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itfcfc gesprochen, so gut tote verboten. (Als Schmerzensgeld dafür hat Amerika den größ­ten Teil der Kriegsschuld Italiens gestrichen.) Dach Südamerika gehen jährlich noch etwa ebenso viel Italiener, wie vor dem Kriege. Auch Vie Auswanderung nach europäischen Ländern, hauptsächlich nach Frankreich, ist mit rund 200 000 Seelen jährlich nicht viel verändert. Dagegen fällt der ganze, vor dem Krieg von den Bereinigten Staaten aufgenommene Teil der italienischen Emigration heute aus. Außerdem beträgt die Rückwanderung nicht mehr ein Drittel, sondern nur noch ein Zehntel der Aus- Wandererquote, weck die französifche Industrie (zum Teil auch die Landwirtschaft) bei iyrem jetzigen Hochstand infolge des Valutadumpings viel italienische Arbeitskräfte ansaugt, die zu­nächst in Frankreich bleiben. /

Auch die italienische Industrie selbst hat in­folge ihres Aufblühens in der Kriegs- und Rach- kriegszeit verstärkten Arbeiterbedarf. Diese Blüte hängt aber zum Teil auch mit der italienischen Währung und mit dem spürbaren Kapitalzuflust aus dem nach Haufe geschickten Verdienst der italienischen Arbeiter in Frankreich zusammen, und auherdem ist kein Gedanke daran, daß die Industrie den jährlich eine halbe Million See­len betragenden Geburtenüberfluß dau­ernd aufnehmen könnte.

Die politischen Lenker Italiens stehen also vor folgenden Tatsachen:

1. jährlich eine halbe Million Bevölkerungs- Überschuh ;

2. gesperrte Auswanderung nach Vord­ame rika;

3. in Kürze zu erwartender Massenrückfluh von Italienern aus Frankreich, wo jetzt, mit Frauen und Kindern, angeblich andert­halb Millionen Italiener leben.

Die Krisis, die dann in Italien ausbrechen wird, mag sich jeder selbst malen!

Hier haben wir einen Hauptschlüssel für die faszistische Politik. Wahrscheinlich wäre der ita­lienische Kessel schon in die Luft geflogen, wenn nicht die Wirtschaftslage, vor allem der Ar­beitsmarkt, durch di« ein oder anderthalb Millionen Italiener in Frankreich ausnehmend günstig beeinfluht wären. Wer gut verdient, macht nicht so leicht Revolution. Gäbe es heute in Italien so viel Arbeitslose wie in Deutschland, und England, so wäre der ganze Faszismus nicht möglich, denn gegen eine Million Hungernder kämen weder die italienischen Staatsfinanzen noch die faszistischen Knüppelgarden auf.

Ein Teilrezept gegen die drohende Krisis wäre eine durchgreifende innere Koloni­sation in den menschenarmen Latifmrdiengebie- ten Düditaliens. Indessen, dies Rezept ist in Italien so unbeliebt wie anderswo. Also bleibt nur der Erwerb von Auswanderungs- k o l o n i e n übrig. Mussolini arbeitet krampfhaft in dieser Richtung, aber die einzig brauchbaren Kolonialgebiete für Italien lägen in Rord - a f r i k a , wo die Franzosen die Herren sind.

Dies ist der Kern beä heutigen italienisch­französischen Verhältnisses: alles klebrige, grobe und kleine Zwischenfälle, spielt nur an der Ober­fläche. Di« Italiener haben Frankreich gegen­über das Gefühl, daß ein kinderloser, mih- günftiger Geizhalz ihnen den Lebensspielraum, den sie notwendig brauchen, einengt. Sie empfin­den daher gegen Frankreich wirklichen Hah, der auch noch durch das andere Gefühl genährt wird, ans der Kriegsbeute nur mit ein paar lumpigen Brocken abgespeist worden zu sein.

