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war toieber überaus gut Las von Kapelle tresflich zum Vortrag gebrachte, sehr anspre- Hende Programm bot reiche Abwechslung, und die Darbietungen lösten lebhaften, tdtocifc stür­mischen Beifall aus. so daß die Kapelle fast zu jedem Stück itinlagen gab. 3m einzelnen seien besonders erwähnt: DaS TongomäldeDeutsch­lands Erhebung" zum Andenken an Theodor Körner lTodeStag 26. August 1813). Dieses Stück wurde begeistert auf genommen; die Besucher fan­gen Im Anschluß hieran das Deutschlandlied. Von den übrigen Konzertstücken sanden starten Anklang:Abschied von Drunhilde" undFeuer- Stber" ausWalküre", dieTraunidilder-

ntasie" und die OuvertürenBeherrscher der istcr" undDie lustigen Weiber von Wind­sor". 3m ganzen brachte der Abend den Be­suchern einige recht angenehm unterhaltende Stunden, und für die Kapelle tvar der reiche Beifall, der ihren Leistungen gezollt wurde, wohl ein neuer Beweis dafür, bah sie sich in den Kreisen der Bürgerschaft großer Beliebtheit erfreut.

Preußen.

Kreis Wetzlar.

jj Wetzlar. IS. Aug. Heute nachmittag kurz nach 5 Uhr brach in dem benachbarten Hofgute Her» m a n n ft e i n , dessen Besitzer Freiherr v. Schenk ist. Feuer au». Es brannte die zum Hofgut ge­hörige Mühle, und dicker Rauch zeigte, daß das Feuer in dem alten Gebäude reichlich Nahrung fand. Glücklicherweise war die Windrichtung günstig, so daß die anderen Hofgebäude weniger einer Gefahr ausgesetzt roacen. Auf die telephonischen Hilferufe waren außer der Ortsfeuerwebr in kurzer Frist auch die Derksseuerwehr der Buderuslchen Eisen- merke und die Wetzlarer Feuerwehr mit ihrer Dampf- spritze zur Stelle. Dank dem tatkräftigen Eingreifen dieser Wehren gelang es, den Brand auf seinen Herd zu beschränken und des Feuers nach gut einer Stunde Arbeit Herr zu werden. Außer dem Ge­bäudeschaden dürften sonst größere Verluste an land» wirtschaftlichen Erzeugnissen nicht entstanden fein. Die Muhle war während des Krieges wieder in Gang gesetzt worden und hatte auch wegen der teilweisen schlechten Wasserkraft einen Motorantrieb erhalten. Außer für die Zwecke des Hofgutes wurde ste auch von der Dorfbevölkerung zu Mahlzwecken benutzt.

Bund Alter Herren der Hess. Landesbauschule Darmstadr.

Der Bund Alter Herren her Hess. LandeS- bauschule Darmstadt E. V. (Mitglied des Deut­schen Dauschulbundes A. H.) begeht am 20. bis 22,August d. 3. seinen 6. Du ndestag. ver­bunden mit der Hauptversammlung des Bundes, in Darmstadt. Der Bund verfolgt gemäß seiner Satzung rein ideale Ziele zur Förderung der wissenschaftlichen Bildung seiner Mitglieder, ent­sprechend dem Fortschreiten der Technik und zum Dohle de« Volkstänzen und umfaßt fast alle Absolventen der LandeSbauschule. Insbesondere vertritt er den einheitlichen Ausbau der Deutschen Bauschulen und die an die Absolventen gestell­ten Forderungen. Die öffentliche Tagung findet SamStag, den 21. August, vormittags 10 Ahr im Fürstensaal, Grafenstraße zu Darmstadt statt, wo­zu die einzelnen Fraktionen de« Landtags und die Behörden eingeladen find. Bei dieser Tagung erfolgt die Bekanntgabe der vom Deutschen Dau- schulbund festgesetzten Aichtlimen für den ein­heitlichen Ausbau der Deutschen Bauschulen, so­wie die Bekanntgabe und die Stellungnahme des Bundes zu den von dem Hessischen Ministerium devauSgegebenen Bestimmungen über die Zu­lassung von Fachschulabsolventen zum Studium an der Technischen Hochschule Darmstadt. An­schließend hieran: Lichtbildervortrag über mittel­alterlich« Baukunst, insbesondere über daS Kloster Maulbronn. Der diesjährige Bundestag soll zu- gleich auch ein Dorbereitungstag sein für die Feier de« 50jährigen Bestehens, welches die Bau­schule Darmstadt am 1. Dezember 1926 begehen w»rd, und eS soll bei dem Bundestag, wie auch hei dem 3ubiläumstag bekanntgegeben werden, wieweit die Bauschule sich seit ihrem Bestehen *1. Dezember 1876) entwickelt hat.

