Einzelbild herunterladen

1!

y k

Gei von Rauch Geruch undßuR

wird, einen

beffaxn bet mitt

Lcckur Wo||< lache

WW'S

De tonnte' geregt gen, b: beric ! ochiun! im de Mittei! Neu-Sj auch ik

SASi Riefte killet ^ebnntz U h sprech.-.

Zeit- und finanziellen Verlust bedeutet.

Kreis Büdingen.

Preußen.

Streik Wetzlar.

XX Kinzenbach, 19. Rov. Unfer Dor gehört zu den waldärmsten Gemeinden des Kreises Wetzlar. Die Feldmark beträgt 462,30 Hektar, worunter 41 Hektar mit Wald bestanden sind. Aeutzerst gering sind daher auch von jeher die Gemeindeeinncihmen; sie stützen sich auf Er­träge des Obstbaues und auf das toenige Pacht­land: durch die herrliche Lage des Dorfes wird aber der Obstbau besonders beeinflußt, in gün­stigen Jahren kann hier regelmäßig viel Obst ausgeführt werden. Zur Zeit nimmt die Ge­meinde wi.der eine gröhereOb st Pflanzung -amRing" vor, dazu werden auch ältere, nicht mehr tragfähige Bäume durch Reupflanzung er­gänzt.

CO Münchholzhausen, 19. Noo. Der bei einer Schlägerei unter hiesigen Burschen durch einen Nevolverschuß in den Unterleib getroffene Mechaniker Karl Wahn von hier ist in der Chirur­gischen Klinik zu Gießen seinen Verletzun­gen erlegen. Der Täter befindet sich nach rote vor in Untersuchungshaft.

Wirtschaft.

Börse und Geldmarkt.

Auch in der vergangenen Woche unterlag das Geschäft an der Berliner Börse außer­ordentlich starken Schwankungen, ein Zeichen dafür, daß eine gewisse Rervosität eingesetzt hat. Die Warnungen, die allerorts vor Uebertreibun» gen laut geworden sind, beginnen doch wirksam zu werden, und die Dankenkundschaft, von der augenblicklich die Tendenz mehr abhangt als von der Spekulation, sucht ihre Gewinne zu sichern. Die Spekulation ist schon feit längerer Zeit be­müht, ihre Engagements so klein wie möglich zu galten, um sich vor unliebsamen äleberraschun- gen zu bewahren. Als Verkäufer tritt aber auch neuerdings das Ausland mehr auf. Ins­besondere sind es belgische Kreise, die ihre Positionen lösen, um sich ihrer heimischen Börse zuzuwenden. Aber auch in rheinisch-west­fälischen Dankkreisen wird neuerdings stärkere Propaganda für Werte der Brüsseler Dör se gemacht. Dies hat zur Folge, daß sich rheinisch-westfälische Kreise, die Hauptmitträger der Hausse der letzten Monate an der Berliner Börse waren, ebenfalls der Brüsseler Börse zu- toenben, wo sich insbesondere in Eisenwerten bereits Materialmangel bemerkbar macht. Die Bewegung an der Brüsseler Börse ist um so auf­fälliger, als man nach den bisherigen Erfahrungen glauben müßte, daß die Stabilisierung des belgi­schen Franken eher eine Abschwächung der dorti­gen Börsenkurse zur Folge haben mühte. Ob in Berlin die Flaute der letzten Tage bereits einen

finden schnell: 2-3 mal

_____ so ausgiebig

wie Bohnenkaffee und Malzkaffee ist Quieta. Er ergibt stets guten, billigen und dabei selbst Kindern und Kranken bekömmlichen Kaffee.