Die Lage wird weiter dadurch verschärft, Dah durch die faszistische Tyrannei eine Menge politischer Emigranten ins Ausland getrie­ben sind, und dah sich die Opposition gegen den faszistischen Terror natürlich auf die Dauer nicht niederhalten läht, indem man im Innern alle Ventile zuschraubt und im Ausland Spitzel und Provokateure, wie den Lumpen Garibaldi, be­zahlt.

DieWashington Post", die als Organ des amerikanischen Präsidenten gilt, schreibt über -Mussolinis Schreckensgesetze, in Italien herrsche ein Terror, der grobe Ähnlichkeit habe mit Den Verhältnissen in Sowjetruhland, und die Folge eines derartigen Systems sei stets blutige .Revolution! Aehnlich äußert sich einer der * einfluhreichsten amerikanischen Journalisten, Frank imonds , der es direkt ausspricht, Italien sei die gröhte Gefahr für den Frieden Europas! -,Mr. Coolidge und Mr. Simonds würden da­für, wenn sie nach Italien kämen, nach dem neuesten Stück faszistischer Gesetzgebung vor ein Tribunal von Schwarzhemden gestellt werden. Lei­der aber haben sie nur zu sehr recht mit ihren Worten, und so groh auch unsere Sympathie mit dem italienischen Doll und dem europäischen Frieden sein mag die Kesselexplosion in Mussokinien ist jeden Tag möglich.

(Eine neue Partei.

Wie uns vom Landesverband Hessen des Hypothekengläubiger- und Sparerschuhver­bandes für das Deutsche Reich mitgeteilt wird, haben sich di« in den verschiedenen Sparerver­bänden zusaminengeschlossenen Gläubiger in der Reichspartei für , Volksrecht und Aufwertung politisch organisiert. Die neue Partei will all die Teile des Volkes um sich sammeln, die mutlos geworden sind, nachdem sie gesehen, dah für den Gedanken des Rechts nirgends gekämpft wird, die aber den Glauben an grobe politische Ziele noch nicht verloren haben. Die Partei kämpft für Wiederaufrichtung rund Weiterbildung des deutschen R echts, Schutz der Verfassung und Heilighaltung der Grundgedanken unseres Rechts, insbesondere des Privateigentums, die Vertragstreue und Unab­hängigkeit der Rechtspflege von den wechselnden Regierungs- und parlamentarischen Mehr­heiten, sie kämpft für Wiederaufbau der deut­schen Volkswirtschaft, zu dem ein in allen Schich­ten gesunder Dvlkskörper gehört, Schutz und Dil- vung kleiner und mittleret Vermögen. Hebung der Kaufkraft der breitesten Volksschichten und damit Bekämpfung der Arbeitslosigkeit, gerechte Verteilung der Steuerlasten. Aus diesen Zielen heraus fordert die Partei vor allem die Be­seitigung der Aufwert ungsgesehe, um deren Stelle eine gerechte Umwertung treten soll.

Aus dem Amtsverkündigungsblatt.

Das Amtsverkündigungsblatt V r. 9 2 vom 16. November enthält: Verordnung über Erwerbslosenfürsorge. Beschaffung von Kraftfahrzeugen. Kreisstrahensperre. - Schaf- rüude in Muschenheim. Aenderung der Höchst­sätze in der Erwerbslosenfürsorge. Wander­gewerbescheine. Gewerbe-Legitimationskarten. Osterferien. Feldbereinigung Stangenrod.

Wirtschaft.

' Die Insolvenzen in der zweiten Vovemberwoche. In der zweiten Ro- vemberwoche ist die Konkursziffer fast unver­ändert geblieben. Es wurden insgesamt 116 neue Konkursverfahren gegenüber 114 in der Vor­woche eröffnet. Die Zahl der Geschäftsaufsichten ist etwas zurückgegangen, und zwar von 36 in der Vorwoche auf 29.

