Ausgabe 
19.1.1926
 
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Merkmal des Vorjahres bie Wahl Hindenburgs Mim Reichspräsidenten hervor. Aus den Parlamen- isn werde die Geiundungsbewegung für unser Ba- icrland sicher nicht hervorgehen, trotzdem aber müsse in den Parlamenten und in den Parteien mitgear. beitet werden, und im übrigen sei dafür zu sorgen, datz die Sammlung aller nationalen Strafte zu irieblidjer Ifmeueningsarbeit mit Eifer erfolge. Wir mären schon viel weiter, wenn wir vor den Unüber­legtheiten eines Kapp-Putsches und dem Münchener !' November bewahrt geblieben waren. Die Brause­köpfe mühten gezügelt werden, alle Strafte seien zu i libiger nationaler Aufbauarbeit heranzuziehen. Mit einem Gruß an die deutschen Brüder und Schwe­stern in den uns geraubten Gebieten und mit der Hoffnung, daß es aller Rot zum Trotz auch für unier Land wieder aufwärts gehen wird, schloß der Redner seine eindrucksvolle, mit lang anhaltendem Beifall aufgenommene Ansprache.

Der gemeinsame Gesang des Deutschlandliedes und des Niederländischen Dankgebetes und einige ichneidige Märsche der Kapelle Topp bildeten den Ausklang der Feier.

Die Gießener Landsmannschaften

Am Samstag feierten die drei Gieße­ner Landsmannschaften die Wiederkehr des Reichsgründungstages in besonders festlicher Weise. Mit eindrucksvollen Worten stellte Pros. Dr. Knell das Früher und. Jetzt und dem Sparer gegenüber und ermahnte zur Treue gegen das Vaterland: obgleich es so tief darnieder- liege, müssen wir trotz a.lledem an die bes­sere Zukunft glauben. Die feierlichen Klänge des Deutschlandliedes und des Landesvaters gaben dem Treu^chwur der jungen und alten LanoS- mann^chafter weihevollen und würdigen Aus­druck.

Aus der Provinzialhauptstadt.

Gießen, den 19. Januar 1926.

Hinrichtung des Mörders Adolf SteuL

Heute früh 51 Uhr wurde in der Zellenstraf­anstalt in Butzbach die Hinrichtung des Metzgers Adolf Steul von Bellersheim voll- zogen. Steul hatte bekanntlich im September 1924 die Elisabeth Wirth von Muschenheim, mit der er ein Verhältnis unterhielt, das nicht ohne Folgen geblieben war, in der Nähe von Bellersheim er­mordet. Nach der Tat war er flüchtig gegangen, An­fang April 1925 aber in Frankfurt a. M. verhaftet worden. Das hiesige Schwurgericht verurteilte ihn am 28. Juli o. I. zum Tode. Steul war bei seinem letzten Gang ruhig und gefaßt.

Bornotizen.

Tageskalender für Dienstag. Stadttheater: V/9 UhrDer Glückspilz" (Ende g , iUjr). Gesellschaft der Gießener Kunst­freunde und Gesellschaft für Grd- und Völker- funbe: 8l/s llljr Große Aula der Universität LichtbildervortragChinesische Kunst". Licht­spielhaus, Bahnhofstraße:Tragödie".

Stadttheater. Um vielseitigen Wün­schen zu entsprechen, ist auch ein beliebtes älteres Lustspiel dem Spielplan einoerleibt worden, und

zwar sind es Ludwig FuldasJugend­freund c", die morgen im Mittwochabonnement neueinstudiert wieder in* Szene gehen. Das Werk wird unter der Spielleitung von Herrn T e l e k y vorbereitet, in den Hauptrollen find die Damen Oßke, Andre, Heym und Krahmer, so­wie die Herren Goll, Geffers, Juhnke und D a ft e auf der Szene.

Volkshochschule Am kommenden Frei­tag, 22. Jan., beginnt der bereits im Arbueitsplan angekündigte KursusHautpflege". Er wird an Hand zahlreicher Lichtbilder eine Reihe sehr wichtiger Fragen dem Gebiet der Gesundheits­pflege behandeln. Näheres ist aus der Anzeige in der heutigen Nummer zu ersehen.

