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Vernehmung noch seiner seine Tat so

keinerlei Reue, gab vielmehr Freude darüber Ausdruck, daß gut gelungen sei.

Preußen.

Rheinhessen.

Ein 17 jähriger Muttermörder.

WER. Bingen, 15. Oft. Der in Aßmanns- hausen geborene 17jährige Taglöhner Wilhelm Konrad, der in einer hiesigen Weinhandlung beschäftigt war, hat gestern abend im Hausflur der elterlichen Wohnung seine 42 Jahre alte Stiefmutter erstochen. Der Täter blieL ruhig neben der Toten stehen, bis die von dem entsetzten Bater herbeigerusene Polizei kam und

Zrenzen, sie schwankten zwischen 100 und 200 Mk. ür geringere und 800 bis 1000 Mk. für beste Tiere. Es verblieb großer Llebcrstand.

Am Mittwvchnachmittag erfreute der R e i t- i n ö Fahrverein die sehr große Besucher- char durch hervorragende reitsport- . iche Vorführungen, die allenthalben leb­haften Beifall fanden. Die erste Gruppe (Grün- 5crg) errang im Schulreiten mit zehn Pferden i>ei 117 Punkten den Ehrenpreis, die zweite Ab­teilung (Mücke) erhielt mit fünfzehn Pferden bei 120,2 Punkten den dritten Preis, die drttte Ab­teilung (Grünberg) mit zehn Pferden bei 165,3 Punkten den vierten und die vierte Abteilung Rieder-Ohmen) mit sieben Pferden und 90,6 punkten den zweiten Preis. Im Einzelreiten er­hielten Ide, Grünberg, den ersten. E r 6,_ Stan­genrod, den zweiten, Karl Iöckel, Grünberg, den dritten, Schlosser, Grünberg, den vierten preis. Trotz des starken Besuches der Reiter­spiele erli t der Menschenandrang auf dem Markt­platz keine Einbuße. .

Die Gesamtzahl der Besucher wird ruf etwa 12 000 Personen geschäht. Rach den bisherigen Feststellungen war die Grünberger Geschäftswelt mit dem Ergebnis des ersten Gallusmarkttaqes außerordentlich zufrieden, ob­wohl dec Rindvieh- und der Schweinemarkt aus­gefallen waren. Auch am zweiten Gallus- markttag war der Besuch von außerhalb sehr st a r k, so daß die Hoffnungen aller Ge° sch^'' kreise auch an diesem Tage Erfüllung ge- fiW*4. haben dürsten.

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Frau E. B. in H. schreibt:Mein Mann trinkt Ihren Kaifee, ohne zu merken, daß es kein reiner Bohnen­kaffee ist, sondern Quieta".

Gold 120 Pfff.. Gelb 90 Pfff.. Rot 55 Pfff.. Grliu 28 Pfg. Quieta ist 23 mal so ausgiebig wie Bohnen- und Malzkaffee!

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Schicksal Jhrer Wäsche. WWM und Sie selbst haben es m der JSand. benutzen jyr Sie daher zum Waschen

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Seifetipulven

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(beides zusammen W) Sie haben dann die He - wißhe/f daß Jhre Wäsche geschont und nicht an­gegriffen wird.

Fehlen der Wasserleitung. Auch die größeren Orte der Umgebung, wie Nieder-Ohmen, Merlau und Flensungen sind noch ohne Wasserleitung. Sollte es nicht durch verständnisvolles Zusammenodeiten der in Frage kommenden Gemeinden möglich sein, dem allgemein ersehnten Ziele einer zeitgemäßen Wasserversorgung näherzukommen?

Starkenburg.

"Darm st ad t, 15. Oft. Die Stad 1 Darin­st a d t hatte einen künstlerischen Wett­bewerb zur Erlangung von Cntwür'en für ge­schäftliche Anpreisungen ausgeschrieben, der sich aus Darmstädter Architekten be­schränkte. In der ersten Gruppe wurde nur ein Preis verteilt, der dem Regierungsbaumeister Weber zufiel. In den beiden anderen Gruppen waren Studienrat Stumpf von der Baugewerk­schule zusammen mit den Bauschülern Schnei­der, Ginsfeld, Masche und Kern Preis­träger.

Meon zu 15 Jahren Zuchthaus verurteilt.

