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Nr. 44 Zweite Blatt

Montag. 22. Februar 1926

Gießener Anzeiger (Generalanzeiger für Oberhesfen)

Turnen, Sport und Spiel.

Turnen.

(Sau Hessen der D. T.

Hollengerätewetturnen des 2. Bezirks

4 Die neuerbaute prächtige Turnhalle des Turn­vereins Heuchelheim öffnete gestern zum ersten Male für eine turnerische Veranstaltung über den Rahmen des Vereinsturnens hinaus ihre weiten Räume. Die Turner des 2. Be­zirkes (Diesten-Wetzlar) hielten unter der Leitung des Dezirksturnwartes Schüler- Wehlar ihr Hallenwetturnen ab. Eine Beteili­gung, die alle Zahlen der Vorjahre in den Schatten stellte waren doch nahezu 300 Wett­turner zum friedlichen Wettkampfe angetreten war zu verzeichnen. Dah besonders die Turner vom Lande flott bei der Sache waren und für sich gar manchen schönen Erfolg buchen konnten, sei stark unterstrichen und lobend erwähnt. Auch das turnerische Können hebt sich im Bezirk mehr und mehr. Um 1 Ubr war das Wetturnen beendet Flinke, arbeitsfrvhe Hände räuytten die Halle, um sie für das Schauturnen herzurichtcn. Währenddessen arbeitete der Derechnungsaus- schust,' dem Turner Carl Lang- Diesten als De- zirksschriftsührer mit Umsicht Vorstand. Kurz nach 3 Uhr waren die Arbeiten erledigt, und das Schaut urnen konnte beginnen. Die Bezirks­riege turnte an Reck, Darren und Pferd. Recht schöne und zu Hoffnungen berechtigte Leistungen, vornehmlich der jüngeren Turner, fairden ver­diente Anerkennung. Obenan standen die Uebun- gen von Turner Carl Reuter (Tv. 46, Diesten), einem unserer Besten des Gaues. Ihre freund- nachbarlichen Beziehungen bewiesen die beiden Gießener Turnvereine (Tv. 1846 und Männer- Turnverein), indem sie ihre Turnerinnenabtei- lungen bei der Werbeveranstaltung mitwirken lieben. Mit stürmischem Beifall tourten die Vor­führungen der Diestener Turnerinnen ausgenom­men. Stab-, Frei- und Keulenübungen wurden gezeigt und am Barren, dem Lieblingsgerät der Turnerinnen, geturnt. Hoffentlich klingen die Leistungen ter Turnerinnen bei den zahlreich an­wesenden Damen nach, test auch sie den Weg zum deutschen Turnen finden Dezirksvertreter Wilhelm Erle- Diesten fand die rechten Worte, um das schöne, deutsche Turnen in das richtige Licht zu stellen. Rachdem Dezirksturnwart Schü­ler den Heuchelheimer Turnern den Dank für die Vorbereitungen zum Wetturnen und für die Bereitstellung der Halle ausgesprochen hatte, nahm er die Siegerverkündigung vor. (Es folgen hier nur die Ramen der drei ersten Sieger jeder Stufe. Auf die Erfolge der Giehener Turnerschaft kommen wir demnächst zurück.)

Turner: l.Sieg Heinrich Römer Tv. Treis a. d. Lda. 173 Punkte, 2. Sieg Ludwig Malkomesitls Mtv. Giehen 171 Punkte, 3. Sieg Franz Reuschling Tv. Heuchelheim 170 Punkte, 3. Sieg Willi Strauch Mtv. Giehen 170 Punkte.

Jugend-Oberstufe. 1. Sieg Rudolf Spuck Mtv. Giehen 145 Punkte. 2. Sieg Otto Heinstadt Tv. 1846 Giehen 144 Punkte, 3. Sieg Karl Leinweber Tv. Treis a. d. Lda. 142 Punkte.

Jugend-Unter stufe: l.Sieg Karl Schick Tv. 1846 Giehen 121 Punkte, 2. Sieg Heinrich Mosbach Mtv. Giehen 119 Punkte, 3. Sieg Kurt Horehseck Tv. 1846 Giehen 118 P, 3. Sieg Fritz Spuck Mtv. Giehen 118 Punkte.

