* Lollar, 18. April. Heute fand im Saale ..Hur Traube", hier, die diesjährige öffentliche (B e - feilen Prüfung statt, der sich 8 Prüfinge unterzogen, und zwar 3 Weißbinder: Karl Dort und Ludwig Vogel- Daubringen und Wilhelm H o f- m an n-Lollar; 3 Schlosser: Ludwig Größer- Allendorf a. d. Lahn, Hch. Becker- Kesselbach, Ernst Becker-Staufenberg; 2 Schreiner: Hch. Becker- Mainzlar und Philipp Kuhl- Fronhau- sen. Fünf erhielten die Note „gut bestanden", drei die Note „bestanden". Der Vorsitzende des Gewerbevereins, Spenglermeister Fuchs, konnte den Syndikus Röhr von der Handelskammer Gießen begrüßen, der der Prüfung beiwohnte und am Schlüsse eine warme, beherzigenswerte Ansprache an die Handwerker und Junggesellen richtete, worin er besonders hervorhob, daß das Handwerk Qualitätsarbeit leisten müsse, wenn der Kaufmann sich mit deutschen Waren auf dem Weltmärkte Absatzgebiete erobern wollte. Warme Mahnworte richteten auch der Vorsitzende Fuchs und Rektor Saab an die Junggesellen; der Schriftführer, Schreinermeister Hch. Geißler VII., dankte den Meistern und Gesellen, die sich uneigennützig in den Dienst des Handwerks gestellt hatten bei der Ausführung der Gesellenstücke. Unter Dankesworten an den Schriftführer Geißler, den Prüfungsleiter, Rektor D a a b, und die Prüfungsbeisitzer schloß der Vorsitzende die Prüfung.
5. Trohe, 19. April. Der Märchenerzähler Theo Mohr aus Hamburg, der z. Z. im hiesigen Schulhaus zu Besuch weilt, bereitete uns am Sams- tagabend einen seltenen Genuß, indem er im Schulsaale für Große und Kleine M ä rchen - und Volksreime in vollendeter Weise frei erzählte. Auch ein Versuch, in niederdeutscher Sprache die Zuhörer zu fesseln, gelang zu aller Freude. An der atemlosen Spannung, die bis zum Schlsse anhielt, konnte man erkennen, welche ungehobenen Schätze gerade noch im Märchen verborgen liegen.
s. Trais-Horloff. 19. April. Dor einigen Tagen wurde im „Gieß. Anz." von der Küchenschelle berichtet. Diese Pflanze ist in unserer Gegend gar nicht so selten. Auf der Südwestseite einer Dasaftkuppe, die unmittelbar am hiesigen Bahnhof sich erhebt, wächst sie ebenfalls. Auch bei Steinbach — so wurde dem Einsender berichtet — ist sie anzutreffen.
Kreis Friedberg.
sf. Friedberg, 18. April. Eine von der Evangelischen Volksgemeinschaft auf Donnerstagabend hier einberufene öffentliche Versammlung konnte mangelsVeteili- gung nicht abgehalten werden.
Kreis Büdingen.
bs. Unter-Widdersheim, 19. April. Im Saale der Wirtschaft F. Michel sprach Landwirtschaftsrat Dr. König von Lich über neuzeitliches Düngen. In Anbetracht der Wichtigkeit des Stoffes hätte ein besserer Besuch erwartet werden dürfen. — Wie sehr das seitherige milde Frühjahrswetter den Pflanzenwuchs gefördert hat, erhellt daraus, daß die Kinder schon Sträuße Maiblumen im Walde pflücken.
Kreis Schotten.
D Saubad), 19. April. Ein wohlgelungener Operettenabend wurde gestern und vor- gestern auf der Theaterbühne des „Solmser Hofes" geboten. Zur Aufführung kamen an jedem Abend je zwei Stücke: 1. „M onsieurHerkule s", ein» aktige Posse von Georg Selig, in der Bearbei- tund von Bernhard Grafen zu Solms-Lau- bach; 2. „Der Schinderhannes", Operette in 3 Akten unter Benutzung bekannter Schlager, von Bemhard Grafen zu Solms-Laubach. Die zahlreichen Zuhörer aus der Stadt und Umgegend spendeten lebhaften Beifall. — Die hiesige Konzert- und Vortragsvereinigung hat in Gemeinschaft mit den beiden hiesigen Gesangvereinen den Gießener Bauerschen Gesangoer- e i n zu einem Konzert gewonnen. Es wird voraus- sichllich am 24. d. M. stattfinden.
