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as der Sonntag bringt

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Zu dem günstigen Umstand, das; das Schwim­men im allgemeinen im Freien oorgenonimen wird, obwohl die mechodische Schwimmübun

Schlag- und Fauslball

werden für Rorddeutschland in Berlin, für Süd- vstdeutschland in Liegnitz, für Rordwestdeutschland in Bremen, für Mitteldeutschland in Gschwege, für Süddeutschland in Ulm, in Westdeutschland und für Südwestdeutschland in Friesenheim (Pfalz) die Kreisgruppen-Meisterschaften und damit die Vor­rundenspiele der D. T.-Meisterschaften ausge­tragen.

gen. Mit dem Endergebnis 7:3 gewann Dad- Rauheirn das gut geleitete Spiel.

Die BezirksLiga in Hessen-Hannover 1926/27.

h. Zunächst hat sich der Bezirksausschuß ent­schlossen, die Zweiteilung der Dezirksfutzballiga innerhalb des Bezirkes Hessen-Südhannover durchzuführen, und zwar in Form von zwei Gruppen, die sich Gruppe Bord und Gruppe Sud betiteln. Die Rordgruppe umfaßt: 4 Kasseler Vereine (Sport. Sportclub, Spielverein und Turn) und 5 südhannoversche Vereine (Sp. Vg. Göttingen, 05 Göttingen. Münden und Einbeck), insgesamt 9 Vereine. Die Südgruppe: 3 Kasseler Vereine (Kurhessen, Hessen 09 und Hermannia), 3 Lahnkreisvereine (V. s. D. Kurhessen Marburg. F. C. Wetzlar und V. f. B. Gießen) und Borussia Fulda, insgesamt 7 Vereine, so daß die gesamte Bezirksliga in Hessen-Hannover wie bisher 15

Die westdeutschen Turnspiel- meisterschaften der D. T.

= Nachdem in allen 18 Kreisen der D. T. die Kreismeisterschaften in den Sommerspielen aus- gefpielt worden sind (über die Meisterschaften des Mittelrheinkreises haben wir ausführlich be­richtet. D. Red.), beginnen am kommenden Sonn­tag die einzetoen Kreisgruppen ihre Meister auszuspielen. Die KreisgruppeWestdeutsch­land", aus den Kreisen Mittelrhein, Rhein­land und Westfalen gebildet, trägt ihre Meister­schaften am Sonntag auf den Sandhöf er Wiesen in Frankfurt a. M. aus. Die Meisterschaften werden in Schlagball, Faustball, Trornrnelbakl und Schleuderball ausgetrageir. Dazu kommen noch eine Reihe von Werbespielen, u. a. ein Prvpagandaspiel des westdeutschen Frauen-Hand- ballmeistersEintracht" Frankfurt a. M. gegen eine Stadtmannschaft aus Frankfurt. Außerdem spielen zwei Auswahlmannschaften aus den Besten des Mittelrheinkreises zwei Probespiele zwecks Aufstellung einer Kreis- Handballmanmschaft.

Leichtathletische Wettkämpfe in Gietzen.

£ Als Abschluß der diesjährigen Leicht- athletrk-Saison finden am Sonntag die Meister­schaftswettkämpfe des 3. Bezirks (9. Kreis) des Deutschen Arbeiter-Sportbundes statt. Aus recht bescheidenen Anfängen heraus hat sich dieser Zweig der sportlichen Betätigung sehr schnell eine große Anhängerschar erworben, die sich stän­dig, nachdem einmql der überaus hohe gesund­heitliche Wert dieser .Hebungen auch von der breiteren Oefsentlichleit erkannt ist, ständig ver­größert. Auch das Publikum nimmt immer leb­hafteren Anteil an derartigen Veranstaltungen, was als Beweis dafür gelten kann, daß der sport­liche Gedanke immer mehr Eingang findet. Die Wettkämpfe am Sonntag, die auf dem sehr vor­teilhaft angelegten Sportplatz der Gießener S. Vg. 1900 auf dem Trieb zum Austrag kommen, werden eine stattliche Anzahl Wettkämpfer auf den Plan treten lassem, da es sich um eine aus­gesprochene Bezirksveranstaltung handelt. Vor­mittags 8 Uhr beginnen bereits die Ausschei­dungskämpfe, von nachmittags 2 Uhr ab ist der Beginn der Entscheidungskämpfe vorgesehen Rach den eingegangenen Meldungen, die sowohl von den Sportlern, als auch den Sportlerinnen sehr zahlreich erfolgt sind, ist mit recht spannenden Eick>kämpfen, nicht nur in den Einzel- sondern auch in den Mannschaftskonkurrenzen, zu rechnen. Die von den einzelnen Teilnehmern und Mann­schaften auf allen auswärtigen größeren Ver­anstaltungen, wie kürzlich in Frankfurt, errun­genen Erfolge lassen die diesjährigen Dezirks- wettkämpfe zu einem recht beachtlichen sportlichen Ereignis werden, das seine Anziehungskraft sicher nicht verfehlen wird. Zum Austrag kommen alle Arten Sprünge und Würfe, Läufe über kurze, mitlere und lange Strecken, Hürdenlauf, Staffel- läufe usw. 3m Anschluß an die Wettkämpfe findet die Siegerverkündigung statt.

