Buntes Allerlei.
Prophezeiungen für 1927.
Die berühmten frmyöfifajen Wahrsagerinnen, die alljährlich uni die Weihnachtszeit der aufhorchenden Menschheit die Ereignisse des neuen Jahres vorherverkünden, haben sich auch diesmal pünktlich eingestellt. Mme Albane de Siva, die seinerzeit das Ende des Krieges richtig voraussagte, verkündigt für 1927 große Reformen unb »viel Bewegung in der inneren und äußeren Politik". Sic deutet sogar für Frankreich einen Staatsstreich an, gibt aber dann die beruhigende Erklärung, die alte Regierungsform werde bestehen bleiben. Außerdem gibt sie natürlich das ständige Programm von Katastrophen, Erdbeben, Llnglücksfällen auf der Eisenbahn, in der Luft, auf dem Wasser usw. Kühn ist ihre Prophezeiung, daß „eine größere Sittenstrenge" sich bei den Franzosen bemerkbar machen wird. Eine andere moderne Pythia, Mme. Fraha, hält das kommende Jahr, das unter den Zeichen des Saturn und der Sonne steht, für glückbringend. Den Franzosen verkündet sie den „endgülttgen Sieg dcS Franc" und die Wiederkehr normaler Verhältnisse im Frühling. Daß der Rundfunk weitere Fortschritte machen und daß es an Unfällen nicht fehlen wird, glauben wir ihr ohne weiteres. Auch wird man ihrer Prophezeiung, daß die Menschen 1927 immer weniger höflich sein werden, eine gewisse Wahrscheinlichkeit nicht absprechen können
Langschläfer.
Cs hat zu allen Zeiten Leute gegeben, die nicht wie gewöhnliche Sterbliche dann, wenn sie schläfrig, müde oder krank sind, zu Bett gehen, sondern sich auch auS anderen Gründen im Bette aufhielten. Bernadotte, der König von Schweden, ging abends elf Uhr zu Bett und verließ eS erst wieder am folgenden Rachmittage um vier Uhr. Im Winter empfing er seine Minister im Bette und dort unterzeichnete er auch seine Akten. - Unsere Rähmaschinen verdanken ihr Bestehen dem Bette. Singer, der Erfinder der Aähmascbinennadel, lag im Bette und träumte — natürlich von seiner Maschine, die sein ganzes Denken im Wachen und Schlafen war. Im Traume sah er einen Ulanen, der mit eingelegter Lanze gegen ihn Misprengte. Das Fähnlein der Lanze aber flatterte aus einem großen Oehic an der Spitze der Lanze. Singer erwachte — die große Frage war gelöst: das Oehr gehörte an die Spitze der Radel und nicht wie bei der gewöhnlichen Rähnadel an bad andere Ende. - Dem Spanier Don Everardo Dlasco hatte ein Wahrsager aus den Sternen prophezeit, er würde nicht im Bette sterben. Der schlaue Tenor gedachte
Rand festdrückt und mit Eigelb bestreicht. Eine Stunde Backzeit.
Brennende Eierkuchen. Die fertigen Eierkuchen bestreicht man mit einem beliebigen Gelee und zerdrückten Makronen, stäubt Puderzucker darüber, befeuchtet sie mit gutem Kirschwasser oder Kognak und zündet sie beim Aufträgen an.
Haselnuß-Brote. Die gleiche Masse formt man mit etwas Mehl zu kleinen, zierlichen fingerlangen Brötchen, und macht mit dem Messerrücken auf jedes zwei schräge Einschnitte. Man läßt sie über Rächt stehen und bäckt sie dann in mäßiger Hitze.
