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iltontag. W.ilptil 1926

Eirtzener Anzeiger (General-Anzeiger für Oberhessen)

Nr. 90 Drittes Blatt

Turnen, Sport und Spiel.

Turnen.

Aus dem Turngau Welterau.

K Friedberg. 17. April. Soioeit die in der Wetterau gelegenen Turnvereine nicht dem (Bau Hessen, Main-Taunus und Kinzig der Deutschen Turnerschaft angehören, zählen sie zum (Bau Wei­te r a u . den man nicht mehr als ..wilden Gau" bezeichnen kann, seitdem er mit dem in der Äieftener Gegend liegendenLahn-Dünsberg-Lund" und eini- gen früherwilden" (Bauen in Starkenburg sich zum Südwe st deutschen Turnerbund zn- iammengeschlossen hat. Diesem gröberen verbände gehören insgesamt 130, meist oberhessische und star kenburgische Vereine an. Die Ueberorganisation «st der Allgemeine Deutsche Turnerbund, der ähnliche Ziele aus seine Fahnen geschrieben hat wie die Deutsche Turnerschast.

Auf dem im Stadtteil Fauerbach sta«gefundenen Frühjahrs-Gauturntag des Gaues Wet­terau, an dem anher dem Gauausschuh Vertreter von 39 Vereinen teitnahmen, wurden die diesjähri­gen Veranstaltungen des Gaues beraten und fest- gelegt. Am 20. Quni führt die Gauturnfahri, die mit volkstümlichen Wettkämpfen verbunden ist. nach Eichen an der Nidder, während das G a u - turnftft am 4. Juli in Nieder Nosbach stattfindet und das leichtathletische Meisterschafts- turnen am 25. Juli in Obbornhofen aus­getragen wird. Der Turnverein Obbornhofen (Kr. (Retzen) verbindet mit der Veranstaltung seine Ban- nerweihe. Das Asfenheimer Wäldä)en wird dann Ende August der Schauplatz des Schülerwett- turnens des Gaues fein, das aus erzieherischen Gründen ohne jegliches Festgepräge stattfindet und daher mit Necht. van den Festveranstaltungen der Erwachsenen losgelöst ist und als selbständige Ver­anstaltung durchgeführt wird.

Einen Höhepunkt der diesjährigen Veranstaltun­gen wird das Verbands-Jugendtreffen bilden, . dessen Durchführung dem Gau Wetterau übertragen worden ist. Es konnte dazu kein geeig­neterer Platz gewählt werden al» das auf einem Höhenzug der Wetterau gelegene Asfenheimer Wäldchen, wo die Turner des Gaues vor einigen Jahren ihren fürs Vaterland im Weltkrieg gefalle­nen Turnbrüdern ein sinniges Ehrenmal in echter Turnertreue errichtet haben. 5UQ600 Jugendturner und Turnerinnen werden daselbst am 5. und 6. Juni ertön rtct. In Friedberg-Fauerbach. Dorheim. Bnuernheim, Nieder -Flarftadt. Assenheim und Ossenheim ist den Vesuchirrn gastliche Ausnahme sicher.

Der T u r n l a g , der vorn Gauvorsitzenden Dietz- Fauerbach mit Umsicht geleitet wurde, nahm einen anregenden Verlaus und zeigte, dah in den Landvereinen guter turnerischer Geist herrscht. 3u bemerken ist noch, dah als Gausportwart Albus- Gettenau gewählt und außerdem ein Presseausschuh gebildet wurde.

Um

Fuhball.

Meister-chasisipiele.

die (Norddeutsche Fußball

Meisterschaft spielten am gestrigen Sonntag Tlltona 93 und Arminia-Hannover 2:2 (1:0), während Holstein-Kie! den Hannoverschen S. E. mit 2:1 (1:0) fd?lug.

Fußball-Daltenmeister ist der V. f. B. Königsberg durch einet 1:0--(0: O)St?g über den Stettiner S. C. in Stettin geworden. Der zweite CDertroter dvs Ball<nvervandrs in den Deutschen Meisterschaftsspielen ist Tldania- ©tettin.