Gold 120 Pfr.. Gelb 90 Pfg-. R»< 55 P1g. 28 Ml-

gericht Nauheim Einspruch erhoben da eine solche Zuteilung für die Dörfer

Büdingen, 19. Rov. Die Zahl der Erwerbslosen im Kreise Büdingen

Höhe. Ueizkrafc dtbzwäLrfc tSaubej*. Lillii,, allbe.&hrX' tfksits 4

Die Finanzen der Deutschen^ Reichsbahn. Die Einnahmen der Deutschen Reichsbahn im September betragen für den Per­sonen- und Gepäckverkehr 117 858 003 Mark, für den Güterverkehr 254 833 030 Mark, sonstige Ein­nahmen 36 849 000 Mark, zusammen 419 537 000 Mark. Bei den Ausgaben betragen die persön­lichen Ausgaben (Löhne usw.) 210 323 003 Mark, die sächlichen Ausgaben 125 730 000 Mark, Dienst der Revarationsschuldverschreibungen 44 857 000 Mark, Rückstellung für gesetzliche Ausgleichsrück- lage 8 391 000 Mark. Rückstellung für Dorzugs­dividende 3 400 003 Mark, Gesamtsumme der Aus­gaben 392 701 003 Mark. Der Gesamtcnit-rverkehr betrug in Tonnen berechnet im August 1926 37,45 Millionen Tonnen gegenüber einem Monats­durchschnitt von 38,92 Millionen Tonnen im Jahre 1913, in Tornien-Kilometer berechnet 5437 Mil­lionen Tonnen-Kilometer gegenüber einem Mo­natsdurchschnitt von 4774 im Jahre 1913. Die Anzahl der beförderten Personen betrug im Sep­tember 1926 155,43 Millionen gegenüber einem Monatsdurchschnitt von 131,42 Millionen im 3ahre 1913. ,

Der Erzbergbau im Oft^ober. Während des Monats Oktober hat sich eine ge wisse Belebung auf dem Erzmarkt des Lahn Dillgebietes und Obers essenS bemerl bar gemacht. Offenbar stand dies im Zusammen bang mit der erheblichen Erhöhung der Wasser fruchten, welche den hiesigen Er-en den Wett­bewerb mit hochwer i-en Auslander-en etwas er­leichterte. Andererseits bewirke das plötzliche Hinaufschnel'en der Rßeinfiachten auch für die Tafiahri eine Stockung des sonst ab Oberlahnstein auf dem Wasserwege abgehenden Versandes. Durch Heberqang eines Teiles dieser Versand­mengen auf dem Eisenbahnweg konnte ein voll­kommener Ausgleich nicht erzielt werden. Bei den Siegerländer Gruben ist die Zahl der neueingestellten Bergarbeüer auf über 4000 Mann gestiegen. Infolgedessen hat auch die Eisensteiniörderung eine weitere Steigerung er­fahren. Die vom Reich und Staat den Gruben gewährte Beihllfe wirkt sich in außerordentlich günstiger Weise aus. Dabei übersteigen die Be­träge für sonst zu zahlende, jetzt ersparte Ar­beitslosenunterstützung, höhere Steuern und So­zialabgaben usw. den Betrag der Staatshilfe bedeutend.

* Steigende Spareinlagen. Wenn dem deutschen Volke auch noch mancherlei Snfla- fionsschlacken anhaften, so ist doch eine langsame Rückkehr zur gesunden Sparsamkeit sestzustellen. 3m Rovember 1925 wurde ein Gesamteinlagebe- stand im Deutschen Reich von 1,5 Milliarden Mark festgestellt, im September 1926 jedoch schon von 2,7 Milliarden. Das ist recht erfreulich, die Summen reichen jedoch bei weitem noch nicht an den Bestand von 1913 mit 18,3 Milliarden heran. Man sieht, das deutsche Volk denkt tmeber an feine Zukunft, die es sich trotz feiner Rotlage einigermaßen sicherzustellen sucht.

* Aktiengesellschaft für Kohlever - ruertung, Essen.Ruhr. Diese Gesellschaft ist, wie bereits gemeldet, nunmehr in das Handels­register eingetragen roorben. Wie der D. H. D. er­fährt, wird'die Gesellschaft auf Grund des in der gestrigen Sitzung besprochenen Programms mit der endgültigen Inangriffnahme ihrer Projekte in einigen Tagen in die Oesfenflichkeit treten.

Vorsitzender Beigeordneter Beith, Reichelsheim. Zn allen Ansprachen kam der hohe wirtschaftliche Wert der Geflügelzucht zum Ausdruck. Das Bestre­ben, uns in dieser Hinsicht immer mehr vom Aus­lande unabhängig zu machen, ist um so berechtigter, wenn man bedenkt, daß im vorigen Jahre allein für 250 Millionen Mark Eier in Deutschland eingeführt wurden.

