22 Fortsetzung.
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gewesen, ein scheuer, schuldbewußter Blick. Das Herz krampfte sich Martina zusammen, wenn sie daran dachte. Und jetzt sollte sie — Fürchterlich schwer würde das werden. Vollkommen ahnungslos lebte der Vater dahin. Nicht der Hauch eines Verdachtes fiel auf die Mutter. Das leiseste unbedachte Wort konnte ihn wachrütteln. Und dann: der Himmel wußte, was dann geschah.
Verärgert riß Martina den Bogen aus der Maschine. Die Zeilen strotzten von Fehlern. Ein neues Papier flog unter die Klappe.
Der Bote brachte die Abendpost. „Rasch eintragen!" rief Herr Schramm durch die Tür. In dem gegenüberliegenden Zimmer hämmerte Herr Lewe- renz an die dünne Zwischenwand. Das war seine Methode, Fräulein Reimke zum Diktat zu bitten.
Hedwig Reimke ließ sich Zeit. Als sie wieder- kam, lächelte sie fadenscheinig. „Also nicht jo grausam sein, Fräulein Wilemar."
Minutenlang surrten und klapperten die zwei Maschinen
In einer Pause spann die Reimke den Faden fort. „Nicht den Männern gegenüber — die Männer wissen sich zu helfen." Eifrig liefen ihre kurzen. Der« buchteten Finger über die Tasten. „Sich selbst gegenüber, Fräulein Wilemar. Sie sind jung, hübsch. Und es werden Zeiten kommen —" Ein Seufzer stieg.
Wieder schrillte das Telephon.
.^Hochbetrieb", sprach die Reimke. „Fräulein Wilemar: diesmal nur eine Dame."
Beim Apparat meldete die Mutter: „Lily ist eben nach Hause gekommen. Beeile dich!"
Besessen tippte Martina ihre Briefe herunter.
Daheim trat ihr die Schwester entgegen: frisch, strahlend, glücklich. Die wenigen Monate hatten sie verwandelt. Braungebrannt war ihr Antlitz: Bronze lag auf ihren Schultern, Armen und Händen. Ein dunkler Rubin leuchtete inmitten blitzender Steine an ihrem Halsausschnitt. Der Rauch ihrer Zigarette mengte sich mit einem fremden, seltsam irritierenden Parfüm. Lebhaft und übersprudelnd erzählte sie.
Die Augen der Mutter brannten.
„Und bann? Und dann?" fragte sie immer wieder, sooft Lily eine Atempause machte. Ein Hauch der großen Welt, die man verloren hatte, wehte und sprühte durch das Zimmer. Das tat wohl, das erregte die Nerven.
Lily lachte.
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XVII.
Herr Schramm hob den schmalen, glatt geschorenen Kopf aus dem Wust von Papieren ringsum. „Sie sollten Urlaub nehmen, Fräulein Wilemar. Neun Monate arbeiten Sie nun bei uns: Herr Goeppert wird Ihnen acht Tage Urlaub gewiß gerne bewilligen."
„Ich danke, Herr Schramm. Ich spare mir den Urlaub auf: vielleicht brauche ich ihn später notwendiger, im Oktober oder zu Weihnachten."
Martina setzte sich wieder an ihre Maschine.
Es war ein unruhiger Tag. Jeden Augenblick kam ein anderer Herr der Abteilung herüber und wollte etwas. Fünfzig Waggons Rundholz steckten irgendwo auf der Strecke. Längst war das Aviso aus dem Schwarzwald da. Und die Reparationsaufträge duldeten keine Verzögerung.
In der Mittagspause raschelten die Papiere mit den Stullen.
Zwischen zwei Bissen sagte Hedwig Reimke: „Wenn das so weitergeht, mache ich nicht mehr lange mit. Nee, das tue ich mir nicht an." Recht knurrig war sie in den letzten Monaten geworden. „Was ist's übrigens mit dem Zimmer, Fräulein Wilemar? Sind Sie schon so weit?"
Martina lächelte.
„Nock) nicht, Fräulein Reimke."
Und doch mußte die Entscheidung fallen, dachte Marttna. Es war unmöglich, länger mit der Mutter unter demselben Dach zu wohnen. Freilich: eine Auseinandersetzung war unvermeidlich. Der Gedanke an diese Auseinandersetzung preßte Martina die Kehle zusammen. Was sollte sie der Mutter sagen, die Wahrheit am Ende? Nach dem ersten Laut würde sie Saran ersticken. Ungeheuerlich war es, sich die Einzelheiten auszumalen. Nirgends auf der weiten Welt durfte ein Kind feiner Mutter ein solches Wort ins Gesicht schleudern, auch wenn die Wahrheit unerschütterlich feststand. Oder Ausflüchte, Lügen? Welche Ausflüchte konnte sie gebrauchen? War es nicht töricht, unsinnig, hirnverbrannt, zu
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Am meisten begehrt, weil am längsten bewährt!
erklären: „Ich habe mir in der Stadt ein Zimmer genommen, Mama. Es ist mir zu weit ins Bureau." Mußte nicht jeder, der so etwas hörte, an ihrem Verstand zweifeln? War das nicht schlimmer, als wenn man die Zähne zusammenbiß und trotzig sagte: „Ich gehe fort. Don morgen ab ist meine Adresse die und die."