Buntes Sandgebäck für den Weihnachtsteller. Besonders schön sieht ein Weihnachtsteller aus, wenn bunte Farben das Weihnachtsgebäck zieren. Rach folgender Anleitung läßt sich ein feines, ausgiebiges und hübsches Weihnachtsgebäck Herstellen: 250 Gramm Butter, 250 Gramm Zucker, 2 Eier und 450 bis 500 Gramm Mehl, je nach Größe der Eier. Alles zusammen wird gut verarbeitet und in die Strau- bensprihe gefüllt. Auf ein gut eingefettetes Blech werden dann Figuren gespritzt, wie Ringe, Stän- gelchen, Achter und Hörnchen. Der Leig soll ziemlich fest fein, damit sich die Formen der Straubensprihe gut ausprägen. Dieses Sandgebäck wird dann bei guter Hitze gebacken. Zur Der- bcficrung des Geschmacks kann verwiegte Vanille, Zitronenschale oder Bittermandelöl dem Teig beigegeben werden. Die Beigaben ergeben ein ganz Helles Sandgebäck. Fügt man gestoßenen Zimmt und Relken hinzu, oder Kakao, so wird das Sandgebäck bräunlid). Rimmt man ein wem; pulverisiertes Sandelholz — in jeder Drogerie erhältlich - hinzu, so bekommt das Sandgebäck eine rötliche Farbe. Empfehlenswert ist es, einen Teil deS Mehlquantums durch das blütenweiße, trockene Mondamin zu ersehen, weil dieses dem Gebäck den typischen, bräfeligen, sandigen Geschmack verleiht. Oder man kann einen Teil des Mehls durch zwei Mondamin-Puddingpulver ersetzen, die den gleichen Effekt erzielen. Diese Monbaminpulver gibt es in allen Geschmacksrichtungen, wie Mandel, Schokolade, Mokka, Zitrone, Himbeer und Vanille. Auf diese einfache Weise lann man in den Geschmack des Sandgebäcks viel Abwechslung bringen. Selbstverständlich muß die Gewichtsmenge des verwendeten Mondamins vom Mehlquantum abgezogen werden.
Schlesische M o h n k l ö ß c. 1 Liter Milch wird mit 300 Gramm Zucker und 500 Gramm geliehenem Blaumohn ausgekocht. Zwei bis drei Eßlöffel Feingrieß macht die Masse bündiger. Run kann man nach Belieben gehackte Mandeln, ober Rütte, etwas Vanillin, Korinthen ober Sultaninen beifügen, doch geht es auch ohne bicse Zutaten. Der gekochte Mohn muß etwas abge'ühll, einen dickflüssigen Brei bilden. Man bestreicht den Boden einer großen Schüssel dünn mit Drei, belegt ihn dicht mit seinen Scheiben von einen Tag alten Wassersemmeln, bestreicht wieder mit Fülle usw., die letzte Schicht ist Mohn. Am besten loirb das Gericht einen Tag vor Gebrauch fertiggebracht. Die Semmelscheiben saugen jede Feuchtigkeit auf. Die ganze Masse läßt sich quer durch in Scheiben schneiden, die bunt gemustert erscheinen.
Nürnberger Honigplätzchen für den Silvesterabend. Fünf ganze Eier werden mit 500 Gramm Zucker eine halbe Stunde lang gerührt. Dann wird noch folgendes hinzugefügt. 10 Gramm gemahlener Zimmt, 8 Gramm gemahlene Relken, 5 Gramm gemahlene Kardamone, 15 geriebene bittere Mandeln, 30 Gramm zerlassene Butter, die abgeriebene Schale einer Zitrone, 250 Gramm Honig, ein Kaffeelöffel vlül Backpulver, 150 Gramm Mondamin und ungefähr 500 bis 600 Gramm feinstes Weizenmehl. Das Mondamin als feinster Maispuder ist noch zarter und ausgiebiger als bas beste Weizenmehl. Aus der Teigmasse werden runde Plätzchen gestochen und bei Mittelhihc gelb gebacken. Roch warm, -verden sie mit in Wasser verrührtem Puderzucker bestrichen.