3ht der Berti ner Fußball-Meister» schasthat Hertha B. S. E durch eir.cn 3: 1-Steg über Union S. E. E. die /X-A>terlungsineisterfchaft endgültig gewwrnen.

Pokalspiele in Süddeutschland.

Da Meisterschaftsspiele gestern nicht ausge- traaen wurden, konzentrierte sich das Haupt­interesse auf die Pokalspiele. M ü n ch e n gewann der Turnverein 1333 gegen Karlsruher Fußballverein 2:1. Sn Stuttgart siegte der B. s.B. Stuttgart gegen Fußballverem Saar­brücken mit 1:0, während in Ludwigshafen Phonik Ludwigshafen gegen 1. F. E. Freiburg überraschend mit 3:1 erfolgreich blieb.

Gesellschaftsspiele.

Mainbezirk: Eintracht Franks.rt gegen F.S.B. Mainz 05 7:1. B. f. R. Rasen.port 01 gegen F. S. B. Franlsurt 2: 4.

Bayern 2l. S. B. Nürnberg gegen Aorden- Aordwest Berlin 5:1. Schwaden Augsb..rg gegen Wf.R. Heilbronn 3:2.

Württemberg-Baden: P>-l; wigshafen gegen B. s. R. Mannheim 2: 6. R^- präsentativspiel Main» gegen Ahernbezirr 0.2.

Wetzlar.

h. DerFuhball-Llub05 hatte für seine Liga und II. Mannschaft Gegner verpflichtet. Als Gegner der II. EU trat des F, C. Burg­solms I. in die Schranken. Bei dem Platz- inhaber waren frühere ßigafämben in der Mann­schaft, die aber auch kein annehmbares Spiel zuwege brachten. Das Ganze glich vielmehr einem ziemlich sinnlosen Hin und Her. Trotzdem wurde auf beiden Seiten mit Eifer und Hingabe gekämpft. Mit 0:0 am Ende entstand em für beide Teile gerechtes Resultat. Als Gegner der Liga hatte sich zu einem Freundschaftstreffen de, Hp -V. Heddernheim 0 7 eingefunden, der in der Frankfurter Kreisltga eine führende Rolle spielt. Trotzdem beide Mannschaften mit Ersatz antraten, stand der voraussichtliche Sieg bei den Frankfurtern. Der Verlaus des Spieles zeigte denn auch eine Ueberlegenheit der Frank­furter. Ne sich allerdings nur auf den besseren und systemvolleren Angriff bezieht. Lange Zeit schien keinem der beiden Vereine ein Erfolg be- schieden, nachdem Heddernheim eine Kleinigkeit mehr im Angriff lag. Ein Z^ern der Wetzlarer Verteidigung nutzten die Gäste »um ersten Er­folg aus. Zwei weitere leicht haltbare Schüsse lieft der Wetzlarer Hüter über die Hande ms Tor Mit 3:0 schien die Partie für Wetzlar verloren. Aber Schindler verwandelte jtoet Strafstöße in der Rahe des Strafraumes zu-L.ref- fern. Mit nur noch 3:2 für Sranffurt täten die endgültige Entscheidung fraglich. Wiede, lieft

der in flachen Bällen so sichere Wetzlarer Tor- 1 mann 2 leichte Bälle ins Retz. dem die Gäste ein Drittes anreihten. Mit 6:2 war das Spiel für Wetzlar endgültig verloren Die Gäste gaben sich nun keine Mühe mehr und Wetzlar blieb die letzten Minuten tonangebend, ohne aper noch etwas Zählbares zu erreichen. 3m allgemeinen zeigte das Spiel bis auf einige Feinheiten im Zufamrnensp.el des Gästesturmes nichts Beson­deres. Wetzlar spielte sehr planlos und ohne Zusammenhang. Das Spiel war auch mit knapp 150 Zuschauern schlecht bekucht. Schiedsrichter La um en. B E. war besonders gut und energisch.

