•« Erstes Haus: Der neue Badehof. Sol- und Moorbäder im Hause.
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Rundfunk-Programm
des frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Amschau".)
Dienstag, 23. März.
3.30 bis 4 ilfjr Die Stunde der Jugend. 4.20 bis 5.45 ilfjr: Konzert des Hausorchesters. Wiener Walzer. 5.45 bis 6.10 ijhr: Die Lesestunde. 6.15 bis 6.45 ilfjr: „Die Bedeutung des Waldes als nationales Gut", Dortrag von Oberförster Frhr. v. Riedesel zu Gisenbach in Kassel. 6.45 bis 7.15 ilfjr: Englischer Sprachunterricht. 7.15 bis 7.30 ilfjr: Engii'che Literaturproben. 7.30 ilfjr: Hebertragung von Mainz: Die Hohe Messe in »-Moll von 3ofj. Seb. Bach.
Katholisches
AlleiiümWc« nach Köln-Mülhetm für den Hauöhali von 2 Pers, gesucht. Dasselbe muh in afleit Hausarbeiten erfahren fein und nähen können. Seite Zeugnisse erfordert. Auskunft eri. tfrau Wwe. M. Adler, Wllsonstr. 2. [u2009
Mitz. Wagner n.
Rödgen,
Äreis fulda.
WER. Fulda, 19. März, ilcber die Der <- hältnisse auf bem Wohnungsmarkt in unserer Stadt wurde von Oberbürgermeister Dr. Antoni in der gestrigen Stadtverordneten- sihung mitgeteilt, daß noch immer 1009 Wohnungen fehlen. 800 Wohnungsuchende hätten überhaupt keine Wohnung, bei den anderen sei die jetzige Wohnung zu klein. Bezüglich der Etats für 1 9 2 6 2 7 wurde mitgeteilt, das; nach dem Boranschlag als städtische Zuschüsse für die Aufgaben der Wohlfahrtspflege rund 240 000 Mack vorgesehen seien. Die Gesamthöhe des Wohlfahrtsetats belaufe sich auf 434 500 Mark (i. B. 306 600 Mk.). Als Ausgaben für das Schulwesen sind rund 400 000 Mark in den Etat eingesetzt. Der durch Steuern zu deckende Etatfehlbetrag beläuft sich auf 890 000 Mark; er soll gedeckt werden durch das Aufkommen aus der Grundvermögenssteuer und aus der Gewerbesteuer, das auf 640 000 Mark veranschlagt ist, sowie aus dem zu erwartenden Anteil aus der Reichseinkommensteuer mit 250 000 Mark.
kaum mehr zu befürchten.
Bornotizen.
— Tageskalender für Hessischer Vaterländischer Block: 81/, des ^Einhorn" (Palast-Lichtspiele),
MmWen mit guter Schulbildung und nu er Er ckehnng, aus befi. Hause, wird an-- genommett. 12614u
Gutsreform
e. G. m. b. H.
Bad-Nauheim.
Pees.
Kämmer frei.
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anschwellen der gefährlichen Seuche ist nicht zuletzt auch durch die strengen Maßnahmen
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Auch sonst wird der erfinderische „Kokser" sich durch Rezeptsälschungen stets wieder trotz aller Vorsichtsmahregeln sein Quantum verschaffen. Im allgemeinen aber tann heute gesagt werden, das; nicht zuletzt auch durch die gewaltige Verschlechte^ rung der wirtschaftlichen Lage der Kolainismus gegenüber den letzten Fahren nachgelassen hat. Das ist sowohl die Ansicht der Polizei wie anderer unterrichteter Kreise. Ein Wieder-
den aussterbenden Tieren. Er wird nur äußerst feiten angetroffen. Der Siebenschläfer gehört zu der Familie der Schlafmäuse, ähnelt einem Eich- bDauben und ist von fast unbezähmbarer Freß- lust. In der Gefangenschaft ist er ein nicht gerade liebenswürdiger Geselle. In Südeuropa findet man das hübsche Tier noch häufig.
