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Die Tricks der Schlangenhandiger.

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Frankfurt a. M., 19. April. Auftrieb: 1432 Rinder, darunter 397 Ochsen, 48 Bullen, 987 Kühe und Färsen, 609 Kälber, 50 Schafe, 3247 Schweine. Es notierten: Rinder: Ochsen: vollfleischige, aus­gewachsene höchsten Schlachtwerts 53 bis 58 Mk.; junge, fleischige, nicht ausgemästete und ältere aus­gemästete 45 bis 57; mäßig genährte junge und gut genährte ältere 35 bis 44. Bullen: oollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 48 bis 52; vollfleischige jüngere 42 bis 47. Färsen und Kühe: vollfleischige, ausgemästete Färsen höchsten Schlachtwerts 52 bis 57; vollfleifchige, ausgemästete Kühe höchsten Schlachtwerts bis zu 7 Jahren 44 bis 49; wenig gut entwickelte Färsen 44 bis 51; ältere ausgemästete Kühe und wenig gut entwickelte jün­gere Kühe 35 bis 43; mäßig genährte Kühe und bürfen 28 bis 43; gering genährte Kühe und Fär­sen 15 bis 27. Kälber: feinste Mastkälber 75 bis 80; mittlere Mast- und beste Saugkälber 66 bis 74; geringere Mast- und gute Saugkälber 56 bis 65; geringe Saugkälber 40 bis 55. Schafe' Mast­lämmer und Masthämmel 45 bis 50; geringere Masthämmel und Schafe 40 bis 44. S ch w e i n e: vollfleischige von 80 bis 100 Kilogramm 70 bis 74; unter 80 Kilogramm 65 bis 69; von 100 bis 120 Kilogramm 70,bis 73; von 120 bis 150 Kilogramm 70 bis 72; unreine Sauen und geschnittene Eber 60 bis 65 Mk. Marktverlauf: Rinder bei ruhigem, Schweine bei regem Handel ausverkauft. In bern und Schafen reges Geschäft und geräumt.

Frankfurter Lokalbahn-2l.G. geführt wird, teilt nach Zuweisungen zu den Rücklagen Abschreibungen 5 Prozent Dividende.

Börsenkurse.

(Ohne Gewähr.)

u. Nervös-Erschöpfte. Spezialkuraneialt

Hof heim 1. Tannns bei Frankfurt a M. Prospekte durch

Dr. W, Schulze - Kahleysw, Nervenarzt.

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Wettervoraussage.

Unbeständig und kühl mit Regenschauern bet westlichen, später nordwestlichen Winden.

Das nordwestliche Tiefdruckgebiet hat sich mit seinem Kern unter Entwicklung von starken Rand- wirbeln an seiner Südostseite nach Südosten ver­lagert und beherrscht völlig unser» Wetterlage. Auch morgen besteht die Westwindwetterlage noch fort.

Gestrige Tagestemperaturen: Maximum: 13 Grad, Minimum: 3,8 Grad Celsius. Riederfchläge 0,8 Millimeter. Heutige Morgentemperatur: 7.6 Grad Celsius.

Frankfurter Stadtanleihe. Es ist eine 6prozenttge Frankfurter Stadtanlühe in Höhe von 6 Mill. Rm. in Aussicht genommen. Der Frankfurter Magistrat steht deswegen in Ver­handlungen mit einem Dankenkonsortium.

* Aus dem Lahmeyer-Konzern. 3n der Aufsichtsratssihung der Frankfurter Lokalbahn-A.G. und des Eleltrizitätswerks Hom­burg v. d. H., A. G. wurden die Bilanz und die Verlustrechnung der beiden Gesellschaften zum 31. Dezember 1925 vorgelegt. Bei der Frank­furter Lokalbahn -A. G. verbleibt nach Abzug der Steuern und Abgaben mit 240 868 Reichsmark, der Zuweisung an die Rücklagen, sowie Abschreibungen mit 181 676 Rm. und der Schuldverschreibungszinsen von 5227 Rm. ein­schließlich Vortrag aus dem Vorjahre ein Rein­gewinn von 514 935 Rm., der die Ausschüttung einer Dividende von 8 Prozent gestattet. Das

