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an die Berliner Staatsoper verpflichtet worden, und damit kehrt vielleicht keine Möglichkeit wieder. sie hier in Gießen zu hören.
-- Vortrags-Vereinigung. Auf den Film-Vortrag, den heute abend die Vor- trags-Dereinigung in der Neuen Aula veranstaltet. sei hiermit nochmals hingewiesen. (Eiehe heutige Anzeige.)
— Aadiollub Gießen. Der Dortrag von Studienrat Dr. Hentzel morgen abend im Hörsaal des Physikalischen Instituts sei allen Radio-Interessenten nochmals in Erinnerung gebracht. Die Darlegungen „lieber Rückkopplung" sind von besonderer Wichtigkeit. (Siehe Anzeige am Diennstag.)
- Volkshochschule. Morgen abend Beginn der Vortragsreihe .Hautpflege". .(Siehe heutige Anzeige.)
Von der a n b e s - il n i ü c r f i t ä t. Die Vorlesung von Studienrat Dr. König beginnt erst am heutigen Donnerstag. Sie findet regelmäßig Donnerstags von 5—6 ll&r im Hörsaal 41 statt.
“• Sitzung des Provinzialaus-- s ch u s s e s. Am nächsten Samstag. 23. Januar, vormittags 81 . ilfcr beginnend, findet im Regierungsgebäude zu (Siesten eine öffentliche Sitzung des Provinzialausschusses der Provinz Oberhessen statt mit folgender Tagesordnung: 1. Dürgermeist erwähl Burkhards; hier: Berufung des Heinrich Kneipp II. in Burkhards gegen das Urteil des Kreisausschusses des Kreises Schotten vom 19. Oktober 1925. 2. Beschwerde Ernst Friedrich L ä n g e r t in Steinfurth, Kreis Friedberg, wegen Heranziehung zur Schuhmacherzwangsinnung in den Amtsgerichtsbezirken Friedberg und Bad-Rauheim. 3. Klage des Th. Mörschel, Bauunternehmer in Friedberg, gegen die Stadt Friedberg auf Aufhebung der Beschlüsse der Stadtverordnetenversammlung in Friedberg vom 27. August und 4. September 1925.
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bezirken vorgenommen. Man ist insbesondere auch darauf bedacht, die Waschräume wieder tote früher mit Seife und Handtüchern $u versehen. Wünschenswert wäre nur, dah man nicht, wie dies geschieht, zuerst ausschliehlich die beiden ersten Wagenklassen auffrischt, sondern gleich- mastig auch die Wagen 3. Klasse in Angriff nimmt. Das Gleiche gilt von der Ausgestaltung der Abteilungen mit Vorhängen. Rach Dem regelmäßigen Reparaturplan ist bestimmt damit zu rechnen, dah im Laufe dieses Jahres daS gesamte in Frage kommende Wagenmaterial wie- i)er auf vor kriegsmähigen Stand gebracht wird.
" Aus dem (Siebener Standesamt s r e g i st e r. ES verstorben in der Zeit vom 1. bis 15. Januar: 1. Januar: Zenny Knapp, geb. HahelkuS, Wtoe., 91 Jahre alt. Schiffenberger Weg 12. 3. Januar: Margarete Klingelmeher, geb. Kreiling. Wwe.. 77 Jahre alt, Sandgasse 33. 4. Januar Mathias Trapp« ohne Beruf, 53 Jahre alt, Licher Straste 74. 6. Januar. Glisabethe Wilhelmine König, geb. Walther, Wwe.. 44 Jahre alt. Ludwigstrahe 35« 10. Januar: Karl Emil Roll, Privatmann. 71 Zähre alt, Bahnhofstrahe 6. 13. Januar: Margareta Sier, geb. Dörmer, 55 Jahre alt, Roonstraste 34. 15. Januar: Frieda Sopp. geb. Lofink, 50 Jahre alt, Wilhelmstrahe 62. Juliane Karoline Alker, geb. Melior, 67 Jahre alt, Süd- anlage 3. Katharina Elisabeth Böttinger, geb. Stammler, Wwe.. 76 Jahre alt. Bahrchrfstr. 33. Elisabeche Margarete Weidig, geb. Bruchhäuser, 71 Jahre alt, Dammstrahe 22.