Länderkamp! DeutschlandHolland 4:2 (2:2). Das vor 60 OOO Zuschauern im Duf cldorfei Rheinstadion gestern ausgetragene Spiel endete mit einem 4:2=6 i c g der deutschen Qän- derrnannschaft. Deutschland entschied das Spiel erst in den letzten zehn Minuten durch zwei- weitere Tore zu seinen Gunsten. Beide Mannschaften zeigten hervorragendes Können. Harder und Pöttinger waren im Sturm die besten Leute, in der 26. Minute glich Hol­land aus. Aach Halbzeit t i wiederum Pöttin­ger durch Kvpfstoh zum * .. t Tor für Deutsch­land. in der 65. Minute to Lite der holländische Halbrechte ausgleichen 3n der 30- Minute brachte das Durchspiel HarderPöttinger ein drittes, fünf Minuten später die Kombination Gedkich- Harder Pöttinger das vierte Tor.

Italien-Schweiz.

Der Fuhball-Länderwettkampf Italien gegen Schweiz, der gestern in Zürich ausgetragen wurde, endete unentschieden 1:1 (Halbzeit 1:1).

Handball.

T. *B. v. 1846 T. u. 5p. 1860 Marburg 3:2 (0:2).

Diesmal gelang es den Handballern des T. D. v. 1846. ihre Niederlage in Marburg toett- zurnachen. Der Anwurf G.estens brachte den Barl sofort vor das gegnerische Tor. der jedoch im Aus landete. 3n der 10. Min ite konnte Marburg in Führung gehen und 4 Minuten später den Vorsprung auf 2:0 erhöhen. Gießens Sturm le^te sich nunmehr mächtig ins Zeug, jedoch alle feine Würfe auf das Marburger Tor waren zu schwach oder gingen daneben, auch verstand es die Mar­burger Hintermannschaft meisterhaft, den Sturm abzudecken und somit freie Würfe zu verhindern, was bei der Hintermannschaft Gießens noch fehlt. 3n der 2. Halbzeit gelang es den 46em in der 34. bzw. 45. Minute den Ausgleich herzustellen und sogar 7 Minuten später durch halblinks in Führung zu gehen. Gin 4. Tor wurde wegen Abseitsstellung nicht gegeben. R inmehr drängte Marburg äußerst stark, um das Ausgleichstor zu erzwingen, was jedoch nicht gelang. Man darf wchl sagen, dah die Technik und Spielerfahrung, welche bei Marburg vorhanden ist, bei Gießen teilweise noch fehlt, jedoch herrschte gestern in der 46er Mannschaft der nötige Geist und Sieges- wille, der Wohl zu diesem Resultat verholfen hat. Der rechte Verteidiger zeigte grobe Fehler, und ihm sind auch die beiden Tore zuzuschreiben: ferner rückte d^e Läuferreihe, insbesondere wäh­rend der elften Hilbzeit. zu wett auf.

Anschließend traten die beiden 1. Faust- ballmannschaften obiger Vereine auf den Plan. G'eßen konnte hier ebenfalls mit 52:27 (27:11) Punkten einen schönen Sieg erzielen. Um die beutf< e Meisterschaft.

Die Vorrundenspiele um die D. S. B.°Hand- baN-Meisterschaft sahen in Berlin P. S. V. Ber­lin mit 8:2 (4:2) gegen Bres'arer Sportfreunde bei den Männern. S. C. Charlottenburg mit 4:2 gegen Breslauer Svortireunde bei den Frauen siegreich. In Halle schlug der mitteldeutsche Meister P. S. V. Halle den süddeutschen Meister S. V. Darmstadt 6:3 (4:1).

Hockey.

Länderkampf Frankreich - Schweiz.

Das Tressen zwischen beiden Ländermann- schasten in Paris e bete gcflrn irr fehlten 1:1.

Die Silberschild-Zwischenrundenspiele brachten extern a-tz« ->ez a - - »ebnufe. In Berlin schl"g Berlin Aorddeutichland mit nicht weniger als 25:0 (9:0). In Dresden gab es einen unerwarteten 3:2(3:2)-Sieg Mittel­deutschlands gegen Südde. t chland.