U ' j < U a t, 1J. 2Lag. Die alle Fran­ziskanerkirche, die lange Zeit dem Verfall preisgegeben war, wird bald micter in würdigem Gewände da stehen. Nachdem das vollständig zer- bröckelte Dach erneuert word.n ist, wird gegen­wärtig die äußere Mauer vollständ g restauriert. Der vom Wetter zernagte Berpuv ist abge­schlagen worden und wird ebenfalls erneuert. Her neue Bewurf wird in der Weife ausgefühn, daß die dicken Kopfsteine sichtbar bleiben und die Heineren Steine und Fugen beworfen werden. Tie unteren Sockel der Fenster waren infolge ihres hohen AlterS so fch?.dhaft geworden, daß Ue schon in früheren Zeiten beseitigt wurden. Auch blcfe werden erneuert. Stenuneyen be­arbeiten auch die stark verwitterten Fenster­gewände.

O Wetzlar. 19. Aug. KreiSobersekretür Dreydoppel und Kreissekretär Schäfer, beide vom hiesigen LandratSamt. wurden zum Kreisinspektor bzw. Kreiöoberset'retär ernannt. Kreisinspektor Dreydoppel ist Nachfolger des infolge Erreichung der Altersgrenze in den Nutze- stand getretenen KreiSsekretärs. AechnungsratS Neumann.

O Kinzenbach. 19. Aug. 3n der hiesi­gen Gemeinde ist die Maul- und Klauen­seuche amtlich festgestellt worden. DaS Land- ratsamt hat sofort die erforderlichen Schuhmaß- nabmen angeordnet und Ort und Gemarkung als Sperrbezirk erklärt.

O Hochelheim, 19. Aug. Die Forst- schutzverbönde Niederkleen, Oberkleen und Volln­kirchen, bestehend auS den Gemeinden a) Nieder­kleen, Dornholzhausen und Hochelheim, b) Ober­kleen und EberSgönS und c) Vollnkirchen, Klein- Rechtenbach. Niederweh, Volpertshausen und Weidenhausen haben sich zu einem gemeinschaft­lichen Forstschuhverband zufainmenge- schlossen, dessen Gesamtwaldungen eine Fläche von rund 1800 Hektar umfassen. Den Forstdienst versehen Förster Grasse zu Oberkleen für die Gemeinden Ebersgöns und Oberkleen, Hilsssörster Schweitzer zu Niederkleen für die Gemeinden Niederkleen, Dornholzhausen und Hochelheim und Förster Meyer zu Vollnkirchen für die Ge­meinden Vollnkirchen. Klein-Nechtenbach. Nie- derwetz, Volpertshausen und Weidenhausen. Die frühere planmäßige Försterstelle zu Niederkleen ist aufgehoben und in eine HilfSforsterstells um- gewandelt worden. Aus jeden Beamten entfällt eine Fläche von 500 bis 600 Hektar. Die Forst- häuser sind vorläufig im Eigentum der früheren Einzelverbände verblieben

Krcis Biedenkopf.

D a 11 a u, 19. Aug. Bei den Reichs- j u g e n d w e t t k ä m p f e n , die hier stattfanden, errangen aus dem südlichen Kreis Biedenkopf Preise: 3abrqang 1905 07 Turner: 1 Preis Karl Heih. Nodheim 1441/,. P.: 3abigang 1903 09 Turner: 2. Preis Karl Kimmel. Nodheim 146 P.! Sportler: 2. Preis Franz Milchsack, Nodheim, 161 P; weibliche Jugend. Jahrgang 1908/09: 3. Preis Omina Oer lach, Bieber: 3ahrgang 1910/11: 2 Preis Else 3 uoL Bieber. 3m Eilbotenlauf 4x100 Meter erhielt den l. Preis Nealgymnafium Biedenkops. 48lA ©et, den 2. Preis Turnverein Biedenkopf, 49*/\ Sek., den 3. Preis D. f. L. Biedenkopf. 50 Sek., 4. Preis Turnverein Wal lau und Nodheim. 50'/. Set

Dilttrcis.

