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oerwickettc und umfangreiche Aufgaben und Schwierigkeiten handelt, unter denen die Schmie­rigkeit der Sprache noch nicht einmal die wichtigste iss. Nun tritt Deutschland in diesen Kreis ein, ohne eine Völkerbundstradition, die England und Franko reich feit Jahren haben, und einem Auditorium gegenüber, in dem ein sehr großer Teil mißtrau» sich und ablehnend der deutschen Vertretung geaen- überstehi. Deutschland hat aber dazu ganz d e besonders schwierige Aufgaben. Es sei nur an die Frage der Geschäftsordnung und der deutschen Sprache erinnert, dann an die Frage der Militärkon trolle, der Investigation, der besetzten Gebiete, an Abrüstung und Man­datsfrage, an Saargebiet, Danzig, Memel und dann vor allem an die Minderheiten- Minderheiten blicken heute auf Deutschland als den gegebenen Vertreter ihrer Rechte und An­sprüche im Völkerbund, und. wie die Antwort des Grafen Bethlen im ungarischen Parlament auf den Antrag, Ungarn möge aus dem Bund aus- treten, seinerzeit zeigte, die Bedrückten in der Welt überhaupt.

istne Fülle von Aufgaben drängt also an bic deutsche Vertretung heran. Deshalb bedarf die Frage, wie diese zusamengesetzt sein soll, ob ein ständiger Vertreter oder eine von Fall zu Fall wechselnde Delegation, der genauesten Prüfung. Es ist selbstverständlich, daß der Außenminister, wie es die der anderen Staaten auch tun, in den großen Fragen zu Beginn der Sitzungen von Rat und Versammlung die Vertretung wahrnimmt. Eben- so selbstverständlich ist, daß er so wenig in der Lage ist, wie die Außenminister Englands oder Frankreichs, diesen oft wochenlang sich hinziehen- den Tagungen ganz beizuwohnen. Desgleichen selbstverständlich ist, daß er nicht in der Lagerist, die Fülle von Aufgaben, von denen nur ein -teil bezeichnet wurde, überhaupt zu übersehen. Das ist für England und Frankreich keine Schande, weil Eng­land in Lord Robert Cecil, Frankreich früher in Lton Bourgeois und jetzt in Paul Boncollr sozusagen einen gegebenen ..Völkerbundsmann" hat. Dieser verkörpert die Dölkerbundstradition, der ist in der Lage, in Uebereinstimmung mit seinem Kabinett, seinen Staat zu vertreten, und er stellt so die not- wendige Einheit in der ganzen Völkerbunds, arbeit' her, die sowieso für England und Frank­reich unverhältnismäßig leichter ist. als sie für Deutschland sein wird.

Damit ist gesagt, daß mit den Aeußerungen der Regierung und des Außenministers zu dieser Frage die Sache noch nicht entschieden ist. Es ist nicht möglich, gewissermaßen erst, wie sich der Außenminister das vorstellt, auszuprobte- ren, was sich als zweckmäßig erroetft und neben den Außenminister jeweils nur die geeigneten Spezialisten heranzuziehen, die dann Deutsch­lands Interesse wahrnehmen sollen. Abgesehen da­von. daß wir für bestimmte Gebiete derartige Spe­zialisten noch nicht hoben, sind gerade Spezialisten wenig geeignet, die führenden Vertreter zu sein. Beispiele in negativer Richtung liegen schon vor. Im ganzen: diese Frage der Vertretung im Völker- bunb muß sehr bald im Laufe der allernächsten Wochen gründlich durchgeprüft und erörtert wer. den, ganz abgesehen davon, daß ja auch das, was die ganze Sache kostet, nachträglich bewil­ligt werden muß. Der Etat für 1926 liegt vor und enthält einen Posten dafür nicht.