Boxen.

Städte-Wettkampf Gietzen- Butzbach.

Vor einigen Tagen berichteten wir über die erste Austragung dieses Kampfes in Butzbach. Die Wie­derholung des Slädtowettkampfes ist nun auf Samstag, 2 4. April, feftgelegt. Die Vorbe­reitungen für diesen Kampftag sind so schreibt man uns im vollen Gange. Durch besonderes Speziattraining bereiten die (Siebener sich aus diesen Abend vor. Es werden außerdem noch Verhandlun­gen mit zwei auswärtigen Borkrästen Götsch aus Kiel im Halbschwergewicht und ßf »ftner aus Chemnitz im Mittelgewicht geführt, deren Teil nähme fast so gut wie gesichert ist Beide sind zur Zeit in hervorragender ^orm. Der Hauptkampf des Abends wird das Zusammentreffen des Hexen­meisters im Halbschwergewicht Euler mit Neh­ren- Sieben sein. Bekanntlich schlug Nehren Euler schon in der ersten Rande knock-out. Die Gießener Kämpfer sind Stephan, Br«m, Hardt, Bormuth, Ludi Wallenfels, Schwarz, Wendler, Döring und Nehren.

Motorsport.

Das EUenriederennen.

Das Eilenriederennen. bas als erster Lauf der deutschen Motorrad-MeisterschLst in Han­nover gestern zum Austrag kam. stand zum grWen Teil im Zeichen von Bauhvser-

München. der die schnellste Zeit des Tages her- | aussähren konnte. Zweiter wurde S ö n i u s - Köln vor Köppen-Bertin in der Klaffe bis 1COO Kubikzentimeter Zn den Meisterfchaftsläufen bis 175 Kubikzentimeter siegte Magnus- Berlin, bis 250 Kubikzentimeter Hirth-Chemnitz und bis 350 Kubikzentimeter Thumfhirm-Vürnberg.

Radsport.

Berliner Olymxrabahn.

Bei den Aadrennen auf der Berliner Olym­piabahn erfocht der Breslauer Feja im Grvf.en Frühü.'.gApreis (50 Kilometer) ei *en glänzenden Sieg über Wittig. Äiwall. Leiour und Le- toaroto. Im Olympiapreis (10 Kilometer» siegte Qeiour vor Sawall. Wilttg und über 25 Kilo- Meter Lewanow vor Wittig u ? Lejour.

Flugsport.

Frankfurter Flugtaq.

WSA. F r a n k s u r t a. M., 13. A E Die Fliegerei wird populär in der alten MainstadtI Zu Tausenden pilgerten in den frühen Aach- mittagSstunden heute Männlein und Weiblein zu Fust, zu Aad. mit Motorrad, Tram und Aito nach dem herrlich gelegenen Flugplatz. Eine riesige Menschenfchlange umsäumte den weiten Platz und harrte der Dinge, die da kommen sollten Auch der Wettergot! machte ein gnädiges Gesicht und hatte famoied Flugwetter auseezogen. Schlag vier älhr brausten die vier schlanken Dietricheindecker der Berliner F.i^gerschule Boraemann über das Feld, schraubten sich mit spielender Elega.iz in die Höhe, und nun beginn ein tolles Treiben in der Lust. Der durch sein Husarenstückchrn vom Freitag schnell populär gewordene Berliner Weichei war heute in glänzender Form und flog zusammen mit seinem Kameraden Oppenhorst die toll­sten Loopings. Aollings und Lu'tsaltos. trude'.tr mit nimmermüder Geduld nach Wunsch über den linken und rechlten Flügel ab, fing sich hart über dem Boden und brauste dann mit Dol'-gas dicht über den Köpfen der Zuschauer weg. dah die Hüie flogen. Der Fallschirm Pi lot Hinderlich tarn aus luftiger Höhe in einem wunderbar aus geführt en Fallschirmabsprung herunter und l indete unter tosendem Beiiall mit vol endetem A istan) mitten auf dem Felde. Ganz beson ers gefiel auch, der elegante ^Mohamed" der Darmstä.ter Akademi­schen Fliegergruppe,, der dicht über den Köpfen der ftortbegeifterten Menge wir einr Libtlle hin- schwebte. Ein mit Bravour ge (ogenes Kunst, liegen und Dallonrammen der Be liner Flugschule, bei dem wieder Weichei und Ovpenhorst den Vogel abschossen, beendete das vielleicht etwas knappe Programm. Die sliezerbegeisterten Frankfurter liehen sich zum Schluh nicht mehr halten. Ztn schneidigem Vorstost stürmten sie trotz verzweifel­ter Galo.paden eines wildgewordenen Schupo­reiters die Absperrung, stürmten die Apparate und hätten am liebsten gleich den braven Weichei im Flugzeug nach Hause getragen, was der Held der Lüfte aber bescheiden ablehnte. Zum Schlüsse spendierte die sreigeli e Flughafengefellschaft vom Himmel hoch Aeklameschololade für die kleinen und großen Kinder, und ein jeder steuerte be­friedigt den heimatlichen Penaten zu.