Mreie Biedenkopf.
' - Biedentop f, 20. März. Der Hinterländer Kreis-Viehversichcrungs- verein wählte für den verzogenen Landrat Breuer dessen Rachfolger, Landrat Lohmann, zum ersten Vorsitzenden. Versichert waren im abgelaufenen Geschäftsjahr bei der Kasse: 1385 Pferde, 7193 Rinder, 5308 Schweine, 1408 Ziegen und 176 Schafe. Für diese waren an Beiträgen zu leisten 114 919 Mk. Erheblich waren auch diesmal die Schadenfälle für Pferde (33329 Mk.), für Rindvieh <36 412 Mk.), für Schweine (17 602 War!), für Ziegen (2500 Mk.) und für Schafe 1215 Mk.), insgesamt 90 058 Mk. Der Vermögens- stand beträgt zur Zeit 64181 Ml.. mithin eine Zunahme gegen das Vorjahr um 21 565 Mk. Diese günstige Geschäftslage macht es der Kasse möglich, alle Schadenfälle sofort zu decken. Die Kasse ist jetzt über 8 preußische Kreise ausgedehnt: 371 Mitglieder find neu beigetreten.
Maingau.
WSN. Frankfurt a. M., 20. März. In verschiedenen Orten der Umgebung tritt regelmäßig eine Frauensperson "auf, die sich als angeblich vom Wohlfahrtsamt Beauftragte an ältere hilfsbedürftige Damen heranmacht und diese dann in einem unbewachten Augenblick bestiehlt. Dabei spiegelt sie den alten Leuten vor, sie sollten vom Wohlfahrtsamt unentgeltlich Wintervorräte erhalten, müßten aber vorher die Transportkosten erledigen, oder sie seien für die Aufnahme in ein Altersheim in Aussicht genommen, und es müßten vorher Gebühren erhoben werden. Leuten, die auf einer Bank ober Sparkasse ein Guthaben Hattern wurde stillschweigende Aufwertung verkündet und Aufwertungsgebuhren vorher erhoben. Die raffinierte Schwindlerin konnte bis jetzt noch nicht festgenommen werden, ist aber als die 32jährige Arbeiterin Marie Ludwig aus Berlin festgestellt worden. In neuester Zeit hat die Schwindlerin nacheinander Gastspiele in Offenbach, Gelnhau - i e n und in Marburg gegeben. Es muß damit gerechnet werden, daß sic auch in anderen Städten auftaucht und eine Gastrolle geben wird.
WSR. Ried a. M., 20. März. Lim ein IZjähriges Mädchen zu retten, das sich oberhalb der Schleuse in selbstmörderischer Absicht in den Main gestürzt hatte, sprang der 20jährige Hofmann aus älnterlicderbach ins Wasser. In dem Augenblick, als er das Mädchen ans älfer brachte, versank b ermutige Retter, wahrscheinlich infolge eines Herzschlages. Das Mädchen kam ins Krankenhaus.
Gedenkfeier. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: .. ??as Fräulein vom Spittelmarkt". — Astoria-- Lichtspiele „Seines Glückes Schmied".
— Bismarck - C edenkseier. Nochmals sei auf die Feier hingewiesen, die der Bezirks- ncibanb Gießen des Hessischen Vaterländischen t'ivcks heute abend im früheren Einhornfaale zum Gedenken Bismarcks veranstaltet. Die Gedenkfeier über „Bismarck und seine Erben" hält der Rlün- chener Professor Bauer, der bekannte Präsident der Vereinigten Vaterländischen Verbände Bayerns. Die Feier ist umrahmt von Musikstücken, dargeboten von der Kapelle Topp.
— V e l ( a d) t n i veranstaltet morgen abend im Katholischen Vereinshaus einem Expertmentalabend. MaiO beachte die heutige Anzeige.