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stion der Zuschauer, denn die Photographie eines solchen Tricks ergab nicht die geringste Spur von einem Knaben, der an dem Seil heraufklettert. Von den Schlangenbändigern wird die gewöhnliche Kobra bevorzugt, und zwar des­halb, weil sie sehr leicht gehandhabt werden kann und höchst malerisch aussieht, wenn sie sich aufrichtet. Die , Giftzähne dieser gefährlichen Schlange können leicht herausgezogen werden, indem man das Tier veranlaßt, in ein Tuch zu beißen. Wenn das Tuch dann plötzlich heraus­gerissen wird, so kommen die Giftzähne mit heraus. Die Kunst des Schlangenbändigers be­steht nach Richolls nur in einer genauen Kennt­nis der Gewohnheiten der Schlange und in eini­gen Tricks. Man glaubt gewöhnlich, daß der Schlangenbändiger durch die monotone - Musik seiner Kürbispfeife die Kobra zwingt, ihren Aufenthaltort zu verlassen und sich dem Bändiger zu nähern. Tatsächlich aber ist die Kobra für die Luftschwingungen unempfänglich, denn ihre Ohren sind mit Knochen bedeckt und haben keine Membrane. Die Kobra ist also in unserem Sinne taub, dagegen reagieren ihre Ohren auf verhältnismäßig geringe Schwingungen, die durch den Boden fortgepflanzt werden. Das ist durch zahlreiche Versuche nachgewiesen worden, aus denen hervorging, daß die Kobra sich um Töne nicht kümmert. Der Bändiger weih , zwar nichts von diesen wissenschaftlichen Feststellungen, aber er kennt aus Erfahrung die RkäÄon der Schlange genau. Er klopft daher an den Kasten oder den Korb, in dem die Kobra liegt, oder erschüttert ihn sonst irgendwie, und die so her- vorgerufenen Schwingungen werden von der Kobra empfunden, wie wir das Geräusch von hundert abgeschossenen Kanonen empfinden wür­den. Die Schlange wird also dadurch furchtbar wütend und schießt sofort heraus. Das plötzliche Erscheinen der Schlangen auf die Töne des Bändigers hin wird vielfach durch einen dem Publikum nicht sichtbaren Helfershelfer veran­laßt, der diese der Kobra vernehmlichen Schwin- ' gungen hervorbringt.

kindliches Gemüt.

Meine Frau sieht sich mit Klein-Utti einen Band Brehms Tierleben an. Beim Eisbären sagt meine Frau:Ach, solch schönes, weißes Fell möchte ich zu gerne haben!" Mit etwas Mißbilligung im Ton entgegnet ihr die Kleine:Aaach! Du siehst doch aber so auch ganz nett aus!" (fugend".)

Verhandlungen über

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Gerichtssaal.

Ein geschäftstüchtiger Gerichtsvollzieher.

Höchst a. OH.. 17. April. (WSR.) Rach achttägiger Verhandlung wurde gestern der Ober» gerichlsvollzieher S p ä t h e, dec, wie wir am Samstag meldeten, wegen älnterfchlagung von ge­pfändeten Schuhen bereits zu neun Monaten Ge­fängnis verurteilt worden war, zu einer Ge­samtstrafe von einem Jahre drei Monaten Gefängnis verurteilt, und zwar wegen widerrechtlicher lleberschreitung bei der Erhebung der Gebühren in 25 Fällen, die er für sich verwandte. Der Angeklagte suchte sich damit zu verteidigen, daß auch der Gerichtsvollzieher ein Herz haben müsse, weshalb er die ganz Armen schonen wollte und dafür von den Leistungsfähi­geren höhere Gebühren genommen habe. Staats­anwalt Dr. Müller wies jedoch nach, daß Späthe auch von den Allerärmsten höhere Ge­bühren erhoben hatte. Späthe nahm die Strafe ohne Gemütsbewegung an, und lächelnd erklärte diese Zierde seines Standes, daß er nach seiner Strafverbüßung eine Konditorei eröffnen wolle, da er ja gelernter Konditor sei. Der Angeklagte wurde übrigens wegen Ver­leitung 3 u m Meineid sofort in Haft ge­nommen. Ein Termin für dieses Verfahren ist noch nicht festgesetzt.