** 2lllgemeiner Deutscher grauen- verein (Deutscher Staaisbllrgerinnenverband, Deutscher Zweigverein des Weltbundes für Frauenstimmrecht), Ortsgruppe Gießen. Man schreibt uns: Als in den Jahren vor und nach der Jahrhundert- wende Frauenorganisationen entstanden, handelte es sich um bestimmte Ziele, die gemeinsam erkämpft werden sollten. Heute sind diese Ziele zum großen Teil erreicht, schneller, als man damals hoffen konnte. Die Frauen find den Manern bei ben Wahlen gleichberechtigt, sie sind in ben Körperschaften der Gemeinden, der Länder und des Reiches Mitarbeiterinnen der Männer, die Hörsäle und Labo-
** Jugendgerichtsfchöffen. AIS Jugendschöffen für die Sitzungen des kleinen Jugendgerichts im Jahre 1926 wurden durch Auslosung bestimmt: 1. Karl Voigt. Schreiner in Wieseck. 2. Friedrich Wagenbach 11, Maurer in Altenbuseck. 3. Günderoth, Barbara geb. Brenner. Hausfrau in Gießen. 4. Friedrich Gombel, Oberschaffner in Gießen, 5. Peter R e h, Grubenarbeiter in Leihgestern. 6. Heinrich Günther. Verkäufer in Gießen. 7. Größer, Johanna geb. Kaiser. Hausfrau In Gießen. 3. Heinrich Gregorius, Schlosser in Gießen. Als Jugendschöffen für die Sitzungen des großen Jugendgorichts im Jahre 1926 wurden in gleicher Weise bestimmt: 1. Ernst Freundlieb, Dauasststent in Gießen. 2. Gustav Kühn, Geschäftsführer in Friedberg, 3. Emil Frisch- mann, Gewerbesekretär in Gießen, 4. Bürgermeister Wilhelm Aumann II. in Londorf, 5. Georg Bill II., Landwirt in Riederweisel, 6. Johannes G e i st. Bürovorsteher in Gießen. Als zuzuziehende Hilfsschöffen für das kleine, Jugendgericht kommen in Frage: 1. Karl Faber, Spenglermeister, 2. August Falken- hagen. Braugasse 7, 3. Louis Frech, Prokurist, alle in Gießen. Desgleichen als Hilfsschöffen für das große Jugendgericht: 1. Heinrich Frisch, Buchdrucker, 2. Adolf Fischer Kaufmann, 3. Fritz Flimm, Kaufmann: 4. Karl Frank, Postbetriebsassistent, 5. Gustav Franke, Fabrikant, 6. August FreeS, Kaufmann. alle in Gießen.
** Die Verpackung der Butter- und Fettpakete. Pakete mit Butter, Wurst. Fleischwaren usw.. deren Llmhüllung lediglich aus einer Pappschachtel besteht, werden während der Postbeförderung häufig beschädigt, weil die Pappe — besonders an den Verschnürmrgs- stellen — einreiht. Die Postanstalten sind angewiesen worden, auf die Versender derartiger Pakete unmittelbar und durch ihre Berufsvertretungen einzuwirken, dah sie die Pappschachteln möglichst noch in Packpapier em- schlagen und dessen Einschläge an den Stirn- und Längsseiten fest verkleben.
