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terbach.

mitge» ®lrt'K ideriahr öef)urs #*1

von Erwerbslosen stark besucht war, gab zuerst Bürgermeister Dr. Kühn einen kurzen Bericht über das verflossene Jahr. In seinen Ausfüh­rungen hob er besonders den starken toirtsckmft- schaftlichen Niedergang von Handel und Industrie in der lebten Hälfte des Jahres hervor und die dadurch für eine Industriestadt wie Wetzlar in immer steigendem Maße sich auftürmenden Not- mahnahmen für die Erwerbslosen. Die Hüse von Staat und Reich sei ungenügend bei der Geldnot der Gemeinden. Ausblictend glaubte er doch, daß mit Beginn des Frühjahrs eine Besserung zu erhoffen sei, wenn auch nicht m dem ge­wünschten Maße. Als erster Punkt der Tages­ordnung stand ein Antrag der Verwaltung aus Einrichtung gröhererAot st ands ar­beiten für Erwerbslose. Bekanntlich hat das Reich größere Summen zur Verfügung ge­stellt um den Gemeinden darlehnsweise Zu­schüsse bis zu 80 Prozent hierzu zu geben. Bau- und Finanzausschuß hatten sich bereits mit den Vorschlägen beschäftigt und diese im allgemeinen gutgeheißen. Trotzdem entspann sich bei diesem Punkt eine längere Debatte. Die Zahl der von einzelnen Stadtverordneten vorgebrachten neuen Projekte war so groß, daß dies selbst den Bür­germeister in Erstaunen setzte. Am Ende der Aus­sprache konnte dann die Zustimmung der Ver­sammlung zu einer Reihe von Arbeiten festge­stellt werden, von denen die wichtigsten der Aus­bau der Lauerstraße, die Fortführung der Turm- straße bis zum Wuhlgraben, ein Teilausbau der Iohannishofstraße, Planierungsarbeiten an der Kestner- und Gotterstraße, sowie eine Wetter­führung der Kalsmuntstraße sind. Weiter sollen Feldwege instandgeseht und der vorgebrachte Wunsch auf Ausbau eines Weges als Rodel­bahn berücksichtigt werden. Die Kosten dürften 180 000 Mark betragen. Auch bei Punkt 7 entspann sich eine lebhafte Debatte über die Festlegung einer neuen Straßenflucht am G oet h ebrunnen und von da zur Goelhestraße. Bekanntlich sind die Verkehrsverhältnisse durch den Goethebrunnen, Der unter Denkmalschutz steht, sehr schlicht und er­heischen eine baldige Aenderung. Dem will die -Verwaltung durch Verlegung der Straße auf die andere Seite des Brunnens und Schaffung einer großen Schleife nach der Goethestrahe ab­helfen. Das Projekt, das eine vollkommene Aen­derung im bisherigen Städtebttd mit sich zu bringen scheint, sand vielfache Kritik, doch waren bessere Vorschläge nicht vorhanden. Man einigte sich schließlich einmal auf Festlegung derStrahen- flucht und Vorbereitung des Ausbaues des unteren Teils der Serpentine. Die nächsten Punkte der Tagesordnung, Ausnahmegenehmi­gung für den Dau eines Wohnhauses, Vertrag mit dem Spar- und Bauverein wegen Verwal- tung der städtischen Mietwohnungen und Orts- satzung der kaufmännischen Berufsschule wurden ohne größere Debatte genehmigt. Bei dem fol­genden Punkte, Reuwahl des Sparkasse- vorstandes beantragte Stadtverordneter Wieser Anterbrechung der Sitzung auf 5 Mi­nuten. um den Fraktionen Gelegenheit zur noch­maligen Aussprache zu geben. Rach Wiederauf­nahme der Verhandlungen war eine Einigung aller Fraktionen nicht erzielt und es wurde zur Verhältniswahl geschritten. Hierbei kamen zwei Wahlvorschläge zur Abstimmung, und zwar einer von der vereinigten Sozialdemokratischen und Demokratischen Fraktion und der andere von den übrigen bürgerlichen Fraktionen. Auf den ersteren entfielen 14, auf den letzteren 13 Stimmen. Ge­wählt sind hiernach die Herren Poppe und Bergmann von Nr. 1 und Hiepe und Men­gersen von Rr. 2. Der letzte Punkt der öffent­lichen Sitzung fand in der Wiederwahl des Herrn Gustav W a l d f ch m i d t als Mitglied der Hospi- talverwaltung seine Erledigung.

