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Dies Transzendente leiht neben dem Volksliedhaften den Gedichten besonderen Wert. Die enge
Das Ganze: ein Probestein starker die für die Zukunft viel erhoffen AD.
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Rundfunk-Programm
deS Frankfurter Senders.
(Aus der »Radio-Umschau".) Donnerstag, 22. April.
4.30—5.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Neu» Operetten. 5.45—6.10 Uhr: Die Lesestunde: Aus den „Briefen aus der französischen Revolution" von Rätif de la Bretonne. 6.15 bis 6.45 Uhr: „Erhaltung und Schaffung von Nistgelegenheiten als Hauptbedingung eines erfolgreichen Vogelschutzes", Vortrag des Städtischen Garten- und Friedhofamts. 6.45 bis 7.15 Uhr: Stunde des Südwestdeutschen Radioklubs: Dr. P. Lertes: Stereoakustischer Rundfunk und Gegensprechverkehr. 7.15 bis 7.45 Uhr: Vortragszyklus des Stadtgesundheitsamts anläßlich der Reichsgesundheitswoche: „Langlebigkeit", Vortrag von Geheimrat Professor Dr. Neißer. 8.15 bis 9.15 Uhr: Arien und Lieder. 9.15 bis 10.15 Uhr: Koloratur-Konzert. Anschließend bis 12 Uhr: lieber- tragung aus Berlin: Tanzmusik der Berliner Funkkapelle.
Schöffengericht Gießen.
• Gießen, 19. April Im November 1925 wurden einer auf einem Gut in Rieder-Erlenbach bediensteten Polin 150 Mk. gestohlen, nachdem ihre Zimmertüre mit Gewalt vorher geöffnet worden war. Als Tater wurde alsbald der Arbeiter August Sch. von Schierstein ermittelt. Sch., der trotz seiner noch nicht 24 Zahre schon vielfach, allein dreimal wegen Nückfalldiebstahls, vorbestraft ist, leugnete zuerst: später, als er die Zwecklosigkeit seines Leugnens einsah, gab er den Diebstahl an sich zu. Wegen schweren Rückfalldiebstahls erhielt er zwei Zahre Zuchthaus.
Wegen schwerer Urkundenfälschung erhielten ein Arbeiter von Gießen und ein Mann aus St. Gefängnisstrafen von zehn Tagen und zwei Wochen. Ersterer hatte eine Bescheinigung seines früheren Arbeitgebers über tatsächlich geleistete Arbeit gefälscht und dem Arbeitsamt zwecks Erlangung von Llnterstühung vorgelegt. Letzterer hatte eine Eingabe an das Kreisamt mit dem Tarnen eines Mitbürgers unterschrieben und darin alle möglichen angeblicher Verfehlungen anderer Ortseinwohner geschildert, damit gegen diese vorgegangen werden sollte.
B 4
Das Getränk der Millionen:
KATHREINERS MALZKAFFEE
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Letzte Nachrichten.
iGro^feuer.
Fulda, 21. April. (WSN. Eigene Drahtmeldg.) Gestern vormittag gegen 10 Uhr brach in dem Dorfe G e i s a in der R h ö n in einem Hause in der Bahnhofstraße Feuer aus, das sich mit rasender Geschwindigkeit verbreitete. Trotz verzweifelter Anstrengungen der rasch alarmierten Feuerwehren war es nicht möglich, den Brand einzudämmen. Neun Wohnhäuser wurden vollständig eingeäschert. Die Entstehungsursache ist noch nicht geklärt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß B r a n d st i f- t u n g vorliegt. Die obdachlosen Familien wurden notdürftig untergebracht. Eine öffentliche Sammlung für die Abgebrannten wurde eingeleitet.
Begrenztheit des individuellen Bewußtseins wird schmerzlich empfunden, aber die Ahnung des Göttlichen lebt in den Gedichten als versöhnendes Element. Disharmonien beengen die Dichterin, doch ihre schöne Seele löst sie in wohlklingende Akkorde auf. Sie verklärt poetisch dis Verbindung von Natur und Menschendasern. Alles trägt sie von musikalischer Rhythmik er-
Büchertisch.