Schüler: 1. Sieg Hans Bürck Mw. Giehen 127 Punkte, 2. Sieg Erich Volk Tv. Grohen- Linden 121 Punkte.

Allgemeiner Deutscher Turnerbund.

Die Bundesleiwng des QL D. T. hat bet der Geschäftsstelle des Deutschen Reichsausschusses für Leibesübungeit einen Antrag gestellt, wäh­rend der Deutschen Kampfspieltooche in Köln einen volkstümlichen Fünf­kampf aud tragen zu lassen und außer dem mit dem Kampfspielen eine Jugendführerta - gung zu verbinden.

Laut DeschDuh soll das diesjährige Ju­gendtreffen verbunden mit Jugendtur­nen deS Südwestdeutschen Turnver- b a n d e s, der bekanntlich die Gaue Wetterau, Main-Rodgau, Jahn Starkenburg und Lahn- DünSberg umfaht, am 6. und 7. Juni im Ossen- heimer Wäldchen bei Fnedberg (Wetterau) statt- finten. Zur Ausschreibung gelangt für alle Klassen ein Reunkampf, und zwar je eine Pflicht- und Kürübung am Darren, Reck und Pferd, eine Pflichtfreiübung, 100 Meter-Lauf und Weit­sprung . Für Jugendturner von 14 bis 16 Jah­ren und Jugendturnerinnen wird statt 100 Meter- Lauf 75 Meter-Lauf eingesetzt.

Hockey

S. C. Frankfurt 1880 gegen Bonner H. u. T. C. 13:3. Das Probespiel der aus süddeutschen Spielern zusammengesetzten Elf gegen die Städteelf Nürn- berg-Fürth endete 4:3. Beide Mannschaften waren gleichwertig.

B. S. C.B. S. V. 92 2:2. Berliner Hockey­klubCharlottenburger S. C. 1:0.

Leichtathletik.

D. T.-Waldlaufmeisterschaft1g2k vo. Für die Waldlaufmeisterschaft der Deutschen Turnerschaft am 25. April in Stuttgart liegt jetzt die Ausschreibung vor, nach der die Meisterschaft ausgetragen wird: 1. für Einzel­läufer. 2. Vereinsmannschaften, 3. Kreismann- schäften. Die Strecke beträgt 7,5 Kilometer und führt durch prächtiges, welliges Waldgelände. Eine Mannschaft besteht aus vier Läufern, von denen die drei besten gewertet werden. Für eine Kreismannschaft werden die drei besten Läufer des Kreises gewertet. Bei gleicher Punkt­zahl mehrerer Mannschaften entscheidet ter vierte Mann über die Rangfolge. Auszeichnungen wer­ten nach den Destimmungen der D. T. gegeben.

Deutsche

Hochschul-Meisterschaften.

vo. Zu den am 27. und 28. Februar in Halle zum Austrag kommenden deutschen Hoch- schul-Meisterschaften im Waldlauf, im Turnen und im Fechten find rund 150 Meldungen ein* yegangen. Im Waldla uf starten etwa 70 Läu­

fer, darunter, sind die Llniversitäten Berlin, Halle, Dresden, Aachen, Hannover besonders stark ver­treten. Für die G e r ä t e m e i st e r s ch a f t e n sind etwa 50 Meldungen eingegangen. Die Kampfe werden in der Turnhalle der Moritz­burg (am 27. Februar) ausgetragen. Zum F e ch- t e n werden 25 akademische Fechter antreten.

FutzbaA.

Endspiele um die westdeutsche Meisterschaft.

In Hamborn: Sp. B. Duisburg Sport Kassel 5:1. ,

In Bielefeld: Arminia Bielefeld Sport­freunde Siegen 5:4.

Runde der Zweiten.

In Ne uh: Rhendter Spielverein Fortuna Düsseldorf 2:2. F. B. 08 Duisburg V. f. L. Osnabrück 3:1.