Martina machte sich wieder an die Arbeit.
Um vier Uhr klingelte das Telephon.
„Fräulein Wilemar", sprach Hedwig Reimke, den Hörer in der Hand. Die alternden Züge der Kollegin drückten Neugierde aus. Nicht jeden Tag wurde Fräulein Wilemar von einem Herrn angerufen.
Earsten war am Apparat. Ob er Martina in den nächsten Tagen sehen könnte? Er hätte dringend mit ihr zu sprechen.
„Nein. Es geht nicht. Es geht wirklich nicht."
„Auf eine halbe Stunde, eine Viertelstunde? Auch zehn Minuten genügen zur Not."
„Unmöglich. Es kann nicht sein."
Die Stimme Carstens wurde zischelnd. Selbstverständlich schwiege er über ihren Besuch, versicherte er eindringlich. Niemand würde jemals erfahren, was vorgestern in feinem Zimmer gesprochen wurde. Um dasselbe bitte er Martina. Und ob es vielleicht nicht doch möglich sei: zu jeder beliebigen Tageszeit stünde er zur Verfügung.
„Sie können ohne Sorge fein", antwortete Martina. „Und das anoere, wie gesagt: nein."
„Es betrifft Sie, Fräulein Martina. Sie allein." „Gleichgültig: ich kann nicht."
Martina fetzte den Hörer nieder. Wieder raffelte ihre Schreibmaschine. Alle die Briefe mußten heute noch hinaus. Während Martina einen neuen Bogen einspannte, sagte die Reimke über die Schulter: „Sie sollten nicht so grausam sein, Fräulein Wilemar."
Und der Vater, dachte Martina, auch der Vater war da! Wie kam es, daß man sich des Vaters immer erst nachträglich erinnerte? Zählte der denn gar nicht mehr? Und wie würde sie dem Vater beibringen, daß sie aus dem Hause wollte? Hundertmal schwerer wog diese Frage als die andere. Ob er ihr besonders widersprechen würde? Sie glaubte kaum. Seine eigene Art halte er ja, alles über sich ergehen zu lassen. Deutlich hatte er es aus gedrückt, als von der Abreise Lilys die Rede war. „Ich bin euer Vater, ich sollte Geld herbeischaffen. Da id) es nicht kann —" Der Schluß war ein stummes Achselzucken
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X
„Herrlich, wunderbar alles!" Kaum konnte Lily still sitzen. Und sie versicherte: „Jetzt bin ich gemacht. Wenn ich die Kleopatra in dem neuen Film bekomme, hält mich niemand mehr. Keine könnte die Kleopatra wie ich spielen. Selbst Findeisen ist der Meinung." Lily sprang auf Martina zu und umarmte sie stürmisch. „Dann bin ich oben, Schwester- chen, ganz oben!"
Mit zuckenden Lippen erwiderte Martina ihre Küsse.
Bald nach dem Abendbrot winkte Lily die Schwester in das weiße Mädchenzimmer.
„Ich habe eine Nachricht für dich", sagte sie leise. „Aber vorerst mußt du mir versprechen, daß du hübsch ruhig bleibst. Vielleicht ist es sogar pfroas Angenehmes, was du hörst. Es kommt darauf an.
Martina griff nach der nächsten Stuhllehne.
„Benno?'^
„Ja, Benno."
„Du hast ihn gesehen?"
„Gesehen und gesprochen, Martina."
Die Finger Martinas hakten sich in die Schulter der Schwester. „Wann kommt er? So rede doch!"
Ein wenig traurig sagte Lily: „Eigentlich müßte er schon da fein. Dor vier Wochen war es, als ich ihm begegnete — durch einen Zufall begegnete: im Kurfaal von Arofa."
„Und, Lily, und?"
„Damals sagte er: Morgen oder in einigen Wochen."
Langsam zog Martina ihre Hand zurück.
„In wieviel Wochen?" fragte sie voll schmerzlicher Ungeduld.
„In einigen Wochen. Das find seine eigenen Worte. Gut habe ich mir sie eingeprägt."
»Da konnte er ja —" Unwillkürlich schaute Martina nach der Tür. „Jeden Augenblick konnte er da telephonieren ober sonst etwas." Ohnmächtig lächelte sie nach rechts und links. Brennend spürte sie, wie die Hoffnung erlosch. „Vielleicht kommt er morgen oder übermoraen." Verzicht klang aus dem Satz.
„Martina! mahnte die Schwester. „Du hast mir versprochen —"
„Versprochen —" leierte Martina nach, ganz in ihre Gedanken verstrickt. Doch gleich darauf raffte sie sich auf. „Wie sieht er aus? Was sagt er? Was macht er?"
(Fortsetzung folgt.)
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