* Zur Fusion Oberbedarf-Don- nersmarckhütte. In Bestätigung und Er­gänzung der bisherigen Meldungen wird jetzt von Derwaltungsseite ein Kommunique über die Be­schlüsse der Verwaltungen verbreitet, in dem es u. a. heißt:Wie bekannt, ist beabsichtigt, die Donnersmarckhütte Oberschlesische Eisen- und Kohlenwerke QL G.. Hindenburg, mit der Ober- schlesischen Eisenbahnbedarfs 31G., Gleiwitz, zu verschmelzen. Damit findet eine Entwicklung ihren Abschluß, die sich aus der seit Jahren bestehenden engen Verbindung beider Gesellschaften ergeben hat. Die Generalversammlungen finden am 9. De­zember in Gleiwitz statt. Das ^Imtauschverhält ins ist so gedacht, daß für nom. 500 Mk. Donners­marckhütte-Aktien nom. 600 Mk. Oberbedarf- Aktien gegeben werden sollen.

Dörfenwrle.

Frankfurt a-M.

Berlin

Data«:

5% Deutsche RcichSanleihr 4% Deutsche Ncichscmleihe 3Va°/n Deutsche Neichsanleibe 3% Deutsche Nelchsanleihe Deutsche Svarvrämienanleüx <°/o Preußische Konsole . . 4% pesten

Hessen 3% Heneo Deutsche Wertd. Dollar-Anl. bto- Doll -Schatz-Auweisoq.') *1« Holltürten.......

5% «oldmerikaner ... .

Berliner Handelsgesellschaft Lonnnerz- and Prival-Bank Darmst. und Narionaldank Deutsche Bank .....

Deulsche Bereinsbank . . . DiScomo Commandit . - Metallbank Mitteldeutsche Lreditbank . . Oestrrreichische Lreditanstall Westbank ........

Bochumer <8oS . BuderuS ........ Laro Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerke. . Harpener Bergbau.....

Kaliwerke Aschersleben. . . . Kaliwerk Westeregeln .... t'aurabutic . .....

Oberbedarf ......... Pbönir Bergbau ...... Nyeinslabl . ......

Niebeck Montan ....... Tellas Bergbau......

Bereinigte Stahlwerke Sl,-G. Hamburg-Amerika Paket. . . Norddeutscher Llovd . . , Lderamische Werke Albin . . Zementwerk Heidelberg . . Pbrftvv Ho Umarm .....

Anglo-Conl.-Guano.....

Chemische Mäher Alapin . . 9- G Farbcnindustrie, A.-G. Goldschmidt..........

Holzverkohlung Rütyerswerke.......

Scheidcanstalt ..

Alla- ElektrtzttÄS-Geseüschaft Bergmann . . ....... MawkraftwerLe Schuckert . Siemens <t HalLke ..... Adlcrwcrke Kleyer ..... Daimler Motoren. ..... vehligenstaedt Meguin........

Motorenwerke Mann beim Frankfurter Armaturen . . Konservenfabrik Braun . . Metallgesellichaft Frankfurt. Pet. Union A.-G Schuhfabrik Herz . .... Sichel. . .

Zellstoff Waldhos ..... Zuckerfabrik Anmkertthak . . Zuckerfabrik Waobäuiel . . .

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Devisenmarkt BerlinIrankfurl cu M.

Telegraphische Auszahlung.

16. Novbr.

18. Novbr.

Amtliche Notierung

Amtliche Notierung

Geld

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Brief

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168,33

168,72

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Berlin, 16 Novbr

Geld

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Amerikanische Nolea .....

4,196

4,216

Belgische Noten........

58,42

58,72

Dänische Noten .......

111,87

112,43

Englische Roten........

20,37

20,47

Franzönschr Noten......

14.08

14,16

Holländische Noten ....

167,93

168,7?

Italienische Noten......

17,19

17,27

Norwegische Noten......

106,28

106,82

Deutsch-Oesterr., 5100 Kronen

59.05

59,35

Rumänische Noten......

2,29

2,83

Schwedische Noten.....

111,97

112,50

Schweizer Noten......

80,92

81,32

Spanische Roten ......

63J4

63,76

Tschechoslowakische Note» . .