rtr. Dorlar, 22. Jan. Gegenwärtig findet im Konfirmandensaal der hiesigen Gemeinde ein fünftägiger Krankenpslegerkursns statt. Die sehr lehrreiche Veranstaltung zeigt den etwa 67 teilnehmenden Personen die nötigen Handreichungen bei der Pflege eines Kranken. Der Kursus geht aus von einem Schwesternhause in Barmen, das die Leitung einer Krankenschwe­ster übertragen hat.

00 Niederkleen, 21. Jan. Bei der heute nachmittag hier ftattgefunbenen Pfarrerwahl wurden insgesamt 22 Stimmen abgegeben. Davon entfielen auf die Bewerber Kulke 13, Schauß 7 und Gams eine Stimme. Ein Stimmzettel war unbeschrieben. Da der Bewerber Kulte mehr als die 5)älfte der abgegebenen Stimmen erhalten hat, ist er als zum Pfarrer der hiesigen Kirchengemeinde gewählt zu betrachten. Pfarrer Kulte steht zur Zeit in Seelow bei Frankfurt a. d. O., seine Schwiegereltern, eine in Niederkleen gebürtige Fa­milie Schäfer, wohnen in Gießen.

Kreis Marburg.

][ Marburg. 22. Ian. In der hiesigen Klinik starb gestern ein elf Jahre alter Junge aus Fronhausen an den Folgen einer Kopfverletzung, die ihm einzweiIahreälte- re r Junge vor 14 Tagen mit einer Latte, in der sich ein Raget befand, beigebracht hatte.

Maingan.

WSR. F r a n k f u r t a. M 22. San. Dieser Tage hat sich ein P o st s e k r c t ä r vom Post- amt I erhängt. Er stand im Verdacht, obwohl er einer der schärfsten Beamten war und meh­rere Driefmarder entlarvt hatte, felbh -Unter» schlag ungen begangen zu haben, da er Gelder auf der Bank liegen hatte, über deren Herkunft er die Aussage verweigerte. Da ihm nichts nach­gewiesen werden konnte, wurde das gegen ihn eingeleitete Verfahren trotz dringenden Verdach­tes niedergeschlagen.

Amtsgericht Gießen.

Gießen, 16. Jan. Häufig kommt es vor, daß unwahre, die in Betracht kommenden Per­sonen schwer beleidigende Gerüchte verbreitet wer­den, ohne daß es gelingt, deren Urheber zu er­mitteln. Heute stand eine Beleidigungsklage zur Verhandlung, in der die ursprünglichen Verbreiter der unwahren Behauptungen trotz der Länge der Zeit restlos ermittelt werden konnten. Beleidigt wurde durch diese Schwätzeren ein junges Mädchen. Der Vater des Mädchens klagte nun. Zwei der Verklagten verglichen sich schon vor der Hauptver­handlung, während die dritte es zu einer umfang­reichen Beweisaufnahme kommen lieh. Danach mußte auch sie sich zu einem Vergleich bequemen, ihre Äeuherungen mit Bedauern zurücknehmen und sich zur Zahlung sämtlicher Kosten einschließlich 60 Mark Sonderhonorar des Verteters des Privat- ilägers verpflichten. Zur Warnung!

Warnung vor Schwindel mit Hypotheken.

(Nachdruck verboten.)