Die Vortrags -Vereinigung bittet unS, darauf hinzuweisen, daß der am Donnerstagabend stattfindende Vortrag über Wanderungen durch Norwegen" auch durch Filme illustriert werden wird. (Siehe gestrige Anzeige.)

Hermann Löns-Abend. Man schreibt uns: Am Donnerstag, 21. d. M. abends 8.15 Uhr liest Fräulein Hanna F u e ß aus Celle im Vortragssaal der Buchhandlung Keißner aus den Werken von Hermann Löns. Die Vor­tragende, die <5'.'?aantic des zweiten Gesichts, ist nicht allein dem großen Kreis des Lons- freunde als berufene Kennerin unb Interpretin bekannt, sie dürfte auch in weiteren Kreisen Aufsehen erregen. Die Vortragende versteht mit derartiger Gefühlswärme vorzulesen, daß Her­mann Löns in den Herzen der Zuhörer eine Auferstehung feiern wird.

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Weitere Frankaturfähigkeit der Wohlfahrtsmarken. Am 15. San. wurde der allgemeine Verkauf der letzten Serie der deutschen Wohlfahrtsmarken an den Post- schaltcrn eingestellt. Die Marken haben i doch auch noch weiterhin Frankaturgültigkeit für alle Poslstationen nach dem In- und Ausland. Brief­markensammler und sonstige Interessenten, die noch nicht im Besitz der Marken sind, können diese noch weiter durch die Deutsche Aothille und durch die Organisation der Freien Wahlfahrtspflege beziehen. ,

* Der Vortrag über di c Afrika­fahrt d e s L. 5 9. Zu der Vorgeschichte des Vor­trages über die Afrikafahrt des Marineluflschiffes L.59 schreibt uns Herr Geh.Rat König im An­schluß an unseren Bericht vom Samstag:Bei Ge­legenheit eines Besuches der Zeppelinwerst .in Friedrichshafen im vorigen Sommer erkundigte ich mich, wer von den Teilnehmern der großen Afrika­fahrt noch lebe und vielleicht für einen Vortrag über diese Fahrt zu gewinnen sein könnte. Die Herren nannten mir Herrn Geh. Medizinalrat Zupitza. Nachdem ich mir dessen Adresse durch das Auswär­tige Amt verschafft hatte, fchrieb ich zu Beginn des Winters an Herrn Zupitza nach Dresden und bat ihn, uns im Laufe des Winters mit seinem Besuche und einem Bortrag über die große Zeppelinfahrt zu beehren. Er antwortete, daß er leider ablehnen müsse, da er aus Gesundheitsrücksichten die weite Reise im Winter nicht unternehmen könne. Er emp- fahl mir statt seiner als Vortragenden Herrn In­genieur Goebel, der das ganze Material über die Fahrt in seinem Buche verarbeitet habe. Er muß gleichzeitig Herrn Goebel von unserem Wunsch in Kenntnis gesetzt haben, denn ehe ich mich noch