Diese Ausführungen sind getragen von der Ge- samtauffassuna, daß, wie man auch zum Völker­bund in der Vergangenheit stand, die Entscheidung jetzt dahin gefallen ist, in einer absehbaren Zeit wird Deutschland im Völkerbund sein. An seinen Eintritt knüpfen sich aus der einen Seite große Hoffnungen, auf der anderen große Zweifel. In jedem Falle wächst der deutschen Außenpolitik eine 1 heute noch nicht übersehbare Summe von Arbeiten yunb Aufgaben damit zu. Und darüber wird Ueber­einstimmung bestehen, daß, da nun einmal die Dinge so liegen, aus den neuen Verpflichtungen und Bindungen Deutschlands nach äußerster Mög­lichkeit herausgeholt werden muß. was zu Vorteil und Nutzen unseres Vaterlandes ist. Wo­bei noch nebenbei als sehr wichtig hervorgehoben werden muß. daß die Völkerbundsvertrelung Deutschlands immer ihren Blick auf Moskau und Washington gerichtet haben muß, daß insonderheit die so oft mit Worten heroorgehobene Selbständigkeit der deutschen Politik nach Osten erhalten, in der neuen Bindung die alte Verbin­dung mit Rußland aufrecht erhalten werden muß.

Alles das zeigt zur Genüge, daß für die Ver­tretung der deutschen Sache in diesen jetzt ent­stehenden Aufgaben, auf den in Aussicht genom­menen internationalen Konferenzen, wie im Völ­kerbund selbst nur d i e besten und fähig- ft e n Kräfte dafür notwendig sind. Es zeigt weiter zur Genüge, daß Kräfte dafür notwendig sind, die sich in diese ganzen Dinge einar bei = ten, die dann wirklich das Gebiet über sehen und beherrschen. Und schließlich hat der Streit der letzten Woche das auch zur Genüge ge- ciot. daß diese Sache hoffnungslos und zu Deutsch­lands Schaden verfahren wird, wenn sich in sie ein unberufener und von ganz anderen Interessen be­stimmter Parteiehrgeiz einmischt. Daß das so deut­lich zurückgewiesen wurde, wie es nötig war. nach­dem dies vrivate Bemühen um Genfer Pöstchen ans Tageslicht gekommen war, das war sehr nütz­lich und notwendig und wird hofsenltich abschreckend wirken!

Wirtschaft.

Börse und Geldmarkt.

Die in der vorigen Woche im Anschluß an die Bildung der European Shares Comp. begon­nene Haussebewegung, die aus verschiedenen Gründen als der Beginn einer neuen Pe­riode an den deutschen Aktienmärk- t e n angesehen werden konnte, hat erwartungs- geir.äh angehalten. Allerdings mit einer kurzen Unterbrechung, da die Spekulation Medio-Bor­bereitungen vornahm. Möglichst rasche Reali­sationen sind bci Haussebewegungen ohnedies ein gesundes Zeichen und kräftigen die Stärke des Marktes. Die verschiedenen Anregungen wirken auch jetzt noch günstig auf die Wert­papierbörse ein. 3n erster Linie geben die Auslandkäufe, die tatsächlich in größe­rem Umfange slattsin'oen, dem Markt einen kräftigen Impuls. Das Interesse des Auslandes an deutschen Effekten erhellt in neuerer Zeit auch wieder aus einigen Spezialfällen, wie dem Uebergang eines Aktienpaktes der Dresdener Bank und der Preußischen Hyvotheken-Aktienbank in amerikanische Hände. Bankaktien scheinen von den Amerikanern überhaupt begehrt zu sein, -denn die Weitergabe deutscher Großbankaktien­pakete an Kapitalisten in Amerika geschah schon in mehrer en Fällen, und man nimmt an, daß in Kürze die Deutsche Bank ebenfalls Aktien nach Kngland begeben wird. Die Spezialhausse der

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Schi sfahrtswerte, die seit einigen Tagen die Börse charakterisiert, scheint ihren inneren Grund in stärkeren Aufkäufen oon bestimmter Seite zu haben, die vermutlich die Aktien der großen deutschen Reedereien in feste Hände brin­gen will. Die Kurssteigerungen dieser Papiere während der letzten acht Tage sind infolge dieser Aufkäufe außerordentlich groß. Inzwischen ist nun no<b eine neue Erscheinung im deutschen Wirtschaftsleben eingetreten, die die optimistische Grundauffassung der Börse noch weiter vertiefen wird. Die Bildung de« westdeutschen M o n r a n t r u st es ist durch bk jetzt erfolgte Gründung der Bereinigten Stahlwerke 21.-®. nach längeren, teilweise nicht immer leichten Verhandlungen, Tatsache geworden. Beben dem mächtigen deutschen Anilintrust und dem mit Monopolstellung versehenen Kallsbndi- k a t ist damit ein EU-entrust zustandegebracht, dessen Aktien an der Börse künftig zu den besten Werten gehören werden, und dessen wirtschaft­liches Arbeiten durch die rechtliche und praktische Bereinigung der verschiedenen Werke in Zukunft erheblich einfacher und dem Ausland gegenüber erfolgreich sein wird.

