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Herr Julius Siesel
im 61. Lebensjahre.
In tiefer Trauer:
Die Beerdigung findet am Mittwoch, dem 18. August 1926, nachmittags 3 Vs Uhr, von der Kapelle des Neuen israelitischen Fried
hofes aus statt. Blumenspenden und Beileidsbesuche dankend verbeten.
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Plötzlich und unerwartet entschlief gestern mein lieber Mann, unser guter Vater
Herr Professor Gustav Trautmann
Herrjulius Siesel
Universitäts-Musikdirektor
im 60. Lebensjahre.
Wesen uns ein leuchtendes Vorbild war.
bereites
Andenken werden wir stets in Ehren halten.
Sein
Gießen, den 14. August 1926.
den 16. August 1926.
Gießen,
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ir Mantog. it und Pluachon eie, Krchenßktz:
vertreten Lieber anderthalb Stunöcn dauerte bet aus 62 Schiffen bestehend« Schiss-sastzug.
Verantwortlich für den lokalen Teil i. V.. Dr. Hans Thhriot.
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eiDolfung wech- Mit leichten rden.
MMM 243 id Celsius. Heu- mb Celsius.
Heute früh verschied nach langem schweren Leiden unser hochverehrter Seniorchef
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Wir verlieren in dem leider zu früh Dahingeschiedenen einen treuen Freund und Berater von edelstem Charakter, der durch unermüdlichen Fleiß und sein stets hilfs-
Lina Siesel geb. Eulau Erna Ambach geb. Siesel Walter Siesel
Trude Siesel
Dr. Hermann Ambach Lisbeth Siesel geb. Rottstein und 2 Enkelkinder.
Krcis Friedberg.
Friedberg, 15. Aug
Briefkasten der Redaktion.
L. M. in S. Im allgemeinen ist eine Kürzung der Miete durch Portotosten nicht statthaft. Ihr besonderer Fall mühte gerichtlich entschieden werden.
Sprechstunden der Redaktion.
12 bis 1 Uhr mittags, 5 bis 7 Uhr nachmittags. Samstag nachmittag geschloffen.
Jür unverlangt eingesandle Manuskripte ohne beigefngtes Rückporto wird keine Gewähr übernommen.
Anzeigenausträge sind lediglich an die Geschäslsstelle zu richten.
Brückenweihe in Frankfurt.
WER. Frankfurt a. M. 15. A'-g. Denn je ein Fest weit über den lokalen Rahmen hinaus Bedeutung gewonnen hat, so ist e* das Frankfurter Drückenfest. Die Beleuchtung, die am Samstag dem eigentlichen Festakt vorausging, wies die Beteiligung von Hunderttaufenden auf. Das Korso der Schiffe, die mit Lampions beleuchtet waren, bot ein farbenprächtiges Bild. Das Feuerwerk verschmolz zu einem farbigen Ganzen. Mit gewaltigen Detonationen und Feuer- regen wurde der Fstch überschüttet. Die eigentliche Einweihung gestastete sich zu einem Festakt von besonderer Bedeutung. Die ganze Stadt war in ein Flaggenmeer verwandelt. 3n Anwesenheit des Reichsverkehrsministers Dr. Kröhne, des preussischen Ministers des Innern, Severing, deS Reichswohlsahrtsministers Hirtsief er, deS Staatspräsidenten von Hessen, Ulrich, des Oberpräsidenten Dr. Schwan- d e r, des Regierungspräsidenten Ehrler u. a. fand die feierliche Grundsteinlegung statt. In der Festansprache wies Oberbürgermeister Dr. Land« mann auf die historische Bedeutung der früheren alten Brücke hin, die dem modernen Verkehr habe Weichen müssen. Von den Ramen der letzten Gestalter erwähnte er den Magistratsoberbaurat Ahlfelder, Stadtrat Schulz und die Architekten v. Hoven und Hebe re r, deren Entwürfe preisgekrönt aus dem Wettbewerb um die Gestaltung der Drücke hervorgingen. Mit Gefühlen der Trauer und Wehmut gedachte er deS Künstlers, dessen Entwurf für die Reugestaltung der Drücke grundlegend war, des im Weltkrieg gefallenen Architekten W. Leonhard. Aachdem die Ehrengäste aus der Insel Aufstellung genommen hatten, und nachdem der Zug der Landsmannschaften auf der Drücke sein Ende erreicht hatte, begann mainaufwärts der SchissSsestzug. Ein Heroldschisf eröffnete den langen Zug, dem fahnengeschmückte Schiffe ou8 den Riederlanden, der Schweiz, Oesterreich usw. folgten. Auch einzelne deutsche Bundesstaaten, wie Bayern, Baden, Sachsen, Hessen, waren
Lpielplan der Frankfurter Theater.