Die derzeitige außerordentliche Geldknapp­heit läßt häufig Geldfuchende mit Leuten in Verbindung treten, die sich ihnen zur Geldbr- schasfung anbieten, deren Ruf und Vergangen­heit und damit deren Vertrauenswürdigkeit sie aber nicht im geringsten kennen. Häufig kommt cs auch vor, daß sich vertrauens u n würdige Persönlichkeiten an Grundbesitzer wenden es soll das ein ganz besonders beliebter Trick sein denen sie die Gewährung eines Darlehens als Selbstgeber versprechen. Meistens stehen der­artige Persönlichkeiten mit irgendeiner Kasse von zweifelhafter Geschäftsgeba- r u n g in Verbindung, deren Rechner oder fDu­ftige einflußreiche Mitglieder siegenauer ken­nen". Läßt nun ein Grundstückseigentümer für einen solchenHelfer in der Not" im Grundbuch eine Hypothek, namentlich eine Brief Hypothek eintragen, so gibt jenerHelfer", der mit Be­stimmtheit pfandlos zu sein pflegt, dem nun­mehrigen Hypothekenschuldner in der Regel einen im Verhältnis zur eingetragenen Hypotheken- summe ganz geringen Dargcldbetrag, läßt sich aber

(Mit Skk UwetWi Bügel! W« die Mett!

vom Grundstückseigentümer den Hypothekenbrief aushändigen, was wiederum häufig durch aller­hand schöne Redensarten erreicht wird. Hat der Geldgeber" nunmehr den Hypothekenbrief in der Hand, in dem vielleicht sogar zu lesen steht, daß vorgehende Hypotheken nicht vorhanden sind, soverlauft" derGeldgeber" die hypothekarisch gesicherteForderung" an jene mehr oder minder gutgläubige" Kasse derartige Kassen sind immergutgläubig" und der Grundstückseigen-- tümer ist mit Sicherheit der hereingefallene Teil. Er bekommt vom Grundbuchamt die in Gestalt der Abtretung vollzogene Tatsache mitgeteilt, daß dervertrauenswürdige" Geldgeber ihn genas- führt hat.

Denn nun verlangt der neue Gläubiger, diegutgläubige" Kasse, vom Schuldner, der bisher für feine Gutgläubigkeit ein Trinkgeld er­halten hat, die Herauszahlung der ganzen hypo­thekarisch gesicherten Summe. Lind der Hypothek- tefteller muß bezahlen. Er könnte sich wohl an feinenWohltäter" halten, allein dieser ist pfandlos!

Tue die Augen auf oder den Beutel! Die Herausgabe des Hypothekenbriefes darf seitens des Hypothekenbestellers oder seitens des In­habers eines solchen Briefes an einen Dritten nur Zug um Zug erfolgen: hie Brief, hie Geld. Denn ein Hypothekenbrief i st, wirtschaftlich gesprochen, nichts anderes als bar Geld. Das muß jeder wissen.

Die Staatsanwaltschaft sollte solche Fälle, wenn sie zu ihrer Kenntnis gelangen, unerbitt­lich verfolgen und die beschriebenen Wohltäter dorthin bringen lassen, wohin sie gehören, näm­lich hinter Schloß und Riegel. Denn sie sind Wucherer und Betrüger von ganz besonderer Gefährlichkeit. Jeder derart Hintergangene sollte den- Fall zur Kenntnis der Staatsanwaltschaft bringen.

Gegen das gigeunerunwesen.

Die am 1. März 1905 in Kraft getretene Po­lizeiverordnung über die Bekämpfung des Zigeuner Unwesens wird vom Kreisamt Gießen den Bürgemeistereien der Landgemeinden und den Gendarmeriestationen in Erinnerung gebracht. In den Vorschriften heißt es:

Zigeunern ist das Tragen und Mitsichführen von Hieb-, Stoß- und Schußwaffen und von Munition für Schußwaffen verboten.

Das Zusammenreisen der Zigeuner in Hor­den ist untersagt. Ein Zusammenreisen in Horden liegt schon dann vor, wenn eine Zigeunerfamilie von einer anderen Zigeunerfamilie oder einer einzelnen Person, die nicht zur gleichen Familie gehört, begleitet wird.

Zigeunern ist es untersagt, auf öffentlichen Straßen, Wegen und Plätzen, sowie auf freiem Felde ohne vorhergehende ausdrückliche Erlaub­nis der Ortspolizribehörde zu lagern oder Wa­gen au^uft eilen.

Dais Lagern im Walde ist unter allen Um­ständen untersagt.