Weitere Meisterschaftsspiele.

Sportclub 03 Kassel B. f. B. Marburg 9:3.

Hessen Kassel Sp. B. Göttingen: Kassel kann kampflos gewinnen.

Der Fall Linnighäuser.

Frankfurt a. M., 21. Febr. In der heutigen Nevisionsverhandluna hat das Berbandsgericht des Süd deutsch en Fußballvcrbandcs dem F. Sp. B. die beiden Punkte aus dem Spiel gegen Germania 94 wieder zuerkanlit, ihm aber aus dein unentschiedenen Spiel gegen Eintracht einen Punkt aberkannt. Der Spielausschustvorsitzende des S. F. B. hat nunmehr zu entscheiden, welcher der beiden Vereine, die jetzt punktgleich stehen, Meister wird, oder ob ein Wiederholungsspiel stattfinden soll.

V. s. B.

(-) Mit nicht weniger als fünf Ersatzleuten war die Liga nach Marburg gefahren: es wäre angebracht, die Absagen zweier Spieler auf ihre Stichhaltigkeit nachzupiüfen. Sofort mit dem Anstoß legte sich V. s. B. mächtig ins Zeug und verschenkte auch schon in der ersten Qlünutc eine klare Chance. Rach etwa viertelstündiger Feld­überlegenheit gelang es Köhler, eine Vorlage von Pietsch zu verwandeln. Langsam sand sich denn auch Germania und konnte durch ihren Halb- rechten gleichziehen. Die weitere ^leberlegenheit Gießens wurde für Germania immer erdrückender und zwang die Verteidigung zur Hergabe ihres ganzen Könnens, was aber nicht verhindern! konnte, test Krest I., Pietsch und sogar Hausrath aus der aufgerückten Läuferreihe heraus je ein Tor zu erzielen vermochten. Kurz vor Halbzeit Derbeffertc der Plahverein dann das Ergebnis durch einenHändestrafstoß" auf 2:4. Rach der Pause kam Germania etwas auf und buchte für sich ein drittes Tor, dem V. f. V. durch Krest I. kurz darauf Rr. 5 folgen liest. Der wechselvolle Kampf sah den Gastgeber noch kurze Zeit im Vorteil, da es ihm gelang, gleichzu- ziehen. Der hierbei verwandelte Elfmeter war ein billiger Erfolg, den Dingel vermeiden und Vöckler hätte halten müssen. Einen gegen Ger- I mania verhängten Elfer schost Pietsch dem Tor­mann in die Hände. Gegen Ende drückte Diesten gewaltig auf Sieg, den aber die sehr zahlreich nerfeibigenten Marburger zu verhindern wustten. ©in nicht endenwollentes Gedränge vor dem QKarburger Tor, aus einem Eckball resultierend, sah fast die gesamte Germaniaelf in Verteidi­gungsstellung, wurde aber schliestlich durch den etwa um acht Minuten zu frühen Schlußpfiff des Schiedsrichters abgebrochen. Endresultat 5:5. V. f. B. bot anerkannt die bessere Leistung, was in Anbetracht der durch Ersaht) geschwächten Mannschaft um so höher zu bewerten ist. Rur fehlte dem Sturm die richtige Durchschlagskraft, die das im Feld gezeigte Kombinationsspiel durch präzisen Torschuß hätte krönen sollen. Die Läufer ­reihe Eomite im allgemeinen gefallen, verlor jedoch zuweilen durch zu weites Ausrücken die Verbin­dung mit der Deckung. Krest H. und Dingel waren als gut zu bezeichnen. Vöckler war nicht auf der Höhe des Vorsonntags. Der Ersah tat sein mögllchstes, um den Anforderungen eines Ligaspiels zu genügen, was besonders für die Außenstürmer auf dem morastigen Boden und dem ungewohnt kleinen Spielfeld sehr schwer war. Der Schiedsrichter leitete das durchweg faire Spiel zu beiderseitigen Zufriedenheit, sollte aber doch wissen, daß das Abpfeifen und Ahnden eines geringen Regelverstoßes ter verteidigenden Par­tei ter sich im Vorteil befindenden stets zum Rachteil wird, also dem Sinn der Regel sutoiber­läuft. Die zahlreich erschienenen Zuschauer nahmen im Verhältnis zu den Besuchern auf den hiesigen Plähen viel regeren Anteil am Spiel und feuer­tenihre" Leute fortgesetzt zu lebhafterem Spiel an.