Zwei Duellhelden.

Darmstadt, 17. April. (WSR.) Eine sehr seltene Anklage beschäftigte gestern das hiesige Bezirks-Schöffengericht. Ein Rechtsanwalt aus Michelstadt fühlte sich durch anläßlich der Gemeinderatswahl in Michelstadt ver­teilte Flugblätter beleidigt und'schickte des­halb den in Frage kommenden Personen, einem Studienrat und einem Pfarrer, seinen Kartellträger, den mitangeklagten Studen­ten D. 3n der Verhandlung wurde Rechtsanwalt

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Das Schlangenbändigen, das man als der Wunder des Orients betrachtet, wird von dem Direktor des Bakteriologischen Instituts in Kolombo auf Ceylon, Dr. Richolls in das Reich der Fabel verwiesen. Auch einen anderen be­rühmten Zaubertrick des Ostens, das besonders von Fakiren ausgesührteSeilkunststück", bei dem an einem in die Luft geworfenen Seil ein Knabe emporklettert, besteht nach ihm in bloßer Sugge-

Elektrizitätswerk Homburg v. d. H., dessen Betrieb vereinbarungsgemäß von

Frühjahrskur für 5340ss

5% Deutsche 9tdd)5anletbe 4% Deutsche Rcichsanleihe S/t% Deutsche Rcichsanletbe y/n Deutsche Rcichsanlcihe Deutsche Svarpramicnanleibe <°/o Preußische Konsuls . . 4% Hessen . . . . . . 3Wo Hessen...... ...

3°/o Hessen...........

Deutsche Wertb. Dollar-An l. dto- Doll -Schav-Anweisug.*) <*/o Zolltürken 5% Äoldmcrikaner ... -

Berliner Handclsaesellschast Commerz, und Prlvat-Bank Darrnft. und 'Jlarionalbanl Deutsche Bank Deutsche Beretosbank .... Disconto Lommandtt Metallbank Mitteldeutsche Kreditbank. Oesterreichjsche Lredilaustatt Weltbank .......

Bochumer Satz Buderus ....... Taro Deutsch-Luxemburg (Selfentirdicner Bergwerke. Haroener Bergbau Kaliwerke Aschersleben.... Kaliwerk Westeregeln. . . . . Lanrabüttc . ...... Oberbedarf Phönix Bergbau ..... Rheinstahl . . ...... Hiebcd Mo Man . ..... Tellus Bergbau. .....

Homburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . . . Tveramischr Werke Albtn . . Zementwerk Heidelberg . . . Philipp HoUmann......

Anglo-Cont.-Guano.....

Chemische Mayer Alapin . . I- Jarbenindustrie. A--G- Koldschmidt Holzverkohlung........

Rütgerswcrke Scheideanstalt Allg, Elektrizitäts-Gesellschaft Bergmann .......

Moinkrastwerke Schuckett ....... Siemen- & Halske ..... Adlcrwerke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... Heyligenftoedt.........

Meguin...... .....

Motorenwerke Mannbeftu . frankfurter Armaturen . .

Äonfmxnfabtit Braun . Metall gesell chost Frankfurt . Pet. Union Schud'abrik Herz Sichel. . .........

Zellstoss Waldhof Zuckerfabrik Frankenthal .. Zuckerfabrik Waabäulel . . .