»* Zugunsten der Lleberschwem- mungsgeschädigten will der Evang. Arbeiterverein, wie man uns schreibt, in Kürze eine Wohltätigkeitsveranstaltung durchführen. Reben einer größeren Anzahl von Mitgliedern haben sich eine Reihe Freunde der Sache zur Verfügung gestellt. Zur Darbietung kommen sollen ernste und Heitere musikalische, gesangliche und theatralische Aufführungen. Der Ertrag des Abends wird restlos dem Wohlfahrtsamt zur W^tterleitung überwiesen.
rmf. Die Waschräume m den u» Zügen. Die Durchreparierung der in der Kriegs- und Rachckriegszeit vernachlässigten Waschräume der O-Züge macht gute Fortschritte. Sie wird im Rahmen der turnusmäßigen Reparatur der Wagen in den verschiedenen Direktions-
in Llebereinstimmung mit der allgemeinen Meinung bei uns als bewußter Kriegstreiber gc- kennzeichnet, der seine Landsleute täuschte zu dem Zweck, bei nächstpassender Gelegenheit in den Krieg gegen Deutschland einzutreten. Die Deutsch-Amerikaner wandten sich mit aller Kraft dagegen, aber sie vermochten bei der pro-englischen Einstellung der überwiegenden Volksmehr- beit und aller Regierenden das Schicksal nicht zu wenden. Heute, so hob der Redner am Schlüsse feiner aus unzähligen fesselnden Einzelheiten bestehenden rückschauenden Betrachtung hervor, wendet sich das Blatt. Die aus Deutschland Heimgekehrten amerikanischen Soldaten wissen nur Gutes vom deutschen Volke zu berichten, wir sind jetzt nicht mehr „ble Darbckren", ben amerikanischen Soldaten hat es in Deutschland besser gefallen als in Frankreich. Rach der Ansicht des Vortragenden kann es sich nur noch um 5 ober 10 Jahre handeln, bis die vor dem Kriege zwischen Deutschland und Amerika bestandenen herzlichen Beziehungen wieder vollkommen her- gestellt sind. Das amerikanische Volk sehe heute ein. daß es in diesem Kriege nichts gewonnen habe. An der Wiederannäherung bet beiden großen Völker tatkräftig mi^uarbdten, werden sich die Deutsch-Amerikaner immer sehr angelegen sein lassen. Lebhafter Beifall gab dem Vortragenden ben herzlichen Dank der großen Zuhörerschar für die fesselnden unb sehr anschau- lia>en Schilderungen seiner Erlebnisse und Eindrücke zu erkennen.
Heute, Donnerstag, abend wird Herr Seibel bei der Gießener Turnerschaft in der Turnhalle am OSwaldsgarten zu Gast sein Dort wird dem verdienten Vorkämpfer des Deutschtums in Amerika, bet zugleich auch Vorsitzender des deutschen Rvrdamerikanischen Turner bun des ist, ein turnerischer Abend als Huldigung unserer Turner gegeben. Durch diese Huldigung soll gleichzeitig auch die gesamte deutsch-amerikanische Turnerschaft, wie die aufrechten Deutsch-Amerikaner in ihrer Gesamtheit geehrt werden.
Die höheren Schulen in Hessen.
sch. In Ergänzung zu unseren Darlegungen über die Hessischen Volksschulen in 1925 bringen wir nachstehend einen Ueberdlick über den Stand des höheren Schulwesens in Hessen:
Gegenwärtig haben wir 9 Gymnasien, und zwar m Darmstadt, Bensheim, Ofenbach, Gießen, Büdingen (Reform-Realgymnasium), Friedberg, Mainz, Bingen und Worms, die von 2331 Schülern und Schülerinnen besucht werden, demgegenüber es 1924 2212 waren. Von diesen 2331 Besuchern sind 2254 Schuler 1282 — evangelisch (57,5 Proz.), 845 katholisch (37 Proz.), 106 israelitisch (0,4 Proz.) und 21 sonstigen Bekenntnisses. Schülerinnen sind es 77; davon sind 57 evangelisch (24 Proz.), 10 katholisch (13 Proz.) und 10 israelitisch (13 Proz.). Betrachtet man dazu die Zahlen von 1913, so finden wir 2994 Schüler und Schülerinnen, von denen 1666 evangelisch (68 Proz.), heute 57,4 Proz., und G62 katholische (27 Proz.), heute 37 Proz., 151 israe- Mische und 15 sonstige. Daraus ergibt sich das klare Bild, daß sich die Verhältnisse der Evangelisten verschlechtert, die der Katholiken wesentlich gebessert haben.