Die erste Jugendmannschaft trug ihr letzten Diplomwettspiel in Butzbach gegen die Jugend des V. f. R. aus und schlug diese mit dem sehr gut zu nennenden Ergebnü von 4:1. Von den Toren schost Henricht!. 2, Wilhel- mi, ter für den leider verhinderten Mittelstür-- mer Hahn eingesprungen war, eins, und Gym- perlein eins. Damit hat die Mannschaft sich den zweiten Platz in ter Serie gesichert und be­wiesen, daß in ihr ein ansprechendes Können steckt, das zu fördern erste Pflicht ter Vereins - leitung sein muß.

Das für die zweite I u g e n d Mann­schaft auf hiesigem Platz angesetzte Diplom-- wettspiel gegen die gleiche von Spielvereiui- gung 04 wurde von ersterer wegen Richt­antretens des Gegners kampflos getoonnen.

Die Spiele der zweiten und dritten aktiven Mannschaften waren anscheinend abgesagt wor­den, da von deren Ergebnissen bis zur Stunde nod> nichts bekannt war.

Aus dem Arbeiter-Turn- und Sporlbund.

Tr. T. Giehen I. (Lezicksmeister)Fr. T. Dor­heim I. (Bezirks:, elsler) 4:2.

£ Die Gießener Anhänger eines guten Fuß­ballspiels nutzten die ihnen durch das ^piel dieser beiden Mannschaften gebotenen Gelegenheit reichlich aus. Das herrliche Wetter nach den langen Regen­tagen trug mit dazu bei, daß eine außerordentlich zahlreiche Zuschauermenge das in gutem Zustand

befindliche Spielfeld umsäumte. Zum Lobe beider Mannschaften muß gesagt werden, daß sie nicht ent­täuschten, daß das Spiel bis zum Schluß voller Spannung und zweier Bezirksmeister würdig war. Hochbefriedigt konnten nach Schluß die Zuschauer den Platz verlassen. Die Spielstarke der beiden

' Mannschaften ist als gleichmäßig zu bewerten, die Niederlage der Dorheiiner war in der Höhe nnocr dient und ist auf verschiedene Widrigkeiten zurück zuführen. Direkt frappierend ist, rote sich die Spiel- weise der Gießener Mannschast von Spiel zu Spiel bessert; sie hat jetzt bereits ihre vorjährige Stärke wieder erreicht, wenn nicht schon überschritten. Dor­heim gefiel durch fein gutes Zuspiel und die über­raschend schnell ourchgeführten Angriffe. Beide Mannschaften berührten angenehm dadurch, daß keine Verstöße gegen die Gesetze der Kameradschaft- lichkeit zu verzeichnen waren. Der erste Erfolg der Gießener war billig: eine von ihnen erzwungene Ecke wurde gut getreten, der Versuch des Dorheimer Tormanns, sie ins Feld zu fausten, mißlang, der Ball nahm den Weg ins eigene Tor. In scharfem Angrift zog Dorheims Sturm nach vorne, ein ge­lungenes Täuschen des Tormanns führte zum Aus­gleich. Wieder kam Gießen der Zufall zu Hilfe, indem der Gästetormann einen hoch auf Tor ge­gebenen Ball sing, um ihn dann wieder ins eigene Tor fallen zu lassen. 2:1 für Gießen. Dorheim lief jetzt zu glänzender Form auf, Angriff auf 'Angriff wurde eingeleitet, aber der lange'Mann im Gie- Üener Tor hatte ein geradezu fabelhaftes Glück, .stürz vor Halbzeit konnte Gießen ein drittes Tor er­zielen, indem eine Ecke eingeköpft wurde. Die zweite Halbzeit sah Gießen in Front, die zunächst lange die Dorheimer in ihrer Spielhälfte festhielten. Dies­mal arbeitete der Tormann mit mehr Glück, Als die Gäste freikamen, konnte auch schott ein Torschuß erfolgreich angebracht werden. Kurz darauf schien es zum Ausgleich kommen ztt wollen, aber der Ball der an der unteren Querlatte absprang, wurde vom Schiedsrichter nicht als Tor anerkannt. Gegen Schluß wurde Gießen wieder hervorragend gut und konnte seine Torzahl ans vier erhöhen. Beide Mannschaften leisteten sich das Vergnügen, je einen Handelfmeter in gleicher Manier zu verschießen.