nun cwig zu leben, und ging nicht mehr aus dem Bette heraus. Sechs lange Jahre hatte er Tag und Rächt darin bereits zugebracht, da trat ein Erdbeben ein, und im ersten Schreck springt er, um zu flüchten, aus bsm Bette, fällt aber und schsägt mit dem Kopfe gegen die Kante des Bett- Pfostens und — ist tot. — Ein wahrer Dirtuose im Bettliegen war der Engländer White, der als frischer und gesunder Mann sechs Jahre und sieben Monate im Bette lag. Er wechselte in dieser Zeit viermal seine Wohnung, ohne dabei das Bett zu verlassen. Er ließ sich vielmehr auch bei diesen Umzügen im Bette sortschasfen und einmal verzog er sogar von Quebec nach Montreal. selbstverständlich ebenfalls im Bette. — Auch von dem berühmten englischen Richter Torville wird erzählt, baß er sich von seinem Bette nicht habe trennen können, und deshalb die Parteien in sein Schlafzimmer kommen ließ und von dort aus die Verhandlungen leitete. Auch verbat er sich in seinem Testamente einen Sarg und bestimmte, daß man ihn in seinem Bette begraben solle.
Wirtschaft.
Der deutsche Außenhandel im November.
paffiofalbo 193 Millionen Mark.
Der deutsche Außenhandel zeigt im Rovember im reinen Warenverkehr einen Einfuhrüberschuß von 123 Mill. Mark gegen 100 Mill. Mark im Vormonat: insgesamt beträgt die Passivität 193 Mill. Mark.
Die reine Wareneinfuhr zeigt eine Zunahme von 9 Mill. Mark. Die Einfuhr an Lebensmitteln liegt um 4 Mill. Mark höher als im Vormonat. Beträchtlicher ist die Verschiebung bei Rohstoffen und Fertigwaren: erstere zeigen eine Zunahme um 20 Mill. Mark, letztere eine Abnahme um 14 Mill. Mark. Die Ausfuhr im reinen Warenverkehr hat sich nur unwesentlich — um 3 Mill. Mark — vermindert. Während b;e Fertigwarenausfuhr eine Abnahme von 24 Mill. Mark aufweist, zeigt die Ausfuhr an Lebensmitteln und Rohstoffen eine Zunahme, und zwar erstere um 16 Mill. Mark, letztere um 5 Mill. Mark.
Nahrungsmittelbedarf und Erwerbslosigkeit.
Die innerdeutsche Wirtschaft wird von zwei Grundtatsachen besonders stark beeinflußt. Zunächst von der R a h r u n g s in i 11 e l e i n f u h r, die im letzten Jahresdurchschnllt monatlich rund 300 Mill. Mk. an bas Ausland abfließen ließ. Sodann von der Erwerbslosigkeit, bie einschließlich der Kurzarbeiterfürsorge den Staat und bie Wirtschaft monatlich mindestens 170 bis 180 Mill. Mk. kostet. Diese beiden Tatsachen stehen in enger Wechselwirkung. Wir hatten zwar vor dem Kriege auch schon eine starke Rahrungs- Mitteleinfuhr, diese konnte aber ohne weitere Erschwernisse mit dem Export bezahlt werden. Heute ist jedoch der Produktionsausfall durch die Erwerbslosigkeit so groß, daß man allein mit ihm unsere Rahrungsmitteleinfuhr aus dem Ausland ungefähr finanzieren konnte.
