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1925, mn

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Job Nelfot Suftov ^geboren, wid. IW am ®t Frankfurt a. A, ° diesem Konto jj Klavier und iO tourto er UI N §eich«r al< Midi berufen. desAiadernischen »echeiti? über- t&ete.n die Lei­en. Die Derbb»- aus. Er hcüir ^hvmeisterS a, in übrriumW, ** ach 30 Jahre ta Tiehen iouchsm andere Ausgabe zelischen Kirche» lerschm Quarto richterliche Ah zahlreichen 'her- rautmams Sorg* »los au rühmen kusitolischm öchoi- m mani) schönet W bet Zewss- r Xjfgaben aber ser in rMvl«, Md xWt 'St* Im AM seiner ward er sich halb hr, als er cs der- jichm Seite irim 8 aus kam to? Maße gerecht p -her im LchrM cheidene, saft ein war Srautmam» m aus dieser u» n Lehrauftrag fit ic Verdienste 1906 eti als Prosellot tonnt Seine Dvl» » vereinigten lteo Hörer und Sott* sangverein hat « Höhe erhoben und . GiehenS Grenze rsen wurden. Das l als Dingenl w» ßagenbträ istem m W® dem Vg» J* .Nische Au!ii W z Ohr. unduM sprvder Stoffs einen DannM di W J7* » lurütf N

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Wer sein Gärtchen nur recht zu benutzen ver­steht. wird wissen, daß es ihm zur Rot eine Reife ersehen kann. Es gibt nichts Gesünderes für Leib und Seele als regelmäßige Gartenarbeit, wenn man sie recht gewissenhaft nimmt. Täglich wächst das Unkraut heran, Raupennester müssen entfernt werden, aber man darf auch ernten und für diese schöne Beschäftigung seine freien Stunden vertun.

Da gibt es Beeren zu pflücken. Salat zu schneiden, von den Beeten die Reiten abzubrechen, um sie für einen Strauß mit heimzunehmen. Die­ses Gefühl deceigenen Ernte" verleiht eine tiefe Befriedigung wie sonst nichts, um so mehr, als eS einem den Zusammenhang der Kräfte zwischen Ratur und Menschen zum Bewußtsein bringt.

Die Aepsel werden voller und runder. Der Gartenfreund betrachtet sie von Tag zu Tag mit größerer Liebe. Hin und wieder findet er sogar Zeit zu einem deinen Scherz. Einer meiner Rachbarn pflegt auf die heranreisenden Birnen oder Aepsel auS Papier ausgeschnittene Buch­staben aufzukleben. Dann überläßt er das tneitere der Sonne. Die überklebten Stellen zeigen später wunderlich beschriebene Früchte, die wie kleine Zauberwerke aus dem Tische liegen. Wieder ein anderer nimmt sich die Mühe, unter die einzelnen Früchte, besonders wenn sie schön geraten sind, noch besondere Stützen zu schieben. Dadurch strömt ihnen der Saft stärker zu als den anderen: sie werden noch kräftiger und gewinnen oft einen Riesenumfang. Einige Wochen vor der Pflück- reife werden ihnen Papiertüten übergestülpt, da­mit die Schalen weicher und duftiger werden. Die Früchte schwellen unter diesem Schutz und behalten ein sehr zartes, anmutiges Aussehen.

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O Der Hessische C a n b a t m t i n b la g bolt am Sonntag. 29. August, in Mainz seine dies- lohriae Vertret.'rverfammllmg ad. und zwar in un- mittelbarem Anschluß an den Lertretertag de. Deut- fchen Landaemeindetag». der in diesem Jahre in Neffen ftattsindet. Zu den beiden Tagungen sind Vertreter der Reichs, und der Landesregierung ein- flelabcn. Die Tagesordnung sieht u. a. vor: Vortrag bet Landrats und Mitglieds des Reichstags Dr. G erd c über Finanzausgleich und Selbständigkeit der Gemeinden und einen Bericht des Mmifteriialrat» Mtrnberger lDarmstadts über den Stand der Verwaltungsreform in Hessen.