Spieloeretnigung 1900 Gietzen.

ö. Kaum ist die Freude über den ersten Er­folg in dieser Saison, der Sieg über den Bezirks­ligistenV. f. D.-Kurhesstrn"-Marburg, verhallt, da tritt schon ein weiterer namhafter Gegner aus dem Lahnkreis, der auch der hess.-hannov. Bezirksliga angehörende Fußballclub 05 = Wetzlar der Gießener Spielvereini­gung 1900 am morgigen Samstag entgegen.

Die Kämpfe zwischen den beiden Vereinen, einerlei, ob Gesellschafts- oder Meisterschafts­treffen, zeitigten durchweg die knappsten Re-

Vereine umfaßt. Als Reulinge stehen in dieser höchsten Spielklasse des Westdeutschen Spielver­bandes Hermannia und Tura Kassel, die aber beide sehr spielstark sind, speziell ersterer ist schon lange reif für die Dezirksliga gewesen, des weiteren Einbeck F. D., von dem man das nicht ohne weiteres behaupten kann, und V.f.D. Gießen. Letzterer dürfte nach seiner am Ende der vorigen Saison gezeigten Leistung unbedingt auch eine Bereicherung der Spielstärke der Bezirks­liga sein, wenigstens eine Verstärkung der Lahn- kreisvertretung innerhalb der Bezirksliga. Richt mehr in dieser Aufzählung enthalten sind gegen­über dem Vorjahre: Gießen 1900 und Germania Osterode, die in der Kreisliga Gelegenheit haben, sich den Aufstieg erneut zu erkämpfen. Inzwischen hat der Technische Bezirksausschuß die ersten Termine der Vorrunde bekanntgegeben. Danach beginnen die Spiele in beiden Gruppen am 5. September d. 3. und beendigen die Vorrunde bet normalem Verlauf am 21. Rovember d. 3.

Hallenbad gesundheitlich kaum viel geringer einzu« schätzen ist kommt fördernd die Nacktheit des Sporttreioenden hinzu. Die-je in Verbindung mit dem anregenden Einfluß des Wassers bringt den Körper des stets bekleideten Kulturmenschen in einen hygienisch besonders begrüßenswerten Naturzustand. Die Haut wird zunächst mechanisch durch das Wasser gereinigt, alle Poren von Schweiß und Hautabschup­pungen befreit. Die Atmung ter Haut kann infolge­dessen in ungehinderter Weise war sich gehen. Durch die Einwirkung des kalten Wassers ziehen sich die Blutgefäße in der Haut energisch zusammen, um sich später wieder weit zu öffnen; man merkt das an dem wohlig warmen Gefühl, »das der aus dem feilten Wasser gestiegene Körper empfindet. Dieses Spielen der Hautgesäße wirkt in günstigster Weise auf den tiefer im Körper gelegtencn Blutkreislauf und auf das Herz ein. Die Wärmeerzeugung wird erhöht und dadurch ein regerer Stoffwechsel herbei­geführt. Das ist an dem Hungergefühl kenntlich, das bekanntlich gerade nach dem Aufenthalt im kalten Wasser besonders auftritt und mit Recht alsge­sund" gilt.