Schwimmen.

Das Abschwimmen des Gietzener Schwimmvereins

am gestrigen Sonntag hat erneut gezeigt, dah es im Gießener Schwimmsport aufwärts geht. Vor einem Jahre noch wäre es nicht möglich ge­wesen. eine derartige Besetzung der einzelnen Wetttämpse zu sehen, wie sie diese Veranstaltung auswies. Datz aber auch das Interesse der All­gemeinheit ganz bedeutend gestiegen ist, bewies die Menge der Zuschauer, die die Schwimmhalle des Volksbades bis auf den letzten Platz aus­füllten. Vertreter der Stadt sowie des Volks­bad-Ausschusses der Stadtverordneten-Tersamm- lung bekundeten durch ihr Erscheinen das In­teresse dec Stadtverwaltung an der Schwimm­sache. Der Tlmstand, daß das Hallenbad an und für sich infolge seiner frühen Erbauung für sport­liche Zwecke vollkommen ungeeignet ist. ist feit längerer Zeit behoben worden. Durch (Sinbauen von Wänden hat die städtische Verwaltung den Schwimmern eine sportgerechte Bahn geschaffen, die nur noch den kleinen Mangel hat, dah sie um einige Meter zu kurz ist.

Was die sportlichen Leistungen anlangt, so ist zu sagen, dah in fast allen Klassen erhebliche Verbesserungen festgestellt werden konnten. D.e Methode, im Winter den Hauvtwert auf die Herausbildung eines reinen Stils zu legen und damit die Geschwindigkeit ganz von selbst zu er­höhen. hat sich volllommen bewährt. Von den einzelnen Wettkämpfen ist besonoers das vor­zügliche-wimmen von Pascoe hervor->u- heben. der das Herrenrücken- und Brustschw in- men in hervorragendem Slil und sehr guter Zeit gewann. Im Fre.stilschwimmen ist Eck immer noch der Beste, er erzielte in ebenfalls ein­wandfreiem Stil eine Zeit, die er bis jetzr noch nicht geschwommen hat. In den 3ugenötpcttbeu er­ben errangen Schaum und Limmer über­raschende Erfolge. Ein vielversprechendes Ta­lent ist der Knabenschwimmer Rau, der sogar im Freistilschwimmen gegen die Herren erfolg­reich sein konnte.

Durch die Rettungsvorführung, die in keiner schwimmerischen Veranstaltung fehlen sollte, wurde dargelegt, dah das Schwimmen eine Drauchckunst im wahren Sinne des Wories ist. die den mit dem Wasser Vertrauten in dir Lage versetzt, das feuchte Element zu beherrschen und im Falle der Rot einem Ertrinkenden beizustehen.