WSR. Butzbach, 19. Rov. Im benachbarten Pohl-Göns feierten die Eheleute Hein - r i ch Köhler unter reger Anteilnahme des gesamten Dorfes das diamantene Hoch­zeit s f e st.

pb. Butzbach, 19. Rov. Die Stadtver­ordnetenversammlung trat nach längerer Pause gestern wieder zu einer Sitzung zusammen. Aus den Verhandlungen, über die wir noch einiges ergänzend berichten werden, sei heute mitgeteilt, daß man sich in der Hauptsache mit der D eschästigung der Erwerbslosen während der Wintermvnate befaßte. Als Rotstandeak.ion empfahl der Finanzausschuß eine Kanalisationserweiterung und die Schaffung einer neuen Kläranlage. Die Kanalisierung wird etwa 71 000 Mark, die Kläranlage rund 30 000 Mark kosten. Die Durch­führung des Planes wurde mit 14 gegen 7 Stirn-, men gutgeheihen. Bei dieser Gelegenheit teilte der Bürgermeister mit, daß die Stadtver­waltung sich gegenwärtig mit dem Plane der Er­richtung eines Volksbades beschäftige. Aus Kreisen der alteingesessenen Bürgerschaft ist der Gedanke angeregt worden, den Markt» b r unn e n in feiner alten Gestalt wie­der erstehen zu lassen. Dieser Gedanke ist auf fruchtbaren Boden gefallen; eine Anzahl hiesiger Bürger beabsichttgt, 'ich zusammenzu­schließen, um eine sog. B r u n n e n g e m e i n d e wie sie früher bereits hier und auch anderwärts bestanden hat, zu gründen, und die nötigen Mistel zur Wiederherstellung aufzubringen. Von dem Stadtbaumeister Scherrer ist ein Modell entworfen worden, das von den Kunstbildhauern Haas & Ködding in Gießen angefertigt worden ist. Heute begehen der im Ruhe­stände lebende städtische Gelderheber Julius Reith und Frau in voller Rüstigkeit das Fest der goldenen Hochzeit.

x. Wölfersheim, 19. Rov. Aus dem Gemeinderat: Durch gütliche Uebereinlunft zwischen dem Gemeinderat und den Gemeinde- beamten wurde das Gehalt der Beamten bis auf eine Ausnahme geregelt. Bürgermeister, Gemeinderechner, Poli'eid e er und Rächtaachter bekommen ihr bisheriges Gehalt (2185, 1345, 1200 und 830 DKL). Das Einkommen des Feldschützen wird vom Kreisausschuß fixiert werden. Der Gemeinderat beschloß weiter, mit den Gemeinden Södel und Melbach eine Kollektiveingabe an das Iustizministerium zu richten, in der gegen die geplante Zuweisung der Orte Wölfersheim, Södel und Melbach zum Amts­

endgültigen älmschwung bedeutet, scheint immerhin iroch zweifelhaft. Solange die Meld.ngen aus dem Wirtschaftsleben günstig bleiben, wird sich das Privatpublikum auch kaum in größerem Maße aus seinen Dörsenengagements herausdrängen rassen. Solange die ilmftellung in der deutschen Industrie noch im Fluß bleibt, w.rd es auch an Stimulantia für Einzelbewertungen nicht fehlen, und die ganze technische Dörsenlage ist wenig geeignet, der Bildung einer kräftigen Baissepartei Hilfestellung zu geben.