Fr. Gießen II.Fr. T. Dorheim II. 3:2.

Auch bei diesem Spiel, teS vorher stattfand, konnten die Gießener Turner die Siegreichen bleiben, obwohl hier die Dorheimer die tech­nisch lleberlegeneren waren. Dorheim trat nur mit 10 Mann an, außerdem stellte Giehen eine kör- . pcrlich weit kräftigere Mannschaft, die nach der ersten Viertelstunte auch das erste Tor erzielte. Im Verlauf einer weiteren Viertelstunde folgte teS erste Tor und kurz darauf das zweite für Dorheim, das den Erfolg allerdings mit tem Ausfall eines weiteren Spielers, ter sich auf dem steinigen Boten eine Knieverletzung zuzog, bezahlen muhte. Dorheim, nun nur noch mit 9 Mann fbieleub, hielt anerkennenswerter Weise das Spiel trohdettt offen, konnte aber nicht ver­hindern, daß Gießen gleichzog und in der zwei­ten Halbzeit trotz aller Anstrengungen ter Dor- Heimer das dritte siegbringente Tor schost.

Das vorgesehene Jugendspiel mit Wetzlar | konnte nicht stattsinten, da der dortige Platz infolge ter starken Regenfälle sich in keinem - spielfähigen Zustand befand.

Heuchelheim I.Raunheim I. 4:1.

£ Am gestrigen Sonntag trafen sich in Heuchelheim obengenannte Mannschaften zum Freundschaftsspiel. Dieses Spiel konnte nicht, wie vorgesehen, in Raunheim auögctragcn werden, da der dortige Platz unter Wasser stand. Beide sind spielstarke Mannschaften und werden in der kommenden Serie ein Wort mitteten. H. im all­gemeinen gut, die Läuferreihe durch Ersah ge­schwächt. R. ist eine flinke Mannschaft, muß aber mehr Zusammenspiel pflegen und weniger mit dem Munde spielen. Sie dürfte noch einiges zm lernen haben. Rack) Anstoß entwickelte sich sofort ein äußerst lebhaftes Spies. In ter 15. Mi­nute kann H.'s Mittelstürmer einen Strafstoß schön einköpfen. R. wird lebhafter, erzwang einen Eckball, welcher verschossen tourte. Eine Ecke für H. brachte ebenfalls nichts ein. Halbzeit 1:0. Rach Halbzeit brach H. durch und konnte durch den Halbrechten zum zweitenmal erfolgreich fein. Run ging R. mehr aus sich heraus und konnte schon in der 55. Minute durch Rechtsaußen fein erstes und einziges Tor erzielen. Eine Ecke für R. und eine für H. waren erfolglos. Ein Spieler von H. wurde wegen unfairen Spiels herauS- gcffellt. H. spielte nun überlegen, und bald formte der Mittelstürmer erfolgreich zum dritten Male elnsenden. Vergeblich machte R. Anstrengungen, jedoch H.s Hintermannschaft ließ nichts durch. Kurz vor Schluß konnte der Halbrechte von H. zum vierten Male einsenden. Mit tem Stande 4:1 trennten sich beide Mannschaften.

Ergebnisse im Mainbezirk.

(Privatspiele) Eintracht FrankfurtSp. (Bem. Höchst 2:3,Wormatia WormsViktoria Aschaffen­burg 6:9, Offenbacher KickersGermania Bieber 5:0, V. f. N. FrankfurtGermania 94 2:1.