— T i e r f ch u tz v e r e i n. Kommenden Montag, 29. März, Generalversammlung. (Stehe Anzeige.)
Tagung des Miltelrheinischen Fabrikanten-Vereins.
Unter dem Vorsitz von Kommerzienrat Dycker- Hoff fand in Mainz eine zahlreich besuchte Mitgliederversammlung statt, auf der der Geschäftsführer, Dr. h. c. Meesmann zunächst über wichtigere Vorgänge seit der letzten Versammlung berichtete. An erster Stelle erwähnte er die Pro« grammrede des neuen Reichssinanz- Ministers, der eine erfreuliche Entlastung der Wirtschaft durch Steuererleichterungen in Aussicht gestellt, leider aber sich über den notwendigen Abbau der öffentlichen Verwaltung nicht geäußert habe, so daß die Frage, wie der Ausgleich im Haushalt hergestellt werden soll, offen bleibe. Von einem Aufblühen der Wirtschaft, worauf der Finanzminister seine Hoffnung setze, sei seines Erachtens nod) nichts zu spüren, der Tiefstand der Winschaftskrise scheine noch nicht erreicht zu fein.
Ferner berichtet dec Geschäftsführer über Die letzte Vorstands- und Hauptausschußsitzung des Reichs verbandes der Deutschen Industrie. Der Sozialpolitische Ausschuß des Deutschen Industrie- und Han- delstages habe sich in seiner letzten Sitzung mit der Einführung der Arbeitslosenversicherung beschäftigt und fidj auf Grund seines (des Bericht erftatters) '.Referates im gleichen Sine ablehnend ausgefprodjen, wie der Mittelrheinifche Fabrikanten verein dies in feiner letzten Sitzung getan habe.
Hierauf sprach Dr. Schneider, Mannheim, über die Elektrisierung der Bahn st recke F r a n k f u r t — B a s e l. Seit alters her habe diese Strecke eine bedeutende wirtschaftliche Rolle gespielt. Die in Aussicht stehende Elektrisierung tönne und müsse durchgeführt werden. In der Aussprache teilte Reichsbahndirektionspräsidenk Bochto mit, daß die Eisenbahndirektion Karlsruhe zur Zeit die Lor fd)läge über die Elektrisierung der Strecke Frankfurt—Basel prüfe. Er wies außerdem daraus hin, daß bereits ein Anfang mit der Elektrisierung von Bahnstrecken in Bayern, Oberschlesien und Mägde bürg—Bitterfeld gemacht sei. Nach feiner Ansicht müsse der Nachdruck nicht auf die erhöhte Geschwin digkeit, sondern auf die Wirtschaftlichkeit ge^ legt werden. Die Versammlung nahm zu der Angelegenheit in folgender Erklärung Stellung:
„Der Mittelrheinische Fabrikantenverein begrüßt cs lebhaft, daß mit der Elektrisierung großer Eisenbahnlinien in Deutschland begonnen werden soll und hält die Elektrisierung der Strecke Basel—Frankfurt, die eine durchgehende elektrische Verbindung bis Ehiasso Herstellen würde, in erster Linie für erstrebenswert."
Darauf folgte ein außerordentlich interessanter Vortrag des Herrn W. Iutzi, Köln, über Staat und Privatwirtschaft. An Hand von zahlreichen Beispielen zeigte der Vortragende, in welchem Umfange das Reich und die Lander seit der Kriegszeit und noch stärker nachher privatwirtschaftliche Betriebe der allerverschiedensten Art teils aufgekauft, teils neu errichtet habe, und welche fdjarfc Konkurrenz für die prioatwirtfchaftlichen Betriebe entstände, besonders dadurch, daß eine steuerliche Bevorzugung der staatlick;en Betriebe und billige Beschaffung von Krediten auch in Zeiten höchster Not erfolge. Hinzu komme, daß der Steuerzahler, dessen Mitteln die staatlichen Betriebe ihr Dasein zu verdanken haben, in keiner Weise eine Kontrolle besitze, da das Parlament ausgeschaltet sei. Darin Hege eine schwere Gc fahr nicht nur für die Privatwirtschaft, sondern aud) für unsere gesamte künftige Entwicklung. Nachstehende Erklärung wurde im Anschluß an den Vortrag einstimmig angenommen:
„Der Mittelrheinische Fabrikantenverein erblickt in dec ohne jede Staatsnotwendigkeit erfolgenden ständig fortschreitenden Ueberfüfjrung erwerbswirt- schaftlicher Unternehmungen in Besitz und Verwaltung des Reidjs, der Länder und Gemeinden eine Quelle tiefgehender Beunruhigung und ernster Gefährdung der schwer um ihr Dasein ringenden gesamten Privatwirtschaft.