Von Rudyard Kipling, dem Künder des modernen Indiens in Ratur und Leben, veranstaltet der Leipziger Verlag Paul List eine Gesamtausgabe seiner Werke, deren erster Band uns in flexiblem reich geschmücktem blauen Leinenband und guter Druckausstattung (nur
Kirche und Schule.
Vom Evang. Landeskirchentag.
♦ Darmstadt, 20. April. Der Evangelische Landeskirchentag tritt Mittwoch, 5. Mai, im Landeskirchentagsgebäude in Darinst a d t zu einer Sitzung zusammen. Als einziger Punkt steht auf der Tagesordnung: Vorlage der Kirchenregierung, den Voranschlag über die Einnahme und Ausgabe der Evangelischen Landeskirche in Hessen für die Rechnungsjahre 1 9 2 6 — 28 betreffend. Da die Wirtschafts- und Finanzlage der Landeskirche wenig geklärt ist (der neue Voranschlag weist einen Fehlbetrag von ] 249 000 Mk. auf, für den zunächst noch keine Deckung vorhanden ist), dürften die Verhandlungen einige Tage in Anspruch nehmen. Die 3 Gruppen des Landeskirchentags (Positive Vereinigung, Evangelische Vereinigung und Freie Landeskirchliche Vereinigung) treten bereits am 3. Mai zu Besprechungen zusammen.
H -
rantfurtcr Getreidebörse.
Frankfurt a. TL, 21. April. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 30,50 bis 30,75 Mk.; Roggen, inländischer, 20,50 bis 20,75; Sommergerste für Braugerste 22,75 bis 24,75; Hafer, inländischer, 23 bis 24; Mais (gelb) 18,75 bis 19; Weizenmehl, inländisches (Spezial 0) 42,25 bis 43; Roggenmehl 29,50 bis 3(1; Weizenkleie 10,50; Roqqenkleie 11,50 bis 11,75 Mk. Tendenz: stetig.
Kleine Strafkammer Gießen.
* Gießen, 16. April. Ein Landwirt aus B. hat eine bei ihm in Diensten stehende ältere Frau derart mit einem Knüppel über den Kopf und die schultern geschlagen, sowie auf die Brust und in das Gesicht getreten, daß das Amtsgericht eine cremplarische Bestrafung für am Platze hielt und ihn zu 3 Wochen Gefängnis verurteilte; wegen Bedrohung erhielt er eine Geldstrafe. Seine gegen dieses Urteil eingelegte Berufung, welche. Herabsetzung der Strafe bezweckte, wurde mit Rücksicht auf die bewiesene Roheit zurückgewiesen.
Ein Kaufmann aus G. war der Beamtenbeleidigung beschuldigt. Er hat vor einiger Zeit nachts auf dem Heimweg mit seinem Stock eine Fensterscheibe eingeschlagen. Als die Polizeibeamien zur Feststellung des Täiers schreiten wollten, wurden sie von dem Angeklagten mit der bekannten Einladung empfangen; auch nannte er sie Betrüger. Das Amtsgericht erkannte auf 14 Tage Ge- ' ä n g n i s. Hiergegen legte er Berufung ein mit dem Antrag, es bei einer Geldstrafe bewenden zu lassen. Der Staatsanwalt beantragte Verwerfung Ar Berufung. Die Polizeibeamten müßten, fo >ährte letzterer aus, in ihrem schweren Berufe ener- 'äsch geschützt und die Staatsautorität hochgehal- . werden. An sich sei sogar mit Rücksicht auf die '0.-strafen eine Erhöhung der Strafe am Platze;
waren leicht gebessert, auch Mexikaner gingen etwas höher. 3m Freiverkehr wurde heute die scharfe Steigerung für Growag sehr beachtet, die 10 Prozent höher gingen. Es dürfte dies darauf zurückzuführen sein, daß an der hiesigen Börse heute morgen eine Versteigerung von 70 000 Goldmark Aktien des Großkraftwerkes Württemberg stattgefunden hat, die vom Barmer Bankverein für ein Konsortium mit 60 bis 64 Prozent ausgenommen wurde. Becker Kohle 54. Becker Stahl 40, Benz 68, Brown Boveri 70, Entreprise 10, Rastatter Waggon 23, Ufa 56,5 Prozent. Der weitere Verlauf gestaltete sich etwas freundlicher. Schiffahrtsaktien konnten sich leicht befestigen. Auf den anderen Märkten zeigten sich weiterhin Schwankungen, doch waren vielfach mäßige Besserungen zu verzeichnen. Der Geldmarkt ist unverändert leicht. Tagesgeld 4,5 Prozent. Monatsgeld 5,5 Prozent Privatdiskonten 4,75 bis 4,87 Prozent, Zndustrieakzepte mit Dankgiro 5,75 bis 5,87 Prozent. 3m Devisenverkehr notierte Paris gegen London 145,25. Brüssel lag weiter schwach. Mark und Pfund sind unverändert.