bl- Dillenburg, 19. Aug. Sämtliche dem Dill-Arbeitgeberverband angeschlofsenen Bau- firmen haben die Arbeitnehmer a u3ge­lt» c r 11. Grund: Lohndifferenzen. Da die Ar­beitgeber auf einer Minderung des Lohnes be­stehen, konnte die Arbeit noch nicht wieder auf­genommen werden. Der hiesige V e r schö­ne r u n g S v e r e i n hat es sich in den letzten Andren sehr angelegen sein lassen, unsere Stadt und die Umgebung so auszugestalten, daß sie einem jeden Fremden gefallen muh. So wurden neue Ruhebänke errichtet und Schutz- Hütten aufgeschlagen. Ferner legte man be­sonderen Wert auf die Pflege von Anlagen und Wegen. Endlich errichtete und verbesserte man auch überall die so notwendigen Weg­weiser. Hier wurde eine neue Gruppe deS West er wald-VereinS gebildet.

bl. Herborn, 19. Aug. ileberall kann man die erfreuliche Feststellung machen, wie sehr man bemüht bleibt, die Straßen wieder instand

z u s e tz r n So werden die Haupivrrkehrsman-n mit Kleinschlag versehen und de Duinal straften gründlich amigebeffert. Das Landesbauamt ge­bend mit der Zeit alle Schäden auSzugleichen. Tie Maßnahmen waren im Hinblick auf den ge­steigerten Verkehr unumgänilid notwendig

bl. A a i g c r. 19 Aug. Brlanntlich schweben Verhandlungen, eingeleitet von einem Teil der Bürgerschaft, untere Stadt zu einer Landge­meinde zu machen. 6ine Anzahl von Unter­schriften zu einer solchen Eingabe waren auch vollzogen worden: nun ist die ganze Arbeit umsonst gewesen, da dem llnterschristsnsammler die L i st e abhanden gekommen ist. 3m übri­gen wird wenig Hoffnung auf Erfüllung deS Wunsches gehegt. Eine große Dürgerver- s a m m l u n g wird am Samstag zu der Ange­legenheit Stellung nehmen

bl. Uebernthal, 19. Aug. Bei unserer neu wieder in Betrieb genommenen Grünerde­grube ist der Schacht zusammenge- ft ü r a t. Dadurch wird leider eine längere Zeit vergehen, bis daß die Arbeit wieder ausgenom­men iverden kann.

bl. OderSberg (Dillkr.). 19. Aug. Ein hie­siger Knecht verletzte feine Dienstherrin durch einen Nevolverfchuß im Oberschenkel ferner. Die Beweggründe zu der 'Tat sollen darin liegen, daß die Frau, welche Witwe ist, dem Mann einen HeiratSantrag abgeschlagen bat. Der Täter wurde dem Herborner GesängnlS überbracht.

bl. R i t t e r s h a u s e n. 19. Aug. Der Turn­verein beabsichtigt den Bau einer Turnhalle. Die Bestrebungen können nicht so recht in Fluß kommen, weil geeignetes Gelände schwer zu fin­den ist. Verhandlungen dieferhalb tourben mit der Gemeinde angeknüpft, und man hofft auch, daß man bald, vielleicht auch unter Mithilfe d«S Kreises zu einem Resultat kommen wird. Die Erbauung einer Halle wurde hier immer mehr notwendig.

Kreis Marburg.

* Marburg, 19. Aug. 3n Marburg trat in diesen Tagen der Bund deutscher Cou- leurdiener und Hausmeister zu seiner diesjährigen Tagung zusammen. Die Tagung, welche fünf Tage in Anspruch nimmt, begann mit einem Begrühungsabend. Bei der Feststellung der Anwesenheitsliste ergab sich, daß sämtliche deutsche Hochschulen vertreten waren. Der Vor­sitzende der Ortsgruppe Marburg begrüßte die erschienenen Vertreter mit ihren Damen und gab der Hoffnung Ausdruck, daß die Tagung zum Wohle deS Bundes verlausen möge. Der Vor­sitzende deS Bundes, Hermann S cn u l z e - Halle, dankte für die Begrüßung und die vortrefflich ausgeardeiteten Vorarbeiten. Hieraus überreichte der Vertreter von Kiel dem Vorsitzenden deS Bundes, welcher die Ortsgruppe Kiel gegrün­det bat, ein schönes Bild von Kiel. Mit An­sprachen und gemeinschaftlichem Gesang schloß der sehr harmonisch verlaufene BegrüßungSabend.

UnterwefterwaldkreiS.

kz. Holzappel. 19. Aug. An einer engen Straher^lurve innerhalb unsere« Orte« mußten sich gestern ein Auto und ein Motorradfahrer, der noch eine Dame auf dem Rücksitz mitfuhr, begegnen. Vorsichtshalber hielt der Kraftwagen­führer feinen Wagen an, um dem Motorrad­fahrer genügend Platz zur Durchfahrt au lassen. Dieser steuerte jedoch direkt auf daS Auto los und stürzte mit der Dame aus die Straße, ohne daß beide besondere Verletzungen davontrugen. DaS Auto erlitt durch den Än- prall nur geringen Schaden.