Die beiden Progymnasien in Dieburg und Alzey werden von 190 Schülern, 54 evangelischen (30 Proz.) und 132 katholischen (70 Proz.), drei israelitischen und einem sonstigen besucht. (Schülerinnen sino es 8, davon 7 katholisch, 1 evangelisch. 1913 hatten die beiden Anstalten 189 Schüler, 95 evangelisch (50 Proz.) und 78 katholisch (41,3 Prozent), 14 israelitisch und 2 sonstigen. (In Dieburg, das jetzt zur Vollanstalt ausgebaut ist und Osterit die ersten Abiturienten entläßt, macht sich besonders der starke Besuch des „Bischöflichen Kna- benkonviktes" bemerkbar.)
Die dreiRealgymnasien sind in D a r m- stUdt, Gießen und Mainz und werden von 1762 Schülern besucht. Davon sind 1340 evangelisch (76 Proz.) und 338 katholisch (19 Proz), 67 israelitisch und 17 sonstig. Schülerinnen gibt es an diesen Anstalten eine. 1913 waren diese Anstalten von 1616 Schülern besucht, von denen 76,3 Proz. gleich 1223 evangelisch und 17,8 Proz. gleich 287 katholisch, 92 israelitisch und 14 sonstigen Bekenntnisses waren.
Hessen hat gegenwärtig 13 Oberrealschulen, zu denen in den kommenden Jahren noch einige durch Ausbau erweiterter Realschulen kommen, und zwar in Darmstadt (2), Offenbach (2), Groß-Umstadt, Heppenheim a. d. B., Michelstadt i. O., Gießen, Alsfeld, Bad- Nauheim, Friedverg, Mainz und Worms. Diese 13 Anstalten besuchen 5879 Schüler. 73 Prozent (4318) sind evangelisch, 21 Prozent (1220) katholisch, 4 Prozent (250) israelitisch und 91 Sonstige. Außerdem sind es noch 243 Schülerinnen, 188 cd., 37 kathol., 16 israel. und 2 Sonstige. 1913 waren es 4109 Schüler und Schülerinnen, denen
ratorien stehen ihnen mit verschwindenden Ausnahmen offen, und immer größer wird die Zahl der Berufe, in denen sie sich mit Erfolg betätigen. Angesichts des schon Erreichten scheinen die Möglichkeiten weiterer Vereinsarbeit nicht groß. Man Hot schon oft die Frage aufgeworfen, mit welcher Berechtigung denn eigentlich die einzelnen Ortsgruppen der deutschen Frauenvereine weiter bestünden. Die aktive und passive Teilnahme an ihnen ist tatsächlich, z.T. auch infolge des die Hausfrauen übermäßig belastenden letzten Jahrzehnts und der Tätigkeit in den politisch eingestellten Parteiver- einen, eine sehr geringe geworden. Um so mehr ist es zu begrüßen, daß die Vorsitzende des Allgemeinen Deutschen Frauenvereins, Frau von Velsen, in einer Versammlung der hiesigen Ortsgruppe vor einer ungewöhnlich zahlreichen Zuhörerschaft über die Arbeit sprach, die von ihr und ihren Mitarbeiterinnen heute geleistet wird. Im Hinblick auf die in diesem Jahre stattfindende Tagung des Weltbundes für Frauenstimmrecht in Paris und die Herbsttagung des Allgemeinen Deutschen Frauen- vcreins in Köln brachte Frau von Velsen in äußerst anregender Weise einige der zu behandelnden Probleme zur Sprache. Vor allem betonte sie die überparteiliche Arbeit, welcke den Frauen hier zusalle, und die gerade in Deutschland bei der mangelnden realpolitischen Beweglichkeit unseres Parteiwesens viel Gutes wirken könne. Allerdings