Dörsenknrle.
Turnen, Sport und Spiel
Schwimmen in der D. T.
(Bau Hessen.
Der 94. Gautumtag genehmigte das dies- jährige Gauwettschwimmen am 27. 3uni * in Marburg. Die Wettkämpfe werden im Hniversitätsbad stattfinden. Das Bad wird in diesem 3ahre ganz neue Formen erhalten und für die Schwimmwettkämpfe geeignete Bahnen aufweisen. Bei dem letzten Gauwettschwimmen in Friedberg betrug die Zahl der Teilnehmer 100, diesmal wird diese Zahl bei weitem überschritten werden. Außer den Kämpfen in einzelnen Klaffen werden Massenaufführungen im Trocken- - schwimmen und Rettungsschwimmen vorgeführt und Einlagen, wie Gruppenspringen, Schwimm- reigen usw., gezeigt werden. Die .Hebungen sind zusammengestellt, sobald es die Witterung erlaubt, soll mit dem Heben im Freien begönnern werden. Das Gauwettschwimmen ist gleichzeitig Ausscheidungskampf für das Gauverbandswettschwimmen, das acht Tage später in Offenbach stattfindet.
Kommenden Sonntag. 25. April, findet im Städt. Volksbad in Wetzlar ein Vereinszweikampf zwischen der Schwimm-Abtlg. des Turnvereins 18 4 6 Gießen und des Turnvereins Wetzlar statt. Bisher marschierte T. V. Wetzlar im Gau Hessen an der Spitze. Gießen hat sich im letzten 3ahre ganz bedeutend entwickelt, so daß spannende Kämpfe zu erwarten sind und der Sieg für Wetzlar noch in Frage steht. Die Wettkämpfe bestehen meist ans Staffeln.
leider Antiqua gedruckt) vorliegt. Er enthält den großen Meisterroman Kiplings „Kim", die seltsame bunte Geschichte dieses famosen kleinen 3rcnbengels, der mit warmem Herzen und offenen Sinn als „Freund aller Welt" auf der großen Heerstraße 3ndiens seinen Weg zieht. Die Ereignisse überstürzen sich, immer neue Menschen kreuzen unfern Pfad, neue Eindrücke betäuben uns schier, aber aus der Verwirrung schürfen wir das Lebensbild 3ndiens, des Indiens unserer Tage, das rastlose Hin und Her dieses ungeheuren Völkerreservoirs auf den großen Weltstraßen des oberen Gangestals, das Leben in den großen 3ndustriestädten des Rordens, die Kultur des indischen Landvolks, weit ab von den Zentren des geistigen und politischen Lebens. Auch einen Blick dürfen wir tun auf die tausendfachen Fäden, mit denen eine kluge angloindische Regierung dies ungeheure Volk lenkt und auf die Gefahrpunkte der britischen Herrschaft. Es ist ein köstliches Buch, zu dem jeder gerne greift, der Kipling bislang nur aus seinen Dschungelgeschichten kannte. 5
— B. Kofahl-Münker: grauen» Seele. Ein Zyklus. Hamburg, Verlag von 3uL Emil Gaul. — „Gefühl ist etwas, das im Bewußtsein gegenwärtig, nicht abstrakte Erkenntnis der Vernunft ist." Dieser Worte Schopenhauers gedachte ich, als ich die Gedichte von Bertha Kofahl-Münker aus mich wirken lieh. 3hre Poesie stellt sich als reiner Gtzsützlsausdruck dar. Das 3nnerste ihrer Ratur weist auf Humanität im höchsten Sinn hin. Aus einer kleinen, eigenen Welt klingt ein undefinierbares Etwas, das sich dem Metaphysischen verbunden weih.
Die Frau als Schöpferin des deutschen Briefes.