Diese Zusammenhänge zwischen Rahrungs- mitteleinsuhr und Erwerbslosigkeit einerseits und Belastung der deutschen Wirtschaft andererseits sind bisher noch nicht genügend berücksichtigt worden. Auch das Arbeitsbeschaffungsprogramm besteht in der Hauptsache aus einer mehr ober weniger zufälligen Aneinanderreihung von Projekten, die vielfach rein lokalen ober politischen Wünschen ihr Entstehen verdanken, und bie alles andere bedeuten als eine organische Umgestaltung unserer Wirtschaftsstruktur, ober doch wenigstens eine Annäherung zu ihr. Straßenbauten, Oedlandkultur, Kanalbauten, Wasserkraftanlagen, Wohnungsbauten, Elektrisierung der Eisenbahn usw., alles das mögen Projekte sein, die für manches Einzelgewerbe oder für manche Gegend eine gewisse Entlastung bringen, bie abdr niemals ein einheitliches, auf bie Gesundung des Wirtschaftsorganismus als solchen gerichtetes Programm darstellen. Das Arbeitsbeschaffungsprogramm begnügt sich mit dem sehr kostspieligen und — in der Gesamtheit betrachtet weniger wichtigen Ziel, aus Erwerbslosen vorübergehende Rotstandsarbeiter zu machen, anstatt dem viel wichtigeren Endziel zuzustreben, aus den Erwerbslosen wieder bodenständige Arbeiter mit dauernder und fest- begrenzter Arbeitsgelegenheit zu schaffen. Das Endziel des Arbeitsbeschaffungsprogramms besteht also nicht darin, der Erwerbslosigkeit ein Ende zu machen, sondern darin, vorübergehend Arbeitslose gegen Rotstandsarbeiter umzutauschen. um dadurch eine Produktivität vorzutäuschen, die in Wirklichkeit garnicht vorhanden ist.
Das Ziel eines wahren Arbeitsbeschaffungs. Programms m^e in einer dauernden U m - g c ft a 11 u n g »er deutschen Wirtschaft bestehen, die aus Erwerbslosen wirkliche Arbeiter macht, deren produktive Beschäftigungsmöglichkeit für absehbare Zeit gesichert ist. Das ist aber nur möglich, wenn die beiden Geundproblcme der deutschen Wirtschaft - Rahrungsmittelcin- fuhr und Erwerbslosigkeit - miteinander in organische Verbindung gebracht werden. Anders ausgebrückt bedeutet das die Rotwendigkttt, auf dem Wege über bie Landwirtschaft eine Entlastung bes deutschen Binnenmarktes herbeizuführen. Möglichkeiten, zu diesem Ziel zu gelangen, sind vorhanden. Es braucht nur darauf hingewiesen zu werden, daß die Landwirtschaft immer noch gezwungen ist, einen nicht unerheblichen Prozentsatz auslän» bischer Arbieitskräfte zu beschäftigen, an deren Stelle sehr Wohl zum guten Teil deutsche Arbeiter treten könnten. Die wesentlichsten Möglichkeiten. die hier in Betracht kommen, bestehen in der Verpflanzung solcher Landwirtschaslsange- hörigen, bie im Westen Deutschlands eine aus- reichende Betätigung in der Landwirtschaft nicht mehr haben, nach dem sieblungsarmen Osten. Durchgreifende Intensivierung der Landwirtschaft. Steigerung des Hackfrucht- baueS. Bau von Landarbeiterwohnungen. Wege- und Straßenbau auf dem Lande, Finanzierung des Bezuges von landwirtschaftlichen Maschinen usw.. alles das sind Dinge, die in den Rahmen eines wirllich großzügigen, organischen Arbeitsbeschaffungsprogramms eingepaßt werben fönn- ten, während dies bisher nicht der Fall ist.
* Ausfall der Börse am ko mme n - menben Freitag. Wie der DHD. erführt, ist in bet gestrigen Schmig des Berliner- Börsenvorstandes beschlossen worden, am Freitag. 24. d. Mts den gesamten Börsenverkehr ruhen zu
lassen. Die Aussetzung des Börsenverkehrs erstreckt sich demnach sowohl auf den Effektenmarkt, als auch auf den Devisenhandel, sowie auf die Metall- und Produktenbörse.
’ Deutschland weiterhin der größte Doheisenlieferant Amerikas. Die Roheiseneinfuhr Amerikas belief sich in den ersten zehn Monaten dieses Jahres, wie dem „I. K." berichtet wird, auf 413 300 (353 400) Tonnen. Deutschland war in der Berichtszeit mit einer Einfuhr in Höhe von 133 400 Tonnen der bedeutendste Roheisenlieferant Amerikas. Ihm folgte England mit 92 100 Tonnen, Britt sch-Indien mit 79 500 Tonnen. Holland mit 62 100 Tonnen und Frankreich mit 26 900 Tonnen.