Die Gewöhnung an das kalte Wvffer bringt eine Abhärtung der Haut mit sich, die einLN hochgradigen Schutz gegen Erkältungskrankheiten der verschie­densten Art gewährt. Mancher Manrz, dem nur ein kleiner Regenguß eine sichere Halsentzündung brachte, ein rauhes Lüstchen rheumatische Beschwer­den verschaffte, bleibt dauernd von dvesen unange­nehmen und lästigen Erscheinungen verschont, seit er sich dem Schwimmsport zugewandt hcck. 'Nichts ge­sünderes nichts herrlicheres freilich auch als die reine unverbrauchte Luft auf der Oberfläche eines Sees, namentlich eines tief in den Felsen ein­gebetteten Gebirgssees, die unvermischt In die tief gedehnten Lungen des Schwimmers einftrömt. Nie-

und dementsprechend kürzere Boote. 3e schmaler ein Doot ist. um so schwieriger ist es naturgemäß im Gleichgewicht zu halten. Da der Vorteil des schmalen Bootes in der Hauptsache im feineren Verlauf seiner Linien liegt, so ist es verständ­lich. daß dieser Vorteil verloren gehen muh, wenn das Boot schlingernd durchs Wasser be­wegt wird. Gerade im Ruderbootsbau und be­sonders im Rennbootsbau war man nämlich dazu übergegangen, die Boote immer schmaler und dementsprechend länger zu bauen. Als man dann den Versuch machte, die Boote breiter, entsprechend kürzer und in einem mehr U-förmi­gen Querschnitt zu bauen, stellte sich heraus, daß selbst vorzüglich eingespielte Mannschaften in den breiteren und kürzeren Booten bessere Zeiten erzielten als früher in den schmaleren Booten. Wenn sich dieser Vorteil einer gewissen Lagesicherheit schon bei einem Rennboot, wo alles auf die Erzielung größtmöglicher Ge­schwindigkeit eingestellt ist, wo es sich nur um eine verhältnismäßig kurze Ruderzeit handelt, ergeben hat, so ist ohne weiteres einleuchtend, daß eine entsprechende Lagesicherheit, d. h. ge­nügende Breite und Bodenfläche des Bootes, für das Wanderboot eine besondere Rotwendig­keit ist. Der Wanderfahrer, der stundenlang hintereinander in Wind und Wellen rudert, braucht ein Fahrzeug, das nicht nur ihn und sein Gepäck sicher auch über bewegtes Wasser trägt, sondern er braucht auch ein Fahrzeug, das leicht im Gleichgewicht zu erhalten ist. Es ist zu wenig bekannt, daß die Arbeit in einem schmalen, schwankenden Cboot unverhältnismäßig stark anstrengt, weil jene Muskeln des mensch­lichen Körpers, die die Aufgabe haben, den Körper in der Gleichgewichtslage zu erhalten, auf eine starke 3ncmspruchnahme nicht eingestellt sind. Es wird vielfach auch übersehen, daß das brei­tere Boot, weil es mehr im Oberflächenwasser schwimmt, als das tiefer einsinkende schmale Boot, einen stetigeren Lauf hat, da das Oberslächen- wasser leichter zu verdrängen ist und so über lange Strecken schneller zu fein Pflegt, als schmale Boote.

Die wesentlichsten Vorbedingungen für einen zweckmäßigen Bootskörper sind also: eine glatte Außenhaut, ohne Beulen mrd Buckel, eine gleich­mäßige Form des Bootskörpers auf beiden Seiten, keine hohen Linien unter Wasser, ein schlank verlaufendes Hinterschiff, und, je nach dem betonteren Zweck, eine genügend breite Boden­fläche und eine richtige Trimmlage, d.h. eine richtige Verteilung der Bootsplätze, die dem Boot -:"cattet, auf seiner Konstruktions-Wasser­linie zu schwimmen, so daß es weder vorn noch hinten zu tief taucht. R. R-

Europa-Meisterschaften im Schwimmen.

3n Budapest hat ter Reichsverweser am Mittwoch die Wettkämpfe um die Eurvpa- Mei-ersch af t eröffnet 3n seiner Eröffnungs­rede begrüßte er die Teilnehmer und gab seiner besonderen Freude darüber Ausdruck, daß die vorzüglichen deutschen Schwimmer in so großer Zahl erschienen seien. Gleich der erste Tag brachte einen Weltrekord. Die heutigen Ergebnisse find: 50-Meter-Schwimmen: 1. Ga­bor f f h - Ungarn 28,4; 2. töta-gt)ar - Ungarn 28,8; 3. Polly- 3talien 29,2. 1500-Meter- Schwimmen, 1. Vorlauf: 1. Arne Borg- Schwe­den 20:04,8 (Weltrekord); 2. Rademacher- Magdeburg 22:34,2; 3. HalassY - älngarn 22:54,6 (Ung. Rekord).; 2.Borlauf: 1. Berges- Deutschland 22:30,4; 2. Pahok - Ungarn, . 22:542 (Landesrekord); 3. Koutek-C. S. R.