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burrfe einen Thor des Akademischen Gesana- vereinS Dann sprach Psarrer Ausfeld an der Bahre des Verstorbenen in Anlehnung an das Wort aus dem Kolofserbries - .Alles was 'dk tut, daS lut von Herzen, als im Herrn und nicht den Menschen" von dem großen Ver­lust, den mit den Angehörigen des Verstorbenen die Landesuniversität. daS Gießener Musikleben und das ganze Hessenland erlitten hat. Der Geist­lich« rühmte die edlen menschlichen Eigenschaften deS so plötzlich Dahingeschiedenen, würdigte die große künstlerische Bedeutung Trautmanns und pries den vornehmen Charakter des Verstorbenen, der in Demut vor Gott, in rührender 'Bescheiden­heit seine Persönlichkeit stet» hinter dem Werk zurücktreten ließ, der seine Kunst nicht auS per­sönlichem Ehrgeiz, auch nicht um ihrer selbst, sondern um des Höchsten willen ausgeübt hat. Rach den Worten deS Geistlichen und einem wei­teren Thor des Akademischen Gesangvereins wurde die sterbliche Hülle zur Gruft geleitet. Am offenen Grabe, über'das sich die umflorten Danner der studentischen Korporationen senkten, fang der Schulersche Männerchor, der aus Frankfurt a.M. in großer Zahl herbeigeellt war, seinem Chor- meister ein letztes Lied. Dann sprach für die LandeSuniversitSt der Efrektor, Geh. Kirchen- *at Professor D Dr. Gustav Krüger. Worte herzlicher Dankbarkeit für den liebenswerten Kollegen und hervorragenden Lehrer Im Aul- trag der Philosophischen Gesamtfakultät der Lan- besuniversität legte Professor Dr. Engel einen Kran- um Grabe nieder. Für den Akademischen Sesanaverein sprach Buchhändler Legler, für len Konzert verein Medizinalrat Professor Dr. Walther, für den Evangelischen Kirchengesang­verein Oberstudienrat Professor Dr. Weimar, für das Dekanat Gießen, dessen Mafsenchöre der Verstorbene geleitet hatte, widmete Dekan Guß- n a n n. Kirchberg, einen Kranz. Ergreifende Worte sand der Vertreter des Schulerschen Män- nerchvrS für den entschlafenen Chormeister, der n dreißigjähriger treuer Arbeit den Chor zu feiner heutigen künstlerischen Höhe emporgeführt 5at. Ein Vertreter des Frankfurter Sänger- bundes sprach Worte herzlichen Beileids, ebenso ein Vertreter deS Reichsverbandes deutscher Ton- künstler und Musiklehrer. Dem entschlafenen Logenbruder warf Landgerichtsrat Stümpert im Auftrag des Meisters oom Stuhl der Frank­furter Loge .Zur Einigkeit" drei letzte Rosen ins Grab.

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den Frauen" verfügten über eine selbständige Bohnung. Die andere Hälfte war beiVerwa'.dtcn einquartiert ober wohnte verteuert in möblierten Zimmern

Unser neuer Roman.

Zn der morgigen Ammner beginnen wir mit bem Abdruck eines neuen RomanS Der Autor- name. den das neue Werk aus dem Titel trägt, ift unseren Lesern nicht mehr unbekannt und wird vielen - so hoffen wir sreundllche Er­innerungen an eine früher erschienene Geschich!: Ktfrufen: »DaS lachende HauS". Der kommende an heißt:

in Lchrualcbcck", und die Verfasserin Sophie Kloerß ver­steht eS auch diesmal meisterlich, die Menfch?n. deren Schicksale sich hier auftun, mit einer leit- fam leichten, liebenswerten und eindringlich?» Kraft des Erfassens vor unS hinzustellen und uns miterleben zu lassen, was ihre Herzen be­wegt und ihr Leben sühn. Sine reife, gütige Menschlichkeit und ein eingeborener, goldener Humor verklärt die Figurinen deS Spiels, das sich vom Hintergründe einer bewegten Z?it wir­kungsvoll und eindringlich abhebt.

Bornotizcn.

Tageskalender für Mittwoch. Hubertus: hessischer Hof. Versammlung.

Sonderkonzerte. Mau schreibt unS. Für das am Donnerstagabend auf der Liebigs- hvhe ftattfinbenbe 2. Londerkenzert fei hiermit ^fenberfi hingewiesen. Vorgesehen ist im Saal Streichmusik: eS kommen u a Stücke aus fol­genden Opern zum Vortrag: WotanS Abschied von .Drunhilde' und Feuerzauber ausDieWal- fürc", ^Rhapsodie Ar. 2 über Schwäbische Lie­der".Deutschlands Erhebung". .Traumbilder- Fantasie". Ouvertüre ^Die lustigen Weiber", sowie die Ouvertüre ..Beherrscher der Geister" K. M v. Weber. Den Schluß bilbei ein Fanfaren­marsch .Unter dem Sparrenschild". Eine rege Beteiligung kann nur empfohlen werden

Die Liebe zur Ratur bedarf nicht dieser Ad- sonder.ichkeiten. 2lber der eine oder andere läßt ei sich eben doch nicht nehmen, ihr einige Schnurren abzulisten. Wer seine freie Zeit im ©arten zubringt, wirb mir recht geben, daß er bann wenig danach Verlangen hat. in die weite Ferne zu schweifen, weil für ihn da« Gute so nah liegt. $

D te Frau als Doppelverdienerin.

