Einzelbild herunterladen

an

dem

k.

eilt

Beweis der Weisheit!

t-

Samstag:

W

^°hr

Iabr lOte bewährt.

142 6d

2 bis 4, En- Rettich 5 bis

für am

E 3

sin­der den

Ni

Ar ha h

K kal Gr

Kleine politische Nachrichten.

Der Reichspräsident nahm den Vor­trag des Reichskanzlers Dr. Marx entgegen und empfing später den zur Zeit in Berlin weilenden deutschen Botschafter in Kon­stantinopel, Radolnh. sowie den deutschen Ge­sandten in Sofia, Dr. Rümelin, der sich auf Urlaub in Berlin befindet.

21 b b e l Krim wird Fez am 28. 2lugust verlassen, um seine Verbannung auf der Insel Reunion anzutreten. Die Reise wird vermutlich von Casablanca aus stattsinden, wohin 2lbd el Krim in einem verschlossenen Waggon geschafft werden soll.

Wie eine Korrespondenz meldet, ist die Vor­untersuchung gegen Iustizrat Claas wegen Hochverrats abgeschlossen und die Akten sind der Reichsanwaltschaft zur Prüfung und Beschlußfassung zugeleitet worden. Ur­sprünglich erstreckten sich die Ermittlungen auch auf Major a. D. v. Sodenstern,- Oberst a.D. v. Lux und Oberst a. D. Knauer. Im Qkr- laufe des Verfahrens wurde aber die Ermitt­lung gegen alle Beteiligten mit Ausnahme des Iustizrats Clah e i n g e st e l l t.

Hifum Preise bejont« dem \v desP> denen Dollst woche stützui Str- bilber det an ten B statt, t

I Zuckerrohrplantage. Zwischen Managua und Co« rinto sprengten die Aufständischen einen Eisenbahnzug mit Regierungstruppen in die Lust. Glücklicherweise wurden nur wenige Sol­daten verletzt.

Der Kulturkamps in Mexiko.

Präsident Calles antwortet den Bischöfen. ZBlutige usammenftößc.

Mexiko City, 20. Aug. (Wolff.) Präsident Calles hat auf das Schreiben des mexikanischen Episkopots, in welchem die vorläufige Außerkraftsetzung der Religions­dekrete bis zur Entscheidung durch den mexikani­schen Kongreß vorgeschlagen worden war, nun­mehr eine Antwort erteilt. Calles erklärte, die Aufhebung der Dekrete durch ihn sei nicht möglich, da er die Verfassung nicht ändern könne. Auf Grund seiner politischen Anschauungen könne er zudem dem Kongreß einen Antrag betreffend Aenderung der Religionsgesehgebung nicht ein­bringen. Die vom mexikanischen Klerus geforder­ten Freiheiten seien im übrigen von der Ver­fassung garantiert.

Gestern kam es in der Stadt Mexiko nach einem scharfen Wortwechsel im Kongreß auf der Straße zu einem Kampfe zwischen zwan­zig Abgeordneten, wobei ein 2lbgeordneter getötet und zwei weitere, darunter ein ehe­maliger Gouverneuer, schwer verwundet wurden. Außerdem wurde ein Zeitungshändler getötet und viele Passanten schwer verletzt. Infolge seiner antikirchlichen Maßnahmen wurde der Bürgermeister von San Iuan von der Qllenge gelyncht.

Sternensinn ist auch die Offenbarung deiner Sehnsucht. Er zeigt, daß du Religion hast, leben­dige Gottverbundenheit!

Dieser Sternensinn klammert sich nicht an den Buchstaben, sieht nicht den Nächsten scheel an, weil er einen anderen Weg zu Gott geht! O. dieser Sternensinn hebt ins große Verstehen, und er freut sich des Echten. Dem Hnechten aber ist er kraftvoller Feind.

Sternensinn weiß die Stille zu erfassen in ihrem schöpferischen Werte fürs Dasein. Er ist Sammlung, inneres Sichaufschliehen den verbor­genen, ewig webenden Mächten gegenüber.

Der sternensinnige Mensch geht im 2ldel echter Menschengesinnung. QIH-ßiebe floß ihm ins Herz und wandelt sich zur liebenden Tat gegen den Rächsten.