Opernhaus. Sonntag, 15. August, 6.3fr bis 10.30 Ühr: „Lohengrin". Montag, 16.. 7 bis 10.30 ilfjr: ..Carmen". Dienstag. 17., 7.30 biS 10 Uhr- ..Madame Butterfly". Mittwoch. 18., 7.30 bis 10.30 Uhr: ..Der Freischütz". Donnerstag. 19., 7.30 bis 10.30 Uhr- ..Der Opern- ball". Freitag, 20., 7.30 bis 10.30 älhr- ..Mignon". Samstag, 21., 7.30 bis 10.15 Ilfjr: „Der fliegende Holländer". Sonntag, 22., 7.30 bis 10 Uhr: „Boccaccio".
Schauspielhaus. Geschlossen.
In tiefem Schmerz: Helene Trautmann geb. Eckhard Dr. med. Willy Trautmann Else Popp.
hat alles aus- Noch beim Ab. Lebensarten, bei ; anbere bopfe. mb batmi.
tat: „(Bon in nypumpt t)cA, m. K.H.
meinen (Betrug ist der „Ob^hess. Anz." zum Opfer gefallen« Es wurde bei ihm schriftlich eine Todesanzeige von Dad-Rauheim aus aufgegeben, die anttichete. dah der dor ige Zghn-
Heute früh 3 Uhr entschlief nach langem schweren, mit größter Geduld ertragenem Leiden mein innigstgeliebter Mann, unser treubesorgter Vater, Schwiegervater, Großvater, Bruder, Onkel und Schwager
auf der „alten 2Lühl" in einer neuen Halle in Tätigkeit. Da wegen der engen und abschüssigen La« vieler Gehöfte ein Dreschen in der Hofreite nicht gut möglich ist. wird fast alle Frucht an d.e Dreschhallen her angebracht: daher herrscht bei diesen fast ununterbrochen Tag und Rächt ein überaus reger Verkehr der schwer beladenen Erntewagen, und das stete Gebrumme der beiden Dreschwagen ist d:a Bewohnern der Rachbarschaft schon zum gewohnten Geräusch geworden.
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Universität, ingleran der Lehrauftrag für Impfung an der geboten worden. ier ist die Ml- hat die Schule >s Lebens, und inem am ersten Denn sie me. ben und Waott. Sluck einer lan-
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Die Angestellten der Firma J. Schmücker Nachf.
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-er Homberg, 14. Aug. Bei dem Koni g- schieben in unserer Schüycngilde ging Friedr. Gostfeldcr mit 105 Ringen als König" aus dem Wettbewerb hervor. Der Sieger trägt fortan als äustercs Zeichen eine silberne Kette Sie wird endgültiges (Eigentum desjenigen Schützen, brr in Drei aufeinanderfolgenden Zähren König wird. — 3m Lause der vergangenen Woeste wurde durch die Stadt vom Postamts bis zum Hotel Hessischer Hoi ein unterrdttches Kobel gelegt, um die vielen Ständer mit ihren fast unzähligen Drohen und dem großen Gewichte auf den Häusern entbehrlich zu machen.
O Lchrbach. 14. Aug. Da am Dag der Rheinsayrl der Schulen des KrciscS die hiesigen Kinder an den Malern crfranlt waren, unternahmen sie gestern dafür alS (trfnk einen Ausflug nach Frankfurt zur Besichtigung der dortigen Hauptfe-cnswürdigleiten. So gelt insbesondere der Besuch dem Zoologischen Garten. Die Kinder nahmen wertvolle und bleibende Eindrücke von demselben mit nach Haus, wie auch von der Besicht.gung des .Römers ', des Domes und den sonstigen bemerkenswerten Plätzen der Stadt.
Buntes Allerlei.
Dos hundertste Jubiläum de» fterrenkragens.