WER. Mainz, 15. Oft. Zu Beginn der gestrigen Rachmittagssihung im Meon-Prozeß wurde zunächst die Zeugenverneh m u n g beendet. Im Anschluß daran erstattete Sanitäts- rat Dr. H i r s ch f e l d (Berlin) sein S a ch v e r - tändiaen-Gutachten, das zu folgenden Schlußfolgerungen führte:

1. Eine Störung der Geistestätigkeit im Sinne des § 52 des R. Str. G. D. sei nicht vor­handen gewesen.

2. Dagegen liege die Verminderung der Zu­rechnungsfähigkeit im Sinne einer schweren Neuropathie vor.

3. Das Rervenshstem Meons^habe sich in einem labilen Gleichgewicht befundeNT^auf kleine Anlässe habe er überwertig reagiert.

4. Eine von langer Hand geplante Handlung halte er nicht für vorliegend. Die von dem An­geklagten angeführten Motive zur Tat beruhten auf einer Selbsttäuschung. Das Geldbeschaffungs­motiv könne auch bei der Affekthandlung eine Rolle gespielt haben. Aus den reflektorischen Vor­gängen bei der im A sekt begangenen Tat könne keine Lleberlegung gefolgert werden.

Die übrigen Sachverständigen kamen im gro­ßen und ganzen zu denselben Schlüssen.

Am heutigen vierten Vrrhandlungstag hielt zunächst Oberstaatsanwalt Bechtold seine Anklagerede. Er beantragte, Meon wegen Mordes in Tateinheit mit Raub zum Tode zu verurteilen und auf die üblichen Rebenftrafen zu erkennen. Hierauf sprach der erste Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. R e u s ch ä f f e r. der schließ­lich beantragte, den Angeklagten wegen vor­sätzlicher, jedoch ohne Lieber! e g u n g ausgeführter Tötung eines Men» s.che n zu bestrafen, unter Versagung mildernder Llmstände. In der Rachmittagssihung schloß sich der zweite Verteidiger, Rechtsanwalt Dr. Wolff, dem Anträge seines Vorredners an. Hierauf ergriff der Oberstaatsanwalt noch einmal das Wort zur Entgegnung, worauf der Angeklagte ein kurzes Schlußwort sprach.

Rach IVrstündiger Beratung verkündete der Gerichtshof

das Urteil.

Der Angeklagte wird wegen vorsätzlicher, jedoch nicht mit Lleberlegung ausgeführten Tötung der Anna Gillmann unter Ablehnung mildernder Llmstände zu einer Zuchthausstrafe von 15 Iah r en verurteilt. Wegen der Aneignung des Geldes der Anna Gillmann erhält er eine Gefängnisstrafe von einem Iahr. Als Gesamt­strafe wurde auf eine Zuchthausstrafe voy 15 Jahren erkannt. Wei er wurden dem Angeklagten die bürgerlichen Ehrenrechte auf die Dauer von 10 Iahren aberkannt und die Kosten des Ver­fahrens auferlegt.

Zur Begründung führte der Vorsitzende aus, daß zwar eine Reihe von Momenten dafür sprechen, daß der Angeklagte sowohl bei der Fassung des Planes, als auch bei der Ausfüh­rung der Tat mit Lleberlegung gehandelt habe, daß aber andererseits eine Reihe von Grün­den entgegenstehen. Der Gerichtshof hält des­halb nicht den vollen Beweis dafür erbracht, daß Meon bei der Tat mit Lieberlegung gehandelt habe. Demgemäß mühte die Verurteilung auf Grund des § 212 des Strafgesetzbuchs wegen Totschlags erfolgen. Wegen der Schwere der Tat müsse den Angeklagten die volle Strenge des Gesetzes tre fen. Mildernde Llmstände müßten ihm versagt werden. Auch die er­littene Llntersuchungshast könne nicht angercchnet werden.

aus sie ein, als sie mit einer Schüssel Salat: hereintrat. Durch einen tiefen Stich in die Lungenschlagader getroffen, sank die Frau tödlich verletzt nieder. Der Täter beugte sich dann über die schwer röchelnde Frau und brachte ihr noch drei weitere Stiche in den Brust­korb bei. Der Tod trat auf der Stelle ein. Der Bursche blieb dann ruhig neben seiner toten Mutter stehen. Als die Polizei eintraf, rief der Mörder:Hier bin ich!" und ließ sich ruhig 'estnehmen. Vollkommen ruhig erzählte er dann, daß er die Tat mit voller Lieberlegung begangen habe. Er wisse ganz genau, daß ihm, weil er noch keine 18 Jahre alt sei, nicht viel passieren könne. Der Bursche zeigte bei seiner

geschoben werden müssen.