Wenn Zigeuner in einer anderen Weise als in öffentlichen Gasthäusern übernachten, haben sie, vorausgesetzt, daß die erforderliche Erlaub­nis der Ortspvlizeibehörde erteilt wird, für die Dauer ihres Aufenthalts ihre Legitimations­papiere bei der Ortsspolizeibehörde zu hin­terlegen.

Die Wagen der Zigeuner müssen an leicht sichtbarer Stelle mit einem Schild versehen sein, auf welchem der Name und die Heimat des Eigentümers deutlich lesbar angegeben sein muh.

Die Bestimmungen finden auch auf Personen, welche nach Zigeunerart umherziehen, Anwen­dung.

Zuwiderhandlungen gegen die Bestimmungen dieser Polizeiverordnung werden, soweit nicht in bestehenden Gesetzen höhere Strafen angedroht sind, mit Geldstrafen bis zu 30 Mark bestraft.

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kosteten auf dem heutigen Wochenmarkt: Butter 170 bis 180, Matte 30 bis 40, Käse 60 bis 70, Wirsing 20 bis 30, Weißkraut 15 bis 20, Rotkraut 20 bis 25, gelbe Rüben 25, rote Rü­ben 20. Spinat 50, Unter-Kohlrabi 10 bis 12, Grünkohl 30, Rosenkohl 07, Feldsalat 120, Zwie­beln 20, Meerrettich 30 bis 100, Schwarzwurzeln 50 bis 70, Kartoffeln 4 bis 5, Aepfel 15 bis 20, Dirnen 30, junge Hahnen 130, Suppenhühner 130, Nüsse 70. Endivien 120 Pfennig das Pfund; Eier 19 bis 20, Blumenkohl 60 bis 180, Lauch 5 bis 15, Sellerie 20 bis 70 Pfennig das Stück.

Aus dem Amtsverkündirv ^»sblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 6 vom 19. Januar enthält: Die Ianuarmiete. Auswärtige Amtstage. Bekämpfung des Zigeunerunwesens. Steuerabzug vom Arbeits- (oftn. Wahlen der Mitglieder und Stellver­treter des Kreisausschusses. Wahlen der Bür­germeister. Fleischbeschau. Bekämpfung der Obstbaumschädlinge. Feldbereinigung in Ober» Steinberg. Dienstnachrichten.

* Das Amtsverkündigungsblatt Nr. 7 vom 22. Januar enthält: Kosten des Mahn- und Zwangsverfahrens. - Wahlen des Provinzialausschusses. Karneval 1926. - An­schlußgleis Kesselbach. Falsche Rcntenbanl- scheine. - Gefechtsschießen. Lungenseuche in Lich. Maul- und Klauenseuche in Allendorf a. d. Lda. Dienststunden deS Kreisschulamts. Errichtung einer Satzung für den Bezirtsfürsorge- verband. - Dienstnachrichten.

Turnen, Sport und Spiel.

Handball.

Wer wird Meister von Hessen-Hannober?