Die Stellenlosigkeit unter den gewerblichen und kaufmännifchen Angestellten ist groß. Hier und da ist der Gedanke aufgetaucht, die ver­heirateten Frauen völlig aus der Wirtschaft hinauszudrängen, bcmii für männliche Kollegen Matz frei werde. Auf den ersten Blick scheint Die Forderung etwas Berechtigtes zu haben, cer.n jeder, der heute fein Auskommen hat, ist gewissermaßen moralisch verpflichtet, einem Hun­gernden nicht noch die Möglichkeit des Brot- verdicnens wegzunehmen. Geht ma t der Frage tcÄ weiblichen Doppelverdienens auf ?en Gruick>. so muß man jedoch erkennen, daß heule die ver­heiratete Frau in den Kreisen des Arbeller- standes und deS kleinen Mittelstandes, in die die weiblichen Angestellten meist bineinbeiralen, nid'l zugleich auch die versorgten Frauen lind, daß -von ichrer Mitarbeit viellnehr die Existenz der Famllie überhaupt in vielen Fällen abhängig ist. Zudem stellt es sich heraus, daß die Zahl der berufstätigen verheirateten Frauen bei wei­tem nicht so groß ist, wie man das vielfach annimmt.

Ter Verband der weiblichen Handels- und Bureauangestellten, die größte Frauenberufs­organisation Deutschlands, hat sich durch eine Umfrage einen Einblick in Die Derhältniffe der berufstätigen verheirateten Frauen innerhalb der eigenen Mltgliederrcihen verschafft. Anfang 3a- nuar 1926 umfaßten Z6 Gefchäftsstellen mit ins- getarnt 65 142 Mitgliedern nur 3637 »Frauen", also Verheiratete, Verwitwete und Geschiedene oder getrennt Lebende. 471 dieser .Frauen" waren stellenlos. Es arbeiteten also nur 3166, gleich 4,9 Prozent, der Gesamtmitglieder als .Frauen" leinschl. Witwen und Geschiedene) in der Wirt­schaft. Etwa die Hälfte dieser Frauen, gleich 1789, beantworteten die Fraged'acn. Von diesen waren zwei Drittel (1134 »Frauen", gleich 63,4 Prozent) unbebingt auf das Verdienen angewiesen, und zwar 35,4 Prozent (632) aller antwortenden Frauen, weil sic Witwen oder Geschiedene waren und die übrigen 28 Prozent (502), weil sie trotz Verheiratetseins dem Berufe nicht fernbleiben konnten. Als Gründe hierfür wurden angegeben: Stellenlosigkeit oder Kurzarbeit ober nur teilweise Erwerbsfähigkeit oder völlige Arbeitsunsähigkeit oder unsichere oder unständige Beschiistigu.ig her Ehemänner, LlnterhaltungSverpflichtung gegen­über Ellern, Schwiegereltern. Geschwistern, hohe Miete für möbliertes Wohnen, doppelte Haus­haltführung infolge Eigenart des Berufes des ManneS, nachträgliche AuSstenerbefchaffung. da die FriedenSersparnifse entwertet, besonders un­glücklich? Fainilienverhältnille usw ufto. Die reft- llchen 36.6 Prozent (655) aller antwortenden Stauen sind nicht als ausgesprochene Doppel- Verdiener anzusehen, denn einerseits ist der Le­benskampf in den kleinen Kreisen so schwer, daß jeder hinzuverdiente Groschen zur Bestreitung der notweirdigsten Ausgaben dient, andererseits wurden zu diesen ..Doppelverdienern" statistisch eine ganze Zahl Frauen eingereiht, die einen irgendwie berufstätigen Mann haben, deren nähere persönliche Verhältnisse aber unbekannt blieben. Auch absolut genommen ist die Zahl dieser Frauen so klein, daß eine gesetzliche Aktion gegen die berufstätige verheiratete Frau nicht darauf aufgebaut werden könnte.