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an Herrn Goebel gewandt hatte, bot mir bereits die Vortragsabteilung des Verlags Köhler & Ame- lang in Leipzig den Vortrag des Herrn (Suchet an unter gleichzeitiger Einsendung einiger höchst anerkennender Zeitungsberichte aus anderen Städten, in denen der Vortrag bereits gehalten worden war. Im Verlauf der Verhandlungen fragte Herr Goebel, ob er vor einem mehr technisch ge­schulten oder vor einem allgemein gebildeten Pu­blikum sprechen würde, und ich bat ihn, den Vor trag allgemein verständlich zu halten, und fügte die Bitte hinzu, von jeder politischen Einstellung ob- zuiehen. da die veranstaltenden Vereine durchaus unpolitischer Narur wären. Die Vereine, die den Vortrag veranstaltet haben, bedauern, daß die Art des Vortragenden stellenweise Anstoß erregte, und glauben besonders den Türken, die anwesend waren und sich durch die Bemerkungen des Redners verletzt fühlten, diese Erklärung schuldig zu fein. Don den türkischen Studierenden in Gießen erhalten wir eine Zuschrift, der wir folgende Sätze entnehmen:Den Vortrag des Herrn Goebel über die Fahrt des L 59 nach Afrika haben auch wir gehört. Die ungewöhn­liche und bedauerliche Beweise dcS Vortragen­den über unser Land veranlaßt uns zu folgen­der Demerktmg: Unser Land, das bis in die neueste -Zeit den weilen Europäern als ein Mär­chenland galt, dem die geschickte Propaganda feiner politisch interessierten Feinde jeden Schaden zuzufügen vermochte, ist durch den Krieg in seiner wahren Gestalt bekennt geworden. Denn dieser hat uns mit Deutschen, Oeslerreichern unb Un­garn in engste Berührung gebracht, und die Zeit war lang genug, um den Angehörigen der ver­bündeten Länder Gelegenheit zu geben, sich näher kennen zu lernen. Und wir glaubten, daß gerade die Deutschen bestrebt waren, ihre Freunde zu verstehen. Um so größer war unsere Ueberra- schung und unser Bedauern darüber, daß Herr Goebel dauernd bemüht war, ein Publikum, wel­ches gewiß Anderes und Wahres hören wollte, mit schlechtem Scherz und Witz über unser Vater­land zu unterhalten. Wir lassen dahingestellt, ob es sich hier gegen feindliche Propaganda gegen unser Land handelte oder nicht und Über­lassen im übrigen den deutschen Hörern des Vortrages das Urteil darüber, ob es geschmack­voll war, auf ein in der Moschee zu Kon­stantinopel den Ramen Gottes tragendes Schild biniKutenb zu behaupten:Das heißt soviel, als kommt der Berg nicht zum Propheten, fo kommt der Prophet zum Berge." Wir begnügen uns hier mit diesem einen Hinweis auf das Benehmen des Herrn Goebel, obwohl über seine Taktlosig­keiten leider noch viel mehr gesagt werden könnte: denn wir sind überzeugt, daß es auch in Gießen genug ruhig und gerecht deutende Deutsche gibt, die aus ihrer int Kriege erworbenen Kenntnis der Türkei heraus für utrs eintreten werden. Bei Herrn Goebel müssen wir freilich sehr bezwei- teln. ob er selbst je mit Türken in Berührung gekommen ist."

** Oberhcssischer G e s ch i ch t s v e r e i n. Man schreibt uns: Am morgigen Mittwoch wird, wie wir schon berichteten, in der Neuen Aula der Universität Herr George Seibel aus Pitts­burgh einen Vortrag halten:Kriegerlebnisse eines deutschen Zeitungsmannes in Amerika.* (Der- gleiche die heutige Anzeige.) Herr Seibel ist, wie schon sein Name verrät, ein Deutschamerikaner.

Sein aus Dudenhofen bei Darmstadt stam­mender Vater ist s. Z. in die Vereinigten Staaten ausgewondert, wo Georae Seibel geboren ist. Lange Ja^re ist Herr Seibel Redakteur desDolksblatts unb Freiheitssreundes* in Pittsburgh gewesen. Er ist ein guter Renner des Denn tu ms unb feiner Literatur in Deutschland und Amerika, unb gehört zu den Führern der Deutschen, die sich noch dem Kriege in dem nach dem berühmten deutschen General Steuden genannten Verein zusammenge- schlossen haben, um nicht wieder, wie im Weltkrieg, durch die englischen Elemente der Bevölkerung voll Üänbiq an die Wand gedrückt zu worden. Richt nur tu Amerika hat Herr Seibel sich durch seine Ar­beiten unb Veröffentlichungen über Shakespeare, überhaupt über Uterartzche Themen einen Namen aemaegt Eine bedeutende Rolle spielt er auch in (einer Eigenschaft als Präsident des großen omeri- fom'-'ien Tmnerbundes. mit der er (eine fetzige Reise in Deutschland zusammenhängt. Zum Schluß mag noch erwähnt sein, daß gerade Gießen eine , Veranlassung hat. Herrn Seibel und seine Tätig­keit für das Deutschtum im Ausland zu beachten, weil er es war, der in der deutschen Notzeit durch Sammlungen in seiner Zeitung einen namhaften Betrag für die hiesige Universitätsbibliothek ausge­bracht hat. So bedarf es wohl keines weiteren Hin­weises mehr, daß er sich, trotzdem seine Wiege jen­seits dos Ozeans fand, stets (einer Herkunft, feines hek'-'chen Blutes bewußt geblieben ist. Dem Vor trag wird, wie wir hören, von den verschiedensten Seiten lebhaftes Jnteresie entgegengebracht, (o daß mit großer Beteiligung zu rechnen ist. Die Per­sönlichkeit des Redners unb feine frühere Stellung als Redakteur bieten die Gewähr, daß man man­ches über Amerika während des Krieges hören iui.., das uns Deutschen bisher unbekannt ge­blieben ist.