Dörlenkune.
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
grankkurt a.M.
Berlin
Sd)Iu ,• fcurc
t-Uht. Kur,
Schluh» Rur«
Anfang «triri
Datum:
21. 12.
22. 12.
21. 12.
22. 12.
5% Dcullch- NeichSanleihe .
1.2375
0.745
0.7425
0 74
VU Deutsche NeichSanleihe .
0.69
—
0,6775
o.67
3'/,% Deutsch- Reich en leih: 3% Deutsche ReichSanletbe . Deutsche Svarvramicnanlethc
0.69
—
0.63
0.6675
U.M
0.440
_
0.7975 0 44
0,795
4% Preußische ökonsolS . . .
0,69
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U 6775
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—
—
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Deutsche Wertb. Dollar-Anl.
97,25
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*-
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16.25
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—
—
—-
—
Berliner Handelsgesellschaft.
Commerz und Pnvat-Bank.
274 5 216.5
216
275
217 5
270
216 75
Darmst. und Naiionalbank .
263.4
262
262
262
Deutsche Bank.........
ISO
186.25
186 5
185.25
DiSkonlo ccoinmandit
174.7
1?4 75
175
174.75
Dresdner Bank........
171
168 5
169.9
169
MctaUbank...........
176
174.5
175
165
Mitteldeutsche Kreditbank. .
165,5
167
166.5
—
Oesterreichische Kreditanstalt.
NeichSbank..... ....
7,7
161.5
—
7.8
I61.<5
7,9
160,25
Bochumer Guß........
172,5
171
171.5
171,25
Buder,iS............
HU.5
109,75
110
109.75
6nro .............
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—
Deutsch Luremburg......
171.9
171.75
171.75
Gelsenkirchener Bergwerke. .
172.25
—
173 4
172.5
Harpencr Bergbau.....
Kaliwerke Aschersleben....
189,9
155,5
188
158
189.9
156.25
187.75
158
Kaliwerk Westeregeln.....
164.5
166
164
166
Lnurahülte...........
77-25
-
75,5
75
Mannesman«.........
191. S
—
192.25
191.75
ManSielder. .........
135.75
—
134 75
133,62
Obcrbcdarf...........
.21,5
—
118
117
Phönir Bergbau.......
129
-
129,4
127.75
Rheinisch« Braunkohlen. . .
243
241.6
239
Rheinstahl...........
Nie deck Montan........
195
178
—
195
178,5
193.25
181
TelluS Bergbau........
104 6
—
—
Bereinigte Stahlwerke ....
147
—
146
145,5
Hamburg-Amerika Paket. . .
163.75
162
162,5
162,25
Norddeutscher Lloyd . ...
163,9
162
163.4
462.25
Cheramische Werke Albin . .
—
—
—
—
Zementwerk Heidelberg . . .
131
-
—
—
Philipp Hottmann......
162.5
—
164
163
Anglo Cout Guano.....
-*
—
105,75
Chemische Mayer Alapin. . .
—
—
—-
«Goldschmidt..........
142,25
—
141
142
Holzverkohlung.........
I G Karben-Industrie. . . RülgerSwcrke.........
312.75
315
H5.25
314
130.5
—
131,75
133,5
Echeideanstalt.........
174,5
—
—
—
Allg. Elektrizitäts-Gesellschaft
161
158,5
160.75
159
Bergmann...........
—
—
158 5
156,25
Elektr. Licserungeu......
151
—
152,25
152.25
Licht und Kraft........
158.5
—
157.5
156
Mainkraftwcrkc ........
117
—
Schultert............
159.75
—
159
167,9
Siemens & Halöke ......