Welche entscheidende Rolle die Frau in der Geschichte des deutschen Briefes gespielt hat, das hebt Gustav Roethe in der gehaltreichen Einleitung hervor, die er seiner Ausgabe der „Briefe des jungen Goethe" im 3nsel»Derlag zu Leipzig voranstellt. „Es darf der deutschen Frau, wie sie einst war. nachgerühmt werden," so schreibt er, „daß sie es glücklicher als die Männer verstanden hat, den Briefen, die sie schrieb und in deren Gesichtskreis sie stand, Wärme und Wahrheit einzuhauchen, natürlich zu bleiben und Ratur zu verbreiten: nicht nur die Briefe der Frau, auch die Briefe an die Frau sind meist echteren Empfindens. Do-m eigentlichen Liebesbrief zu geschweigen; auch der Mystiker schreibt sein schlichtes Deutsch, wenn er sich der geistlichen Freundin offenbart; die derbe Gesund- 6eit und herzliche Wärme des deutschen Familienbriefes, gleichviel ob im Hause des Hohenzollern Albrecht Achilles oder der Rürnberger Patrizier, der Deheim und Baumgartner, wurzelt wieder in der Macht der Hausfrau und Mutter; wie weit schreitet die prachtvolle Liselotte den Männern ihrer Zeit briefschreibend voraus, und wie unglaublich übertrifft Frau Gottsched in der rührenden Anmut ihrer Briefe den feierlichen Gatten, der bei allem guten Willen die Sprache des Herzens nicht findet! Die Briefe eines großen Mannes wie Leibniz gehn uns nicht tief, erregen höchstens fachliche Bewunderung, nicht menschliche Wärme: die Frau hat zu wenig für ihn bedeutet. Hnd es bedurfte der vollen tragischen Große im Leben Friedrichs des Einzigen, um seine (französischen!) Briefe über diesen Mangel hinauszu- heben. Luther aber und Bismarck und Goethe: wenn hier die ebenso getoaltige wie bis in den Seelenkern durchwärmte und gesunde Persönlichkeit den Brief zu kraftvollsten und zartesten Offenbarung ihrer genialen Menschlichkeit macht, nun, wir wissen, was den drei Großen die Frau bedeutete, die echte deutsche Frau; auch Luthers Briefe erreichen ihre menschliche Fülle erst, als Käthe ihm zur Seite steht. Hnd was Goethe seinen Lehrmeisterinnen dankt, Dom Weinwirts- töchterlein bis zur Fürstin, das fühlen wir Dom zweiten Briefe dieser kleinen Sammlung an sein Leben lang, nut Mutter und Schwester beginnt es — und noch int letzten Lebensjahre erfreuen die Briese an Marianne durch eine einfachere Art: als ob selbst der Greis noch befreit und verjüngt wird durch den Gedanken an die geliebte Frau."
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Einqesandt.
(Für Form und 3nhalt aller unter dieser Rubrik stehenden Artikel übernimmt die Redaktion dem Publikum gegenüber keinerlei Verantwortung.)
Die Veitragspslicht der Hausangestellten zur Lrwerbslosenfürforge.
Die Allgemeine Ortskrankenkasse erhebt seit einigen Monaten auch von den Arbeitgebern von Hausangestellten Beiträge zur Erwerbslosenfürsorge. Es ist kaum allgemein bekannt, daß diejenigen Hausangestellten, die mit dem Arbeitgeber in häuslicher Gemeinschaft leben, von der Deitragspf sich t befreit sind, da sie gegebenenfalls eine Erwerbslosen- Unterstützung überhaupt nicht erhalten. Es bedarf jedoch einer feststellenden Erklärung, daß häusliche Gemeinschaft besteht, zu welchem Zweck besondere Formulare von der Allgemeinen Ortskrankenkasse ausgegeben werden. Wer deshalb Ausgaben vermeiden will, die feinen Hausangestellten gar nicht zugute kommen, fülle ein Formular aus, das von Arbeitgeber und Arbeitnehmer zu unterzeichnen ist. Verweigert einer der Telle die Hnterschrist grundlos, kann die Ortskrankenkasse eine Hnterschrist für genügend erklären. Prof. Dr. Ebel.
Briefkasten der Redaktion.