12,428

12,480

Ungarische Noten ......

6.855

5.895

Kran furter Börse.

Frankfurt a. M., 18. Rav. Tendenz: schwä­cher. Die Zurückhaltung und L u st l o f i g - feit hielt auch heute an, ohne daß irgendwelche neue Momente vorlagen. Abgesehen von einigen Spezialwerten, die gefragt blieben, ist die Stim­mung als unsicher zu bezeichnen. Vorbörslich waren die Kurse gehalten, dann traten Schwankungen ein, und bei Beginn des amtlichen Verkehrs wurde die Tendenz auf neue Realisationen schwächer. Im Ver­laufe traten empfindliche Kurseinbußen ein, die die Höhe von 4 bis 5 Prozent erreichten. Der Montan markt hatte die schärfsten Rückgänge aufzuweisen. Mannesmann minus 6,25, Mansfelder

Turnen, Sport und Spiel.

Aus dem Turngau Hessen.

ft Eine gut besuchte Vorturner stunde des 4. Bezirks im Turngau Hessen der 2. T. fand am Sonntag in der großen Spießturnhalle zu Lauterbach statt. Die nach dem Turnplan für das Jahr 1927 vorgesehenen Ordnungs-, Frei- und Geräteübungen wurden durchgeturnt und fanden bei den Vorturnern gute Aufnahme. Rach zweieinhalb­stündiger Arbeit wurde die Stunde durch Bezirks- turnroart Bastian- Alfsfeld geschloffen. Hierauf fand der übliche Vorturnertag statt. Beschlossen wurde hierbei, dem Turnverein Burg-Ge- münden das Winter - Gerätewetturnen zu übertragen. Dieses findet am 13. Februar 1927 statt. Als Festort für das im nächsten Jahr am 12. Juni stattfindendc B e z i r k s f e st wurde Grebenau gewählt. Nachdem Bezirksturnwart Bastian noch in einer Rede die Bedeutung des deutschen Turnens geschildert und dabei mit Freuden festgestellt hatte, daß im 4. Bezirk sichfünfneueTurnvereine gebildet haben, schloß die sehr anregend verlaufene Tagung.

Handball im Gau Hessen der D. T. Männer-Turnverein Gießen Turn- und Sport­verein 1860 Marburg 3: 4 (2: 2).

Am Sonntag weilte die erste Handbcckl- maimschaft des Gießener Männer-Turnvereins in Marburg, um gegen die gleiche Mannschaft des-dortigen Turn- und Sportvereins von 1860 ein fälliges Derbandsspiel auszutragen. Beide Mannschaften waren gleichstark. Bei der Mann­schaft der Männerturner war der bewährte Mittelläufer zunächst fast zur Passivität verur­teilt, um nach Verlauf einiger Minuten sein Spiel ganz einstellen zu müssen. Wurde hierdurch das Zusammenspiel schon etwas gestört, so erlitt es einen noch kräftigeren Stoß, als auch der Mittelstürmer, ebenfalls eine Stütze der Mann­schaft, das Feld verlassen mußte. Sein 011x6= scheiden beruht auf einer zu harten und ein­seitigen Entscheidung des Schiedsrichters, der un­faires Spiel nicht genügend unterband. Mit 4: 3 blieb Marburg einwandfrei, wenn auch mit großem Glück, Sieger.

Tv. Alsfeld I TV. v. 1846 Gießen ll 4:0 (1:0).

Auf dem Waldsportplah trafen sich am Sonntag obengenannte Mannschaften zum fälli­gen ^-Klassen-Verbandsspiel. Die eifrigen Als­felder errangen einen verdienten Sieg, obwohl 1846 nicht schlechter war. Verantwortlich für die Niederlage ist allein der Sturm mit seinem zu schwachen Torwurf. Bezeichnend für seine Schuh­schwäche war, daß er von 12 Strafwürfen (16,50 Meter) keinen verwandeln konnte. Beide Mann­schaften, die sich im Feldspiel ebenbürtig waren, fanden in Turner S l a w i tz k y vom Mtv. Gießen einen gerechten Schiedsrichter.