Der Verein für Sterbe unter* (tühung hielt am Sonntag seine 36. ordent­liche Generalversammlung ab. Aach dem Ge­schäfts- und Kassenbericht verstorben im ®e- schäftsjahr 1925 28 Mitglieder, deren Andenken in üblicher Weise geehrt wurde. An die Hinter­bliebenen der Verstorbenen wurden 8400 Mk. Sterbegeld ausgezahlt, oder 300 Mk. für jeden Sterbefall. Der Verein wurde im Jahre 1889 gegründet und tm Jahr 1906 nach neuen Satzun­gen umgestaltet. Er zählt am Schlüsse deS Rechnungsjahres 1925 1707 Mitglieder und ver­einnahmte an Beiträgen (einschl. Kassen bestand aus dem vorhergehenden Jahr) 15 493 Mk.. denen an Ausgaben 10514 Mk. gegenüber» standen. Im Hinblick auf den günstigen Rechnungsabschluß konnte dem Antrag des Vor­standes und Aufsichtsrates, das Sterbegeld von 300 aus 350 Mk. zu erhöhen, ohne weiteres zu- gestirnmt werden. Aus den Erläuterungen deS Geschäftsberichtes war zu entnehmen, daß hie ältesten Mitglieder, also die 1889 ein getretenen, bisher je 175,75 Mk. Beitrage entrichtet haben, wofür ihnen nach der jetzt genehmigten Erhö­hung der Sterbegelder 350 Mk. Unterstützung zustehen. Bei einem Beitrag von 25 Pf. für jeden Sterdefall steuert danach das Mitglied knapp 2 Pf. pro Tag bei. ein Betrag, den sich der Unbemitteltste leisten und damit seine Angehöri­gen im Falle des Ablebens vor der augenblick­lich höchsten Rot schützen kann. Vorstand und Aufsichtsrat wurden durch Zuruf einstimmig wiedergewählt.

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Sonntag abend 91/, Uhr entschlief sanft infolge seiner im Kriege zu­gezogenen Krankheit mein lieber Gatte, unser treusorgender Vater und Großvater

Emil Freund

Gendarmeriewachtmeister i. R.

im Alter von 62 Jahren. , .

Im Namen der trauernden Hinterbliebenen:

Margarete Freund geb. Künkel.

Gießen (Ludwigstraße 6), den 18. Januar 1926.

Die Beerdigung findet Mittwoch, den 20. d. M., 3 Uhr nachmittags, von der Kapelle des Neuen Friedhofs aus statt.

Von Beileidsbesuchen bittet man Abstand nehmen zu wollen. 572D

Bekanntmachung betr.: Die Errichtung einer Satzung süc den Bezirksfürsorgeverband und das Jugendamt der Stadt Gießen.

Unter dem Namen »Gießener Fürsorge­ordnung', Satzung für den Bezirksfür­sorgeoerband und die öffentliche Wohl- sahrtspflege der Provinzialhauptstadt Gießen vom 29. Dezember 1925, ist für den Dezirksfürsorgeverbau d und das Jugend­amt der Stadt Gießen eine Ortssatzung errichtet worden. Sie beruht auf den Be- schlüssen der Stadtverordneten-Bersamm- lung vom 13. Mai und 18. Dezember 1925. Der Kreisausschuß zu Gießen ist am 20. Juni 1925 gutachtlich gehört worden. Der Herr Minister des Innern Hot unter dem 9. Rov. 1925 und der Herr Minister MrArbeitund Wirtschaft unter dem 4.Rov. 1925 seine Genehmigung erteilt. Die Orts» sahung ist am 1. Januar 1926 in Kraft getreten. Gemäß Artikel 15, Abf. 3, der Städteordnung für den Dolksstaat Hessen vom 3. Juli 1911 in der Fassung vom 15. April 1919 wird sie hiermit zur öffent» liehen Kenntnis gebracht Sie liegt in der Zeit vom 20. bis 22. Januar 1926 im Stadthaus. Gartenfirahe 2, Obergeschoß, Zimmer Rr. 17, zur Einsicht für jeder­mann aus. 580B

Der Oberbürgermeister.