197
—
197.25
—
Adlcrwerke Kleyer ......
111
109.75
110,75
109,75
Daimler Motoren. ......
87
87.5
39
87
Heyligrnslacdt.........
37.6
-
Meguin.............
51,5
51.9
—
Mannheimer Motoren ....
-
—
39.76
—
Frankfurter Armaturen . . .
16,25
—
-
Konservenfabrik Braun . .
57
w
Mctallaelcll'chaft Frankfurt.
179
—
—
—
Pct. Union A.-G........
123
124
Schuh'abrik Herz.......
—
—
60
Sichel..............
5
—
6
_
Zellstoff Aschaffenburg....
151
151.5
150,25
151
ScHfloii Waldhof......
233.5
232
<32
231.13
Zuckerfabrik Frankenthal . .
Zuckerfabrik Waghäusel . . .
103.75
129
102
129
104
128.5
21. Dezbr.
22. Dezbr.
Amtliche Geld
Jloti rung Brief
Amtliche 'Jloticruna
Geld
Brief
Amst-Roti
167.79
168,21
167.67
168,09
Bucn.Aires
1.727
1.731
1,731
1.735
Brss.-Antw
58.35
58 49
58,34
58,48
Christiania
105.47
105.73
105.42
105.68
Kovenhagen
111.78
112,06
111.74
112,02
Stockholm
112.09
112,37
112,06
112,34
HclstngforS.
10.555
10.595
10,55
10,59
Italien. .
London. . .
19,0J
19.04
18.67
18 71
.-0,349
-0.399
41.347
20.397
Ncuyork . .
4,1955
4.2055
4,1935
4,2035
Paris. . . .
<6,98
17.02
16,78
16,81
Schwei; . .
'1,12
'1,32
81.08
61.28
Svanien .
64.24
61.40
64.07
64.23
Japan . .. Bio de Jan
2.047
2,051
2,044
2,048
0.495
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0.509
Wien in D » Ctft. obgcst
59,28
59.42
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Prag ....
12,423
12.463
12,418
12.458
Bclirad .
7.397
7,417
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7.42
Dudape't.
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Bulgarien
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4,045
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Lissabon .
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21,485
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Danzig. . .
81.45
61,65
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2.11
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2.095
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Athen. . .
5.34
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Canada
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4.26
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Cairo .
20.879
20.931
20.879
20,931
Banknoten.
Berliu, 21 Dezbr
Geld
Bne'
Amerikanische Note».....
Belgische Noten ........
Dänische Noten ...... Englische Noten........ Französische Noten......
Holländische Noten......
Italienische Noten......
Nortvcgische Noten......
Deutsch s>sterr.5100 Kronen Numäniiche Noten......
Schwedische Noten......
Schweiler Noten.......
Svanische Noten.......
Tscheche« iowakische Noten . .
Ungarische Noten . . ...
4.188
58,2 i
111,42
20,305
17,06
167.58
18 97
105.24
59.23
2,19
111,77
81.30
63.99
12.405
5,835
4,208
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105,76
< 59.53
2.21
112.33
81.70
64.31
12.465 5 875
Berliner Börse.