In Verbindung mit der Übersteigerung der Steuer- und Sozialpolitik, der Zwangswirtschaft im Wohnungswesen und aus dem Arbeitsmarkt erscheint diese Entwicklung geeignet, zu einer allmählichen Umgestaltung unserer Wirtschaftsverfassung in staatssozialisti- s ch e m Sinne zu führen. Das ist um so mehr abzuweisen, als die Mittel hierzu der Privat» wirtschaft entzogen und weiterhin in den noch dazu burd; Steuerbefreiungen bevorzugten öffentlichen Unternehmungen dazu benutzt werden, den prioatwirtschastlichen Unternehmungen empfindlichen Wettbewerb zu bereiten.
Die privatwirtschaftliche Einkleidung, die man den staatlichen Unternehmungen zu geben pflegt, führt ferner dazu, daß deren gesamte' Finanzwirtschaft der Kontrolle burd) das Parlament mehr und mehr entzogen wird, obwohl an ihrem Charakter als einem Bestandteil der gesamten staatlichen Fi- nanzwirischaft nichts geändert wird.
In Erwägung dieser Gesichtspunkte hält es der Mittelrheinische Fabrikantenverein für eine dringende Notwendigkeit, daß dieser auf die Dauer verderblichen Entwicklung Einhalt geboten wird und die öffentlidje Hand sich wie früher darauf beschränkt, wirtschaftliche Unternehmungen lebiglid) insoweit zu betreiben, als Grünbe des öffentlichen Interesses dies unbedingt erfordern."
Jugendamt der Stadt Gießen.
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Die Konfirmation in der Evangelischen Gemeinde begann gestern mit der feierlichen Einsegnung der Konfirmanden der M a t t hä usge m e in de in der festlich geschmückten Stadtkirche. Pfarrer Mahr gab den Kindern und der gewaltigen Schar der übrigen Gläubigen goldene Worte mit auf den Weg, die beherzigt werden mögen. Der außerordentlich eindrucksvollen Feier folgte das heilige Abendmahl.
Frühlingsanfang. Mit lachendem Sonnenschein hielt gestern der Frühling seinen kalendermähigen Einzug. Zu dem strahlenden Gesicht der Frau Sonne paßte aber der recht kalte Wind ganz und gar nicht, der heftig durch die Straßen stob und reichlich unangenehm war, so daß man eher an Winters Beginn, denn an Frühlingsanfang glauben mochte. Immerhin wollen wir nun mit Freude den nächsten Wochen entgcgensehen, denn „es muh doch Frühlings werden!"
"Augehvbeno Straßensperre. Die vom Polizeiamt seit 29. April 1924 wegen Vornahme von Dauarbeiten angeordnete Sperrung der Iheringt- und Weiherdstraße ist jetzt wieder aufgehoben worden.
*' Straßensperre. Wegen Vornahme von Hausanschlußarbeiten für die Bezirksschule ist die Durchfahrtsstrahe „Hinter der Westanlage" vom heutigen Montag ab bis auf weiteres für jeglichen Fubrwcrksverkehr polizeilich gespe'-rt.