sei auch die Zeit des Kampfes noch nicht zu Ende. Nicht nur nach außen hin gegen Gewalt und Bedrückung, sondern auch nach innen angesichts der vielerlei ökonomischen und kulturellen Probleme, deren Klärung so notwendig ist. Auch der Kampf um die noch immer noch nicht fest gegründeten Errungenschaften der Frauenrechte dauert an. Die schwierige Lage unseres Wirtschaftslebens bringt es nut sich, daß die Frau bei gleicher Leistung meist schlechter bezahlt wird als der Mann, und daß überhaupt der Kampf um die den Frauen offenstehenden Berufe wieder schärfere Formen annimmt. Hier klagte die Rednerin vor allem über das, was sie das mangelnde Solidaritätsgefühl der Frauen nannte. Zum Schluß berichtete Frau von Velsen auf Wunsch noch über die Tätigkeit der anderen Zweigvereine. Dort bemüht man sich teils um den sehr schwer durchzuführenden Anschluß an die weibliche Jugendbewegung, teils ist man bestrebt, durch seminaristisch ge- haltene Arbeitsgemeinschaften die eigenen staatsbürgerlichen Kenntnisse zu erweitern. Es wird sich da wohl manche unter den Zuhörerinnen ganz leise eingestanden haben, daß sie den kulturellen Pflichte» der Frau doch eigentlich recht unvorbereitet gegenübersteht. Hoffen wir, daß sich aus dieser Mahnung eine regere Mitarbeit an dem Verein und feinen Ausgaben entwickelt. 9t 2R.
•• Auftrieb auf dem heutigen Frankfurter Schlachtviehmarkt: zwei Kühe, 920 Kälber. 703 Schafe. 387 Schweine.
heute 6122 gegenüberstehen. Damals waren 70 Prozent (2910), heute sind 73,6 Prozent (4506) evangelisch, 20,4 Prozent (841) waren katholisch, heute 20,5 Prozent (1237); israelitisch waren 295 und Sonstige 63, heute 266 und 93.
Zuzurechnen sind diesen 13 Oberrealschulen noch 15 Realschulen, die zur Zeit von 2981 Kindern besucht werden, unter denen 602 Mädchen sind. 1998 (67 Prozent) sind evangelisch, 1913 1011 (72,4 Prozent), 739 (25 Prozent) sind katholisch, 1913 230 (16,5 Prozent), 214 israelitisch, 1913 1431, und 30 Sonstige, 1913 12.
Außer diesen Realschulen haben wir noch 17 höhere Bürgerschulen,von denen eine große Anzahl die Untertertia erhielt, so daß auch sie Realschulen werden. Sie werden von 657 Schülern und 632 Mädchen besucht, insgesamt sind da- von 1045 evangelisch und 149 katholisch, 84 israelitisch und 1 Sonstige.
Die 9 in Hessen bestehenden höheren Mädchenschulen weisen eine Besucherzahl von 4139 Schülerinnen aus, von denen 3162 evangelisch, 520 katholisch, 379 israelitisch und 79 sonstigen Bekenntnisses sind. Frauenschulen haben wir 4 mit einer Schülerinnenzahl von 218, von denen 183 evangelisch, 24 katholisch, 10 israelitisch und 1 Sonstige ist. Die zwei S t u d i e n a nst a l t e n in Gießen und Mainz werden von 171 Schülerinnen besucht.
In den 4 deutschen Oberschulen (Aufbauschulen) zu Darmstadt, Friedberg, Bensheim und Alzey werden 326 Knaben — 70,5 Prozent (230) evangelisch, 29 Prozent (94) katholisch und 2 Sonstige — und 90 Mädchen unterrichtet — 60 Prozent (54) evangelisch, 40 Prozent (35) katholisch und 1 israelitisch.
