden ist zahlreichen Landwirten durch die völlige Versumpfung einer bedeutenden Äiesenfläche zwi­schen der Kreisstraße GießenWetzlar, der Um­gehungsbahn in dieser Gegend und einen Wasser­durchlaß hat. Auf welche Weise die betroffenen Land­wirte schadlos gehalten werden, wird sich die Be­hörde überlegen muffen, da Abhilfe kaum möglich erscheint.

t Grünberg, 22. März. Eine stark be­suchte Steuer ° Protest Versammlung sand auf Einladung des Landbundes und der hiesigen Gewerbe-Organisationen am Samstag hier statt. N'-'ch den Vorträgen der Abgeordneten Fenchel, (1 L e u ch t g e n s, Generalsekretär K o l l b a ch und des Abgeordneten v. H e l m o l t wurde die folgende Entschließung einstim­mig angenommen:Die zu einer Massenkund­gebung in der Turnhalle in Grimberg zusammen- gefommenen Vertreter des Mittelstandes aus Stadt und Land protestieren mit allem Nachdruck gegen die verhängnisvolle Finanzpolitik in Hessen. Durch die Finanzmethoden des demo­kratischen Finanzministers Henrich ist trotz un­geheuren Steuerdruckes ein ungedecktes Millio­nendefizit in Hessen entstanden, das eine Finanz- katastrophe in unmittelbare Nähe rückt. Neue Steuern dürfen unter keinen Llmständen der ge­quälten Bevölkerung zugemutet werden, durch große Sparsamkeit im Staatshaushalt muffen die gewaltig gestiegenen Landessteuern auf ein erträgliches Maß zurückgeführt werden. Der Re­gierung stellen wir unsere besondere Notlage im hiesigen Bezirk vor Augen. Zur bisher in Hessen regierenden Koalition, zur verantwortlichen Re­gierung, namentlich zum Finanzminister Henrich hat die Versammlung jedes Vertrauen verloren."

> Holzheim, 22. März. Bedingt durch das trockene Wetter in letzter Zeit, sind hier die Vor­arbeiten zur Frühjahrsbestellung in vol­lem Gange. Leider wird nun durch die starke Kälte die Aussaat etwas verzögert werden. In der Ge­markung Lang-Göns ist der Sommerweizen schon untergebracht.

X Langd. 20. März Gestern abend hielt Landwirtschaftslehrer Schädel von Gießen hier vor zahlreichen Zuhörern einen sehr lehrreichen

1. Die Referate wie auch die Beifalls- und Mißsallenskundgebungen konnten den erschienenen Abgeordneten feine Veranlassung geben, den Saal öU verlassen. Der Verlaus der Versammlung spielte sich bis zum Auszug der Abgeordneten in vollständig parlamentarischen Formen ab. Der Vorwurf gegen die Versammlungsleitung ist völ­lig unberechtigt.

2. Einzelne Zwischenrufe, insbesondere der Sturm der Empörung beim Weggang der Abge­ordneten der Rechten richteten sich einzig und allein gegen den Al^eordneten, der durch seine zahlreichen Versammlungen im Lande und seine Anträge diese Empörung erst hervoraerufen und verschuldet hat und dec im BewuMeftr der gan- zen Versammlung als früherer Lehrer eine Son­derstellung einnahm. Wir wundern uns darüber, daß Herrn Dttigeldey diese Tatsache nicht ebenso bekannt gewesen sein sollte als uns. Nichts­destoweniger stehen ebenso wir nicht an, diese Vorgänge zu mißbilligen, so verständlich sie auch sind. Die Fraktionen waren eingeladen, um sich über die Stimmung und die Stellung der Versammlung zum Schulabbau zu unterrichten.

3. Die Abgeordneten des Zentrums, Hein- . ft ab t und Frau Rattern er, haben die Ver­sammlung nicht aus den von Herrn Dingeldey r angegebenen Gründen, und auch nicht gleichzeitig mit den übrigen Abgeordneten verlassen, sondern < wegen des im Landtag ftaüfinbenben Vortrages über den Mainzer Dom. Herr Heinstadt hat kües r ausdrücklich der Versammlungsleitung angekün-- öigt und um Bekanntgabe dieses Grundes er­sucht. Herr Dingeldey konstruiert also zu älnrecht eine Einheitsfront mit den Abgeordneten des Zentrums.

4. Den Angriff des Herrn Abgeordneten Din­geldey auf die Ehre und menschliche Würde der - hessischen Dolksschullehrer weisen wir mit Ent­rüstung als ungerechtfertigte Kränkung zurück.

über Freileitungen und Ortslcitungen. Wenn die Drähte zusammenschlagen, geht die Hauptsicherung des Transformatorenhauses kaputt. Bei Brandaus­bruch muß das Werk sofort benachrichtigt werden. Wenn ein Wasserstrahl d i e Freileitung trifft, ist ber © p r i tj e n m n n n in großer Gefahr, deshalb soll er'niemals eine Frei­leitung anspritzen. Das Durä's-^neiden der Drähte ist nicht ratsam, ja sogar gefährlich. Direkte Berührung mit der Leitung ist unbedingt zu ver­meiden. Von größerer Gefahr sind die Hochspann- leihnigen. Wenn bei Gewitter in einem Umschalte- häuschen Feuer entsteht, soll das Werk sofort benach­richtigt werden. Wasser muß unbedingt wegbleiben, da große Lebensgefahr besteht. Brandausbrüche durch elektrische Leitungen sind gering und betragen nur 1,4 Proz. aller Brände: infolge des schlechten Materials bei den Kriegsleitungen, find diese Zahlen etwas gestiegen. Der Prozentsatz von 4,1 wird in der nächsten Zeit noch zurückgehen. Der Prozentsatz von Feuerausbruch durch Unoorsichtigteit ist seit 1907 von 25 auf 12,5 Proz. gesunken, seitdem die Petro­leumlampe verschwunden und an :urc Stelle die Elektrizität getreten ist. Bei Anlage von Lichtleitun­gen ist auf Brandsicherheit zu sehen, denn unvor- schriftsmüßig gelegte Leitungen verursachen oft Brände. Nichtfachleute sollten cs vermeiden, eine Sicherung auszubessern, da durch schlechte Ausbesse­rung die Feuersgefahr sehr groß wird. Am Schlüsse bat der Redner die Feuerwehrvertreter, das Gehörte

325 756 Unterschriften vollzogen. Die einzelnen Kreise weisen folgende Zahlen auf: Darmstadt 36 709, Bensheim 18 095, Dieburg 15 150, Erbach 8396, Groß-Gerau 21712, Heppenheim 14 881, Offenbach 72158, Mainz 43 164, Alzey 6160, Bingen 10 361, Oppenheim 6903, Worms 18 453, Gießen 18165, Alsfeld 2392, Büdingen 6187, Friedberg 22 401, Lauterbach 1984,

Schotten 2485. In Starkenburg 187101 Einzeichnungen, in Rheinhessen Oberhessen 53 614.

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