Gr schaut durch den 2llltag hindurch, den Menschen und Dingen auf den Grund; er sieht das Wunder des Lebens trotz aller Verzerrungen durch die Menschen, lebt aus dem Wunderbaren, und vielen ist sein Leben ein Wunder, dessen Schönstes die Liebe ist!

Gießener Wochenmarktpreise.

Es kostete auf dem heutigen Wochenmarkt das Pfund: Butter 190 Pfennig, Matte 30 bis 35. Käse (10 Stück) 60 bis 80, Wirsing 10 bis 15, Weißkraut 8 bis 10, Rotkraut 15 bis 20, gelbe Rüben 10 bis 15, rote Rüben 10, Spinat 25, Römischkohl 10, Bohnen (grüne) 12 bis 18. Bohnen (gelbe) 15 bis 20, Hnterkohlrabi 6, To­maten 20 bis 40, Zwiebeln 15 bis 20, Meerrettich 80, Rhabarber 20, Kartoffeln 5, Falläpfel 8, Frühäpfel 20 bis 25, Birnen 10 bis 25, Preisel­beeren 60, Zwetschen 20 bis 35, Mirabellen 30 bis 45. Honig 35, junge Hahnen 100, Suppen­hühner 100 bis 120; pro Stück: Eier 13 bis 14, Blumenkohl 50 bis 120, Salat 5 bis 10, Salat-

Wettervoranssage.

Zumeist wolkig, mäßig warm, zeitweise kurze Regenfälle, ziemlich imbeständig.

Ein storter nordwestlicher Wirbel hat sich unter Vertiefung ostwärts bewegt und dabei an feiner Südseite unerwartet schnell Ausläufer ent­wickelt, die den hohen Druck über Deutschland verdrängt haben und Regenfälle herbeiführen. Der Einfluß des Wirbels gestaltet die Wetter­lage weiterhin unbeständig.

Gestrige TageSteinperaturcn: Marunum 22,4 Grad, Mimmum 16,0 Grad. Heutige Morgen- temperatur 16,6 Grad Celsius.

niirtld staltct verbu' gM- Frage öarov

[ütlerii iicnw

geben 2lnze

kniend

^npet mit 12

Der König und der Kronprinz von Spanien besichtigten im Hasen von Santander das deutsche Rotvrschiff .Barbara", das während ihres Aufenthaltes an Bord mehrere Manöver ausführte.

Wie der amtliche Preußische Pressedienst mitteilt, hat der Oberpräsident der Provinz Sachsen, H ö r s i n g, das Erscheinen der Zeit­schriftDer Stahlhelm" auf Grund der Be­stimmungen des Republikschutzgesehes auf die Dauer von sechs Wochen verboten.

Bei itrovamiie

Sternensinn, das ist: schweigende Höhe den in der Welt. Er ist die Offenbarung Kraft, daß man sich noch lösen kann von ____

Fesseln des Alltags und auch von den anderen, die uns oft wie Klötze anhängen, die und ein­spinnen wollen mit ihrer allzu irdischen, gleißne- rischen Art!

Bund der Kolonialfreuude: 8.30 Uhr, Karlsruhe, Ko­lonialer Abend. Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: Ich gab dich zum Pfände". Astoria-Lichtspiele: Das Abenteuer im Nachtexpreß".

Tageskalender für Sonntag:

Aus der Provinzialhauptstadk.

Gießen, den 21. August 1926.

Sternenstnn.

Von Reinhold V r a u n.

Was für ein Sinn beherrscht heute die meisten Menschen? Ist es nicht das, was wir mit dem Rainen belegen können: Großstadtsinn, Gassen- und Taumelfinn, rücksichtsloser Erdsinn! Aufs äußere Genießen und auss Erraffen ist alles gestellt!

Sie kommen nicht von der Erde und dem Fleische los! Soviel Maulwurfsungeist und so wenig Adlergeisti

Sternensinn tut not!

Sternensinn, was ist das?