23:512- Gegen die Plazierung der beiten letzteren haben die 3taliener Protest eingelegt. 3m Wasser-Polo-Kampf zwischen Deutschland und Ungarn siegte die ungarische Mannschaft 8:1 (3:1).

Oberhesfiche Turner auf der Frankenwarte.

5 An dem Frankenwartturnfest, das zum 8. Male auf ter Frankenwarte bei Würzburg veranstaltet wurde, beteiligte sich erstmalig auch ter Turnverein Vilbel und schnitt dabei sehr gut ab. Die drei entsandten Wettkämpfer kehrten sieggekrönt heim. Es errangen im Gerätekampf für Frauen Cläre Brod den 3. Sieg und im Gerätekampf der Männer 3akob K l ö h den 15. und Hch. D e w e i l den 27. Sieg.

Turner-Handball in Büdingen.

o Die erste Mannschaft des hiesigen Turn­vereins hatte am Sonntag die zweite Mannschaft des Tv. 1860 Bad-Rauheim zu einem Freund­schaftsspiel eingeladen. Die körperlich starke hiesige Mannschaft war in der ersten Spielhälfte mit 3:2 führend. Rach Platzwechsel mußte sie sich aber den spielerfahreneren Dad-Rauheimern beu­

immer wieder, daß es eine gewisse Ueberwindung erfordert, sich in das kalte Wasser zu begeben, während der Gewöhnte das bereits als selbstver­ständlich empfindet.

Freilich, und damit kommen wir zu gewissen Borsichtsmaßregeln, die, wie bei aller sportlichen Be­tätigung, so auch beim Schwimmen für den unerläß­lich sind, der neben dem sportlichen Ehrgeiz auch auf die Förderung seiner Gesundheit bedacht ist frei­lich ist es ein unnützer und verwerflicher Heroismus, aus der Hitze des 'Sommertages nach raschem Ab- tuerfen der Kleider einfach ins Wasser zu springen. Für ältere Leute, deren Gefäßsystem einer solch plötzlichen Abkühlung mit unmittelbar folgender Zu­sammenziehung aller Hautgefäße, damit einem plötz­lichen Eindringen einer großen Blulmasse in das Körperinnere nicht gewachsen ist, bedeutet ein solches Wagnis eine erhebliche Gefährdung; nicht wenige solcher Unglücksfälle mit schlimmem Ausgang sind säst jedem Schwimmer bekannt. Kranke Menschen bedürfen vor dem Beginn des Schwimmens ärzt­licher Erlaubnis. Denn wenn auch für manche Krankheiten Schwimmen förderlich ist, so ist es bei gewissen Krankheiten, namentlich solchen Herz- und Nierenkrankheiten, die ohnehin mit einer Erhöhung des Blutdrucks einhergehen, nicht zulässig.

Auch junge Leute, die erhitzt rasch ins Wasser springen, tun schlecht daran, sie selbst verspüren die ungünstige gesundheitliche Einwirkung an einem un­angenehmen Schwindelgefühl, das meistens rasch vorbeigeht, aber doch anzeigt: hier ist nicht alles in Ordnung gewesen. In gleicher Weise wird sich namentlich der Anfänger stets bewußt bleiben müssen, daß der Schwimmsport eine gewaltige Be­lastung für das Herz mit sich bringt. In richtiger Form ausgenützt, führt sie zur Steigerung der Leistungsfähigkeit des Herzens, übertrieben aber be­wirkt sie Herzerweiterung, die nicht nur gesundheit­lich ungünstig wirkt, sondern auch die sportliche Leistungsfähigkeit auf die Dauer herabsetzt. Hier

wird also gerade das Gegenteil von dem beabsichtig­ten Zweck erreicht.