Der Abgangsprüfung an den Semi- n a r i e n , von denen Darmstadt, Alzey und Bensheim kommende Ostern, Friedberg Ostern 1927 die letzten Schüler entlassen, werden sich 54 Seminaristen — 42 evangelisch, 11 katholisch und 1 Sonstige — und 18 Seminaristinnen — 10 evangelisch, 8 katholisch — unterziehen.
Ein eigenes Bild weisen die höheren Privat- schulen auf, die von 3303 Kindern besucht werden, von denen allein 78 Prozent (2577) katholisch sind, die in katholischen Privatschulen unterrichtet werden (Progymnasium Seligenstadt, Marienschule Mainz und Englische Fräulein Darmstadt, Bensheim, Mainz, Bingen und Worms).
Mit Einschluß dieser höheren Privauchulen besuchen zur Zeit 22 050 Kinder in Hessen höhere Schulen — 66 Prozent (14 628) evangelisch, 27 Prozent (5949) katholisch, 6 Prozent (1201) israelitisch und 1 Prozent (272) Sonstige; 1924 waren es 22 778 Kinder. An den staatlichen höheren Schulen wirken zur Zeit 1131 Lehrpersonen. Darunter 97 Oberreallehrer und Reallehrer. 1921 waren es 1181, also eine Abnahme von 50. Im Durchschnitt kommen somit auf eine Lehrkraft 19 Schüler.
Bornotizen
— Tageskalender für Donnerstag. Gießener Turnerschaft: 8 Ahr Turnhalle des T.D. 1846, Turnerischer Abend zu Ehren des Deutsch-Amerikaners George Seibel. -- Vortrags-Vereinigung : 8 Ahr Reue Aula der Hnt- versllät, Film- und Lichtbilder-Vortrag „Wanderungen durch Rorwegen". — Oberhessische Gesellschaft für Ratur- und Heilkunde: 8Va Ahr, Hörsaal des Zoologischen Instituts (Dahichof- straße 84), Hauptversammlung beider Abteilun- den mit Vortrag. — Dortragssaal der Buchhandlung Keißner: 81/* Ahr Hermann Löns- Abend. — Gießener Sportklub von 1900: 8V, Ustr Gasthaus Dollcr Jahresversammlung. — Lichtspielhaus Bahnhofstraße: ..Luxusweibchen". — Astoria-Lichtspiele: „Das Rätsel der Karo-Achf.
— Der Konzert-Verein, so schreibt man uns, macht darauf aufmerksam, dah mit dem nächsten, am Sonntag, 24. Januar, nachmittags 5 Ahr, stattfindenden Konzert die zweite Hälfte des Abonnements beginnt und der dafür fällige Betrag zu entrichten ist. Es, wird gebeten, die restlichen Eintrittskarten sogleich in der Musikalienhandlung von Ernst Challier einlösen zu lassen. — Das Konzert am 24. Januar bringt eine Sängerin, die man unbedingt gehört haben muh: Grete Stückgold. Die Künstlerin hat sich vor wenigen Jahren, gleich bei ihrem Eintritt in das deutsche Musikleben, sowohl auf der Buhne als auch im Konzertsaale als eine Sängerin allerersten Ranges erwiesen. Sie ist dann längere Zeit auf Konzertreisen in England und Italien gewesen und hat sich in Mailand das den nationalstolzen Italienern gewiß nicht leicht gewordene Zugeständnis ersungen, daß eine so schöne, reine und strahlende Stimme selbst auf den Mailänder Bühnen noch nicht gehört worden fei. Aebrigens wird es die Rund- sunkhörer interessieren, der Künstlerin Bekanntschaft hier zu machen, nachdem sie sie kürzlich in der Wiedergabe der „Elsa" aus Wagners Lohengrin doch nur als eine unvorstellbare Gröhe enrpfinden konnten. Grete Dtückgold ist neuerdings
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