Entsprechend dieser Gesamtlage war die Be­wegung auf den einzelnen Märkten in der ver­gangenen Woche durchaus uneinheitlich. Während die Hauptmärkte die Dörsenwoche mit Kursermäßigungen, die jedoch n rgntzwo ein be­sonders starkes Ausmaß erreichten, schließen, haben einzelne Rebenmärkte nicht unerhebliche Kurssteigerungen zu verzeichnen. Am empfindlich­sten betroffen sind die Werte der I. G. - F a r b en, was angesichts der enormen voran gegangenen Steigerung aber nicht toe:ier wund rnehmen kann. Eine empfindlichere Einbuße erlitten Schiff­fahrtswerte, in erster Linie m Verbindung mit den Rachrichten aus Amerika, de für die Entschädigung der Schiffahrtsgesellschaften nicht günstig lauten. Wan wird jetzt Wohl wieder bei den sogenannten Freigabewerten dasselbe Spiel erleben, wie im vergangenen Frühjahr, wo auf- gebauschte T.mdenz^richte starke Schwankungen nach oben und nach unten bewirkten. Man kann sich aus den bisherigen Verhandlungen im Re­präsentantenhaus noch fein klares Bild machen, doch hat es den Anschein, als wenn jetzt in weiten Kreisen drüben doch die Tendenz herrschte, zu einem moralisch für Amerika tragbaren Kompro­miß zu gelangen.

Trotz aller Befürchtungen übet, die Entwick­lung am Geldmarkt zeigt dieses nach wie vor seine außetordentliche Flüssigkeit. Die so oft vorausgesaaten starken Herbstansvrüche hoben sich bisher in keiner Weise bemerkbar gemacht. Ob nicht aber doch in kurzer Frist ein Umschwung kommen wird, und zwar von außen her, ist nicht von der Hand zu weisen.

K $6= f .U fei"

A Al» «& x-.s «rävo.

5 art12"

ff.i$conw ggf t-odJUBK1 BiiDcrJ» äart u fffU (1A;~

Harten»

Satmxrf LoaraV"

Mk

ArcviM HLnE-

tbtrafflVÄ

Wirt V1 Mto-rrt Gijtmw I. Fas tzchvtttü

gng tömai Rüamha gStatirt

Itk-rtüfr tt. fitnügrtfi iwsw $?otortnK Branthmi Joithrtrt cttaOoeff kci Unioi Sdwbmbr eiffltl..

aflon 1

hat sich im Zeitraum vom 15. Oktober bis 15. Ro­vember um etwa 140 erhöht. Seither waren erwerbslos 420 Personen. Dazu kämen noch die Rotstandsarbeiter. An drei Orten im Kreis werden noch Rotstandsarbeiten ausgeNhrt, und zwar in Büdingen: Bau der Wasserleitung, hier sind 70 Mann beschäftigt; in Altenstadt: Ridderregulierung, nach Ausscheiden der Alten- städter Erwerbslosen sind jetzt noch 48 Arbeiter beschäftigt; in Echzell: Herstellung eines Flut­grabens, die Zahl der dort Beschäftigten be­trägt 11. Das starke Anschwellen der Erwerbs­losenziffer kommt daher, daß Notstands­maßnahmen (Ridderregulierung) einge­stellt wurden, daß die Landwirtschaft über­flüssige Arbeitskräfte entläßt und daß das Bau­gewerbe jetzt nichts mehr zu tun hat.

R i d d a, 19. Rov. Die hessische Landwirt­schaftskammer läßt im Laufe des Winters Wiesenbaukurse in Oberhessen und Star- . fenburg abhalten. Der erste derartige Kursus soll hier in R i d d a am 6. Dezember stattfinden.

t Kreis Schotten.

? --- Schotten, 19.Rov. Die Reichszen­

trale 'für Heimatdienst wird anfangs Dezember in der hiesigen Turnhalle eine T a - g u n g veranstalten, an der sich auch die ge­samte Lehrerschaft des Kreises beteiligen wird. Dabei werden Pros. Dr. Raab, früher in Gießen, über die Aufgaben der deutschen Volks­wirtschaft, Dr. Thiel (Kassel) über Amerika und seine Rsachtveranlerung zwischen Atlanttk und Pazifik, Direktor B ö h m a n n (Frankfurt) über das ThemaAus dem Wege nach Europa" sprechen.

