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vom 23. bis einschl. 25. Februar 1926
Aufschrift „Holzsubmission" bis spätestens Donnerstag, dem 25. Februar L Zs, nachmittags 3 Uhr, bei unterzeichneter Bürgermeisterei einzurcichen, woselbst die Eröffnung stattfindet. Man bittet das Holz vorher einzusehen. Herr Förster Kalberlah wird dies eoentl. vorzeigen. Etwaige spätere Reklamationen werden nicht berücksichtigt. Nähere Auskunft erteilt die unterzeichnete Stelle.
Rüddingshausen, den 19. Februar 1926.
Bürgermeisterei Rüddingshausen Post Londorf
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in Tharlottenburg, n. auf dem übet Gelände zwischen raße die feierliche
neuen Qkttoüb Aktion statt, das Berlin verstreuten l. Auher dem t StaMseketären
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des frankfurter Senders.
(Aus der „Radio-Amschau".)
Dienstag, 23. Februar:
3.3o—4 Uhr: Die Stunde der Jugend. 4.15 bis
45 Uhr: Konzert des Hansorchesters: G. F. Hän-
Holzsubmission.
Die Gemeinde Rüddingshausen beabsichtigt im Wege schriftlichen Angebots folgende Holzsortimente zu verkaufen:
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del. 5.45—6.15 Uhr: Die Lesestunde. 6.15—6.45 Uhr: Uebcrtragung von Kassel, Vortrag über moderne Tanzmusik. 6.45 bis 7.15 Uhr: Funkhochschule: „Lungenheilstätten", Vortrag von Stadtärztin Dr. Kaufmann. 7.15 bis 7.45 Uhr: Funkhochschule: „Die Grundlagen der chinesischen Kultur, VII", Vortrag von Prof. Wilhelm. 7.45—8.15 Uhr: Englischer Sprachunterricht. 8.15 Uhr. Uebertragung aus Hamburg: „Der Kuß am Nil", Operette in drei Akten von Walter Schütt.
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Die Fürstlich Solmsische Oberförsterei 5)ohcnsolms versteigert am Mittwoch, 24. Februar, im Saale des Gastwirts Gerlach in Bieber b. Gießen und dem Distrikt Helfholz: 16240
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Derkaufsbedingungen sind günstig gestellt. Nähere Auskunft erteilt die unterzeichnete Stelle. 16230
Geilshausen, 20. Fcbr. 1926.
Hess. Bürgermeisterei Geilshausen. Wagner.
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ver 8ememorduntersuchling§- aurschuh.
Berlin, 19. Febr. Der Fememorduuter- snchungsausschuß setzt heute die Zeugenvernehmung
v. Zen gen wird als Zeuge über bic 5000» Mark-Darlehensangelegenheit vernommen, er bekundet: Ich habe aus dem Dispositionsfonds ein Darlehen von 5000 Mark zinslos an die Versor- qungsftcUc bzw. Herrn Malettke gegeben. Das war am 13. Juni. Quittiert hat Behrens von der Zen- tralstellc. Irgendwelche Verbindung mit den Fememördern sollte dieses Darlehen nicht haben und hat es auch nicht gehabt.
Vorsitzender: Die Quittung lautet aber aus den Zentraloerband der Landarbeiter?
Zeuge: Die Formulierung war mir gleichgültig. Mir kam es auf die persönliche Bürgschaft des Behrens an. —Meier war anfangs Mai bei mir und bat mich in Gegenwart des Herrn von der Linde um Unterstützung für Schultz, den er als politisch Verfolgten bezeichnete. Ich persönlich kannte imb kenne Schultz nicht. Ich erkläre strikte, daß die Arbeitgel^rvcreinigung dafür fein Geld geben würde. Da ich aber ein höflicher Mensch bin, machte ich die Phrase, daß ich mich privatim gern im Interesse des Abg. Meier bemühen wolle. Damit war für mich die Sache erledigt.
Abg. Suttner (S.): War es Ihnen nicht auf- gefdiien, daß ein Gewerkschaftsfekretär bei Ihnen um ein Darlehen vorsprach?
Zeuge: Rein! Denn es kamen z.B. auch Sozialdemokraten zu mir, um für irgendeinen Zweck Geld zu verlangen. (Große Bewegung.)
2(bg. Äuttncr: Das waren wohl die Herren Bamneister und Erdmann, ober wer war es?
Zeuge (erregt): Darüber verweigere ich die Auskunft, und ich bitte um Feststellung, ob diele Frage mit dem Fememord zusammenhängt.