TB. £. in L. In derartigen Angelegenheiten können wir keine Auskunft geben, da hierbei vielerlei Umstände in Betracht zu ziehen sind, die von hier aus nicht übersehen werden können. Erkundigen Sie r’d) bei der zuständigen Aufwertungsstelle oder bei einem Rechtsanwalt.
Sondersteuer. Diese Angelegenheit unterliegt zur Zeit noch der behördlichen Prüfung und Feststellung. Der Abschluß dieser Vorarbeiten dürfte in einigen Tagen zu erwarten fein. Dann werden wir einen aufklärenden Bericht veröffentlichen.
nur weil der Angeklagte sich in den letzten Jahren gut geführt habe, wolle er davon absehen, eine Heraufsetzung der Strafe zu beantragen. Das Berufungsgericht schloß sich diesen Ausführungen an und verwarf die Berufung des Angeklagten. Den Polizeibeamten wurde die Befugnis zugesprochen, das Urteil auf Kosten des Verurteilten zu veröffentlichen.
Ein mehrfach vorbestrafter Arbeiter aus D. war vom Amtsgericht wegen Körperverletzung mittels gefährlichen Werkzeuges zu 1 0 Tagen (9 e = f ä n g n i s verurteilt worden. Auch feine Berufung blieb ohne Erfolg.
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4,205 15,245 110,07
26,46
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69.368
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60,45 12 46 5.875
Wirtschaft.
* Abnahme der 3nsolvenzen in der zweiten Aprilwoche. Der für die erste Aprilwoche festzustellende Rückgang der 3n- solvenzen hat sich in der zweiten Woche des Monats April weiter fortgesetzt. Während noch in der ersten Woche insgesamt 383 Konkurse zu verzeichnen waren, sind für die zweite Woche nur mehr 310 Konkursfälle festzustellen. 3n noch stärkerem Maße sind die Geschäftsaufsichten zurückgegangen, nämlich von 317 auf 228 in der zweiten Woche. Wie in der Vorwoche so entfällt auch diesmal wieder der Hauptteil der Konkurse und Geschäftsaufsichten auf das Textilgewerbe. Don den Konkursen wurden 19 G. m. b. H., 7 A G., 4 Komm. Ges. und 2 eing. Genoss, betroffen, von den Geschäftsaufsichten 14 G. m. b. H., 4 A. G., 2 Komm. Ges. und 2 eing. Genoss. Auch die Zahl der mangels Masse eingestellten Konkursverfahren weist einen leichten Rückgang auf.
* Der Erzbergbau im März. Bei den Siegerländer Gruben haben sich im März die Verhältnisse noch weiter verschlechtert. Förderung und Absatz weisen einen Rückgang von 60 Proz. gegenüber dem gleichen Monat des Vorjahres auf. — Lahn-undDillgebieteinschl. Oberhesse n : Bisher ist die in Aussicht gestellte Notstandsaktion für den Eisenerzbau an Lahn und Dill über das Stadium der Prüfungen und Erwägungen leider noch immer nicht hinaus gediehen.
* Stahlwerk Decker 21.®., Wi11 ich. Soweit der Stand der Llbschluharbeiten bereits einen Heberblick gestattet, hat das Unternehmen das Geschäftsjahr 1924/25 mit einem größ ern Verlust abgeschlossen. Auch im neuen Geschäftsjahr ist infolge der mangelnden Aufttäge die Beschäftigung eine sehr unzureichende. Das Hochofenwerk Reinholdhütte ist inzwischen vollständig außer Betrieb gesetzt.
Berliner Börse
Berlin, 21. April. Die Kursgewinne des Vortages find heute bereits wieder verloren gegangen. Der Druck ging wieder vom Schiffahrtsaktienmarkte aus, wo größere Hamburger Positionslösungen zu beobachten waren, die zu Rückgängen bis zu 6 Prozent führten. Da die Aufnahmelust der Spekulation gering war und das Publikum fehlte oder mit Abgaben hervorlrat, übte das herauskommende Material auch auf die übrigen Märkte einen starken Kursdruck aus, der Kursrückgänge von 2 bis 3 Prozent mit sich brachte. Das Geschäft hielt sich in den engsten Grenzen, da die Nervosität und Unsicherheit nach den letzten großen Schwankungen noch erheblich ist und auch die Ul« timoDorforge bereits fühlbar war. Ferner verstimmte die anhaltende F r a n k e n b a i s s e die die Konkurrenz der deutschen Industrie und des oeutschen Handels auf dem Weltmärkte schwächt. In der Freigabeangelegenheit lagen heute günstigere Nachrichten vor, die aber ebensowenig zur Auswirkung kamen wie die optimistischen Ausführungen in den Hauptversammlungen verschiedener Großbanken. Am Geldmarkt war die Lage weiter leicht. Tagesgeld 3,5 bis 5,5 Prozent. Privat- diskonten werden weiter unter den offiziellen Notierungen gehandelt.
frankfurter Börse.