0 Wetzlar, 15. Oft. Der Verkehrsoer- ein für Stadt und Kreis Wetzlar hat die Einrich­tung einer K r a f t po stl in ie Wetzl crr-Weiden- Hausen - Velpertshausen - Reiskirchen - Rau­born-Wetzlar angeregt. Es sind Verhandlungen mit den beteiligten Gemeinden wegen Lleber- nahme der Garantiesummen im Gange, bei denen die Gemeinden auch ihre Wünsche wegen der Ge­staltung des Fahrplanes zu äußern Gelegen­heit haben.

<2> Klein-Rechtenbach, 15. Oft. Der Bau eines neuen Schulhauses für die hiesige Gemeinde, über den vor kurzem imGreß. Anz." berichtet wurde, wird nunmehr Wirklichkeit. Bei der jetzt vorgenommenen submissionsweisen Vergebung der Arbeiten erhielten folgende Llnter- nehmer als Wenigstfordernde den Zuschlag: Maurerarbeiten Rehorn und H ö ch st - Klein- Rechtenbach, Zimmerarbeiten Schäfer- Rieder- wetz, Dachdeckerarbeiten K r i k a u - Wetzlar, Klempnerarbeiten Brück- Leihgestern und Schmiedearbeiten Schmidt und Rehorn- Klein-Rechtenbach. Mit den Ausschachtungsarbei- ten und der Herstellung der Fundamente ist be­reits begonnen. Man hofft, die Schule noch in diesem Herbst im Rohbau fertigstellen zu können. D':e Bauleitung liegt in Händen des Kreisbau­rates zu Wetzlar. Wie bei allen Submissionen ähnlicher Art, so war auch hier zwischen dem Höchst- und dem Wenigstfordecnden ein wesent­licher Preisunterschied zu verzeichnen.

CO Hochelheim, 15. Oft. Hier stürzte gestern an einem Reubau ein Maurer hand­langer aus einer Höhe von einigen Metern vom Gerüst ab und zog sich hierbei er­hebliche Verletzungen am Rücken und Llnterleib zu.

O Hörnsheim, 15. Oft. Der hiesige Turnverein trägt sich schon lange mit dem Gedanken, eine Turnhalle zu erbauen. Gin dringendes Bedürfnis hierzu ist insofern vor­handen, als jetzt ein geeigneter Raum, in dem der Turnverein seine Llebungen abhalten könnte, nicht

Kirche und Schule.

Evanq.-kuth. Konferenzen Oberhessen-Ztarkenlmrq.

ri. Die vereinigten evangelisch-lutheri­schen Konferenzen für Oberhessen und Starkenburg hielten im Kronenhof in Frank­furt unter der Leitung von Pfarrer Hch. Wagner, Darmstadt, verbreitete sich in längerem Vortrag über ihr nahm auch der Superintendent für Oberhesfen, Oberkirchenrat Wagner, Gießen, teil und gris wiederholt mit wertvollen Ausführungen und An­regungen in die sehr lebhafte Aussprache ein. Pfr Koller, Kelsterbach, hielt die Eröffnungsandacht. Zur Besprechung stand die Lage der Leipziger Mission und die Tätigkeit der für sie arbeitenden Missionsvereine in Oberhessen (Leiter Stiftspfarrer

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Oberhessen.

Landkreis Gietzen.

» Älten-Duseck, 15. Oft. Der älteste J Mann unserer Gern ei nde, Landwirt Georg Eberhardt Stiehl, wurde unter zahl­reicher Beteil gütig zu Grabe geleitet. Er hatte ein Alter von 87 v2 Iahren erreicht. B'.s zuletzt erfreute er sich nach körperlicher und geistiger Rüstigkeit. 33. Jahre war er M.tglied der evan­gelischen Kirch-engeme'mdevrrtretung. Das Ge­dächtnis des wackeren, tätigen, freundlichen Mannes wird in Ehren bleiben.

* Londorf, 15. Oft. Hier wurde ein Reit- | und Fahrvetein gegründet, dem bis jetzt die Orte Londorf Kesselbach. Odenhausen und Geils- , Hausen angeschlossen sind. Eine Anzahl gedienter , Soldaten von berittenen Truppen hat sich als Reit- 1 lehrer zur Verfügung gestellt Allwöchentlich finden di? Reitübungen aus einen geeigneten Reitplatz in der Mhe Londorfs statt. Bis jetzt haben sich zwei Abteilungen von Iungreitern gebildet. Für später sind noch Fahrübangen und Vorträge über Pferde­zucht und pflege in Aussicht genommen.