* Eichelsdvrf, 19. Rov. 3m Anschluß an den gestern bereits veröffentlichten Bericht über unsexe neue Glocke sei noch mitgeteilt: Die Zuschriften der Glocke sind so gewählt, daß sie Aufschluß über die Geschichte der alten und neuen Glocke geben. Sie lauten: 1.Selig sind, die Heimweh haben, denn sie werden nach Hause kommen." 2.3m 3ahre 1657 schmolz ich bei der Kirche Brand, erst 1662 in armer Zeit ich neu erstand. Stets hab zum Vaterunser ich gelungen, bis 1926 von neuem ich gesprungen. Ein Sohn der Heimat lüftete mich neu aus weiter Fern in Heimatlieb und Heimattreu. Karl Braun- Gl o ck e soll ich darum heißen zur ewigen Heimat eure Herzen weisen." 3.Gestiftet von dem f Karl Braun in Marysville in Nordamerika." Außer­dem sind auf der Glocke Kreuz, Herz und Anker als ©iimbilber für Glaube, Liebe, Hoffnung ai>= gebracht. Die 1926 gesprungene, 1657 bei einem Kirchenbrande bschädigte, 1662 umgegossene G'ocke stammte wahrscheinlich, da unser Dergkirchlein sehr all ist, aus dem 12. oder 13. Jahrhundert. Der Kirchenbrand von 1657 wurde durch den da­maligen Schuldiener (= Lehrer) Kummer von Eichelsdorf verursacht, der auf dem Kirchenboden selbstgezogenen Tabak trocknete und durch unvor­sichtiges Umgeben mit Feuer oder Licht einen Dachstuhlbrand hervvrrief. Es ist der Wunsch vieler Gemeindeglieder, die gesprungene Glocke zum zweistimmigen Geläute passend umgießen zu

lassen und sie dann als dritte Glocke wieder in Gebrauch zu nehmen.

# Freienseen. 19. Rov. Der Wieder - aufbau der durch das Großfeuer Mitte September hier zerstörten landwirtschaft­lichen Wirtschaftsräume ist eifrig im Gange. Es wird dabei eine völlige Neuordnung der betroffenen Hofreiten durchgeführt; statt der rüheren Drei Scheunen werden jetzt nur zwei erbaut. Die Drandgeschädigten finden überall weitgehende Xlnterftüljung, u. a. hat ein: Samm­lung von Heu und Stroh ein über alle Erwar- wartungen günstiges Ergebnis gebracht.

=.= Aus dem Vogelsberg. 19. Rov. Der Stand der Wintersaaten muß als recht günstig bezeichnet werden. Besonders gilt dies vom Roggen, der sich gut bestockt hat. Wenn hier und da die Unfräuter, begünstigt durch die warme Wttterung. überhandzunehmen drohen, so ist doch zu hoffen, daß der Eintritt des Winters der weiteren Ausbreitung der ilnfräuter Einhalt gebieten wird.

Kreis Alsfeld.

. w Alsfeld, 19. Rov. Am Donnerstagabend gab das Alsfelder I u g e n d o r ch e st e r unter Leitung von Lehrer D o 11 e r im großen Saals des Deutschen Hauses" ein öffentliches Konzert. Das geschmackvoll zusammengeftellte Programm wies durchweg Tonschöpfungen unserer größten Meister, wie I. «. Bach, Beethoven, Wagner u. c. auf. Die Leistungen der jugendlichen Künstlerschar standen aus beachtenswerter künstlerischer Höhe und fanden lebhaften Beifall bei der zahlreich erschienenen Zu- Hörerschaft. Verschönt wurde der Abend noch durch Gesanqseinlagcn von Frau Elli K o w a r z i k -Als­feld (Sopran), die Lieder von Mendelssohn und Brahms wirkungsvoll zu Gehör brachte.

-er. Romberg a. d. Ohm, 18. Nov. In unse­rem vollbesetzten Gotteshause fand am Sonntag eine Kirchenvisitation durch den Dekan Schmidt aus Grünberg statt. Im Vonnittags- gottesdienste hielt Pfarrer P r ä t o r i u s über den 73 Psalm eine eindrucksvolle Predigt, nachdem die Konfirmanden im Anschluß an die Liturgie einen zweistimmigen Ehoral schön vorgetragen hatten. Auch der Visitator richtete an die versammelte Ge­meinde zu Herzen gehende Worte. Im Anschluß an den Gottesdienst sand eine Besprechung mit den Organisten und der Kirchengemeindevertretung statt. Der Nachmittagsgottesdienst war ein Kindergottes­dienst; in diesem fand die eigentliche Prüfung statt. Eine Sitzung im Pfarrhause mit dem Kirchenvor- tande bildete den Schluß.