Gestrige Ergebnisse im Reiche.

Berlin: Hertha D. S. C. Vorwärts 90 2:2, 1. F. C. Reukölln Union S. C. C. 5:0, D. S. V. 92 Weißensee 1900 2:2, Spandauer S. V. - Alemannia Haselhorst 7:2, ilnlon-Otet- schöneweite Rorten-Rordwest 2:3, Wacker 04 Tasmania Reukölln 8:10, Preußen Alemannia 90 5:1, Union 92 Span dauer S. C. 5:1.

Süddeutschland: Bayern-München F. V. Saarbrücken 6:0, V. f. R. Mannheim Sp. Vgg. Fürth 1:3, F. C. Karlsruhe Hanau 93 (Pokalspiel) 4:2 (nach Verlängerung), Fuhball- sportverein Franfturt Darmstadt 98 9:0, 1. F. C. Nürnberg F. C Fürth 60 3:0, Schwaben Augsburg D. f. L. Stuttgart 1:4, Ludwigs­hafen 03 - Mainz 05 3:2, Griesheim 02 V. f. L. Reckarau 2:0.

Rorddeutschland: Kilia Kiel - Ham­burger Sp. D. 1:5, Bremer F. V. Hannover E.C. 2:6.

Endspiel im Ruhrgau: Ballspielverein Altenessen Schwarzweih Essen 3:2 (etwa 40 000 Zuschauer).

Sachsen: Privatspiel: Dresdner Sportklub - Tennis-Borussia Berlin verlief vor 10 000 Zuschauern völlig ausgeglichen und endete un- entschieden. Brandenburg verlor gegen Chem­nitzer Ballspielklub in Chemnitz 3:0.

Handball.

Fr. T. Giehen Fr. T. Kinzenbach 4:2.

L Wie vorausgesehen, endete das Svlei mit einem Gewinn ter Gießener, die über die bes­sere Spielerfahrung und eine wirkungsvollere- Wurftechnik Derfügen, während die Sportler aus tem benachbarten Preußen damit überraschten, daß sie nicht mit einem Anfängerspiel, sondern mit einem flinken und ansprechenden Handball­spiel auftoarten konnten. Auch die Tatsache, daß Gießen in großmütiger Weise drei Elf­meterbälle verschenkte, ändert nicht daran, daß Kinzenbach nach längerer Praxis einen gefähr­lichen Gegner ab geben wird. Beiden Mann­schaften fehlt noch die vorteilhafte Ausnutzung eines wohldurchdachten SlellunaSspicls, worin ter Erfolg verbürgt ist. Da es ftch hier aber um einen neu auf genommenen Sportzweig hantelt, ist bei ter vorhandenen zielklaren Abteilungs­leitung mit einer steten Formverbesserung zu rechnen. Mit großem Jnieresfe folgen die zahl­reichen Zuschauer, trotz ter frühen Stunde, dein lebhaften und fair durchgeführten Spiel.

Stäbtefcampf Wetzlar - Kassel- 2:0 (1:0)

tz. Ein verdienter Sieg der Wetzlarer Mann­schaft, der durch den besseren Angriff entschieden tourte. Das Spiel sand vor über 1000 Zu­schauern unter Leitung teS Schiedsrichters Klute- Siegen statt. Ausführlicher Bericht folgt.

Um die Millelrheinkreis- meisterschaft D. T.

T. D. Seckbach wiederum Verbandsmeister.

c. Der gestrige Sonntag brachte die Schluß- käinpfe um die Verbandsmeisterschaft. In Offen­bach konnte die Turngesellschaft ihr bestes Spiel siegreich gestalten, so daß sie mit gutem Vor­sprung den zweiten Platz innehat.