Kreis Friedberg.

WSR. Friedberg. 15. Oft. Die vor einigen Tagen gebrachte Meldung über einige Typhus fälle in Holzhausen vor de r Höhe wird nunmehr auch amtlich bestätigt. Danach find im Laufe des Sommers und Herbstes einige Typhus älle vorgekommen, deren Llr'ache noch nicht festgestellt werden konnte. Seit drei Wochen sind keine neuen Fälle zu ver­zeichnen so daß keine Bedenken bestehen, die K.rchweihe abzuhalten Die Wasserverhält- nisse in Holzhausen sind sehr schlecht. Man hofft, daß endlich der Bau einer Wasser­leitung vorgenommen wird. Rach Ansicht der Sachverständigen wird auch die Benutzung des Wassers des Erlenbachs als eine ständige Ge­fahr für die Bewohner Hol-Hau'fens angegeben.

WSN. Vilbel», 15. Oft. Der hiesige G e - me inbe rat stimmte einstimmig der Ab­machung mit der Stadt Frankfurt auf Errich­tung einer Autolinie Frankfurt Fried­berg e r Warte Heiligenstock V i l- b e l zu. Die Fahrpreise sollen den Sätzen bet Reichsbahn und der Frankfurter Straßenbahn an­gepaßt werden.

sf. Friedberg, 15. Oft. Der F r a u e n v e r - ein vom Roten Kreuz für Deutsche über See hatte gestern abend zu einem Vor­tragsabend in die Aula der Augustinerschule eingeladen, der sehr gut besucht war. Als Rednerin war Frau Else Döring-Landmann gewon­nen, die über ihre Kubareise nach dem Weltkriege sprach. In lebendigem und fesselndem Vortrage ließ sie das herrliche Tropenland wie einen Garten Eden vor den Zuhörern erstehen, unterstützt durch vor­zügliche Lichtbilder nach eigenen Ausnahmen. Es gelang ihr ausgezeichnet, ihren Zuhörern vielseitige und umfassende Eindrücke zu vermitteln.

* Bad-Nauheim, 15. Oft. Die Weingroß­handlung Ernst H u p f e l d dahier blickt am 19. b. M aus ihr 50jähriges Bestehen zu­rück. Aus den bescheibensten Anfängen heraus hat sich bie Firma durch den Fleiß und die unermüdliche Tätiakeit des Begründers und durch die Wirksam­keit seines Sohnes, des jetzigen Geschäftsinhabers, zu einer Weltfirma emporgeschwungen, die sich so­wohl im In- als auch im Ausland des besten Rufes erfreut.

!?! Bönstadt, 15. Oft. Dieser Tage wurde der älteste Einwohner unserer Ge­meinde, der Landwirt Adam M eih, zu Grabe getragen. Er hat ein Alter von 9 1 Jahren erreicht. Fünf Kriege hatte er erlebt: Die Revolutionsstürme von 1848, den deutsch­dänischen Krieg, den deutsch-österreichischen, den deutsch-französischen und den Weltkrieg. Dis zu seinem Tode war ihm die körperliche und die geistige Frische erhalten geblieben.

Kreis Büdingen.

WSN. Büdingen, 15. Oft. In einem benach­barten Basalt st einbruch wurde der verhei­ratete Steinbrucharbeiter Richard Schäfer von herabstürzendem Gestein verschüttet. Seine Verletzungen waren so schwer, daß der T o d auf der Stelle eintrat.

Kreis Alsfeld.

I Mücke, 15. Oft. Unser aufstrebendes Ge­meinwesen entwickelt sich immer mehr zu einem wichtigen Verkehrsplatz. Infolgedessen ist auch die Bautätigkeit in den letzten fahren sehr rege gewesen. Allein im letzten Jahre sind 4 Neubauten errichtet worden, barunter einer von DerDeutschen Bau- unb Siedlunasgemeinschaft", Sitz Darmstadt. Reger Verkehr herrscht gerade jetzt, da hier viel Heu, Kartoffeln und andere Landes- produkte auf die Bahn verladen werden. Ausge- laden werden besonders Baumaterialien, Kohlen unb Düngemittel. Als ein Mißstand macht sich hier immer mehr das Fehlen einer Wasser­leitung bemerkbar. Dor dem Kriege bestand der Plan, eine Gruppenwasserleitung zu bauen, aber die beteiligten Gemeinden konnten sich nicht einigen. Unser Gemeinwesen, das zwei große Sägewerke, mehrere Geschäftshäuser, Metzgereien, Postamt, Bahnverwaltung usw. umfaßt, leidet sehr unter dem