Aus ähnlichen Ueberlegungen ist das allzulange Schwimmen, wie besonders Kinder es tun, die sich nicht von dem liebgewordenen Element trennen können, ganz entschieden zu unterlassen. Der Körper gibt dauernd Wärme an das kältere Umgebungs» medium ab; sie wird durch erhöhte Wärmebildung innerhalb des Körpers, also auch durch regeren Blutkreislauf und stärkere Herzarbeit, wieder ersetzt. Es ist schädlich, hier allzuviel dem Körper zu- zumuten. Wie lange einer im Wasser bleiben kann, das läßt sich nicht von vornherein festlegen, der eine länger, der andere kürzer, der Gewöhnte bedeutend länger als der Ungewöhnte. Das persönliche Be­finden entscheidet. Aber die blauen, vor Kälte zitternden Gestalten, wie sie immer wieder zu sehen sind, die sind unvernünftig. Ein solcher Anblick sollte verschwinden. v ,

Hier sei noch einer Gefahr gedacht, die test Schwimmer bedroht: das ist der Watenkrampf. Düse schmerzhafte und der Gewalt desWillens zeitweilig entzogene Zusammenziehung der Waden« Muskulatur kommt durch eine ungeschickte allzu bef« tigeStoßbewegung zustande, oder auch durch Uebett anftrengung beim Schwimmen. Hier darf der er­schreckte Schwimmer nur den Kopf nicht verlieren. Wenn er sich ruhig auf den Rücken (egt und haupt­sächlich mit den Armen, auch mit dem nicht be-, iroffenen Bein, sich vorwärts treibt, dann geht der Krampf meist rasch vorbei. Auf jeden Fall ist er aber geraten, sofort an Land zu trachten, weil Wie« derholung des Krampfanfalles leicht eintritt.

Die anderen Wasfersporarten, Rudern, Segeln haben naturgemäß viele gesundheitliche Vorteile mit dem Schwimmen gemeinsam. Doch fehlt ihnen eines, was das Schwimmen eben ganz besonder» hervorhebt, das ist die innige Berührung des nackten Körpers mit dem Wasser.

Die gesundheitliche Bedeutung des Schwimmens.

Don Dr. W. S ch w e i s h e i rn e r.

Jeder Sport, der vernunftgemäß betrieben wird, j ist gesund, in erster Linie natürlich jener, der gleich- ' zeitig in der freien Natur ausgeübt werden kann. Dem Arzt fei es gestattet, die Krone gesundheitlicher Wertung jenem Sport zu reichen, der in hygienischer Beziehung alle anderen Sportarten übertrifft: dem Schwimmen.

Bei diesem Sport vereinigen sich verschiedene Vorzüge. Zwei Hauptpunkte treten hervor: erstens die Einwirkung des der speziellen Körperbewegung auf den Gesamtkörper, und zweitens der Einfluß des Elementes, in dem sich der Sport abspielt, des Wassers. Das Schwimmen bringt sämtliche Muskeln , und Bänder des Organismus in gleichmäßige ab­wechselnde Bewegung. Arme, Beine, Brust, Nacken und Bauch, alle diese Teile müssen sich einer nach ( dem andern, in regelmäßigem Turnus anstrengen, ; um den sichtbaren Schwimmeffekt zu erzielen. Eine | allgemeine Kräftigung aller Muskeln ist die Folge. Die Brust wird in einer sonst unerhört gymnafti- scheu Weise ausgedehnt und zusammengepreßl. ' Brust und Lungen weiten sich und gewinnen mach- ! tig an Ausdehnungsfähigkeit. Eine vordem schmale | Brust, einengbrüstiger' Mensch, wird durch metho- j dische, allmählich steigende Schwimmübungen in einer Weise verändert, daß man nach ein bis zwei Jahren den Vergleich mit der ehemaligen Photo­graphie kaum mehr für wahr hält. In gleicher Weise wird das Herz bei systematischem, nicht über- ; triebenem Vorgehen ein wirklich leistungsiähiges, ! hohen Anforderungen genügendes Organ.

Schwimmen.

An erster Stelle stehen die in Budapest zum Austrag kommenden Curopa-SchlvimMeisterschaf­ten, die das größte 3nteresse der ganzen Welt beanspruchen. Weitere zahlreiche Schwirnrnveran- staltungen, die im Reich ausgeschrieben sind, sind hauptsächlich dem Rachwuchs Vorbehalten. Ein verbandsoffenes Fest veranstaltet der Franken- thaler S. V., kreisoffene ter S. C. Wildau, der S. V. Hellas Eberswalde und S. V. Rheinhausen Friemersheim. 3n Weißenfels ist ein Wasser- balltag vorgesehen. Gau IV des Kreises 9 ruft zu einem Jugendtreffen auf.