♦ Eichelsdorf, 19. April. Wie nicht an- ders zu erwarten war, hat die im März durch viele Zeitungen Hessens gegangene Notiz über eine der Familie Würz winkende 70 M i l l i a r d e n e r b - schäft auf die Glieder des hier in Nachbardörfern weitverzweigten Geschlechtes keinen besonderen Eindruck gemacht. Wohl lieferte die Nachricht für die langen Märzabende einen willkommenen Gesprächsstoff, aber an die Möglichkeit eines solchen Milliardensegens vermochte niemand zu glauben. Die von geschätzter Seite erteilten Ratschläge, jede Hoffnung auf die holländischen Milliarden fahren zu lassen, waren völlig verfehlt, denn die Würz, schon um 1600 hier ansässig, sind als alte Vogelsberger so nüchtern denkende Menschen, daß sie sich durch einen derartigen „Aprilscherz" noch lange nicht in Aufregung versetzen lassen. Der in dem Zeitungsartikel genannte Ausschuß hat nie bestanden, höchstens in der Phantasie des Zeitungsschreibers, der eine schon mehrfach aufgetauchte, längst als aussichtslos bekannte Sache von neuem angriff und für feine Zwecke weidlich ausnutzte. Die Frühjahrsarbeit hat nun die Erbschaftsangelegenheit gänzlich verqesien lassem Es geht, wie Geibel sagt: „Ds Froijohr genq die Aerwet o, die Pingste doocht fa Mehsch nih bro. (Wir hatten von der phantastischen Schreiberei des Berichterstatters keine Notiz genommen.
Kreis Alsfeld.
U $118f eld, 18. April. Der Kreis- tag hielt unter Leitung des Kreisdirektors Dr feiner Srüf)ia6r8fi6ung ab. Man beschloß dre Herabsehung der Tagegel- £-\?ct™?b?-eoJönctcn auf 10 Mark für aus- wartige Mitglieder und auf 5 Mark für in Als- felö wohnende Mitglieder. Der Voranschlag w r ^-r 1a f fc für 1 926 wurde mit 445 276
Tlarf m Einnahme und Ausgabe und mit 130 000 SEbmigt.. Ferner wurde ein- o das Kreisamt möge bei der
Landeshhpvthekenbank dahin wirken, daß zur V e- lebung der Bautätigkeit und zur Be- Hebung der Wohnungsnot billiges Geld ^"lüsung gestellt werde. Don besonderer Bedeutung ist eine Entschließung an das Ministerium, die auf Antrag der Abgeord- neten . Lutz und Korell gefaßt wurde; sie lautet: »Der Kreistag beantragt, daß die Mittel aus der A u 1 o m o b i l st e u e r, welche in diesem 2ahre für die Straßen Gießen—Frankfurt Ver- wendmig ftnden. un nächsten Jahre für die durchgehenden Straßen anderer Kreis- unh fer ™ «»«• A--s?-d'L-üLLg nnfHm «Jin»» r*' Samstagabend
gab im kleinen Saale des Hotels „Deutsches Haus" die aus 10 Mann bestehende I u g e n d k a p e l l e Dotter unter Leitung ihres unermüdlichen Grün
ders und Förderers. Lehrers Dotter, ihr erstes öffentliches Konzert, nachdem sie schon vor einiger Zeit bei den Elternabenden der Oberrealschule und Stadtschule mitgewirkt hatte. Die junge Künstlerschar, die sich aus Studenten und aus Schülern der hiesigen Oberrealschuie zusammensetzt, zeigte erstaunliche Proben technischen Könnens und eines sauberen, flotten Zusammenspiels. Das von Herrn Dotter gut ausgewählte Programm wurde durch Solovorträge für Cello, Flöte, Klavier und Violine wirkungsvoll belebt. Man muß Herrn Dotter dankbar sein für seine Bemühungen um die Hebung des musikalischen Lebens in unserer Stadt, mit denen er einen recht lohnenden Anfang nach längerer