vorhanden ist. Als Rotbehelf dient em kleiner Raum m einer Gastwirtschaft. Die Dedürfnis- frage ist also unter allen Llmständen zu bejahen. In Erkenntnis der Rotwendigfeit dieses Baues will die Gemeinde einen Bauplatz, sowie aus ihren Waldungen das erforderliche Bauholz unent­geltlich zur Verfügung stellen. Die Gemeinde hat an dem Dau einer Halle insofern Interesse, als in ihr Gemeindeversammlungen. Kurse jeglicher Art und ähnliche Veranstaltungen abgehalten und die Turngeräte von der Schule mitbrnuht werden könnten. Ein geräumiger Spielplatz ist ebenfalls vorhanden. Wie immer in derartigen Fällen, so steht und fällt auch hier das Projeft mit der Auf­bringung der erforderlichen Mittel. Die Daukosten dürften sich, gering veranschlagt, auf über 20 000 Marf belaufen. Trotzdem die Gemeinde den Dau- platz und das Bauholz unentgeltlich zur Verfü­gung stellen will und ein erheblicher Teil der Bauarbeitern von Vereinsmitgliedern fostenlos ge­leistet werden wird, bleibt immer noch ein be­deutender Betrag der Baukosten ungedeckt. Die Finanzierung wird daher dem Verein nur dann möglich sein, wenn ihm staatsserttg eine namhafte Beihilfe gewährt wird. Im Interesse der Förde­rung der Jugendpflege wäre es sehr zu be­grüßen. wenn dem von dem Verein gestellten Anträge auf Bewilligung einer staatlichen Bei­hilfe im weitestgehenden Llrnfange stattgegeben würde. Der Verein zählt gegenwärtig über 60 Mitglieder.

Kreis Marburg.

][ Marburg, 15. Oft. In einem in der Rähe der Kaserne gelegenen Hause zündete beim Spielen mit Streichhölzern ein Junge ein Bett an. Durch das Ge'chrei und den aus 'dem Fenster dringenden Qualm aufmerfsam ge­macht, gelang es einigen Soldaten, den Brand zu ersticken und größeres Llnglück zu verhüten. Der heutige Schweinemarkt war mit 745 Ferkeln und Lächern beschickt. Preise für Ferkel: vier bis sechs Wochen alt 20 Mk., sechs bis acht Wocben alt 25 bis 27 Mk., acht bis zehn Wochen alt 30 bis 35 Mk., für Läufer 50 bis 80 Mk. das Stück. Im nahen Dorfe Elnhausen wurde in der vergangenen Rächt an verschiedenen Stel­len eingebrochen. Den Tätern, die noch nicht ermittelt werden konn en, fielen Wäsche, Lebens­mittel und verschiedene Gegenstände in die Hände.

Kreis Bievenkops.

sch. Biedenkopf, 15. Oft. Die Villa Handschuh in Buchenau, die bisher von Fabrikant Schäfer bewohnt wurde, ist jetzt an ein Konsortium verkauft worden, das sie in eine Anstalt für Altersschwache und Epileptische umwandeln will. Der Kauf­preis betrug 65 000 Mark.

Dillkreis.

bl. Dillenburg. 15. Oft. Dem Vernehmen nach wird das jetzt noch leer stehende Gebäude des früheren Lehrerseminars in aller Kürze belegt werden. So sollen eine Reihe von Aemtern der Stadt, die seither räumlich sehr begrenzt waren, hier untergebracht werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach werden dann auch einige Wohnungen hergerichtet werden können.

Maingau.