Die Beanstandung wird nach einer Geschäftsordnungsdebatte mit 10 .gegen 5 Stimmen a b - gelehnt.
Zeuge: Es war bei mir um Geld zum Zwecke der Herausgabe sozialistischer Literatur der Sozialdemokrat Erdmann.
Abg. Kuttner meint, v. Zengen selbst habe auf dem Polizeipräsidium bekundet, er habe das Geld an die Landarbeiter gegeben, um sie dem Zen- traloerband zu verpflichten.
Zeuge: Es kommt darauf an, was man unter „verpflichten" versteht.
Abg. Schön (W. Vgg.): Sind Gelder der Ar- beitgeberoereinigung jemals für Femeorganiscstio- nen ober Fememörber verwendet ober bereitgestellt worden?
Zeuge: Rein! Niemals!
Abg'. ii. r. B a d t (S.): Stuf dem Polizeipräsidium hat Dr. Tänzler zugegeben, daß er gewußt hat, das; das Darlehen für Schultz verwendet worden ist. Herr von der Linde hat dort ausgesagt: „Herr von Zengen hat mir einmal gesagt. Nein, auch dir gegenüber kann ich in der Darlehenssache den wahren Sachverhalt nicht zugeben'." (Bewegung.)
Zeuge: Ich erinnere mich dieser Bemerkung nicht. Sie muß auf einem Mißverständnis beruhen.
In der Nachmittagssitzung ist der nächste Zeuge Wilhelm v. Oppen. Bors.: Sind von Ihnen an das Gefängnis Landsberg zugunsten des Schultze mehrere Beträge eingezahlt worden?
Zeuge: Schultze ist mein Freund. Ich habe diese Beträge aus eigenem Antrieb gezahlt.
Abg. Kuttner (S.): Haben Sie die Einzahlungen aus eigenen Mitteln gemacht?
Zeuge: Zum Teil. Manchmal habe ich sie auch aus Fonds entbommen, die ein Mittelsmann für mich sammelte.
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Abg. Kuttner: Waren dies deutschnationale Abgeordnete?
Zeuge von Oppen: Es sind keine deutsch- nationalen Abgeordnete. Ich wende mich nicht an Abgeordnete, weil ich bie Auffassung habe, baß bie Abgeordneten mit Uebernahme ihres Amtes einen Teil ihres Verfügungsrechtes verlieren. (Heiterkeit.) Anwesenbe sinb selbstverständlich ausgeschloffen. (Heiterkeit.)
Nächster Zeuge ist der Geschäftsführer des Reichsverbandes Vaterlandisck>er Arbeiterverbände, Fritz Heß. Bei den einleitenden Formalien zur Vorbereitung seiner Vernehmung kommt es zu Zwi- scheufällen. Der Zeuge erklärt, er wisse gar nicht, was das hier eigentlich sei. Er müsse erst feftfteUen, ob das hier Partei Vertreter sinb ober sonst was. (Gelächter links!) Unter großer .Heiterkeit erteilt der Vorsitzende unter Heranziehung der Verfassung, der «vtrafprozeßordnung usw. eine eingehende Rechtsbelehrung. Dann erklärt der Zeuge Heß: Ich muß es also so verstehen, daß hier Vertreter von verschiedenen Parteien sitzen. Wenn nun Parteien, die meiner politischen Auffassung entgegen ft eben, die Mehrheit im Ausschuß haben, dann werden meine Aussagen hier so bewertet, wie es die Mehrheit des Ausschusses will. Da kann ich doch nicht aussagen! Vars.: Sie haben nach der Verfassung die Pflicht, hier zu erscheinen und auszusagen. (Lebhaftes Sehr richtig! links.) Heß: Dann muß ich aber dach einen Verteidiger haben. (Gelächter.)
Vorsitzender: Sie haben nach den Akten auch ein Darlehen in Hohe von 3000 Mark von der Deutschen 'jlrbcitgeberoereinigung bekommen!
Zeuge (unterbrechend): Ich kann nur sagen, wenn ich mich an die Fragen hier halte . . .
Vors.: Sie sollen sich an meine Fragen halten'
Zeuge: Die habe ich schon wieder vergessen! (Große. Erregung links unb beim Zentrum — Zurufe: Frechheit!)
Zeuge: Ich ersuche Sie, mich gegen solche Zurufe in Schutz zu nehmen.
Bors.: Kein Zeuge hat sich bis jetzt hier so benommen wie Sie. unb es ist daher nicht verwunderlich, daß in der Erregung foldje Zurufe fallen!
Zeuge: Ich fühle mich eben als freier Staatsbürger!