Pause wieder gemacht hat. Irgendeine Konkurrenz für Berufsmusiker zu schaffen, ist nicht beabsichtigt. da die Kapelle lediglich zu ihrem Vergnügen spielt. — Einen vorzeitigen und unerwarteten Abschluß nahm eine von der Evangelischen Volksgemeinschaft unter Leitung von Pfarrer Weidner, Ober-Lais am Freitag im „Deutschen Hause" stattgefundenen öffentlichen Versammlung. Die Versammlung war im ganzen von nur a ch t Personen besucht und endete damit, daß die wenigen Teilnehmer unter Protest das Lokal verließen, nachdem der Redner auf die Angriffe von Bürgermeister Schröder- Elbenrod seinerseits zu Angriffen auf die Landwirtschaft überging mit der Behauptung, diese zahle keine Kirchensteuer. — 2lm Sonntagmorgen v e r st a r b dahier die älteste Bewohnerin unserer Stadt, Frau Katharine Orth Ww., im Alter von nahezu 9 3 Jahren. Die Verstorbene war bis in ihre letzten Tage hinein geistig vollkommen rüstig, während sie allerdings in letzter Zeit an das Bett gefesselt war.
Wirtschaft.
Von den Schlachlvsehmärkten.
An den deutschen Schlachtviehmärkten der Vorwoche war die Marktlage nur für Schweine aus- gesprochen schlecht, während sie sich für die übrigen Gattungen nur unwesentlich gegenüber der Vorwoche geändert hat, und bann eher nach der günstigeren Seite. Die Auftriebsziffern haben im Vergleich zur vergangenen Woche, wo sie stark hinter dem Durchschnitt zurückgeblieben waren, wieder beträchtlich zugenommen und im allgemeinen das normale Maß wieder erreicht, teilweise sogar etwas überschritten. Die Notierungen lauteten für Schweine im Einklang mit der günstigen Marktlage sehr schwach, für Rinder dagegen recht gut behauptet. Kälber mußten sich verschiedentlich kleinere Preisnachlässe gefallen lassen, während Schafe sich im Preisniveau nicht wesentlich von den vorwöchigen "otierungen unterschieden
Auf den nachstehenden Märkten wurden für ein Pfund Lebendgewicht in Pfennig notiert:
Rinder
Kälber
Schafe
Schweine
Berlin
20-55
40-88
30-55
68-77
Bremen
30-55
55-80
50-62
50-72
Breslau
20-53
—
—
62-78
Chemnitz
22-54
50-86
50-60
68-82
Dortmund
20-57
30-80
30-55
65-74
Dresden
32-82
42-88
—
62-83
Düsseldorf
20-58
35-75
—
60-75
Elberfeld
20-56
40-75
—
65-78
Esten
28-60
38-110
27-52
62-77
FrankfurtM.
15-59
44-84
32-50
52-74
Hamburg
15-57
25-85
35-44
54-68
Hannover
20-57
30-80
20-55
64-72
Husum
—
—
—
—
Karlsruhe
22-58
70-80
—
70-82
Kastel
20-55
51-72
—
66-80
Kiel
17-51
25-66
32-65
49-75
Köln
18-58
42-110
—
58-78
Leipzig
25-54
40-77
30-60
60-78
Magdeburg
18-55
30-70
20-53
60-76
Mannheim
14-58
50-85
42-46
62-78
München
—
—
—
—
Stettin
12-52
30-80
15-50
65-88
Stuttgart
13-55
66-89
—
52-78
Zwickau
18-53
32-75
35-58
70-84
* Mainkraftwerke A. G., H ö ch st a. M. Der Abschluß für 1925 ergibt einen Rohgewinn von 3 682 095 Mk. Nach Abzug der Handelsunkosten, Steuern, Abgaben und nach Abzug der Zuweisung zur Anlagekapitalsbildungs- und Erneuerungsrücklage und unter Berücksichtigung der Anleihezinsen verbleibt ein Reingewinn von 1799 093 Mk., aus dem der H. V. (20. Mai) eine Dividende von acht Prozent auf die Stamm- und von 6 Proz. auf die ^Vorzugsaktien oorgeschlagen wird. Auf die Genußrechte von Anleihe-Altbesitz entfallen demnach vier Prozent.