Das Grelle starb, die wilden Geräusche des Tages verstummten, hohe Rächt ist ausgesternt; offen ist die feierliche Seele. In einem Strome stiller, reiner Wohligkeit schwingt der ganze Mensch dahin, Ergriffenheit trägt ihn, hebt ihn im Gemüte empor. Ewigkeitsnähe fühlt fein Herz.

ilnö wie er denkt und empfindet, wie wird alles so klein, was die laute dbetL am Tage als groß anpries und in den Himmel, "^Tl ihren Himmel, hob!

Was ist das Gezänk derer, die da meinen, sie müßten sich gegen den anderen werfen mit marktschreierischem Wesen, sonst hörte sie feiner!

Was ist alles Akrobatentum, alle Seiltänzerei auf dem Gebiete des reinen Verstandes gegen die Hoheit des Sternenfirmaments! Was alles das gegen die Seligkeit des gottbewegten Her­zens, der ewigkeitsfühlenden Seele!

Sternensinn!

Seht den Toren!" so höhnt die Welt und weiß nicht, daß sie ihre schreckensvvlle Armut damit hinaushöhnt!

Es ist so schön, einmal trunken zu sein vom Himmel und feinem unendlichen Glanze, . trunken zu sein in Gemeinschaft, sei's Liebe, set'S Freundschaft! Die heilige Trunkenheit ist Reich­tum. tiefstes Gefühl, ein Mensch mit einer Seele zu sein!

Die Tangerfrage.

Die Stellung Spaniens.

Madrid. 20. Aug. (TH.) Von amtlicher spanischer Seite wird erklärt, daß die Agita­tion, die sich unter Bevölkerung von Tanger bemerlbar mache, zwar mit der Wiederaufnahme der Diskussion über die Tangerfrage in den inter­nationalen Verhandlungen zeitlich zusam­men f a 11 e, eS müsse aber unbedingt jeder An­schein vermieden werden, als habe Spanien bei dieser QIgitation die Hand im Spiele. Obwohl eine Aenderung des Regimes in der Tangerzone notwendig sei und die Bewegung in Tanger möglicherweise darauf hindeute, daß die Form der Verwaltung vereinfacht werden mühte, so läge dennoch Spanien eine Methode, wie die eben angedeutete, völlig fern. Bei der Abtretung Tangers an Spanien handele es sich um eine nationale Forderung, beruhend auf politischer und rechtlicher Grundlage, damit die Zonen des spanischen Protektorats nicht in gefährlicher Weise beschränkt würden.

Der spanische Botschafter Quinones d e Leon hat dem französischen Außenminister Briand die Fardernungen des Generals Primo de Rivera zur Tangerfrage nunmehr offiziell vor­gelegt. Quinones de Leon soll dabei betont haben, daß feine Regierung weit davon entfernt fei, die Souveränität des Sultans von Marokko über die internationale Zone zu beeinträchtigen; sie werde sich darauf beschränken, zwecks Erleichterung ihres Vorgehens im Rifgebiet, eine vorherrschende Stellung bei der Verteilung des Ha­fens und der umliegenben Gebiete zu fordern. Der spanische Botschafter fügte hinzu, der Chef des Direktoriums beabsichtige, in vollem Ein- Verständnis mit der französischen und englischen Re­gierung zu handeln.

Ruhe in Tanger.

Tanger, 20. Aug. (Havas.) Hier ist man über die in der europäischen Presse verbreiteten alarmie­renden Rachrichten_ü d e r r a s ch t. In Wirklichkeit ist die Ruhe in der Stadt sowie die Ordnung niemals ernstlich gestört worden. Der Vertreter des Sultans von Marokko, der sog. M e n d u b , hat die einfluß­reichsten Marokkaner zusammengerufen, um mit ihrer Unterstützung die geplante Demonstration gegen die Polizei und die Frauengesetze zu o e r h i n d e r n. Ausrufer werden durch die Stadt gesandt, die die Kaufleute auffordern, ihre Geschäfte offen zu halten und erklärten, daß alle Beschwerden in Kürze berück­sichtigt würden. Die Zugänge zur Stadt werden be- wacht und nur mit Ausweisen versehene Kaufleute können zum Markt gelangen. Der Tag ist ruhig ver- laufen.

letzten fügt ( Derbuni und au gungb 21m 6c eröffne tage m begonr genom forigei meinfe Hauses laus Verein Sebeul in (ein lieber! geoenbi lanbtf. bet etflt ragenden alt W Wt n 'M s Schütz« mung wurde Fel­des S 175 an 2. Wa hen. lk (Biefjen. scheib Weeg bürg, ! (cheil 2. §. ! F a i), legt. M 2. Sy Meßen send. $ 2. Gg.