Bors, (erregt): Ich bitte Sie nun dringend, sich so zu benehmen,'wie es sich für einen Zeugen gehört!
Der Zeuge Heß gibt darauf zu, daß er ein Darlehen bekommen hat.
Vors.: Für welche Zwecke?
Zeuge: Nicht zu dem, Fememörder zu unterstützen.
Vors.: Wozu sonst?
Zeuge: Darüber gebe ich keine Auskunft!
Zeuge: Würden Sie vor einem Gericht auch keine Auskunft geben?
Zeuge: Vor Gericht gebe ich jede gewünschte Auskunft!
Vors.: linier Umständen kann verfügt werden, daß Sie in Hast genomen werden oder eine Geldstrafe bekommen! — Ich sage Ihnen das, damit Sie sich darüber schlüssig werden, ob Sie sich nun wie ein Zeuge benehmen wollen ober nicht!
Zeuge: Mit Fememorden hat das Darlehen nichts zu tun. Im übrigen kann meine Organisation über empfangene Beträge keine Auskunft geben. Da muß ich mich eben auf den Gesetzesparagraphen berufen, der die Wahrnehmung berechtigter 3 n» teref f en schützt. (Gelächter.)
Vors.: Dieser Gesetzesparagraph paßt nicht hierher, denn er bezieht sich auf Beleidigungen! — (Heiterkeit.)
Abg. Eichhoff (D. 93p.): Der Gedanke des Zeugen erscheint mir begreiflich. Er ist weder Fememörder (Zuruf links: Das wissen wir noch nicht!), noch deutschnationaler Abgeordneter, noch Angehöri-
Formulierung gesehen habe, an der er selbst die Schuld trage, lei ihm nicht behaglich gewesen. Etwa nach einer Woche sei Meier gekommen und habe behauptet, ihm sei das Geld von Zengen für Schulz zugebilligt worden. Der Zeuge habe sodann das Darlehen nach Fälligkeit an die Vermögensverwaltung des Zentralverbandes abgelicfcri. Daß Meier von der Vermögensverwaltung 5000 Mark erhalten habe, da von sei ihm aus eigener Wahrnehmung nichts bekannt. Als Zengen um die Rückzahlung gemahnt habe, habe er der Qlrbcitgebcrrxrcimgung mittels Scheck die Summe zurückgegeben. Auf die Frage des Abgeordneten Deerberg (Deutlch- national), ob jemals der Landarbeiterverband oder eine seiner Organisationen an Schulz ober eine andere mit Femesachen im Zusammenhang gebrachte Persönlichkeit Beträge gezahlt habe, antwortete der Zeuge verneinend. Der Hauptgeschäftsführer der Arbeitgeber-Aereini- gung. Dr. D ä n z l e v, gibt eine Darstellung, wie es zu dem Darlehen gekommen sei. Dem Abgeordneten Behrens habe er keinen Zweifel gelassen, daß das Darlehen unbedingt zurückgezahlt werden müsse. Die Dückzahlung sei auch erfolgt. Jedenfalls sei bie ^Bereinigung der deutschen Arbeitgeberverbände von diesen Dingen nicht berührt.
Amtsgericht Gießen.
* Sieben, 17. Febr. Ende November iLxxren zwei Grenadiere vom hiesigen Bataillon au) her Kammer mit dem Aussehen von Wäsche und Unterjacken beschäftigt. Da trotz der großen Kälte die Leute noch feine ilntcrjaefcn erhalten hatten, beschlossen die Beiden, sich solche zu „besorgen". Der eine von ihnen ging zum Austreten, während der andere zwei Unter jaden und ein Paar TBickelgamalchen zum Fenster hinaus wars. die der erste dann aushvb und in seinem Schrank verschloß. Später teilten sie die Unterjacken unter sich, während sie die Wickelgamaschen abwechselnd trugen. Ein anderer Grenadier hatte gesehen, daß die Beiden sich ausfällig am Fenster zu schassen machten, und ohne weiteres angenommen, ftc würden sich irgendwelche Gegenstände beiseite schaffen. Da ihm angeblich seine Handschuhe schon längere Zeit vorher abhanden gekommen waren, beschloß er, sich bei der nächsten Gelegenheit Ersah dafür auf der Kammer zu verschaffen. Dies tat er auch bald daraus und versteckte ein Paar Handschuhe unter seinen Wickelgamaschen, damit sie bei der Durchsuchung nicht gesunden würden. Da er aber Handschuhe für Unteroffiziere genommen hatte, die er nicht tragen konnte, und befürchtete, sie würden bei einer Spindrevision entdeckt, verbrannte er sie später im Ofen. Zeder der drei Angeklagten wurde wegen militärischen Diebstahls zu e i n e r W v ch e Mittelarrest verurteilt.
aer des Arbeitgeberverbandes. Er ist nur auf Veranlassung des Abg. Riedel als Zeuge geladen worden, wobei der Abg. Riedel offenbar Wert darauf legte, einmal in den Verband des Herrn Zeugen Einblick zu erlangen. —
Abg. Riedel (Dem.): Ich verwahre mich ein schieden gegen die Aeußerungen des Abg. Eichhaff.