Eine Sanierung unseres Wohnungswesens würde übrigens die Reihen der Fraueir im kauf­männischen Berus noch weiter lichten, denn manche Angestellte bleibt nach der Verheiratung weiter im Beruf, weil ihr mangels einer eigenen Woh­nung Betätigungsmöglichkeiten im Haushalt feh­len. Erft durch das Erarbeiten einer Bauzufchuh- smnme kann sich die junge Frau, die oft von ihrem Manne getrennt noch bei den Eltern wohnen muß, das eigene Heim, die eigene Fa- milie, erkämpfen. Aur die Hälfte der antworten-

L. U. Von der Landesuniverfitat. Der ordentliche Prosefsor an der Philosophischen nafultät der Landesunioersitat Gießen Dr. Karl Hermann Scheu mbn n wurde auf sein Nach, suchen mit Wirkung vom 1. Oktober d. 3. ab aus dem hessischen Staatsdienst entlassen. Professor Scheumann hat einen Nus an die Ted)nische Hoch- schule Berlin-Charlottenburg angenommen.

~~ Lehrgänge für Schulturnen undBewegungsspiele wurden dieser Tage in verschiedenen Städten des Hesfenlandes er­öffnet- Ein saldier Kursus nahm auch gestern unter zahlreicher Beteiligung von Lehrern der Volksschulen und der höheren Lehranstalten deS Kreises Gießen hier seinen Anfang.

Belehrung der Schüler über P o st f e n d u n g s v o r f ch r i f t e n. Im Post- verkehr erweist es sich immer mehr als miß. ständig, daß die Postversendungsvorfchristen nicht genügend beachtet werden. Die älteren Schüler sollen deshalb entspred)end belehrt werden. Die Postbehörden haben Merkblätter über die wichtig- ften Vorschriften herausgegeben und an die Kreis- und Stadtfchulämter, Direktionen der höheren Lehr- anftalien, die Leiter der höheren Bürgerschulen und an die gewerblichen Nnterrichtsanstalten gesandt.

Aus dem Gießener Standes­amt s r e g i ft e r. In der Zeit vom 4. bis 13. August ereigneten sich in unserer Stadt fol­gende Todesfälle: Bernhard Martin LübberS, 6 Jahre alt, Roonstraße 31. Karl Paul Müller Friseur. 53 Jahre. Wagengasse 11, Käthe Repp 10 Monate. Kleine Mühlgasse 7, Dr. Georg Kipper, vrakt. Arzt. 57 Jahre. Wilhelmstraße 9, Marie Balser, ohne Beruf, 76 Jahre, Licher Straße 74. Katharine Wagner, geb. Al back). 74 Jahre, Wolfstraße 4, Alvert Lindig. Bäcker, 58 Jahre. Weserstrahe 20, Therese Backhaus Hausdame, 69 Jahre, Rordanloge 29, Heinrich Smmelius, Rentner, 74 Jahre. Wilhelmstr. 26 Walter Becker, 4 Monate, Brandgasse 7. und Otto Gustav Trautmann, Univ.-Musikdirektor 59 Jahre, Moltkeftr. 6.

Eichenknüppel

fitzt in Abt. 19 (Philosophen- wald). 6709B

Gießen, den 16. August 1926.

Der Oberbürgermeister. I. D.: Dr. Seid.

Hessischer Landgemeindetag.

®cr. Erstand deS Hetsi chen Landaemcindc- tags befaßte >,ch in seiner am 16.1.0Htu. ftatt- gcbablen Sitzung u. a. auch mit der Frage der E r w e r b s l o ' e n f ü r s or g e. die namentlich in den Jndustriegemeinden. moelbft bis zu 20 Pro­per Gesamtbevölkerung «nicht der arbeitenden Be­völkerung) erwerbslos find, mit ihren notwendig werdenden Aufwendungen für die Gemeinden untragbar wird SS galt insbesondere auch die Frage zu prüfen, in welcher Weise sich die Für­sorge sur die angesteuerten Erwerbsiofen weiter­hin zu vollziehen hat. Die von dem Deutlchen Landgemeindetag bereits bei der Reichsregie­rung gestellten Anträge wurden deshalb gebilligt und weiter belchloslen. an den zuständigen Stellen in Darmstadt und Berlin keinen Zweifel darüber zu lassen, daß die Gemeinden angesichts ihrer gespannten wirtschaftlichen und finanziellen Ver­hältnisse aus absehbare Zeit hinaus nicht mehr mi Stande sind, die von ihnen aufzubringenden Anteile zu den DerwaltungSkosten der Erwerb«- losenfürsorge zu tragen. Wurde doch hierbei der untrügliche RachweiS geführt, daß in Ge­meinden in der Rähe von Großstädten bereits feit Monaten eine Erwerbslosigkeit besteht die weit über den Reichsdurchschnitt hinauSgeht" und die Aufwendungen der Gemeinden daS gesamte Steueraufkommen in Anspruch nehmen. Wenn deshalb von den Gemeinden die plebernahme aller Aufwendungen auf dem Gebiete der Er- werbslofenfürforge auf da« Reich durch ent­sprechende Gestaltung einer Arbeitslosenversiche­rung gefordert wird, so entspringt diese Forde­rung nur einer zwingenden Rotlage der Ge­meindeverwaltungen.