Die Kreismeisterschaftsspieie im Arbeiter-Turn- und Sporlbund.

£ Die Spiele am Sonntag brachten bezüg­lich der Sieger keine äleberraschung. In H a n a u gelang es dem V. f. L. 19 13 Bornheim in einem allerdings überraschend torreichen Treffen, den Platzverein 6:5 niederzuringen. Die guten Leistungen der Bornheimer hätten einen größeren Torunterschied verdient, Die Tuncer Mör­feldens stellten sich in Wiesbaden dem dorttgen V. f. R. und gewannen reichlich hoch, aber doch erwartungsgemäß 4:0. In einem spannenden Kampf konnte Gießen über Friedberg, wie schon berichtet, 3:2 trium­phieren. Rach diesen Spielen stehen V. f. L. 1913 Domheim und Mörfelden mit je vier Punkten an der Spitze, dann folgt Gießen mit drei Punkten, Hanau mit einem Punkt und Friedberg und D. f. R. Wiesbaden mit je 0 Punkten.

Weitere Resultate.

Heuchelheim I hatte am Sonntag Butz­bach I zu Gast und konnte nach überlegenem Spiel ein 5:l°Resultat herausholen. Auch das Spiel der zweiten Mannschaften endigte mit einem Sieg der Einheimischen, beim Schluß­pfiff stand die Partte 6:2 für Heuchelheim.

Mit einem kaum glaublichen Resultat schickte Raunheim I die erste Mannschaft Mar­burgs nach Hause. In dem glatten schlüpfrigen Boden fühllen sich die Raunheimer in ihrem Element und überfuhren dank ihres ganz vor­züglichen Stellungsspiels die Gäste 12:0! Etwas gnädiger verfuhren die zweiten Mann­schaften. Marburg trat nur mit 9 Mann an und mußte dies mit einer 4:1-Riederlage be­zahlen.

In W i e s e ck hatte die Jugend F r o n h a u - jene gegen die dortige Jugend einen sehr schweren Stand. Die Wiesecker Jugend verfügt über reiches technisches Können und drückte dies in einem 8:0- Refultat aus.

Fuhball-Städtekampf Hamburg - Berlin.

Das Jubiläums- Fußballspiel der bea)... Städtemannschaften von Hamburg und Berlin brachte gestern den Hamburgern einen 7: 4- (Halb­zeit 3:2) Sieg. Das Spiel war sportlich und gesellschaftlich ein Ereignis. Beide Städte hatten ihre besten Vertreter entsandt, die sichtlich be­müht waren, unter Beobachtung sportlicher Fairneß ihr volles Können zu zeigen. Berlin hatte den technisch besseren, schnelleren und beweg­licheren Sturm, war aber auf dem Mittelläufer Posten schlechter besetzt und durch Einstellung eines schwachen Ersatzmannes für den vorzüg­lichen Götze weiter stark benachteiligt. Hamburg Elf hatte während des größten Teils- §er ersten Halbzeit das bessere Ende für sich.

Der Berliner Torhüter Götze (Herth. B. S. C.), der nach einem unglücklichen Zusammen­prall mit Harder und Warnecke schwer v e r -- letzt vom Platz getragen werden mußte, ist, ohne die Besinnung wieder zu erlangen, in ein Ham­burger Krankenhaus eingeliefert worden.

Fuhball-Repräsentativspie! Berlin - Südschweden.

Etwa 18 000 Zuschauer wohnten gestern in Berlin dem Fußball-Repräfentattvspiel Berlin- Südschweden bei, das die Berliner nicht ganz verdient mit 1:0 (1:0) gewannen.

Drei-SLädlekamps im Kunst- turnenHamburg-Leipzig-Berlin

Leipzig siegreich.