Am Geldmarkt verstärkte sich die Flüs­sigkeit, die sofort nach dem Ultimo einsetztc, noch. Auch der Status der Reichsbank zeigt eine weiter recht günstige Entwicklung, so daß dies Institut die kürzlich erfolgte Diskont- cr Mäßigung vornehmen konnte. Zu dem sehr niedrigen Tagesgeldkur« von 6 bis. 8 Pro­zent ist am offenen Geldmarkt kaum ein nen­nenswerter Betrag unterzubringen,o daß ver­schiedentlich kurzfristige deutsche Gel­der ins Ausland fließen. Man hörte an der Berliner Börse bereits Angebote von Tages­geld bis zu 4 Prozent herunter. Vielleicht wird letzt das überflüssige englische Geld Anlage- zwecien zugeführt werden, um damit dem inner­deutschen Kapitalmarkt allmählich wieder auf die Beine zu helfen. Die starke Backs rage nach Pfandbriefen, insbesondere Goldpfandbrie­fen, scheint daraus hinzuweisen, daß sich langsam etwas mehr Gelder anfammeln. die nicht nur vorübergehend frei sind, sondern zur Kapital- bilbung beitragen. Die Diskontermäßigung hat eine Beeinflussung der Privatdiskontsätze nicht gebracht, da diele "der offiziellen Reichsbankmaß­nahme durch ihre letzthin erfolgten mehrfachen Herabsetzungen bereütS vorgegriffen hatten. Pri- natdiskontmaterial liegt fast gar nicht vor, so daß hie Umsätze an diesem Markt mangels Geld­bedarf der Banken im Moment äußerst gering­fügig sind, wenn nicht fast ganz stocken. Selbst Warenwechsel mit Großbankgiro sind kaum auf­zutreiben. obwohl diese Papiere bereits mit 8 Prozent und darunter Aufnahme finden wür­den. Ent in den allerletzten Tagen scheint sich hier das Angebot leicht zu verstärken.

* Zur Wirtschaftslage in der Pfalz. In der Pfalz sind weitere Betriebs­stillegungen erfolgt. Besonders die Stillegungen in der Schuhindustrie nehmen immer größeren Umfang an. Im ganzen liegen etwa 250 Schuh­fabriken allein bn Pirmasenser Bezirk still, in Pinnafens selbst 175 Betriebe. In der Mctall- unb Textilindustrie find Beurlaubungen in großem Umfange vorgenommen worden, um nicht zu vollständigen Entlassungen schreiten zu müssen.

* IG. F a r b e n i n d u st r i e. Laut Be­kanntmachung des Börsenvorstandes wird von jetzt ab die Botiz für Badische Anilin- und Soda­fabrik. Elberfelder Farben, Höchster Farbwerke, Aktiengesellschaft für Anilinfabrikation, Che­mische Fabrik Griesheim. Chemische Fabrik Wei­ler ter Meer eingestellt und dafür eine einheit­liche Botierung unter I G. Farbenindustrie Aktiengesellschaft im Kursblatt ausgenommen.

* D i e Uebernahme der neuen Rheinmetall-Aktien. Wie der DHD. von Kruppscher Verwaltungsseile erfährt, werden die neuen 6 Mill. Mark Ak:'en bir Rhe'nischen Metallwaren- und Maschinenfabrik A. G., Düssel­dorf, von einer de irischen Gruppe unter Führung der Reichskreditgcsellschaft fest übernommen.

° Rhein-Elbe-Union-Anleihe und Gründung der Bereinigten Stahl­werke. Wie der DHD. zur Gründung der Bereinigten Stahlwerke in bezug auf die Anleihe- Verhandlungen der Rheln-Elbe-Union über 25 Millionen Dollar noch erführt, würde diese Anleihe von der neuen Gesellschaft ebenso über­nommen bzw. konvertiert werden, wie die übri­gen Anleihen. die die ein)einen der Bereinigten Stahlwerke QL G. anqebvrendrn Werke bereits vorher ausgenommen haben.