Um die Zuschauer durch die rein sportlichen Wettkämpfe nicht allzusehr zu ermüden, waren einige humoristische Olummern in das Programm eingesetzt worden, die ihren Zweck vollkommen erfüllten. Insbesondere die RH)e.nnannschaft, die den Vorzug hatte, auch im Wasser schwarz zu bleiben, erntete im Wasserballspiel ge^e.i den G. S. D. stürmischen Beisall, ber mit in e ster Linie dem eitrigen Anführer galt, ter zum Schlich durch sein entschlossenes Eingreisen seiner un­geschlagenen Mannschaft zum knappen Siege ver­half.

Zur P r e i s v e r t e k l u n g. d.e abends im Schütze tchaus statt'and. sand i -. all u.a5 jung zu- famnu i. um die Si:g:r zu etz-c i. B?,o teve Aus- zeictnungcn cr ..Lai d < e ng n bi: am e frigften am Traini. j . nd lonftiicn Vccai'taltung.n teil- genommen bvlUn. Das Band zwü^en ten im engeren Bercinstebai st: :nten Persönlichkeiten u .b der Etternschr. t die verj^i:le.;ta.i: zum Ausdruck brac-L. bad sie iiire Iu g:.is und Mädchen in gu.v. Hinten 1 i wurde durch dieses Zu'ainni:nllin ne ter g : : Aa^stchend

die Ergebnisse (Bahi l'n.vr 15.7. M.tzer).

Herrrurücken 6 Bahnen 1 Pascoe l Min. 18.8 Sek.. 2. Eck 1:24.8.

Iugendfreistil 6 Bahnen. 1. Schaum 1:16.8, 2. Bickel 1:19.

Knabeistretstil 4 Bahnen: 1. Bau 43.3, 2. Herbert I. 50.7.

Lölfelfchwirnmen für Knab,n uiuer 13 Iah- Lren: 1 Herbert IL, 2. v. Bältziitgsiöwen, 3. Dlumschein

DamenjugendbrustschDimmen 6 Dahnen: 1. Schüler 1 34.3.

3ugenbfeitetotoiniinen 6 Bahnen: 1. Schnei­der 1:23.4.

Knadenspringen: 1. Schüler 24 Punkte. 2. Schneider II. 18* , Punkte.

Damenorustschwimmen 6 Bahnen: 1. Jäger 1:44. 2. Wöhrmann 1:45,2.

Freistilschwimmen 6 Bahnen: 1. Eck 1:8,8, 2. Rau 1:10,4, 3. Pascoe 1:10,6.

Knabenbrustschlviinnie i 4 Bahnen 1. Sckwarz 1:01.8. 2. Schneider II ^02.4. 3. Lesch 1:03.6.

Iugendrückenschtvimmen 6 Bahnen: 1. Schaum 1:34.4. 2. Duill 1:42,4.

Iugendbrustschwimmen 6 Bahnen 1 Zim­mer 1:25,7, 2 Schneider 1:27, 3 Holzigel 1:34.

Herrenbrustschwimmen 6 Bahnen 1. Pascoe 1:17,2, 2. Eck 1:22

Mädchenbrustschwinunen 4 Bahnen: 1. Hand­rick 51,1, 2. Stein 1,07,5.

Knabenrückenschwimmen 4 Bahnen: 1. Rau 56,6, 2. Hartmann 1:03,2.

Streckentauchen 2 Bahnen: 1. Pascoe 22,5, 2. Eck 23.

Rudern.

Die erfolgreichsten deutschen Rudervereine.

vo. Der Deutsche Auderverband veröffentlicht das statistische Ergebnis einer Rundfrage unter den Vcrbandsvereinen über die Zahl der von ihrer Gründung bis zum Adschlust der letzten Audersaison errungenen Preise. Aund 250Der.nie sind überhaupt siegreich gewesen, weitaus an der Spitze der auch im Vorjahre so häufig erfolgreiche Mainzer Ruderverein mit 547 sämtlich in Rennbooten errungenen Siegen. An zweiter Stelle steht die Frankfurter R. G. Ger­mania, mit 401 Preisen fast 150 hinter dem Mainzer R. V. zurück. Es folgen: Berliner Ruderclub 350, R.V. Wratislaviq-Breslau 309.