Eine eigenartige Hundertjahrfeier begeht man jetzt in Amenla, nämlich die Erfindung des Herrenira^ns, die von einer Amerikanerin durch Zufall gemacht wurde. Wie bei so manchen großen Gründungen war auch hier daS treibende Mol io der Wunsch, sich die Arbeit zu er» -eichisrn. Vis vor 100 Jahren war der Kragen mit dem Hemde unzertrennlich verbunden, unb totnn der Kragen schmutzig war. dann muhte da- Hemd zugleich mitgewaschcn werden. Ein amerikanischer Schuhmacher namens Montagu, der zu Troy im Staate Reuyorl wohnte, bidt sehr auf Sauberkeit und wollte lein Hemd mehr fragen, dessen Kragen auch nur den geringsten Fleck auswies. Seine Frau war daher durch das viele Waschen sehr geplagt, und als er ihr eines Tages wieder ein Hemd übergab, das sonst ganz sauber war und nur etwas Schmutz am Kragen aufwics, da ritz sie in ihrer Wut den Kragen vom Hemde ab. Während sie sich nun zornig und betrübt anschickte, den Kroge« wieder aus das Hemd auszunähen, kam chr plötzlich ein genialer Gedanke: Warum sollte sie nicht den Kragen vom Hemde getrennt lasten, ihn allein waschen und dann durch Än6>fe wieder an dem sauberen Hemde befestigen? Wieviel Arbeit würde ihr erspart werden, wenn sie das bei allen Hemden ihres Mannes machte? Gesagt, getan. Sie verlieh zum erstenmal dem Hemd- fragen ein „Eigenleben", und diese Massnahme erwies sich als so praktisch, daß ihre Nachbarinnen ihrem Beispiel folgten. So entstand der moderne Herrenkragen, der seitdem einen so wichtigen Bestandteil der Männerkleidung bildet.
Witot.
August 1926
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Kreis Büdingen.
nck R idda. 14. Aug. Gestern wurde hier unter grober Beteiligung wieder ein Veteran Don 1 8 7 0 7 1 ju Grabe getragen, der Bahnwärter i. 2t. Heinrich Tobias Harth. Der Verstorbene stand im 78. Lebensjahre und per- falj 21 Zähre lang mit peinlicher Gewil'enhastig- leit den Bahnwärterposten zwischen hier unb Ranstadt. Sine Abordnung des Kriegervereins in Ober-Mockstadt, seinem Geburtsorte, gab dem Veteranen mit umflorter Fahne das letzte @c- Icae. Der älteste in unserer Stadt lebende Veteran. Bahnholsvorsteher i. 2t. Hammel, ueht im 86. Lebnsjahrc Die beiden nächste'. Bahnwärter . 2t. Krämer und Weitzbinder- meister Konrad Walther, sind 84. bzw. 81 2ahre alt und haben 1356 und 1870 71 mit- gemacht. Alle drei sind noch auhergewöhnlich rüstig.
* Ridda. 14. Aug. Das Jugendheim deS Vogelsberger Höhenclubs (V. H. C.) auf der Herchenhainer Höhe, das am Himmelfahrttag seine Weihe erhielt, wirb am 21. August feierlich eröffnet werden. Das Heim enthält verschiedene Räume und 90 Betten. 3n dem Versammlungssaale wird dann die Iugend- tagurig des V. H. T. abgeyalten werDen. an die sich am darauffolgenden Tage Gesangsvorträge, Volkstänze. Turnen, sportliche Hebungen, Skizzieren. Geländeübungen u. a. anschlietzen werden.
„?'' Aus dem Riddalal, 14 Aug. Wer jetzt, wo die Hausgätten hochsommerlichen Blumenschmuck fragen, die Dor'er und Städtchen unseres Tales durchwandert, dem mutz e3 auffallen, wie stark die Dahlien als Zierpflanzen in den Gärten Einkehr gehalten haben. Dor Zähren noch waren sie kaum zu sehen. Jetzt scheint e8 fast, als wollten sie die Rosen aus den Gärten verdrängen, deren Zucht sehr oft in unserer durch Rachtsröste gefährdeten Gegend von Miherfolg begleitet ist. Man wendet sich deshalb der DayUenzucht zu. die wesentlich einfacher und viel gewisser ist, tauscht gegenseitig Knollen auS, um anoerc Farben zu den vorhandenen .zu erhalten und freut sich der Dlütenpracht, wenn sie auch nicht den Duft der Rosen ersehen kann.