Aus dieser Torheit keimt bann die Weisheit empor, und oft ist sie nichts anderes als

uchlungs-Flugzeuge. 61 Torpedoabwurs- und Aufklärungsflugzeuge und 74 Schulflugzeuge. Die neuen Flugzeugtypen werden auf Grund eines Ausschaltungswettbewerbs festgesetzt werden,

24 Fabrikanten teilnehmen werden.

Die Wahrheit marschiert.

Haag, 21. Aug. (Wolff.) Die südafrikani­schen Blätter teilen aus Windhuk mit, daß die gesetzgebende Versammlung des südwestafrikani­schen Territoriums (ehemals Deutsch-Südwest- asrika) einen Antrag des Abgeordneten Slaukh angenommen hat, wonach daS Blaubuch über Mißhandlungen von deutschen Eingeborenen, das 1918 erschien, in allen Archiven und öffentlichen Büchereien zu ver­nichten sei, da das Buch zur Kriegs­propaganda gehörte. Die Annahme des An­trages erfolgte einstimmig.

Der Kommandant des FlaggschiffesSchles­wig-Holstein", Kapitän zur See Hansen, rückt im Herbst dieses Iahres in eine Admiralstelle als Inspekteur der Marineartillerie ein.

^Kopfschmerz;1

Migräne . Neuralgie Zahnschmerz

L____?__________2-

[ rineflugzeuge ausgeworfen werden. Die Luft- rüftung der Vereinigten Staaten zur See soll um 282 Flugzeuge vermehrt werden, und zwar um 100 Kampfflugzeuge, 47 Deob°

Aus aller Wett.

Räuberischer Reberfall in einem Eifenbahnzuge.

Donnerstag wurde in dein um 12 Uhr nachts ab Düffelborfjiad) Köln fahrenden Zuge im Frauenab- teil eine Frau aus Ruhrort von einem 19jährigen Arbeitsburschen aus Bochum überfallen. Unter Vorhalten eines Revolvers verlangte er von der Frau die Barschaft und die Wertsachen. Die Frau händigte ihre Barschaft von 16 Mk. aus, weigerte sich aber, die goldene Armbanduhr abzugeben. Rur durch ihr energisches Verhalten verhinderte die UeberfaUene das Vorhaben des Täters, sie mittels eines Strickes zu fesseln und sic in das Klosett ein- zuschließen. Bei der Einfahrt des Zuges in Köln konnte der Täter mit Hilfe der Frau festgenom - men werden.

Fohrtkosken bei Dienstreisen.

Der Ferienstrafsenat des Reichsgerichts verhandelte als Revisionsinstanz gegen den Landes­schulrat Dr. S t ö l z e l (Braunschweig), der, weil er bei einer Dienstreise die F a h r t k o st e u 2. K I a s s e angerechnet hatte, aber 3. Klasse gesa hren war, wegen Vergehens im Amte vom Landgericht Braunschweig als Berufungsinstanz zu einem Mo­nat Gefängnis verurteilt worden war. Der Verteidiger führte aus, daß ein strafrechtliches Vor­gehen nicht oorliege und zeigte an Hand verschiede­ner anderer Fälle, daß das gleiche Verfahren vielfach von den Beamten angewendet würde. Der Reichs­anwalt beantragic, die Revision als unbegründet zu verwerfen. Das Gericht beschloß nach längerer Be­ratung in diesem Sinne und bestätigte somit das Urteil der Vorinstanz.