Nach längeren Auseinandersetzungen unter den Mitgliedern des Ausschusses gibt der Zeuge H c ß zu, 3000 Mt. erhalten zu haben, jedoch nicht für tsememorbbegünftigung ober andere verbotene Zwecke, lieber intime Verwendungszwecke Auskunft zu geben, lehne er ab. Die Abg. Schmidt und Wiedemann hätten Kenntnis van der Verwendung und könnten Auskunft geben.
Eine weitere Frage des 2lbg. Heilmann (Sozi, lehnt er mit der Bemerkung ob, wenn nicht ein Sozialdemokrat gefragt hätte, würde er antworten. (Lebhafte Entrüstungsrufe!) — Auf die Frage, ob Geld für die Schwarze Reichswehr verwendet worden fei, erklärt der Zeuge unter Heiterkeit: Die Schwarze Reichswehr kenne ich nicht! —
Der Ausschuß vernimmt hierauf Herrn von der Linde. Der Zeuge erklärt, daß er aus Aeußerungen des Herrn non Zeugen den Eindruck gewonnen habe, daß die 5000 Mark nicht für wirtschaftliche, sondern für andere Zwecke verwendet worden seien. Als er in einem späteren Stadium v. Zengen gefragt habe, ob die Sache mit Schultze Zusammenhänge, habe Herr v. Zengen geantwortet: „Das kann ich auch dir gegenüber nicht zugeben!" (Bewegung.)
Auf eine Frage des Vorsitzenden erwidert der Zeuge, daß aus dem ganzen Verhalten v. Zeugens er diese Antwort als Zugeständnis auffassen mußte.
Auf die Frage: Hat Herr n. Zengen eine Aeuße- rung dahin getan, man solle die Gewerk schäften in die Hände bekommen' er widerte der Zeuae, daß diese Aeußerung verschiedentlich gefallen sei.
Abg. Kuttner (S.): Sie sollen geäußert haben, daß Sie sich bedrückt fühlten, weil Sie Dinge erleben mußten, die sich nicht mit Ihrer Eigenschaft als gewissenhafter Mensch unb Offizier vertrugen. Hing bieser Gewissenskonflikt auch mit der 5000-Mark- Sache zusammen?
Zeuge: Vornehmlich mit der 5000-Mark-Affäre. Ich hatte bestimmt den Eindruck, daß da etwas nicht in Ordnung sei!
Abg. E i ch h o f f (Dt. Vp.): Haben Sie einen Anhaltspunkt dafür, baß Meier die Absicht hatte, Schulz zur Flucht zu verhelfen, und daß v. Zengen das wußte?
Zeuge: 9tein, ich glaube auch nicht, daß v. Zengen bei seiner politischen Einstellung bas getan hüte.
Es folgt bann eine Gegenüber st ellung der Zeugen v. Zengen unb von der Linde.
Zengen erklärt dabei: Meinem Freunde von der Linde habe ich erklärt: Ich kann auch dir gegenüber nicht zugeben, daß das Darlehen von Schulz war. Das konnte ich ja auch nicht, weil es nicht so war.
Zeuge von der L i n b c: Ich kann nur wieder holen, daß ich ben Eindruck gewonnen hatte, daß das Darlehen für Schulz war.
Am Samstag wird zunächst der frühere Geschäftsführer der Dersorgungsstrlle des Zentral- verbandes der Landarbeiter. Male t t ko, vernommen, der aussagt, die Dersorgungsstelle habe seines Wissens nur einmal ein Darlehen von 5000 Mark erhalten. Dabei habe es sich um Deckung einer Wechselverbindlichkeit gehandelt. Er habe sich an von Zengen gewandt. Diefcr habe grundsätzlich zugestimmt, aber die Anter- schrift von Behrens verlangt. Es sei eine Quittung formuliert worden, in der es irrtümlicher weise geheißen habe: „Für den Zentralverband der Landarbeiter 5000 Mark. — Behrens" Als er nach det Unterzeichnung durch Behrens diese i
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