'' Des Kindes Engel. Am «Lamstagnach- mittag lief ein etwa 10 Jahre altes Mädchen, das in der Nordanlage bei der Stadtknabenschule auf dem Fahrdamm sich mit dem Kreisel vergnügte, im Cifer des Spiels in ein vorüberfahrendes Lastauto. Das Kind wurde von einem Schutzblech getroffen und zu Boden geschleudert: es fiel aber zum Glück |o günstig, baß es zwischen die Räder unter die Mitte des Wagens zu liegen kam. Das schwere Auto rollte über bas Kind hinweg, ohne es zu verletzen. ~urd; den Fall hat die Kleine eine leichte Gehirnerschütterung baoongetragen, erfreulicherweise ein recht gelindes Andenken an den lebensgefährlichen Vorfall. Den Chauffeur trifft an dem aufregenden Ereignis keine Schuld.
** Ein Zusammenstoß zweier Lastautos ereignete sich am Samstagnachmittag auf bem Ludwigsplatze (Ecke Ludwigftraße). Dabei gab es allerlei Materialschaden, auch wurden die dortigen gärtnerischen Anlagen erheblich mitgenommen. Personen wurden glücklicherweise nicht verletzt. Wen die Schuld an dem Vorfall trifft, konnte noch nicht festgestellt werden.
** Zum Leich enf und bei Göbelnrod. Die Persönlichkeit des auf dem Bahnkörper bei Göbelnrod aufgefunbenen jungen Menschen konnte trotz eingehenber Nachsorschunge von Polizei und Staatsanwaltschaft immer noch nicht festgestellt werben. Am vergangenen Samstag sand auf der hiesigen Anatomie die Deffnung der konservierten Leiche durch zwei beamtete Medizinalpersonen in Gegenwarat von Gericht und Staatsanwalt statt. Auch der Direktor der Anatomie war anwesend. Durch die Sektion wurde einwandfrei fest- g e st eilt, daß der Tod des jungen Menschen dadurch eingetreten ist, daß er intra vitam — zu deutsch mitten aus dem Leben heraus — vom Bahnzuge überfahren worden ist, und daß hierbei jede Mitwirkung einer anderen Person ausgeschlossen er= scheint. Wir bringen diese Mitteilung, die zuver-
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lästiger Quelle entstammt, mit dem Hmzusügen. daß auch noch der Magen- und Darininhalr auf das Vorhandensein von Giften amtlich untersucht werden wird, weil dem Vernehmen nach ebenso wilde wie törichte Gerüchte über den Tod des jungen Menschen in Umlauf gesetzt worden sind, Redereien, die nicht niedrig genug gehängt werden können.
—D i e Kriege vka in erad schäft ..H a s s i a" hält ihren diesjährigen Vcrbands- tag am 13. Juni in Bingen ab. Es stehen wichtige Verbandsangelegenheiten zur Beratung und Beschlußfassung, z. B. die Durchführung des Beschlusses in Erbach, daß jedes Mitglied zum 'Bezug der Verbandszeituna verpflichtet ist. Ferner ist angeregt, ein Erholungsheim zu schaffen und zu diesem Zweck eine Lotterie zu veranstalten. Da die alte Hassia-Sterbetässe durch die Inflation zugrunde gegangen ist, werden Vorbereitungen für die Gründung einer neuen Hassia-Sterbekasse getroffen. Die Kriegsbeschä- digten-Organisation umfaßt einen Mitgliederbestand von 11 423 Mann. Der Verband hat in letzter Zeit bedeutend zugenommen, 14 Vereine mit 700 Mitgliedern sind beigetreten, auch hat sich in vielen Vereinen die Mitglicderzahl vermehrt.