Schwimm- und Rudersport-Werbetag: 3.30 Uhr bet den Bootshäusern. Bund der Kolonialfreunde: 3 Uhr nachmittags, Karlsruhe, Koloniales Kinder­fest. Arbeiter-Turn- und Sportbund: 8 Uhr vor­mittags, Sportplatz der Spvg. 1900 Trieb, Dor­kämpfe, 2 Uhr nachmittags Cntscheidungskämpfe. Bund für Haus und Schule: 3 Uhr Freilichtbühne, Sommerfest. Lichtspielhäuser im* Samstag.

Wartburg-Verein. Am Sonntag- nachmittag macht der Wartburg-Verein wie all­jährlich einen Familienspaziergang nach Annerod (Wirtschaft Engelhardt) und hofft bei seinem Abmarsch um 2 ilbr (Schützenhaus) auf recht starke Beteiligung. Für reiche Abwechslung bei der dortigen Feier im Saal und ©arten ist gesorgt. (Siehe gestrige Anzeige.)

Landwirtschaftsfest in ©laden- b a ch. Am 5. und 6. September d. Is. findet in Gladenbach ein Landwirtschaftliches Fest größeren Stiles statt, veranstaltet vom 1. Land­wirtschaftlichen Bezirksverein des Kreises Dieden- kopf. Der Kulminationspunkt des ganzen Festes ist wohl der am Sonntag aufzustellende große historische Festzug. Dieser dürfte ganz besonders interessant werden durch die originellen Trachten- oruppen des Amtes Blankenstein. Der Montag ist hauptsächlich der Viehausstellung gewidmet. Iedem ernsthasten Züchter ist Gelegenheit gc- SonntaaSdicnst d. Slcrztc tu Ülpotbcke» am 22.8.26 Dr. Stuhl. Dr. W. Klein. Engelavoiheke.

Zalmarzt: Dr. Metz.D

Poincator Sparprogramm.

Paris, 20. Aug. (TU.) Die neuen Maßnahme, der Regierung werden nach der heutigen Ministcr- ratssitzung in einer Reihe von Verordnungen ihren Ausdruck finden. Es verlautet, daß die Regierung die Einfuhr einer großen Anzahl von Lebensrnitteln verbieten wird, die die Währung ungünstig beeinflussen. Ferner sind weit­gehende Maßnahmen zur Her a'b setz ung des Brotpreises vorgesehen. Zur Regelungder Lebens Mittelpreise sollen die Polizeiprä­fekten weitgehende Vollmachten erhalten, um gegen willkürliche Preiserhöhungen und Mißbräuche ein­schreiten zu können. Ferner soll, um eine Sanierung der Preise der wichtigsten Lebensmittel zu erreichen, eine bessere Verteilung derselben vorgenommen werden. Die Genossenschaften und die großen Le- bensmittelhäuser sollen mit der Verteilung der Le­bensmittel beauftragt werden. Ferner hat der Präsi­dent eine Reihe von Verordnungen des Landwirt­schaftsministers unterzeichnet, die eine Schätzung der gesamten bestellten Ackerfläche und der Ernte, sowie die Kontrolle der Getreidepreise und Mehlprodukte oorsieht.

Für die Herabsetzung der budgetmäßigen Ausgaben ist ein allgemeiner Plan zur Verein­fachung des Verwaltungsdienstes ausgearbeitet worden. Innenminister Sarraut hat dem gesamten Verwaltungsdienst Instruk­tionen erteilt, die eine methodische Durchführung von Sparmaßnahmen erfordern. Auf Vorschlag des Innenministers ist eine besondere Heber- wachungSkommission für die Preise ge­bildet worden, die sich aus Vertretern dec Polizei, deS Handels, der Verbraucher, der Vertreter ein­zelner Familien, sowie ehemaliger Kriegsteil­nehmer zusammensehen wird. Die Kommission, die weitgehende Vollmachten hat, wird die Aus­gabe haben, überall Hntersuchungen und Preis­regulierungen vorzunehmen. Ferner wird ein weitgehender HeberwachungSdienst durch die Polizei und durch die Gerichte in den Markt­hallen und auf den Märkten durchgeführt werden. Iede Preisüberschreitung und jeder Mißbrauch werden streng bestraft werden.