Berlin, 22. Dez. Die vorletzte Börse vor der mehrtägigen Llnterbrechung des Verkehrs stand bereits vollkommen unter dem Eindruck der bevorstehenden Feiertage. Die Umsätze erreichten mir einen sehr kleinen Umfang, ba außer unbedeutenden Posilionsregulierungen kaum noch Reigung zu Engagements bestand. Die ersten amtlichen Kurse bröckelten infolge dieser Stille durchschnittlich bis zu 1 Prozent ab, vereinzelt auch bis lu Proz. Einige Spezialwerte waren schärfer gedrückt (Berliner Handel minus 3.5 Prozent.) Das Publikum beteiligte sich fast gar nicht mehr am Geschäft. Bei der Kulisse verstimmten Besorgnisse über die weitere Entwickelung des Geldmarttes, ferner fand daS Urteil im Landauer Prozeß eine außerordentlich günstige Aufnahme, da hierdurch die außenpolitische Entspannung stark bettnträchtigt werben könnte. Einiges Geschäft entwickelte sich in Mannesmann-Aktien und Dessauer Gas Auch I. G. Farben blieben zu 314 bis 315
Gedenket der hungernden Vögel! Prozent etwas gefragt. An b;n übrigen Marktgebieten bestand zu den Erst'otterungcn und etwas darüber hinaus ebenfalls Au,nahrn.neigung, doch hielten sich bie tatsächlichen Abschlüsse nach wie vor in eng begrenztem Rahmen. Heimische Renten bei behau vielem, teilweise sogar freund- ließen Kursen vernachlässigt. Am Geldmarkt sind bie Sätze unverändert. Monatsgeld 7 bis 8 Prozent. Im Devisenverkehr schwächten sich Paris und Mailand gegen London ab. Die üb.igen Valuten zeigten lei e n:nnensweitea Veränderungen.
Frank ^rse.
Frankfurt. 22. Dez. Tendenz: Still und uneinheitlich. Die Effektenbörse eröffnete äußerst ruhig, wie dies infolge der bevorstehenden Feiertage nicht anders zu erwarten war. Die allgemeine Gefchästsunlust führte überwiegend zu Kursabschwächungen in geringem Ausmaße. Wenn auch die Grund- st i m m u n g der Börse, ausgehend vom Montan- markt, als f e st bezeichnet werden muß, so traten auch gelegentlich neue Rückgänge ein. Am Montanmarkt verloren Bochumer 1,5 Prozent, Phönix 0,5 Prozent. Fest lagen dagegen von vornherein Mannesmann, bie 0.75 Prozent höher eröffneten, um im Verlaufe noch um 1 Prozent anzuziehen. Kaliakticn konnten aus den schon mitgetellten Gründen ihre Aufwärtsbewegung weiter fortsetzen. Aschersleben plus 1 Prozent, Westeregeln plus16-Prozent. Auch I. G. Farben lagen bei rußigem Geschäft widerstandsfähig und befestigten (ich um 0,75 Prozent. Petroleumaktien setzttn ihre Aus- wärlsbewegung fort. Rütgerswerle plus 1,1 Prozent. Deutsche Erdöl plus 2,25 Prozem. Am Bankenmarkt blieb die Kapitalerhöhung der ADKA ohne Einfluß auf den Kurs. Fest lagen Commerzbank, die im Verlaufe um 1,25 Proz. anzogen. Elektroaktien stark vernachlässigt. Don den variablen Werten waren D a u a f t i e n gut behauptet und teilweise bis 1 Proz. höher. Süddeutsche Zucke raktien uneinheitlich. Waghäusel plus 1, Frankenthal minus 0,5 Proz. Auch Zellstoffaktien lagen nicht einheitlich. Heimische Anleihen lagen s.hr ruh g ohne nennenswerte Kursveränd:rung:n. ebenso fremde Renten. Im weiteren Verlauf blieb bas Geschäft still. Eine Ausnahme bildeten nur wenige Spezialwerte (Man esma n-Rö rer, Disconto- Kommmanbit), die reger umgeseht wurden. Lebhaft gefragt waren Kaliwerte, bie weitere 6 Proz. gewannen. Am G e l b m a r k t ist Tagesgeld leicht mit 5 Proz., dagegen Monatsgeld stärker gesucht. Der Sah stellte sich für erste Adressen auf 7 Prcz.. für zweite Adressen auf 8 bis 83/i Proz. Im Devisenverkehr schwächten sich Paris und Mailand gegen London ab. Paris 121,40, Mailand 108,25 gegen das Pfund. Die übrigen Valuten waren kaum verändert.
Frankfurter Schlachtviehmarkt.