I Ober-Ohmen, 19. Nov. Ein kostspie­liges Kapitel ist für unser Dorf die Unterhal­tung der Orts st raßen. Da keine Kreisstraße durch unseren Ort führt, muß die Gemeinde sämt­liche Straßen, die insgesamt eine Länge von 2 5 bis 3 Kilometer haben, selbst unterhalten. Das ist für die Gemeinde eine s ch w e r e B e l a st u n g, die all­jährlich ansehnliche Beträge erfordert. Zn diesem Herbst werden wieder ansehnliche Mengen Schot­ter aus dem Keilschen Steinbruch auf die Straßen gedeckt. Ein großer Uebelstand ist ferner, haß unser Dorf in seinem größten Teile kaum höher als der Spiegel der Ohm liegt, so daß die Feuch­tigkeit von den Straßen und Gossen nicht abziehen kann. Nur eine durchgreifende Kanalisa­tion kann hier Wandel schaffen Die Gemeinde hat bei dem Kreisamt in Alsfeld Vorschläge über den Bau einer Kreisstraße nach Höckers- darf, die einem Bedürfnis entspräche, gemacht. Dadurch käme ein ansehnlicher Teil der Dorfitraßen unter die Obhut der Kreisbauverroaltung. Als die Ohmstraße gebaut wurde, war dis frühere Ortsver­waltung nicht dafür, daß die Straße durch unser Dorf geführt wurde. Das war unbedacht von den damaligen Gemeindevertretern. Während nun un­sere Gemeinde ihre sämtlichen Straßen selbst unter­halten muß, braucht unsere Nachbargemeinde Rup­pertenrod für diese Zwecke fast nichts aufzu­wenden, da sie von zwei Hauptstraßen durchzogen wird.

(T) Lehrdach, 18. Noo. Heute abend wurden die P f a r r g r u n d st ii ck e auf weitere 6 Jahre neuoerpachtet Dem Antrag der seitherigen Pächter auf Verlängerung der Pachtperiode um zwei Jahre konnte das Landeskirchenamt nicht ftatt= geben. Die Pfarrwiesen wurden von den seitheri­gen Pächtern wieder erworben, allerdings zum Teil zu geringerem Preis. Die Aecker hingegen kamen teurer zu stehen. So wurde z. B. für den rund fünf­viertel Morgen großen Acker am Kirtorfer Weg 75 Mk. erzielt. Anderes Land war billiger. Allge­mein ist zu bemerken, daß in unserer Gegend ein Pachtpreis von 55 bis 60 Mk. pro Morgen erst­klassiges Land angsmesien und zahlbar ist, aber nicht immer erreicht wird.

l. Elbenrod, 19. Rov. Vor einigen Tagen stattete die Kunst gewerbeschule Frank­furt der hiesigen Hausweberei von Kon­rad H e d d e r i ch einen Besuch ab. Bei der hiesigen Treibjagd wurden erlegt: 9 Rebe, 4 Hasen und 1 Fuchs. Die Hoffnung, ein Wild­schwein zu erlegen, erfüllte sich nicht, trotzdem die Schwarzkittel die hiesige Gemarkung unsicher machen.

Dillkreis.

WSR. Dillenburg, 19. Rov. Der seither mit der kommissarischen Verwaltung des Land- ratsamts im Dillkreift beauftragte Regierungsrat Dr. Düng e r ist durch Beschluß des Preußischen Staatsministeriums endgültig zum ßanbrat des Dillkreiles ernannt worden.

bl. Weidelbach, 19. Rov. Die evange­lische Kirchengemeinde will ein Ver - e i n s h a u s erbauen. Am Laufe des kommen­den 3ahres soll das HMs vollendet werden.

Maingau.