tz. Die Kasseler Kreisbehörde hat die Polizei Kassel als Meister bestimmt, trotzdem diese noch nicht alle Verbandsspiele absolviert hät. Ob sich der zweite Kasseler Handballmeisteranwärter das wird gefallen lassen? Wie verlautet, haben die Hessen-Preußen auch sogleich gegen diese Maßnahme Einspruch eingelegt, der am Sams­tag, 23. Jan., in Kassel durch den T. B. A. entschieden wird. Nichtsdestotrotz hat der T. D. A. durch seinen Obmann für Handball. Willing, die Durchführung der Bezirlsendspiele verfügt, und zwar derart, daß zunächst am 24. Jan,. 11 Uhr vormittags, in Kassel auf dem Polizeiplatze sich Polizei-Kassel und F. C. Wetzlar gegenüberstehen, mit Rückspiel am 31. d. Mts. in Wetzlar. Die Wetzlarer müssen bereits am Samstag abend nach Kassel, um dem eigen­tümlichen Spielbeginn gerecht zu werden. Wie stehen die Chancen dieses Treffens? Bisher kam es nur einmal zu einer Kraftprobe zwischen den genannten Vereinen; diese nahm auf dem grünen Rasen einen für die Wetzlarer mit 2:1 siegreichen Verlauf, und am grünen Tisch blieb die Polizei Kassel überlegener Sieger. Wie wird es am Sonntga werden? Im allgemeinen hat der Kasseler Gegner seine Aufstellung und seine Spielweife vom Vorjahre beibehalten und gibt damit einen äußerst starken Rivalen ab, trenn auch sein bester Stürmer Schenk, durch lange, schwere Krankheit in seiner Form zurückgeworfen, nur noch in der Hintermannschaft steht. Aber Weingärtner und Marzinkowski sind nach wie vor die gefährlichen todsicheren Schüt­zen der Polizei, während in ihrer Verteidigung Pape ein Torhüter von Klasse ist. Der F. C. 05 Wetzlar steht also vor einer schweren Aufgabe, die er nur durch Hergabe des Aeußersten lösen könnte. Seine Leistung ist abhängig von dem Können seines Sturmes und der Widerstands- fähigleit seines Torwächters; denn die Polizei kommt sicher zum Schuß und schießt nicht schlecht. Wie sich der außer Paulus junge Sturm gegen den großen Gegner abfinden wird, steht dahin. Seine bisher gezeigten Leistungen lassen aber, besonders bei Halbwegs gutem Boden Torerfolge erwarten. An einer Stelle jedoch sind die Kasseler verwundbar. Ihre Achillesferse ist ihr Alter. Die kolossal zähen Wetzlarer »erben das Tempo steigern und steigern müssen, um dem Gegner die Lust au nehmen (so war's schon ein­mal im Vorjahrei), unb das kann ihr Gewinner fein. So wünscht es ihnen der Lahnkreis I

Am die BezirkSfuhbaUmelsterschast Don Hessen-Hannover.

tz. Die Serie geht langsam zu Ende. Kur- Hessen Kassel spielt am Sonntag sein zweit­letztes Spiel gegen Hessen 09. Die Hessen werden natürlich schon au8 Lokalrivalität ver­suchen. den Altmeister aus dem Rennen zu wer­fen. Es ist jedoch mehr als fraglich ob ihre Kräfte dazu ausreichen, denn ihre Spielweise ist der Kurhessens technisch doch ein Bedeuten­des unterlegen. Als Hauptkampffaktor bringen sie ihren kolossalen Eifer mit auf den Plan, der meist wie auch hier mit großer Durchschlags­kraft gepaart ist. Nur mit Aeberraschungserfol- gen würden sie den Sieg an sich reiften können. Kurhessen ist trotz allem als knapper, aber si­cherer Sieger anzusprechen. And damit wäre man der Meisterfrage nicht um einen Schritt näher ge­kommen. Die Entscheidung ist und bleibt der Kwnpf am 31. Januar:Sport" Kurhessen.

Die Vereinigten Marburger werden in Hann.-Münden dessen guten Torhüter nicht oft, die Mannschaft der S.Vg. aber sicher schlagen.

Flug Ubets nach St. Moritz.

S t. M o r i tz , 22. Jan. (WB.) Der deutsche Flieger Übet ist heute mit seinem Flugzeug eigner Konstruktion von München nach St. Moritz geflo­gen, wo die Landung auf dem vereisten St. M o r i tz e r See erfolgte. Übet gebenkt von hier aus Flüge ins Engabin unb bie Grau- bünbner Alpen zu unternehmen.

Spielplan der Frankfurter Theater.

Opernhaus. Sonntag, 24. Ian.: Sieg­fried. Montag. 25 : Die Hugenotten. Dienstag, 26. Der Rosenkaraller. Mittwoch 27., nachm. 21/2 Ahr: Die Weihnachtsglocke; abends 6^/z Ahr: Die Zauberflöte. Donnerstag, 28.: Martha. Frei­tag, 23.: Der Waffenschmied. Samstag, 30., nachm. 2V- Ahr. Die Weihnachtsglocke; abends 7 Ahr: Eine Nacht in Venedig. Sonntag, 31., nachm. 21 z Ahr: Die Weihnachtsglocke; abends 7 Ahr: Othello. Schauspielhaus. Sonn­tag, 24. Jan., vorm. 11V- -Uhr: Vergnügliche Ma­tinee von Hans Reimann; abends 8 Ahr: Der fröhliche Weinberg. Dienstag, 26.: Die jjagb Gottes. Mittwoch 27.: Die Hochzeit der Schä­ferin; hierauf: Der Wald. Donnerstag, 28^: Die Jagd Gottes. Freitag, 29.: Das große Welt­theater. . Samstag, 20.: Die Hochzeit der Schä­ferin; hierauf: Der Wald. Sonntag, 31.. nachm. 3V2 Ahr: Der Kreidekreis; abends V/a Ahr: Wer niemals einen Rausch gehabt.