Frankfurt a. M., 22. Dez. Auftrieb: 18 Rinder, 1105 Kälber, 258 Schafe, 161 Schweine. Kälber, beste Mast- und Saugkälber 78 bis 83 Pf., mittlere Mast- und Saugkälber 70 bis 77 Pf., geringe Kälber 60 bis 69 Pf.; Schafe, OKaft- lämmer und jüngere Masthämmel, 1. Weidemast 40 bis 43 Pf., mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gut genährte Schafe 31 bis 39 Pf., fleischiges Schafvieh 28 bis 33 Pf. Marktverkauf Kälber und Schafe wurden bei lebhaftem Handel ausverlauft. In Schweinen unterblieb die Votierung infolge des geringen Auftriebs.
Frankfurter ).tr. ivev^rfe.
Frankfurt a. M., 22. Dez. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 29,25 bis 29,50; Roggen, inlänb., 24,50; Sommergerste für Brau- zwecke 25 bis 26,50; Hafer, inlänb., 19 bis 19,50; Mais (gelb) 19,50; Weizenmehl, inlänb., Spezial 0, 40,50 bis 41,25; Roggenmehl 35 bis 36; Weizenkleie 11,50 bis 11,75; Roggenllec 12. Tendenz: Fest.
Gerichtsfaal.
Der Zuchthäusler als Iubilar.
][ Marburg, 21. Dez. In der Sitzung beS erweiterten Schöffengerichts würbe ein 6 0 Jahre alter Zuchthäusler namens Seibel vorgeführt, der in den letzten drei Jahrzehnten nur mit geringen älnterbrechung-en dauernd hinter Schloß und Riegel gesessen hatte. Wie er selbst bei seiner Vernehmung ausführte, habe er Ende dieses Jahres sein 25. Jahr als Zuchthausinsasse hinter sich. Meist hatte es sich bei leinen vielen Straftaten um Diebstähle gehandelt. Im September ds. Js. war er, nachdem man ihm drei Monate seiner noch zu verbüßenden Strafe geschenkt hatte, aus dem Zuchthaus entlassen und bei einer Ziegenhainer Firma als Schreiner eingestellt worden. Der Firmeninhaber bekundete, baß Seibel ein fleißiger und tüchtiger Arbeiter sei. Dieser konnte bie goldene Freiheit aber nicht lange ertragen. Schon nach vier Wochen brach er gemeinsam mit einem Komplizen in dem nahen Wasenberg bei zwei Landwirten ein. Den Dieben fielen zwei Gänse, etwa 70 bis 80 Eier, mehrere Töpfe mit Schmalz und Butter, sowie ein Dutzend Hanfsäcke in bie Finger. Seibel wurde bereits am anderen Tage gefaßt, während fein Komplize noch nicht zu ermitteln war. Er gab an, daß er ttch mal ein Fettleben hätte leisten wollen. Das Urteil lautete, in Anbetracht der vielen Vorstrafen, auf 2 Jahre 3 Monate Zuchthaus, 5 Jahre Ehrverlust und Stellung unter Polizeiaufsicht. Dem Wunsch des Angeklagten, noch heute ins Zuchthaus in Ziegenhain überführt zu werden, damit er bas Weihnachts- f e st zusammen mit feinen „alten Kollegen und Bekannten" feiern könne, würbe entsprochen.
Aus Dem Amtsvcrknndigungsblatt.
* Das Amtsoerkündigungsblatt Nr. 102 vom 21. Dezember enthält: Abhaltung aus« märtiger Amtstage. — Maul- und Klauenseuche 'n Großen-Linden, Alten-Buseck, Hattenrod, Harbach, Quecfbom und Röthges. — Dienftnachrichten.
Eingesandt.
(Für Form und Inhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gege- r" feine*-’?' Verantwortung.) Liebe Ißeaferleitung!
Wäre es nicht möglich, die aus Silvester festgesetzte Borstellung auf den Abend vorher zu verlegen und so eine Störung der Silvesterfeiern zu vermeiden?
Im Namen zahlreicher Freitagsabonnenten.' O.