WSR. Frankfurt a. M., 19. Rov. Heute morgen gegen 5 älhr wurde der Schweizer Wil- Helm Wagner rn der Münzgasse von zwei unbekannten jungen Leuten an Gefallen und unter Anwendung von Gewalt seiner Barschaft tron 140 Mk. beraubt. Wagner hatte, aus Darmstadt zurückgekehrt, im Wartesaal genäch­tigt und bei der Revision durch die Bahn­beamten feine Geldbörse gezeigt zum Beweis, daß er nicht ohne Barmittel ist. Das sahen zwei junge Burschen, die ebenfalls im Wartesaal waren. Sie gingen ihm bis zur Münzgasse nach, und während ihm der eine die Augen Zuhielt, raubte ihm der andere das Geld. Der 38jährige Regierungsinspektor Erich Arld ist nach einer Mitteilung der Kriminalpolizei nach Unter- chlagung von 10 000 Mk. flüchtig ge­gangen.

WSR. Homburg v. d. H ö h e, 19. Rov. Hier wurde durch einen Stadtverordneten eine Reihe von Unterschlagungen und Fäl - ch u n g e n in der früheren Erwerbslosen­kommission aufgedeckt, d'e nahezu IVi Sabre zurückliegen. Die Untersuchung ist im Gange. Gegen den damaligen Kassierer der Erwerbslosen, den Schuhmacher V.. wurde Strafantrag bei der Staatsanwaltschaft gestellt. V. soll durch zahl­reiches Material schwer belastet fein.

Kreis Usingen.

WSR. Ufingen, 19. Rov. An einem Waldrand an der Straße LlsingenWilhelmSdvrs wurde die Leiche einer männlichen Per- on gefunden, deren Tod ungefähr vor acht Tagen eingetreten fein muh. Es handelt sich um einen etwa Mitte der Fünfziger stehenden Mann, dessen Persönlichkeit noch nicht feststeht, da er keinerlei Ausweispapiere bei sich hatte.

Kreis Hersfeld.

WSR. H e r s f e l d , 19. Rov. Hier wurde die 22jährige Marie Rüger verhaftet, weil sie im Verdachte steht, ihr sieben Wochen altes uneheliches Kind erdrosselt zu haben.

Amtsgericht Gießen.

* Gießen, 17. Rov. Ein Efienbahnsekretär und ein Hüttenarbeiter von Lollar sind seit länge­rer Zeit wegen Mietsangelegenheiten miteinander streitig. Letzterer will die Wohnung räumen, so bald er eine Ersatzwohnung erhalten hat, allein damit hat es bei dem herrschenden Wohnungs­mangel feine Schwierigkeit. Als er anfangs September nach Hause kam, hörte er, wie seine Tochter und der Hauseigentümer einen Wort­wechsel miteinander hatten, und wie dieser eine die erstere verletzende Aeuherung tat. Obwohl er nicht wußte, was vorausgegangen war, und wer den Wortwechsel begonnen hatte, rief er dem Hauseigentümer zu, er werde ihn verhauen und ihm das Maul stopfen, damit er es nicht so weit auf reifte. Der Hauseigentümer erhob deshalb Privatklage. Der Hüttenarbeiter wurde mit Rücksicht auf die an sich schon bestehenden Strei­figkeiten und seine augenblickliche Erregung zu einer Geldstrafe von zehn Mark und zur Tragung der Kosten des Verfahrens verur­teilt. Weitere gegenseitige Privatklagen stehen noch in Aussicht, die hoffentlich dadurch erledigt werden können, daß eine Ersatzwohnung für den Hüttenarbeiter beschafft wird und dieser bann ausziehen kann.

Zwei Frauen von hier, die schon längere Zeit miteinander verfeindet sind, trafen in der Stadt miteinander zusammen. 3ebe behauptet, die andere habe sie dabei beschimpft, keine will selbst irgendwelche Aeufterungen getan haben. Kurz darauf gerieten sie nochmals aneinander. Hierbei schlug die eine, die einen Angriff der anderen befürchtete, in der Erregung dieser mit einer Markttasche auf den Kops und zauste sie an den Haaren. Sie verglichen sich dahin, daß die Täterin ihr Bedauern über ihr Ver­halten aussprach und die gerichtlichen Kosten übernahm.