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Die Urheber der Rückgabebill, Mills und Mel­lon, haben ihr bekanntlich aus persönlichen Grün­den jede Unterstützung entzogen, während die repu­blikanische Opposition sich verstärkt hat und eine weitere Beratung der Vorlage vor Oktober nicht zu erwarten ist. Die Haussebewegung, die sich auf Freigabeerwartungen aufgebaut hatte, ist da­mit z ii s a m m e n g e b r o ch e n. Schon vorbörs­lich erschienen an den Tafeln der Schiffahrtsaktien zahlrcicl)e Minuszeichen, da umfangreiche Positions­lösungen vorgenommen wurden. Die ersten amt­lichen Kurse lagen 10 bis 12 Prozent unter den 'Rachbörsekursen vom Samstag. Dieser K u r s = sturz übte auf die übrigen Märkte einen emp­findlichen Einfluß aus. Die Mehrzahl der führenden variablen Werte hatten bei Börsenbeginn Kurseinbußen von 3 bis 5 Prozent auf­zuweisen. Stark gedrückt waren besonders Mon­te n a f t i e n , für die der schlechte Monatsbericht der Eisen- und Stahlindustrie verstimmte. An den übrigen Märkten hielten sich die Rückgänge in etwas engeren Grenzen. Außer Schiffahrtsaktien hatten auch die übrigen Freigabewerte starke Rückgänge zu verzeichnen 9m Devisenverkehr erreichte Paris gegen London heute anfangs einen Rekord-Tief st and von 146, später konnte es sich etwas erholen. Der Geldmarkt ist un­verändert flüssig. Tagesgeld 3 bis 5,5, Monatsgeld 5,5 bis 6,5 Prozent.

Frankfurter Börse.

(Eigener Drahtberichi des »Gießener Anzergers".) Frankfurt a. M., 19. April. Tendenz:

Flau. Die Börse gerät immer mehr in das Fahrwasser der schwankenden Haltung. Rachdem die letzten Rachrichten in der Freigabeangelegen-- heit einen befriedigenden Eindruck hinterliehen, bewirkten die nunmehr vorliegenden Reuhorker Kabelmeldungen einen deprimierenden Eindruck auf die Börse. Rach den letzten Be­richten sind die Aussichten der Annahme der Mills-Bill im Repräsentantenhause nicht sehr günstig, zumal Gerüchte umliefen, daß die ganze Angelegenheit eine Vertagung bis zum September erfahren soll. Die Enttäuschung über dieses ame­rikanische Manöver war an der Börse allgemein, und sie beantwortete diese Enttäuschung mit einer bedeutenden Verkaufswelle für Schiffahrtsaktien, die zum ersten Kurs bis zu 10 Prozent verloren. Auch die an­deren Aktienmärkte wurden hiervon in Mitleiden­schaft gezogen und erlitten Rückschläge bis zu 5 Prozent. Das Geschäft trug dabei einen sehr lustlosen Charakter, und die Spekulation hielt sich stark zurück. Chemiewerke konnten sich im Verlaufe etwas erholen. Montan- a?t i e n waren schärfer gedrückt. Elektro- a f t i e n lagen vernachlässigt. Von Bank­aktien gaben die führenden Werte 1 Prozent nach. Von Autoaktien verloren Daimler 1,5 Prozent und Kleyer 3,5 Prozent. 3m übrigen übertrug sich der Tendenzumschwung auch auf die variablen Märkte, doch waren hier die Rückgänge weniger stark, da aus der Pro­vinz größere Kaufaufträge vorlagen, wodurch die Tendenz etwas Widerstandsttaft erhielt. Heimische Anleihen gaben nach. Aus­ländische Renten schlossen sich der Ab­wärtsbewegung an. Der Freiverkehr zeigte nur geringe Veränderungen. Becker Stahl 40, Decker Kohle 56, Benz 66, Brown Boveri 69, Entreprise 10, Growag 51, Ufa 58, Ufra 74 Prozent. Der weitere Verlauf brachte keine Aen- derung der lustlosen Stimmung, die Rückgänge fetzten sich fort, namentlich für Schiffahrtsaktien. Die übrigen Märkte zeigten sich widerstands­fähiger. Der Geldmarkt ist weiter sehr leicht. Tagesgeld 4,5 Proz., Monatsgeld 5,5 bis 6,5 Proz., Privatdisronten 4,25 bis 4,87 Proz., In­dustrie-Akzepte 5,5 bis 5,75 Proz. 3m Devi­senverkehr setzte Paris seine rückläu­fige Bewegung fort und lag mit 146. gegen London erneut stark abgeschwächt. Auch Brüssel war sehr schwach mit 132.50.