Täglich 3000 Zwangsvoll- st reckungsanträge in Berlin. Bach Berliner Blättermeldungen wird die Zahl der augenblicklich bei Berliner Amtsgerichten ein­laufenden Zwangsvollstreckungsanträge auf ins­gesamt 3000 täglich geschätzt. Bon den auf Grund dieser Anträge vorgenommenen Pfän­dungen dürfte etwa ein Drittel fruchtlos aus­fallen.

Frankfurter Börse.

^Eigener Drcchlberichi desGießener Anzeigers"

Frankfurt a. M., 16. Jan. Tendenz: Unsicher. Die Hausse st im mung der Börse erfuhr zum heutigen Wochenschluß vorbörslich bei gröberem Geschäft weitere Steige­rungen. Die andauernde Flüssigkeit des Geld­marktes, die in verstärktem Angebot zum Aus­druck kommt, führte zu neuen AnlaHekaufen. wo­ran aber das Publikum kaum beteiligt war. Cs lagen wieder größere Auslandskauf­aufträge vor, die sich besonders auf Che­miewerke erstreckten, wovon biere Gruppe neue Kursavancen von 2 bi« 3 Prozent ver­buchen konnte. Lebhafte Bachsrage bestand auch für Montanwerke, von denen Phönix im Vordergründe de« Interesses ftanben. Buderus plus 1,5 Prozent, Mannesmann plus 3 Prozent, Elektroaktien vermehrten in fester Haltung bei ruhigem Geschäft. AEG. plus 0,75 Prozent. Bankaktien tendierten weiter nach oben. Berliner Handel plus 2 Proz., Commerz plus 1 Proz. Schiffahrtsaktien wurden im freien Verkehr mit 1 ckis 2 Proz. höheren Kursen gehandelt, Reue Steigerungen wiesen auch Autoaktien auf. Kleher plus 1 Proz, ebenso Z e l l st of f a k t i e n, Aschaffenburger plus 1 Proz. Der Kassa markt der- Industrie- papiere zeigte feste Haltung. Stark gesucht waren Wayß & Fretztag, ferner Lechwerke) letztere plus 1,75 Proz.), Hirfch-Kupfer Plus 3,5 Proz. Der Anleihemarkt lag ruhig und ziemlich fest. Schutzgebiet 4,7. Ain Pfandbrief markt war die Tendenz recht fest. Ausländ. Renten I uneinheitlich und ruhig Zolltürken und Mexi­kaner hatte» weiter Steigerungen aufzu­weisen, dagegen lagen Ungarn nachgeben d.

Der Freiverkehr hatte nahezu unveränderte Kurse. Beckerkohle 45 Prozent, Benz 34 Prozent, Brown-Doveri 51 Prozent, Entreprise 11 Pro­zent, Growag 45 Prozent, Ufa 55 Prozent, Ufra 56 Prozent. 3m weiteren Verlaufe wurde das Geschäft ruhiger. ES zeigten sich die üblichen Wochenschlußrealisalionen, die die Tendenz be­einflußten. Die Kurse bröckelten leicht ab. Die Grundstimmnng blieb aber weiter fest. Am Geldmarkt ist das Angebot weiter unver­ändert groß. Tägliches Geld 7 biS 7,5 Prozent. MonatSgeld 8,25 Prozent für erste Adressen, 9,5 Prozent für zweite Adressen. Bankdiskonten 6,25 bis 6,38 Prozent. 3m Devisenver­kehr notierte Paris gegen London eine Kleinig­keit fester mit 128,20. Die übrigen Valuten, lagen unverändert.

Börsenkurse.

(Obne Gewähr.)

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Deutsche Dereinsbank .... DiScomo Gonunanbit Metallbank..........

Mitteldeutsche Lreditdarck. Oesterretchilche Kreditanstalt Westbank ........

Bochumer Suh ««. BuderuS ........ Karo . Deutsch-Luxemburg Gelsenkirchener Bergwerk« . . Harpeuer Bergbau......

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Holwerkobluug Nürgerswerke Scheideanstalt «llg. ElektrUitäts-Geseafchaft Bergmann ...... Mamkafiwerke ........ Schurken Siemens A Hatske Adlcrwcrke ökleyer ..... Daimler Motoren. ..... Hevligensioedr.........