Hm eine bessere Versorgung der unteren Klassen der Bevölkerung durchzuführen, wurde die Schaffung von Speisehallen vorge­sehen, denen besondere Scleichterungen und weit­gehende Hnterstühung durch den Staat gewährt werden soll. Die Regierung beabsichtigt, dem heute durchzuberatenden Programm weitereMaß- nahmen folgen zu lassen, die etne Organisation zur Produktion und besseren Rutzbarmachung der natürlichen Reichtümer des Landes und der Kolo­nien vorsehen. Außerdem werden folgende Maß­nahmen zur Bekämpfung der Teuerung und zur Einschränkung des Verbrauches anaekündigt: 1. Allgemeine Einführung des Verbrauchs von altbackenem Brot. 2. Ausdehnung der schon in Paris bestehenden Verpflichtung zur Auszeichnung der zum Verknus gestell­ten Bedarfsartikel auf das ganze Land, 3. zur Einschränkung des Verbrauches von Lebensmitteln insbesondere in vornehmlich von Ausländ ern besuchten Restaurants sollen die Mahlzeiten nur aus zwei Gerichten bestehen dürfen, 4. Heber» toadjung der Vorräte bei den Großhänd­lern sowie in den Lagerhäusern. Zum Schluß wird daraus hingewiesen, daß diese Maßnahmen nur den ersten und dringlichsten Teil der ge­planten Beschlüsse bilden. Ein Programm über die Organisation der Produktien solle folgen, durch das eine bessere Ausnützung der Hilfs­quellen und der natürlichen Reichtümer des Mutterlandes und der Kolonien herbeigeführt werden soll.

Abbröckeln des englischen Bergarbeilerstreiks?

London, 20. Aug. (WB.) Der Generalrat des Kongresses der Gewerkschaften und derDerg- arbeiterverband veröffentlichen zusammen einen Aufruf für ©eldsammlungen zur Hnterstühung der streikenden Bergarbeiter. Tausende von Ar­beitern haben heute in den Zechen Mittel-Eng­lands die Arbeit wieder ausgenom- m e n. So sand in Mansfield, in der Grafschaft Rottinghamshirc, eine Konferenz zwischen den Direktoren mehrerer Grubengesellschaften und etwa 100 Bergarbeiterdelegierten statt, die mit der Annahme eines Vorschlages für einen 71/?* Stundentag mit den vor dem Streik gültige n Lohnen durch die (Bergarbeiter- Vertreter endete. Die an dem Abkommen be­teiligten ©rubengesellschaften beschäftigen 12 bis 14 000 Arbeiter. Auch aus anderen Berg­baubezirken wird berichtet, daß kleinere Grup­pen von (Bergarbeitern ohne Wissen ihrer Ge­werkschaften selbständig, und in einer Reihe von Füllen auch mit Erfolg verhandelt haben.

Die Meldung derChicago Tribüne", wonach der Gesundheitszustand des ehemaligen Kaisers Wilhelm ernst sei und sein Gesundheits­zustand die Hebersiedelung in ein milderes Klima nötig machen könnte, entbehrt jeder Grundlage. In der vorigen Woche hatte sich der ehemalige deutsche Kaiser eine leichte Erkältung zugezogen. Er ist jedoch wieder völlig hergestellt.

Zal itfll tellui Me jur di jebun ;iehui Verb ölu qartti stabt Slurni m obill ihr- L gimfl 4 gen in' Lettin? der in

Engländer fetzten jedoch zuerst den Beschluß durch, daß bei der Bewertung der Zivilluftfahrt­apparate dieeinzelnenTypenin Betracht gezogen werden sollen. Dann erreichten die An­gelsachsen den Zusatz, daß durch die militärische Be­wertung die zivile Fliegerei nicht einge­schränkt werden dürfe. Schließlich wurde der im wesentlichen englische Antrag durchgesetzt, daß die zivile Luftfahrt militärischen Hilfswert habe, lieber das genaue Ausmaß der Bewertung kam noch keine Feststellung zustande. Eine bemerkenswerte Annäherung wurde am Freitag zwischen Deutsch­land und Frankreich in der Frage des Flieger- Personals erzielt. Ursprünglich hatten die Fran­zosen das Zivilpersonal als dem militärischen gleich­wertig bzw. für wertvoller als das militä­rische Personal angeseh . wissen wollen. Der deutsche Antrag legt den Zivilfliegern einen sehr geringen militärischen Wert bei. Am Freitag schlossen fidi die Franzosen der deutschen Auffassung nahezu a ., so daß den Zioilfliegern nur ein militärischer Hilfs- wert zuerkannt wurde, wenn sie feine militärische Ausbildung genossen haben. Wegen derErsatzbe - st a n d t e i l e wurde erklärt, es wäre zwar wün- schenswert, auch sie anzurechnen, doch bestehe kaum die Möglichkeit, sie zu erfassen und vor allem sie besonders zu bewerten.