I. D.: Dr.Frey.

Bekanntmachung.

Es wird hierdurch zur öffentlichen Kenntnis gebracht, daß das vom Schwur» gericht der Provinz Oberhrffen am 29. Juli 1925 gegen den Metzger Adolf Steul von Bellersheim erlassene Todesurteil heute vormittag 1 6 Uhr in der Zellen­strafanstalt in Butzbach vollstreckt worden ist.

Gießen, den 19. Januar 1926.

Hessische StaatSanwaltschast.

Fischer. 597D

Arbeitsvergebung.

Für die Feldbereinigung Harbach sollen Montag, den 25. Januar 1926, vormittags 10 Uhr, auf der Bürgermeisterei zu Har» bad) Fuhrleistungen zu 327. Mk., Drai- nagearveiten zu 3108. Wk., Liefern von Pflöcken zu 21. Mk. veranschlagt in ein­zelnen Losen vergeben werden.

Die Verdingungsunterlagen liegen aus Hess. Bürgermeisterei offen, wohin die Angebote in Prozenten des Voranschlags verschlossen, mit entsprechender Ausschrift versehen, postfrei bis zum Gröffnungs- termin einzureichen sind.

Zuschlagsfrist 3 Wochen.

Gießen, den'16. Januar 1926.

Hessisches Kuliurbauamt

I. V.: Mangold. 5641) ^agdverpachlung^

Tie Geincindejagd, Feld» und Wald­jagd der Gemeinde Rudingshain wird am Donnerstag, dem 4. Februar 1926, nachmittags 1 Uhr, in der Wirtschalt von Heinr. Dambmann IV. Witwe in Gesamtfläche von etwa 670-700Hektar auf 6 Jahre verpachtet. Revier grenzt größtenteils an Staatswaldungen. Nächste Bahnstation Schotten, etwa 31/, km von der Reviergrenze. Kraftpostverbindung Schotten und Lauterbach. Bedingungen werden bei der Verpachtung bekannt- gegeben.

Bürgermeisterei Rudingshain.

Hartmann.______532D

Der Voranschlag der Feldgemarkung Obersteinberg liegt vom 19. bis einschl. 26. Januar 1926 auf der Bürgermeisterei Watzenborn-Steinberg offen. Es wird eine Umlage erhoben, zu der auch die Ausmärker beizutragen haben. Einwen­dungen können während dieser Zeit hier­gegen daselbst vorgebracht werden.

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Jagd-Verpachtung.

Die am 31. Januar 1926 leihfällige Jagd der Gemeinde Staufenberg soll Donners­tag. den 28. Januar d- IS., nachmittag« 2 Uhr auf der Bürgermeisterei dahier aus weitere 6 Jahre verpachtet werden. Das Jagdgebiet besteht aus 240 Hektar Wald, 454 Hektar Acker- und Wiesenland und grenzt an die Haltestelle Täublingen, die Haltestelle Sciedelhausen der Strecke FrankfurtKassel liegt tm Jagdgebiet, ferner ist das Jagdgebiet von der Bahn­station Lollar in 10 Minuten zu erreichen.

Staufenberg, den 18. Januar 1926.

Hessische Bürgermeisterei: Meyer. 5920

Zagoverpachtung.

Dienstag, den 2. Februar d. I., nachmittags 2' , Uhr, soll auf hiesiger Bürgermeisterei die der Gemeinde Londorf zustehendeWald- und Feldjagd auf weitere 6 Jahre verpachtet werden.

Londorf, den 17. Januar 1926. Bürgermeisterei Londorf.

Qlumann._______5630

Bekanntmachung.

Der Voranschlag für 1926 liegt vom 20. d. M. ab eine Woche auf dem Amts­zimmer des Bürgermeisters zur Einsicht offen. Einwendungen können während dieser Zeil schristlich oder mündlich zu Protokoll erhoben werden. Es ist die Er­hebung einer Umlage beschlossen, zu der auch die AuSmärfer beizutragen haben.

TreiS a. d. 26a.. den 18. Januar 1926.

Bürgermeisterei Will. 5650 WMgM der Stadt und des Kreises

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nach amtlichem Material bearbeitet

Ausgabe 1925/26 ca. 600 Seiten stark, in dauerhaftem Einband, im Herbst erschienen, ist zum

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