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Berlin. 15 Jan

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Berliner Börse.

(Eigener Drahtbericht de«Gießener Anzeiger«".) Berlin, 16. Jan. Die Befestigung der Aktienkurse machte an der heutigen Samstag- börse w e i t e re Fortschritte. Die Führung hatten aber nicht wie am Vortage Montanwerke, sondern Chemie« und Kali-Aktien, für die die Bereitstellung von Mitteln für die Landwirtschaft zum Ankauf von Stickstoff-Düngemitteln stimulie­rend wirkte. Die Aktien der I. G. F a r b e n i n b u - ft r i e zogen um 5 Prozent an, au di Kaliaktien waren 24 Prozent höher. Um 6 Prozent befestigt eröffneten Hamburg-Süb, da sich die Divibenben- fd)äljung von 8 Prozent erhält. Die übrigen Schiff­fahrtswerte behaupteten ihren im Vormittags-Kon­torverkehr genannten Kurs nicht. Im Verlaufe der ersten Börse setzte für Montanwerte bann grö­ßeres Interesse ein, und zwar im Anschluß an die Phönix-Generaloersammlung und die optimistischen Ausführungen in der KölnerHanbelskammersitzung. An ben Maklertafeln erschienen für Montanwerke zahlreiche Pluszeichen. Kurserhöhungen von 5 bis 6 Prozent waren keine Seltenkeit, Mannesmann

waren sogar um 7 Prozent gesteigert. Größere Um- satztätigkeit fanb schließlich noch am Pfand­brief m a r k t e statt. Die Aktien ber Hypothe­kenbanken lagen außerorbentlich fest. Stimu- lierenb wirkte am Effektenmarkt noch bie Besse­rung b e 6 französischen Frankenkur­se s auf 128 gegen ßonbon. Am Devisenmarkt waren sonst keine Beränberungen zu verzeichnen. Der Börsengelbmarkk ist anhaltenb überaus leicht. Tägliches Gelb 6 bis 8 Prozent, Monatsgelb 8 bis 91 Prozent.

Lerlmer Produktenbörse.

Berlin. 15. Jan. Die Erzeuger hakten schon am gestrigen Rachmittag und auch heute am frühen Morgen höhere Offerten ht Tleber- etnftimmung mit den meicklich höheren Preisen aus dem Auslande. 3m Zelthandel eröffnete Weizen und Roggen gegenüber dem amtlichen Vortoas- schluß unverändert. Für Hafer sind die Forde­rungen zu hoch gegangen, Gerste ruhig. Das Mechlgeschäft bleibt klein, Futtermittel im großen und ganzen still. Es wurden notiert für 1000 Kilo: Weizen, märf. 247 bis 253, do. Pvmm. 247 bis 253, Roggen, märf. 145 bis 152, 6^. Pomm. 144 bis 151, Gerste, märf. 182 bis 209, Mtterg erste 150 bis 164, Hafer, märf. 160 bis 171, Raps 350 bis 355; für 100 Kilo: Weizenmehl 32,75 bis 36,25, Roggcmmehl 22,25 bis 24,25, Weizenkleie 11,25 bis 11,50, Roggenkleie 9,75 bis 10,25, Vik- toriaerbsen 26 bis 34, kleine Speiseerbsen 23 bis 25. Futtererbsen 20 bis 22, Peluschken 19 bis 20, Ackerbohnen 20 bis 21. Wicken 20,50 bis 23, Lupinen, blau 12 bis 12,50, do. gelb 14 bis 15, Serradelle 18 bis 19. Rapskuchen 15,25, Lein­kuchen 23,50 bis 23,60, Trocken schnitzel 8 bis 8,20, Torlmelasse 8,20 bis 8,40, Kartoffelflocken 14,70 bis 15,50. Soya-Schrot 20,40 bi« 20,50.

MllOetlMtMWl!

MM Die MM!