Im weiteren beschäftigte man sich mit der Art der Verteilung der B a u k 8 st e n z u s ch ü s s e und insbesondere der vorn Reich zur Verfügung gc- siellten Zwischenkredite. Es wurde hierbei in erster Linie die Beseitigung des sehr zeitraubenden Ver- fahrens bis zur Auszahlung der Baudarlehen. die erst nad) erfolgter Eintragung der Sicherungshypo- theken erfolgt, gefordert und befchloffen, in Ver- Handlungen mit dem hessischen Ministerium für Ar­beit und Wirtschaft untei allen Umständen zur För- dcrung der Bautätigkeit eine Vereinfachung dieser umständlichen, ledigliä, nach buremikratischen Prin­zipien erfolgenden Mitielverteilung herbeizuführen.

Der von der Regierung zur Stellungnahme vor- gelegte Antrup der Abgeordneten Böhm und (*)e- nossen auf Einführung einer Betrieb» st euer wurde für undurchführbar gehalten, und zwar schon um deswillen, weil er eine Teilung der Steuer in einem Gemeinde- und Staatsanteil zu beroerfflel- lijjen sucht. Auch weitere für die Landgemeinden sehr wichtige Gesichtspunkte sprachen nicht für eine Be­fürwortung des Antrags durch den Hessischen Land- gemeinbetaa. 3m übrigen wird bei der Beratung des neuen Gemeindeumlagengesetzes Gelegenheit ge- geben sein, noch eingehender auf diese Frage a,rück­zukommen.

Schließlich sah sich der Vorstand angesicht« der durch die Aushebung der Richtlinien für die Bef oldu n g der Gerne in d ebe a m t e n in den Landgemeinden von Tag zu Tag sich mehrenben Willkürakten der Gemeindevertretun- gen den Beamten und Bürgermeistern gegenüber genötigt, auch zu dieser, die Gemeindeverwalturl- gen außerordentlich berührendeir Frage Stellung

Bekanntmachung.

Rachdem die Zustellung der Steuer­bescheide über die Gemeinde-. Kreis - und Provinzialumlagen einschl. der Sonder­gebäudesteuer für Aj. 1926 an die Zahlungs- pflichtigen stattgefunden hat, wird als Tag. an dem die sämtlichen Steuerbescheide als zugestellt zu gelten haben, der 14. August 1926 festgesetzt. 67006

Diejenigen Grundsteuer-, Gewerbe­steuer u. Sondergebäudesteuer.Pflichtigen, die bisher einen Steuerbefcheid nicht er­halten haben, werden aufgefordert, dies alsbald beim städt. AechnunaSamt, Stadt- Haus Bergstraße, Zimmer 16. anzuzeigen.

Gießen, den 16. August 1926.

Der Oberbürgermeister 3.03.: Dr. Seid.

Bekanntmachung.

Grummetgras - Versteigerung der Stadt Giehen.

IHontag, den 23. August, und Diens- tag. den 24. August 1926, soll das Grum- metgras von den städt. Wiesen öffentlich meistbietend versteigert werden, und zwar:

Montag, den 23. August 1926:

a) vorm. 8 Ahr an Ort und Stelle von Wiesen in der Schwarzlach in

5 Abteilungen. Zusammenkunft Mar- burger Straße 25 (Jeckel, Karl).

b) norm. 9 Uhr Zusammenkunft am ^chlachthof von den Wiesen im Neu­stadter Feld, Hohleiche und auf der Insel.

c) oorm 1(H Uhr in der Restauration r°n N Schnmpf, Äaiferattee 4, von öen Wiesen am alten Wetzlarer Weg bei der Thromschen Fabrik, am Weiher, am Ohleberg, im Heegstrauch am alten Steinbacher Wea (Rußland).' d) nachm. 2 Ahr in der Restauration Philosophenwaid- von den Wiesen im Wiesecktal, am Fürstenbrunnen, an der Eselswiese (fr. Staat) und von den Diesen in der Gemarkung Wieseck. Dienstag, ben 24. August 1926.

a) vorm. 9 Ahr an Ort und »teile an der Anneröver Straße von den Wie- sen am Altentisch und Utersbrunnen, anschließend an der Rödger Straße