Zwischen 300 und 200 Siege errungen haben: Frankfurter R. V. 65 288, Mannhe.mer R. V. Amicitia 28b, Dresdner R. D. 273. Favorite Hammonia Hamburg 273, R. E. Allemannia Hamburg 267, Mannheimer R. C. 242. Sport- Borussia Berlin 240. Ludwigshafener R. V. 20\ Offenbacher R. G. ilnbine 203, Berliner R. K. Hellas 203.

Zwischen 200 und 100 Preise haben seit ihrer Gründung gewonnen: Berliner R. R. 76 194, Wiking Leipzig 193, Kölner C. s. Wassersport 191, Wiking Berlin 183, Ulmer R. C. Donau 171. R. G. 74 (Relson) Hille 167, 1. Kieler R. E. 62, 166. Gasteier R. G. 1 6 2. Triton Stettin 158, Gießener R.G. 77 1 5 7, Wiener R. V.D^n.iu- hort 155. R.R. des Essener T. Y.C. 145, Würz­burger R. V. v. 75 144. Bremer R. D. v. 82 1J3, Halleschcr R. C. und Heilbronner R. G. Schwaben 141, R. G. Sachsenhausen-Frankfurt 138, Germania-Hamburg und R. G. Worms 12 3. Heidelberger R. K. 112, Spindlersfelder R. V. -.8 110. A. C. Dessau 103, Mannheimer R. G. 107, Karlsruher R. V. 79 104, Frankfurter R. E. 8 4 103, R. K. a. Wannsee Berlin 101.

Amtsgericht Wetzlar.

Q Wegen B:tcugs wurde ge^en einen Uhr acker aus Kaiserslautern verhandelt. Der Ange­klagte war wegen der großen Entfernung seines Aufenthaltsortes vom Erscheinen in der Haupwer- hcmdlung entbunden. Wie die Verhandlung ergab, hatte der Angeklagte im Sommer v. I. längere Zeit in Wetzlar gewohnt. Er lernte dort ein Dienstmäd­chen, die Zeugin H., kennen, knüpfte mit dieser ein Verhältnis an und versprach ihr auch später die Ehe, obwohl er bereits verheiratet war, was er aber ver­schwieg. Im Laufe dieser Zeit ging er auch mit der Zeugin zu deren Eltern und hielt bei diesen um die Hand der Tochter an. Die Eltern nahmen den Ange­klagten auf und verpflegter' ihn einige Zeit. Wäh­rend dieser Zeit hatte der Angeklagte von der Zeugin verschiedene kleinere Geldbeträge, insgesamt löäi) Mt., unter Vorspiegelung faticher Tauschen sich erschwindelt, bis er eines ichönen Tages auf Nimmerwiedersehen verschwand. Erst später stellte sich dann heraus, datz der Anaettagte verheiratet ".'ar. Die eidlichen Aussaaen der Zeugin H. sowie ihres Vaters gaben dem Gericht hie Ueberzeugung, dah es sich hier um einen ganz gefährlichen Schwind­ler handelte. Das Urteil lautete auf 4 Manate Gefängnis und Ai'ferlegimg der Kosten des Verfahrens auf den Angeklagten.

Ein Landwirt aus Erda, der als Lagerhalter des Raiffeisen-Vereins fungierte, hatte in dieser Eigenschaft den Verkauf von Branntwein in kleinen Mengen getätigt, obre hierzu die vorpcsckriebene Genehmigung ui besitzen Er erhielt deshalb einen gerichtlichen Strafbefehl über 70 Mark Geldstrafe, hilfsweise 11 Tage Gei mgms. Dagegen erhob er Einspruch. Die Verhandlung ergab, datz der Ange­klagte in gutem Glauben gehandelt hatte. Das Ge­richt erkannte daher auf kostenlose Freispre­chung des Angeklagten.

lösens, UnÜernö/ erfrischen-^

Motten flerben früher oder spater Durch Dr.Weinreichs Mottenäther!