Büchertisch.

Das Buch für A l l e", im Verlage der Anion, Deutsche Verlagsanstalt (Stuttgart, Berlin, Leipzig, Wien), die gedieaene alte Fa­milienzeitschrift, die vorübergehend ihr Erschei- nen eingestellt hatte, ist mit dem neuen Jahr in den 58. Jahrgang eingetreten und hat, wie die vorliegenden sechs Hefte erweisen, mit sorgsam ausgewähltem, abwechslungsreichem, immer an­regendem und belehrendem Text und zahlreichen Illustrationsbelgaben ihre guten Traditionen zu wahren gewußt und wieder aufgenommen.

Die neue Nummer 4218 derIllu­strierten Zeitung" (Verlag 3. 3. Weber, Leipzig) wird eingeleitet durch einen sehr unter­richtenden Aufsatz von Generalleutnant Heinrich

Meyer .Oesterreichs Bestimmung einst und jetzt", ein Tb:ma, das unverminderte Aktualität besitzt. Dem Andenken an HanS Sachsens 350. Todestag ist von Dr. F. Bock ein Gedenkblatt gewidmet. Der Naturfreund wird sich durch den Artikel Wenn der Fluß seinen Lauf ändert" von Dr. W. Bvllweg angeregt finden. Don völkerkund­lichem Interesse ist der Beitrag von F. O. Koch Der Schirm im Fernen Osten". Mehr ins tech­nische Gebiet führt den Lefer der Beitrag von Dr. Hildevrandt ..Fortschritte im Flugwesen". Mit künstlerischen Beiträgen ist die vorliegende Num­mer besonders reich auegeftattet.

Das Januarheft 1926 derInnen- Dekorativ n" führ! in über 56 großen Abbil­dungen, Sepiaton- und Farbenbeilagen zunächst eine Anzahl fein empfundener Landhausentwürfe von Professor Eduard Pfeiffer-München vor, Hausgedanken aus der Geisteslage einer be­schwingten Nüchternheit, zart von seelisch-geistiger Bedeutung erfüllt, einiach, reif und festlich. Als Hauptverösfentlichung folgt bann die Wieder­gabe einer Reihe von Ansichten und Innen­räumen des neuenWohnhauses Alerander Koch" in Darmstadt iArchttetten F. A. BreuhauS und H. Roßkotten), eines Hauses. daS mit feinem ge­diegenen Außen- und 3nnenbau, mit seinen ge­wählten Kunst schätzen, seiner gehaltvollen Lebens­form als ein Wohnhaus anzusprechen ist. in dem die Ansprüche modernen, von der Kunst Der* ebelten Wohnens bis ins Letzte berücksichtigt wor­den sind. Zum Abschluß bietet bas Januarheft bann noch eine Reihe bemerkenswerter schlichter Wohnräume nach Entwurf von Prof. Heinrich Tessenow, Bertsch, Niemeyer, von denDeutschen Werkstätten" A.-G. ausgeführte Wohrr-,- und Schlafzimmer in geklärten Typen, bie dem Be­dürfnis nach einfachen Wohnungseinrichtungen in vortrefflicher W.iie entgegenkmmen, Im gan­zen also ein Aeberblick über neuzeitliche Haus- rind Wohnungsgestaltung, der verschiedensten Le­benshaltung angepaßt, dem Programm dieser Zeitschrift getreu: für alle Schichten des Volkes die Werte der neuen Wohnungskultur zugäng­lich zu machen und in allen Kreisen die Freude an dem wohlgesormten Heim, an der wohleinge­richteten Wohnung zu wecken. (Der Einzelpreis dieses Januarheftes beträgt 3 Mk., der Viertel­jahresbezug derInnen-Dekoration" 6 Mk. Ver­lag Dr. Alexander Koch, Davinstadt.)