Maingau.

WSN. Frankfurt a. M., 18. Aug. Gestern früh wurde au« dem Main am Nadelwehr in Niederrad eine Leiche (anscheinend weiblich) gelandet. Der Leiche fehlt der Kops, der rechte Arm und die linke Hand. Die Schaufel- knochen des Hüftgelenks weisen Spuren von be­absichtigtem Zersägen bzw. Beilhieben auf. Eine Handbreit unter dem Lendenwirbel ist die Wir­belsäule durchsägt und der Oberkörper nach hinten gegen das Decken bzw. Oberschenkel geknickt wor­den. Die Llnterschenkel sind nach rückwärts gegen die Oberschenkel gedrückt gewesen. Auf diese Weise ist die Leiche wahrscheinlich zu einem ein Meter langen Pak t zukammenaeschnürt Worden, die Stel­lung des Knochengerüsts läßt jedenfalls diesen Schluß zu. Die Beschaffenheit der Leiche weist

daraus hu., DaO Ile. bevor |U ui den Jltain ge­worfen wurde, an einer anderen Stelle aufbt- wahrt war und daß eine gewiße Konservierung der Leiche durch Kalk oder ein anderes Mittel an ihr vollzogen war. Alle Umstände weifen auf ein Verbrechen hin. SS sind bereits Ormittelumien Im Gange. Gestern abend zwllchen 7 und 8 Uhr ereignete stch an der Obermaindrücke vor der Siabtdibllolhek ein Zusammenstoß zwischen einem Auto und einem Motorradfahrer Der Lenker des Motorrades wurde leicht, sein Mitfahrer aus dem Soziussitz, der Schüler Vla» Ziegelmann, schwer verletzt. Sr erlitt eine Gehirnerschütterung und einen Ilnterscheickel- bruch. Beide wurden von dem Auto nach dem Krankenhaus gebracht.

Büchertisch.

.Die Deutsche Nordsee". (Verlag Detmold.) 3n diesen Tagen feiert die schönst« der deutschen Inseln Helgoland ihr hundert­jährige- Öubiläum als Bgd auS diesem Anlaß ist daS Augustbest b hriH »Dich

Deutsche Nordsee" in erster Linie dem roten Diland gewidmet. Der Leitartikel entreißt den Gründer deS DadeS, 3afob A. SienrenS, het Vergessenheit, eine Zusammenstellung von Ge­schichtszahlen kennzeichnet daS politische Schicksal der 3nsel. Sin mit AguariumSanfnabmen de« bekannten Helgoländer Lichtbildkünstlers Schsnsky illustrierter Aufsatz behandelt die Biologische An- stall. Das Seegefecht zwilchen den Oefterreichern und Dänen am 9. Mai 1864 wird von einem Mitstreiter geschildert: Gorch FockS Helgoland­sage und eine höchstvergnüglich« Neisebeschrei- bung deS unsterblichen FrenndeSpaareS Müller und Schultze sind weitere Beiträge.

Kirchliche Nachrichten.

Israelitische Gemeinden.

Jsr.NellgionSgemeinde. GotteSd. i. d. Synagoge (Öübanlagc). SamStag, den 21. August 1926. Dorabd. 7.15, morgen- 8.30, abends 7.40 u. 8.20.

Gottesdienst her 1fr. Neligionsgefellfchaft Sabbatfeier, den 21.August 1926. Freitag abb»/z.00. SamStag norm. 8.00, nachm. 4.30, SabbatauSg. 8.20, WochengotkeSdienst: morg. 6.30, abdS.7.00.

Rundfunk-Programm

deS flfrnnfinrtcr EenderS.

(Aus derRadfo-Umschau".)

SamStag, 21. August.

3.30 bis 4 Ubr: Die Stunde der 3ugend. 4.30 biS 5.45 Uhr: Konzert deS Hau-orchesterS: Wunschnachrnittag. 5.45 bis 6.05 Uhr: Die Lefe- stunde. 6.45 bis 7.15 Ähr: .Bessarabien und fein Deutschtum" Vortrag von Prof. Dr. 6. Ublig- Tübingen 7.15 bis 7.45 ältzr. Der Briefkasten. 7.45 bis 3.15 Llhr: Stunde des Frankfurter Bun­des füv Volksbildung. 3.15 Uhr:Nathan der Weife", bon Leffing. Anfchließend bi» 12 ilbr: Übertragung von Berlin: Tanzmusik der Ber­liner Funkkapelle.

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