frankfurter Getreidebörse.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".) Frankfurt a. M 19. April. Es wurden no­tiert: Weizen, Wetterauer, 30,50 bis 30,75 Mk.; Roggen, inländischer, 20,75 bis 21; Sommergerste für Brauzwecke 22,75 bis 24,75; Hafer, inländischer, 22,75 bis 24; Mais (gelb) 18,75 bis 19; Weizen­mehl, inländisches (Spezial 0) 42,25 bis 43; Rog- genmehl 29,50 bis 30; Weizenkleie 10,50; Roggen- kleie 11,50 bis 11,75; Erbsen 26 bis 34; Linsen 40 bis 70; Heu, süddeutsches, gut, trocken 9; Weizen- und Roggenstroh 6 bis 6,50; Treber, getrocknet, 16,50 bis 17 Mk. Tendenz: fest.

Frankfurter Schlachtviehmarkt.

(Eigener Drahtbericht desGießener Anzeigers".)

schlecht. Roch ungünstiger als auf dem Grobblech­markt, der sehr unter den mangelhaften Bestellungen der Werften leidet, ist die Beschäftigung in Mittel­blechen ; auf dem Feinblechmarkt hat sich nicht viel geändert; ein großer Teil der Feinblecherzeuger liegt still. Für Walzdraht ist die Beschäftigung im März ziemlich erheblich zurückgegangen.

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Berlin, 19. April. An der Börse kam gleich zu Beginn der neuen Woche zu einem sen- a t i o n e l l e n Rückgang. Die neuesten Wen- düngen in den parlamentarischen Erörterungen über die Freigabebill haben die Tendenz für Schiff­fahrtsaktien endgültig nach unten gedrückt.

Rundfunk-Programm

des Frankfurter Senders.

(Aus der »Radio-Umschau".)

Dienstag. 20. April.

4.305.45 Uhr: Konzert des Hausorchesters: Reue Schlagermusik. 5.456.10 Uhr: Die Lesestunde: Aus dem RomanPitt und Fox- von Friedrich Huch. 6.156.45 Uhr: Uebertragung von Kassel: ,.Reiseeindrücke in Aegypten". Vortrag von Hans Dittmer. 6.457.15 Uhr: Vortragszyklus des Stadt« gelundhettsamts anläßlich der Reicksgesundheits- woche:Die Geburtenfrage als gesundheitliches und soziales Problem", Vortrag von Frau Henriette Fürth. 7.157.45 Uhr:Modernes Verkehrsleben in Amerika", Vortrag von Otto Kleyer. 7.458.15 Uhr: Englischer Sprachunterricht. 8.1510.15 Uhr: Alb. Lortzing: Lieder und Duette.

Kirche und Schule.

** Kirchliche Personalien. Uebertragen wurde dem Pfarrer Wilhelm K o ch zu Leeheim die eo. Pfarrstelle zu Wolfskehlen, Dekanat Eberstadt; dem Pfarrer Lic. Dr. Adolf A l l w o h n zu Kirtorf die ev. Pfarrftelle zu Walldorf, Dekanat Groß- Gerau; dem Pfarrer Georg B e ck e r zu Düdelsheim die eo. Pfarrstelle zu Langltadt, Dekanat Groß-Um­stadt; dem Stadtpfarrer Gustav Böckner zu Schlitz die erste eo. Pfarrstelle zu Schlitz, Dekanat Lauterbach.

Büchertisch.