Der in dem ausverkauften Zirkus Busch in Hainburg gestern veranstaltete Dreistädtekampf im Kunstturnen HamburgLeipzigBerlin endete mit dem knappen Sieg der Leipziger, die mit 233(5 Punkten Hamburg nur knapp (2326 Punkte), Ber­lin jedoch ziemlich überlegen (2238 Punkte) schlagen konnten. S d) m i b t (Hamburg) erreichte von allen Turnern mit 314 Punkten die höchste Punktzahl an allen sechs Geräten. B o r a tz (Hamburg) folgte ihm mit 310 Punkten, Settermann (Leipzig) mit 308, an fünfter Stelle bann Mock (Berlin) mit 302 Punkten. Die höchste Punktzahl von Einzel geräten erreichte Pfeifer (Hamburg) im Pferd Längssprung mit 59 Punkten.

Handbaü-Stadlespiel Hamburg-Berlin 2:8.

Unerwartet hoch wurde gestern Hamburg^ Handballvertretung von der repräseickattven Ber­liner Turnermannschaft geschlagen. Dem Spiel, das auf dem Tiergartensportplah in Berlin vonstatten ging, wohnten mindestens 7000 Zuschauer bei. Den Torreigen eröffnete Münzberg (Berlin) durch zwei ganz kräftige Erfolge, denen L o r e f e gleich noch einen dritten anreihte. Erst dann kam Hamburg durch Knoop zum ersten Tor. Halbzeit 3:1 für Berlin. Rach dem Wechsel stellte L o r e k e das Ergebnis zunächst auf 4:1. Hamburgs Rechts­außen Böschke schoß dann ein zweites Ham­burger Tor, womit Hamburgs Kunst zu Ende war. Durch vier weitere Tore der Berliner wurde das Ergebnis auf 8:2 für Berlin ge­stellt.

und Rheinstahl je minus 3,75, Harpener minus 3,5, Phönix und Rheinische Braunkohlen je minus 3, Riebeck minus 2,75, Bochumer, Gelsenkirchen und Stahloerein je minus 1 Prozent. Am Chemie- markt verkehrten J.-G.-Farben lebhaft aber schwankend. Der Kurs war zunächst mit 341 bis 340 gehalten, senkte sich dann jedoch um 4 Prozent. Scheideanstalt minus 2, Goldschmidt minus 3, aber Holzverkohlung plus 1,75 Prozent. Elektro- werte schwächten sich um 1 bis 3 Prozent ab. Sie­mens waren stärker gedrückt und verloren 4,25 Pro­zent. Auch am Bankenmarkt setzten die Kurse bedeutend niedriger ein. Berliner Handel, die am Donnerstag auf 287 Prozent gestiegen waren, er­litten einen Rückschlay von 7,5 Prozent. Commerz- und Reichsbank je minus 1, Darmstädter minus 3, Deutsche minus 2,5, Metallbank minus 4, aber Dresdner plus 1 Prozent. Disconto zunächst gehal­ten. Am Schiffahrtsmarkte büßten Hapag 3,2 und Nordlloyd 2 Prozent ein. Interesse bestand für Schantung, die auf 16,25 anzogen. Bon A u ta­rn e r t e n konnten sich Daimler infolge der Finanz- pläne Daimler-Benz auf 115 Prozent befestigen. Kleyer gaben dagegen 1,5 Prozent nad). Zeli­st o f f a k t i e n strebten weiter nach oben. Aschaffen­burger plus 2, Waldhof plus 2,75 Prozent. Zuckeraktien schwächten sich um 0,5 bis 1,5 Prozent ab. Bauaktien wenig verändert. Holz­mann schwächer. Von sonstigen Jndustriepapieren verloren Metallgesellschaft 2 Prozent. Deutsche Renten lagen lustlos. Von ausländischen Renten wurden Ungarn etwas höher. Im weite­ren Verlaufe blieb die Tendenz unsicher und schwach, zumal das Geschäft zeitweise stagnierte und sich fast nur auf die Spekulation beschränkte. Publikums- orders lagen nicht vor. Am Geldmarkt hält die Flüssigkeit an. Tagesgeld 4,5 Prozent. Privatdis­konten waren auf 4,5 Prozent ermäßigt. Monats­geld 5,25 bis 7 Prozent. Jndustrieakzepte 4,90 bis 5 Prozent. Im Deoisenoerkehr war Paris S London wesentlich gebeflert auf 141, auch

md gut erholt auf 114. Das englische Pfund stellte sich auf 4,851/1® gegen Kabel. Die Mark no­tierte gegen Neuyork 4,2127.