Amerikanische Initiative in der Abrnstungsfrage.

Reu York, 20. Aug. (WTB.) Das (Blatt Rewyork World" bringt einen Spezialbericht ihres in Paul Smith weilenden Berichterstatters, welcher meldet, daß der Präsident die Ab­sicht habe, in der Frage der Festsetzung der ©ec- beto aff nung vorzugehen, gleichgültig, ob die Verhandlungen beim Völkerbund erfolgreich sein würden oder nicht. Coolidge halte fein eige­nes Entwaffn un gsprva ramm in Be­reitschaft. da» er zu veröffentlichen beabsichtige, wenn der Völkerbund zu keinem Entschluß kom­men sollte. Diese zweite Zusamnrenkunft der auf cer Washingtoner Konferenz vertreten gewesenen Mächte solle besonders im Hinblick auf die Ein­schränkung der Tonnage der nicht in die Bestim­mungen der letzten Washingtoner Konferenz ein- bezogenen Fahrzeuge einberufen werden

Verstärkung der amerikanischen Lustrüstung.

Washington, 21. Aug. (WTB Funk­spruch.) Wie der Leiter des Marine-LuftwesenS mitteilte, werden tm Lause deS Rüstungsjahree. 2 Millionen Dollar für den Ankauf neuer Ma-

gurken 10 bis 50. Cinmachgurken divien 15, Oberkohlrabi 5 bis 10, 10 Pfennig.

Bornotizen

Tageskalender für

Die Lu trüstungen.

Genf, 21. Aug. (TU.) Der Unterausschuß Luftfahrt der Abrüstungskommisfion beendete Freitag die Beratung der Fragen 6a und 6b des Fragebogens. (Feststellung des militärischen Wertes

der Zivilluftfahrt und der Erfatzbestandteile.) Die Franzosen hatten ursprünglich die völlige mi­litärische Gleichsetzung der zivilen undmilitärischen Fliegerei gefordert. Die

Der osteuropäische Sicherheitspakt.

Lettland zu Verhandlungen mit Moskau bereit.

Riga, 20. Aug. (Letiländische Telegraphen- Agentur.) In Anbetracht der entschiedenen Weige­rung Rußlands, den Vorschlag der baltischen Staa­ten anzunehmen, wonach für die Ausarbeitung eines Nichtangriffspaktes zwischen den baltischen Staaten und Rußland eine vorberei­tende Kommission geschaffen werden sollte, in der Bevollmächtigte aller unmittelbar inter­essierten Staaten vertreten sein sollten, teilte d i e lettische Regierung dem Sowjetgesandten in Riga mit, daß sie auch zu direkten Ver­handlungen mit der Moskauer Regie­rung bereit fei, denn obwohl Lettland bei feiner Ansicht verharre, daß eine vorbereitende Kommis­sion zur Erörterung der vorliegenden Fragen am geeignetsten sei, wünsche die lettische Regierung nicht, daß die Frage des Verfahrens zu einem Hindernis für die Lösung des Hauptproblems werde. Ilm jeglichem Mißverständnis vorzubeugen, erklärte die lettische Regierung, sie behalte sich Handlungsfreiheit bezüglich ihrer Fühlung­nahme mit den übrigen interessierten Staaten vor.

Der Aufstand in Nicaragua.

Managua (Hiearagua), 29. Qlug. (WTB.) Die Ausständischen haben San Antonio ange­griffen. Sie t ö t e t e n den Direktor sowie meh- 1 rcrc Arbeiter und Angestellte einer großen