Hirzenhain, 14. Aug. Die Gründungsfeier der Freiwilligen Feuerwehr nahm einen schönen Verlaus. Rachmittags bewegte sich durch die Straften des Ortes ein stattlicher Festzug. Cir f cmeinfam mit der Werks- seuerwehr der Eisenwerke ausgefuhrter Brand- angriff zeigte die Leistungsfähigkeit der beiden Wehren durch vorbildliche Zusammenarbeit in bestem Lichte. Hieran schloft sich ein gemütliches Zusammensein mit Konzert. Abends vereinigte im Buderus-Haule eine Theatervorstellung die Einwohnerschaft und gab der Gründungsfeier einen würdigen Abschluß.
]:[ Merkensritz, 14. Aug. Ans der hiesigen Kirchweih geriet ein junger Mann in angetrunkenem Zustande mit anderen Kirchweihbesuchern in Streit, in dessen Derlaus dieser durch einen Schlag auf den Kops so schwerverletzt wurde, daft er in das Krankenhaus Gedern eingeliefert werden mutzte.
Krcis Schotten.
= •= Ober-Seemen, 14. Aug. Wegen der hier auSgebrochenen Maul- und Klauenseuche sieht sich die Bürgermeisterei genötigt, den Rindvieh- und Schwein emarlt am 17. ds. Mts. ausfallen zu lassen.
arzt Dr. Ehrmann an den Folgen eines Schlaganfalls verstirben fei. Die Anzeige mußte der Zeitung glauktzalt erscheinen, weil sre von einem Angehörigen der Familie Chrmann unterzeichnet war. Wie sich aber herausstellte, handelt es sich um einen Anonymus und ilrlunben- sälscher aUerschlimmster Art, dessen unbeschreibliche Rohheit und Ee'iühlslosigkeit hier in Dad- Rauheim die Gemüter stark rregl Hal. Die Polizei hat die Angelegenheit bereits in Händen. Hoffentlich gelingt es ihr, den Täter zu entlarven, für den keine Strafe hoch genug fein kann, denn einen „Scherz" kann man seine Handlungsweise nicht nennen, zumal die Anzeige den Dr. Ehrstrann. dcr Junggeselle ist. als „Schwieger- vater", „Grotzvatcr" usw. bezeichnet.
Z Dad-Ranheim, 15. Aug. Den Bemühungen deS Gaunberturnwarts Wilh. Will in Dietzen ist es zu danken, dah sich die hiesigen beiden Turnvereine der Deutschen Turnerschaft (Turnverein 1860 und Männerturnverein), zwischen denen nicht immer das beste Verhältnis bestand, zu einer Arbeitsgemeinschaft unter dem Sammelnamen »Bad-Rauheimer Turnerschaft" zusanrmengeschlossen haben. Der Schritt wird allgemein begrübt. Als Satzung wurde diejenige der (Siebener Turnerschast übernommen. — Der Hanauer Geschichte- verein, der an der Geschichte unserer ehemals hanauischen Badestadt besonders interessiert ist, unternahm heute bei sehr zahlreicher Beteiligung einen AuHslug nach hier. Dr. Schütz von der Bad- und Kurverwaltung und die Dorstandsmitglieder Dr. Martin unb Lehrer Oswald des hiesigen Heimatvereins hatten die Mchrnng der Gäste übernommen. Die technischen Anlagen des Bades, das staatliche Museum unb die geschichtlichen Erinnerungsstätten deS IohanniSber- ges wurden eingehend besichtigt.
Steinfurth, 15. Aug. ilnfer hessischer Rosenvrt, dessen Gemarkung zu einem Zehntel mit Roscnkulturen bepflanzt ift, steht jetzt im Zeichen der R o s e n b l Ü t e, die einen bezaubernden Anblick gewährt und täglich Besucher anlockt, besonders aus der nahen Badestadt Rauheim. Biele neue Sorten, die die Züchter und Gärtner in den letzten Jahren herausgebracht haben, fallen dem Rofensveunde auf. Alle Farben sind vertreten. Täglich werden viele Tausende von 2iosen geschnitten, sorgfältig verpackt und mit der Dahn versandt. Besonders die 2lbend-Schnellzüge, die von Dad-Rauheim ab- gehen, nehmen zahlreiche Packungen mit; am nächsten Morgen können bann unsere Wetterauer Rosen auf den Blumenmärlten der groben deutschen Städte gekauft werben.
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Die Beerdigung findet Dienstag, den 17. August, nachmittags 3Vi Uhr, von der
Kapelle des Neuen Friedhofes aus statt. 0MW