* Zuckerfabrik Frankenthal. Die Zuckerfabrik Frankenthal, die bei der bevorstehenden Fusion die übrigen vier süddeutschen Zuckerfabriken in sich aufnehmen wird, schließt das Geschäftsjahr 1924/25 nach Abschreibungen von 623 790 Reichsmark mit einem Tleberschuh von 120 807 Reichsmark ab. Der äleberschuh wird vorgetragen. Rach dem Derwaltungsbericht wirkte der große Zuckerimport nach Deutschland preisdrückend und hinderte außerdem den Absatz der inländischen Erzeugung. Derhängnisvoll haben sich ferner die Durchfuhrausnahmetarise gezeigt. Die Zuckerfabrik Heilbronn schließt das abgelaufene Geschäftsjahr nach Abschreibungen von 131170 Reichsmark mit einem Reingewinn von 139 947 Reichsmark, der ebenfalls vorgetragen wirb. Die Badische Gesellschaft für Zuckerfabrikation, Mannheim-Waghäusel, weist nach Abschreibungen von 284 520 Reichsmark auf Wertpapiere und 236 939 Reichsmark ordentlichen Abschreibungen einen Reingewinn von 296 998 Reichsmark auf, der ebenfalls vorgetragen werden soll.
Berliner Börse.
Berlin, 20. April. Die "Verstimmung über die Vertagung der amerikcnnschen Freigabe-Vorlage hat sich bereits gelegt. Die Tendenz der Dividendenpapiere war im heutigen Dormittagsverkehr leicht erholt und zeigte auch bei offiziellem Beginn eine freundliche Entwicklung. Das Geschäft setzte allerdings sehr zögernd ein, da eine gewisse Tlnsicherheit nach der gestrigen Erschütterung zurückgeblieben ist. Die Spekulation nahm teilweise Rückkäufe vor, die mit einer günstigeren Beurteilung der Freigabe-Angelegenheit begründet wurden. Außerdem fanden in den Papieren, die gestern den Hauptstoß auszuhalten hatten, Deckungen der Baisse-Partei statt, so daß verschiedentlich Kursbesserungen 'von 2 bis 3 Proz. gegenüber den Rachbörsenkursen des Dortages eintraten. Die Aufmerksamkeit der Börse wurde wieder mehr auf heimische Wirt- schaftssragen gelenkt, insbesondere fand die leichte Verfassung des Geldmarktes stärkere Beachtung. Tagesgeld war zu 3 bis 41/. Prozent reichlich angeboten. 3m Devisenver- tebr gab Paris gegen London weiter
nach und erreichten einen neuen Rekord-Tief- stand von 14 7. Auch Brüssel lag matt mit 133,5 gegen London. Die Diskontermäßigung in Rorwegen brachte eine leichte Abschwächung des Wechselkurses auf 22,30 gegen London.
Dörsenkurle.
Frankfurt a.M
Berlin
Sd)lU6- fiurs
i-Uhr» hur»
5d)iu6« knr^
^Anfang
Datum:
19. 4
20 4
19 4
20 4
5% Deutsche Rcichßanlcthe .
4% Deutsche RcichSanlcihe .
0.428
। 0.437
0,430
1 0,437
—
—
0,4'10
0,417
8‘/t% Deutsche yieidj anlctbe
0.415
—
0,400
0.415
3% Deutsche Rcichsanleioe
0,500
—
0,480
0.5(0
Deutsche Sparpramicnanleive
0.261
—
0,265
4% Preußische KoniolS • • .
4% Hessen........
3'/»% Hessen........
0,405
1 —
0.400
0.415
0,410 0,390
_
_
—
3% Hessen..........
—
—
_
Deutsche tiBertb. Dollar Anl.
—
—
_
_
dto. Doll.-Schah-An ireiina.-l
100
—
—
<e/o Zolltürkcn......