Frankfurt a. M., 21. April. Tendenz: Schwacher. Die heutigen Rachrichten über die Lrelgabeangelegenheit toaren nicht ge- ergnet, die Aussichten auf eine baldige Regelung x bezeichnen zu können. Während sich
die Vorbörse erneut von den Meldungen ins Schlepptau nehmen ließ, reagierte der offizielle -Borfenbcginn weniger auf die sich widersprechenden Rachrichten. Die Stimmung bheb schwach bei geringem Geschäft. Ein weiteres verstimmendes Moment bildete das Ausbleiben der erwarteten Reichsbankdiskontherab- I e t? un g, auf die die Börse glaubte rechnen zu fonnen. Die schwache Tendenz wirkte si chbesonders am Schiffahrtsaktienmarkte aus. wo Kursrückgänge von 3 bis 4 Proz. eintraten. Das Angebot erstreckte sich auch auf E h e m i e to e r t c bie 2 bis 3 Proz. einbüßten. Bankaktien waren wenig verändert. Elektroaktien lagen schwacher. Am Montanmarkt war die rückläufige Tendenz nicht so scharf ausgeprägt doch waren auch hier Verluste von 1 bis 2 Prozent zu verzeichnen. Scharf gedrückt waren Äuto- aktien. Daimler minus 2,5 Prozent. Zell- ItoH- und Zuckeraktien tendierten mehr oder weniger nach unten. Auch Bauaktien lagen schwächer. Der Kassamarkt der 3n° dustriepapiere hatte bei geringem Geschält keine einheitliche Tendenz. Deutsche Anleihen gaben nach. Von ausländischen Renten setzten Türken ihre Abschwächung fort. Hngarn
Berlin, 20 April
Amerikanische Wote» . . . . .
Belgische Noten .......
Dänische Noten ...... Englische Noten........ Französische Noten ...... Holländische Noten ....
Italienische Noten......
Norwegische Noten......
Deutsch Oefterr-. ä 100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten . . . .
Schweizer Noten......
Spanische Noten ......
Tschechoslowakische Noten . .
Ungarische Noten . . . . .
Geld
4,185 15,165 109,53
20,36
13,85 167,93
16,91
91,36
59.068
1,60 111,97 80,87 60,1p 12,40
I- vvV.;
Frankfurt a.M
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Kur«
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Datum:
20. 4
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5% Deutsche RcichSanlethe .
0.432
0.425
0,431
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4% Deutsche RcichSanlcihe .
—
0,410
i 0,407
3'/«% Deutsche Rendsanleihe
0,415
—
0,410
| 0,405
3% Deutsche Reichsanleihe . Deutsche Svarprämienanleth«
0,490
——
0.500
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0.279
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4°/o Preußische fionfolä
0,410
—
0.410
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4°o Hessen . .
3V$% Hessen . . .....
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_
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3% Heilen..........
Deutsche Wertv. Dollar-Ant.
0,395
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dto- Doll.-Schatz-Auwrisng.')
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—
98,5
—
<°/o Zolltürken...
I 12,9
12,40
—-
5°/0 Äoldmerikaner -
I 42,7
——
| 12,87
—
Berliner Handelsgesellschaft.
149,75
—
151,5
158,1'
Commerz- and Prtvat-Bank
113
111
113,25
114'
Darmst. and Nanonalüank ■
129,5'
128
139,5
128'
Deutsche Bank........
127,25
—
126,75
126,5*
Deutsche BeretnSbank - -
87
_
__
—
Disconio Eommandit
122,25
—
123,25
122,5'
Metallbank..... ...
94
—
Mitteldeutsche Treditbank . .
103
—
105,75
105'
Oesterreichische Ereditaostall-
7,35
7,37
7,25
7,25
Weltbank ......