WSR. Frankfurt a. M., 15. Oft Rach einer Mitteilung des Frankfurter Milchhändler­vereins tritt ab 17. d. Mts. eine Senkung des Milchpreises um einen Pfennig pro Liter ein. Der Verkaufspreis beträgt ab Laden 30, frei Haus 32 Pfennig. Als am Donnerstag nachmittag ein beim Grundbuchamt beschäf­tigter Kanzleisekretär sein Dienst­zimmer verlassen wollte, um sich nach Hause zu begeben, wurde er verhaftet. Er steht im Verdacht der LI r k u n d e n f ä l s ch u n g. der Amts Unterschlagung, ferner soll er H h - pothekenbriefe gefälscht Habern In der vergangenen Rächt gegen 1 Llhr wurde ein Mann auf dem Rotekreuz-Platz hilflos auf­gefunden. Rachdem er in seine dort befind­liche Wohnung verbracht worden war. b e w a f f - neteer sich mit einem Beil und bedrohte damit seine Ehefrau. Kurz darauf stürzte er die Treppe hinunter und zog sich eine schwere Kopfverletzung zu. die seine Lieberführung in das Heiliggeisthospital erforder-

Schorlemmer, Lich) unb Starkenburg (Letter Pfarrer Geringer, Darmstadt). Pfr. H i ck e l, Darmstadt verbreitete sich in längerem Vortrag über bie Arbeit ber Leipziger Mission, bie jetzt wieder ungehinbert ihren Dienst in Indien unb Ostafrika tun barf, unb machte praktische Vorschläge zur Or­ganisierung ber Arbeit in ber Heimat. Pfarrer Draubt, Niebererlenbach, berichtete über ben Leipziger Missionskursus, an bem er teilgenommen hatte. Es sei erwähnt, baß sich zur Zeit ein Ober­hesse, Herr Suppes aus Schlitz, im Seminar zu Leipzig befinbet, um bort seine Ausbilbung als Missionar für Jnbien ober Afrika zu erhalten. Nach sehr eingehenber, mehrere Stunben währenber Aus- spräche würbe die Tagung mit bem von Stiftspfarrer Schor le mm er, Lich, gesprochenen Gebet unb Segen geschlossen.

Verlängerung der Polizeistunde

Der preußische Minister des Innern erließ, wie derAmtliche Preußische Pressedienst" mit­teilt, eine Verordnung über die Abänderung der Polizei st unde in Preußen. Da­nach erhält Berlin eine allgemeine Verlän­gerung der Polizeistunde bis 3 Llhr. In den übrigen preußischen Städten gilt die neue Poli­zeistunde bis 1 Llhr oder 2 Llhr, je nach der Größe der Städte. In Einzelsällen faim über diese Polizeistunde hinaus nach Anhörung der Organisationen der Arbeitgeber und Arbeitneh­mer Verlängerung genehmigt werden.

Kreis Wetzlar.

0 21 u 5 bem Kreise Wetzlar, 15. Oft. Die Zahl ber Erwerbslosen ist auch im Laufe bes Monats September wieber etwas zu rück- gegangen. Es ftanben Anfang Oktober in ber Erwerbslosenfürsorge: 1460 Hauptunterstützungs­empfänger, 853 Frauen unb 1658 Kinber. Außer­dem wurden 329 Notstanbsarbeiter beschäftigt Hiervon enfaUen auf bie Stabt Wetzlar 448 Haupt­unterstützungsempfänger, 250 Frauen, 447 Kinber unb 61 Notstanbsarbeiter, auf bie ßanbgemeinben bes Kreises 847 Hauptunterstützungsempfänger, 525 Frauen, 1018 Kinber unb 237 Notstanbsarbeiter unb auf bie zu bem Bezirk des Arbeitsnachweises Wetzlar gehörigen Gemeinden des Kreises Bieden­kopf 165 Hauptunterstützungsempfänger, 78 Frauen, 193 Kinber unb 31 Notstandsarbeiter. Der Arbeits­nachweis konnte in einer Reihe von Fällen Arbeit, zum Teil auch solche nach außerhalb, vermitteln. Der Bedarf an Facharbeitern einzelner Berufe konnte kaum gedeckt werden. Im Baugewerbe konnten Maurer und Hilfsarbeiter eingestellt wer­den. Notstandsarbeiten wurden weiter mit Zu­schüssen aus Mitteln der produktiven Erwerbslosen­fürsorge gefördert. Die Inangriffnahme weiter ge­planter größerer Notstandsarbetten wird mit Rück­sicht auf die vorgeschrittene Jahreszeit hinaus­

chn f e ft n a h m.

Eine spätere Meldung teilt noch mit: Dec 17jährige Wilhelm Konrad lauerte 1 dunklen Hausflur < seiner nichtsahnenden Stiefmutter auf und stach mit einem Taschenmesser