I 13.3
12.87
| 13,1
1 —
5% Goldmcrikaner • •
1 42
42,5
—
Berliner Handelsgesellschaft •
149
—
1149,12
151-
Commers und Pri'.at-Bank
113
113-
114.25
113-
Darmst. und Naiionalbank ■
138
129,5*
1!8
129-
Deutsche Bank........
125,5
—
126
126,5*
Deutsche Dereinsbank ...
87
—
—
Tisconto Commandit . .
122,5
—
122,5
Metallbank. .....
93,5
94
—
—
Mitteldeutsche Kreditbank
101
105.3’
104
Ocstcrrrichische Creditanstalt
7.37
7,4
7,25
7.25
Weltbank ......
—
—
—
—
Bochumer Guß.......
—
—
91,12
_
Buderus .........
62
62
61.5
63.25
Caro ...........
59,37
—
58
59-
Deutsch-Luxemburg.....
Gelsenkirchener Bergwerke.
95
96,25
95,25
96.25
97.25*
98,5*
Harpeuer Bergbau
Kaliwerke Aschersleben....
106,75
128
110-
105,6
127.7
109,5-
129 3*
Kaliwerk Westeregeln ....
135
—
134,5
136,5
Laurahiikte.........
39
_
39,5
39,75
Oberbedari......«...
52
—
55
55
79,5
94
94.5
81.5'
80,37-
Rheinstabl......«...
Niebeck Montan ......
96'
94
95
95,62*
96
TelluS Bergbau..... .
60,25
—
Hamburg-Amerika Paket. . .
Norddeutscher Llooo . . .
133
131,5
135.8-
132,5-
134.5
129.12
134,8’
132,6-
Ckeramische Werke Albin . .
45,6
-
Zementwerk Heidelberg . .
Philipp Holzmaun ....
100,5
100
-
_
-
—
76,36
—
Anglo-Cont-Guano . ...
85
_
Chemische Mäher Alapin . .
_
I- W- ^arbcninduslric, A.-G.
145,25
148.75
144.5
148,5*
Goldschmidt.........
Holzverkohlung........
Rutgerswerle.........
»82
—
81.75
83
72
82,5
71
—
81,25
83,12
Echcidcanstalt .......
113
113,5
AllchElektrizitätS-Gesellschaft
104,25
106*
105
Bergmann ......
Mainkrai »Werke........
98
99-
97,84
93,5
—
Schlickert...........
90
93.5-
89.12
92,87’
Siemens & Halske ....
-1
126
118,75 |
124-
Adlcrwcrkc Kleper ......
55,25
56,25
55
55
Daimler Motorcit. ......
65,5
69
67
68
Hehligcnstacdt . . .......
30.5
—
Mcguin.........
—
—
_
Motorenwerke Mannheim
—
—
58
—
Frankfurter Armawreu
Konservenfabrik Braun .
27
43
—
I
—
Metallgesell'chaft Frankfurt.
Pct. Union A.-K . . .
108,25
8.3,
109.5
84
—
Schub'abrik Herl
36
—
37
—
Sichel. . ..........
4,5
—
—
—
Zellslmt Waldbos......
125
125.75
124.5 j
52,5 ‘
12.5
Zuckerfabrik Frankenthal . .
53,2.5
53.5
Zuckerfabrik Waghäusel . . .
61,5
62
— 1
—
Devisenmarkt Berlin—Frankfurt a. M.
Telegraphische Auszahlung.
19 April.
20. April.
Amtliche Noli rung
Amtliche Notierung
«!-cld i Brief
C6clb
Briet
Limn»0toll
168,27
168,69
168.31
168,73
Buen.°AireL
1.679
1.683
1,680
1,684
Brss.-Antw
15,65
15,69
15,245
15,85
Christiania.
91.69
92,20
91,49
92,71
Kopenbagcn
109,83
110,11
109,83
110,11
Stockholm
112.30
112,58
112,26
112,54
HelnngforS
10.545
10,585
10,55
10,59
Hlalici. .
16,87
16,91
16,87
16,91
tionöc*. .
yJcutiot! ..
20,395
20,447
20,395
20,445
Paris. . .
14,22
14,26
13,81
13,85
Schwei; .
80,96
81,16
80,99
81,19
Spanien -
60.82
60.88
60.24
60,40
Japan . . .