Wassersport.

Ruder- Herbstregatten in Danzig, Fransurt a. O., Schwedt a. O., Potsdam. Frankfurt a. M. Traben-Trarbach, Radolfzell. Schluß der Ruder- verbands-Elbewanderfahrt.

Boxkämpfe

sind in Hamborn (Wagner Humbeeck) geplant, Motorsport.

3n England geht die Sechstagefahrt der Motorräder bei deutscher Beteiligung zu (Snte. Mit Start und Ziel in Leipzig wird die große Zuverlassigkeitssahrt für Motorräder zum Aus­trag gebracht. 3n Schreiberhau ist ein Auto- und Motorradturnier vorgesehen, das durch eine Sternfahrt eingeleitet wird. Dem Hamburger A. C. veranstaltet die ZuverlässigkeitssahrtQuer durch Holstein". Rach Bad Dürkheim ist eine Zielsahrt angesetzt. Die bayerische Bergmeister­

mehrfacher Meister ist, zu messen. Enge Freund» schaftsbcziehungen beider Zugendabteilungen ver­sprechen einen vielseitigen Erfolg der Reife.

Auch die zweite Zugendmannschaft toih zu ihrem Recht kommen und spielt trotz Abschluh- schwierigkeiten gegen die Daubringer 3ugend auf hiesigem Platze.

Freie Turnerschaft (Sieben.

£ Am Sonntag ist mit Rücksicht auf die leichtathletischen Wettkämpfe im ganzen Bezirk Futzballruhe. Eine Ausnahme wurde für die erste Mannschaft der Freien Turnerschaft Gießen zu- gestanden, die am Sonntagnachmittag auf ihrem Sportplatz Trieb ein Spiel zum Austrag bringt, das weit über den alltäglichen Rahmen hinaus­ragt. Heidelberg, eine Mannschaft, die die beste süddeutsche Sonderklasse vertritt, trägt ein Gesellschaftsspiel als Rückspiel mit der Gießener 1. Mannschaft aus. Das Vorspiel fand Pfingsten in Heidelberg statt, damals konnten die Badenser 5:1 gewinnen. Ein solches Resultat einer Mann­schaft wie der Gießener gegenüber beweist ohne weiteres die hohe Spielkultur des Gegners. 3n seinem heimatlichen Kreis nimmt Heidelberg bei den Verbandsspielen einen Platz untersten Drittel der Tabelle ein, die Mannschaft ist durchweg gleich kräftig, so daß die Gießener ihr ganzes spielerisches Können, das gewiß nicht gering einzuschätzen ist, aufbieten müssen, um ehrenvoll aus dem Treffen hervorzugehen. Ob sich die Riederlage für Gießen wiederholt, oder ob sie die letzte Scharte auswetzen werden, läßt sich kaum vorher bestimmen, aber jedenfalls wirb Gießen als gegentoärtiger Dezirkstabellenführer sich seiner jetzigen Stellung würdig erweisest.

Vorschau für Sonntag.

Leichtathletik.

Der Dreiländerkampf Deutschland Schweiz Frankreich findet in Basel statt. 3n Braun­schweig werden die Deutschen Frauenmeisterschas- ten, die Deutsche Zehnkampf Meisterschaft und die Deutsche Meisterschaft im Marathonlauf 1926 durchgeführt. Daneben gibt es kleinere leicht­athletische Veranstaltungen in Bielefeld, Geldern, u. a., mitteldeutsche Verbands°3ugendwettkämpfe in Dessau, mitteldeutsche Schülerkampfspiele in Halle. Die Turner bringen als wichtigste Ver­anstaltung den Volksturn-StädtekamPs Leipzig Chemnitz Dresden in Leipzig zur Durch­führung.

sultate. Meist war es so, daß der jeweilige Plahverein unterlag. Alle Spiele wurden stets unter Ausbietung aller Kraft und allen Könnens von Anfang bis Ende mit großem Clan durch­geführt und übten dadurch einen ganz besonderen Reiz auf die in zahlreicher Menge erschienenen Zuschauer aus.