Zur Bekämpfung der Schnakenplage hat jeder Grundstückseigentümer in den Monaten April bis September einschließlich mindestens einmal monatlich die auf seinem Grundstück befindlichen, den Schnaken zur Brut dienenden stehenden Gewässer (Wassertümpel, Regen- f äff er, Bassins, Wasserlachen, Jauch egruben, Abortgruben usw.) mit einem zur DeiÄlgung der Brut geeigneten Mittel (Saprol, Petroleum usw.) zu übergießen. Das Kreisamt Gießen macht im neuesten Amtsverkünbignngsblatt auf die Befolgung dieser Vorschrift der Polizeiverordnung vom 28. Rov. 1911 aufmerksam.
* D ie Maul- und Klauenseuche. Das Kreisamt gibt bekannt: Für Tiere aus Sperr- und Beobachtungsgebieten dürfen grundsätzlich teilte Ursprungszeugnisse ausgestellt werden. Besteht in einer Gemeinde auch nur ein Verdachtsfall für Maul- und Klauenseuche, oder ist die Seuche sogar festgestellt, so dürfen auch dann, toenn die amtlichen Anordnungen über die Bildung von Sperr- und Beobachtungsgebiet noch nicht erlassen worden sind, für Tiere aus diesen Gemeinden vorn Augenblick des Dekanntwerdens des Verdachts oder der Feststellung der Seuche an feine cklrsprungszeugnisse mehr ausgestellt werden. — In Staden und Ober-Eschbach (Kreis Friedberg), Höchst a .d. 1, Düdelsheim, Echzell und Bisses (Kreis Büdingen) ist die Seuche ausgebrochen: in Stangenrod, Reinhardshain. Londorf und auf dem Heibertshäuser Hof bei Daubringen (Kreis Gießen), in Friedberg. Reichelsheim, Bruchenbrücken, Harheim, Langenhain, Kloppenheim, Ober-Mörlen, Ossenheim und Schwalheim (Kreis Friedberg), Höingen (Kreis Alsfeld). Wittelsberg und Vordeck (Kreis Marburg) ist sie erloschen.
bs. Wer einen H u t kauft, darf A n t o fahren! Einer eigenartigen Reklame bedient sich in Frankfurt a. M. ein größeres Dainenhutgeschäst. Am Schaufenster dieses Labens klebt ein Zettelchen des Inhalts, baß jeder Käufer neben 10 Prozent Vergünstigung auf Wunsch auch noch mit einem v i e rs i tz i g e n 'Auto na d) Hause gefahren wird. Weiter geht's nimmer!
** Auftrieb auf bem heutigen Frankfurter Schlachtvieh markt: 617 Ochsen. 52 Bullen, 1122 Färsen und Kühe, 374 Kälber, 134 Schafe, 3855 Schweine.
Starkenburg.
WSV Worms, 20. März. Die Stadt- b i b l i o t h e k in Worms hat feit einiger Zeit einen regelmäßigen Aeberlanddienst zur Bücherversorgung der Landorte eingerichtet. Mit Hilfe eines eigenen Dücherkraft- wagens werden diese Ortschaften allwöchentlich mit allen bestellten Büchern wissenschaftlicher und unterhaltender Literatur versehen. Kleine örtliche Depots ermöglichen auch einen Bücherwechsel zwischen den Autorundfahrten. Die Wormser Stadtbibliothek, deren neuzeitliche Entfaltung durch Bibliotheksdirektor Dr. I l l e v t geleitet wird, ist die erste deutsche Bibliothek, die den äleberlanddienst in dieser Weise organisiert. Der erste Landversorgungsbezirk umfaßt 40 Ortschaften mit annähernd 70 000 Einwohnern.
Preußen.
Kreis Marburg.
WSR. Kirchhain, 20. März. In einem Steinbruch stießen Arbeiter in einer Tiefe von nahezu zwei Metern auf ein Rest mit sechs schlafenden Siebenschläfern. Die Tierchen erwachten nach 24 Stunden und entwischten bis auf zwei, die sorgsam bis zum Frühjahr gehegt werden sollen — falls sie nicht auch vorher ausrücken. — Der Siebenschläfer steht unter Denkmalschutz und gehört in unseren Breiten zu
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