Die Eröffnung der Reichsgesundheitswoche. Berlin, 18. April. (TU.) Heute vormittag wurde in der Aula der Universität unter zahlreicher Beteiligung der Reichs-, Staats- und Kommunal­behörden und des Publikums durch eine Festsitzung die Reichsgesundheitswoche eröffnet. Rach einem Vortrag des Kosleckfchen Bläserchors eröffnete Dr. Hamel, Ministerialdirektor im Reichsmini­sterium des Innern, die Feier mit dem Hinweis auf die Einmütigkeit, mit der sich das gesamte deutsche Volk, alle Parteien und alle Berufsstände in den Dienst des großen Gedankens der Reichsgesund­heitswoche gestellt hätten. Er brachte darauf ein Handschreiben des Reichspräsidenten zur Verlesung, in dem dieser seine Hoffnung zum Ausdruck bringt, daß die Reichsgesundheitswoche den Auftakt zu einer fruchtbringenden und gesund­heitlichen Dolksaufklärung bilden möge. Reichs- Minister des 9nnem, Dr. Külz, überbrachte die Grüße des am Erscheinen verhinderten Reichs­kanzlers. Der Minister wies in kurzen Worten auf die große Bedeutung der Reichsgesundheitswoche hin und dankte allen, die sich in den Dienst der Sache gestellt hatten, für ihre aufopfernde und mühevolle Arbeit. Während der Feier in der Aula der Universität hatten im Lustgarten bei herrlichem Frühlingswetter zahlreiche sportliche Vereinigungen Aufftellung genommen. Aus allen Teilen der Stadt kamen in bester Ordnung und in strammer Haltung Sportoerbände anmarschiert, die auf großen Schil­dern auf die Bedeutung des Sportes und der Ge­sundheitspflege hinwiesen. Ganze Sportverbände kamen durch die Stadt im Laufschritt herbei und wurden von der Menge lebhaft begrüßt. 9m Lust­garten fanden sich immer neue Verbände ein, die in musterhafter Ordnung Aufftellung nahmen. Rach der Feier in der Aula begaben sich die Festteilneh. mer nach dem Lustgarten, um die dort versammelten sportlichen ^Bereinigungen zu begrüßen. Verschiedene Mitglieder des Reichsausschusses für hygienisch« Volksbelehrung und der Leitung der Reichsgesund­heitswoche richteten an die Erschienenen herzliche Begrüßungsworte. 9n musterhafter Ordnung voll­zog sich dann der Abmarsch der Verbände.

Wirtschaft.

Die Lage auf dem Koh?en- und E?senmarkt.

Der Absatz auf dem Ruhrkohlenmarkt ist weiter zurückgegangen. Während der im Dezember und 9a- nuar zu beobachtende Rückgang hauptsächlich auf den 9nlandabsatz sich erstreckte, hat im Februar und März die Absatzverringerung außer dem Inlcmd- marft vor allem auch auf das Ausland übergegriffen. Besonders bemerkbar macht sich neben der Konkur­renz der englischen Kohle auch der Wettbewerb der «en und der holländischen Kohle. Leider wird jttberoerb der ausländischen Kohle sehr stark unterstützt durch die Frachtenpolitik der Reichsbahn. Besonders enttäuscht hat, daß die Hoffnungen, die sich auf eine Belebung der Konjunktur insbeson­dere im Baugewerbe und in der Eisenindustrie, wo der Hüttenselbstoerbrauch sogar noch zurückgegangen ist erstreckten, sich bisher nicht verwirklicht haben. Unter diesen Umständen ist der Gesamtumsatz von grbeitstäglid) 363 400 Tonnen im Dezember auf 345100 Tonnen im 9anuar und 325 600 Tonnen im Februar gurütfgegangen; im März ergibt sich nach den bisherigen Ermittlungen gegenüber dem Februar ein weiterer Rückgang von rund 11 Proz. Mn eine baldige Besierung des Absatzes wird im Allgemeinen nicht geglaubt Man rechnet damit, daß 'Die Subvention für die englische Kohle auch nach dem 1. Mai in der einen ober anderen Weise fort» "geführt wird. Am schärfften bemerkbar macht sich jedoch der Fortgang der Wirtschaftskrise. Dieser Krise fallen die schwächeren Unternehmungen zum Opfer; die stärkeren stellen sich durch Rationalisie­rung um. 9n beiden Fällen tritt jedenfalls eine Ver­ringerung des Kohlenbedarfs ein. Es wird vielfach befürchtet, daß auch weiterhin nichts anderes übrig bleibt, als die unproduktiven Betriebe einzuftellen und den geringen Bedarf in den besten Betrieben möglichst billig zu erzeugen. Die zunehmende Zahl der Feierschichten deutet jedenfalls auf diese Em- wicklung hin.