Be- . v Börse.

Berlin, 18. Roo. Das schon seit Tagen ruhige Geschäft an den Aktienmärkten kam heule nur zö­gernd in Gang und blieb auch später recht schlep­pend. Während der ersten Stunde überwogen leichte Abgaben, so daß die 51 u r j e an den Terminmärkten abbröckelten. Einige oisher bevorzugte Papiere

gaben bis zu 7 Prozent nach, insbesondere Schiff- sahrts- und Bankaktien, während an den übrigen Märkten die Abschläge kaum mehr als 1 bis 2 Prozent betrugen. Eine Ausnahme in der schwächeren Haltung bildeten Maschinenwerte und ausländische Renten, die freundlich verkehrten. Im übrigen war jedoch irgendwelche Unternehmungslust anfangs nicht zu beobachten. Die schwächere Stimmung an den Aktienmärkten drückte auf die Tendenz der Nebenwerte. Anlaß zu der Zu- rückhaltung der Spekulation und des Publikums dürften die Berichte der Großbanken gewesen fein. Die Aufmerksamkeit der Börse verschob sich daher weiter zugunsten des Rentenmarktes. Bei dieser Situation vermochte auch die Flüssigkeit des Geldmarktes keinerlei Anregung zu geben. Tagesgeld war kaum unterjubringen. Die Herab­setzung des Privatdiskontsatzes hat kein Anwachsen des Angebots bewirken können. Im Devisen- verkehr waren Paris und Mailand gegen Lon­don stärker befestigt auf 140 bzw. 113,75. Oslo zog gegen das Pfund auf 18,68 an. Auch Madrid lac freundlich mit 31,84 gegen das Pfund. Die übriger Valuten waren nicht nennenswert verändert.

Frankfurter Getreidebörse.

Frankfurt a. M.. 18. Rov. Cs wurde:, notiert: Weizen, Wetterauer 29,25 bis 29,50, Roggen, inländ. 24,50. Sommmergerste für Drau- Zwecke 24 bis 26,50, Hafer, inländ. 19,75 bis 20. Mais, gelb 19,75, Weizenmehl, inländ., Spezial C 41,50 bis 41,75, Roggen mehl 35 bis 35,75, Weizen- kleie 11,25 bis 11,50. Roggenlleie 11,50. Tendenz abgeschwächt.

Frankfurter Schlachtvichmarkt.

Frankfurt a. M., 18. Nov. Auftrieb: 59 Rin der, dahinter ein Bulle, 56 Kühe, 2 Färsen: 602 Kälber: 731 Schafe: 342 Schweine. Es notierten: Kälber: beste Mast- und Saugkälber 74 bis 86 Mark: mittlere Mast- und Saugkälber 64 bis 73, geringe Kälber 50 bis 63, Schafe : Mastlämmel und jüngere Masthämmel (Weidemast) 37 bis 42, mittlere Mastlämmer, ältere Masthämmel und gul genährte Schafe 30 bis 36; fleischiges Schafvieh 25 bis 29. S ch w e i ne : vollfleischige Schweine von etwa 240 bis 300 Pfund Lebendgewicht 76 bis 78, von etwa 200 bis 240 Pfund 76 bis 78; von etwa 160 bis 200 Pfund 76 bis 78; fleischige Schweim von etwa 120 bis 160 Pfund 72 bis 75 Mark. Marktverlauf: Kälber und Sd;afe bei lebhaftem Schweine bei langsamem Handel ausverkauft.