>Hio de Jan
1,670
1.674
1,969
1,973
0.583
0.585
0.588
0.590
Wien in®.«
Oest. abgest
59,158
59,191
59,17
59.31
Prag . . .
12,418
12,458
12,415
12,455
Äclzrad . .
7,384
7,404
7.384
7,404
Budapest. Bulgarien
5,865
5,885
5.87
5,89
3,06
3,07
3,055
3,065
Lissabon
21,325
21,375
21.325
21,375
Dansig. .
80.88
81,08
80,90
81,10
Konstantin.
2,043
2,053
2,075
2,085
Atben
5,39
5,41
5,29
5,31
Canada. . .
Uruguav
4,20
4,21
4.20
4,21
4.31
4.32
4.315
4.325
Banknoten.
Berlin, 19 April
(Seit)
Brie»
Amerikanische Violen ..... Belgische Noten ....... Dänische Noten . ....... Englische Noten. ....... Französische Noten ...... holländische Noten...... Italienische Noten......
Norwegische Noten..... Deutsch-Oesterr-, 5100 Kronen Rumänische Noten......
Schwedische Noten.....
Schweizer Noten......
Spanische Noten.......
Tschechoslowakische Noten . . Unaartschc Noten.....
4,185
15,58
109,53
20,35
14,18
167,86
16,91
91,72
59,06
1,66
112,02
80,85
60,65
12,395
5.83
4,205
15,66
110,07
20,45
11,26
168,70
16,99 92,18 59,36
1,70 112,58
81,25
60,95
12 455
5,87
Frankfurter Börse.
(Eigener Drahtbericht des „Gießener Anzeigers".) Frankfurt a. M., 20. April. Tendenz: Fester. — Die durch die ungünstige Weisung in der Freigabefrage gestern hervorgerufenen schweren Einbußen konnten im heutigen Börsengeschäft zum Teil wieder ausgeglichen werden. Die nervöse und gedrückte Stimmung des Vortages hat heute einer w e - sentlichen Beruhigung Platz gemacht, und allenthalben legte man größere Zuversicht an den Tag, wodurch auch die K a u f l u st eine Förderung erfuhr. Die Hauptumsahtätigleit entwickelte sich in Chemiewerten unter Führung von 3. G. Farben, die gute Kusgewinne zu verzeichnen hatten. Auch Elektroaktien verkehrten angeregt und gingen höher. Bei Eröffnung des offiziellen Verkehrs wurde die Stimmung bereits wieder schwankend, da Berliner Abgaben einen gewissen Druck verursachten, der aber schließlich überwunden werden konnte. Die Tendenz konnte sich wieder befestigen, doch hielt sich das Geschäft in engsten Grenzen. Schiffahrtsaktien vermochten, nachdem die Freigabeangelegenheit wieder etwas freundlicher beurteilt wurde, von ihren gestrigen starken Verlusten ungefähr 4 Prozent aufholen. Von Elektroaktien waren Siemens & jätete gut befestigt plus 5 Prozent, AEG. plus 1,25 Prozent. Bankaktien lagen ruhig, ohne nennenswerte Kursveränderungen. Darmstädter Dank wurden heute exklusive Dividende gehandelt und notierten 129,5. Autoaktien hatten gute Erholungen aufzuweisen, Daimler plus 2 Prozent. Die Werte des Kassamarktes waren überwiegend gut erholt, ohne jedoch einem groben Interesse z» begegnen. Deutsche An
leihen mäßig befestigt. Ausländische Renten gaben weiter nach, besonders Türkenwerte waren infolge der Meldungen über die Mobilmachung türkischer Truppen stärker gedrückt, 3m Freiverkehr stellten sich geringe Besserungen ein, Decker Kohle 5-1, Decker Stahl 39 Benz 68, Brown Doveri 71, Entreprise 11, wag 50, Ufa 63, Ufra 78 Prozent. Der weitere Verlauf war Schwankungen ausgesetzt, da die Tendenz im allgemeinen zum Rachgeben neigte. Schiffahrtsaktien blieben stark vernachlässigt. Die plmsahtätigkeit flaute stark ab. Am Geldmarkt war Tagesgeld heute etwas stärker gefragt. Der Satz dürfte sich auf 5.5 Prozent stellen. Monatsgeld 5,5 bis 7 Prozent je Adresse. Privatdiskonten 45/s bis 47/8 Prozent, 3ndustr:e- akzepte 56/8 bis 5TA Prozent. 3m Devisenverkehr lag Paris gegen London erneut schwächer mit 146,75. Auch Brüssel lag schwach mit 133,—.
ankfurter- Getreidebörse.