—
--
Bochumer Gaß........
—
___
92
91'
BudernS...... . . .
62
61
62,62
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Caro ............
Deutsch Luxemburg......
Gelsenkirchener Bergwerke . .
58
—.
58.75
58,37'
95
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95-
96,75'
96.5
98,75
96'
96,5'
Harpcncr Bergbau ......
109.5
—-
110
108,3*
Kaliwerke Aschersleben....
129
128
129
128,3'
Kaliwerk Westeregeln.....
135
—
135,75
134
Laurahntte.........
39
—
38,25
38
Oberbedarf ..........
54
—
54,5
Phönix Bergbau ......
80,75
79,25'
81,12
78,75'
Rheinitahl...........
96
93,5'
94,75
93.5*
Niebcck Montan........
95.5
96,25
95,25
TelluS Bergbau. ......
61
—
Hamburg-Amerika Paket. . .
Norddeutscher Llovd . . .
134,5 128,5'
133,25 127,5'
134
131.6
128,:.*
126,5-
Cheromische Werke Albin . .
46.5
_
^jemcnttverk Heidelberg . .
99
—
_
Philivv Holzmann . ...
78
—
77,84
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Anglo-Cont.-Gumto . ...
85
_
82
85
Chemische Mayer Alapin . .
—
I- G- ^arbcninduskric, A.-G.
Goldschmidt..........
147,75
83,5
145,2'
82
147
83
145,9*
Holzverkohlung........
Nütgcrswcrke.........
Scheideanstalt........
71
83
112,75
82,5
110
82,25
81,25
Allo- Elektrizitäts-Gesellschaft
105,
—
104
104*
Bergmann .........
Matnkraftwerke........
99
96
98
99
98,50*
Schuckert...........
Siemens & Halske ......
93,5
92,37
91.50'
125,25
122,2'
123.87
122,8*
Adlerwcrke Kleyer......
55
55
54,501
55,75
Daimler Motoren. ......
67
65,5
67
66,25
Hcyligcnstaedt.........
31
—
—
Meguin.......... ,
Motorenwerke Mannheim .
41,5
—
—•
—
57,25
58
frankfurter Armaturen . .
26
—
Konservenfabrik Braun . . .
43
—
—
—
Mctollgescll chaft Frankfurt -
Pct. Union A..K.....
107,5
84.5
—
85
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Schuhfabrik Herz ...
36,25
——
37
—
Sichel. . . . .....
4 25
—
—
—
Zellstoff Waldhos......
124.75
—
125
123,75
Zuckerkabrik Frankenthal . .
Zuckerfabrik Waghäusel . . .
53,5
61,25
55
60,25
54
—
20 April.
21 April.
Amtliche Noti rung
Amtliche Notierung
(Acld
Brier
Geld
Brief
Amir.-r-ion
168.31
168,73
168.34
168,76
1,697
Bucn--Aires
1,680
1,684
1.693
Brss-.Antw
15,245
15,85
15,03
15,07
Christiania.
91,49
92,71
91,43
91,65
Kopenhagen
109,83
110,11
109,81
110,09
Stockholm . Helsingforö Italien . .
London.
112,26
112,54
112.28
112,56
10,55
16,87
10,59
16,91
10,547
16,88
10,587
16,92
20,395
20,445
20,397
20,449
Neu bork .
—
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—
Poris. . .
13,81
13,85
14,015
14,055
Schwei; .
80,99
81,19
80,98
81,18
Spanien .
60.24
60,40
60.24
60.40
Japan . . .
1,969
1.973
1,971
1.975
Nio de Jan
Wien in D--
0.588
0,590
0.588
0,590
Lest- abgest
59.17
59,31
59,17
59,31
Prag ....
12,415
12,455
12,421
12,461
Belgrad . .
7.384
7.404
7,389
7,409
Budapest. -
5,87
5,89
5,87
l 5,89
Bulaaricn
3,055
3,065
3,05
3,06
Lissabon
21,325
21.375
21.325
21,375
Danzig. .
80,90
81,10
80,87
81,07
Konst-'.nttn.
2,075
2.085
2,105
2,115
Athen
5,29
5,31
5,29
5,31
Canada. .
4,20
4,21
4,199
4,209
Urnguav
4.315
4.325
4,335
4,345
4