Die Gießener Mannschaft hat am vergangenen Sonntag eine Probe ihres derzeitigen Könnens abgelegt. Diese Mannschaft ist noch verbesserungs­bedürftig: dies wird am Samstag zum Teil schon geschehen sein. Auch Wetzlar war am 15. d. Mts. zum erstenmal nach der Fußballruhe auf dem Plan, und zwar in einem Lokaltreffen gegen den Wetzlarer Dalispielclub 1910, das nach unschönem Spiel 2:2 endete. Wetzlar hat sich bekanntlich im letzten 3ahr etwas reichlich viel uf Handball verlegt, wodurch das 3nteresse für Fußball allem Anschein nach sehr gelitten hat, und die Leistungen zurückgegangen sind. Vor diesem Spiel spielt die 1. Lehrmannschaft des Plahvereins gegen die dritte Mannschaft des F. C. 05 Wetzlar. 1900s Mannschaft rekrutiert sich in der Hauptsache aus Spielern der in den letzten 3ahren ständig siegreicheir 1. Zugend­mannschaft. Am Sonntagvormittag empfängt 1900s zweite die gleiche vonGermania"-Mar­burg zum Rückspiel und gedenkt das seinerzeitige 1:7-Resultat zu verbessern. Die 3a-Mannschaft reist nach Laubach zum Rückspiel (Vorspiel in Gießen 2:2). Die 3ugendmannschaften weilen alle auswärts. Die 1. 3ugend liefert in Hanau das Rückspiel vom vergangenen Sonntag, hoffent­lich mit einem besseren Endergebnis. Die 3. 3u- gend und 1. Schüler gehen nach Heuchelheim zum Rückspiel und werden auch hier wohl abermals die Siege an die blau-weiß-grüne Fahne heften.

D. f. B.

Infolge Absage eines schon festgelegten Geg­ners ist die Liga am kommenden Sonntag spiel­frei. 3n Anbetracht des ihr am nächsten Don­nerstag bevorstehenden, sehr schweren Spieles gegen den Fußballmeister der deutschen Reichs­marine, der ersten Mannschaft vom Linienschiff Hessen", wäre ihr dringend noch ein vorheriges Trainingsspiel, am besten in kompletter Auf­stellung gegen die stärkste Elf der Ligareserve, zu empfehlen. 3edenfalls darf den als äußerst spielstark bekanntenBlauen 3ungend nur die tatsächlich beste Vereinsvertretung entgegengestellt werden.

Die Ligareserve hat sich für Sonntag die erste Mannschaft des Obersch mitt euer F. C., bei ter sie Ostern zu Gast war und mit einer knappen 1:2-Riederlage heimgeschickt wurde, verschrieben. Daß die Oberschmittener, meist Angestellte (zum Teil aus größeren Vereinen anderer Städte kommend) der dortigen Papierfabrik, trotzdem durchausnicht von Pappe sind", beweist außer anderen Resultaten ihr glänzendes Spiel gegen die Sondermannschaft des Frankfurter Fuhball- sportvereins anläßlich des Riddaer Sportfestes, in dem sie bei gleichwertigen Leistungen nur 2:1 verloren. Die Zweite hat es sich zur Ehren­aufgabe gemacht, ihren Gästen sportlich wie ge­sellschaftlich das beste zu bieten, um so ihren Dank für Ostern abzustatten.

Von der eifrigen Dritten ist als Bericht noch nachzuholen, daß sie am vergangenen Sonntag in Lollar gegen die dortige Erste in technisch und taktisch überlegenem Spiei 2:0 gewann. Trenker und Mattern waren die Torschützen. Für kommenden Sonntag hat sie die zweite Marrn- schäft von Herborn zu Gast. Die ansprechenden Leistungen der gut trainierten V. s. D.-Elf lassen einen ziemlich sicheren Sieg Voraussagen.

Die erste 3ugendmannschaft fährt auf Ein­ladung derViktoria" Aschaffenburg nach dort, um sich mit deren erster Zugendmannschaft, die

Rasensport.

3m Fußball gibt es zahlreiche Gesell­schaftsspiele. Der süddeutsche Meister Bayern München spielt in Mitteldeutschland. Rorden- Rordwest (Berlin) Olympia-Germania (Leip­zig) in Berlin. Auch der 1. F. C. Rürnberg plante eine Mitteldeutschlandreise. Kleinere Repräsen­tativspiele. Tennis- Turniere in Leipzig, Dresden, Dessau, Osnabrück u. a.

3m

manb wird leugnen, daß der Schwimmsport auch in hervoccagender Weise zur Selbstzucht unh zur Wil- im lensftärfung beiträgt; man sieht an den -Anfängern