Frankfurt a. M, 20. April. Es wurden notiert: Weizen, Wetterauer, 30,50 bis 30,75 Mk.; Roggen, inländischer, 20,75 bis 21; Sommergerste für Brauzwecke 22,75 bis 24,75; Hafer, inländischer 23 bis 24; Mais (gelb) 18,75 bis 19; Weizenmehl, inländische (Spezial 0) 42,25 bis 48; Roggenmehl 29,50 bis 30; Weizenkleie 10,50; Roggenkleie 11,50 bis 11,75 Mk. Tendenz: stetig.
Frankfurter Pferdema^t.
WSN. Frankfurt a. M., 19. April. Der heute abgehaltene Pferdemarkt hatte einen Auftrieb von über 600 Pferden jeglichen Schlages. Besonders an erstklassigen Arbeitspferden bestand gutes Angebot. Das Geschäft war ziemlich rege, da der Markt stark von Landwirten aus der weiteren Umgebung besucht war, welche große Kauflust zeig, ten. Die Kaufabschlüsse bewegten sich in der ersten Klasse auf 1500—2500 Mk., in der zweiten auf 1000 bis 1500 Mk. und in der dritten Klasse auf 500 bis 1000 Mk. Auch Schlachtpferde, je nach Qua- lität (vollfleischig), wurden mit 50 bis zu 150 Mk. verkauft. Auffallend viele Gespanne, Wagen aller Typen, auch Droschken, standen zu Spottpreisen zum Verkauf; ein Zeichen der fortschreitenden Aritomobilifierung.
Berliner Produktenbörse.
Berlin, 19. April. Der Verflauung am Samstag folgte heute im Berliner Produktenhandel für Weizen in älebereinstimmung mit festeren Berichten aus Amerika und England sowie angesichts merklich erhöhter cif-Forderungen erneut eine festere Tendenz. Prompte Ware, wie auch Termin, waren durchschnittlich etwa 3 Mk. höher. Roggen hat wenig 3nlandangebot und schließt sich in der Tendenzentwicklung dem Weizen an. Die um 2 bis 3 Mk. erhöhten Forderungen fanden durchweg Bewilligung. 3m Zeitgeschäft war speziell 3uli infolge Deckungen stark nach oben gerichtet. Der erste Kurs eröffnete 4 Mk. über letztem Schlutzstand. Gerste etwas ruhiger, da die Käufer vorsichtiger geworden sind. Hafer hat Konkurrenz durch reichliche polnische Offerten und liegt schwächer. Mehl nur vereinzelt umgeseht. Futtermittel behauptet. Es notierten pro Tonne: Weizen (märt.) 293 bis 298, Roggen (märt.) 177 bis 182, Sommergerste 200 bis 216, inl. Gerste 175 bis 193, Hafer (märt.) 195 bis 205: pro Doppelzentner: Weizenmehl 38,25 bis 40,50, Roggenmehl 26 bis 27,50, Weizenkleie 41,25, Roggenkleie 12 bis 12.10, Diktoriaerbsen 32 bis 39, kleine Speiseerbsen 27,50 bis 30, Futtererbsen 23 bis 27, Peluschken 22 bis 25, Ackerbohnen 22 bis 24, Wicken 20 bis 32, Lupinen (blau) 11,75 bis 12,75, Lupinen (gelb) 14 bis 14,50, Serradelle (alt) 26 bis 30, Serradelle (neu) 38 bis 42, Rapskuchen 14,50 bis 15, Leinkuchen 18,80 bis 19,20, Trockenschnitzel 9,70 bis 10, Sohaschrot 19,80 bis 20,20, Kartoffel- flocken 16,30 bis 16,60.
Büchertisch.