A l e n h o r st 1 92 6. Almanach der Han­seatischen Verlagsanstalt, Hamburg. 125 Seilen, mit Kalendarium, bildlichen Wiedergaben und Leseproben. 852

Fr. W. Foerster: Religion und E h a r a f t e r b i l bu n g. Psychologische Anter- suchungen und pädagogische Vorschläge. Rotapfel- Verlag, Zürich und Leipzig. 464 Seiten, geb. 7,60 Mk. Foerster macht die Religion, d. h. bie christliche Religion zum Mittelpunkt des ganzen menschlichen Lebens. Religion ist für Foerster nicht Mittel, sondern Grundlage. Er weist hin, wie wenig auf bloßer Wissenschaft, am aller­wenigsten aus Naturwissenschaft, ein allgemein binbenbeS Sittengesctz sich aufbauen lasse und zerstört alle die Illusionen, die auf einer rein wissenschaftlichen Grundlage die Well sittlich ge­stalten wollen. 864

Kivchliche Nachrichten.

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 24. Januar. 3. n. Epiphanias. Stadtkirche. 9'/,: Missionsprediger ßauLll: Kinder­kirche für die Matthäusgemeinde. Missionsprediger Lauk. 5: Pfarrer Becker. - IohanneSkirche. S'/,: Pfr. Bechtolsheirner. 11: Kinderk. f. d. Lukasgemeinde. Pfarrer Vechtolsheirner. 5: Pfarraff. Schultheis. - Kirchberg. 10; Lollar nachm. llÄ- Daubringen nachmitags Dienstag, 26. Januar, abends 8%: Bibelstunde Lollar. Donnerstag, 28. Januar, abends 8'/,: Bibelstunde Daubringen. Wieseck. 10. Watzenborn-Garbenteich. Watzenborn-Steinberg: 1 Garbenteich: 10.

Briefkasten der Redaktion.

(Rechts achten sind ohne Verbindlichkeit der

Redaktion.)

E. S. 150. Ohne Einwilligung des Verkäufers können Sie von dem abgeschlossenen Vertrage nicht zurücktreten. Ihr nachträglicher Widerruf ist belanglos. Nehmen Sie den (Segenflanb ab.

K. S. Anter der Dorausfetzung, daß der Wasfennehrverbrauch den Anspruch des Ver­mieters an sich rechtfertigt, worüber Die sich am einfachsten nötigenfalls auf dem Gas- und Wasserwerk unterrichten, müssen Die den ange» forderten Betrag bezahlen. Der Forderung^ berechtigte kann mehrere Ziele zusammenkommen lassen. Lassen Sie sich seine Forderung spezifi­zieren. Es greift die regelmäßige Verjährungs­frist von 30 Jahren Platz und nicht die sechs­monatige des § 558 DGB.

30jähriger Abonnent. 1. Das geltende Erb­recht bestimmt, daß Geschwister, die Neben­berufen sind, zu gleichen Teilen erben, und daß an Stelle verstorbener Geschwister deren Abiömm- linge nach Maßgabe des tz 1924 des DGB. treten, z. B. der Sohn des Erblassers schließt seine Kinder, die Enkel, aus. 2. Das Aufstellen eines Holzschuppens an Ihrer Mauer ist gestattet, das Herausnehmen von Backsteinen ohne Einwilli­gung verboten. Sie dürfen die Wand verputzen lassen. Der Nachbar muß dieses dulden. Für Scha­den. der ihm dabei entsteht, sind Sie ersatz­pflichtig. Kommen Sie zu feiner gütlichen Eini­gung, müssen Sie gerichtliche Klage erheben.

v. N. Wenn Sie glauben, daß Ihre Steuer- fähigkeit durch das Studium Ihres SohneS wesentlich beeinträchtigt wird, müssen Sie, beim zuständigen Finanzamt einen Antrag stellen, daß Sie den Sohn beim Steuerabzug mit an­rechnen können. Ohne die Einreichung und Ge^ nehmigung eines solchen Antrages darf der Steuerabzug für diesen Sohn nicht vorgenommen werden.

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