Kirche und Schule.

co Rodheim a. b. Horloff, 15. Jan. Die kirchliche Statistik von 1925 melbet fol- genbe Ergebnisse: Die Gesamtzahl ber Evangeli­schen im Kirchspiel beträgt 1070 unb verteilt sich auf brei Dörfer unb neun Einzelgehöfte. Getauft wür­ben 24 Kinber, konfirmiert würben 19; 9 Paare würben getraut, 8 Personen beerbigt Der burchschniti- liche Besuch bes Scmntagsgottesbienstes betrug 145 Erwachsene unb 66 Kinber = 211 Personen. Das bebeutet einen Hunbertsatz von 21 Prozent der Er­wachsenen unb 20 Prozent ber Evangelischen. Cs fanben 124 gottesbienstliche Veranstaltungen statt (Hauptgottesbienst, Stinbergottcsbienft, Christenlehre, Bibclstunbe), bie besucht waren von insgesamt 15 000 Personen. Am heil. Sakrament bes Altars nahmen teil 618 Männliche unb 648 Weibliche = 1266 Personen 180 Proz. ber Erwachsenen. An Opfern unb Gaben christlicher Liebestätigkeir gingen ein 1485 Mk., pro Kops 1,38 Mk. Die größ­ten Posten in biefer Zahl sinb: für deutsch-evang. Not, für Gemeindepflege, eine Stiftung für bie Wie­derherstellung bes Pfarrhauses, für bas Heimat­blatt). Das gottesbienstlichc Leben ist sich gleich- geblieben, bie Gaben sind höher geworben als im Vorjahre.

oto. Darmsta ö t, 15. 3an. Die Ober« hesfifcke Volks Mission hat vor einem 3ahre sich derfreien" Schwestern an­genommen und diese zu einem Schwestern- kreis zusammengeschlossen. Um das gleiche auch für die in Starkenburger Gemeinden wir­kendenfreien Schwestern, die keinem Verband (Mutterhaus oder Verein) angeboren, in die Wege zu leiten, patte der Direktor des Landes" Vereins für 3nnerc Mission, Pfarrer Dpeve s, diese Schwestern in das hiesige Stadttnissions- Haus eingeladen. 37 Schwestern fanden sich ein. Pfarrer 211 e in m e 11 von Ober-Widdersheim hielt einen Vortrag über das Thema:Eine be- londere Rot der freien Schwesternschaft und ihre Abhilfe". Als Auswirkung des Vortrages kam der Beschluß zustande, auch für Starkenburg eine Vereinigung derfreien" Schwe­stern zu begründen. Die Leitung übernahm auf Wunsch der Schwestern Direktor D r e w e s.

XX Herborn, 15. 3an. 3m hiesigen Predigerseminar sind zur Zeit 12 Kan­didaten. Ordiniert wurden im abgelaufenen 3ahre 9 junge Theologen; die zweite theologische Prüsn.ng bestanden 4 Kandidaten. Rach der amt­lichen Statistik gehören zu unferm Bezirk gegen­wärtig 284 Pfarreien und 5 HilfSpredigersteuen.

Ki^chNche Nachrichten«

Evangelische Gemeinden.

Sonntag, den 17. Januar. 2. n. Epiphanias. Etadtkirche. 9'/,: Pfarrer Becker. 11: Kindert. für die Markusgemeinde. Pfr. Becker. 5: Pft. Mahr. IohanneSkirche. 9%: Psarraff. Schultheis. 11: Ktnderk. f. d. 3ohanne«gem. Pfarrasi. Schultheis. 5: Pfarrer Bechlolsheimer. 8: Bibelbesprechung tm Iohannessaal. Pfarrass. Schultheis. Kirchberg. 10; nachm. I1/,; Mainzlar. Wieseck. 10; abdS. 7'/,; Misstonsstunde. Watzenborn-Garbenleich. Watzenborn-Steinberg: 10. Garbenteich: 1. Watzen­born: 3/?.

Katholische Gemeinden.

Gießen. Samstag, 16. Januar 4% u. 7 Beichte. Sonntag, 17. Januar. 2. Sonntag nach Epiphanie. 6/o Deichte, 7 Messe, Kom. d. 3ungfrauen u. Haus­angestellten, 8 Kom., 9 Hochamt mit Predigt, 11 Messe mit Predigt, 4/g Versammlung der Jung­frauen und Hausangestellten, 5/g Christenlehre u. sakramental. Bruderschaftsandacht. Grünberg. 9'/, Meße mit Predigt. Hungen. 8 Messe mit Pred. - Laubach. 10 Meße mit Pred. Sich« 10 Messe mit Predigt.