— Sturms. Roman von Minna Falk. (Preis 3 Mk. Verlag von I. F. Steinkopf in Stuft» gart). — Die „Sturms" sind eine eigentümliche Familie. In höherem Akter erst kamen sie zusammen, obwohl sie sich von Jugend an kennen; jedes hat schon seine Besonderheiten. Er ist seines Zeichens Tischlermeister, mit der Spezialität „Sargmacher". Diese stete Beschäftigung macht ihn sinnierend, was sich auch auf seinen einzigen Sohn überträgt, mit dem er nach dem frühen Tode seiner Frau ein e n» James Leben führt. Er ist menschenscheu geworden und bringt manche Stunde am Grab seiner Lieben zu, der er alles berichtet, was ihn bewegt. Der Sohn aber kommt doch auf andere Gedanken, besonders beeinflußt von feinem Lehrer, der ihn versteht und ihm ein Freund wird. Es gelingt ihm, zum Studium zu kommen, ins Pfarramt und in den Hafen der Ehe einzulaufen. Wie sich das entwickelt, wird jeder Leser mit Spannung verfolgen. Ganz köstlich ist, wie die beiden Schwiegerväter, der Sargmachep und der Geheimrat sich kennen und schätzen lernen.
164
— D i e Entwicklung der Luftflotten 1 925. Eine willkommene Gabe ist das soeben zum 5. Mai erscheinende bekannte „Taschenbuch der Luftflotten", herausgegeben von Dr.- 3ng. Werner von Langsdorff (3. F. Lehmanns Verlag in München, Preis in Leinwand geb. 12 Mk.), das an Hand zahlreicher Statistiken, ergänzt durch 464 Abbildungen, alles Wissenswerte über die Entwicklung des Flugwesens in den Staaten der Erde bringt. Reben den Verkehrsflugzeugen werden Sport- und Kriegsflug- -zeuge behandelt. Die ausführliche Berücksichtigung gerade der letzteren gibt einen klaren Einblick in_ die unermüdlichen Rüstungen der Militärmächte. Auf den ersten Teil mit einer ^lebersicht öer Typen nach der technischen Seite und mit Angaben der Abmessungen und Leistungen folgt im 2. Teil u. a. ein vollständiges Anschriften- Verzeichnis der Luftfahrtfirmen, Fabriken und Vertehrsunternehmungen. Daneben werden Korken und Pläne be8 Weltlustverkehrs gegeben mit einem Etativns- und Streckenverzeichnis des europäischen Luftverkehrs. Ein Riefenstoff ist knapp und übersichtlich zu einem handlichen und unbedingt zuverlässigen Taschenbuch verarbeitet, das auf keine Frage, die man an ein solches Rachschlagewert stellen kann, die Antwort schuldig bleibt. Es kann jedermann warm embfoMen werden. (68)
N Darmirägheii S und Stuhlverstopfung beseitigt das gute alte Hausmittel, die blutreinigenden Apotheker Richard Brandts Schweizerpillen Bxtf. a.u piL 1.6. Eitr. Ao»UL UlA . AloM - AMtoIK u
I l* . ÄXO. TrtL - O..L U 0.6. Pol», red. Gent. . B
nr.
kksch
Satin'1
f
Dior 2 Ae Reich loh", schein^ Dlg
Schns lag ui Lnschr nchten zrantt
Sie
1
Pol hat Jen
zu verha Sowjet Meute Wunsch, tionc unb fr'u legt sie Wfichtei iunge Maßen müßte, 1 will, der Stämme, oereinbai
1 nofit in । lich des
de: tun Ris solo sich darr eine Zwe ten, lan nun. Geb
I in I Huqe miißll U;> Hus tonn' lernt dm fichl, Arie diese Die zösis'e 1 minnque tretet K haben Generck L spamssen tvvlleöm taten ein »reche nid man nicht öen Seiten gesetzt hab A These i ifancn 6tö Unternehmern ei ist toieäer och jungen n Koidtza Uug cus Laurirt Ration UnDrrie ha ntttlßimt » AN el strul'iv
Add Sche etÄ" W die sHenAe Würben ■Manöü N die Fr Km mit M el ff,
Mfruy.' b*»’8, !ZL