Aus dem Eisenmarkt ist eine ins Gewicht fallende Besserung ebenfalls nicht festzustellen.. Die Absatz- verhältnisse waren in den letzten Wochen zwar etwas besser, da die stark zusammengeschrumpften Lager der Händler und Verbraucher zu Neubestel­lungen zwangen; eine normale Beschäftigung ist jedoch noch in keiner Weise zu verzeichnen. Darauf weist hin, daß die Roheisenerzeugung von über 600 000 Tonnen im November auf 500 000 Tonnen jetzt gesunken ist. Wenn man den Umsatz einer gut eingeführten Eisengroßhandlung des Reviers für 9anuar 1925 auf 100 fetzt, so ergibt sich für Mitte 1925 ein Rückgang auf 8085, für Ende 1925 ein solcher auf 5565, und für März 1926 eine Ver­ringerung auf rund 6065. Die Bestellungen für gewerblichen Verbrauch haben den Ermattungen bisher in feiner Weise entsprochen. Auch die Hoff­nungen auf größere Bestellungen der Reichsbahn haben sich nicht verwirklicht; im Gegenteil sind Be­stellungen, die vom Eisenbahnzentralamt für die Monate April und Mai erhofft wurden, um zwei bis drei Monate verschoben worden. Auf dem Aus- landmarkt macht sich eine erneute Verschlechterung bemerkbar. Der starke Rückgang des belgischen pnd französischen Franken reizt zu neuen Bestellungen in diesen Ländern; die französische Eisenindusttie, die sich bis vor kurzem wegen ihrer Ueberfättigung mit Aufträgen vorn Weltmarkt zurückgehalten hatte, tritt nach Aufarbeitung der wichtigsten Kommissio­nen wieder stärker in Erscheinung. Für die deutsche Eisenindustrie bleibt daher auf dem Weltmarkt nur eine verhältnismäßig geringe Betätigungsmöglich­keit; der Auslandabsatz beträgt nur einen Bruchteil der Friedensmenge; nur das starke Arbeitsbedürfnis und der Wunsch nach Aufrechterhaltung der alten Beziehungen veranlaßt zur Uebernahme neuer Aufträge.

9m einzelnen ist folgendes zu bemerken: 9n Stabeisen ist die Nachfrage wieder ruhiger ge­worden, nachdem im Februar eine kleine Belebung zu verzeichnen war. Das Geschäft in Formeisen -ft nicht sehr bedeutend. Die Preise für Schienen haben sich infolge des Zustandekommens der internatio­nalen Schienenvereinigung etwas erhöht. In (Eifern bahnoberbaumaterial ist die Beschäftigung sehr

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Italienische Noten ... . ' Norwegische Noten......

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Schwedische Noten Schweiirr Noten . . .

Svanische Woten Tschechoslowakische Noten . . Ungarische Noten . . ..

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59,298

12,458

7,405

5,89

3,06

21,375

81,10

2,077

5,41 4,21

4.32

infnote

168.27 1.679

15.65 91,69

109,83

112.30

10,545 16,87

20,395

14,22 80,96

60.82 1,670 0,583

59,158 12,418

7,384 5,865

3,06 21.325

80.88 2,043

5,39 4,20

4,31

N.

168,69 1,683 15,69

92,20

110,11

112,58 10,585

16,91 20,447

14,26

81,16 60,88 1,674 0,585

59,191 12,458

7,404 5,885

3,07 21.375

81,08 2,053

5,41

4,21

4,32