In Seckbach wurden gestern die Turner aus Butzbach vergeblich erwartet, eine Tat­sache, die man nicht recht verstehen kann, zumal Butzbach im Vorspiel nur 0:1 knapp unterlag. Sollte der Hessenmeister wirklich am Ende seiner Kraft fein? Seckbach gewann so kampflos die Punkte und beendete ohne jeden Punktverluft die Verbandsspielrunde, sich damit von Neuem die Meisterschaft sichernd und sich die Spielberech­tigung an der Endrunde um die Kreismeisterschäft erkämpfend.

Spiele gew. verl. Punkte T. D. Seckbach 6 6 0 12

T. Ges. Offenbach 6 4 2 8

T.u.Sp.V, Kl.-Auheim 6 15 2

T. u. Sp. V. Butzbach 6 15 2

Auch vom T.V. 1860 Bad-Rauheim hatte Deckbach Besuch. Auf dem in sehr schlechtem Zustand befindlichen Sportplatz im Huihpark ma­ßen sich die erste Elf auS Bad-Rauheim und die zweite Seckbachs. Vis Halbzeit war daS Spiel ausgeglichen und stand 2:1. Rach Halbzeit konnte Seckbach, das sich auf tem nassen, schlam­migen Platz besser zurechtfand, mit 5:1 daS Spielfeld verlassen.

Radsport.

Internationales Dreislunden.Mannschaftvsahren in der Westfalenhalle.

1. Loust-Cougnot 72; 2. Corry-Saroall 38; 3. He- satti-Rernold 6; 4. Percyn-Möller 45 Punkte (eine Runde zurück). Die zurückgelegte Strecke betrug 114,2 Kilometer.

Wasfersport.

Vom Rudern.

Der Verein Rudersport Gießen 1913 brachte seine Boote in diesem Jahre als erster in Gießen zu Wasser, um die obligatorischeEier- sahrt" nach der Badenburg anzutreten. Drei Vierer und ein Zweier tonnten auf die Hochwasser füh­rende Lahn gesetzt werden, um die Fahrt stromauf« roärto anzutreten.

Das schon seit Wochen im Bootshause regel­mäßig stattfindende Vortraining brachte es mit sich, daß die Arbeit den Leuten nicht ganz ungewohnt war. Bemerkenswert ist, daß sich auch 5 Alte Her­ren eingefunden hatten, die es sich trotz des Win- termönates nicht nehmen ließen, den Riemen zu schwingen. Erst nach harter Arbeit wurde die Ba­denburg erreicht. Zur Heimfahrt waren nnr 20 Mi­nuten nötig, für die fast 6 Kilometer lange Strecke eine ganz gute Zeit, auch wenn man die Strömung berücksichtigt.

Großes Bedauern erregte allerseits die Ver­schandelung der Lahnufer durch das Fällen sämt­licher Bäume oberhalb des Felsens. Die Ruderer aller Gießener Vereine werten der Stadt wenig Dank wissen für die Vernichtung der Schattenspen­der an den Ufern.

Zur Zeit findet regelmäßig an drei Abenden im Bootsbaus ein Vortraining statt, wozu eine neu­hergerichtete Rudermaschine zur Verfügung steht.

Reitsport.

Berliner Reil- und Fahrturnier

Das Frühjahrstumler der Tumlevabtel' tung des Reichsverbantes für Zucht und Prüfung deutschen Warmbluts Ist am Samstag mit den Wettbewerben um den Preis von Ostpreußen (Materialprüsmrg), um den Preis deS Reitklubs Sand" (Reitprüfung), mit einem Gcuppensprin- gen zu dreien, einer Eignungsprüfung für Ge­spanne eröffnet worden. Die Konkurrenzen brach­ten bereits ausg»eichnetes Material an den Start. Den Abschluß des Rachmittags bildete eine mtt großem Beifall aufgenommene Damen-Dchul- Quadrille.

Das Ergebnis der gestrigen Rachmittags­prüfungen :

Preis des preußischen Landtoirt- schaftsmtnisteriums Preis von Han­nover Materialvcüsung für Reitpferde (3 bis 4jährige Reitpferde): 1. Horaz, 2. Heldin, 3. Schift.

Seniorenpreis (Gigungsprüsung für Reitpferde). 1. Jurist, 2. Röder, 3. Cherubim.